• Ab in die Berge – Das Wimmelbuch

    Ab in die Berge – Das Wimmelbuch

    Lisa Manneh

    Tyrolia

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Für das Anschauen des Covers kann man reichlich Zeit aufwenden und dann wird man immer wieder noch etwas entdecken, so viel ist dort zu sehen. Vom Bahnhof über eine Dorf und einen Staudamm geht es bis ins Hochgebirge. Und überall sind Menschen unterwegs, daneben gibt es auch viele Tiere zu entdecken.
    Die Ankunft am Bahnhof und die ersten Wege durch die Wiesen zeigt die erste Doppelseite. Da plätschert ein Bach und die Ziegen springen auf der Weide umher. Radfahrer, einer nutzt sogar ein Liegerad, Wanderer, Kletterer und viele Kinder zieht es in die Berge.
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    Waldarbeiter, Kinder, die einen Bach stauen, eine grillende Familie, die das Verbotsschild missachtet und Nutzvieh sind einige der Figuren der nächsten Seite. Links oben kommt die Wirtin mit den Bierkrügen aus dem Haus und links unten küsst sich ein Paar. Daneben wieder viele Kinder, die zu beobachten sehr interessant ist. Danach erreichen wir einen Gletscher, Bergsteiger und Gämsen stehen auf dem Felsen und ein Weg führt zum Gipfelkreuz. Auf der Terrasse des Bergrestaurants zeigt der Koch den Kindern die Aussicht, ein nackter Mann läuft einem Kleiderdieb nach und Kinder sitzen im Kreis auf der Wiese und spielen Karten. Langsam wird es später, es werden noch Blumen gepflückt und sich ausgeruht, aber ein Jogger läuft mit hochrotem Kopf noch den Berg hinauf. Dann ist es dunkel, es sind viel Tiere zu sehen, die erst jetzt herauskommen und drei Wanderer sind noch mit Stirnlampen unterwegs. 
    
    Das Buch umfasst wohl alle Möglichkeiten, die ein Urlaub in den Bergen bieten kann. Ich denke um alles gesehen zu haben, was diese tollen Bilder zeigen, kann man das Buch über Jahre anschauen. Die Darstellungen sind etwas kleiner, deshalb passt so viel auf die Bilder.
    
    Ich freuen mich schon auf unseren nächsten Österreichurlaub, auf den ich die Enkel mit diesem Buch einstimmen werde. Aber wir schauen auch jetzt schon rein und erinnern uns an das letzte Jahr in den Bergen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wenn die Tiere schlafen gehen – Ein besonderes Gute-Nacht-Buch mit Atemübungen zum Einschlafen

    Wenn die Tiere schlafen gehen – Ein besonderes Gute-Nacht-Buch mit Atemübungen zum Einschlafen

    Emma Drage

    Carmen Saldana

    DK

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Friedlich schlafend sehen wir die Tiere auf dem Cover. Dani Binnington, dein Gesundheitsexpertin und Yogalehrerin hat das Vorwort geschrieben und rät uns „diesen besonderen Moment zu genießen.“ 
    In der Abendsonne sitzt der Löwe auf einem Felsen, der Text beginnt, wie alle folgenden Seiten mit „Gute Nacht“, es folgt eine kurze Beschreibung der Situation und dann werden wir aufgefordert. “Atme in den Bauch ein. Atme langsam wieder aus, lass den Tag hinter dir.“ 
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    Auf den nächsten Seiten ist der Aufbau gleich, immer endet er mit der Aufforderung zu atmen und anderen Wünsche wie „Flüstere dir selbst etwas Schönes zu.“
    So wünschen wir dem Adler, dem Papageien, dem kleinen Affen und vielen anderen Dschungeltieren eine gute Nacht, atmen und werden ruhig. Zuletzt sehen wir eine Walmutter mit ihrem Jungen, „Wie kleine Wellen rollt der Schlaf über deinen Körper.“ 
    
    Die Bilder sind kräftig und doch sehr poetisch gemalt, die Texte durch die Wiederholung beruhigend.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass die Kinder ein solches Buch vor dem Schlafen gehen genießen werden und danach gut einschlafen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Die Wunderzwillinge – Rätselhafte Entführung

