• Kleine Helden, große Abenteuer – Neue Vorlesegeschichten

    Kleine Helden, große Abenteuer – Neue Vorlesegeschichten

    Robert Habeck

    Andrea Paluch

    EDEL Kids Books

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Buch ist in vier Teile aufgeteilt und die dazugehörenden mehrseitigen Kapitel werden durch viele sehr schöne Bilder aufgelockert.
    Im ersten Teil geht es um einen Geschwistertausch. Die Freunde Ben und Jakob haben beide eine kleine Schwester und die Mädchen sind ebenfalls gut befreundet. Während die Jungen mit der Eisenbahn spielen, lieben Rebekka und Carla ihre Pferde. Als die Jungen mal wieder ihr Spiel unterbrechen müssen, weil Jakob nach Hause muss, hat eine Idee, wie wäre es, wenn man die Geschwister tauschen würde? So zieht er zu Jakob und die beiden Schwestern ziehen bei seinen Eltern ein.

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    Es ist spannend für Ben die andere Familie kennen zu lernen, hier ist vieles so ganz anders als bei ihm zu Hause. Die neuen „Brüder“ erleben so einiges in den nächsten Tagen, aber dann fällt Ben auf, dass er auch seine Eltern getauscht hat. 
    „Als es still und dunkel wurde“ beschreibt einen Stromsaufall in der Stadt. Irgendwie rücken alle ein wenig zusammen und Emilys Familie lädt sogar die alte Petersen zu sich ein, die ein wenig von ihren Erlebnissen im Krieg erzählt. Als Mama ihr eine Tasse Tee reicht, weiß ich, dass da einer nicht richtig aufgepasst hat. Soweit ich weiß, braucht man für Tee heißes Wasser. Aber es gefällt mir, wie die Nachbarschaft sich um den Feuerkorb trifft und sogar gemeinsam singt. Ebenso die Beschreibung, wie sich die Kinder in der Dunkelheit verstecken und mit dem Hintergrund eins werden.
    Amy und Susanna sind Freundinnen und sie würden sich gerne häufiger treffen, doch leider haben beide viele feste Termine. So muss Susanna zur Schwimmstunde, obwohl ihr die gar keinen Spaß macht. Amy ist viel sportlicher, sie spielt Handball und reitet auf einem Pflegepony. Susanna tut sich schwer mit Zahlen. Eine Aktion, bei der die Haustiere gemessen werden, sowas findet sie toll. Aber die Sache mit der Zeit, die macht ihr zu schaffen. Warum vergeht die Zeit so unterschiedlich schnell und warum hat eine Stunde 60 Minuten und eine Schulstunde 45 Minuten? Als Amy sich den Fuß vertritt und zu Hause bleiben muss, sehen sich die beiden Mädchen täglich und erfahren vieles voneinander. Auch hier eine Anmerkung: Nicht alles war krabbelt sich Insekten, so sind Asseln Krebstiere, auch Spinnen sind eine eigene Spezies. Ich denke, auch in „Unterhaltungsliteratur sollte man auf sowas achten.

    „Alfons Lageweile“ erscheint immer bei Julian, wenn es ganz langweilig für ihn wird. Nur Julian kann ihn sehen und mit ihm sprechen. Allerdings ist Julian ein sehr fantasievoller Junge und er hat so viele spannende Ideen, dass es sich nie lange langweilt. Während Alfons sich noch über die schwarzen Schatten als langweilig freut, sieht Julian darin Seiltänzer. Julian ist enttäuscht, weil er sich einen Flug in den Urlaub interessanter vorgestellt hat. Aber es gibt nicht zu sehen außer Himmel. So taucht wieder Alfons auf und will sich mit ihm langweilen. Aber Julian hat wieder eine tolle Idee, er stellt sich die anderen Passagiere auf einem Fahrrad vor und erlebt damit in seiner Fantasie Abenteuer, die Alfons vertreiben.

    Die Geschichten sind zeitgemäß und flott erzählt. Die Kapitel sind kurz genug als Gute-Nacht-Lektüre.

    Dagmar Mägdefrau

  • Gallina träumt vom Fliegen

    Gallina träumt vom Fliegen

    Brigitte Endres

    Mele Brink

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahren

    Eine Geschichte für selbstständig denkende kleine und große Menschen ab 5 Jahren, die nichts einfach nur glauben, sondern den Dingen lieber selbst auf den Grund gehen.
    Gallina ist das einzige bunte Huhn zwischen 499 weißen Hühnern. Alle legen brav ihre Eier und freuen sich, wenn das Ei mit einem „Plopp“ ihren Körper verlässt. Ihre Welt ist die Legebatterie und ihr Schöpfer der Bauer. Aber Gallina hat Fragen und kann die Antworten ihrer Artgenossinnen nicht glauben.

