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Freddy und Flo – Freddy und Flo gruseln sich vor gar nix! – Band 1

Maria Kling
Astrid Henn
Carlsen
Verlagsempfehlung ab 8 Jahre
Freddy und Flo ziehen mit ihrem Vater und dessen neuer Freundin in eine Wohnung direkt am Friedhof. Schnell merken die beiden, dass die anderen Bewohner des Mehrfamilienhauses alles andere als „normal“ sind. Flo muss der Familie beweisen, dass sie mit einem Werwolf, einem Vampir und einer Hexe unter einem Dach wohnen.
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Ich habe das Buch erst jetzt entdeckt, obwohl es schon 4,5 Jahre alt ist. Ich habe das Buch zusammen mit meinem Sohn gelesen und wir hatten viel Spaß, da es immer wieder lustige Szenen gibt. Es gibt immer wieder lustige Szenen. Es ist so geschrieben, dass man es gut mit einem fortgeschrittenen Erstleser lesen kann (erst ich ein Stück, dann du). Wir werden uns sicherlich bald die nächsten Bände besorgen und mit Freude lesen.
Katrin Hemmerich -
Sepia und der Fluch des Tintendrachen – Band 3

Theresa Bell
Eva Schöffmann-Davidov
Thienemann
Verlagsempfehlung ab 10 Jahre
Ein dichter, dunkler Nebel legt sich über die Stadt Flohall. Er scheint alles aufzufressen und verhindert, dass selbst Kerzen oder Feuer richtig brennen können. Sepia, Niki und Sanzio begeben sich in dieses Abenteuer und versuchen, den alles verschlingenden Nebel zu bekämpfen.
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Der letzte Teil der Trilogie ist ein würdiger Abschluss. Ich habe mich lange darauf gefreut, diesen Teil endlich lesen zu können. Und ich wurde nicht enttäuscht. Auch wenn sich die Geschichte zwischendurch etwas zieht, ist sie wundervoll und sehr fantasievoll und zieht einen weiter in die Welt von Flo und Flohall hinein. Seit ich als Jugendliche/junge Erwachsene die Harry-Potter-Bände gelesen habe, habe ich keine Geschichte mehr so verschlungen wie diese.
Theresa Bell hat eine Welt geschaffen, in die man durch ihren bildhaften Schreibstil abtauchen kann. Das ist eine Reihe, die ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann.
Katrin Hemmerich -
Sepia und die Verschwörung von Flohall – Band 2

Theresa Bell
Eva Schöffmann-Davidov
Thienemann
Verlagsempfehlung ab 10 Jahre
Die Geschichte von Sepia, Niki und Sanzio wird im zweiten Band auf wunderbare Weise weitererzählt und knüpft nahtlos an die Ereignisse des ersten Teils an. Sanzio und Sepia stehen vor ihrer ersten Lehrlingsprüfung, was bereits für viel Spannung sorgt. Im Theaterstück wird dann die Geschichte von Flohall aufgerollt, und nach der Aufführung bricht im Theater ein Feuer aus.
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Die Handlung nimmt schnell Fahrt auf und endet in einem Cliffhanger, der die Spannung auf den dritten Band noch einmal deutlich steigert.
Besonders begeistert hat mich, dass Theresa Bell den Zauber und die Faszination des ersten Bandes auch in der Fortsetzung beibehalten konnte. Die bildhafte und detailreiche Sprache zieht einen sofort wieder in diese magische Welt hinein, sodass man sich alles lebhaft vorstellen kann. Genau das macht das Lesen so besonders und sorgt dafür, dass man vollkommen in die Geschichte eintaucht.
Auch die Handlung ist sehr stimmig aufgebaut. Alles entwickelt sich logisch weiter, ohne dabei an Spannung zu verlieren. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Insgesamt ist diese Fortsetzung meiner Meinung nach mehr als gelungen. Sie schafft es, die Geschichte spannend weiterzuführen und gleichzeitig die Vorfreude auf den dritten Teil der Trilogie noch weiter zu steigern. Ich bin jetzt schon sehr gespannt, wie es mit Sepia, Niki und Sanzio weitergehen wird.
Katrin Hemmerich -
Emil und die Bärin