    Die Wunderzwillinge – Rätselhafte Entführung

    Klaus-Peter Wolf

    Franziska Harvey

    Jumbo

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Diesmal ist es kein Ostfriesenkrimi, diesmal spielt die Geschichte in Freiburg. Die Zwillinge heißen Leonie und Laura und gleich zu Beginn des Buches werden sie uns vorgestellt. 
    Leonie klettert gerne und dabei achtet sie nicht auf ihre Kleidung. Laura möchte Geheimagentin werden und „liest echt viel.“ Laura erwacht mit einem unguten Gefühl und leider passieren dann auch beängstigende Dinge, so wird ihr Vater festgenommen. 
    Ein entführter Mitschüler wurde gegen eine Lösegeldzahlung frei gelassen.
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    Jetzt steht Papa Wunder im Fokus der Ermittlungen und das Haus wird observiert. Kommissar Schimunski, der meist mit Schimanski angesprochen wird, hat sich da so einiges zusammengereimt. So bekommt Paul Omonsky den Auftrag, die Zwillinge zu beschatten. Doch die Mädchen entdecken ihn schnell und führen ihn richtig vor. 
    
    Ein flott erzählte Geschichte mit viel Witz, ziemlich blöden Polizisten und cleveren Zwillingsmädchen.  Die Bilder, die das Buch wunderbar ergänzen, lockern zusätzlich auf. Das ist sicher ein gelungener Start einer Krimireihe für Grundschüler, denn von Leonie und Laura will jeder gerne noch mehr lesen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wo kommst du her, kleiner Schmetterling? – Mein Pop-up-Buch zum Staunen

    Wo kommst du her, kleiner Schmetterling? – Mein Pop-up-Buch zum Staunen

    Illustriert von Sofroniou

    DK

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Pop-up-Bücher sind immer etwas besonders und fast alle Kinder kennen „Die Raupe Nimmersatt“. Auf der ersten Seite sehen wir die Schmetterlinge und beim Öffnen tauchen noch einige dreidimensional auf. Dazu öffnen wir die rechte Seite noch einmal. „Schau mal hinter den Blumen nach!“ „Was passiert mit den Eiern?“ ist die Frage auf der nächsten Seite und wir sehen die Raupe schlüpfen. Die Blätter haben Löcher und die kleine Raupe, frisst schnell weiter. Dann verpuppt sie sich und schlüpft aus fertiger lila Schmetterling. 
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    Der Werdegang vom Ei zum Schmetterling ist in realistischen Bildern gezeichnet und durch das Aufstellen hat das Buch eine ganz wunderbare Wirkung.
    
    Der Text ist auf jeder Seite ein Vierzeiler und dann gibt es noch die Fragen, die neugierige Kinder gerne hören. Das Buch macht mit trotz der Pop-up-Bilder einen recht stabilen Eindruck.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Max und die Superhelden

    Max und die Superhelden

    Rocio Bonilla

    Oriol Malet

    Jumbo

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Der kleine Max schaut mit seinen großen Augen Comics und ganz besonders liebt er Superhelden, doch die Heldin mit Maske und Umhang kenne ich noch nicht.
    Max spielt im Kinderzimmer mit seinen Heldenfiguren und verkleidet sich selbst als Superheld. Damit benimmt er sich wie die meisten Kinder in seinem Alter. An einer Bushaltestelle sprechen sie darüber welcher Held ihnen am besten gefällt und zu Hause unterm Tisch liest Max die neuesten Superhelden-Hefte. 
    „Mega Power“ ist seine Lieblingsheldin, sie ist technisch versiert, mutig, klug und kann mit ihrer Supersehkraft durch Wände schauen.
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    Sie ist „unvorstellbar stark“ und kann sogar fliegen. Nach all den tollen Abenteuerbildern geht es zurück in Max zu Hause und da sehen wir „Mega Power“ in der Küche, beim Spiel mit den Kindern und die Katze vom Regal herunterheben. Und zum Ende zieht sie ihr Mama-Kostüm an und gibt Max einen Gute-Nacht-Kuss.
    Wie schon, denkt ja jede Mama und Oma, so eine wundervolle Superheldin. 
    