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    So bezweifelt sie auch, dass die Welt hinter dem Loch, das über der Tür ist und von wo man den Himmel sehen kann, zu Ende ist. Als sie dann auch noch einen Vogel vorbeifliegen sieht, muss sie versuchen selbst zu fliegen, auch wenn die anderen sie für „gaga“ halten. So schafft sie es zu entkommen und Gallina lässt sich die Welt von einem Wetterhahn erklären und landet auf einen Bauernhof, wo ein Hahn sie gerne zu einer seiner Frauen machen möchte. Da er auch seine kleine Welt für den Mittelpunkt hält, fliegt Gallina weiter. 

    So was kann passieren, wenn bunte Hühner anfangen zu denken. Ein Buch, das nicht nur die Frage aufwirft, wohin kann Gallina noch fliegen? Nehmen wir unsere Situation als gegeben hin oder sollen wir alle ein bisschen „gaga“ sein?

    Der besondere Spaß an diesem Bilderbuch sind sicher wieder die Bilder von Mele Brink. Der Gesichtsausdruck, den die Hühner haben, von Erstaunen über Verwunderung bis zu einem seligen Grinsen, Überheblichkeit und Freude kann man alles in ihre Minen lesen. Und immer wieder schaut ein lila Wurm aus dem Boden. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Tag, an dem das Meer verschwand

    Der Tag, an dem das Meer verschwand

    Sam Haynes

    Jago

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Jack fährt mit seinem Vater aufs Meer hinaus und sie machen dort ein Picknick. Da eine Möwe sein Marmeladenbrot stiehlt, fällt ihm ein blau-weißer Plastikstrohhalm ins Wasser. Da Jack weiß, wie belastet die Meere durch das Plastik sind, hat er ein schlechtes Gewissen. Hofft aber dann, dass sein einzelner Halm nicht wichtig sein kann. Aber es kommt anders, am nächsten Tag ist das Meer verschwunden und alle, die er fragt, wissen nicht wo es geblieben ist.

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    Aber sie haben alle Probleme mit den riesigen Abfallmengen, die sich im Meer befinden. Am Ende besteigt Jack einen Berg bestehend aus Plastiktrinkhalmen. Hier findet er auch seinen verlorenen Halm wieder. Er hat wohl das Verschwinden des Meeres ausgelöst.
    Aber durch ihn und das Versprechen, dass Jack abgibt, kommt das Meer wieder zurück.
    So endet das Buch mit dem Satz, dass Jack wusste, dass das Schicksal des Meeres „In den Händen von Kindern wie dir“ liegt. Sicher wahre Worte und ich hoffe, dass diese Bürde nicht zu schwer für manche kleinen Schultern sein wird. Es wäre sicher gut, wenn auch wir Erwachsenen uns daran beteiligen würden. 

    Das Buch zeigt sehr drastisch, wie vermüllt unserer Meere sind und wie wichtig es ist mitzuhelfen, diese Situation zu verbessern. Der Text ist nicht besonders lang und die Bilder zeigen eindringlich den ganzen Müll. Am Ende des Buches gibt es den Text für ein Versprechen und ich glaube, dass man es halten kann. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Fabel von Fausto

    Die Fabel von Fausto

    Oliver Jeffers

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ausgezeichnet von der Stiftung Buchkunst

    Mit kurzen Texten und einfachen, doch erklärenden Bildern wird in diesem Buch die Geschichte von dem Mann Fausto erzählt. Er ist gekleidet wie ein Manager mit Anzug, Weste und Krawatte. „Er ging hinaus in die Welt, um sich anzusehen, was seins war.“ 
    Da sah er zunächst eine kleine Blume und er sagte zu ihr „Du gehörst mir.“ Die Blume stimmte genau wie das Schaf und der Baum zu. Der See war nicht so schnell zu überzeugen, aber Fausto zeigte ihm „wer das Sagen hat“.

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    Der Berg werte sich zunächst, doch Fausto wurde wütend und tobte, da lenkte der Berg ein. Dann ging es auf Meer und hier fand Fausto seinen Meister. Als er mit dem Fuß aufstampfen wollte, ging er letztlich unter. Doch das machte keinem etwas aus, „es hatte für sie keine Bedeutung“.

