• Weihnachten mit Mia und Finn

    Weihnachten mit Mia und Finn

    Sabine Praml

    Olena Kvitka

    Gabriel

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Auf dem Cover sind die beiden Kinder beim Baum schmücken zu sehen. Mia, die eine Kugel in der Hand hält, kann man verschieben und dann hängt sie ein Glöckchen in den Tannenbaum. Während Finn die erste Kerze am Adventskranz anzündet, knipst Mia mit Hilfe der Kinder, die das Buch lesen, einen Stern im Fenster an. 
    mehr oder weniger lesen
    Dann werden Plätzchen gebacken und da helfen wir beim Ausrollen. Mit Oma wird gebastelt und ein Engel kann die Flügel bewegen, endlich ist Weihnachten und die heilige Familie ist im Stall zu sehen. 
    Dieses Pappbilderbuch begleitet durch die Adventszeit mit klaren Bilder und beweglichen Elementen. Der Text reimt sich, ist angenehm vorzulesen und verständlich.

    Dagmar Mägdefrau
  • Beppo wird alt

    Beppo wird alt

    Burkhard Spinnen

    Andreas Stegmaier

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Wenn Tiere zu unserer Familie gehört hat, wissen wir, wie schwer es uns fällt, von ihnen Abschied zu nehmen. Wir sehen, wie sie altern, wie ihnen Dinge keinen echten Spaß mehr machen und wir wissen, bald kommt der Abschied.
    Hund Beppo ist schon 12 Jahre alt und wird am Ende des Buches 13, er hat graue Haare und ein Bäuchlein. Wie Opa schläft er gerne und das kleine Mädchen mit der blauen Brille ist oft traurig darüber.
    mehr oder weniger lesen
    Im Fotoalbum schaut sie sich mit Mama die Bilder an. Als sie geboren wurde, war Benno noch ein Hund in den besten Jahren und sie hat viel mit ihm gespielt. Jetzt hört Beppo schlecht und mag manchmal sogar sein Futter nicht essen. Anhand von Fotos sehen wir Szenen aus der Vergangenheit, als Beppo und das Kind alles zusammen erlebten. Damals hat Beppo gut auf das Mädchen aufgepasst, heute muss sie auf den alten Hund aufpassen. Selbst an der Hundewiese mag Beppo nur noch zuschauen, so sitzen die beiden dort auf der Bank und die jungen Hunde toben herum. Von der Tierärztin bekommt Beppo eine Medizin, damit er sich besser fühlt, umhüllt von Käse nimmt er die Pillen problemlos. Wie jedes Jahr feiert die Familie gemeinsam mit Beppo an einem See seinen Geburtstag. Früher ist er wild in den See gesprungen, doch schon im letzten Jahr reicht es ihm, am Ufer zu sitzen. 
    Das Mädchen zieht am Ende des Buches den Schluss, dass Hunde vielleicht klüger sind als Menschen, „Sie reden nicht über das Altwerden, das Sterben und den Tod. Sie leben einfach und freuen sich auf jeden neuen Tag.“
    Dieses Buch vom Erinnern und den Abschied erwarten finde ich sehr gelungen, denn die Kinder sollten schon auf das mögliche Sterben ihrer Vierbeiner vorbereitet werden. Der Text wird für viele Dreijährige noch etwas lang sein, die Bilder, besonders die Fotos, erläutern gut das Geschehen. Ich tue mich etwas schwer mit den gezeichneten Augen - da liegt eine braune Kugel in einem sehr weißen Oval ohne Wimpern, das drückt für mich das Gefühl nicht so richtig aus.