    Die Geschichte kommt mit kurzen Texten aus und hat Bilder, die mich begeistern.
    Meinem Enkel gefällt das Buch auch, ich hatte schon Sorge, dass er eine solche Superfrau nicht zu seiner Heldensammlung passt.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Der kleine Ritter Kackebart – Es ist gut, anders zu sein

    Der kleine Ritter Kackebart – Es ist gut, anders zu sein

    David Safier

    Oliver Kurth

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Vielleicht bin ich ja ein wenig empfindlich, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vor stellen mit Leuten  zu verkehren, die Kacke im Bart haben und sie zu küssen würde bei mir nur eine schreckliches Würgen hervorrufen.
    Mir ist ganz klar, dass Kinder das Wort „Kacke“ in einem bestimmten Alter lieben und es gerne immer wieder aussprechen. Aber dass es ein Buch geben muss in dem es eine ganze Familie, vom Baby bis zum Greis gibt, die Bärte tragen indem sich Kackestückchen befinden. 
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    Der kleine Junge, der so gerne ein Ritter sein möchte, reitet auf seinem Einhorn, das eine Windel trägt (daher kann die Kacke dann wohl nicht kommen oder gerade?), ins Schloss zum Turnier. Doch die anderen Ritter lachen ihn aus und so kehrt er traurig zurück. Seine Familie erklärt ihm, dass es seine Vorteile habe, anders zu sein, aber er kann es nicht glauben.
    Als der rosa Drache Stinkerülps die Prinzessin entführt, hat nur der kleine Kackebart den Mut die Prinzessin zu befreien. Das gelingt ihm, weil er dem Drachen droht ihn mt Kacke zu bewerfen. So wird er zum Ritter und bekommt den versprochenen Kuss der Prinzessin. 
    
    Ich hoffe, die Kinder werden nicht zukünftig ihren Windelinhalt als Waffe benutzen. Ich werde das Buch auf jeden Fall nicht vorlesen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Die Einsamkeit der Astronauten

    Die Einsamkeit der Astronauten

    Stefan Beuse

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Mit 15 das Gefühl zu haben, nicht dazu zu gehören, ist vielleicht gar nicht so abwegig. Doch bei Jonah ist es mehr als das. Während die CoffeeCompany der Siedlung eine LoveCulture predigt, erfährt er wenig Liebe. Weder von seinen Eltern noch von seinen Mitschülern. Das ändert sich, als Lia in seine Klasse kommt und sich neben ihn setzt. Nicht nur seine Gefühle sind anders, seine Wahrnehmung der Siedlung passt sich an, Lia stellt nämlich Fragen: Zu dem “Kaffee”, den alle trinken, den Pillen, die jeder bekommt, den Bildschirmen mit persönlichen Nachrichten. Was, wenn nicht er der war, der nicht gepasst hat, sondern alle so manipuliert wurden, nichts mehr zu hinterfragen?
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    Gerade als er endlich einer Antwort auf sein Leben so nahesteht, verschwindet Lia und er muss sich vielen neuen Fragen stellen.
    Ziemlich rasant entwickelt sich die Geschichte von einer gesellschaftskritischen Dystopie in einen wirren Traum, der die Grenzen von Wahrheit und Lüge verschwimmen lässt. Beim Lesen kann man sich bis zuletzt nicht sicher sein, ob Jonah einfach nur verrückt ist, oder da wirklich was im Hintergrund läuft. Allein dadurch wird man auf nur 224 Seiten selber zum Teil dieses Systems aus Lügen, Geschichten und Wahrheit und stellt fest, dass man vielleicht doch manchmal die Perspektive eines Astronauten aus der Ferne braucht, um klar zu sehen. 
    
    Dieses Buch ist ein gelungener Mix aus dem Erzählen vom Fremd sein, jugendlichen Leichtsinn, Liebe, Freundschaft, aber auch Mut und Rebellion. Tatsächlich wurde der Autor durch einen Traum inspiriert, was sich in der kreativen Gestaltung seiner gesellschaftskritischen Erzählung widerspiegelt. 
    
    Raphaela Brosseron
  • Roarrr! – Theo Wutlöwe im Gefühls-Dschungel

    Roarrr! – Theo Wutlöwe im Gefühls-Dschungel

    Eva Hierteis

    Andreas Stegmaier

    Penguin Junior

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Theo hat einen schönen Turm aus Bausteinen gebaut, der aber leider umfällt. Theo wird immer wütender und wirft seine Spielsachen um sich. Doch dann sieht er, dass er sich in einen Löwen verwandelt hat und mitten im Dschungel steht. „Ein wilder, wütender Löwe!“ Das Bild zeigt einen Löwen, der sein Maul weit aufgerissen hat und brüllt. Da spricht ihn ein Papagei an und stellt sich als sein Begleiter vor. Leider weiß er auch nicht, wie man den Ausgang aus dem Dschungel findet. Dann treffen sei auf eine ängstliche Maus, die rät den Affen zu fragen.
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    Dann suchen sie alle nach dem Krokodil, dass in einer Grube sitzt und um Hilfe bittet. Alle zusammen könne, dank Theos guter Idee, das Tier befreien.
    Doch dann ist Theo plötzlich wieder zu Hause bei Papa, der gleiche Brille trägt, wie der Papagei. Die Wut ist vorbei und Theo ist wieder ein „SchmusLÖWE!“
    
