• Ein Nein muss manchmal sein

    Ein Nein muss manchmal sein

    Dagmar Geisler

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir vier ziemlich aufgeregte Kinder. Besonders das blonde Mädchen zeigt eine klare Abwehrhaltung. Frau Rose backt eine wundervolle, leckere Kirschtorte und alle, denen sie sie anbietet lehnen aus unterschiedlichen Gründen ab. Immer hört sie nur ein „Nein“ und deshalb wünscht sie sich am Abend von einer Sternschnuppe, dass das „Nein“ verschwindet. Ihr Wunsch geht in Erfüllung und bringt alles in Unordnung. 
    Taya schmeißt ihrem Bruder Leberwurst ins Müsli, weil der nicht widerspricht. Die Kinder dürfen essen, was sie wollen und bleiben lange auf.
    mehr oder weniger lesen
    Aber es gibt auch gefährliche Situationen, wo ein „Nein“ hilfreich wäre. Was tut man, wenn einer fragt „Schenkst du mir dein Rad?“ oder „Willst du mit mir fahren, Kleine?“ wenn man nicht mit „Nein“ antworten kann? Durch Zufall erfahren die Kinder, wie es zu dieser Misere gekommen ist und sie bitten Frau Rose, ihren Wunsch zurückzunehmen. Sie erklären ihr, dass das „Nein“ wichtig ist und so sitzen alle zusammen auf Frau Roses Balkon und warten auf die Sternschnuppe. 
    
    Die Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, mit „Nein“ antworten zu können, denn nur mit diesem Wort können wir unsere Ablehnung klar und deutlich ausdrücken. 
    Die Bilder zeigen klar die Geschichte, wobei mir die unterschiedlichen „Nein“-Arten im Einband besonders gut gefallen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Best Bro ever!

    Best Bro ever!

    Jenny Jägerfeld

    Urachhaus

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2024

    Måns wohnt eigentlich in Stockholm, verbringt aufgrund der Arbeit als Synchronsprecherin seiner Mutter jedoch einige Tage in Malmö. Måns hofft sich eine schöne Zeit mit dem Skateboard, auch wenn er die Babysitterin Nora zunächst nicht loswird. Trotz ihrer Aufsicht trifft er bei einer Mutprobe auf Mikkel, der sein “Best Bro ever” wird. Die beiden versprechen sich absolute Wahrheit, doch als Mikkel etwas findet, was für ihn eine Lüge beweist, ist die Freundschaft zunächst auf Eis gelegt. Für Måns ist dieser Pass mit dem alten Foto eine viel größere Lüge, nur muss er sich noch überwinden und Mikkel das erklären, um seinen Bro zu behalten. 
    mehr oder weniger lesen
    Wer wie, ich ohne den Klappentext zu lesen, einfach mit der Geschichte anfängt, ist von der Måns' Vergangenheit überrascht. Es war zunächst ein wenig schade zu lesen, dass diese Wendung eigentlich vorab angekündigt in der Inhaltsangabe zu lesen ist. Andererseits ändert es nichts an der Geschichte und Interessierte an dem Thema werden auf dieses Buch aufmerksam. Die Selbstverständlichkeit, mit der Måns als das beschrieben wird, was er ist, nämlich ein Junge, ohne vorher seine Vergangenheit zu erläutern, lässt sein Leben herrlich normal wirken. Das Einzige, was bei seiner Identität stört, sind die anderen. Der Roman macht einfühlsam deutlich, wer oder was eigentlich das Problem bei der Sache ist: Nicht man selbst, aber die anderen, die Gesellschaft und die veralteten Rollenbilder. Eine Geschichte mit vielen tollen Figuren, die peinliche, aber liebevolle Mutter, die etwas seltsame, aber schlaue Nora mit ihren Ticks, der Vater, der dazu lernt und natürlich Mikkel und Måns, die eine Freundschaft führen, die auf viel Vertrauen beruht. 
    
    Raphaela Brosseron
  • Wie fängt man einen Dinosaurier?

    Wie fängt man einen Dinosaurier?