Leonard Erlbruch
Kunstmann
Leseempfehlung 3 Jahre
Das Cover zeigt Emil, den niedlichen Hund, der ganz fröhlich auf die Bärin zugeht.
Zusammen mit seiner Familie fährt Emil im Kombi in den Wald, da er sehr ängstlich ist, beschließt er nicht auszusteigen, sondern es sich unter der Decke bequem zu machen. Doch ein interessanter Geruch lockt ihn dann doch aus dem Wagen.mehr oder weniger lesen
Leider fährt seine Familie weg, ohne zu überprüfen, ob Emil im Auto ist. Emil folgt verzweifelt der Spur und muss sogar allein im Wald übernachten. Doch dann trifft er auf die Bärin Gisela, die sich schon auf ihren Winterschlaf eingestellt hat. Trotzdem verbringt sie einige Zeit mit Emil und nimmt ihn dann mit ihn ihre Höhle. Im Laufe des Winters bekommt sie zwei Bärenkinder, denen sie gemeinsam mit Emil alles beibringt, was sie zum Überleben brauchen. So wird aus dem kleinen ängstlichen Emil ein selbstbewusster mutiger Hund, der sich dann auf den Weg zu seiner Familie macht.
Die wundervollen Naturbilder von den Tieren begeistern mich und sicher auch die Kinder. Dass dieser niedliche Hund sich dann so viel traut, macht uns selbst auch etwas mutiger, selbst wenn wir keine erfahrene Bärin an unserer Seite haben.
Da Emil am Ende wieder zwischen seinen schlafenden Menschenkindern liegt, ist das Buch auch als Gute-Nacht-Geschichte zu lesen, aber das Wichtigste ist die Freundschaft sowohl zur Bärin und ihren Kinder als auch zu Emils menschlichen Familie. Ein zauberhaftes voller Wärme.
Dagmar Mägdefrau -
Frei – Bester Anfang – Band 3

Sarah Welk
arsEdition
Verlagsempfehlung ab 12 Jahre
Das Cover entspricht den beiden vorherigen Büchern und ist diesmal grellgrün, es ist Koray, der über die Buchstaben springt und er ist diesmal der Erzähler.
Koray ist im ersten Band mit seiner Mutter aus Dubai nach Rottloch zurückgekommen.mehr oder weniger lesen
Seine Mutter hatte als Influencerin viel verdient, wurde aber durch einen Freund böse betrogen und muss nun schauen, wie sie ihr Leben in den Griff bekommt. Koray möchte von seiner Mutter wissen, wer sein Vater ist und er vermutet, dass ein Mann aus dem kleinen Dorf, das seine Mutter ohne Schulabschluss verlassen hat, sein Vater ist. Sein Freund Nico unterstützt ihn bei den Recherchen und er hat auch schon eine Vermutung, denn auf einem Foto ist ein ehemaliger Mitschüler Koray ähnlich. Die Freunde machen sich auf zur „Alten Schrauberei“ einem angesagten Lokal, dass Ken gehört. Hier lernt Koray Marc kennen, der ihn ein wenig aus der Fassung bringt.
Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, es ist spannend und sehr unterhaltsam geschrieben. Korays Gefühle bei der Suche nach seinem unbekannten Vater und die Zuneigung, die er für Marc empfindet, werden sehr einfühlsam beschrieben. Aber auch die Wut, die er wegen des Schweigens seiner Mutter, empfindet, war gut nachzuvollziehen.
Richtig spannend wird es dann, als Koray erfährt, wer sein Vater ist. Ich war auf jeden Fall sehr erstaunt über diese Lösung.
Ein toller dritter Band und ich bin gespannt, was Nina und Nico noch erleben werden.
Dagmar Mägdefrau -
So wohne ich und du?

