• Weihnachten mit Juli

    Weihnachten mit Juli

    Petra Eimer

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Da das Pferd im Juli zu Paul und seiner Familie fand, kam es zu seinem Namen. Inzwischen sind Freund Max und das Nachbarmädchen Anna zusammen mit Juli „Die tierischen Vier!“ Sie begrüßen sich Huf an Faust, wie ein Bild ganz am Anfang zeigt. Die Vier machen alles zusammen und wollen auch Weihnachten zusammen verbringen. 
    Aber zunächst zieht ein neuer Nachbar ein, der von den Hufabdrücken auf seinem schönen neuen Rasen nicht begeistert ist. Überhaupt ist Herr Sauber ein Pedant und die Kinder befürchten, dass es Ärger mit ihm geben wird. Er hat schon mit dem Ordnungsamt gedroht.
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    Leider bemüht Juli sich gar nicht um gutes Benehmen, er will sofort alle seine Päckchen am Adventkalender auffressen und da er gerne Rotes mag, isst er nicht nur Paradiesäpfel auf dem Weihnachtsmarkt, er ist auch hinter roten Christbaumkugeln her. 
    Pauls hat eine Liste aufgestellt, was er alles bis Weihnachten machen möchte und so werden nach dem Chaos auf dem Weihnachtsmarkt Plätzen gebacken und den Nachbarn freundlich zu stimmen. Aber auch hier ist Juli keine Hilfe.
    Ein Pferd immer mitzunehmen, stelle ich mir auch sehr schwierig vor, aber sowohl die Kinder als auch die Eltern zeigen gute Nerven und vielleicht könne sie auch Herrn Sauber davon überzeugen, dass Juli ein liebenswertes Tier ist.
    
    Neben den humorvollen Schilderungen lebt das Buch von den wundervoll gezeichneten Bildern. Jedes Bild lohnt sich genau anzuschauen, ich bin wieder total begeistert und dieses Buch macht nicht nur zur Weihnachtszeit Spaß.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Mut zum Blut

    Mut zum Blut

    Chella Quint

    Giovana Medeiros

    Zuckersüß

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Die Menstruation ist ein wichtiges Thema, das aufgrund einer altmodischen Erziehung wohl auch heute noch ungern angesprochen wird. Als ein Arzt zu meiner Mutter sagte, „Dann ist es wohl bald so weit.“,  hörte sich das für mich wie eine Drohung an. Was hinter diesen Worten steckte erfuhr ich erst einige Zeit später. Mit meinen Töchtern habe ich immer sehr offen über dieses Thema gesprochen, aber ich kann mich erinnern, dass eine junge Kollegin das sehr erstaunt hat.
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    Umso besser, dass es ein Buch gibt, dass zu allen Fragen rund um diese körperliche und seelische Veränderung Antworten gibt. Besonders wichtig scheint mir der Tipp „Keine falsche Scham.“ Es ist doch eher ein Grund zum Feiern, wenn man langsam erwachsen wird, kein Grund sich zu schämen. 

    In dem Buch wechseln sich reine Sachtexte und - unter der Überschrift „Meine Geschichte“ - kleine Erfahrungsberichte mit Bildern ab. Sehr gute Erläuterungen findet man in dem Kapitel Menstruationsprodukte. Es werden alle handelsüblichen Dinge vorgestellt und auch deren Nachhaltigkeit verglichen. Heute muss man keine kleinen Kalender ausfüllen, um seinen Zyklus zu verwalten, heute kann man Apps dazu nutzen.

    Ein wichtiges Buch, dass jungen Menschen viele Fragen beantworten kann und auf das sicher gerne zurückgegriffen wird, wenn man sich doch nicht traut nachzufragen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Und dann kam Juli

    Und dann kam Juli

    Petra Eimer

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Der Gedanke, dass einem ein Pferd zulaufen könnte, ist mir noch nicht gekommen. Kann aber daran liegen, dass ich erste Etage wohne. Im Juli tauchte also ein Pferd bei Pauls Familie auf und man nannte es „Juli“. Paul findet es hässlich und dick, aber seine Eltern sind begeistert. Ihnen macht es auch nichts, dass Juli den Garten verwüstet und die Bio-Möhren frisst.

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    Juli übernimmt auch die Banden-Hütte von Paul und seinem Freund Max. Darüber ist Paul total sauer und dann noch die Mädchen, die Juli einfach nur süß finden, allen voran Anna, die nebenan wohnt. Paul ist genervt und möchte die neue Mitbewohnerin schnellstens loswerden. 
    Petra Eimer ist nicht nur eine Pferdekennerin, sie hat auch einen Sohn, der Pferde nicht so möchte, aber sie kann auch wunderschön zeichnen. So gibt es in diesem Buch viele Bilder von Juli, den Freunden und der Familie. Besonders die Bilder, die Juli in besonderen Situationen zeigen, in der Hängematte, sich am Boden wälzend oder auf den Hinterhufen laut protestierend gegen den Wasserangriff, finde ich hervorragend. Dadurch werden die rund 170 Seiten nie langweilig. Durch gezeichnete und farbig gedruckte Worte wird der Text zusätzlich aufgelockert und ist gut zu lesen.