    Diese Wut kennt jedes Kind und die löwenartigen Schreie sicher auch. Schön, wenn es hier eine Geschichte gibt in der Papa und alle Schmusetiere mitspielen und bei der Theo der Held sein kann.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Mein großes Soundbuch Vögel

    Mein großes Soundbuch Vögel

    Eva Wagner

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ich muss ja zu meiner Schande gestehen, dass ich nur wenige Vögel kenne. In diesem Buch sind 35 heimische Vögel abgebildet. Zu jedem finden wir einen kleinen Sachtext und zusätzlich können wir uns auch noch ihren Gesang anhören. Fünf Vögel sind auf jeder Seite zu entdecken. Man muss  auf der jeweiligen Seite einen roten Button aktiveren, dann kann man die Sounds der abgebildeten Vögel hören. 
    Die Vögel sind nach dem Alphabet geordnet, so kann man sie leicht finden. Der erste Vogel ist die Amsel. Die häufig vorkommende Blaumeise und die Elster sind zu hören, ebenso der große Fasan und der kleine Sperling.  
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    Aber auch die Haustaube , der Kuckuck, der Mäusebussard, das Rotkehlchen, die Stockente und am Ende der Zilpzalp.
    Im Text lesen wir, wie und wo die Vögel wohnen, wie sie nisten, was sie fressen und dass die abendliche Unterhaltung der Saatkrähe schon mal laut werden kann.
    
    Die Technik, mit der das Buch ausgestattet ist, funktioniert sehr gut und die Töne können leicht auch von kleinen Fingern ausgelöst werden. Die Batterien können ausgewechselt werden.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Niemand ist wie du Loulou

    Niemand ist wie du Loulou

    Yvonne Hergane

    Eleanor Sommer

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Loulou ist eine kleines Elefantenmädchen, dass nicht mit sich zufrieden ist. Sie findet nichts an ihr ist besonders. Sie nennt sich bei ihrer Vorstellung „Loulou Irrelefant“. Doch der Tukan weiß es besser und er findet viele Argumente, aber Loulou findet sie könne nur „stampfen und mampfen.“ Doch der Tukan macht sie auf ihre im Staub entstandenen Spuren aufmerksam. Aber ganz überzeugen kann er sie nicht. 
    Doch dann bereitet sie dem Tukan eine Dusche aus ihrem Rüssel und föhnt ihn mit der Bewegung ihrer Ohren wieder trocken.
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    Als sie ihn fragt „Na, wieder trocken?“ antwortet er „Das haut mich von den Socken!“ und diese Begeisterung gibt er an die anderen Tiere weiter. Die nehmen auch eine Elefantendusche und Loulou weiß nun „Ich kann, Tukan! Ich kann was!“ So ist Loulou am Ende des Buches mit ihrem Spiegelbild und mit sich zufrieden. „Das bin ich -darf ich vorstellen: ich bin Loulou die Große.“
    
    Schöne bunte Bilder mit einem Elefantenmädchen, dessen Gefühle sehr gut dargestellt werden. Es ist wieder eine Riesenfreude diesen Text zu lesen, da passt jedes Wort. Kleine Reime schleichen sich ein und Begriffe wie „Schlapperlappen“ für die großen Elefantenohren, sind wieder ein Spaß für sich. 
    Ein rundum schönes Bilderbuch, dass zeigt, dass wir alle etwas können und jeder von uns besonders ist.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Inspektor Möhre – Ein Fall für vier Hufe