    Adam Wallace

    Andy Elkerton

    Adrian-Verlag

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Der erste Preis beim „Wettbewerb der Wissenschaft“ ist ein Fahrrad und natürlich möchte der Junge diesen Preis gewinnen. Er überzeugt seine Freunde, dass es noch Dinos gäbe. Läuft da nicht einer ganz schnell durch den Stadtpark? 
    Wir sehen einen Echsenschwanz zwischen den Bäumen verschwinden und gehen mit auf die Jagd. Doch der Dino kann allen raffiniert erdachten Fallen entkommen. Die Ideen sind so voller Fantasie und es macht solchen Spaß darüber zu lesen und sich die Bilder anzuschauen.
    mehr oder weniger lesen
    Am Ende reichen die Kinder diese tollen Konstruktionen beim Wettbewerb ein. Auf der letzten Seite sehen wir, wie der Dino gemütlich in der Schülerzeitung darüber liest.
    
    So viele kniffelige Erfindungen und doch ist der alte Dino klüger, ein lustige Geschichte, die meinen Dino-Fans viel Freude gemacht hat. Neben den kurzen Texten sind es die Bilder, die die Erfindungen so schön ins Szene setzen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Sind wir endlich da, Jim?

    Sind wir endlich da, Jim?

    Suzanne & Max Lang

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Die Titelfrage kennen wir alle von Autofahrten in den Urlaub. Hier machen sich der Schimpanse Jim und die Schildkröte auf den Weg ans Ende des Dschungels. Schildkröte kann Jim überreden sie zu trage. Die Schildkröte nervt Jim sehr mit ihrem Quengeln. Immer wieder will sie wissen, ob sie bald da sind. Als Jim richtig wütend wird, taucht Nick, der Gorilla, auf und lenkt die beiden mit einem Schmetterling ab. Da suchen die beiden Streithähne auch nach Tieren und entdecken Käfer und Ameisen.
    mehr oder weniger lesen
    So merken sie gar nicht, dass so schon am Ziel sind. Doch die Ananas, auf die sich die beiden gefreut haben, haben schon die Ameisen verspeist. 
    
    Dieses Pappbilderbuch besticht durch die fröhlichen Gesichter von Jim. Auf der letzten Seite zeigt er uns noch 9 Gesichter von albern bis ängstlich. Ein Buch, dass viel Spaß macht und das man nicht nur auf langen Fahrten lesen kann.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Die Rätselknacker – Das Geheimnis der magischen Schule

    Die Rätselknacker – Das Geheimnis der magischen Schule

    EMF

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Dieses kleine Heft ist ausgestattet mit einem Filzstift (der leider schnell versagt hat, aber durch einen handelsüblichen Filzstift zu ersetzen war), damit kann man die Rätsel lösen und sich Notizen machen. Da die Blätter eine Folie haben, kann man den Stift sehr gut wieder auswischen. 
    Lina und Fynn suchen zunächst ihren Hund und geraten mittels eines Schrankes in eine magische Welt. Hier müssen sie einige Rätsel lösen, um ihren Hund Milo wiederzufinden. Es beginnt mit zwei Bildern, bei denen es gilt, 8 Fehler zu finden. Mein Enkel hat einen Blick für sowas und kann die Fehler schnell entdecken.
    mehr oder weniger lesen
    Dann muss man die Zutaten für einen Zaubertrank im Regal finden. Den Zauber den Zauberstäben zuordnen ist einfach. Zum Hexenbesen das passende Schattenbild finden auch. Die versteckten magischen Tiere im Zauberwald zu finden ist schon schwieriger, ebenso das Drachenbaby durchs Steinlabyrinth zur Mama führen. Die Vorschulkinder müssen sich schon ein wenig mit den Buchstaben auskennen, um die vorgegebenen Worte im Buchstabenchaos zu finden. Jedes Bild hat auch einen versteckten Buchstaben, der notiert werden muss. 
    