    Ein lustiges Buch, mit Informationen über Pferde und Jungen, die sie noch nicht mögen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Club der kleinen Millionäre 3 – Coole Kids und eine rätselhafte Schatzkarte

    Der Club der kleinen Millionäre 3 – Coole Kids und eine rätselhafte Schatzkarte

    Elfi Sinn

    BoD

    Leseempfehlung ab 8 Jahre

    Inzwischen haben Fritzis Vater und Sportys Mutter geheiratet und alle zusammen beziehen ein neues Haus. Lissy, die jetzt auch Besitzerin eines kleinen Hundes ist, zieht in das Nachbarhaus. Da es das Ziel der Freunde ist Millionäre zu werden, müssen sie sich um neue Geldquellen bemühen. Zum einen haben sie eine Art Schrein (Reichtumsecke), mit Dingen, denen nachgesagt wird, dass sie Reichtum bringen. So hat Lizzy sechs Geldbäume und eine Dämonenmaske mit einer vergoldeten Nase.

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    Da sie mit einer ähnlichen Aktion gut Erfahrungen gemacht haben, bitten die Kids das Universum um neue Geldquellen. Es dauert aber einige Zeit, bis sich eine Chance ergibt. So können sie durch geschicktes Handeln ein Baby retten. Sie sprechen sich sehr strikt gegen die „Friydays for Future“-Bewegung aus. Sie wollen nicht auf die Schule verzichten unterstützen aber durch Häkeltaschen das Pflanzen von neuen Bäumen.
    Durch ein altes Buch kommen die Kinder dann auf die Fährte eines Schatzes. Es gilt Rätsel zu lösen und daraus Schlüsse zu ziehen. Obwohl besonders Ben sehr technikaffin ist, wird hier nicht gegoogelt, sondern die Lösung durch Nachdenken gefunden. 
    Obwohl die Freunde sich sehr um ihr Geld und deren Anlage kümmern (Im Buch wird sogar der Cost Averge-Effekt erklärt) ist ihnen ihre Freundschaft und die Familie sehr wichtig. 

    Das Buch ist gut zu lesen und die Schatzsuche war ungewöhnlich und spannend. Die Protagonisten sind sympathisch, aber mir ging es letztendlich doch zu sehr ums Geld.

    Dagmar Mägdefrau

  • Frida und die Blaubeersuppe

    Frida und die Blaubeersuppe

    Alva Bengt

    Dragonfly

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Beide Eltern von Leni arbeiten bei einer Bank und auch zu Hause ist der Laptop oft im Gebrauch. Da die große Schwester allein Urlaub macht, fällt der geplante Spanienurlaub aus und Friede fährt mit ihren Eltern nach Schweden. Das einzig Gute ist, dass ihr Hund Oscar mitreisen darf. 
    Das Ferienhaus ist gemütlich und typisch schwedisch eingerichtet, alle fühlen sich sofort wohl. Leni lernt schon bald ein Mädchen aus der Nachbarschaft kennen, dass ihre Freundin wird.

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    Da Friedas Papa Deutscher ist spricht sie ein sehr lustiges Deutsch. Auch ihre Oma spricht deutsch und als Frieda mit Leni zu ihr zu besuch kommt, gibt es ihre leckere Blaubeersuppe, die dem Buch seinen Namen gibt. 
    Mit Friedas kleinem blauen Boot „Emil“ besuchen die beiden Mädchen eine keine Insel auf dem See. Doch zunächst finden sie eine verletzte Ente im Schilf, die sie mit Omas Hilfe versorgen. 

    Einige kleine, bunte Bilder lockern die kurzen Kapitel mit den informativen Überschriften auf, sie sind so schön, wie das Titelbild. Ein wundervolles Ferienlesebuch über eine tolle Freundschaft, arbeitende Eltern und mit einem spannenden Abenteuer.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Club der kleinen Millionäre 2

    Der Club der kleinen Millionäre 2

    Elfi Sinn

    BoD

    Leseempfehlung ab 8 Jahre

    Der Club der kleinen Millionäre hat genaue Vorstellungen, wie die Mitglieder mit Geld umgehen müssen, so haben alle einen Job und teilen ihr Taschengeld nach genauen Vorgaben auf.
    Aber diese Geschichte handelt von Friederike, die zu dick ist. Sie nimmt sich immer wieder vor abzunehmen, aber dann locken doch die Leckereien. Ihre Ärztin erklärt drastisch die Folgen ihres Essverhaltens und schickt sie zusätzlich zu einer Psychotherapeutin. Friederike hat eine Mutter, die sich wenig um sie kümmert und die ihr ihr Gewicht vorwirft. Ihr Vater wohnt in England und nur in den Ferien kann sie bei ihm leben.