Saskia Gwinn
Adam Ming
Übersetzung: Andreas Held
DK
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Dieses liebevoll gestaltete Sachbuch für Kleinkinder nimmt seine jungen Leserinnen und Leser mit auf eine spannende Entdeckungsreise in die Welt der Tiernester. Im Mittelpunkt steht ein kleiner Kolibri, der zunächst überzeugt ist, dass sein eigenes Nest das allerbeste ist. Doch auf seiner Reise begegnet er den Nestern von 49 weiteren Tieren – und schnell wird klar: Jedes Nest hat seine ganz eigenen Besonderheiten.mehr oder weniger lesen
Der Aufbau des Buches ist dabei besonders gelungen. Die Geschichte rund um den Kolibri führt kindgerecht durch das Sachthema und schafft einen roten Faden, der neugierig macht. Auf jeder Doppelseite wird eine neue Tierart vorgestellt, deren Nest sowohl durch wunderschöne Illustrationen als auch durch kurze, leicht verständliche Texte nähergebracht wird.
Die detailreichen Bilder laden zum Entdecken ein und regen dazu an, die Seiten immer wieder anzuschauen. Kinder können spielerisch erraten, welches Tier als nächstes auftaucht, und dabei ganz nebenbei viel über die Vielfalt der Tierwelt lernen.
Insgesamt ist dieses Buch ein rundum gelungenes Sachbuch für Klein- und Vorschulkinder, das Wissen anschaulich, kreativ und mit viel Liebe zum Detail vermittelt.
Katrin Hemmerich -
Don’t Stop the Music – Unsterbliche Popstars und was sie verbindet

Ariana Zustra
Susanne Harrison
Mixtvison
Ohne Altersangabe
Schon das Cover zeigt ein zweigeteiltes Portrait und so finden auch im Buch immer zwei Künstler*innen die von der Autorin zusammengefügt worden sind. Nach dem Vorwort geht es gleich mit Madonna und Lady Gaga los, die hier als Chamäleons bezeichnet werden, weil sie sich immer wieder neu erfinden.
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Aber wir finden auch die Kelly Family neben Ed Sheeran, weil beide ihre Weltkariere mit Straßenmusik begonnen haben. Unter der Überschrift „Größte Konzerte“ wird neben Elvis Presley die Rolling Stones erwähnt. Dazwischen werden „Einflussreiche Alben der Musikgeschichte“ aufgelistet. Die zum Club 27 gehörenden viel zu früh verstorbenen Stars wie Janis Joplin und Amy Winehouse. Die Supremes und die Spice Girls, die es auch in auf die Leinwand geschafft haben, sind genauso gut vertreten, wie Michel Jackson und Beyoncé, die von ihren Vätern gepusht wurden. Weiter hinten treffen wir auf die deutschen Gewinnerinnen des Eurovision Songconteste, Nicole und Lena.
Das Buch umfasst wirklich alle Popgrößen vom Roch ´n Roll über Countrymusik bis hin zum Hiphop und Latin-Pop. Da wird von Betrügereien berichtet und von Covervisionen die bekannter wurden als das Original. Daneben gibt es Seiten über kuriose Fakten und das größte Wohltätigkeitskonzert.
Die kleinen biografischen Texte über die Künstler*innen lassen sich sehr gut lesen und die Illustrationen sind schrill, bunt und poppig und damit passen sie hervorragend zum Thema.
Dagmar Mägdefrau -
Picknick mit Dino

