• PoetX

    PoetX

    Elizabeth Acevedo

    rowolth rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Dieses Buch ist „Für uns Mädchen, die sich nie im Bücherregal sahen und trotzdem im Dunkeln Geschichten schrieben.“ Gibt die Autorin und US-Poetry-Slammerin Elizabeth Acevedo in Ihrem Nachwort als einen der Gründe an, weshalb sie dieses Buch geschrieben hat. Ihre Sätze sind kurz und auf den Punkt gebracht, aber doch poetisch und einfühlsam. Da die Übersetzerin ebenfalls Poetry-Slammerin ist, passt alles wunderbar zusammen.

    Xiomara ist 15 und lebt mit ihrem Bruder, den sie immer nur Zwilling nennt, und den Eltern in einem armen New Yorker Stadtteil. Das Leben der Mutter ist geprägt vom katholischen Glauben.

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    Sie gab ihren Wunsch Nonne zu werden auf, um ihren Mann, mit dem sie von der Dom.Rep. in die USA zog, zu heiraten. Erst die Geburt der Zwillinge machte aus dem untreuen Mann einen guten Familienvater. 
    Xiomara soll in diesem Jahr gefirmt werden und muss deshalb den Kommunionunterricht besuchen. Leider findet zur selben Zeit das Treffen der Poetry-Gruppe statt und ihre Lehrerin lädt sie immer wieder dazu ein, denn Xiomara schreibt wundervolle Gedichte über all die Dinge, die sie nicht ausspricht und die Probleme, die sie besonders mit ihrer Mutter hat. Ihre Mutter möchte auf keinen Fall, dass sie einen Jungen auch nur anschaut. Es ist erschreckend, wie altmodisch und bigott sie ihre Kinder erzieht. Das Schlimmste ist, dass es keine Möglichkeit der Kommunikation mit ihr gibt.

    Doch dann taucht im Bio-Unterricht Aman auf, ein sehr einfühlsamer Junge, in dem sich Xiomara verliebt. Diese zarte Liebe beschreibt Xiomara in ihrem Notizbuch, den dem alles ihre Gedanken und Gefühle zu Gedichten werden.

    Ich habe dieses Buch mit Begeisterung gelesen. Ich habe mit Xiomara gelitten, Hoffnung und Freude erfahren. Diese große junge Frau, die es schafft mit der Kraft der Worte, der Welt zu begegnen, hat ich sehr beeindruckt. Ich wünsche noch vielen Mädchen, dass ihre Geschichten den Weg in die Bücherregale finden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Milchgesicht

    Milchgesicht

    Christian Duda

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 16 Jahre

    Der in Österreich aufgewachsenen Autor Christian Duda erzählt in diesem Buch von seiner Oma und ihrem „Neffen“ Sepp. Sepp wird auf einem Bauernhof geboren und weil er nicht so ist wie die anderen Kinder, wird er zu einer ledigen Tante nach Hönigsberg am Rande des Sennerings abgegeben. Die Tante kümmert sich um den Säugling und später bis ins Erwachsenenalter um den Jungen. Sepp ist sehr hellhäutig und leidet unter einer regelmäßig wiederkehrenden Krankheit die mit Fieber, Schmerzen und Atemnot einhergeht.

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    In der Schule wir der als nicht der Norm entsprechend nur zum Malen angehalten. Aber, da alle Kinder in einer Klasse sitzen, lernt er trotzdem lesen. Die Tante versorgt ihn heimlich mit frischem Blut, aber trotzdem wird er von den Kindern vorgeführt und schlimm gehänselt, bis Sepp bemerkt, wie stark er ist. Das Buch spielt nach dem 2. Weltkrieg und in dieser Zeit war der Umgang mit Menschen, die anders waren, noch sehr durch die Euthanasie und ihre Folgen geprägt. So wird Sepp auch von allen für dumm gehalten, was aber auch dazu führt, dass man ihn nicht teilhaben lässt und ihm nichts erklärt. Am Rande erfahren wir auch einiges über die Großmutter Cäcilia, die bis zum frühen Tod ihres Mannes sehr unter ihm leiden muss und danach auflebt. 

    Die Sprache des Autors ist ihn diesem Buch teilweise brutal und sehr direkt, trotzdem kann man nachfühlen, dass er die Sätze überlegt geschrieben hat. So schreibt er im Bezug auf das raue Klima dieser Region „Die Temperaturunterschiede sorgen für Erosion, kurz: Alles schrumpft! Was vorher Körbe füllte, passt nun in ein Einmachglas. Sprache wird eingekocht.“
    In dem Buch werden auch sehr gewalttätige Szenen sehr realistisch geschildert, kein Buch für zarte Gemüter. Aber der hellhäutige Sepp musste auch alles ertragen und fand keine Worte, um sich zu erklären, sondern litt meist still. Er wollte immer lieb zur Tante sein, die er zeitweilig Mama nannte.