    Dagmar Mägdefrau
  • Buchstabenspaß für die Vorschule

    Buchstabenspaß für die Vorschule

    Christiana Braun

    Isabel Große Holtforth

    Lucie Göpfert

    Fischer Sauerländer

    Duden Leseprofi

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Da ich zwei Enkel habe, die sich intensiv mit Buchstaben und Zahlen befassen, schaue ich gerne nach Vorschulbüchern, die auf die Schule vorbereiten. Hier werden die Vorschulkinder durch das ABC geleitet. Ein großes A soll nachgefahren werden, die Richtungen sind angezeichnet und Äpfel und Ameisen sind um den Buchstaben drapiert. 
    mehr oder weniger lesen
    Die Kinder sollen sich Worte mit A ausdenken und dabei hilft es, auf dem Puzzlebild der zweiten Seite alle mit A gekennzeichneten Teile auszumalen. Dann entsteht ein Affe. Die Buchstabenseite wiederholt sich bei allen Buchstaben, die andere Seite variiert. So werden die Pferdehufabdrücke zu einem C, das nachgezeichnet werden soll. Einem Rennwagen die Reifen zu malen, indem man die Buchstaben von A bis F abfährt, ist eine schöne Aufgabe. In einem Regal Gegenstände zu finden, die mit dem gleichen Buchstaben anfangen, ist nicht so einfach. Ob ein Wort mit K oder J anfängt, ist sicher einfacher zu entscheiden. In der Mitte des Buches gibt es ein „Malen nach Buchstaben“-Bild und Berge, die als Schwungübung dienen. 
    Bei O werden Fußbälle nachgezeichnet und für den Buchstaben gibt es sogar noch eine zweite Seite, Os werden in einem Kinderzimmer gesucht. Um Tieren ihren Anfangsbuchstaben zuzuordnen, muss man sich schon auskennen. Eine Rennstrecke schnell nachmalen und nicht über den Rand kommen, das liegt nicht allen. Bei der Dinoparty die Us zu finden, geht schon besser. Vor dem Lösungsteil schreibt das Kind noch seinen Namen in das Buch.
    Sehr abwechslungsreich und im handlichen Format, ein gutes Übungsbuch für die Vorschule.

    Dagmar Mägdefrau

  • Hast du das schon gesehen?

    Hast du das schon gesehen?

    Gloria Köpnick

    Rainer Stamm

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Im Vorwort werden die Kinder direkt angesprochen und darüber informiert, dass die in dem Buch abgebildeten Kunstwerke, die man in Museen anschauen kann, alphabethisch angeordnet sind. So beginnen wir mit der „Ameise“ von Peter Kogler, der seine Exponate am Computer erstellt. Wir werden aufgefordert, in dem Gewusel der Ameisen die Abgebildete zu finden. 
    mehr oder weniger lesen
    Nach diesem sehr neuen Bild geht es ins Jahr 1599 zu Jan Brueghel dem Älteren. Hier wird sehr realistische eine Vase mit Blumen dargestellt, die Tulpe wird besonders herausgestellt und wir erfahren etwas über den Maler und diese beliebte Blume. C steht für Comic und Roy Lichtenstein, „Trabender Esel“ ist eine Skulptur von Renée Sintenis aus dem Jahr 1932 und die sehen wir unter E. Wir erfahren einiges über diese Künstlerin und fragen uns, aus welchem Material der Esel wohl gefertigt wurde. Bei „Knabe in roter Jacke“ von Munch dreht sich alles um dieses farbige Kleidungstück. In Münster steht die Kirschsäule, die meinem Enkel gut gefiel. „Abstrakter Kopf“ war ihm hingegen nicht ganz geheuer, zu abstrakt. „Die Obstverkäuferin“ hingegen ist ein sehr ansprechendes Bild für Kinder, es ist auch auf dem Cover abgebildet. Magrittes Pfeife, die keine ist, regt zum Nachdenken an und das „Schwarze Quadrat“ von Malewitsch wird sicher auch hier diskutiert. Eine riesige Spinne fasziniert Kinder auf unterschiedlichste Weise, diese Skulptur würden wir uns gerne mal ansehen. Ich liebe die fülligen Figuren von Niki de Saint Phalle, hier ist es ein bunter Vogel. "Die Welle" von Hokusai berichtet über japanische Holzschnitte. Das letzte Bild zeigt „Zitronen“ auf einem Teller. Danach gilt es Dinge, die auf den Bildern sind, zu suchen und selbst ein Bild mit X zu malen, das musste man nämlich auf Axt ausweichen. Eine Liste der Exponate und nähere Informationen dazu finden wir am Ende des Buches.
    Ich habe in diesem Buch einige Werke gefunden, die ich bislang nicht gekannt habe, auch Namen von Künstler*innen, die mir nicht geläufig waren. Zudem gab es viele Werke weiblicher Künstlerinnen zu entdecken. Für mich war also das Lesen und Anschauen dieses Buches ein echter Gewinn.