    Eine schöne Beschäftigung für Vorschulkinder, die ihr Denken und Kombinieren anregt. Ein Escape-Rätsel mit unterschiedlichen Rätseln und schönen Bildern.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Das Geschenk

    Das Geschenk

    Kobi Yamada

    Adeli

    Adrian-Verlag

    Ohne Altersempfehlung

    Die Zarten Farben und die goldene Schrift auf dem Cover sprechen mich sehr an. An einem Morgen findet die kleine „Entdeckerin“ ein Bonbonschale in ihrem Zimmer. Als sie ein Bonbon in den Mund steckt, schmeckt sie „das Wunderbarste, dass sie je gekostet hatte.“
    Auf dem Bild ist alles abgebildet, was den Geschmack ausmacht. Doch noch ein Bonbon kann das Mädchen nicht aus der Schale bekommen. Sie konnte sich nicht über das gegessene Bonbon freuen, sondern ärgerte sich und „Tat sich selbst leid.“
    mehr oder weniger lesen
    Das Mädchen macht sich am nächsten Tag mit dem Werkzeugkoffer auf den Weg, doch wieder lässt sich die Schale öffnen und sie kann ein Bonbon essen. So geht es einige Tage und er Geschmack ist immer besonders und einzigartig. Schließlich begreift das Mädchen, dass jeden Tag ein Bonbon für die bereit liegt. „Jeder Tag ist ein Geschenk… mit ein bisschen Magie. Es liegt an uns, zu genießen, zu schmecken, zu erleben.“
    
    Poetische leichte Texte und dazu passend die zarten Farben der Bilder. Ein leises Buch zum Innehalten.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Jeden Tag Spaghetti – Wie es sich anfühlt von hier zu sein, aber irgendwie auch nicht

    Jeden Tag Spaghetti – Wie es sich anfühlt von hier zu sein, aber irgendwie auch nicht

    Lucia Zamolo

    Bohem

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Nominiert für den Jugendliteraturpreis 2023

    Die Frage nach dem Woher, die Menschen mit Migrationshintergrund oft beantworten müssen, ist Thema dieses Buches. Auch ich habe diese Frage oft auf der Zunge und ich bin der Meinung, ich stelle sie aus Interesse an der gefragten Person. Hier erfahre ich aber, was diese „gut gemeinte!“ Frage bewirkt. Im Buch wird die Frage aufgrund des italienischen Namens gestellt. Die Antwort, die Lucia meint geben zu müssen, lautet „Mein Vater ist aus Italien.“ Aber diese Auskunft führt nur zu anderen Vorurteilen, zu anderen Schubladen.
    mehr oder weniger lesen
    Da geht es um italienisch Kochen können, um einen dunklen Teint und viele andere Dinge, die wir uns bei diesem Herkunftsland einfallen.
    Das Buch ist in handschriftlich mit Bleistiftschrift geschrieben, zu mindestens sieht es so aus. Dadurch wirkt es auf mich sehr persönlich, da ist die Schrift manchmal huckelig und manches wurde überschrieben und verbessert. Das macht es sehr authentisch und irgendwie liebenswert. 
    
    Dieses Buch hat mir klarer gemacht, weshalb die Frage nach dem Woher nicht gestellt werden sollte, als sachlichere Bücher, die sich damit beschäftigen. Hier berichtet ein Mädchen von ihren Erfahrungen und da kann ich sehr gut nachempfinden, was sie an dieser Frage stört und welche Folgen sie hat.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Furzipups und Rüdiger Rülps-Rüssel

    Furzipups und Rüdiger Rülps-Rüssel

    Kai Lüftner

    Wiebke Rauers

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Der dritte Band um Furzipups ist passend zu Rüdigers Problem mit einem Rülps-Botton ausgestattet. Furzipups, der Knatterdrache und das Huhn Hicksi werden von einem unbekannten Geräusch aufgeschreckt. Hinter dem schön gemalten Vulkan taucht ein Tier mit langen zotteligen Haaren auf. Es handelt sich um Rüdiger, dass Mamut. Rüdiger frisst alles auf, was im Tal wächst, und ist nicht zu bremsen. Allerdings sind seine Rülpser, die er immer wieder ausstößt, sehr laut. „Das schaut fast erschrocken mit großer Pupille und dann… zerreißt ein Rülpser die Stille“. Die Freunde meinen, „so kann es nicht weitergehen“ und Furzi hat schon einen Plan.
    mehr oder weniger lesen
    Er fängt an im Takt  zu furzen und Hicksi fällt mit ihren Hicksern mit ein. Da wird auch „Rüdiger vom Beat gepackt und kaut nun im Dreivierteltakt.“ 
    So hält die gemeinsame Musik Rüdiger vom Fressen ab.
    