Britta Sabag
Marta Balmaseda
annette betz
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Das Cover zeigt uns die Geschwister und den freundlichen Dino auf der Picknickdecke im Garten und das Sandwich ist wirklich riesig!!!
Die erste Doppelseite wird den meisten Kindern vertraut sein, denn so sieht es in vielen Haushalten aus, in denen die Eltern Homeoffice machen. Papa telefoniert und Mama sitzt am Laptop.mehr oder weniger lesen
Die Kinder decken schon den Tisch, als es klingelt. Als dann noch ein Riesenauge durch den Spion zu sehen ist, öffnen sie die Tür und ein freundlicher Dino steckt seinen Kopf ins Haus. Zuerst sind die Eltern sehr ungläubig, staunen dann aber nicht schlecht. Da der Dino wohl hungrig erscheint, geht es zum Picknick in den Garten. Hier frisst der ungeladene Gast alles auf und die Familie muss wieder ins Haus, um einen „Rumfort-Auflauf“ zu kochen. Dieses gemeinsame Kochen macht der Familie so viel Spaß, dass sie gar nicht bemerken, dass der Dino wieder fort ist.
Meine Enkelin war begeistert von der Geschichte, vielleicht hofft sie, dass, wenn Mama und Papa arbeiten müssen, auch einmal ein Dino bei ihnen schellt. Eine wundervolle Idee, eine Familie zu einer gemeinsamen Aktion zu bekommen und Dinos lieben ja fast alle Kinder. Die Bilder sind sehr schön gezeichnet und zeigen z.B. das Erstaunen hervorragend. Ein echter Bilderbuchspaß.
Dagmar Mägdefrau -
Ein Jahr im Muminhaus

Inspiriert von den Werken von Tove Jansson
Filippa Widlund
Aus dem Englischen von Bernd Stratthaus
annette betz
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Schon diese Aufmachung diese Buches ist kaum zu toppen, man öffnet die kleine grüne Schleife an der Seite des Buches und dann kann man das Buch zu einem runden dreidimensionalen Karussell auseinanderklappen. Mit dem Band wird es dann fixiert und wir können es drehen und anschauen.
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Zunächst wird es Frühling und Mümmla und ihre 34 Kinder kommen zu Besuch. Mumin wartet auf den Schlüpferich. Im Laufe des Frühlings wird aus den Pflanzen ein Dschungel, den wir vorne sehen, weiter hinten im Haus wird vorgelesen. Es wird Mittsommer und alle feiern und sitzen essend um den großen Tisch. Dann wird es Herbst und der Dampfkochtopf steht auf dem Herd, um Marmelade einzukochen. Die warmen Erdfarben werden kühl und der Winter kommt. Auf dem letzten Bild sehen wir einen Tannenbaum.
Die Texte sind immer sehr kurz und beziehen sich auf die jeweilige Jahreszeit. Es werden einige Namen genannt, die Muminkenner sicher besser zuordnen können als ich. Alle Illustrationen sind sehr schön gestaltet und sie kommen dadurch, dass wir sie in mehreren Schichten sehen können, besonders gut zur Geltung. Ein zauberhaftes Buch, in dem es sehr viel zu entdecken gibt.
Dagmar Mägdefrau -
Abenteuer Akademie – Das Grimm-Geheimnis – Band 1

Thilo
Daniel Lieske
Coppenrath
Verlagsempfehlung ab 8 Jahre
Belle, Connor, Somi und Oliver besuchen eine besondere Schule des Adventure Club of Europe (ACE). Als sie eines Abends sturmfrei haben, wird Oni von der Organisation BONE entführt, damit er bei der Lösung eines alten Rätsels helfen soll.
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Doch die beiden Jungen und das Mädchen zögern nicht lange: Sie machen sich selbst auf die Suche und folgen den Spuren eines Geheimnisses rund um Grimms Märchen „Rotkäppchen“, um ihre Freundin zu befreien.
Zu Beginn fiel es mir etwas schwer, den Überblick über die verschiedenen Figuren und Organisationen zu behalten. Nach dieser kurzen Eingewöhnungsphase entwickelte sich die Geschichte jedoch zu einem spannenden Leseerlebnis. Besonders gut gefallen hat mir die gelungene Einbindung der Märchen der Gebrüder Grimm in eine moderne Abenteuergeschichte.
Am Ende jedes Kapitels wartet zudem ein Rätsel, das auch von jüngeren Leserinnen und Lesern – etwa ab acht Jahren – gut gelöst werden kann und die Handlung auf spielerische Weise ergänzt. Die Illustrationen unterstreichen mit ihrem leicht dunklen Stil die Atmosphäre der Geschichte und passen hervorragend zum Inhalt.
Insgesamt ist es ein spannendes und liebevoll gestaltetes Buch, das sich besonders für fortgeschrittene Erstleser eignet.
Katrin Hemmerich -
Ein Pokal für den Schakal