    Das Ende von Fausto ist schon sehr hart, aber ich glaube, dass die Kinder, ähnlich wie bei Märchen damit umgehen können. Dieser arrogante, selbstherrliche Mann war ja selbst schuld. Für ihn waren die Dinge, die er besitzen wollte auch ohne Bedeutung, er wollte nur alles sein eigen nennen.

    Dagmar Mägdefrau 

  • Was uns schmeckt – Ein Atlas der Köstlichkeiten

    Was uns schmeckt – Ein Atlas der Köstlichkeiten

    Laure Gladwin

    Zoé Barker

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    „Über 1.000 leckere Sachen“ steht auf dem Cover, einige davon sind hier schon abgebildet. Unter dem Titel „Ein Fest für alle Sinne“ erfahren wir, dass Essen mehr ist als Nahrungsaufnahme. Zunächst hören wir von der Einteilung der Lebensmittel nach Kohlehydraten, Fetten usw. Von den unterschiedlichen Nahrungsmitteln in den Regionen der Welt. 
    Dann geht es los mit „Obst“ und schon erfahre ich Neues. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich nicht wusste, dass Bergamotte eine Zitrusfrucht ist.

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    Einige Äpfel und Birnen-Sorten werden abgebildet, benannt und anhand der Nummern kann man eine kurze Erklärung unten auf der Seite finden. Weiter geht es mit Gemüse, 19 Kürbisse sind zu sehen. Knollen, von der Kartoffeln über Topinambur bis zur Yamswurzel. 
    Salate, Gemüse und Pilze werden auf den nächsten Seiten vorgestellt. Erst Allgemeines, dann ein kleiner Text zu den jeweiligen Bildern. Nach Eiern folgten vegetarische Nahrungsmittel. Käse, Geflügel und Fleisch folgen. Mit Mehl, Reis und Hülsenfrüchte geht es weiter. Über Brot und Kuchen geht es zu den Nachspeisen. Mochi und Muhallabia sind mir hier völlig neu. Bei Keksen heißt der gemeine Butterkeks „Petit-Beurre“, weil er aus Nantes kommt. Aber die Ähnlichkeit zum Leibnizkeks wird erwähnt. Dann gibt`s Saures, Essig und Öl und Gewürze. Nach den Nüssen kommen wir zu Backzutaten und zum Schluss kann man unter 30 Rubriken wie Beeren, Sprossen oder Pilzen jeweils 10 Rezeptvorschläge lesen.

    Ein kompaktes Sachbuch, das ich mir als Kind gewünscht hätte. Ich liebtes es in Lexika zu lesen und dieses Buch besticht mit seinen anschaulichen Bildern und den kurzen Erklärungen. Da kann man einiges Neues finden und sich zu Bekanntem informieren.

    Dagmar Mägdefrau 

  • Kalle Cool und die Sache mit der Freundschaft

    Kalle Cool und die Sache mit der Freundschaft

    Cally Stronk

    Christian Friedrich

    Constanze von Kitzing

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Kalle Cool, der Goldhamster lebt in einem Kinderzimmer in seinem Käfig. Er hält sich mit dem Laufen im Laufrad fit und ist gerne Hamsti-Mampfis, die er gerne vor dem Verzehr sortiert. Er singt gerne hamstertolle Lieder, sein Publikum besteht aus einem Sparschwein, einem Teddy und einer Katze auf einem Poster. Bis sich ein Buchfink in seinem Zimmer verirrt und ihm vom Holzstock-Festival erzählt. Erst da stellt Kalle fest, dass sein Käfig verschlossen ist, doch beim nächsten Säubern macht er sich auf den Weg in die Welt. Diese ist ziemlich gefährlich für den unerfahrenen Hamster.

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    Zum Glück begegnet er Rosa, der Ratte, die ihn mehrfach retten muss und die ihm einiges erklärt. Nach einigen gefährlichen Abenteuern taucht noch der Frosch Quak, der das Trio komplett macht. Die drei treten zusammen auf und Kalle muss noch viel lernen, bis sie auch gute Freunde werden.
    Als in einer Szene die Katze Kalle zum Essen einlud, wurde ich sehr an Janosch erinnert, wo auch der Fuchs ähnliche Einladungen an die Gans ausspricht. 

