• Die Welt der Meere

    Die Welt der Meere

    Dieter Braun

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das Inhaltsverzeichnis bietet so ziemlich alles, was mit dem Meer zu tun hat. 71 % unserer Erdoberfläche besteht bekanntlich aus Wasser und in diesem Zusammenhang gibt es vieles zu erklären. Ebbe und Flut und das daraus entstehende Wattenmeer, Leuchttürme und ein Tag am Meer, sowie Wellen und das Reiten auf ihnen. Ich fand die Informationen zu Walen, Delfinen, Haien und dem Walhai sehr interessant.

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    Taucher, Rettungsschwimmer, Schiffe und der Hafen auch hier gibt es viel zu erkunden. Die Besonderheit des Toten Meeres und die Südsee, das Great Barrier Reef und bunte Korallen. Von Pinguinen, über Seevögel, Muränen und Robben bis hin zu Meeressauriern. 

    Alles Seiten haben kurze erklärende Texte, mit einer Lupe versehene Kästchen „Wusstest du,…?“ und das Wichtigste beeindruckende Bilder. Beängstigend und unwirklich, der Tiefsee-Anglerfisch oder der weiße Hai, der gar nicht ganz weiß ist, und mit seinen unheimlichen Augen durch die Tiefe schwimmt. Der Krake mit ihren drei Herzen oder die wunderschönen bunten Quallen. Zu jedem Tier gibt es eine kurze Erläuterung, aber allein das Anschauen ist schon eine große Freude. 

    Mein dreijähriger Enkel hat das Buch mit Stauen angeschaut und sicher schon einiges über das Meer und seine Bewohner erfahren.

    Dagmar Mägdefrau

  • Warum wirst du denn Rot? 

    Warum wirst du denn Rot? 

    Emmanuelle Figueras

    Claire de Gastold

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das Bilder-Sachbuch hat ein übergroßes Format und Klappen, unter denen sich Wissen versteckt. Das Inhaltsverzeichnis beginnt mit der „Geheimnisvollen Farbenwelt“. Pigmente sind für die Färbung des Felles verantwortlich. Beim Scharlachsichler kann man hinter der Klappe/der Tierabbildung lesen, dass Garnelen seine rote Farbe bestimmen. Grüne und blaue Farben können die Tiere nicht selbst herstellen. Weshalb der Morphofalter doch blau ist, kann man genau nachlesen.

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    Die Farben verraten aber auch einiges über die Tiere z.B.  das Geschlecht. Libellen sind nach dem Schlüpfen unauffällig, erst mit der Paarungsbereitschaft färben sie sich z.B. rot. Bei den Gibbons ändert sich die Fellfarbe mit dem Alter. Beeindruckend ist das Gesicht des Mandrills, er hat eine Häuptlingsbemalung. Dass das Zebra einen Ventilator im Fell hat, war mir auch neu. Das Bambi ein blumiges Tarnkleid trägt, leuchtet mir sofort ein. Das Alpenschneehuhn hat sogar drei Tarnkleider, je nach Jahreszeit. Der Marienkäfer wird als Kampfmaschine bezeichnet und ich kann das nachempfinden, denn ich habe mal auf einen gebissen und der war gar nicht süß. Auf der letzten Seit öffnet sich die Bühne für den Pfau. 

    Da kann man wirklich Kurioses erfahren und aufgrund der Gestaltung mit schönen Bildern und den Klappen, wird das Buch nicht trocken und langweilig. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Was wir bauen – Pläne für unsere Zukunft

    Was wir bauen – Pläne für unsere Zukunft

    Oliver Jeffers

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Dies ist der Folgeband zu „Hier sind wir“ ist ähnlich gestaltet und aufgebaut und der Tochter Mari gewidmet. Es beginnt mit der Frage „Was wollen wir bauen, du und ich?“ Unter dem Text sieht man auf der einen Seite die kleinen Hände des Mädchens und auf der anderen die des Vaters mit Uhr und Ehering. Besonders die rechte Hand des Vaters hat verzerrte Proportionen. Dann schauen wir uns die Werkzeuge, wie z.B. Hammer und Bohrmaschine, an.