    Dagmar Mägdefrau
  • Die Stadtpark-Detektive

    Die Stadtpark-Detektive

    Anja Kiel

    Elke Broska

    Ravensburger – Leserabe

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    In drei Kapiteln ermitteln Leo und Nia als Stadtpark-Detektive. Die beiden treffen sich im Park und bringen die entsprechende Ausrüstung mit: Fernglas, Lupe, Taschenlampe, Block und Stift. Schon bald treffen sie auf einen weinenden Jungen, der seinen Ball vermisst. Wer könnte den aus dem Sandkasten gestohlen haben? Zunächst wird ein Bild von dem Ball gemalt, damit man andere fragen kann, ob sie ihn gesehen haben. 
    mehr oder weniger lesen
    Dann wird die Umgebung einschließlich Abfalleimer abgesucht. Es tauchen auch Bälle auf, aber sie sehen anders aus als der Gesuchte. Sogar eine Melone muss ein Mann aus der Tasche holen, um zu beweisen, dass es kein Ball ist. Doch dann bekommen die beiden einen Tipp, aber es dauert noch einige Zeit, bis der Fall gelöst ist und dann schließt sich direkt noch ein neuer an. 
    Ermitteln und Detektiv spielen lieben alle Kinder und hier ist der Fall sehr gut nachvollziehbar für Vorschulkinder.
    Die große Schrift wird durch kleine Bilder ergänzt und dank der herausklappbaren Liste kann man während des Lesens schauen, was die kleiner Bilder zu bedeuten haben. Das Buch ist in erster Linie zum Vorlesen gedacht und die Kinder können den Text um die Bild-Worte ergänzen. Später kann das Kind selbst versuchen, das Buch zu lesen. Sicher ein schönes Geschenk für Kinder, die gerne schon selbst lesen wollen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Feuerwehrgeschichten

    Feuerwehrgeschichten

    Katja Reider

    Vernessa Himmler

    Ravensburger – Leserabe

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Auf dem Cover sieht man den Einsatzwagen der Feuerwehr und davor steht Bodo, der Feuerwehrmann aus der Geschichte. Im ersten Kapitel will er mit seinem Sohn zum Fußballspiel. Basti ist total aufgeregt, weil er hofft, den Pokal aus den Händen des berühmten Fußballers Max Kaiser entgegennehmen zu können. Denn er will auf jeden Fall siegen. Aber dann muss Bodo zum Einsatz. Es brennt in einem Wohnhaus. 
    mehr oder weniger lesen
    Wie es der Zufall will, rettet Bodo Max Kaiser, der den Pokal unter dem Arm trägt. Deshalb ist Basti bei der Überreichung doppelt stolz. In den beiden anderen Geschichten rettet Bodo einen Kranführer und danach gilt es, eine Schlange zu fangen.
    Hübsche kleine Geschichten über einen Feuerwehrmann mit Sohn. Die große Schrift wird durch kleine Bilder ergänzt und dank der herausklappbaren Liste kann man während des Lesens schauen, was die kleiner Bilder zu bedeuten haben. Das Buch ist in erster Linie zum Vorlesen gedacht und die Kinder können den Text um die Bild-Worte ergänzen. Später kann das Kind selbst versuchen, das Buch zu lesen.
    Erzählungen aus dem Feuerwehralltag, der Kinder immer brennend interessiert. Dann noch gepaart mit Fußball, eine sicher Option gerade bei männlichen Vorschulkindern. Die vielen großen Illustrationen ergänzen die Geschichte sehr schön.