    In dem Buch sind einige Songtexte abgedruckt und man kann mit einem QR Code, der auf den letzten Seiten zu finden ist, den gesamten Song auf der Verlagsseite herunterladen. Wie ich finde, eine tolle Sache! Es gibt auch eine Bastelanleitung für eine Rassel, wenn man selbst auch Musik machen möchte.

    Kalle ist ein liebenswerter kleiner Hamster, der in diesem Buch viel lernen musste, viel erlebt hat und eine schöne Entwicklung zum guten Freund hinter sich hat.
    Die Texte sind erfrischend und humorvoll geschrieben. Die Bilder sind sehr ansprechend und fröhlich gestaltet. 

    Ich hoffe für alle Leser*innen, dass der Test „Bist du ein guter Freund/eine gute Freundin“ für sie positiv ausgeht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Lilly gehört dazu!

    Lilly gehört dazu!

    Irmgard Partmann

    Laura Bednaskil

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das einfühlsame Buch handelt von der kleinen Schwester Lilly, sie hat das Downsyndrom. Sie sieht etwas anders aus, kann nicht so schnell laufen und auf Bäume klettern, aber sie kann Papierflugzeuge falten. Sie kann nicht so gut sprechen und nicht ihren Namen schreiben und beim Backen ist sie keine Hilfe. „Es ist einfach so“ ein Satz, der mir sehr gut gefallen hat.

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    Aber Lilly kann auf viele Dinge, sie lacht beim Schaukeln, sie malt mit den Fingern und „strahlt, wenn die Sonne scheint“. Sie kann trösten und klein feuchte Küsschen geben. Die beide schlafen und spielen zusammen, gehen zusammen spazieren und essen gerne Pommes mit den Fingern, wie ich. So endet das Buch mit den Sätzen „Ich kann mir keine andere Schwester vorstellen. Ich habe sie sehr lieb.“ 

    Die Texte sind kurz und alltagstauglich, die Bilder sehr realistisch in zarten Farben gezeichnet. Eigentlich zeigt es nur, dass Lilly nicht wirklich anders ist, sie hat nur „das kleine Extra.“ 

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich bin heute löwenlaut!

    Ich bin heute löwenlaut!

    Maike Harel

    Katja Gehrmann

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Jajah ist ein sehr fantasievoller kleiner Junge. Er hüpft gerne durch Zimmer und beschließt, dass er ein Beuteltier ist. Schon hüpft auf der nächsten Seite ein Känguru durchs Wohnzimmer. Klar, muss es hopsen „Das liegt dem Tier in der Natur.“ Mit diesem Satz wird das Verhalten der Tiere immer entschuldigt. Doch Mama hat eine tolle Idee, die findet beim Einkauf könnten die Sachen in den Beutel.

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    Auf dem Bild sehen wir Mama im Supermarkt etwas aus dem Regal nehmen und das kleine Känguru hat Konserven, Öl und Brot im Beutel.
    Da möchte Jajah lieber ein Hahn sein, der kann Krach machen. Doch Mama möchte ihn als Wecker nutzen und vielleicht könnte es auch Eier legen. Da möchte Jajah doch lieber ein Affe sein. Zuletzt ist er ein Robbenbaby, doch Mama möchte gerne Puscheln und keines der Tiere eignet sich dazu, so kommt als Resümee“… ein kleiner Junge wär mir lieber!“. So lautet der letzte Satz von Jajah „Ach, wunderbar. Ein kleiner Junge bin ich ja!“

    Schöne Bilder, die die Aktivitäten von Jajah bzw. der Tiere lebendig darstellen, dazu der gereimte Text. Ich befürchte, nach der Lektüre werden noch andere Tiere durch die Wohnung turnen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Seepferdchen sind ausverkauft

    Seepferdchen sind ausverkauft

    Katja Gehrmann

    Constanze Spengler

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das ist mal wieder ein Bilderbuch, bei dem man laut lachen kann. Zumindest als erwachsener Vorleser. Mikas Papa werkelt mit Lötkolben an seinem Schreibtisch und er will nicht gestört werden. Mika möchte aber gerne an den Badesee. Die beiden einigen sich darauf, dass Mika, wenn sie ein Haustier bekommt, Papa in Ruhe arbeiten lässt.