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    Dazwischen liegt ein kleines rosa Schwein, das uns noch öfter begegnet. Nach der Anwendung des Hammers haben die zwei eine rote Tür aufgestellt. Daraus wird dann ein Haus. Auf schwarzem Hintergrund sehen wir eine Uhr „gebaut für uns alleine“, aus der rosa und hellblau unterlegt kleine Icons zur Zukunft der beiden sehen kann. „Wir teilen viel Liebe und lagern sie ein.“  Im hellerleuchteten Fenster sehen wir den Vater das jauchzende Kind hochheben. Der nächste Satz „Wir graben ein Loch, hier sind wir allein“ macht mir etwas Angst. Danach brauchen sie eine Festung gegen das Böse. Als sie das Tor aufsperren sind ein Wikinger, eine unheimliche Hexe, ein Arzt mit Spritze und Mundschutz und ein einbeiniger Pirat zu sehen. Um einen großen Tisch sitzend entschuldigen sie alle, so ist der Brauch. Der Turm, der dann gebaut wird geht bis in den Himmel und wir sehen Sterne und Planeten an einem lilablau leuchtenden Himmel. Eine Straße führt dann bis zum Mond und dort liegen beide mit Sauerstoffblase um den Kopf in einer Hängematte an rosablühenden Bäumen, am Himmel ist die Erde zu sehen. Danach geht es in stürmischer Nacht auf ein Kreuzfahrtschiff und am Ende landen beide in einer kleinen Hütte im Schnee. Hier legen sie ihre Schätze, die wir schon aus der Uhr kommend kennen in ein Regal. Dann sitzen alle, die in dem Buch vorkamen zusammen am Lagerfeuer und zurück bleiben schlafend Vater und Tochter „Schlaf gut, mein Kind, hab keine Sorgen“. Auf den letzten Seiten sehen wir wieder die Hände, diesmal liegen die kleinen in den großen Händen.

    Die Bilder haben eine wunderschöne Atmosphäre, allerding fehlt mir ein durchgehendes Konzept. Man spürt die Zweisamkeit und das Vertrauen der beiden, ich kann aber den Gedanken nicht immer ganz folgen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Willy Werkel baut…

    Willy Werkel baut…

    Georg Johannsson

    Jens Ahlbom

    Urachhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    In dem Buch sind drei Bilderbücher über Willy Werkel zusammengefasst. Immer an seiner Seite ist der Boxerhund Buffa, der ihn manchmal stupst und so auf eine Idee bringt.
    Im ersten Buch baut Willy ein Auto. Willy hat einen Schuppen und in dem sammelt er alte Sachen. So findet er schnell einige Teile, die er zu den Achsen eines Autos zusammenfügen kann. Lenker und Armaturenbrett sind kein Problem und ein Sofa passt prima als Sitz.

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    Willy kann auch aus Blech die Karosserie mit Türen und Kofferraum formen. Gelb angestrichen macht das Auto richtig was her. Doch was könnte wohl noch fehlen?
    Mit seinem Auto fahren Willy und Buffa ans Meer und weil es mit dem Auto nicht mehr weitergeht, baut Willy ein Holzschiff. Wieder wird der Bau genau geschildert und wieder fehlt am Ende doch noch was. Diesmal muss noch ein Segel genäht wird.
    Als das Segelschiff in einer Bucht ankert und Willy auf einen steilen Felsen schaut, ist ihm klar, jetzt muss noch ein Flugzeug her. In einem alten Schuppen findet er die Teile, die er benötigt. Aus alten Fahrrädern und Holz entsteht ein Flugzeug. Auch diesmal ist zunächst nicht alles perfekt. Aber mit Propeller kann es dann doch losgehen. 

    Die Texte, die den Werdegang der Fahrzeuge beschreibt, sind kurz und gut verständlich. Die detaillierten Bilder, die immer auch den Querschnitt des Gefährts abbilden und damit die Funktion genau erklären, ergänzen hervorragend.
    Ein Sachbilderbuch, das Technik einfach auch schon für junge Interessierte erklärt. Ich habe auf jeden Fall etwa gelernt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich bin ein Kind und ich habe Rechte

    Ich bin ein Kind und ich habe Rechte

    Alain Serres

    Aurélia Fronty

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir ringsherum Kinder unterschiedlichen Alters und aus verschiedenen Ländern. „Ich habe das Recht auf einen Namen, einen Vornamen, auf eine Familie, die mir zulächelt und ein Land, in dem ich mich zu Hause fühle.“ Zu sehen sind eine blonde Frau, ein Mann und zwei Kinder. Schon bei diesem Recht, dass so natürlich scheint, gibt es sicher viele Kinder, die nicht so leben.