    Dagmar Mägdefrau

  • Verboten

    Verboten

    Hanna Däumer

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    In einem Kinosaal sitzen einige Tiere und das Flusspferd reißt sein Maul weit auf, der Hase im Hintergrund macht „Pssst!!“, so sieht das Cover aus und das Bild wiederholt sich im Buch, denn es ist verboten „dreckig zu lachen.“ Wobei ich finde, da gibt es kein direktes Verbot, es ist nur meist nicht nett. So geht es mir mit einigen Seiten.  Es ist sicher verboten, „vom Beckenrand zu springen“ - das liest man in jedem Schwimmbad. 
    mehr oder weniger lesen
    Mundraub und Vermüllen werden sogar strafrechtlich verfolgt, aber „Schief singen“, „Faul rumliegen“ und einige andere Verbote sind durchaus in Frage zu stellen. Ich denke, dadurch wird das Buch schon zu einigen Diskussionen anregen und vielleicht gibt es noch mehr solcher eigenartigen Verbote, denn auf der letzten Seite steht „Verbieten: Verboten“ 
    Kürzer können sinnvolle Texte kaum sein und die Bilder, die an Collagen erinnern, sind sehr interessant anzuschauen, da gibt es eine ganze Menge zu sehen. So ist gibt es zu jedem Verbot auch ein Schild, das es zu entdecken gilt. Mir gefallen die faul rumliegenden Tiere besonders gut.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wer will fleißige Bagger sehn – Der schiebt und zählt von 1 bis 10

    Wer will fleißige Bagger sehn – Der schiebt und zählt von 1 bis 10

    Cornelia Boese

    Dominik Rupp

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    In dem kleinen handlichen Pappbilderbuch gibt es viel zu entdecken, schon auf dem Cover sehen wir einige Bagger. Der erste Bagger fühlt sich etwas einsam und wenn man die Schieber herauszieht, kommen Bagger zwei und drei dazu. Nachdem die drei noch Hilfe brauchen, wird schnell auf fünf aufgestockt. 
    mehr oder weniger lesen
    Nachdem auch die fünf fleißig baggern, tauchen die nächsten zwei auf. „Ich kann die größten Steine schieben! Meint schnaufend Bagger Nummer 7“ Am Ende sind es zehn Bagger, die begeistert in dem entstandenen See baden. 
    Ein schönes Buch für unsere kleinen Bagger-Fans, zusätzlich kann man noch zählen, was sicher erst etwas für ältere Kinder ist. Aber es schadet sicher nicht, die Zahlen schon einmal gehört zu haben.

    Dagmar Mägdefrau
  • Der Waldbuchclub in der Schule

    Der Waldbuchclub in der Schule

    Annie Silvestro

    Tatjana Mai-Wyss

    Bohem

    Der Waldbuchclub

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Josie, Hoppel und die anderen Waldtiere, die gerne in die Bibliothek gehen. Die Tiere sitzen auf den Stufen, essen Donuts und warten, dass die Bibliothek geöffnet wird. Alle haben dort Dinge gefunden, die sie gerne machen, so bastelt das Stachelschwein und der Waschbär sitzt am Computer. 
    mehr oder weniger lesen
    Hoppel und Josie sitzen gemütlich im Sessel und schauen ein Buch an. Josie ist ganz aufgeregt, weil morgen ihr erster Schultag ist. Hoppel möchte sie gerne unterstützen und macht sich am nächsten Tag auch auf den Weg zur Schule, unterwegs begegnet er seinen Freunden und alle gehen mit. Allerdings hatten die Tiere nicht damit gerechnet, dass die Schule so groß ist. Deshalb passiert noch eine ganze Menge, bis sie Josie finden und sich vergewissern können, dass sie Freunde gefunden hat. Und so sitzen am Ende alle zusammen auf einem Klettergerüst in einer „riesigen Umarmung“.
    Die Illustrationen sind stimmungsvoll gestaltet und bilden sowohl die Waldtiere als auch die Kinder sehr realistisch ab. So gibt es ein Kind mit Brille und eines sitzt im Rollstuhl.
    Er ist einfach schön, Freunde zu haben, die merken, wenn sie für uns da sein müssen und für die Freundschaft das Wichtigste im Leben ist.