    Die Bilder des Buches sind wieder bunt und lustig gezeichnet. Der großäugige Rüdiger schaut sehr behäbig aus. Der gereimte Text hakt im Vergleich zu den Vorgängerbücher manchmal ein wenig.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Guck mal, wer da ist! – Im Vogelnest

    Guck mal, wer da ist! – Im Vogelnest

    Anna Milbourne

    Stephanie Fizer Coleman

    Usborne

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ein stabiles Pappbilderbuch mit einigen Klappen, die zu öffnen den Kindern besonderen Spaß macht. Es ist Frühling und die Vögel bauen ihr Nest und brüten. Unter der Klappe sehen wir die ersten Eier. Mit einem „Knack“ brechen sie auf und wir können unter der Klappe die jungen Vögel sehen, die von ihren Eltern gefüttert werden. Es gibt auch viele Arten von Nestern z.B. ganz kleine für Kolibris. Enten bauen ihre Nester am Teichufer und Flamingonester sind aus Schlamm gebaut. Bei den Webervögeln wohnen alle zusammen in einem Riesennest.
    mehr oder weniger lesen
    Pinguine brüten auf ihren Füssen und manchmal wohnen auch Eichhörnchen in den Nestern. 
    Auf den Bildern gibt es viel zu entdecken, da ist auch eine Raupe oder ein Marienkäfer unterwegs. Aber das Schönste sind die vielen Klappen, die immer etwas Wissenswertes verbergen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Rot, blau, grün, gelb – So bunt ist die Welt

    Rot, blau, grün, gelb – So bunt ist die Welt

    Fee Krämer

    Heike Vogel

    esslinger

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Dieses Pappbilderbuch eignet sich ganz hervorragend zum Erlernen der Farben.
    Der Text reimt sich und jede Seite beginnt mit einem Vierzeiler zur abgebildeten Szene. Die Hundekinder sitzen am Frühstückstisch und es werden gelbe Dinge gesucht. Vier Dinge sind gelb und sollen entdeckt werden. Danach kann man unten auf der Seite in ein Loch pusten, dann gehen die Lichter zu den gelben Dingen an und man weiß, ob man alles richtig hatte.
    Im Morgenkreis werden grüne Sachen gesucht, im Park Rote und beim zu Bett gehen Blaue.
    mehr oder weniger lesen
    Da es auf jeder Seite ein Aussparung gibt, kann man immer wieder pusten und dieselben Lichter anschalten.
    
    Es ist sehr schön, dass das Pusten bei diesem Buch so gut klappt. Selbst kleine Kinder schaffen es, das Licht anzuschalten. Die gereimten Vierzeiler sind einfach und die Bilder zeigen Tiere in menschlicher Kleidung. Trotzdem eine schöne Art, Farben zu erlernen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Dieses Buch ist leer

    Dieses Buch ist leer

    Daniel Fehr

    Lindsey Thomas

    Penguin Junior

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Was macht man mit einem leeren Buch? Natürlich schaut man neugierig hinein. Und auf der ersten Seite steht nochmals, dass es „wirklich leer“ ist. Wenn man die Seite nochmals aufklappt, ist hinter der Seite auch nur Leere zu sehen. Anders auf der nächsten Seite, dort taucht eine einzelner niedlicher Hamster auf. Dann folgen drei Hamster, „Aber die sind hinter der Klappe“ Aber auch dass ändert sich. Es tauchen zwölf Hamster auf, die teilweise sehr aktiv sind. Als noch ein Vogel in dem leeren Buch erscheint, machen wir uns Sorgen um die Hamster, aber denen kann nichts passieren, weil das Buch ja leer ist.
    mehr oder weniger lesen
    Ein toller Spaß, mein Enkel und ich haben laut gelacht über diesen Nonsens. Die Buchhändlerin, bei der ich das Buch bestellt habe, hat es auch gleich nachbestellt, weil sie es so gut gemacht fand.
    