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    Dann geht es um Essen und Trinken, ein Dach über dem Kopf, Schule und ärztliche Versorgung. Alle Bilder sind passend zum Thema gemalt. „Ich habe gleich viele Rechte, egal ob ich ein Mädchen bin oder ein Junge“ wird durch den Satz „Mädchen und Jungs sind gleich viel wert, alles andere ist verkehrt!“ ergänzt.
    Weiter geht es um die Gleichheit, egal, wie der Körper beschaffen ist. Kinder sollen keine Gewalt erleiden und nicht arbeiten müssen. Sie sollen beschütz werden und reine Luft atmen dürfen. Am Ende steht die Frage „Wann wird es so weit sein, dass jedes Kind der Welt in seinen Rechten erst genommen wird?“ 
    Auf den letzen Seiten werden Begriffe, wie UNO oder UNICEFF erklärt und es gibt Links zu Seiten in denen die Rechte nochmals erklärt werden.

    Ich finde es toll, dass Kinder ihre Rechte kennen, obwohl ich befürchte, dass allzu viele Kinder im Alltag rechtlos sind. Ein Buch, dass viele Fragen aufwerfen wird und vielleicht auch dazu führt, dass Kinder ihre Rechte fordern. Aber eine tolle Unterstützung unsere Kinder zu politischen, mündigen Bürgern zu erziehen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein kleiner blauer Punkt

    Ein kleiner blauer Punkt

    Maren Hasenjäger

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Der kleine blaue Punkt ist unsere Erde im Sonnensystem.  Das kann man schon auf dem Cover erkennen, im Einband sehen wir alle Planeten mit Angaben zur Größe und andere Informationen. Dann ist die Erde ziemlich klein am Sternenhimmel zu sehen.  Erst, wenn man näher hinsieht kann man das System um ihn herum erkennen. Die Erde wünscht sich so besonders zu sein, wie die anderen.

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    So wird zunächst der Merkur mit seiner Hitze am Tage und seiner Kälte in der Nacht näher beschrieben. Die Venus ist der hellste Stern am Himmel, von der Erde aus gesehen. Der Mars ist uns so nah, dass wir ihn vielleicht bald besuchen können. Der große Jupiter mit seinen 79 Monden. Auch den berühmten Saturn mit seinen Ringen, haben Sonden beobachtet. Auf Uranus sind die Jahreszeiten 42 Jahre lang. „Planet der Herzen“ steht bei Pluto, der wegen seiner kleinen Größe nur noch ein Zwergplanet ist. 
    So kommen wir wieder auf die Erde zurück, die sich ziemlich langweilig findet. Doch da hört sie eine Kinderstimme, die viel Gutes an der Erde findet und auch der Mond findet sie toll. 

    In diesem Buch steht viel Wissen über die Planeten, der Text beinhaltet Zahlen und schwierige Worte. Kein Buch für jedes Kind, da muss ein Kind schon sehr interessiert an den Himmelkörpern sein. Dann findet es aber in diesem Buch alles wissenswerte gut verpackt. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Monster-Mikroben – Alles über nützliche Bakterien und fiese Viren

    Monster-Mikroben – Alles über nützliche Bakterien und fiese Viren

    Marc Van Ranst

    Geert Bouckaert

    Sebastiaan Van Doninck

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Auf dem Cover und schon vor dem Inhaltsverzeichnis tummeln sich eigenartige Wesen. Viren und Bakterien in den unterschiedlichsten Formen und Farben. Da sieht man schon die Vielfalt dieser Mikroben. Es gibt sie überall und es gibt sie seit 3,5 Milliarden Jahren hier auf der Erde und vielleicht leben auch einige auf dem Mars?
    Diese unerklärlich lange Zeit wird auf einen Tag übertragen, das kennt man aus anderen Berichten, es ist aber sehr anschaulich. 
    Aber eine Art der Mikroben, die Bakterien, sind wichtig für uns. Sie leben im Darm und auch im Joghurt.

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    Bakterien teilen sich zur Vermehrung, benötigen dazu aber auch gute Bedingungen. Pilze nutzen Sporen, aber die fiesen Viren brauchen immer einen Wirt, um eine Kopie anlegen zu können. Alle diese komplizierten Vorgänge werden sehr einfach und verständlich erklärt. 