Jule Wellendiek
NordSüd
Verlagsempfehlung ab 4 Jahre
Ein riesiger Pokal ist auf dem Titel zu sehen und obendrauf sitzt lässig der Schakal. Er möchte gerne den Pokal gewinnen und ist ganz sicher, dass ihm das mit seiner Frisur gelingen wird. Doch dann muss mit der Enttäuschung fertig werden, dass die Gans den Pokal gewinnt und alle Tiere ihr zujubeln.
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Aber der Schakal ist clever und er verleiht sich selbst den Pokal für den „besten Schakal“, er fühlt sich „als wäre er der König der Welt.“ Doch leider kommen auch andere Tier auf diese Idee und so haben bald alle Tiere einen Pokal oder eine Medaille in Kategorien, die nur sie erfüllen können. So wird die Giraffe für den längsten Hals ausgezeichnet.
Ich muss gestehen, dass mir schon zu Beginn des Buches ein amerikanischer Politiker einfiel, den ich mir in der Rolle des Schakals vorstelle. Aber abgesehen von dieser Aktualität, ist der Schakal sehr clever, immer fällt ihm etwas ein, damit er gut dasteht und so schafft er es, dass am Ende des Buches alle zusammen ein Fest feiern.
Ein Buch, das viele Gefühle beim Vorlesen hervorruft, denn als der Schakal alle Pokale stiehlt, war meine Enkelin voller Entsetzen darüber. Aber auch seine Überheblichkeit am Ende des Buches, als der Schakal ein Denkmal für sich aufstellt, war ihr durchaus bewusst.
Die Illustrationen begleiten die Geschichte mit wimmeligen Bildern, sie zeigen aber auch die Emotionen unserer Hauptfigur, der vor allem Verschlagenheit aus den Augen blickt.
Dagmar Mägdefrau -
Schau mal, endlich Frühling!

Sabine Kraushaar
arsedition
Verlagsempfehlung ab 12 Monate
Auf dem Laufrad geht es mit Papa an den See, die Entenfamilie schaut auf den kleinen Jugen mit dem Dino-Helm.
Die nächste Doppelseite zeigt vergnügte Käfer, es folgen niedliche Vogeleltern im Nest und ein Osterblumenstrauß.mehr oder weniger lesen
Geschlüpfte Küken mit Mama Henne und ein Hase, der aus dem Gebüsch eine Möhre anschaut. Auf der letzten Seite hüpft der Osterhase mit einem Eierkorb auf dem Rücken durchs Bild.
Es gibt keinen Text in dem kleinen Pappbilderbuch, aber ein wenig fehlt mir das Konzept, obwohl alles zum Frühling passt. So kommen außer den beiden Erwähnten vom Cover keine weiteren Menschen vor. Da hatte ich eine andere Erwartung.
Es gibt viel zu sehen und kleine Kinder werden sicher einige Begriffe kennenlernen. Die Illustrationen sind klar gezeichnet.
Dagmar Mägdefau -
Kein Bock auf Knuddeln