    Das Buch hat wenig Text und niedliche Bilder und ganz viel Humor, der bei unserer Familie, auch bei den Erwachsenen, sehr gut ankommt.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Grimm und Möhrchen machen Pause von zu Hause

    Grimm und Möhrchen machen Pause von zu Hause

    Stephanie Schneider

    Illustriert von Stefanie Scharnberg

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Der dritte Band vom kleinen Zesel wird von Musik begleitet. So kann man ganz vorne im Buch mittels QR-Code ein Lied herunterladen und den Text ablesen. Der Refrain entspricht dem Untertitel des Buches und das Lied kann man schnell mitsingen. Im Laufe des Buches wird es immer mal wieder angestimmt.
    Leider hat das Zesel am Anfang des Buches schlechte Laune. Lustlos sitzt es am Frühstückstisch. Doch Grimm findet feinfühlig heraus, dass Möhrchen einfach nur eine „Pause von zu Hause“ benötigt.
    So packen die beiden ihre Sachen zusammen und machen ihr „blaues Wunder“, eine kleines dunkelblaues Wohnmobil, reisefertig.
    mehr oder weniger lesen
    Dann noch schnell eine Information für die Freunde und schon geht es los. Leider gibt es ein kleines Missverständnis. Grimm besitzt eine Sammlung Postkarten und als er das Zesel beauftragt, eine Landkarte mitzunehmen, packt dieser einige der schönsten Postkarten ein. Als Grimm feststellt, dass sie keine Landkarte dabei haben, nimmt er es wie immer mit Humor und das Zesel hängt die Postkarten auf und sie finden so ihr Ziel, das Meer.
    
    Wieder ist das Buch mit den zwei Lesebändchen ausgestattet, die uns an den Zeselschwanz erinnern.  Es gibt wieder herrliche Wortschöpfungen, so nimmt Möhrchen seinen Nudelschlagzeugtopf mit, damit er jederzeit damit Musik machen kann. Als Möhrchen traurig wird, weil er seine Freunde zu Hause vermisst, wird das als Reimweh diagnostiziert und er schreibt ein kleines Gedicht für seine Freunde daheim.
    
    Ich bin von diesem dritten Band genauso begeistert wie von den Vorgängerbüchern. Diese erfrischende Geschichte der beiden Freunde, die mit so wundervollen Bildern ausgestattet ist, muss man einfach mögen und ganz oft vorlesen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Der Grolltroll … ist eifersüchtig

    Der Grolltroll … ist eifersüchtig

    Barbara van den Speulhof

    Stephan Pricken

    Coppenrath by aprilkind

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Mit verschränkten Armen und den Blick zur Seite ist der Grolltroll auf dem Cover abgebildet. Wenn da mal nicht einer beleidigt ist? Wir alle vorherigen Bücher beginnt der Text mit dem Weg zum Grolltroll. Er sitzt mit seinen Freunden an einem geflickten Planschbecken und überlegt einen Pool zu bauen. Natürlich einen Pool mit allen Schikanen, doch trotz Hilfe der Freunde klappt es nicht. Da taucht der Biber auf, der bekanntlich ein guter Baumeister ist. Schon dieses Lob stößt unserem kleinen blauen Freund böse auf. So machen sich die Freunde auf, um den Pool des Bibers anzuschauen.
    mehr oder weniger lesen
    „Der Biber, immer nur der Biber!“ denkt der Grolltroll und will wieder seinen Kopf durchsetzen. Zunächst wirkt die „Burg“ des Bibers sehr enttäuschend, aber wenn wir die Doppelseite öffnen, sehen wir eine echte Luxusbleibe. Auch der Pool ist riesig und mit Loopingrutsche angelegt. Jetzt geht wieder das grummelnde Gefühl im Bauch des Trolls los, denn er kann das berechtigte Lob für den Biber nicht ertragen. Aber am Ende wird natürlich alles wieder gut.
    