    Inspektor Möhre – Ein Fall für vier Hufe

    Michaele Holzinger

    Katja Schmiedeskamp

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir das besonders kleine Pony namens Möhre, es trägt eine Sherlock-Mütze und ist ein guter Detektiv. Auf der letzten Seite verrät es uns den Geheimcode, mit dem er sich sehr gut mitteilen kann. Danach stellen sich mit kleinen Steckbriefen die Apfeldetektive vor.
    Wie schon erwähnt ist Möhre ein sehr kleines Pony und kann deshalb nicht geritten werden. Es lebt auf dem Pfannkuchenhof von Oma Astrid und am Abend schauen die beiden zusammen fern. Tagsüber geht Möhre gerne auf den Schulhof und weil sie in den Klassenraum schauen kann, erfährt sie vieles, was in der Klasse besprochen wird.
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    So hat Möhre lesen und rechnen gelernt. Oma Astrid backt leckeren Apfelkuchen, denn auf ihrem Hof gibt es viele Apfelbäume. Doch der frisch gebackene Apfelkuchen steht nicht mehr zum Auskühlen auf der Anrichte, er ist verschwunden. Ihr Neffe Guido unterstellt ihr, dass sie tüttelig sei und nicht mehr wüsste, was sie tue. Er findet, der große Hof ist zu viel Arbeit für die alte Frau. Greta, Wolke und Hennes, die gerne auf Oma Hof spielen, lernen einen neuen Mitschüler namens Jasper kennen und müssen erfahren, dass er mit seiner Familie in die alte Mühle gezogen ist. Die Mühle war bisher der Lieblingstreffpunkt der Kinder. Mit dem neuen Mitschüler fällt auch der geplante Ausflug aus, weil der Kleinbus zu wenig Sitze hat. 
    Die drei Freunde wollen Oma Astrid, die meint, sie sähe Gespenster, helfen und nennen sich nun die Apfeldetektive. Doch leider verrennen sie sich in die Idee, dass Jasper der Schuldige sein soll. Doch das kleine Pony hört und sieht vieles und es kann am Ende den Kindern Tipps geben. Wie, dass kann man am Ende des Buches erfahren.
    
    Was mir sehr gut gefällt, ist, dass Möhre nicht spricht, aber sich trotzdem mitteilen kann. So wird es natürlich Mitglied der Apfeldetektive und bekommt den Rang eines Inspektors. 
    14 kurze Kapitel, viele Bilder und eine nette Truppe, alles in allem ein toller Kinderkrimi. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Jahr im Garten

    Ein Jahr im Garten

    Kay Maguire

    Sally Soweol Han

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    „Hast du schon einmal deine Hände in die Erde gesteckt?“ mit dieser Frage geht es los, aber dieses Vorwort warnt auch vor giftigen Pflanzen. Zunächst wird das Werkzeug abgebildet und erklärt, dann sehen wir, wie man den Samen in die Erde bringt. 
    Dann startet das Buch mit Charlotte und Ben im Januar im verschneiten Garten. Sechs Dinge machen aber trotzdem Spaß, so kann man Meisenknödel aufhängen. Im Februar verabschieden wir uns vom Winter, die ersten Blumen kommen aus der Erde, da kann man leicht Schneeglöckchen finden.
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    Ab März kann man dann schon pflanzen. Charlotte setzt Kartoffeln in die Erde. Im April ist schon einiges in den Beeten und die Kartoffeln zeigen erste Blättchen. Im Mai blüht schon der Apfelbaum und in den Beeten ist das Gemüse wie Blumenkohl zu erkennen. Im Juni kann man schon das erste selbstgeerntete Gemüse genießen. Aber man sollte sich auch die Zeit nehmen und mal an den Blumen riechen. Im Juli und August wird noch einiges reif, im September kann man dann die Äpfel pflücken. Aber man muss sich jetzt auch auf den Winter vorbereiten, denn im Oktober kann der erste Frost kommen. Jetzt fallen auch die ersten Blätter von den Bäumen. Im November setzt man die Zwiebeln für die Frühlingsblumen. Dann ist das Jahr vorbei und wir können nur noch an Wasser für die Vögel denken. Hier gibt es einen Tipp, „schwimmt ein Apfel darin, gefriert das Wasser nicht.“
    
    Tolle Anregungen für kleine Gärtner, aber auch schön anzusehen, wenn man keinen eigenen Garten hat. Vor allem die Rubrik „Was macht jetzt Spaß im Garten“ bringt viele schöne Anregungen. Ein Achtzeiler erklärt die Situation in den Monaten. Die Bilder ergänzen alles sehr schön.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Mein Elefant ist traurig