Anette Thumser
Corinna Jegelka
magellan
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Alle Tiere auf dem Cover knuddeln unseren süßen kleinen Titelhelden, der sich dabei gar nicht wohlfühlt.
Knuddel ist ein kleiner, sehr flauschiger und total knuffiger Hase, der total goldig aussieht, egal, wie er sich gerade fühlt.mehr oder weniger lesen
Obwohl er „Will nicht!“ ruft, setzen ihm alle nach, denn sein „Mag nicht!“ ist leider wegen dem „leisen, fluffigen Piepse-Stimmchen“ nicht zu hören. Doch Knuddel hat einen Plan, er zieht die Stirn in Falten wie Opa Heribert und guckt mürrisch wie Frau Strauß, die Nachbarin. Zusätzlich schmiert er sich mit Masch und Modder ein und übt das Knurren. Leider steckt Mama ihn in ein „Glitter-Flitter-extra-ganzdoll-Badeschaum-Bad“ und danach ruft Papa glücklich „Mein Knuddelchen!“. Unser süßer Knudel muss sich also etwas anderes einfallen lassen, um den anderen klarzumachen, dass er nicht geknuddelt werden möchte.
Die meisten Kinder sind so niedlich wie unser Knuddel und auch sie wollen nicht ungefragt, geknuddelt, geküsst oder über den Kopf gestreichelt werden. Da muss man schon ganz schön laut protestieren und das Buch endet mit einem Demonstrationszug mit Schildern wie „Knuddelverbot jetzt!“ und „Frag, was ich mag“.
Unsere Kinder müssen schon früh klar machen, wie wichtig ihr „Nein“ ist und dass sie es laut aussprechen sollen. Niedliche Bilder und ein gut erklärender Text zu einem wichtigen Thema.
Dagmar MägdefrauThemen: Nein-Sagen -
Catch your Death – Traue niemandem

Ravena Guron
Aus dem Englischen von Katja Hildebrandt
Carlsen
Verlagsempfehlung ab 14 Jahre
Emily Vanforte, die wohlhabende Hausdame des Bramble Estate, wird ermordet. In der Mordnacht befinden sich zahlreiche Mitglieder der Familie im Anwesen sowie drei Mädchen, die später den Ermittlern erzählen sollen, was passiert ist.
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Devi ist eigentlich nur auf dem Weg zu ihrer Großmutter, doch ein Schneesturm und ihr klappriges Auto machen ihr einen Strich durch die Rechnung. Als sie am Bramble Estate vorbeikommt, lädt Emily sie ein, die Nacht dort zu verbringen. Lizzie wollte eigentlich nur Schmuck abliefern, kann aber wegen des Wetters ebenfalls nicht mehr weg. Jayne arbeitet in der Küche des Anwesens und kümmert sich um die beiden, da sie ungefähr im gleichen Alter sind. Gemeinsam müssen sie eine unheimliche Nacht inmitten einer zutiefst zerstrittenen Familie überstehen. Und fragen sich ziemlich schnell, in welchen Horrorfilm sie da eigentlich geraten sind.
Die Geschichte wird über Vernehmungsprotokolle und die Perspektiven der drei Mädchen erzählt. Devi, Lizzie und Jayne könnten unterschiedlicher kaum sein. Anfangs rechnet man fast damit, dass sie sich an die Gurgel gehen, doch das gemeinsame Erlebnis schweißt sie zusammen. Neben dem Kriminalfall entwickelt sich so auch eine glaubwürdige Geschichte über Freundschaft. Gerade die Unterschiede zwischen den Figuren sorgen für eine spannende Dynamik. Besonders interessant (und anfangs etwas irritierend) ist, wie unterschiedlich dieselbe Person je nach Perspektive wahrgenommen wird: Devi wirkt in Lizzies Erzählung völlig anders als in ihrer eigenen. Das unterstreicht sehr gut die vorhandenen Antipathien.
Großes Plus ist die Atmosphäre: keine Handys, kein Empfang, keine Fluchtmöglichkeit, eingeschneit in einem riesigen Anwesen: Das schreit geradezu nach Horror. Schon früh fragt man sich, was auf Bramble Estate eigentlich vor sich geht, und als Leser*in bekommt man an genau den richtigen Stellen neue Hinweise serviert.
Ein spannender, düsterer Mystery-Thriller mit klassischem „Locked-Room“-Feeling ,starken Figuren und spannender Wendung.
Raphaela Brosseron
Das Szenario erinnert an Agatha Christie: Eine einsame Villa, ein Familienessen, Geheimnisse, die offen gelegt werden sollen, keinen Kontakt zur Außenwelt und drei junge Frauen, die zufällig dort hingelangen und erleben müssen, dass die Hausherrin ermordet wird.Devi ist auf dem Weg zu ihrer Großmutter, als ihr Auto Probleme macht und sie so auf Bramble Estate landet. Lizzie liefert für ihre Mutter eine Halskette aus, als der Schneesturm sie überrascht und Jayne arbeitet aushilfsweise in der Küche und bleibt ebenfalls über Nacht im Herrenhaus. Die Hausherrin Emily Vanforte ist eine sehr reiche Frau, die mit einem Politiker verheiratet ist. Ihre Tochter Lottie ist 17, genau wie die drei anderen Mädchen.
Es geht um Lügen und Intrigen, alles ist undurchsichtig und als ich glaubte ,so langsam zu verstehen, war alles ganz anders.
Vor allem der erste Teil war sehr spannend geschrieben, da lag der Mord in der Luft und es war unklar, wer von den Anwesenden das Gift verabreicht haben könnte. Anhand der Polizeiprotokolle und den Berichten der drei jungen Frauen konnte ich mir ein Bild von der Situation in der Mordnacht machen. Geheime Gänge wurden beschrieben und es wurden Gespräche belauscht. Im zweiten Teil des Buches wurden die Beweggründe klarer, aber erst zum Schluss, nachdem alles ganz anders gelaufen war, als ich erwartet hatte, wurden alle Verwicklungen klar. Das zog sich allerdings doch ein wenig in die Länge.
Ich bin mir nicht sicher, dass alles so ganz logisch ablief, zumindest wurden zwei Tassen Tee getrunken, obwohl es keine Energiequelle gab, um ihn zuzubereiten.
Eine sehr spannende Konstruktion, die so nicht zu erwarten war.
Dagmar Mägdefrau -
Der Prinz der Zwerge – Orens Reise