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    Doch dann trifft sie auf Lissy, einem Clubmitglied, die sich schick kleidet und sogar ihre Kleider selbst entwirft und näht und die ist gar nicht so hochnäsig, wie Friederike dachte. Sie bietet ihr sofort Hilfe an. So wird der Club zu Friederikes Rettung. Tanja, die selbst mal ein paar Pfund zu viel hatte, zeigt ihr, wie sie selbst kochen und gesünder essen kann. Sporty wird zu ihrem Trainer und lässt sie zunächst die Treppen im Haus laufen.
    Auch die anderen Clubmitglieder helfen, wo sie können und unterstützen Fritzi, wie sie jetzt genannt wird, immer wieder. Fritzi bringt den anderen als Gegenleistung englisch bei, denn sie kann es ja durch ihre englische Familie perfekt. 

    Es ist toll, was für gute Ideen dazu beitragen Fritzi schlanker werden zu lassen. Damit ist das Buch ein hervorragender Ratgeber zum Abnehmen. Da gibt es Tipps für ausgefallene Frühstücksbrote, für einfache Sportübungen und Kleidungstipps. Aber natürlich ist das Schönste die Freundschaft, die zwischen Fritzi und den Clubmitgliedern entsteht. Gegenseitige Unterstützung und Lob bringen die Geschichte zu einem guten Ende und auch privat tut sich so einiges. So wird aus der dicken Friederike eine hübsche, selbstbewusste und gesunde Fritzi. 

    Ich habe selbst immer wieder mit meinem Gewicht zu kämpfen und deshalb gefällt es mir, dass das Buch neben der schönen Freundschaftgeschichte auch praktikabel Ratschläge bietet. Ich denke viele pummelige Mädchen kennen sich in Fritzi wieder und können versuchen auf diese Art abzunehmen. Besonders schön wäre es sie hätten auch so gute Freunde, wie den Club der kleinen Millionäre.

    Dagmar Mägdefrau

  • Forschungsgruppe Erbsensuppe – oder wie wir ein Haus kaperten und Linas Geheimnis auf die Spur kamen

    Forschungsgruppe Erbsensuppe – oder wie wir ein Haus kaperten und Linas Geheimnis auf die Spur kamen

    Rieke Patwardhan

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Nachdem der erste Band um die drei Mitglieder der „Forschungsgruppe Erbsensuppe“ mit dem Jungendliteraturpreis ausgezeichnet wurde, gibt es in diesem Buch Probleme zwischen den Mitgliedern. 
    Der besonne Nils, der uns die Geschichte aus seiner Sicht erzählt, wird immer wieder von der hyperaktiven Eva vorangetrieben. Lina, als erfahrend Detektivin fällt immer mehr durch ihr eigenartiges Verhalten auf. Die, die immer brav ist und nicht auffallen will, kommt zu spät und schwänzt dann sogar die Schule.

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    Einen Grund dafür will sie nicht nennen. Als dann noch ein Bild eines Jungen aus ihrer Schultasche fällt, nagt ein wenig Eifersucht an Nils und die Zwei Fragezeichen fangen auch an zu ermitteln.
    Eva findet, dass ihnen gar nicht anderes übrig bleibt, als Lina auszuspionieren. Sie gehen zu ihr ins Wohnheim und sehen dort Flyer mit einem Kreuz. Was kann das bedeuten? Lina und ihr Vater sind doch Moslems. 
    Nils Oma geht es wieder besser und der Opa entsorgt die Dosen mit Erbsensuppe bei einem Freund, auf dessen leerstehendes Haus er aufpasst. Es ist wohl besser, dass Oma die Dosen nicht sieht. 
    Es gibt einiges Verwicklungen und Missverständnisse bis die Kinder, die alle Geheimnisse aufgedeckt haben und erkennen, dass sie nicht nur Bandenmitglieder, sondern auch Freunde sind. 

    Wieder hat die Autorin die Sorgen der syrischen Flüchtlinge mit denen der Deutschen Flüchtlinge zu Ende des 2. Weltkrieges verwoben. Eine aktuelle Geschichte, in der die Freundschaft im Mittelpunkt steht. Gegenseitige Hilfe und Verständnis für die schwierigen Situationen der anderen und mittendrin Opa, als ruhender Pol und Retter in der Not.

    Dagmar Mägdefrau

  • Katzentheater

    Katzentheater

    Petra Steckelmann

    Illustrationen von Mele Brink

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Sir Arthur, der Kater, verbringt die Winterzeit in südlichen Gefilden und als er jetzt wieder zurückkommt, muss er feststellen, dass sein Haus von einer neuen Mieterin bewohnt wird.  Zum Glück kann er mit den Menschen sprechen und so erklärt er der Neuen, was sie zu tun hat.
    Frau Federschuh arbeitet als Kostümbildnerin am Kindertheater und hat deshalb eine Nähecke im Haus eingerichtet. Sie will eigentlich keinen Kater, muss aber feststellen, dass sie sich schnell an den liebenswerten Kerl gewöhnt hat.

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    Mit Sir Arthur erlebt sie einiges, aber Frau Federschuh hat viel Humor und kommt den Eskapaden ihres Mitbewohners erstaunlich gut klar. 
    Besonders gut gefällt Arthur ein Hut aus dem Fundus, den er gerne trägt. Eines Abends taucht Caspar ein anderer Kater auf und an seiner Seite ist Smara, einen wunderschöne Katzendame. Caspar tut alles, um ihr zu gefallen. Da er gerne Geschichten erzählt, kann er sie zunächst bezaubern, doch dann muss er sein Versprechen einlösen und das ist nicht so ganz einfach. 