    Dagmar Mägdefrau

  • Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat

    Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat

    Werner Holzwarth

    Wolf Erlbruch

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Die Geschichte ist schon 35 Jahre alt und ich denke, den meisten ist sie schon aus Kindertagen bekannt. Der Maulwurf schaut aus seinem Loch und da macht ihm jemand auf den Kopf, daraufhin fragt er alle Tiere, ob sie es wohl gewesen wären. Daraufhin zeigen ihm alle Gefragten ihre Ausscheidungen. So erfahren wir, wie unterschiedlich diese Köttel aussehen. Als der Maulwurf erfährt, dass es wohl der Hund gewesen sei, rächt er sich und macht dem Hund auf den Kopf.
    mehr oder weniger lesen
    Natürlich lebt die Geschichte nicht nur von der Beschäftigung mit den Exkrementen der Tiere, sondern auch von den wunderschönen Bilder von Wolf Erlbruch. Das mir vorliegende Buch hat die Besonderheit, dass man durch das Verschieben der Pappe, die Überraschung noch einmal vergrößert. Denn erst wird der Text gelesen und dann geschaut, was das Tier da fabriziert hat. 
    So wird ein wundervoller Klassiker noch einmal zu einem besonderen Buch. Die Kinder schieben ja auch so gerne.

    Dagmar Mägdefrau
  • Dieses Buch kann fliegen

    Dieses Buch kann fliegen

    Leah Molzahn

    Katrin Meiller

    EMF

    Leseempfehlung ab 0 – 3 Jahre

    Ein Maki ist der Protagonist dieses Buches, es war ein wenig schwierig, meinem Enkel (gerade 2 Jahre) zu erklären, dass das Tier, trotz der großen Augen keine Eule und trotz des langen Schwanzes keine Maus ist. Und erst auf Seite 3 wird der Tiername genannt und erst da konnte ich erklären, wie das Tier, das hier agiert, heißt.
    mehr oder weniger lesen
    Auf dem Cover sehen wir also diesen Maki, der das Buch durch die Luft schleudert. Im Buch taucht zunächst die Frage auf, ob das Buch wohl flitzen kann. Und schon zischt es über den Boden. Völlig durchnässt steht der Maki auf dem Buch und fragt sich, ob es wohl ein Haus sein kann. Nun muss man das Buch hochkant halten und da sitzt der Maki unter dem aufgestellten Buch, während er gleichzeitig oben mit der Gießkanne Wasser auf das „Haus“ gießt. Dann wird mit dem Buch Wind gemacht und es fliegt danach hoch durch die Luft. Nur als das Buch in der Wanne schwimmen soll, funktioniert das nicht.
    MINT-Phänomene sollen mit diesem Buch schon kleine Kinder ansprechen. Da werden kleine Experimente gemacht und den Kindern gezeigt, was passieren kann. Dass ein Buch dabei immer im Mittelpunkt steht, gefällt mir auf der einen Seite, dass es, obwohl es ein stabiles Pappbilderbuch ist, dabei zerstört werden kann, finde ich nicht ganz so toll. Schließlich fordere ich die kleinen Bücherwürmer immer auf, pfleglich mit den Büchern umzugehen.
    Die Illustrationen zeigen hervorragend die Dynamik der Handlung, sie sind einfach und erklären die kurzen Texte sehr gut.

    Dagmar Mägdefrau
  • Erstes Lernen – In der Stadt

    Erstes Lernen – In der Stadt

    DK

    Verlagsempfehlung ab 1 Jahr

    Dieses große Pappbilderbuch mit Reitern zeigt vieles, was wir in der Stadt entdecken können. Die Illustrationen sind Fotos, wie wir schon auf dem Cover sehen. 
    Zu Beginn geht es auf die Straße. Neben einer Straßenlaterne sehen wir unterschiedliche Fahrzeuge. Bahn und Bus gefallen meinem Enkel (2) sehr. Aber er lernt auch neue Begriffe, die er bisher noch nicht benutzt hat. Die Baustellenfahrzeuge sind natürlich auch etwas für ihn, den Bagger kennt er ja schon.
    mehr oder weniger lesen
    "Im Park" gibt es einen Baum und Blätter, ein Laufrad und vieles mehr. „Auf dem Spielplatz“ gibt es neben der Rutsche und der Schaukel auch noch viel zu entdecken. „Im Café“ hatten wir ein Problem mit dem Teller, der aussah wie ein Ball. Danach werden Tiere vorgestellt, denn immer gibt es zu dem Foto auch einen geschriebenen Begriff. "Im Bahnhof" gibt es einen Zug, ein Feuerwehrauto bei „Zu Hilfe“, danach gibt es Fotos zur Polizei und zum Einkaufen. Schwimmbad, Kindergarten und Zoo sind die Themen der letzten Doppelseiten.
    Zuerst kann man Begriffe nennen und die Bilder dazu zeigen, dann lässt man die Kinder zeigen und am Ende können sie die Begriffe selbst nennen und zeigen. Ein Buch zum lernen und dabei Spaß haben.