    Ein Kapitel ist dem Händewaschen gewidmet, das ist ja zurzeit ein wichtiges Thema und es ist sicher interessant, eine gute Erklärung dafür zu kennen. Das Impfen ist ganz klar eine positive Sache in diesem Buch und nur dadurch sind Krankheiten ausgerottet worden.
    Es gibt unterschiedliche Arten der Grippe, auch die werden erläutert und was man dagegen tun kann. So kann man sich bei einer Erkältung nur schonen und warten, bis es vorbei ist.
    Dann kommen wir zu den Killern: Viren, die die Pest verbreiteten und damit weltweit für 75 Millionen Tote verantwortlich waren. Malaria, an der 300-500 Millionen Menschen im Jahr erkranken. Ebola, eine schrecklich unheilbare Krankheit, an der 9 von 10 Menschen sterben. 

    Im nächsten Kapitel geht es um Corona und was wir bisher darüber wissen. Da sich alles so schnell bewegt, hoffen die Autoren noch auf den Impfstoff. Positiver Beitrag „Welche Viren hat der Mensch schon besiegt?“

    Ich finde, dass die Erklärung, dass Ritter unseren Körper verteidigen, sehr schön beschreibt, was passiert, wenn die Viren uns angreifen. Schön, wenn so komplexe Themen so einfach werden.
    Mir gefällt auch das letzte Kapitel sehr gut, hier wird erklärt, wie man in der Mikrobiologie arbeiten kann und dann gibt es noch Experimente, die man nachmachen kann. „Züchte deine eigenen Bakterien!“ Es wird genau erklärt, was zu tun ist, die einzelnen Schritte kann man dann abhaken. Schön finde ich auch das Experiment bzgl. des Händewaschens. Da werden die Hände zunächst mit Vaseline eingerieben und dann „beschmutzt“. Die Reinigung zeigt, dass nur das gründliche Waschen mit Seife und warmen Wasser alles sauber macht. 

    Ein ausführliches Sachbuch nicht nur für kleine Forscher.

    Dagmar Mägdefrau

  • Licht an! – Mein großes Buch der Dinosaurier

    Licht an! – Mein großes Buch der Dinosaurier

    Herausgeber: Delphine Gravier-Badreddine

    Übersetzung: Barbara Heller

    Sauerländer

    Die Reihe mit der magischen Taschenlampe

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre (Nicht unter 3 Jahre)

    Das Buch hat einen wattierten, abwaschbaren Umschlag und eine robuste Ringbindung. Hinten kann man eine Papiertaschenlampe auslösen. Es gibt noch eine in Reserve und einen Tipp für einen gebastelten Ersatz.

    Dinosaurier sind schön seit Jahrzehnten ein großes Thema für die Kleinen. In diesem Buch wirken die Zeichnungen sehr real und dazu gibt es noch einige Seiten mit einer dunklen Folie. Wenn man die „Taschenlampe“ dahinter hält, sieht man die Bilder im Lichtstrahl. Dieser Effekt hat eine sehr interessante Wirkung. 

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    Das Inhaltsverzeichnis beginnt mit der Frage „Woran erkennt man Dinosaurier?“. Über die Eier geht es zur pflanzenfressenden Maiasaura-Familie. Dinosaurierart werde vorgestellt und auch die Tiere und Pflanzen dieses Zeitalters, die heute noch auf unserer Erde sind, werden gezeigt. Dinosaurier lebten nicht nur auf dem Land, auch im Wasser und in der Luft. Einige Exemplare werden mit ihren schwierigen Namen abgebildet. Die bekanntesten Dinosaurier sind selbst mir geläufig. Drei Thesen, warum die Dinosaurier ausgestorben sind, werden geschildet und dann kommen noch die Tiere, die aus dieser Zeit überlebt haben, wie das Gürtel- oder das Schnabeltier. Forscher haben all diese Dinge herausgefunden und Fossilien haben vieles verraten. Skelette und Spuren zeugen heute noch von diesen Riesentieren. Eine kleine Auswahl wird auf den letzten Seiten gezeigt. 

    Ein sehr umfassendes Sachbuch für kleine Entdecker, gut bebildert mit knappen Texten.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wo kommt unser Essen her?

    Wo kommt unser Essen her?

    Julia Dürr

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    MINT-Buch des Monats September 2020

    Umweltbuch des Monats November 2020

    Das Buch kommt riesig in DIN A 3 daher. Auf dem Cover sehen wir im geöffneten Kühlschrank einige unserer Lebensmittel. Dann wird die Perspektive größer und wir sehen die ganze Küche und den Esstisch mit einer großen Familie. Das Inhaltsverzeichnis besteht aus den geschriebenen und gemalten Begriffen.
    Das Buch beginnt mit der Milch. Immer ist auf der linken Seite ein Kleinbetrieb zu sehen, wie hier der Bauernhof. Die Kühe stehen auf der Weide, es gibt einen Milchautomaten und ein Bauernhaus und die verschiedenen Ställe.