    Nach dem Prolog hat das Buch elf kurze Kapitel, die in großen Buchstaben mit ebensolchem Zeilenabstand gedruckt sind. Aber das Allerschönste sind die tollen Bilder, die die Geschichte auflockern. Da merkt sofort man, dass der Illustratorin Katzen nicht fremd sind. Ich glaube, nur wer Katzen kennt und mag, kann sie so schön in Szene setzen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der kleine Ritter Apfelmus auf Gespensterjagd

    Der kleine Ritter Apfelmus auf Gespensterjagd

    Stefan Schwinn

    zweihornedition

    Leseempfehlung ab 8 Jahre

    In dieser bisher letzten Geschichte des kleinen Ritters Apfelmus geht er mit der kleinen italienischen Maus auf Gespensterjagd. Tante Tusnelda kommt mit ihrer Tochter Lotta zu Besuch auf die Raubritterburg. Beide sind ziemlich verwöhnt und hochnäsig. Doch als Lotta zum Rollbrett fahren eingeladen wird, stellt sich heraus, dass sie gar nicht so arrogant ist. Ihre Mutter will, dass sie sich fein benimmt und so einen Prinzen abbekommt.

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    Doch sie liebt, genau wie Apfelmus, das Abenteuer und als dann ein Gespenst in der Burg auftaucht, ist es klar, dass sie gemeinsam der Sache auf den Grund gehen. Kann es sein, dass Grimmige Gunther von der Nachbarburg dahintersteckt? Oder ist Hässliche Hilde, die der Vorfahre Ritter Kuno damals unschädlich gemacht hat, wieder frei?
    Lotta und Apfelmus recherchieren und ermitteln zusammen mit der kleinen Maus und sie sind ein richtig cleveres Team.

    Liebenswerte Kinder tummeln sich in diesem Buch und die Geschichte ist spannend und witzig, Hilfsbereitschaft und Freundschaft werden hier großgeschrieben. Ich hoffe, dass die Abenteuer des kleinen Ritters Apfelmus noch weiter gehen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Matti und Max – Abenteuer in New York

    Matti und Max – Abenteuer in New York

    Sandra Lehmann

    Manja Adamson

    Biber & Butzemann

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Max und Matti haben schon einen Fall auf Kreta gelöst, aber ich lerne sie erst mit dieser Reise nach New York kennen.
    Sie fliegen mit Max Vater, der Schauspieler ist nach New York, wohnen dort bei der Kollegin Helen und ihrer Tochter Sophie in der Nähe des Central Parks und entdecken unter Sophies Führung die Stadt. Da es im Einband einen Plan von Manhattan gibt kann man die Wege der Freunde gut nachvollziehen.

    Zunächst geht es zum Schlittschuh fahren in den Park. Da es einen kleinen Unfall gibt, lernen wir zusammen mit den Kindern Gloria, eine nette ältere Dame kennen.

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    Opa Walter und seinen Dackel Rudi haben die schon am ersten Abend besucht. 
    Als ihnen Walters Cousin Harry begegnet war gleich klar, dass er ein Gauner ist. Als dann ein Journalist entdeckt, dass Gloria ein Bild gestohlen wurde, ermitteln die Kinder in Big Apple.

    Das Buch hat kurze Kapitel, die durch realistische Bilder ergänzt werden. Die oben erwähnte Karte macht die Stadt greifbarer und die Lesenden haben eine Vorstellung wo die Kinder unterwegs sind. Die Erklärungen, wie z.B. warum die Kinder englisch sprechen, sind logisch und nachvollziehbar. Der Fall wird spannend erzählt und die Kinder sind zwar die Helden, aber die anderen sind auch nicht ganz dumm dargestellt.
    Die Mischung aus spannendem Krimi und Reiseführer ist sehr gut gelungen und da im Buch viel vom Essen die Rede ist, finde ich die Rezepte im Anhang sehr passend.

    Dagmar Mägdefrau

  • Sei ein ganzer Kerl

    Sei ein ganzer Kerl

    Jessica Sanders

    Robbie Cathro

    Zuckersüß

    Leseempfehlung ab 8 Jahre

    Die Leseempfehlung des Verlags bezieht sich auf Jungs, ich denke, dass auch Mädchen oder Diverse das Buch lesen dürfen. Am Ende des Buches wird das Thema Gender sogar angesprochen.

    Nach „Liebe deinen Körper“ war dieses Buch eigentlich ein Muss. Die australische Autorin hat das Buch ähnlich aufgebaut. Zunächst lesen wir die „Anmerkungen an alle Leser und Leserinnen“ unterschrieben mit „Deine Freundin, Jess“. Das Vorwort spricht „alle Jungen und alle, die sich als männlich identifizieren“ an. Es wird empfohlen das Buch mit einem Erwachsenen zu lesen.