    Mein Elefant ist traurig

    Melinda Szymnik

    Vasanti Unke

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    In dem Kinderbuch „Der Elefant“ sieht das Mädchen die Depression des Vater als „Grauen Elefanten“. Hier setzt sich eine großer blauer Elefant auf die Brust des erzählenden Mädchens. Als sie aufwachte, war er da und „Ich konnte nicht aufstehen, nicht sprechen und bekam keine Luft.“  Der Elefant stellt sich als „Blau, der traurige Elefant“ vor und er sitz ständig auf der Brust des Mädchens, keiner kann ihn dort herunterholen. Bücher, die die Mutter liest und Experten, die der Vater fragt, bewirken nichts. Das Kind hat keine Lust und keinen Appetit, nicht mal auf Schokolade.
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    Doch dann kommt der Vorschlag spazieren zu gehen. Da stellt der Elefant sich endlich auf zwei Beine, im Laufe der nächsten Tage löst er sich immer mehr von dem Mädchen und die beiden benehmen sich fast wie Freunde. 
    Da geschieht es, die Rüsselspitze wird rosa, ein Zeichen dafür, dass das Tier fröhlich ist. 
    Diese schreckliche Traurigkeit, die auch Kinder befällt, als Tier zu sehen ist nichts Neues. 
    
    Das Buch erklärt in kurzen Sätzen und mit einfachen Bildern die Situation des Kindes und gibt Hoffnung auf Besserung.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Mein buntes Quiz – Der Bauernhof

    Mein buntes Quiz – Der Bauernhof

    Nastja Holtfreter

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Ich konnte es mir nicht so richtig vorstellen, wie das gehen soll ein Quiz für Kleinkinder? Doch auf die Frage „Welchen Tier gibt die Milch?“ kann man unter vier Tieren wählen, die auf der rechten Seite abgebildet sind. Der Bulle (finde ich schon schwierig), die Gans, das Ferkel oder die Kuh? Der Bauer hat, um auf dem Feld zu arbeiten ein Fahrrad, einen Hubschrauber, ein Auto oder einen Traktor zur Auswahl. Wer ist der Besitzer dieses Knochens? Welches Tier suhlt sich gerne um Schlamm? Welches Tier ist für Wolle da? (Eine eigenartige Fragestellung)
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    Was braucht man zum Brotbacken? Neben Getreide stehen auch Erben und Möhren zur Auswahl. Die letzte Frage ist einfach und eindeutig, „Wer steht auf dem Misthaufen und macht Kikeriki?“
    Die Lösung kann man immer oben in der Ecke der nächsten Seite sehen. Eine sehr schöne Idee. 
    
    Die Kinder können auf die Frage zunächst beantworten, indem sie die Bilder zeigen und später die Tiere benennen, das gefällt mir sehr gut, wie auch die klaren einfachen Bilder. 
    
    Dagmar Mägdefrau 
  • Toffee – Wie Glücklichsein von außen aussieht

    Toffee – Wie Glücklichsein von außen aussieht

    Sarah Crossan

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Ausgezeichnet mit dem LUCHS im Januar 2023

    Buch des Monats März 2023

    Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2024

    Auf den ersten Blick haben die ältere und demente Marla und die 15-Jährige Allison wenig gemeinsam. Doch eigentlich tun beide sich mit ihren Erinnerungen schwer, vor allem mit den schlimmen. 
    Allison weiß, dass die Erlebnisse zuhause mit ihrem Vater eigentlich niemand durchmachen sollte, weswegen sie vor ihm flüchtet. Sie hat aber trotzdem Probleme, alles richtig einzuordnen. Erst als sie Marla, die ihre Erinnerungen nur manchmal parat hat, trifft, gibt sie eine Antwort auf die Frage nach der Wunde auf ihrer Wange. 
    Ohne zu wissen, wohin sie nun soll, landet Allison zufällig bei der Seniorin.
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     Diese merkt gar nicht, wie sich Allison langsam in ihrem Haus einnistet und ihre Anwesenheit stört sie nur an schlechten Tagen. Wenn es gut läuft, hält Marla sie für Toffee, diese Rolle nimmt Allison gerne an und es entsteht eine Art Freundschaft, die beiden ergänzen und unterstützen sich auf eine ganz einzigartige Weise. 
    Genauso einzigartig wie der Inhalt, ist auch die sprachliche Gestaltung. In  Versen wie in einem Gedicht, das sich nicht reimt, wird viel gesagt, über den gewalttätigen Vater, die schwere Jugend und Marlas fehlende Erinnerung. Die kurzen Sätze passen perfekt zu Allison und ihrem inneren Durcheinander, aber auch zu Marla und ihrer einfachen Art, die Welt zu sehen.
    Die sprachliche Gestaltung wirkt erst ungewohnt, macht den Inhalt aber leicht verständlich und man liest sich schnell durch eine schöne Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft, die sich aus mehr als unschönen Umständen ergibt.
    