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    Papa gibt Mika Geld und versichert dem Besitzer des Zooladens telefonisch, dass er Mika alles verkaufen darf. So findet zunächst eine Rennmaus den Weg in den Haushalt der beiden. Da diese sich versteckt, kommt ein Hundewelpe dazu, der ins Bad macht. Als Aufpasser wird ein Seehund gekauft und alle vergnügen sich in der Wanne. Da die Rennmaus sich nicht ins Wasser traut wird ein Pinguin als Schwimmlehrer gekauft, da Seepferdchen sind leider ausverkauft sind. Weil der Pinguin zu viel Tierfilme im Fernsehen guckt, ergänzt ein sprechender Papagei die Truppe. Da der zu laut ist und Papa stört kommt als letzter Kauf noch ein kleiner Elefant dazu. Man kann sich Papas Verwunderung vorstellen, als er alle am Frühstückstisch vorfindet, als er endlich mit der Arbeit fertig ist. 

    Der witzige Text findet sein Pendant in den lustigen Bildern. Ein humorvolles Buch, das ich gleich noch einmal lesen könnte.

    Dagmar Mägdefrau

  • Alles Arbeit oder was?!

    Alles Arbeit oder was?!

    Mieke Scheier

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Schon das Format des Buches ist beeindruckend, es fehlt nicht viel an Din A 3. Auf dem Cover ist schon eine Auswahl an Arbeitenden zu sehen. Auf der Seite des Einbandes steht eine Malerin noch auf der Leiter und malt die restliche Seite in blau aus. 

    Los geht es an einem hektischen, also ganz normalen Morgen. Im oberen rechten Feld sehen wir in die Wohnung, wo die Mutter in schnellen Schritten durch den Raum eilt. Der Vater, ein Kind in der Trage auf dem Rücken, zieht dem anderen Kind die Jacke an. Ein kleines Mädchen spielt mit dem Bagger. Nur der Großvater sitzt lesend auf der Couch. „immer mit der Ruhe…“

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    Unten auf der Straße sehen wir in das Schaufenster eines Bäckers, während der Müllmann die gelbe Tonne abholt.
    Danach sehen wir eine große Kreuzung mit vielen Fahrzeugen und noch mehr Fußgängern. „Wo wollen all die Leute hin?“ Danach werden einige Berufe bildlich vorgestellt. Vieles erklärt sich von selbst, anderes hat eine kurze Erklärung. 

    „Was ist ein Arbeitsplatz?“ ist eine wichtige Frage. Wir Erwachsenen sprechen immer davon, aber es kann ja so vieles sein. Die Geschichte der Arbeit von der Steinzeit bis zur Supermarktkasse. Da geht es um Geld und auf der nächsten Seite ist dann die gerechte Bezahlung ein Thema. „Macht Arbeit Spaß?“ auf die Frage gibt es hier einige Antworten. Besonders der Y-tanzende Lehrer hat es mir angetan. Manche Menschen erleben ihre Arbeit als Abenteuer, wie der Pilot und die Pilotin. 

    Die Bürobilder sind sehr unterschiedlich, einer sitz sogar auf dem Klo. Nur, wenn die Arbeit keinen Spaß mehr macht, was tut man dann? Empfohlen wird als Ausgleich Familie und Freunde. Eine Reihe Menschen gibt an, was sie arbeiten. Der Säugling lernt sprechen und die alte Dame am andren Ende passt auf die Enkel auf. 

    Die Herstellung eines Tisches zeigt auf, wo die Dinge herkommen. Manche Berufe gibt es nicht mehr, da arbeiten jetzt Roboter. Was ist zu tun, wenn man keine Arbeit hat? 
    Auf der letzten Seite werden Begriffe wie „Blau machen“ oder „Ehrenamt“ erklärt. Immer nur wenig Worte und erklärende Bilder. 
    Die Malerin hat ihre Seite blau angestrichen und verabschiedet sich im hinteren Einband „Und tschüss!“

    Viele Informationen um das Thema Arbeit mit erklärenden Bildern und ganz kurzen Texten. Ideal zur Beantwortung der Fragen nach der Arbeit der Eltern. Vor allem, wenn man in einem Beruf arbeitet, der nicht öffentlich ist. Da haben Kinder oft keine Vorstellung, was die Eltern den ganzen Tag machen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Alles Lecker!

    Alles Lecker!