    Die abgebildeten Jungen sind sehr unterschiedlich. So sitz einer im Rollstuhl, es gibt lange und kurze Haare, dicke und dünne. Nach einem Brillenträger musste ich suchen, sie sind nicht sehr auffällig. Farbige und Rothaarige sind ebenfalls vertreten.

    Zunächst geht es um die Einmaligkeit und darum, dass man nicht alle Erwartungen erfüllen kann und muss. Mir gefiel die Bezeichnung „Oder vielleicht bist du ein Junge, der genau zuhört, was andere zu sagen haben und die besten Umarmungen der Welt anbietet!“

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    Gute Freunde sollten das respektieren und du selbst kannst dich lieben lernen. Zur Selbstliebe gibt es dann auch eine Anleitung auf Seite 18. Danach wird der Körper zum Thema. Man muss ihn nicht nur ernähren, sondern auch auf ihn hören und seine Bedürfnisse erkennen. Aber genauso wichtig sind die Gefühle. Ein dynamisches Bild zeigt das Zusammenspiel von Herz und Hirn. Gefühle sollte man nicht ignorieren, es gibt Tipps, wie man mit den unterschiedlichen Gefühlen umgehen kann. Wenn die Gefühle zu viel werden und man damit nicht fertig wird, sollte man über seine Gefühle sprechen und sich evtl. Rat suchen. „Also denk dran, du kannst die Art Junge sein, die anderen dabei hilft, ganz sie selbst zu sein.“ Zu sehen sind eine Gruppe Jungs die sich tröstend kümmern. 

    Mir gefällt die Seite, auf der die Jungen sich vorstelle, was sie werden wollen, da steht der klassische Feuerwehrmann und der Sportler neben dem Tänzer und dem Vater.

    Adressen von Hilfsorganisationen wie „Nummer gegen Kummer“ werden hinten im Buch genannt und zu guter Letzt gibt es Gesprächsanstöße. 

    Ich hoffe, dass dieses Buch bei einigen Kindern auf dem Gabentisch liegen wird.

    Dagmar Mägdefrau

  • Hilfe, mein Handy ist ein Superschurke!

    Hilfe, mein Handy ist ein Superschurke!

    Rüdiger Bertram

    rowolth rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Franzi hat es wirklich nicht einfach. Ihre Eltern arbeiten viel und verdienen wenig Geld. Noch nach Feierabend hängt ihnen ihre Arbeit nach, so schleppt der Vater ständig Gegenstände herum, weil er da von seinen Paketen so gewohnt ist und die Mutter bügelt alles, was ihr in die Hände kommt. Sie arbeitet tagsüber in einer Reinigung. Franzi bemüht sich sehr in der Schule, weil sie ihren Eltern, die sich wie alle Eltern wünschen, dass es Franzi mal besser geht als ihnen, eine Freude machen will. So steht jetzt der Wechsel zum Gymnasium an. 

    Franzi ist froh, dass sie dort neue Mitschüler*innen haben wird, denn in der Grundschule muss ich sich ständig von der beliebten Caprice vorführen lassen. Leider geht es ihr auf der neuen Schule nicht besser, denn Franzi hat kein Handy!!! Weil sie am sozialen Leben der Klasse nicht teilnehmen kann, bekommt sie dann von den Eltern ein altes gebrauchtes Smartphone mit kleinem Datenvolumen. 

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    Als sich das Handy als Dandy Smart vorstellt, ist Franzi zunächst verwundert. Doch Dan hat so einiges auf Lager. Er liest fremde WhatsApp-Nachrichten und schreibt selbst welche unter anderem Namen. Sein größter Wunsch ist ein größerer Chip und er plant mit Franzis Hilfe einen zu stehlen. Doch auch die Superschurkin Lady Ballerina ist hinter diesem Chip her. So müssen Franzi und Dan clever und schnell sein, um an den Chip zu kommen. 

    Der Text ist gut zu lesen und humorvoll geschrieben, er wird immer wieder von kleinen Comiczeichnungen unterbrochen, die die Geschichte weitererzählen. Dieser besondere Stil gefällt mir sehr gut und hilft der eigenen Fantasie weiter.

    Eine rasante Geschichte mit spannenden Szenen und vielen tollen Ideen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Elfie und das magische Eichhörnchen

    Elfie und das magische Eichhörnchen

    Susanne Rauchhaus

    Orell füssli

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Elfie heißt nach ihrer griechischen Großmutter Eleftheria und hat eine große Schwester und jüngere Zwillingsbrüder. Ihre allerbeste Freundin Maya wohnt gleich nebenan und hat ein Baumhaus, in dem die beiden Mädchen ihre Geheimnisse austauschen. Da Elfie viel Fantasie hat und Maya ihr logisches Denken nutzt, kommt es schon manchmal so Unstimmigkeiten, so auch als Elfie von ihrer Begegnung mit einem weißen sprechenden Eichhörnchen erzählt.

    Dieses Eichhörnchen spricht manchmal in Reimen über zukünftige Ereignisse. Leider tut es sich sehr schwer mit diesen Reimen. Da muss auch mal, damit es sich auf spinnt und Kind reimt, aus gelingt „gelinnt“ werden. Zudem sind diese Reime nicht klar zu verstehen und es kommt dabei zu einigen Missverständnissen. 