    Wie schön, dass die Qualität der Geschichten auch beim sechsten Band nicht nachgelassen hat. Wer kennt es nicht, dieses Gefühl, wenn man plötzlich ein anderen besser ist und im Vordergrund steht? Dieses Gefühl wird hier kindgerecht beschrieben und mit wundervollen Bilder untermalt.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Geburtstag in Wimmlingen

    Geburtstag in Wimmlingen

    Rotraut Susanne Berner

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Im Frühling wird der Junge fünf Jahre alt und er darf seine fünf Freunde einladen. Zunächst sehen wir ihn im Garten und dort gibt es einiges anzuschauen. 
    Die Freunde machen sich auf den Weg und laufen hintereinander mit ihren Geschenken, nur Ina fährt Rad. Begleitet werden sie von ihren Tieren. 
    Als alle an der Geburtstagstafel sitzen, wird der Himmel grau und ein Wind kommt auf. So eilen alle ins Zelt, dass Oliver aufgestellt hat. Drinnen ist es dämmerig, aber wir können erkennen, dass alle etwas essen. 
    mehr oder weniger lesen
    Als sie wieder herauskommen, haben sich die Tiere auch etwas zu Essen mitgenommen. Am Ende wird die ganze Gesellschaft fotografiert.
    Die Reime lassen sich wunderbar lesen und auf den altmodisch anmutenden Bilder gibt es viel zu entdecken. Ein wundervolle Pappbilderbuch zum Thema Geburtstag.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Woher kommt die Liebe?

    Woher kommt die Liebe?

    Daniela Kulot

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    In diesem Buch, dass nun als Pappbilderbuch erschienen ist, geht es um eine wichtige Frage. Die drei tierischen Freunde, Eichhörnchen, Elch und Ente machen sich auf den Weg und fragen viel andere. Zunächst meinen die Schwäne, die Liebe komme aus dem Herzen und bilden mit ihren Hälsen ein Herz. Die Vögel meinen sie komme aus der Seele, der alte Baum meint sie fiel vom Himmel, aber wir sehen nur den Regen herunterfallen. Regenwurm, Affe und die Blume, alle geben eine Antwort. Der Fischschwarm, meint sie komme aus der Gemeinschaft und auch sie bilden alle zusammen ein Herz.
    mehr oder weniger lesen
    Känguru und Schmetterlinge finden die Liebe komme aus dem Bauch. Doch die Freunde spüren da nur Hunger, Durst und sogar Bauchweh. „Vielleicht muss man ja nicht alles verstehen…“ sagt am Ende der Elch.
    
    Ein Buch, dass mit der ständig wiederholten Frage bei den Kindern gut ankommt. Vielleicht finden sie sogar eine andere Antwort, wer weiß? Auf den schönen Bildern gibt es viel zu entdecken und das Buch wird sicher oft vorgelesen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Mein verrücktes Pop-Up-Klappbuch – Achtung, Dinobande!

    Mein verrücktes Pop-Up-Klappbuch – Achtung, Dinobande!

    Sam Taplin

    Fred Blunt

    Usborne

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ich kann gar nicht zählen, wie oft ich dieses irre Buch meinen Enkeln schon vorgelesen haben. Immer wieder kommt die Aufforderung „Noch mal!“
    Auf allen Seiten werden die Kinder gewarnt, sie sollten das Haus oder das Zimmer nicht betreten, weil „Timo Rex“ dort wohne. Zunächst soll auf keinen Fall eine Türe im Flur unter der Treppe geöffnet werden. Aber trotz aller Warnung macht das Kind sie auf und findet dahinter einen Dino, der mit einem Staubsauger den Schrank teilt. Im Wohnzimmer soll der Flügel auf keinen Fall geöffnet werden. Auch darin sitzen Saurier. Ebenso im Kühlschrank; der Triceratops hat hier schon ein richtiges Chaos angestellt.
    mehr oder weniger lesen
    Auch hinter dem Duschvorhang befinden sich kleine Saurier. Auf der letzten Seite sieht man die ganze Dinos und damit verbunden die Frage, wer sie frei gelassen habe. „Warst das etwas DU?“ Was die Kinder oft treuherzig mit einem Grinsen bejahen. 
    