    Anke Kuhl

    Monika Osberghaus

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Buch wurde nach einem Internetrummel bzgl. der Beschreibung der Schweinehaltung, neu aufgelegt. Das Cover zeigt drei Kinder mit unterschiedlichstem Essen Auf den Tellern. Im Einband sehen wir verwirrende Linien, die aufzeichnen, wer was isst. Vom Titel prostet uns ein fröhlich lachender Mann mit einem Weinglas zu, um dem Tisch sitzt eine Mehrgenerationen-Familie. Im Buch gibt es viel zu sehen, Tiere, die Pflanzen fressen, Tiere, die Fleisch fressen und Allesfresser, da ist auch ein Mensch dabei. Dann geht es zurück in die Steinzeit, vorbei am Kühlregal zur Tierhaltung. Was isst man wo und was dürfen einige nicht essen? Begriffe wie Vegetarier oder Pescetarier werden erläutert. Ein Frühstückstisch, an dem Kinder aus unterschiedlichen Ländern mit ihren Speisen sitzen und Informationen zum Frühstück sind das nächste Thema.

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    Dann folgt, wo und wie man isst und Essen zu bestimmten Anlässen. Mia und ihre Mutter werden beim Spagetti mit Tomatensoße essen abgebildet und das sieht schon sauig aus. So geht es über ganz viele Thema bis zur Übelkeit und dem Toilettengang. Man kann Essen riechen und hören, welche Aufgabe hat dabei die Zunge? Die These, dass der Heißhunger auf Süßes mit dem Alter abnimmt, kann ich leider nicht bestätigen. Auf den letzten Seiten geht es um Ekel- und Lieblingsessen, dann folgt noch ein kleiner Fragebogen.

    Ein Buch, dass auf amüsante Art den Umgang mit dem Essen beschreibt, die Bilder sind frech und witzig gezeichnet. Beim Vor oder Selberlesen werden sicher viele Fragen und Ideen auftauchen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Muss ich was abgeben?

    Mo Willems

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    iese schönen dünnen Bücher vom Mo Willems in denen Elefant und Schwein herrliche Texte in Sprechbasen austauschen, sind einfach ideal für Kinder, die noch nicht so gut lesen können. In diesem Buch spricht fast nur der Elefant, deshalb kann man hier nicht mit verteilten Rollen lesen.

    Freudig kauft sich der Elefant ein grünes Eis und stellt fest „Ich liebe Eis!“ Doch dann fällt ihm sein Freund Schweinchen ein. Sollte er da nicht abgeben? Dann kommt eine Sprechblase in Form eines Eis und darin sind viele schöne, zum Eis passende, Adjektive enthalten? Untermalt von einigen „mmm..“ denkt der Elefant nach. Vielleicht mag Schweinchen die Sorte nicht? Und überhaupt ist Schweinchen ja gar nicht da. Dann stellt er sich aber vor, dass Schweinchen traurig ist und er ihn mit dem Eis trösten könne und sein Freund wäre dann glücklich. So entscheidet er sich doch zum Abgeben, nur leider ist sein Eis inzwischen geschmolzen, aber da taucht Schweinchen mit einem Eis auf.

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    Es ist nicht einfach abzugeben, dieser Konflikt begleitet uns unser ganzes Leben lang und oft ist es der Gedanke an die Freude des anderen, Auslöser fürs Teilen.  Auch Vorschulkinder können das gut verstehen und da das Buch kurze Texte und einfache Bilder zur Kommunikation nutzt, kann man es sicher schon kleineren Kindern vorlesen, aber das selber lesen macht noch mehr Spaß.

    Dagmar Mägdefrau

  • Im Garten von Monet

    Im Garten von Monet

    Kaatje Vermeire

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ich liebe die Impressionisten und neben van Gogh besonders Monet wegen der Leichtigkeit seiner Bilder. Kaatje Vermeiere hat diesen Malstil aufgenommen, um dieses Buch zu gestalten. Schon auf dem Titel sehen wir den alten Maler auf einem rosa Seerosenblatt mit Pinsel und Palette. Dann wird uns eine kleine Biographie des Malers und der Autorin geboten und dann lernen wir den jungen Künstler kennen, mit einem Hut auf dem Kopf balanciert er in Badehose auf zwei Steinen durchs Wasser.

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    “Die Sonne strahlt. Das Meer badet im Licht“ beginnt der kurze Text. Mit anderen Malern sehen wir ihn in der Pariser Malschule, Camille, seine spätere Frau ist das Modell. Camille als Mutter im weißen Kleid inmitten eines Blumengartens, in einem Herbstbild auf einem Boot, wieder als Modell. Nach ihrem frühen Tod gehen die Farben verloren, ein ungewohnt farbloses Bild zeigt den Maler mit seinen Kindern am Rand des Bildes. Danach gibt es wieder ein „Haus voller Frohsinn“, dank „Alice und den sechs Kindern.“ Ein rosa Haus und der Maler als Anstreicher. Dann als Gärtner in einem Meer von Blumen, zuletzt kommen die Seerosen an die Reihe.