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    Mit dem neuen Schuljahr taucht ein sympathischer neuer Lehrer auf und die unbeliebte Musiklehrerin möchte ein Musical einstudieren. Mit Zilla, Elfies beste Feindin seit der 1. Klasse, gibt es immer wieder neue Probleme und mit Noah kommt eine neue Junge in die Klasse. Eine Gruppe Raben folgt ihm und er scheint die Tiere zu beherrschen. 

    Elfies klettert gerne und gut und ihren Berufswunsch gibt sie mit Abenteurerin an. Von so einem spannenden Abenteuer handelt dieses Buch, es ist in mehrseitige, gut zu lesende Kapitel eingeteilt, die jeweils mit einer Zeichnung beginnen.

    Ein echtes Lesevergnügen, mit magischen Momenten und ganz normalen Kindern.

    Dagmar Mägdefrau

  • Den Bauch voller Töne

    Den Bauch voller Töne

    Andrea Behnke

    Mele Brink

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahren

    Beim Lesen des Buches schäme ich mich für die quietschenden Töne, die ich meiner Blockflöte als Kind entlockte. Enie ist eine, wenn auch sehr junge, Meisterin des Flötespielens. Sie übt gerne und möchte die ganz hohen Töne spielen können und bei einem gelungenen Versuch findet sie sich im Utrecht des 17. Jahrhunderts wieder. Hier trifft sie auf den Komponisten Jacob van Eyck. Da Enies Vater aus den Niederlanden stammt, kann sie sich problemlos mit dem Komponisten ihres Lieblingsstücks „Den Nachtegael“ unterhalten. Der blinde Mann zeigt ihr das Glockenspiel im Dom und Enie staunt über dieses große Instrument. Die beiden spielen gemeinsam Flöte und bestaunen ihre unterschiedlichen Instrumente.

    Mit dem Spiel der hohen Töne kann Enie Jacob mit in ihre Gegenwart nehmen. Gemeinsam üben sie für das Schulkonzert. Alina, die im Orchester Cello spielt, findet, Flöte spielen sei etwas für kleine Kinder, doch Enie liebt ihr Instrument und ist auf eine besondere Art mit dieser Musik verbunden. Sie findet ihre Lehrerin ist im Unrecht, wenn sie meint, man solle „Noten fressen“. „Man muss Musik einfach spüren“ meint Enie und sie spürt, dass die Noten zu ihr sprechen. So wird sie eins mit der Musik. 

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    Enie ist schon ein ganz besonderes Mädchen, trotzdem ärgert sie sich über das Verhalten von Alina, die Jacob als „eine unangenehme Person“ bezeichnet. Jacob und Enie verbindet die Liebe zum Flötespielen und zu Jacobs Zeit war die Flöte ein Instrument für Jung und Alt und seine Kompositionen werden heute noch in aller Welt gespielt. 

    Mir hat es gut gefallen, Jacob van Eyck und das Mädchen Enie kennen zu lernen. Die beiden sind so überzeugte Flötenspieler, dass ich mir „Den Nachtegael“ erstmal anhören musste. Da trillert die Flöte in den höchsten Tönen. Auch als Laie kann ich mir vorstellen, dass das nicht leicht zu spielen ist.

    Das Buch ist in großer Schrift und großem Zeilenabstand gedruckt und der Text wird durch Zeichnungen unterbrochen. Damit dürften Drittklässler dieses Buch gut lesen und verstehen können. Wenn sie auch nicht Flöte spielen, so können sie sich trotzdem einiges bei Enie abgucken.

    Dagmar Mägdefrau

  • Liebe deinen Körper

    Liebe deinen Körper

    Jessica Sanders

    Carol Rossetti

    Zuckersüß

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre, jünger mit Begleitung

    Im Einband sehen wir verschiedenste Mädchen. Manche sind dünn, andere mollig, einige wirken sehr klein, eine trägt eine Beinprothese, eine andere sitzt im Rollstuhl, eine trägt einen Schal über dem Kopf. Die meisten tragen Unterwäsche, Haut und Haare sind in allen Schattierungen vertreten.
    Noch sind die Mädchen Kinder und sie spielen nicht unbedingt mit klassischen Mädchensachen. Der Text beginnt mit „Dein Körper ist einzigartig.“ Und diesen Satz werden wir noch oft lesen. Auf der nächsten Seite wird in einem kleinen Text der Begriff „Pubertät“ erklärt.