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    Es gibt keinen Text, nur die Begriffserklärung im Bild. Auf der rechten Seite ist der Milchbetrieb abgebildet. Einen großen Stall und ein Melkkarussell, ergänzt durch eine Biogasanlage. Auf der nächsten Doppelseite werden mit kurzen erklärenden Texten neben den Bildern die Vorgänge erklärt. Auch wieder für beide Betriebsarten. 

    Dann geht es weiter mit dem Brot. Die Bäckerei mit der Backstube seht der Brotfabrik gegenüber. Hier steht Handarbeit gegen Computer und Automatisierung. 
    Fisch kann mit dem Kutter gefangen werden oder in einer Fischfarm gezüchtet werden.
    Die Schweine werden auf dem Hof oder in einem Schlachtbetrieb geschlachtet. Die Bilder zeigen auch Blut und zerlegte Tiere. Auf der nächsten Seite wird genau beschrieben, wie die Stationen vom lebenden Schwein zur Wurst aussehen.
    Neben der Streuobstwiese gibt es Apfelplantagen, das Ei kann vom Bauernhof oder aus einem Legebetrieb kommen. Tomaten werden als letztes behandelt, Gemüsehof wird dem Gewächshaus gegenübergestellt.

    Auf den letzten Seiten taucht noch einmal der Titel auf und hier wird versucht herauszufinden, wo die Lebensmittel aus dem Kühlschrank wohl herkommen. Mittels Webseite, QR-Code und Kennzeichnungen können wir die Herkunft herausbekommen. Aber vielleicht sollen wir auch etwas selbst anpflanzen?
    Das Buch beschreibt die Situation, ohne zu bewerten. Jeder kann sich selbst weiter informieren und entscheiden, woher sein Essen zukünftig kommen soll.

    Ein sehr schön gemachtes Buch, das Schulkinder gut allein lesen und anschauen können. Vorschulkinder brauchen jemanden, der vorliest, aber die Bilder sind meist selbsterklärend. Es ist nicht verwunderlich, dass das Buch schon einige Preise erhalten hat, sicher werden es noch mehr.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wunder der Natur – Zum Innehalten und Staunen

    Wunder der Natur – Zum Innehalten und Staunen

    Rachel Williams

    Feya Hartas

    Prestel Junior

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Schon das wundervolle Cover mit den goldenen Buchstaben weist auf den Wert des Buches hin. Es zeigt uns viele Wunder, die für uns alltäglich sind und die wir durch unsere Kinder und Enkel wieder beachten. Dann kommen die Fragen, wie wird aus der kleinen Raupe, die wir im Bilderbuch bestaunen der bunte Schmetterling. Auf sechs Bildern wird uns der Verpuppungsvorgang gezeigt. Der kurze Text dazwischen erklärt sehr genau, aber auch in einfachen Worten das Geschehen.

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    Die „magische Erscheinung am Himmel“ so wird der Regenbogen genannt und sein Entstehen sehen wir über dem Spielplatz. Hier ist der Maulwurf kein niedlicher Kerl, sondern ein hungriges Tier, das sich viele Regenwürmer einverleibt. Uns wird gezeigt, wie das Küken im Ei sitzt, bevor es schlüpft. Der Specht wird uns bei der Arbeit gezeigt, er bearbeitet den Baumstamm und findet etwas zu fressen.
    Auch dem Moos auf dem Waldboden wird eine Doppelseite gewidmet. Die Zwergmaus erklimmt einen Getreidehalm und isst sich satt.  

    Die Bandbreite dieses Buches ist sehr groß und man kann es sicher sehr gut wie eine Art Lexikon benutzen. Wenn eines dieser 50 Themen von Interesse ist, kann man hier nachschlagen. Natürlich kann man das Buch auch durchblättern und an zurzeit spannenden Themen anhalten und sich die Informationen holen. Man kann auch einfach das ganze Buch lesen und sich an den vielfältigen Themen erfreuen und an den Wundern, die unsere Welt für uns bereithält und die uns immer wieder staunen lassen. Ein wundervoll gestaltetes Buch, dass nicht nur den Kindern Freude machen wird.