    Man kann in diesem wunderschönen Bilderbuch in Farben und Bildern schwelgen und erfährt doch einiges über den Maler Monet. So kann man Kinder gut an Kunst heranführen und im Anschluss ein entsprechendes Museum besuchen indem die Kinder sicher dies Bilder des großen Impressionisten erkenne werden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Frida und der NeinJa-Ritter

    Frida und der NeinJa-Ritter

    Philipp Löhle

    Gloria Jasionowski

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Frida ist der erste Zahn ausgefallen und nun hat sie Schwierigkeiten das „F“ auszusprechen. Es gibt immer ein Zischen und es hört sich wie „Phhh“ an. Da taucht aus ihrem Kleiderschrank ein Ritter auf einem schwarzen Zebra auf. Es ist ein NeinJa-Ritter, der diese beiden Antworten immer vertauscht und er hat die weißen Streifen seines Zebras verloren.

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    Sein Ziel ist das Land der verlorenen Dinge, allerdings ist ein Zebra ohne Streifen nicht in der Lage sich zu orientieren, deshalb sind die bei Frida gelandet.
    Sie machen sich zusammen auf in das Land der verlorenen Dinge, denn auch Frida hofft dort eine Lösung für ihr Problem zu finden. Die Drei gelangen an das Ende der Welt, auf dem Weg zu Weisheit gelangen sie zur Blauheit, treffen auf ein Geburtstagskind, das unentwegt einen Geburtstag feiern muss und in eine verkehrte Welt, wo ich einiges nicht so ganz logisch fand. Am Ende erreichen sie ihr Ziel ein riesiges Warenlager, geleitet von Zwillingen. 

    Die Kapitel sind nicht ganz so kurz, manche Seiten sind voll beschrieben, aber es gibt auch viele bunte Bilder, die ich sehr schön finde. Die Zuhörenden müssen also schon etwas mehr Konzentration für das Buch aufbringen, die wechselnden Szenen müssen ja auch begriffen werden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein total verrückter Schultag

    Mein total verrückter Schultag

    Barbara van den Speulhof

    Martina Hoffmann

    kizz.

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Das Buch beginnt mit einer Gebrauchsanweisung, denn die Texte und Bilder im Buch sind nicht vollständig und müssen vom Leser ergänzt werden. Es gibt grüne Felder in die der Name des Eigentümers eingetragen wird. Die Namen Freund, des Hausmeistes und der Lehrkräfte haben andersfarbige Felder. Unvollständige Bilder (Gesichter ohne Frisur) haben ein kleines Bleistiftzeichen , das bedeutet, dass hier individuell ergänzt werden kann.

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    Das Icon Fotoapparat besagt, hier kann auch ein Foto eingeklebt werden. Bis das Buch „fertig“ ist, ist also einiges zu tun.  

    Der Text beginnt mit der Schule, hier muss der Name und ein Bild ergänzt werden. Der Beginn der Geschichte kann mit Tag und Uhrzeit festgelegt werden. Das Kind ist zu früh und deshalb allein in der Klasse. Gleich fällt ein ekliger Geruch auf. Wieder im Gang kommt das Kind am Musikraum vorbei und kann auch hier entscheiden, welche Musik es hört, das selbe passiert an der Turnhalle. Auf dem Schulhof begegnet das Kind einem Freund, zusammen erleben sie merkwürdige Dinge bis sie einem kleinen Hund im Klo finden. 

    Die kleine Geschichte wird mit viel Spannung erzählt und das Ergänzen der Worte machen Leseanfängern sicher viel Spaß. Später wird das Buch sicher immer als schöne Erinnerung im Regal bleiben. Sicher ein besonderes Geschenk zur Einschulung.

    Dagmar Mägdefrau

  • Paul Bims – Ein Detektiv auf Spurensuche

    Paul Bims – Ein Detektiv auf Spurensuche

    Barbara von den Speulhof

    Katharina Vöhringer

    kizz.