    Das Buch ist keine leichte Kost, nicht aufgrund der Geschichte des Sepp, aber auch nicht aufgrund des Stils, den der Autor angewandte. Ein lesenswertes Buch, auch hier mit dem Effekt, sowas sollte nicht wieder passieren dürfen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Sturm

    Sturm

    Christoph Scheuring

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Nora ist achtzehn und muss sich seit Jahren mit ihrem betrunkenen Vater und seiner Gewalt gegenüber der Mutter auseinandersetzten. Aber dann kommt der Tag, an dem sie dem Vater ebenfalls mit Gewalt begegnet. Nachdem die Mutter einfach gegangen ist bleibt sie mit ihrem Vater zurück, der es schafft, trocken zu werden. Nach einer gewagten Aktion am Schlachthof wird sie von einer verständnisvollen Richterin zu 300 Sozialstunden verurteilt.

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    Sie wird von einer „Ocean Watch“ nach Kanada geschickt, wo sie eine deutschstämmige Fischerfamilie beim Fischfang begleiten soll. Johan der Kapitän fängt Schwertfische mit der Harpune. Durch den hundertjährigen Großvater, der auch an Bord ist, erfährt Nora viel über die Fischer und ihre Einstellung zum Meer. Die Gespräche mit dem alten Mann sind ein wunderbares Kernstück dieses Buches. Schon im Prolog erfahren wir vom Sturm und im Laufe des Buches erleben wir ihn sehr nah und spannend erzählt. Da muss man einfach atemlos weiterlesen, um zu fahren, wie es mit diesen beiden starken Persönlichkeiten auf engem Raum weitergeht.

    Das Cover des Buches erinnert mich an japanische Künstler und ich finde der natürliche Stil des Buches passt sowohl zum Thema als auch Titel.

    Durch das Buch habe ich viele Zusammenhänge erfahren, die mich leider auch etwas schuldig zurücklassen. Vielleicht sollte man nicht einfach den „Tiermördern“ die Schuld geben, sondern sich auch fragen, was können wir noch ändern, um den Tieren ein besseres Leben und Sterben zu ermöglichen? Ein spannendes, im besten Sinne lehrreiches Buch, dessen Stil flott zu lesen ist.

    Dagmar Mägdefrau

  • Um 180 Grad

    Um 180 Grad

    Julia C. Werner

    Urachhaus

    Verlagsempfehlung ab 13 Jahre

    Lennard muss einer alten Dame im Altersheim vorlesen. Seine Aufgabe als Lesepate hat er einer Graffiti-Aktion zu verdanken. So lernt er Frau Silberstein kennen. Die Dame mit den silbernen Haaren ist ihm gleich zugetan und freut sich über die Besuche. Nach und nach erzählt sie ihm von ihrer Vergangenheit. Sie ist eine Holocaustüberlebende und trägt traurige Erlebnisse mit sich herum. Lennard möchte zunächst nicht ins Heim, doch dann sieht er ein großartiges Mädchen.

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    Lange Zeit weiß er selbst nicht, weshalb er jeden Dienstag ins Heim geht. Er liest das Buch „Tschick“ vor, in dem er Parallelen zu seinem Leben sieht. Frau Silbersteingefällt das Buch und sie freut sich etwas über die Jugend zu erfahren. Lennard reift in der Geschichte und sein Verhältnis zu der alten Dame wird immer enger. 
    Sowohl der normale Familienalltag als auch das Verhältnis zu seinen Freunden wird lebendig erzählt. Dramatisch sind die Geschichten, die wir von Frau Silberstein erfahren. Aber auch der Alltag im Pflegeheim ist manchmal für den Jungen schwer zu ertragen. Gut, dass die Schwester Susanne so menschlich ist. 

    Ein Buch, dass viel über das Leben des Mädchens in Auschwitz erzählt, aber auch die Probleme der Seniorin nicht außen vorlässt. Es ist schön, der positiven Entwicklung Lennards zu erleben. Sicher nicht nur ein Jugendbuch, aber ganz klar für Jugendliche spannend.

    Dagmar Mägdefrau

  • Tayo bleibt!

    Tayo bleibt!

    Andreas Schlüter

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 13 Jahre

    Lisa ist die Tochter eines Polizisten und zusammen mit ihrer Freundin Hülya ist sie auf dem Rückweg von der Disco, als auf dem Bahnsteig sich Skinheads seinem afrikanischen Jungen nähern. Durch Lisas Eingreifen gelingt den Dreien die Flucht in eine S-Bahn.  Am nächsten Tag kommt Tayo in Lisas Klasse. Sie versucht ihn weiterhin zu unterstützen, aber da ihr englisch nicht besonders gut ist, ist das eine schwierige Sache.