Kian Talyn
Independently published
Autorenempfehlung junge Erwachsene
Die Geschichte beginnt in einer englischen Industriestadt zum Ende des Ersten Weltkriegs. Orens Mutter arbeitet in einer Munitionsfabrik und verschwindet bei einer Explosion. Der Zwölfjährige sucht verzweifelt nach ihr und gerät zusammen mit seinem besten Freund Finch in eine andere Welt.
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Hier erfährt Oren, dass er ein Zwergenprinz ist, da aber seine Mutter keine Zwergin ist, hat sein Vater den Anspruch auf den Thron verwirkt. Seine Tante Sigrid hat dafür gesorgt, dass Oren von seinem Anspruch erfährt und sie hofft, dass er ihn sich erkämpfen wird. Allerdings muss er zunächst seinen Vater finden und die Reise dorthin birgt viele Gefahren.
Eine fantastische Welt aus Zwergen, Zauber*innen, Drachen und Pixies hat sich der Autor da ausgedacht. Ich bin keine erfahrene Fantasyleserin und fand mich zunächst sehr gut zurecht, aber im Laufe der Handlung kamen sehr viele Charaktere dazu, so hatte ich manchmal Probleme, mich zurecht zu finden. Es gab sehr traurige Ereignisse, fröhliche Szenen und wilde Kämpfe, sowohl in der Vergangenheit als auch während der Geschichte. Oren, der uns die Handlung aus seiner Sicht beschrieb, erlebte Wut, Trauer und sein Mut wuchs mit der immer größeren Bindung zu seinem Zwergvolk. Die Beschreibung der Orte war sehr anschaulich und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. In der Fantasywelt wurde auf die nordische Götterwelt zurückgegriffen und auch die Namen entsprechen denen der Menschen auf Island.
Ein spannendes Buch mit vielen Wendungen, vielen emotionalen Momenten, aber auch sehr humorvollen Ideen. Eine schöne Mischung, die sich gut lesen lässt.
Dagmar Mägdefrau -
Mika Mysteries – Der Ruf des Nachtraben – Band 1