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Große Schrift, viele tolle Bilder und kurze Kapitel – ein gelungenes Buch für Leseanfänger.
    Der siebenjährige Paul lebt mit seiner Assistentin, die er Mama nennt, zusammen. Vormittags hat er Verpflichtungen, da bildet er sich weiter, das ist wichtig für das Verfassen von Rechnungen und Dankesbriefen.  In seinem ersten Fall rettet er Frau Sackenpummsel vor einer Spinne.

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    Im nächsten Fall lernen wir den „Kinderaufzug“ oder besser „Runterzug“ kennen. – Erwachsene nennen es das Treppengeländer hinunterrutschen. Und den Opa von Timur, der die Legosteine säubert. Viel Spaß hatte ich bei der Geschichte, in der der Hamster im gelben Gummihandschuh herumläuft. Schon das Bild dazu ist herrlich.

    Wir erleben spannende Tage mit Paul, beim Theater spielen in der Schule oder im Urlaub mit Papa und seiner neuen Freundin. Immer kombiniert der Detektiv und kann einige Fälle klären. Dabei ist er immer freundlich und hilfsbereit.  Ich hoffe, dass Paul noch viele Fälle lösen wird, denn mir hat das Buch viel Freude gemacht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Pit & Pelle gehen einkaufen

    Pit & Pelle gehen einkaufen

    Stefanie Schütz

    Susanne Göhlich

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ein wenig erinnert diese Bilderbuchgeschichte an den Michel von Lönneberga. Pit und Pelle sollen den Eltern ein wenig helfen. Doch Wäsche aufhängen und den Küchenfußboden putzen war schon nicht so richtig gelaufen. Deshalb sollen sie jetzt einkaufen. Papa hat den beiden einen Zettel geschrieben und für Pelle, der noch nicht lesen kann, hat er sogar Bilder gemalt.

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    Aber im Supermarkt viel den beiden noch so viel anders ein, was der Haushalt noch ringend braucht, wie z.B. Glühbirnen, wenn mal welche kaputt gehen. Natürlich schaffen die beiden Brüder es nicht die Sachen zu tragen. Deshalb essen sie die Sachen für das Abendessen gleich im Supermarkt. Dann pflanzen sie die Kartoffeln auf dem Parkplatz und als noch Freunde dazu kommen, helfe diese auch mit, den Einkauf zu verkleinern. Nach einigen Abenteuern kommen sie spät nach Hause. Die Eltern sind nicht ganz so erfreut über die ausgefallenen Ideen, aber Pit und Pelle schlafen müde vom Einkaufen zufrieden ein.

    Lustige Bilder erzählen die Einkaufstour der Jungen, der Text ist schon etwas länger und auch die Wendungen verlangen schon gute Zuhörende. Aber Vorschulkinder werden sich sicher schon gut amüsieren.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Reise

    Die Reise

    Aaron Becker

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Die Häuser, in die man zum Teil hineinsehen kann sind in braun-beige-Tönen gehalten, ein Mädchen sitzt auf der Treppe und nur ihr kleiner Tretroller ist leuchtend rot. Das Mädchen langweilt sich und sitzt traurig in ihrem Zimmer. Da fällt ihr Blick auf einen roten Stift, mit dem malt sie eine Tür auf die Wand durch die sie dann geht. Die rote Tür führt in einen Garten mit chinesischen Lampions. Sie findet einen Steg und mit dem Stift malt sie sich ein Boot mit dem sie in eine Stadt mit goldenen Kuppeln fährt.

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    Als sie Wasserstraße endet, malt sie sich einen Ballon mit dem es weitergeht. Am Himmel fliegen fantastische altmodische Flugmaschinen. Unter einem Pagodendach sitzt im goldenen Käfig ein Vogel. Das Mädchen kann ihn befreien und er lila Vogel fliegt weg. Leider wird das Mädchen gefangen und auch in einen Käfig gesperrt. Der Vogel bringt ihr den roten Stift und mit dem gemalten roten fliegenden Teppich fliegt das Mädchen dem Vogel nach. Ein gemalte Tür in einem Baum führt das Mädchen zurück auf das Anfangsbild, hier trifft sie auf einen Jungen mit einem lila Stift. Beide malen sich ein Fahrrad und sausen los, der Vogel fliegt über ihnen.

    Die Geschichte kommt ganz ohne Worte aus und die wunderschönen Bilder können so viel fantastisches erzählen. Das Buch will erzählt werde, das sieht man an meinem Text und es gibt so viel zu sehen und es wird sicher ganz viele verschiedene Geschichten geben.

    Dagmar Mägdefrau