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    Manchmal übertreibt Lisa auch und engt den Freund ein. Sie erfährt einiges über Nigeria und über die schwierige häusliche Situation Tayos. Dass der ein guter Fußballer ist, führt dazu, dass er beim HSV in der Jugendmannschaft spielen darf. Tayo träumt davon als Profi unabhängig werden und trainiert gerne. Allerdings ist sein Vater, der inzwischen mit einer anderen Frau zusammen lebt, ein sehr gläubiger Muslim und er schickt Tayo in eine Koranschule. 

    Nachdem das Buch einen Jahressprung macht, hat Tayo gut Deutsch gelernt und trotz seiner Zurückhaltung ist er beliebt. Doch dann kommt sein 18. Geburtstag und damit erhält er seinen Abschiebebescheid. Lisa zieht alle Register um den Freund vor der Abschiebung zu retten.

    Leider ist das Buch sehr an der Realität, der „Fall“ ereignete sich schon vor Jahren in Hamburg und er passiert täglich in unserem Land. Oft hört man dann von der Unterstützung aus der Bevölkerung. Aber oft geht es so schnell, dass wir nichts davon erfahren.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der magische Stab – Lilly Flunker Saga 1

    Der magische Stab – Lilly Flunker Saga 1

    Kristina Tiemann

    Independently published

    Autorenempfehlung ab 10 Jahre

    Lilly muss nach dem Unfalltod ihrer in ein Nonnenkloster, hier gibt es wenig Herzlichkeit, aber viele Aufgaben. So ist sie froh Victor kennenzulernen, ein Junge, der ihn einer ähnliche Situation, wie sie ist. Auch er hat keine Verwandten, aber er freundet sich schnell mit Lilly an. Sein besonderes Kennzeichen ist es, dass er Redewendungen abgewandelt benutzt, was oft richtig komisch ist. 
    Aber Lilly ist kein normales Mädchen, der Druide Magnus erklärt ihr, dass sie aufgrund ihrer Herkunft sowohl Feen-, als auch Druidenblut in sich trägt. Deshalb ist sie z.B. in der Lage sich in einen Adler zu verwandeln. 

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    Ihre Aufgabe soll es sein, einen magische Stab, den der Druide Durus an sich bringen will, zurück zu bringen. Dazu reist sie in das Land der Feen. Hier sieht es so ganz anders aus, als ich dachte, auch die Feen haben nicht die von mir erwartete überirdische Gestalt. Toll, was die Autorin sich da alles ausgedacht hat. Fantastische Welten.

    Die Geschichte ist sehr schön und spannend geschrieben, aber ein großer Bestandteil macht die Freundschaft aus. Besonders Victor zeichnet sich durch Treue und Hilfsbereitschaft aus. Aber es gibt auch Intrigen und sogar Kämpfe, die die Spannung hoch halten.

    Ich kenne die zwei bisher erschienen Folgebände und kann nur empfehlen, die Geschichte von Lilly Flunker und Victor weiterzuverfolgen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Der magische Kristall – Lilly Flunker Saga 2

    Der magische Kristall – Lilly Flunker Saga 2

    Kristina Tiemann

    Independently published

    Autorenempfehlung ab 10 Jahre

    Ein böser Druide, der schon im ersten Teil eine wichtige Rolle spielte versucht den magischen Kristall zu bekommen, damit könnte er sie Sonne beeinflussen. Um das zu verhindern muss der Junge Viktor alleine drei schwierige Aufgaben lösen. Wir begleiten ihn auf der Reise nach Frankreich und lernen zunächst die Heimat von Amaryllis, dem Elfenritter kennen. Liebevoll wird diese Welt beschrieben und genauso fantasievoll sind die Elfen, die dort leben geschildert. Es macht Spaß in diese fremde Welt einzutauchen.

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    Viktor muss dann allerdings ganz alleine weiter und stößt auf den königliche Steinbeisserprotokollant. Eine liebenswerte Vogelmischung, der zunächst sehr steif und amtlich daherkommt.
    Die Prüfungen sind sehr schwierig und mit viel Fantasie angelegt, mehr möchte ich dann auch nicht verraten.