    Dagmar Mägdefrau
  • Holger & Stein machen Ferien

    Holger & Stein machen Ferien

    Jule Wellendiek

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Der Fuchs Holger und sein Freund Stein machen zusammen Urlaub in den Bergen, dort besuchen sie Steins kleine Schwester Kiesel. Nach der Zugfahrt meint Stein, „Ferien sind die schönste Zeit des Jahres.“ Er liebt die Berge und findet alles, was da zugehört, wundervoll. Doch Holger findet es zu Hause viel gemütlicher, er hat lieber den Wald vor dem Fenster. 
    mehr oder weniger lesen
    Das erinnert mich total an meine Mutter, die auch nicht gerne verreiste. Als dann Stein und Kiesel noch viele Sachen gemeinsam machen, die ihnen viel Spaß machen und die Holger gar nicht gefallen, ist die Stimmung sehr schlecht. So fängt Holger an, Blumen zu pflücken und Kränze daraus zu machen. Daran hat Kiesel auch Spaß und so bleibt Stein allein im Wasser zurück. Nun ist Holger wieder besser gelaunt, aber sein Freund Stein fühlt sich ganz allein. Doch dann denken alle über eine Gemeinsamkeit nach und finden die in einem Lagerfeuer. 
    Es ist nicht immer einfach, sich auf eine neue Umgebung einzustellen und diese schön zu finden. Ein wenig Heimweh ist ja immer mit dabei, wenn man in den Urlaub fährt. Doch hier kommt noch hinzu, dass Stein Spaß mit Kiesel hat und sein Freund außen vor bleibt. Wie schön, wenn man dann in der Lage ist, dieses Problem zu erkennen und eine Lösung zu finden.
    Der Text ist schon etwas lang und schwierig für ganz Kleine, ich würde die Leseempfehlung etwas älter einschätzen. Die Bilder, auch wenn mir der schwanzlose Fuchs immer noch nicht so gut gefällt, sind wieder sehr schön gestaltet, die Gefühle kommen sehr gut heraus und am Ende ist ganz klar „Freunde sein.“ Dass wollen alle drei gerne.

    Dagmar Mägdefrau
  • Hier kommt Mila!

    Hier kommt Mila!

    Kristina Vogel

    Lily Baron

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Mila in ihrem bunten Rollstuhl mit den glitzernden Sternen am Rad. Zunächst werden uns einige Kinder vorgestellt, die Mila kennenlernen wird. Mila ist heute zum ersten Mal in der neuen Kita und während Papa mit der Erzieherin Karin redet, hilft Mila einem Jungen, an seinen Schmuse-Elefanten zu kommen, denn sie hat einen Greifarm, der auch ganz oben an das Fach kommt. 
    mehr oder weniger lesen
    Karin gibt Mila den Harken mit dem Hund, das ist ihr Lieblingstier und die Bank wurde auch schon verschoben, damit Mila an den Haken kommt. Beim Spiel, „Mein liebster, liebster Platz ist frei“ ist schnell klar, dass Mila nicht auf dem Stuhl sitzen kann, aber die Lösung ist ganz einfach, sie spielen im Stehen weiter. Beim Ausflug in den Zoo ist der Fahrstuhl am Bahnhof defekt und der Erzieher bietet Mila an, sie zu tragen, doch Mila möchte das nicht und macht sich Sorgen, dass die Kinder böse auf sie sind, wenn sie den Ausflug dadurch verhindert, doch ein Junge weiß einen Rat. Lou und Mila freunden sich an und so gehen sie zusammen mit den Eltern und dem Vater auf den Spielplatz. Doch Mila kann sich hier nicht frei bewegen, der Sand stoppt sie. Da sammeln die Eltern Geld, um einen neuen barrierefreien Spielplatz zu bauen.
    Das Buch zeigt auf eine angenehme, kindgerechte Art, was es bedeutet, in einem Rollstuhl zu sitzen. Es ist toll zu sehen, wie einfach die Lösungen oft sind und was man erreichen kann, wenn sich die Menschen zusammenschließen, um ein Projekt zu verwirklichen.
    Die Autorin, die selbst nach einem Sportunfall im Rollstuhl sitzt, zeigt uns, unterstützt durch realistische Illustrationen, den normalen Kita-Alltag eines selbstbewussten kleinen Mädchens, deren Freunde sie ohne Mitleid unterstützen.
    Meine vierjährige Enkelin liebt diese Buch und will es, nachdem ich es schon mehrfach vorgelesen habe, unbedingt selbst besitzen und ein größeres Lob kann ein Buch kaum bekommen, finde ich.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Gesang des Wals