    Dagmar Mägdefrau

  • Lerne uns kennen – Die Fische

    Lerne uns kennen – Die Fische

    Lucia Scuderi

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sind viele bunte Fische in unterschiedlichen Größen zu sehen. Auch die ersten Seiten sind voller kleiner Fische und mittendrin ein roter Fisch. Zunächst wird der Körper der Fische erklärt. Der rote gedruckte Text erklärt Allgemeines und die schwarzen Texte erklären Besonderes. Hier geht es um Kiemen und Schwimmblase, die kann man bei einem „durchsichtigen“ Fisch sehen.

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    Der Rochen braucht sie nicht und der Hai hat gar keine. Beide Fische sind mit ihren Namen versehen abgebildet. „Die merkwürdigsten Familien“ ist die Überschrift der nächsten Seite. Hier geht es um die verschiedenen Körperformen. Eine Auswahl der Fische ist mit Namen zu sehen. Weiter geht es mit den Flossen, die ja auch sehr unterschiedlich sind. Alle Flossenarten und ihre Nutzung werden anhand eines Fisches aufgezeichnet. Auch der Schwanz kann ganz verschieden aussehen. Die Atmung der Fische ist ein spannendes Thema. Natürlich darf ein Fisch Schuppen haben, zu mindestens haben sie die meisten. Einige Fische sind Meister der Tarnung, so kann man die platte Seezunge am Meeresgrund kaum sehen. Die Seitenlinien sind ein besonderes Sinnesorgan der Fische, sowas wie „Der 6. Sinn“. Erstaunlich, wie Fische sich zu einem Schwarm zusammenfinden. Einige Fische tun sich mit kleinen Helfer-Fischen zusammen, wie das funktioniert wird hier erklärt. Nach den Themen Sprache, Schlaf und Eier geht es um die „Fische“, die keine sind, die Wale. 

    Dieses Sachbilderbuch hat viele Wissen in einfachen Erklärungen und erklärenden Bildern untergebracht. Für junge Weltentdecker und Fischforscher unentbehrlich.

    Dagmar Mägdefrau 

  • Komm, wir entdecken die Eichhörnchen

    Komm, wir entdecken die Eichhörnchen

    Martine Jenkins

    Richard Jones

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Im Einband gehen wir durch den Wald und komme zu einer Schneelandschaft, im Baum sitzt eine Eule. In großen Buchstaben wird der erzählende Text gedruckt. Daneben gibt es Sachtexte in kleinem Druck, „Wenn es kalt wird, gefriert das Wasser zu Eis.“ Dann sehen wir die schlafenden Eichhörnchen in ihrem Kogel, sie machen sich auf Futter zu suchen. Das nächste Kapitel handelt vom Frühling und die Eichhörnchen freuen sich auf die frischen Knospen.

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    Das Eichhörnchen hält sich an einem Zweig und knabbert an einer Knospe. Gefährlich nah fliegt die Eule in der Dämmerung vorbei. Dann wird es Sommer, wieder sehen wir dieselbe Landschaft, diesmal blüht es rund um den See und die Sonne steht hoch am Himmel, aber ein Gewitter bahnt sich an. Nun wird es Herbst und die Tage werden wieder kürzer. Die Zugvögel fliegen gen Süden und die Eichhörnchen sammeln fleißig Futter für den Winter. Dann ziehen machen sie es sich in ihrem Kobel gemütlich. Auf der vorletzten Seite gibt es noch ein paar längere Texte zu Thema Laubwechsel, Winterschlaf und Zugvögel.

    Dann geht durch den Wald zurück.

    Eichhörnchen wohnen inzwischen auch in den Städten und sind damit ein Tier, dass die Kinder kennen. Deshalb dürfte dieses Sachbilderbuch viele Kinder interessieren.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein Geld, dein Geld – Von Mäusen, Kröten und Moneten

    Mein Geld, dein Geld – Von Mäusen, Kröten und Moneten

    Mike Schäfer

    Meieke Töpperien

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    In 87 ganz kurzen Kapiteln wird in diesem Buch neben vielen Bildern eine ganze Menge über Geld erzählt. Es fängt ganz vorne mit der Geschichte des Geldes an, nämlich damit, wie das Geld entstanden ist. Die Inflation wird an dem Preis für eine Kugel Eis festgemacht, eine Maßeinheit, die ich auch all mein Leben vergleiche. Anschaulich wir erklärt, dass man nicht nur Dinge, sondern auch Dienstleistungen „kaufen“ kann.