    Eine spannende Geschichte mit schönen Texten und vielen fantasievollen Beschreibungen. Es fällt leicht, sich die Landschaften und Personen vorzustellen und ich freue mich auf die Fortsetzung.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das magische Pferd – Lilly Flunker Saga 3

    Das magische Pferd – Lilly Flunker Saga 3

    Kristina Tiemann

    Independently published

    Autorenempfehlung ab 10 Jahre

    Zunächst lernen wir die Familie Montaud aus Südfrankreich kennen. Eine liebenswerte Familie, die Mutter ist eine tolle Köchin und hält die Familie zusammen. Der Mann bewirtschaftet einen Hof und kümmert sich um Wildpferde. Die Söhne studieren und helfen auf dem Hof. Amelie ist die Tochter von Mutters Schwester und sie wurde als Kind großgezogen. Amelie ist hübsch und klug, sie studiert wie ihre Brüder. Aber etwas ist anders an ihr, sie hat besondere Fähigkeiten.

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    Viktor zieht mit Amarillys und der namenlosen Fee aus Band 2 weiter und trifft auf einen riesigen Troll, der ihm zunächst viel Angst macht. Auf Viktors Rat hin machen sie sich gemeinsam auf zur Trollfrau.

    Auch in diesem Buch geschehen fantastische Dinge, die es spannend machen, die aber auch von Gefühlen handeln und im Hintergrund bleibt die Gefahr durch den bösen Druiden. Ich bin gespannt, wie es Lilly erging, von der wir in diesem Teil nichts erfahre.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die fantastischen Abenteuer der Chrismas Company

    Die fantastischen Abenteuer der Chrismas Company

    Corinna Gieseler

    Hummelburg

    Verlagssempfehlung ab 10 Jahre

    Freda und ihr Kater Mr. Livingstone geraten am 6. Dezember durch nach einem Telefonanruf durch eine Tür in einem Schusterladen in eine Winterwelt. Ein Bär mit Schlitten bringt sie zur Christmas Company. Ich glaube, ich vergaß zu erwähnen, der Kater kann sprechen und er ist ein hoch angesehener Gast. Freda soll helfen ein Codeword zu erraten, damit die Christmas Company mit dem Weihnachtsmann als Chef nicht vernichtet wird. Dazu wird eine Expedition zusammengestellt, die sich Richtung Nordpol aufmacht.

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    Freda, Mr. Livingstone, Serafin, ein Engel, der die Kantine bewirtschaftet und der Kobold Jonker ziehen mit einem Hundeschlitten los. Alles sehr improvisiert und Freda hat kein gutes Gefühl bei der Sache. Auf ihrem Weg begegnen die vier immer wieder neuen Schwierigkeiten. Sowohl die eisige Natur, als auch viele Geschöpfe, die in unterschiedlichen Regionen zu Weihnachten gehören, machen ihnen das Leben schwer. Erst nach einem großen Kampf und durch viele glückliche Umstände kann Freda das Lösungswort nennen und damit die Chrismas  Company retten. 

    Ich muss sagen, das Buch hat ein wunderschönes Cover und war sehr spannend, aber oft habe ich auch die Figuren nicht mehr richtig zuordnen können. Immer wieder tauchten neue Weihnachtsmänner/Nikoläuse, Kampusse, Perchten, Julenise oder Zwetschgenmännlein auf. Der Lord of Misrule trieb seine Scherze, Gryla kam mit ihren Trollen auf Island, Tupilaqs brachten Schaden u.s.w.  Am Ende schwirrte mir der Kopf. Da half auch das Glossar am Ende des Buches nichts. Zwischendurch war nicht klar, ob die Chrismas Company überhaupt die Guten waren und ob der Kater ein falsches Spiel trieb. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Licht und Schatten

    Licht und Schatten

    Zoran Drvenkar

    BELTZ & Gelberg

    Verlagssempfehlung ab 14 Jahre

    Ich muss zugeben, dass ich kein Fantasie-Fans bin und dieses Buch gelesen habe, weil der Autor mir aus Kinderbüchern bekannt ist. Das Buch ist 570 Seiten dick und es beginnt im Jahr 1704. Da wird in Sibirien ein Mädchen, Vida,  geboren. Ihre Mutter, die mit ihren 22 Schwestern die Erde zu dem gemacht hat, was sie ist, stirbt, da die Zahl dieser „Mütter“ nicht überschritten werden darf. Diese 23 Mütter haben die Welt in Frieden erlebt, bis sich Yrma, Vidas Mutter, in Solomon verliebt hat. Das war vor 4 Millionen Jahren. Da hat die jüngste der Schwestern Eifersucht und Neid gespürt und diese negativen Gefühle in die heile Welt gebracht.

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    Sie hat viele ihrer Schwestern verschwinden lassen. So wird Vida von ihrem Vater Solomon, der als Schmied arbeitet und ihren drei verblieben Tanten erzogen. Sie bringen ihr das Wissen bei, das sie benötigt um wieder Licht in die Welt zu bringen.
    Der Wächter eine Art Reptil, das in menschlichen Gastkörpern eindringt, wartet auf die Geburt und möchte das Kind vernichten. Noch können die Tanten Vida verstecken, aber an ihrem 10. Geburtstag passiert Schreckliches. 