    Raphaela Brosseron
    
    Mit einer schweren Brandverletzung flieht Allison vor ihrem gewalttätigen Vater. Nach einer Nacht in einem Gartenhaus geht sie in Marlas Haus und die demente alte Frau hält sie für ihre Jugendfreundin Toffee, so kann sie dort ohne große Probleme wohnen. Es ist nicht immer einfach für die Jugendliche sich auf die alte Frau einzustellen, doch es entwickelt sich eine vertrauensvolle Freundschaft. Wir erfahren immer mehr  aus Allisons Leben, das sicher keine einfaches war. Und ausgerechnet Marla, die sie oft nicht erkennt oder sie eben für Toffee hält, gibt ihr Selbstvertrauen. Allison kümmert sich um die alte Frau und verhilft ihr zu fröhlichen Momenten, die in letzter Zeit für sie auch rar waren. Zusammen tanzen die beiden und haben dabei viel Spaß.
    Nach und nach erfahren wir wie Allison immer wieder versucht ihrem Vater zu gefallen und eine gute Tochter zu sein, leider ohne Erfolg. So ist ihre Flucht gut zu verstehen, obwohl die Entscheidung nicht einfach war. 
    Die Geschichte wird in ganz kurzen, manchmal nur einen Satz lagen Kapiteln erzählt. Kurze Sätze, wie ein Gedicht, geschrieben lassen sich leicht lesen und doch sagen sie so viel aus und können Allisons Gefühle so gut nachempfinden. Eine besonderes Buch, hervorragende Erzählkunst.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ein kleines Samenkorn – Wunder im Garten entdecken

    Ein kleines Samenkorn – Wunder im Garten entdecken

    Becky Davies

    Charlotte Pepper

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Diese Pappbilderbuch mit Klappen zeigt, wie aus dem Samenkorn eine Pflanze wird. Auf einer der ersten Klappen sehen wir den Löwenzahn und unter der Klappe die Pusteblume. Diese Verbindung gibt es auch für anderen Blumen. 
    Hinter den Blättern einer großen Blume werden Fragen wie „Was riechst du?“ oder „Kann man Blumen essen?“ beantwortet. Mit den kleinen Tieren, die unter der Erde wohnen, geht es weiter. Wie man Pflanzen selber ziehen kann, erklärt die nächste Seite.
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    Schöne Idee, Pflanzen in Konservendosen, Eierschalen oder Gummistiefeln heranzuziehen. Um das Bestäuben geht es dann und wir entdecken hinter den Klappen Samen z.B. des Kürbisses. Wo man überall gärtnern kann, sehen wir dann. Es geht durchaus auch in der Stadt in Gemeinschaftsgärten oder auf dem Balkon. Auch in der Wohnung gibt es einige  Blumen, wie wir hinter den Fensterklappen sehen können.  
    
    Ein schönes stabiles Buch mit Anregungen für die ganz kleinen Gärtner*innen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Mutich – Warum machen alle mit?

    Mutich – Warum machen alle mit?

    Hans-Jürgen van der Gieth

    Ulli Potowski

    BVK

    Verlagsempfehlung ab 4. Klasse

    Mutproben kennt jede und jeder aus der eigenen Kindheit, doch das Ausmaß, die diese hier einnehmen, hat einen modernen Einfluss: Die erfolgreiche Netflixserie “Squid Games”. Erwachsene spielen Spiele, doch es ist mehr als “nur ein Spiel”, denn der Verlierer wird getötet. Diesen gewaltvollen Inhalt der Spiele bringt Anführer Ben nun auch in seine Clique. Die Bestrafung soll eine Ohrfeige sein. Vor allem Paul muss darunter leiden. Alle anderen sind einfach froh, dass sie es nicht sind, obwohl auch sie eigentlich merken, dass das alles nicht so in Ordnung ist.
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    Selbst die Ohrfeigen reichen Ben nicht mehr, der mit ansteigendem Konsum der Serie immer mehr abzustumpfen scheint und die Situation spitzt sich dramatisch zu.
    Es wird sehr deutlich, dass die Bestrafung gerade für Paul nicht nur körperlichen Schmerz bedeutet. Die Scham treibt ihn immer mit in den Teufelskreis, in dem er sich Ben beweisen will, denn mit Erwachsenen reden kommt nicht in Frage. Die fehlenden Erwachsenen sind auch bei Ben ein ausschlaggebendes Problem, denn sie kontrollieren gar nicht, welch unpassende Serie Einfluss auf ihren Sohn übt.
    