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    Über die verschiedenen Währungen geht zu zum Taschengeld. Ein wichtiges Thema für Kinder. Die „Wann ist jemand arm bzw. reich?“ wird durch ein erklärendes Bild zum Durchschnitt und einem gut gemachten Text vermittelt. Die Kapitel über die Banken und elektronisches Geld sind sehr gut zu verstehen. Wofür wird das Geld der Kinder und der Familie ausgegeben? Dann geht es um Versicherungen hier stehen die Sozialversicherungen im Fokus. Von den Steuern werden auch die Schulen finanziert. Nach den Kapiteln, in denen es um Kredite geht, wird ein Unternehmen gegründet. Und zwar zunächst im Kleinen. Ein Kind verkauft Saft, dann kommt ein zweites Kind dazu, es wird expandiert und der Erfolg ist so groß, dass Aktien verkauft werden. Aber es geht nicht nur immer um Gewinne, auch Insolvenzen sowohl bei Firmen als auch im Privaten werden erklärt. Zum Ende steht die Frage im Raum, wie kann man mit Geld helfen?

    Ich habe die meiste Zeit meines Lebens in einer Bank gearbeitet und mir gefällt die Umsetzung dieses Themas sehr gut. Ich bin erstaunt welch einfache Möglichkeiten die Macher dieses Buches gefunden haben, um komplizierte Dinge zu erklären. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein Jahr mit den Kranichen

    Ein Jahr mit den Kranichen

    Thomas Müller

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Schon auf dem Cover ist ein Kranichpaar zu sehen. Die Vögel wirken, dank der Lackfarbe, besonders dynamisch. Die Figuren des typischen Paarungstanzes sind so gut erkennbar, dass man die Trompetentöne zu hören glaubt. Das erste Bild zeigt die Vögel im Frühjahr, wenn sie im Morgennebel ihre Flügel schlagen. Der kurze Text erklärt ihre Bewegung mit Tanzen.

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    Danach steht das Paar auf einer grünen Wiese und das Männchen wirbt um sein Weibchen. Das Bild der Paarung zeigt einen Ausschnitt, der auch nur mit knappen Worten erklärt wird. Ich denke, hier steht es jedem Vorleser frei, mehr zu erklären, wenn ein Bedarf besteht. Nestbau, Eier legen und das Schlüpfen sind Thema der nächsten Seiten. Wir sehen das Küken und die vergleichsweise großen Füße der Eltern. Dann wachsen die Kleinen heran, die Eltern vertreiben mit den spitzen Schnäbeln selbst den Fuchs und schon trifft man sich zum großen Essen vor dem Flug in den Süden. Flug und Ankunft in Spanien und die Rückkehr, die zum ewigen Kreislauf gehört, zeigen das Leben der Kraniche. Auf den letzten Seiten geht es noch im „Wissenswertes“ über die Kraniche, Fischreiher und Weißstorch. 

    Das Buch zeigt wieder, dass ein Sachbuch auch schon für Vorschulkinder interessant ist und besonders die Bilder sprechen mich sehr an. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Hinten und vorn – Alles, was hüpft und rennt

    Hinten und vorn – Alles, was hüpft und rennt

    John Canty

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Wie bei dem gleichnamigen Buch „Alles krabbelt und fliegt“ geht es auch darum Tiere anhand ihrer Hinterteile und einigen Informationen zu erkennen. „Ich habe einen weißen Puschelschwanz“ ist einer der Tipps zum grauen Tier, von dem wir nur das Hinterbein und den erwähnten Schwanz sehen. Auf der nächsten Seite schaut uns den Kaninchen entgegen. Schlange, Tiger, Fisch und Nashorn sind als nächstes zu erraten.

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    „Ich bin riesig.“ Ist die Ansage und zu sehen ist ein Mäuseschwanz, auf der nächsten Seite ist ihr Vorderteil, aber auch das Hinterteil eines Elefanten zu sehen. So sind auch kleine Gags in dem Buch zu finden. Es gibt noch viele unterschiedliche Tiere zu erraten und am Ende heißt es u.a. „Jeden Tag lerne ich etwas Neues. Ich bin…. ICH!“ 

    Die Aquarellbilder in dem Buch sind realistisch gezeichnet und wunderschön anzusehen. Der Einband hebt die Tiere lackiert hervor. Die Kinder raten mit Begeisterung der Tiere und lernen dabei spielerisch Neues. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Hinten und vorn – Alles, was krabbelt und fliegt

    Hinten und vorn – Alles, was krabbelt und fliegt

    John Canty

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das Bilderbuch hat wunderschöne Aquarell Zeichnungen von den Tieren und gibt in kurzen Sätzen Informationen zu dem zu erratenden Tier. „Ich wohne in einem Volk. Ich mache Honig. Ich kann stechen.“ Gleich daneben sehen wir zu dem Text „Ich bin eine…“ das braun-gelb gestreifte Hinterteil der Biene. Auf der Nächsten Seite ist der andere Teil des Insekts zusehen und noch zwei andere Exemplare und natürlich das Lösungswort „Biene“.