    Alle Dinos sind Pop-Up-Figuren und steigen aus dem Bild, was das Lesen noch einmal toller macht. Der Text besteht aus Befehlen und Schimpfen, so kann man beim Vorlesen alles geben. Einfach eine richtig Gaudi! Besonders für Dino-Fans, aber nicht nur.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Emily Seymor – Totenbeschwörung für Anfänger

    Emily Seymor – Totenbeschwörung für Anfänger

    Jennifer Alice Jager

    Ravensburger

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Emily Seymour ist nicht wie alle anderen, denn ihre Familie steht quasi nur aus Nekromanten, aus Totenbeschwörern. Nur Emily scheint diese Gabe nicht geerbt zu haben, sodass sie innerhalb der Familie auch nicht recht dazu gehören mag. Als der Sohn der verfeindeten Nekromantie-Dynastie der Goodwins auftaucht, um die Fehde zwischen den Familien endgültig zu beenden, findet Emily sofort Gefallen an ihm. Doch anstatt den Frieden zu besiegeln, stirbt Ashton. Ausgerechnet Emily soll die Schuldige sein. Bei ihrer Suche nach einer Lösung findet sie allerdings viele weitere Probleme, die ihre Familiengeschichte für immer ändern werden.
    mehr oder weniger lesen
    Angelehnt an die Bezeichnung “Romantasy”, geht es hier zum einen um die romantische Beziehung, die sich zunächst zwischen Emily und Ashton anbahnt, zum anderen um die Fantasy-Welt, in der die beiden leben. In dieser existieren nicht nur Nekromanten, sondern auch weitere Wesen voller Magie und man kann durch Raum und Zeit reisen.
    Die Fantasie, die bei der Kreation dieser erzählten Welt erforderlich war, muss grenzenlos sein, jedoch ist es eigentlich zu viel. Die Wesen werden eingeworfen, ohne sonderlich viel beizutragen, manche Elemente heben sich eher auf, statt sich zu ergänzen und machen den Plot unübersichtlich und unwahrscheinlicher. Bei Fantasy lauert oft die Gefahr, sich einfach das nächste magische Element auszudenken.
    
    Auch andere Teile der Erzählung wirken zu einfach. So findet Emily sehr viel durch Tagebucheinträge ihres Großvaters heraus - diese muss sie natürlich nicht lange suchen und liefern direkte Antworten. 
    Die Liebesgeschichte könnte man vielleicht gerade als Teenager als ganz süß empfinden, sonderlich vorbildlich ist Emilys Anziehung zu dem ablehnenden Ashton jedoch nicht. Auch dass sie so viel aufgibt, um ihn zu retten, spricht zwar für sie, sorgt allerdings für wenig Ausgeglichenheit zwischen den beiden.
    
    Eine theoretisch spannende Welt, irgendwo zwischen Addams Family und Rubinrot von Kerstin Gier, leider fehlt es zu sehr an einer gewissen Erzähllogik. Wer viel Fantasy auf einmal braucht und davon nicht genug bekommt, wird sicher Gefallen an dem Buch finden.
    
    Raphaela Brosseron
  • Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der seine Schnuffeldecke verloren hat

    Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der seine Schnuffeldecke verloren hat

    Sabine Bohlmann

    Kerstin Schoene

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Wieder einmal erlebt unser kleiner Siebenschläfer mit seinen Freuden ein Abenteuer. Sein Tag hat nicht so sehr gut begonnen und so sehnt er sich nach seiner Kuscheldecke zurück. Leider muss er feststellen, dass seine Deck nicht mehr dort liegt, wo er sie heute Morgen hat liegen lassen. Schnell raus und nach ihr rufen, dass bringt seinen Freund die Haselmaus auf den Plan. Er weiß, es geht um „Deine geliebte Schnuffeldecke? Die, die so schnuffelt und knuffelt und Punkte hat?“ Schnell sind auch alle anderen Tiere bereit zu suchen. Sie hören und fühlen und suchen überall.
    mehr oder weniger lesen
    Igel und Stinktier bieten sich als Ersatz an, der Versuch die Decke durch Federn und Blättern zu ersetzen scheitert auch. Da taucht Mama auf und kann alle beruhigen, sie hat die Decke gewaschen. Aber dass entsetzt den kleinen Siebenschläfer völlig. Der Geruch und die Gebrauchsspuren haben doch seine Schnuffeldecke ausgemacht. Aber wieder wissen die Freunde Rat und durch ihre Unterstützung wird alles wieder gut und sogar noch besser.
    
    Die Geschichten nutzen sich zum Glück auch nicht ab, sondern werden immer besser. Als Siebenschläfer-Fan muss man das Buch auf jeden Fall lesen.
    
    Dagmar Mägdefrau