    Van der Gieth schreibt in einem klaren und zugänglichen Stil, der es jungen Lesern leicht macht, sich in die Geschichte hineinzuversetzen. Obwohl die Kinder in dem Buch alle mitmachen, ahnen einige früh, dass das alles nicht in Ordnung ist. Diese Reflektionen wirken manchmal zu erwachsen und passen gar nicht zu dem sonstigen Verhalten. Trotzdem ist es wichtig, dass die Botschaft so klar formuliert wird: Gewalt hat bei Spielen nicht verloren und eine Serie, die uneingeschränkt zugänglich ist, kann einen immensen Einfluss auf ein Publikum haben, das eigentlich nicht die Zielgruppe sein sollte. Ein sehr dringliches Thema, mit passenden und gelungenen Illustrationen in eine Geschichte eingebettet.
    
    Raphaela Brosseron

    „Squid Game“ ist eine Netflix-Serie, in der Erwachsenen einfache Kinderspiele spielen und in der die Verlierer mit dem Tode bestraft werden. Ben, der elfjährige Boss der Clique, schaut diese Sendung und setzt sie mit seinen Freundinnen und Freuden um. „Seilchen springen“ ist die erste Aufgabe, die sie auf ihrer Lichtung absolvieren. Eigentlich keine schwierige Aufgabe für Paul, doch als er stolpert, schreien alle „Opfer“ und als dann noch die Bestrafung „Ohrfeigen“ heißt, kann er es nicht fassen, dass alle seine Freund*innen ihn feste ohrfeigen. 
    Obwohl sich das Geschwisterpaar darüber unterhält, wie es ihnen bei der Bestrafung ging, machen alle bei der nächsten Prüfung mit und sind wieder bereit, die Strafe zu vollziehen. Keiner wehrt sich dagegen, keiner ist bereit, in der Clique darüber zu sprechen. 
    Jede*r ist froh, nicht das Opfer zu sein und keiner ist mutig genug gegen Ben zu sprechen und so aus der Clique ausgestoßen zu werden.
    
    Mutproben hat es schon immer gegeben und viele von ihnen waren gefährlich. Hier ist der Auslöser diese Serie, die anscheinend viel von Jugendlichen oder sogar Kindern geschaut wird. Mein Enkel kam letztens auch mit einer eigenartigen Szene aus der Kita nach Hause, die vermuten ließ, dass diese Serie Auslöser war. Er kannte zwar keine Zusammenhänge, warf sich aber immer wieder tot zu Boden.
    
    Es kann nicht sein, dass Kinder, ohne darüber sprechen zu können, solche Serien schauen und sie in ihren Alltag einbauen wie die Clique um Ben. 
    Das Buch liest sich sehr spannend und gibt gut die widersprüchlichen Gefühle der Kinder wieder. Das positive Ende ist für mich etwas einfach gestrickt. Ich fürchte, so leicht kommen wir Erwachsenen nicht aus dieser Geschichte raus. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Pauli – Der große Schnee

    Pauli – Der große Schnee

    Brigitte Weninger

    Eve Thariet

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sind Pauli und seine keine Schwester zu sehen, die zusammen auf dem Schlitten sitzen. Mia guckt vielleicht etwas ängstlich, doch Pauli passt gut auf sie auf.
    Mama hat eine köstliche Rüblitorte nach Omas Rezept gebacken und die Kinder wollen den Großeltern etwas davon bringen. Pauli und Mai nach sich mit dem Schlitten auf, sie müssen sich Bergauf schon sehr anstrengen. Die Großeltern freuen sich über ihren Besuch und so gehen die Kinder mit Plätzchen und Sirup wieder heim.
    Leider fallen sie vom Schlitten und weil es so geschneit hat, finden sie den Weg nicht mehr. 
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    Wie gut, dass Opa Pauli von einem Abenteuer erzählt hat, das ihm und seinem Bruder im Schnee passiert ist. So weiß Pauli sich und seiner Schwester zu helfen bis die Eltern sie finden.
    
    Eine spannende Wintergeschichte, die zeigt, dass auch keine Hasen sich zu helfen wissen. 
    
    Dagmar Mägdefrau