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    Über Marienkäfer und Stechmücken geht es zur Raupe. Da kann es gleich weitergehen mit „Ich war einmal eine Raupe“ und danach werden Raupen in den unterschiedlichen Verpuppungsstadien abgebildet und ein Stück eines Schmetterlingsflügels. Auf der Lösungsseite sehen wir einige bunte Falter. Das häufigste Insekt der Welt ist der Käfer und mit Millionen anderen leben Ameisen zusammen. 

    In diesem Buch lernen die Kinder beim Rätseln schon eine ganze Menge über die Tiere. Die Natürlichen Bilder bringen die Tiere ebenfalls näher. Der größte Spaß ist aber sicher das Raten und ich denke bald können die Kleinen auch die Erwachsenen befragen. 

    Es gibt auch ein zweites Buch „Alles, was hüpft und rennt“.

    Dagmar Mägdefrau

  • Tagesschau & Co

    Tagesschau & Co

    Sarah Welk

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Ein eindrucksvolles Sachbuch rund um die Welt der Nachrichten. Es beginnt mit der Begriffserklärung und der Geschichte der Nachrichten. Es gab ja nicht immer Fernsehen und Internet. „Die Tageschau“, „Heute“ und „RTLaktuell“ werden vorgestellt und verglichen. Das habe ich auch nicht so genau gewusst. Natürlich sind auch die Kindernachrichten „logo!“ ein Thema.

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    Ingo Zamperoni berichtet, wie er seine Texte zusammenstellt und dass er mehr als 30 Minuten am Tag arbeitet. Linda Zervakis berichtet von ihrer Kleidung, die in der Schwangerschaft hinten aufgeschnitten wurde. Anne Gellinek berichtet, was sie als Korrespondentin im Ausland macht. Dazwischen gibt immer wieder Rätsel, Bilder und Zeichnungen. Und es werden ganz, ganz viele Frage gestellt und beantwortet. „Warum kommen fast nur schreckliche Nachrichten vor?“ ist eine Frage, die ich mir auch schon oft gestellt habe. Aber es gibt auch Tipps, was man machen kann, wenn „die Nachrichten dir Angst machen“. Boulevard-Journalismus und Face-News sind Themen, genau wie die Frage „Rufen manchmal Politiker an und bestimmen einfach?“ 

    Die Texte sind gut verständlich geschrieben und schon die Überschriften machen neugierig. Es ist gut über dieses Thema informiert zu sein, es gibt inzwischen so viel widersprüchliche Nachrichten, da ist es gut, wenn man die Quellen etwas näher kennt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein großes Buch – Dinosaurier

    Mein großes Buch – Dinosaurier

    Bilder von Natasha Durley

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ein Din-A 4 Pappbilderbuch mit bunten Farben und vielen Dinosaurier-Bildern. Es beginnt mit gigantischen Hörnern und einem kurzen Text zu diesem „großen, trägen Pflanzenfressern“.  An jedem Bild steht der schwierige Name des Sauriers und es wird gefragt, „Welcher Dinosaurier hat ein Horn auf der Nase und scharfe, weiße Zähne?“ Es ist gar nicht so leicht den richtigen zu finden.

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    Danach sind die Exemplare mit den furchterregenden Zähnen abgebildet, diesmal suchen wir den „Saurier mit den pinken Flügeln“. Im weiteren Verlauf geht es um fantastische Flügel, stolzen Kopfschmuck, geniale Schnäbel, unglaubliche Rüstungen, flinke Flossen, lang Hälse, tolle Segel und Stacheln und gruselige Krallen. Auf der letzten Doppelseite lernen wir noch pelzige Säugetiere kenne, die damals schon gelebt haben. „Welches Tier der Urzeit gefällt dir am besten?“ lautet die letzte Frage. 

    Dinosaurier sind für Kinder immer faszinierend und hier können sich die Kleinen schon mit der Materie befassen. Das Pappbuch kann man ihnen schon allein in die Hand geben und sicher kennen die Kinder ganz schnell die schwierigen Namen.

    Dagmar Mägdefrau