Johan Rundberg
Übersetzt von: Franziska Hüther
magellan
Verlagsempfehlung ab 10 Jahre
Stockholm 1880, durch einen schweren Winter ist die Stadt von der Außenwelt abgeschnitten. Mika lebt im städtischen Waisenhaus, wo die Kinder alles dafür tun, den harten Winter nur irgendwie zu überstehen. In der Nacht, in der ein kleines Neugeborenes dort abgegeben wird, passiert gleichzeitig ein Mord in der Stadt.
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Ziemlich schnell steht der Verdacht im Raum, dass der Mord vom „Nachtraben“, einen totgeglaubten Mörder, begangen wurde. Der Kommissar Hoff und Mika arbeiten zusammen, um den Fall aufzuklären.
Das Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt. Johan Rundberg versteht es sehr bildlich zu erzählen, so dass man in Gedanken schnell in der Stadt ist und sie vor Augen hat. Der Spannungsbogen ist hervorragend aufgebaut und bleibt bis zum Ende konstant hoch. Das Buch eignet sich sehr gut für Kinder ab etwa 10 Jahren zu lesen. Der Cliffhanger am Ende macht große Lust auf die Fortsetzung – am liebsten würde man sofort zum zweiten Band greifen.
Katrin Hemmerich -
Wir alle – Eine Reise zurück zu unseren Anfängen

Heike Faller
Valerio Vidali
Kein & Aber
Ohne Altersangabe
Das Cover ziert unzählige Menschen, bunt gekleidet in Gewänder aus allen Epochen.
„Hast du dich schon einmal gefragt…wo wir herkommen?“ so beginnt das Buch und diese Frage stellen uns schon Kitakinder.mehr oder weniger lesen
Auf dem ersten Bild sehen wir einen Marienkäfer in zwei geöffneten Händen sitzen. Ein sehr schönes friedliches Bild. Danach liegen zwei Kinderhände in den großen Händen und der Marienkäfer hat seine Flügel geöffnet.
Dann kommen wir zu ersten Antwort, denn zunächst stammen alle Kinder von ihren Eltern ab. „Was, wenn sie sich nicht getroffen hätten?“ Eine Frage, die sich auch bei den Generationen davor ebenfalls stellt. Ist es da nicht wunderbar, dass wir am Ende entstanden sind? Schon tauchen die Großeltern auf und wir werden gefragt, was wir über sie wissen. Und schon sind wir im Jahr 1940, die Urgroßeltern erleben den Krieg. 1920 steht der Opa mit dem Kind im Zoo und beim Blick auf die Affen sagt er „Vor 280.000 Generationen hatten wir einen gemeinsamen Vorfahren.“ So weit geht dieses Buch in immer größeren Schritten zurück, bis vor vier bis sechs Millionen Jahren. Da sehen wir einen der erste Menschen an der Hand seiner Mutter. Ganz am Ende des Buches tauchen noch einmal die Hände in der gleichen Haltung auf, nur diesmal sind sie behaart und etwas anders geformt. Ein kleiner Informationsteil erklärt uns zusätzlich den Ablauf der Geschichte.
Rückblickend schauen wir in diesem Buch auf all die Menschen, die vor uns waren. Die Texte sind kurz, informativ und regen zum Nachdenken an. Die Illustrationen sind meist auf weißen Hintergrund und manchmal auch doppelseitig gezeichnet. Sie zeigen uns die Menschheitsgeschichte in klaren Formen.
Ein hervorragendes Buch, das mit Gefühl zeigt, wie toll es ist, dass wir als Menschen hier leben und was alles passieren musste, damit es so ist. Auch kleine Kinder werden an diesem Buch schon Freunde haben, aber Erwachsene werden es lieben.
Dagmar MägdefrauThemen: Menschheitsgeschichte