    Der Gesang des Wals

    Karen Swan

    Padmacandra

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover reitet ein Kind auf dem Rücken des Wals. Auf der ersten Seite erblickt es durch eine Fernrohr den singenden Wal, er fordert es auf, „Ich will dir was zeigen – komm mit mir mein Kind!“ So schwimmen die beiden gemeinsam durchs Meer, geschlafen wird auf dem Walrücken, mit Delfinen wird gespielt und nach einmal Luftholen tauchen sie zu einem Schiff.
    mehr oder weniger lesen
    Die folgende Doppelseite zeigt wunderschön die Tiefe des Meeres, nur wenn man genau hinschaut, liegen auf dem Grund alte Flaschen und anderer Müll. „Verzauberte Farben, die sahen wir hier, ich mit dem Wal und der Wal mit mir.“ Es gibt einige unterschiedliche Wiederholungen des letzten Satzes, was mir und sicher auch den kleinen Zuhörenden sehr gut gefällt. Als der Wal Hunger bekommt und sein Maul öffnet, sehen wir viel Müll dort verschwinden. Danach folgt wieder ein beeindruckendes Bild, eine Doppelseite zeigt nur ein Auge des Wals, aus dem eine Träne läuft, das Kind breitet tröstend seine Arme aus. Dann sehen Wal und Kind auf dem Rückweg in die Ferne und einige Tiere, die unter dem Müll leiden. Wieder zurück handelt das Kind und fordert auf, den Müll zu beseitigen „Helft mit, macht ihn weg!“
    Wundervolle Illustrationen und ein poetischer Text von Jörg Hilbert mit schön klingenden Wiederholungen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Jetzt gehe ich in die Kita

    Jetzt gehe ich in die Kita

    Constanze von Kitzing

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Auf dem Cover hängt Juna ihren Rucksack an den Harken, denn heute ist ihr erster Tag in der Kita. Dann folgt eine Blick in eine ganz normale Küche, die Kita-Kinder frühstücken, Papa macht das Pausenbrot, das Schulkind Emil packt seinen Ranzen und Mama setzt schon ihren Fahrradhelm auf. Dann geht Papa mit den Kindern in die Kita, erst geht Oskar in seine Pinguingruppe und dann lernt Juna ihre Mäusegruppe kennen.
    mehr oder weniger lesen
    Hier spielen schon viele Kinder, doch dann ruft die Erzieherin Kaya zum Morgenkreis. Danach spielt Juna mit der Eisenbahn und wäscht sich in dem kleinen Waschbecken ihre Hände. Dann verabschiedet sich Papa, der bisher immer dabei war, für eine kurze Zeit und als Jana nach dem Mittagessen nach ihm fragt, nimmt Kaya sie auf den Schoß, bis Papa wieder da ist. 
    In dem Buch werden an einigen Stellen Gesten wie z.B. die für Schuhe oder Tschüss erklärt. Die Geschichte und die Illustrationen zeigen realistisch den Alltag in der Kita, so könnte ein erster Tag ablaufen und ich glaube, dieses Buch kann Neuanfängern in der Kita ein wenig die Angst nehmen. Bekanntes, auch wenn es Situationen in einem Pappbilderbuch sind, können etwas die Angst vor Neuem nehmen.
    Ein nützliches und empfehlenswertes Buch für den Start in die Kita. Meine Enkel, die alle schon in der Kita sind haben ihre Einrichtung ganz klar darin wiedergefunden.