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    Dann haben sich die Körper der Mädchen verändert. Manche schauen kess, anders etwas verschämt. Es geht um die Fähigkeiten der Körper und „du bist großartig!“ ist das Resümee. Die Mädchen gehen ihren Hobbies nach und werden aufgefordert sich zu lieben „..fang sofort damit an.“  

    Eine Liste mit Beispielen, was man tolles mit dem Körper machen kann, wird angeregt und erste Beispiele werden abgebildet. Es folgen 10 Punkte zu „Self-Care“. Sich Hilfe holen wird empfohlen. Immer unterstützt durch gefühlvolle Bilder. Es folgen einige Seiten mit unterschiedlichen Situationen in denen ganz unterschiedliche Mädchen abgebildet werden. Selbstliebe wird erklärt und empfohlen. Mit sich selbst umgehen, als sei man seine beste Freundin. „Und jetzt“ ist eine der letzten Seiten überschrieben und nochmals werden Tipps gegeben, die sich teilweise auf den Inhalt des Buches beziehen. Für Hilfe können sich die Mädchen an Adressen wie „www. Nummergegenkummer.de“ wenden. Auf der Verlagsseite gibt es zusätzliches Material. Dann nochmal drei Sätze als Verstärker und dann die Vorstellung der Autoren und der Illustratorin. Jessiaca Sanders ist Australierin und ein solchen Buch hat ihr bei Erwachsenwerden gefehlt.

    Die Bilder sind durchgehen in Apricot unterlegt und stellen wirklich einen Querschnitt aller möglichen Mädchen da. Behindert, vielleicht magersüchtig, sehr männlich, mit Pigmentstörungen und natürlich dicke Mädchen. Die Texte sind für mich etwas zu sehr motivierend, die Wiederholungen finde ich übertrieben. Trotzdem glaube ich, dass ein solches Buch von vielen Mädchen gebraucht wird, um ihr Selbstbewusstsein zu stärken. Denn die „tollen“ Frauen im Internet und in Hochglanzmagazinen haben unseren Blick für das Normale verlieren lassen. Dabei sind alle Menschen schön, man muss nur die richtigen Maßstäbe finden, um sie zu bewerten. 

    Keine Ahnung, wie das gemacht wird, aber der Einband fühlt sich irgendwie „weich“ an, Schrift und Figuren sind lackiert. So ist das geschlossene Buch schon besonders.
    Das Vorwort erklärt, warum es dieses Buch gibt und rät, es unter 8 Jahren nur mit einer Unterstützung eines Erwachsenen zu lesen.

    Dagmar Mägdefrau

    Text – Teil2

  • Lilly und die Zwölfen – Elfen verboten

    Lilly und die Zwölfen – Elfen verboten

    Sibylle Wenzel

    Kosmos

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Lilly zieht mit ihrer Mutter zunächst zur Probe zu ihrem Opa. Er hat ein Haus am See mit einem Lokal „Glückseiche“. Früher war sie berühmt für den Apfelkuchen, den die Oma gebacken hat. Das Rezept hatte sie von einer Elfe. Sie war es auch, die Lilly immer wieder die Geschichten der Elfen und ihrer Königin Lillysand erzählt hatte. Doch durch den Tod der Oma ist das Lokal jetzt in Schieflage geraten.

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    Es wird zwar noch ein leckeres Erdbeereis angeboten, aber der Zustand der Lokalität ist nicht sehr ansprechend. Ein Sommerfest soll deshalb Geld in die Kasse bringen. 
    Lilly ist ein pummeliges Mädchen und wird deshalb von der schlanken Nachbarstochter Clara Gräuerling gerne „Moppeline“ genannt und ausgelacht. In ihrer Gegenwart ist Lilly völlig hilflos. 
    Die Leidenschaft für das Erdbeereis teilt Lilly mit dem Winzling Flumm. Lilly wird zu seiner Lebensretterin und lernt dadurch die Zwölfen kennen. Sie wohnen in Wurzelwerk einer Glückeiche. Dort lebten außer Flumms Familie auch viele andere der kleinen Wesen. Sie nutzen Zauberstaub und feiern schrecklich gerne Partys. Zu der nächsten wird Lilly eingeladen. Die Zwölfen essen und trinken gerne und haben deshalb eine etwas dickere Figur. Natürlich können die Zwölfen Lilly auf ihre Größe schrumpfen und als Geschenk bekommt sie noch kleine Flügel. Flimm die Tochter der Familie Fünfvorzwölf wird Lillys Freundin und die beiden unternehmen viel gemeinsam. 

    Die Figuren dieser Geschichte sind sehr liebevoll beschrieben und die Zeichnungen ergänzen die Erzählung wunderbar. Alle Elemente sind vertreten, es gibt Spannung, Abenteuer, Fantasie und Gefühle. Aber das Ende der Geschichte gefiel mir nicht so gut. Ohne hier zu viel zu verraten, ging es mir dann doch etwas zu plötzlich mit der Lösung. Warum die Elfen und die Zwölfen Probleme miteinander haben wird wohl auch erst im nächsten Band geklärt werden. Trotz dieses kleinen Mankos lohnt sich das Buch als Vorlesebuch und zum Selberlesen für gute Leser.

    Dagmar Mägdefrau

  • AnyBody – Dick & dünn & Haut & Haar: das große Abc von unserem Körper-Zuhause

    AnyBody – Dick & dünn & Haut & Haar: das große Abc von unserem Körper-Zuhause

    Katharina von der Gathen

    Anke Kuhl

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das Buch hat einen Umschlag und in der Ecke steht „Mach dieses Buch nackig“ eine witzige Aufforderung. Die Sprechblasen im Einband sind aus einer anonymen Online-Umfrage ausgewählt worden. Einige sprechen eine direkt an, anders machen nachdenklich.