    Es gibt gruselige Szenen, Kämpfe, einen Bären, der Vida helfen möchte, Herrschaften,  die Vida Schaden zufügen und Zegechem, Gestalten, die der Autor wohl erfunden hat, die in vielfältiger Gestalt über die Menschen herfallen und sie quälen.

    Natürlich ist da auch die Liebe des Vaters und der Tanten, die Freundschaft einer achtjährigen Großfürstin und die Hilfe von Freunden. Im Hintergrund auch die Hilfe und das Wissen der verstorbenen Mutter.

    So liest sich das dicke Buch sehr spannend und abwechslungsreich. Das Ende sieht verdächtig nach einer Fortsetzung aus und ich kann mir vorstelle, dass viele Leser gerne wissen möchten, wie es mit Vida weitergeht. Dazu möchte ich mich auch zählen.

    Ich denke mit diesem Buch haben Fantasie-Fans wieder spannenden neuen Lesestoff und ich finde es erstaunlich, wie Zoran Drvenkar hier neue Wesen geschaffen hat, die sich logisch in diese Welt einfügen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Jenseits der blauen Grenze

    Jenseits der blauen Grenze

    Doris Linke

    magellan

    Verlagssempfehlung 14 Jahre

    „Ich kann nicht Biologie studieren. Mein Vater hat einen Dachschaden, meine Mutter ist nie da, mein Opa ist irre, der alte Knacker … will mir an die Wäsche.“ Das ist die Situation der siebzehnjährigen Hanna. Ihrem Freund Andreas geht es nicht besser. Auch er darf nicht in der IT-Branche arbeiten, sein Vater schlägt ihn, deshalb wohnt er inzwischen in einem Abrisshaus. Ihr gemeinsamer Freund Sachsen-Jensi durfte mit seinen Eltern aus der DDR ausreisen. Hanna und Andreas überlegen deshalb 50 km über die Ostsee zu schwimmen.

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    Das Buch beginnt mit dem Start dieser Flucht. Die beiden haben die Gegend um Warnemünde erkundet und sie wissen, wann man los kann, ohne gesehen zu werden. Hanna trainiert hart für dieses Unternehmen, beide haben einen Neoprenanzug, ohne den das Wasser viel zu kalt wäre. Durch ein dünnes Seil sind die beiden miteinander verbunden. Unterbrochen wird die Geschichte ihrer Flucht durch Rückblicke. Da geht es um die Versorgungslage, um ein Stasihaus, häusliche Gewalt, Depression, einen sozialistisch geprägten Schulalltag, mit all seinen Intrigen und Verleumdungen. Eine Welt, die den jungen Leser*innen und uns Westlern nicht bekannt ist. Manchmal möchte man da beim Lesen rufen „Seid ihr denn noch gescheit?“  Dazwischen schwimmen die beiden immer weiter in die Ostsee Richtung Norden. Beinahe erwischt sie eine Streife mit ihren Scheinwerfern, dann kommen sogar Boote, die nach ihnen suchen, später ist ein Hubschrauber über ihnen. Für einige Zeit können sie sich auf einer Boje ausruhen, doch das Weiterschwimmen fällt danach um so schwerer.

    Die Sprache ist vom DDR-Terminus geprägt, es gibt hinten auch ein kleines Glossar. Zu Ende des Buches werden die Sätze immer kürzer, bestehen nur noch aus „Ein. Aus. Bin bald da. Aus. Wie lange. Ein. Noch.“ Beim Lesen wurde ich ganz kurzatmig und fühlte die Schwere der Glieder und die Nässe.

    Was das Buch noch einmal dramatischer macht, ist der Zeitpunkt der Handlung. Es ist August 1989 und die beiden hätten nur noch bis zum 9.11.1989 durchhalten müssen. Aber das wusste ja damals keiner. Gerade jetzt nachdem sich die Wiedervereinigung zum 30 Mal jährt, finde ich das Buch besonders wichtig. Gerade aus Schullektüre macht es Sinn. Es ist spannend zu lesen und man erfährt viel aus dieser Zeit der Wende aus erster Hand von einer Autorin, die damals so alt war wie Hanna.

    Dagmar Mägdefrau

  • Frieda und das Glück der kleinen Dinge

    Frieda und das Glück der kleinen Dinge

    Andrea Behnke

    Südpol

    Verlagssempfehlung ab 10 Jahre

    Lena ist 10 Jahre und das neue Schuljahr auf der weiterführenden Schule beginnt. Leider ist Nele, ihre beste Freundin, nach Bayern gezogen und mit den Mädchen in der Klasse kommt sie nicht zurecht. Gut, dass Lukas neben ihr sitzt und sie mit zum Tischtennis nimmt. Darin ist Lena nämlich sehr gut. 
    Später möchte Lena Biologin werden wie ihre Oma. Mit ihr forscht sie gerne und sie weiß schon eine ganze Menge über Fruchtfliegen.