    Dagmar Mägdefrau
  • Albert und Ella – über Missgeschicke, kleine Schätze und darüber, wie aus Grau Grün wird

    Albert und Ella – über Missgeschicke, kleine Schätze und darüber, wie aus Grau Grün wird

    Anna Laura Jacobi

    Alibri

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Albert und Ella inmitten von grauen Wolken, über ihnen wachsen schöne rote Erdbeeren. Dann folgt ein Blick auf eine graue Stadt ohne jede Pflanze. Zunächst wird uns Albert vorgestellt, er ist „ein kleines bisschen anders als andere Erwachsenen“. Er schaut mit einer Art kindlicher Neugier auf seine Umgebung und wird so zum „Schätzefinder“. 
    mehr oder weniger lesen
    Eine ganze Seite seiner Schätze können wir uns auf einer Seite anschauen, da gibt es viel zu entdecken. Er arbeitet in einer Erdbeerfabrik, was mich zunächst sehr erstaunt hat. Aber in der Welt, in der Albert lebt, gibt es keinerlei Pflanzen oder Tiere, so werden die Erdbeeren in einer Fabrik gefertigt. Albert ist dafür zuständig, die kleinen Samen als kleine gelbe Perlen auf die Früchte zu nähen. Das macht er sehr schnell und deshalb arbeitet er immer noch dort, obwohl er täglich zu spät kommt. An jedem Morgen beobachtet er Ella, die in einer Kirschmarmeladenfabrik arbeitet, wie sie zur Tram geht. Er ist nämlich in Ella verliebt, aber zu schüchtern, um sie anzusprechen.
    Ein wirklich sehr schöne Liebesgeschichte wird in diesem Bilderbuch erzählt, die Bilder sind sehr schön gestaltet und aussagekräftig.
    Der Text ist ziemlich lang und die erwachsenen Protagonisten sprechen kleine Kinder wohl nicht so sehr an. Deshalb würde ich das Lesealter frühestens bei fünf Jahren festlegen, fast möchte ich sagen, es ist ein Buch für Erwachsene.
    Am Ende erntet das Paar Erdbeeren, aber wenn man es realistisch betrachtet, werden keine Erdbeeren ohne die Bestäubung von Insekten wachsen und eine Bestäubung von Hand wird nicht erwähnt.
    Ein Buch, das Hoffnung macht, dass auch aus grauen Städten wieder grüne Städte werden können. Aber auch in dieser Geschichte bedarf es dazu so etwas wie ein Wunder.

    Dagmar Mägdefrau
  • Meine Träume fliegen hoch

    Meine Träume fliegen hoch

    Cori Doerrfeld

    Cori Doerrfeld

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Toni mit Fliegermütze, er hat einen Papierflieger in der Hand. Er will etwas „Neues ausprobieren“ und faltet das Blatt zu einem Flieger, auf dem Flügel steht sein Name und daneben malt er ein rotes Herz. Doch als er ihn fliegen lassen will, taucht ein Adler auf und schreit laut „Halt“, er behauptet der Flieger müsse größer sein, damit der fliegen kann und Toni baut einen größeren. 
    mehr oder weniger lesen
    Diesmal hält ihn ein Papagei auf, der mehr Farbe verlangt. Toni malt ihn also bunt an. Als der Falke meint er müsse schneller sein, beginnt Toni zu rennen. Es kommen immer mehr Vögel mit anderen Vorschlägen und Toni läuft weit weg. Als auf einem Eisplateau ein Pinguin Toni anspricht, erwarten wir und Toni einen neuen Tipp, doch der kleine Pinguin will Toni unterstützen, so malt Toni noch einen Pinguin und ein zweites Herz auf seinen Flieger und hebt er endlich ab. 
    Zu viele Ratschläge machen Toni ganz verrückt und auch wenn es die Vögel vielleicht gut meinen, ist die Unterstützung des Pinguins doch viel mehr wert.
    Das Buch hat mich mit einem sehr guten Gefühl versehen und auch die Kinder, denen ich es vorgelesen habe, zeigten ein fröhliches Gesicht. Ich glaube dieses Buch kann glücklich machen.

    Dagmar Mägdefrau