    Es folgt ein ungewöhnliches Inhaltsverzeichnis, sortiert nach „So sehe ich aus“, „Körpergefühle“ oder „Was wir tun“ sind Begriffe untergeordnet. So findet man „Nackt sein“ auf Seite 55 und Gemeinheiten auf Seite 23.

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    Ein Vorwort erklärt, warum das Buch einen englischen Namen hat. Da ich kein Freund englischer Titel bin, fand ich das sehr überzeugend.
    Und dann geht es los mit „Alt sein“ das Kapitel, da ich mich da schon sehr gut auskenne, kann ich mich mit dem Text identifizieren. Am Rande gibt es noch einen Wissenshinweis „Schon gewusst?“ erfahre ich, warum ich kleiner wurde. Zu „Berührung“ gibt es eine kleine gezeichnete Aufstellung von (angenehmen) Berührungen. 

    Die nächste Doppelseite zeigt eine Großfamilie mit der Überschrift „Familientreffen 1992“. 
    Es folgen noch drei solcher Bilder aus verschiedenen Jahrgängen. Nach Überschriften wie Brüste, Divers, Eitelkeit zeigt eine Doppelseite Bilder von Schimpfwörtern, wie Elefantenarsch, Presswurst und dicke Schnecke. Das Thema Hässlich gefiel mir besonders gut. Ein längeres Kapitel befasst sich mit „Haar und Haut“. Körperflüssigkeiten war wieder sehr informativ. 40.000 Liter Spucke, da muss man ganz schön schlucken. Auch Körpersprache wird durch anschauliche Bilder ergänzt. Bei Komplimenten wurde ich sehr nachdenklich, vielleicht sollte ich öfter welche machen. Ein paar schöne Beispiel bietet der Comic der nächsten Seite. Auch zum Thema „Nackt sein“ gibt es zwei tolle Bilder, oben eine Szene vielen unterschiedlichen Menschen auf einem Bürgersteig, unten dieselben Leute ohne Kleidung. Was man nicht alles machte, um schön zu sein, Zähne feilen oder Füße abbinden, wie wird sich das wohl weiterentwickeln? Sehen wir bald alle gleich aus?

    Was würden wir uns von der Fee wünschen, wenn wir uns verändern könnten? Selbstzweifel, Trans Kinder und die Veränderungen unserer Körper sind einiger der nächsten Kapitel. 

    Dann folgt ein Fragebogen mit einigen sehr intimen Fragen. Dann kann man eine Körperkontur mit Farbe füllen, Rot bedeutet „Diese Stelle ist etwas ungewöhnlich“.

    Das Buch steckt voller Wissen und es macht richtig Spaß es anzuschauen und durchzulesen. Ein besonderes Körperlexikon, dass keinen Begriff auslässt.
    Den Autorinnen ist mit diesem Buch wieder eine herrliche Mischung aus humorvollen Bildern und einfühlsam formulierten Informationen gelungen. 

  • Ben und Teo

    Ben und Teo

    Martin Baltscheit

    Sandra Brandstätter

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Ben und Teo sind eineiige Zwillinge und die werden immer nur zusammen wahrgenommen. Meist kann man sie sowieso nicht unterscheiden. Ben spielt wohl besser Klavier und Teo ist der besser Fußballspieler, aber auch das fällt nie auf, da ja immer zusammen spielen und sich gegenseitig unterstützen.
    Sie mögen sich sehr und schlafen immer händchenhaltend ein. Aber trotzdem möchten sie sich auch immer mal abgrenzen und als Individuum wahrgenommen werden. So kommt es hin und wieder auch zu heftigen Streits und da kann es auch handgreiflich werden.

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    Bei Carmen und Wolfgang einem älteren Zwillingspaar steht ein alter Spiegel vor der Tür mit einem Schild „zu verschenken“ und Ben und Teo nehmen diesen blinden Spiegel mit. Die Vermutung, dass es ein Zauberspiegel ist, bestätigt sich bald. Als ein Zwilling gegen den Spiegel fällt, fällt er hinein. Jetzt sind beide in getrennten Welten und ihrer Familie und in der Schule Einzelkinder. Kein Bruder, mit dem man die Aufmerksamkeit teilen muss.
    Beide genießen die neue Situation, bis Papa den blinden Spiegel ersetzten lässt, jetzt ist der Transfer nicht mehr möglich und bis zur Lösung bleibt es spannend.

    Das Buch wird wechselweise von Ben und Teo erzählt, die Kapitel sind kurz und durch cartoonhafte  unterbrochen. Die Gefühle der beiden Jungen die als Paar „Ben & Teo“ geschrieben werden, werden hier sehr überzeugend beschrieben. Sowohl die Wut oder der Hass, als auch die besondere Liebe, die die beiden verbindet. Da werden auch ernste Themen, wie Tod und Verlust angesprochen, und gut umgesetzt.  Das Buch wendet sich sicher nicht nur an Zwillinge, aber die werden darin erkennen.

    Dagmar Mägdefrau