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    Zusammen mit Lukas, der Ornithologe werde möchte, kann sie bei einem Biowettbewerb zeigen, was für tolle Ideen sie hat.
    Nachmittags geht Lena gerne zu Oma Frieda, von ihr hat sie ihren zweiten Namen. Die Oma kann zwar nicht kochen, aber dafür immer wieder gute Ideen, was Lena machen kann. Leider geht es der Oma nicht so gut, deshalb stöbert Lena auf dem Dachboden und die Oma erzählt aus ihrer Kindheit.
    In den Herbstferien besucht Lena ihre Freundin Nele. Dort in Bayern wird Lena ein ganzes Stück erwachsenen und kann zu Hause mit Lukas und Rieke Freundschaft schließen. 
    Der Schulwechsel ist ja so schon nicht einfach, aber ohne Freundin an der Seite ist es eine echte Qual. Lena bleibt sich treu und findet Anschluss an neue Freunde. Die Geschichte ist alltäglich und trotzdem erzählenswert. Und Andrea Behnke erzählt die Geschichte in einem flotten Tempo, mit Redensarten, die mich schmunzeln lassen. Die knapp 150 Seiten sind in großer Schrift gut lesbar gedruckt. Die Kapitel sind unterschiedlich kurz und beginnen immer mit einem kleinen Bild. Das Cover gefällt mir sehr gut, lauter Früchte auf rotem Grund, Nahrung für die kleinen Fruchtfliegen?

    Dagmar Mägdefrau

  • Sei ein Mädchen!

    Sei ein Mädchen!

    Raimund Frey

    Jochen Till

    Tulipan

    Verlagssempfehlung ab 0 bis 99 Jahre

    Die vorgegebene Alterspanne ist vom Verlag sehr groß festgelegt und ich würde dieses Buch erst ab dem Teenageralter verschenken. Denn es setzt die Fähigkeit zur Ironie voraus.
    Text und Bild sind gegensätzlich. Es fängt an mit der Aussage „Mädchen sind hübsch“. Zu sehen ist ein zerzaustes Mädchen mit faltigem Aufstehgesicht, zotteligen Haaren und im Schlafanzug. „Mädchen mögen Puppen“, da sehen wir ein Mädchen am Bagger und die Puppen liegen in Einzelteilen drumherum.

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    Bei der Aussage „Mädchen sind ängstlich“ tritt ein Mädchen einem Exhibitionisten in die dafür vorgesehene Stelle. Das Mädchen, das Schuhe liebt, hat nur ein paar Turnschuhe im Regal, die schwachen Mädchen ziehen die Jungen grinsend am Strick zu sich rüber.

    Ich hatte viel Spaß beim Lesen und Anschauen, ich fand die Umsetzung der Aussagen sehr gelungen. Die Bilder sind frech und wie Karikaturen angelegt. Ich kenne schon einige „Mädchen“, denen das Buch gefallen würde. Und die, wie ich, gerne ein Mädchen sind.

    Dagmar Mägdefrau

  • Dunkles Gold

    Dunkles Gold

    Miriam Pressler

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    1349 ist zu befürchten, dass die Pest sich weiter in Europa ausbreiten wird und natürlich wird den Juden die Schuld daran gegeben. Deshalb will Kalman von Wiehe mit seinen Kindern Rachel und Joschua nach Polen fliehen. Der polnische König hat den Juden Schutz angeboten. Vorher verstecken sie all ihre Reichtümer einschließlich eines wertvollen Hochzeitrings im Keller hinter einer Mauer. Die Geschichte handelt von der Flucht als christliche Bauern, aber nur Rachel erreicht ihr Ziel, die Stadt Krakau.

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    Auf der Reise erfährt sie, dass es in Erfurt alle Juden ermordet wurden. Da ein reicher Jude gefährlich lebt, beschließt Rachel den Schatz nicht mehr zu erwähnen und so bleibt er Jahrhunderte verschollen. 

    Erst 1998 wird er bei Grabungsarbeiten gefunden und ist heute in Erfurt zu besichtigen. Laura, die Tochter der Historikerin weiß durch ihre Mutter viel über den Schatz und das Mittelalter. Da sie gut zeichnen kann beschließt sie ein Graphic Novel über die Geschichtes Rachels zu schreiben. Dazu fehlen ihr Informationen aus dem jüdischen Leben. Sie wendet sich schließlich an Alexej und erfährt durch ihn, dass er als Jude immer noch nicht problem- und gefahrlos in Deutschland leben kann. Seine Familie ist vor den Nazis nach Russland geflüchtet und auch seine Familie hat einen Schatz gesessen.

    So erzählt Miriam Pressler diese beiden Geschichten, fein ineinander gewoben, in diesem Buch und wir erfahren, wie das Leben im Mittelalter aussah und wie sich heutige Juden in Deutschland fühlen. Da gibt es viele Missverständnisse und Fettnäpfchen. Aber die zarte Liebe der beiden jungen Menschen lässt auch hoffen. Zumindest die beiden Familien haben Freundschaft geschlossen. 

    Miriam Pressler hat diese Geschichte in schönen Worten erzählt, es gab Spannung, Information und viel Gefühl. Probleme zwischen Mutter und Tochter, eine junge Liebe und viel Hoffnung auf ein friedliches Miteinander.
    Es ist wohl das letzte Buch, dass ich von dieser großartigen Autorin in Händen halte. Und es ist wieder eines ihrer Bücher, das noch lange in unseren Köpfen und Herzen sein wird.

    Dagmar Mägdefrau  

  • Dies ist keine Liebesgeschichte

    Dies ist keine Liebesgeschichte

    Don Zolidis

    Dressler

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Ich war zufällig mal in Wisconsin und deshalb war mir einiges nicht so fremd. Ich habe aber keine Ahnung von dem Spiel „Dungeons-&-Dragons“ und in dem Buch geht es häufig um dieses Thema. Da das Buch im Jahr 1994 in einem unbedeutenden Ort in den USA spielt, kann ich mir kaum vorstellen, dass ein Jugendlicher heute viel mit diesem Buch anfangen kann. 

    Die Geschichte wird uns von dem siebzehnjährigen Craig erzählt. Er ist ein Nerd, spielt mit seinen Freuden ständig „Dungeons-&-Dragons“ und liest lange russische Romane. Er hat eine Zwillingsschwester, die Leichtathletik macht und beliebt ist und seine Eltern benehmen sich eigenartig.

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    Die Arbeitslosigkeit des Vaters bringt viele finanzielle Probleme mit sich. Es geht um das letzte Jahr auf der High School, wie in so vielen amerikanischen Büchern. Es hat sowas wie eine Beziehung von der hübschen Amy, die Legasthenikern  und Schulsprecherin ist, von ihren Eltern adoptiert wurde und deren Mutter Krebs hat. 

    Um Craig zu schützen macht sie  insgesamt sechs Mal mit ihm Schluss, die ersten Male verbringt Craig in tagelanger Trauer. Trotzdem glaubt er sie zu lieben und er möchte sie beschützen und für die da sein. Leider kann er nicht immer das sagen, was er denkt, dadurch stockt die Beziehung auch immer wieder. 

    Ich habe mich ein wenig durch die 360 Seiten gequält, ich wartet aufgrund des Klappentextes (Amys düsteres Geheimnis) immer auf etwas besonderes. Aber das Buch plätschert vor sich hin und für mich machte es keinen wirklichen Sinn. Dazu kam, dass das Buch nicht chronologisch erzählt wird und ich manchmal überlegen musste, von welcher Trennung nun erzählt wird.  Mir ist unklar, weshalb Bücher die so wenig mit der heutigen Zeit und unserer Gesellschaft zu tun haben aus Amerika „importiert“ werden. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich weiß, heute Nacht werde ich träumen

    Ich weiß, heute Nacht werde ich träumen

    Steven Herrick

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 13 Jahre

    Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2019

    Wie schon bei dem ebenfalls ausgezeichnete Buch „Wir beide wussten, es war was passiert“ sind auch hier die Texte in Gedichtform gedruckt. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten und beschreiben eine Kindheit in den Sechzigern des vorigen Jahrhunderts in Australien. Die Brüder Harry und Keith leben mit ihrem Vater in einem Holzhaus, das braun, schäbig und trist ist. Jeden Nachmittag, wenn der Vater von der Arbeit kommt schneidet er eine Wassermelone auf und isst sie mit den Söhnen.

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    Die Mutter starb vor einigen Jahren und immer Mittwochs Nachmittags kommt Tante Alice mit Kuchen. Linda ist Harrys Freundin, die unter unklaren Umständen im Fluss ertrinkt. Harry verehrt Miss Spencer aus der Entfernung und als sie von Wayne geschwängert wird, verlässt sie den Ort. Daraufhin wirft Harry Waynes Scheiben ein. Mit Waynes Bruder Johnny ist Harry befreundet und die beiden eint die Liebe zu der toten Linda.  Dazwischen gibt es alltägliche Episoden und einige Rückblicke und am Ende entsteht doch ein Bild von der Kindheit und Jugend in einem kleinen australischen Ort an dem jeder jeden kennt.

    Das Buch ist auf eine sehr poetische Art geschrieben, es gibt durchaus Gewalt, so verliert der Vater auf der Arbeit einen Finger, und Streit, aber der Text plätschert ruhig weiter. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Abgefahren

    Abgefahren

    Dirk Pope

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Das Buch führt uns von Essen-Vogelheim ab Passau an der Donau entlang bis zur Mündung ans Schwarze Meer. Der dicke Viorel bringt seine tote Mutter im Kofferraum des Corsa in ihre Geburtsstadt. Der Siebzehnjährige fährt ohne Führerschein und mit wenig Geld ins Ungewisse. Er hat nur die Adresse eines Onkel, mit dem die Mutter aber lange keinen Kontakt hatte. Er lebt in Essen allein mit seiner berufstätigen Mutter in einer kleinen Wohnung und er weiß nicht viel von seiner Mutter.

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    Er kennt weder ihre Familie noch ihre Lebensumstände, die dazu geführt haben, dass sie jetzt in Deutschland lebt. Er weiß nur, dass seine Mutter in Rumänien begraben werden möchte. Viorel nimmt einen Anhalter mit, der dunkel gekleidet mit einem großen Seesack bei ihm einsteigt. Er erzählt ihm unheimliche Geschichten aus seiner Heimat. Durch eine eigenartige Situation kommt dieser Mann zu Tode. Nach einer Verfolgungsjagd, wird die Leiche aus dem Auto gestohlen, die tote Mutter bleibt aber im Kofferraum. So fährt Viorel weiter und lernt eine Nachbarin des inzwischen verstorbenen Onkels kennen. Zusammen mit ihr und ihrer Enkelin geht es weiter die Donau hinab vorbei an Draculas Schloss. Nach vielen Verwirrungen und Zufällen gelingt es dem jungen Mann seine Mutter zu begraben.

    Das Buch fasziniert durch seine Sprache. Wenig wörtliche Rede, aber viele Gedanken, die sich verselbstständigen. „Er gehört nicht zu den Menschen, die sich interessant genug finden, dass sie es länger mit sich selbst aushalten.“  ist  ein sehr interessanter Satz. 

    Manchmal wird es aber auch sehr geschwätzig. Keine Ahnung, ob der Anhalter Dracula war? Aber kann ein dicker Junge so lange ohne Schlaf und lange ohne Nahrung auskommen? Auch, dass seine Fahrkünste nach drei Fahrstunden der weiten Strecke unauffällig bei sind. Diese Dinge sollten aber wohl nicht zu den eigentlich wunderlichen Begebenheiten dieses Buches gehören. Für mich machte alles wenig Sinn, vielleicht bin ich wieder zu realistisch?

    Dagmar Mägdefrau

  • Kompass ohne Norden

    Kompass ohne Norden

    Neal Shusterman

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahren

    Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2019

    Caden steigert sich immer mehr in einen Verfolgungswahn hinein. Er weiß nicht mehr, wem er trauen kann. Erwägt, dass seine Eltern Masken tragen und nicht die sind, für die sie sich ausgeben. Er zieht sich immer mehr von seinen Freunden zurück und erschreckt diese oft mit seiner Denkweise. Neben der „normalen“ Handlung in der Familie und später im Sanatorium, gibt es eine Geschichte, die auf einem (Piraten-)Schiff spielt. Erst im Laufe der Handlung erkennt der Leser die Parallelen zu realen Personen und Begebenheiten. 

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    Wir erleben die Veränderung der Persönlichkeit von euphorischer Selbstüberschätzung, Hilflosigkeit und völliger Unruhe, die sich durch stundenlange Märsche abzeichnet.

    Das Buch wurde auch von der Jungendjury für den Jugendliteraturpreis vorgeschlagen und das finde ich einfach toll. Ich habe mich nämlich schwer getan mit dem Lesen dieses Jugendbuches. Nach dem ersten Kapiteln dachte ich, dass mich das Buch so herunterzieht, dass ich es nicht weiterlesen möchte. Auch im Laufe der Handlung überkam mich immer wieder eine Traurigkeit, die sicher zum Thema passt. 

    Neal Shusterman hat in diesem Buch die Erlebnisse seines bipolar und schizophrenen Sohnes versucht zu beschreiben. Damit möchte er um Verständnis für diese Krankheit  werben. Ich denke, gerade, wenn man Menschen kennt, die auf diese Weise in ihrem Denken und Empfinden gestört sind, ist dieses Buch eine Erklärung für deren Verhalten. 

    So kann ich nur sagen, bleibt dran an dem Buch, es und die beschriebenen Kranken haben es verdient.

    Dagmar Mägdefrau