• Grimm und Möhrchen – Frühling, Sommer, Herbst … und Zesel

    Grimm und Möhrchen – Frühling, Sommer, Herbst … und Zesel

    Stephanie Schneider

    Illustriert von Stefanie Scharnberg

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Mit dem kleinen Zesel, einer Mischung aus Zebra und Esel geht es in diesem Buch durch das ganze Jahr. Dienstag kommen die Kinder des Dorfes in den kleinen Buchladen, denn dann ist Vorlesetag. Die Kinder machen es sich zum Vorlesen so richtig gemütlich und der kleine Liem wir zukünftig immer dabei sein. Karneval ist für den Zesel eine ganz neue Erfahrung und er staunt nicht schlecht über die Verkleidungen. Doch dann bekommt Möhrchen Fieber und es sind Punkte auf den Streifen zu sehen, ein Fall von „Fellverschnupfung“.
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    Weil Möhrchen so viel liest, hat er die Bände von „Ranunkel“ schnell gelesen und Grimm stellt ihm die Autorin vor, die allerdings noch etwas Zeit für den nächsten Band braucht. Wem ähnelt die Autorin auf dem Bild wohl? Bald wird es Sommer mit viel Sonne, einem Planschbecken und einer Urlaubsreise. Im Herbst machen die ein Kartoffelfeuer und schließlich ist der Dezember mit dem Weihnachtsfest da.
    
    Staunend, wie die kleinen Zuhörer erlebt der Zesel, die für ihn neue Welt, da gibt es kleine Missverständnisse, liebevolle Szenen und viele wunderschöne Bilder. Eine wundervolle Fortsetzung des ersten Bandes, die man sich nicht entgehen lassen sollte. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Tomatentage mit Tinka

    Tomatentage mit Tinka

    Sanne Dufft

    Urachhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Wieder geht es bei Tinka, wie im ersten Band (Tinkas Tomaten) um dieses leckere rote Obst, das im Garten oder auf dem Balkon wächst. Da die Eltern wegfahren bleibt Opa bei Tinka und gemeinsam kochen sie Tomatensoße. Opa kennt ein erprobtes Rezept und die Tomaten hat Tinka natürlich selbst geerntete. Damit die Eltern das Rezept nachkochen können, wir es in ein Buch geschrieben. Tinka malt das Bild dazu. Beim Einkauf auf dem Markt treffen Tinka und Opa Marcello. Tinka erzählt von ihrem Tomatenwochenende, Marcello sagt ihnen gleich das Rezept „Insalata Caprese“, dass sie dann zusammen zubereiten.
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    Als Enisa zum Spielen kommt, erzählt sie von „Tomatentaboulé“ und holt gleich das Rezept bei ihrer Mutter. Dieses syrische Gericht wird auch gleich ins Buch geschrieben. Da Jasper für die Eltern am Abend Burger machen will, machen Opa und Tinka Tomatenketchup. Mit dem schönen Wort „Oberpomodorofantasticofleißg“ und einem Bild vom gemeinsamen Essen endet das Buch. 
    Schön, dass der Tomaten-Fans Tinka uns hier ihre und Opas Rezepte aufgeschrieben hat, sie sind einfach herzustellen und der Ketchup kann auch ein schönes Mitbringsel sein.
    
    Die kleine Geschichte wird wieder sehr schön durch die Bilder ergänzt und sie wird nicht nur kleinen Köchinnen und Köchen gefallen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ich lese!

    Ich lese!

    Attilio

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 0-36 Monate

    Mit einfachen klar umrandeten Tierfiguren werden verschiedene Lesesituationen dargestellt.
    „Jemandem zuhören, der vorliest“ der große graue Hund liest dem kleinen Hund vor, der brav zuhört. „Am Sonntag lesen“ bedeutet wohl im Bett zu lesen, auf dem Klo lesen „lesen und dabei etwas wichtiges erledigen“. Der kleine Maulwurf, der aus seinem Loch kommt, liest „nach einem dunklen Moment“, die beiden Mäuse lesen gemeinsam.
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    Man kann auch zwei Bücher gleichzeitig lesen, Freunden vorlesen, lesen, um einzuschlafen und “lesen, um jemand anderes zu sein“. Zu Schluss „ein Buch lesen und es dann verschenken“, das lohnt sich doppelt finde ich. 
    
    Ein schönes kleines Buch über das Thema, dass mir so wichtig ist. Da die Bilder so einfach sind, kann man es sicher schon sehr früh den Kindern vorlesen. Allerdings sind die Blätter nicht verstärkt und man wird es den Kinderhänden noch nicht überlassen können.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Abenteuer mit dem Meermädchen – Mit Bildern lesen lernen

    Abenteuer mit dem Meermädchen – Mit Bildern lesen lernen

    Anja Kiel

    Fischer Sauerländer

    Duden Leseprofi

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Mit dem Beginn der Kita entdecken die Kinder die Buchstaben und „lesen“ gerne etwas vor. Mit diesem Buch, dass Worte durch kleine Bilder ersetzt, können sie zunächst einmal beim Vorlesen mithelfen. 
    Erst einmal geht es zum Strand. Die Profifrage nach Worten, die mit M anfangen, ist sich für viele noch etwas schwierig. Papa, Mama, Ela und ihr Bruder Niko verlassen den Wohnwagen und gehen hinunter zum Strand. Am Bildrand sind Begriffe aufgemalt und benannt, die es zu suchen gibt.
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    Aber einige der Dinge sehen wir auch auf den nächsten Seiten im Text. Ela möchte mit dem Schwimmreifen ins Wasser, ihr Bruder möchte lieber Angeln. Im nächsten der drei Kapitel hören die Kinder einen Hilfeschrei und finden ein Meermädchen, dass sich in einem Netz verfangen hat. Zum Dank für die Rettung, dürfen die Kinder die Unterwasserwelt kennenlernen. So sind die beiden am Ende der Meinung, dass es „doch kein blöder Urlaub“ ist. 
    
    Wer nicht alle Aufgaben lösen konnte oder wer wissen möchte, ob er richtig liegt, findet hinten im Buch die Lösungen und auch ein Wörterbuch mit den Bilder, die die Kinder „lesen“ sollten. 
    
    Ein spannende Feriengeschichte mit schönen Bildern und einem tollen Abenteuer.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Rotkäppchen rettet den Wolf – Ein Nicht-Märchen

    Rotkäppchen rettet den Wolf – Ein Nicht-Märchen

    Petra Piuk

    Gemma Palacio

    leykam:

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    Schon der Begriff „Nicht-Märchen“ hat mir sehr gut gefallen. Ich habe schon einige Bücher, die aufgrund des Rotkäppchen-Märchens geschrieben wurden, aber dieses ist etwas ganz Besonderes.
    Zu Beginn gibt es einen Streckbrief von Anna, die, weil sie eine rote Kappe trägt, Rotkäppchen genannt wird. Auch die Leserin und der Leser könne ihren Streckbrief auf der nächsten Seite ausfüllen. Zur Einführung kann man eine Kurzfassung des Originalmärchens lesen und dann geht es los. Auch Anna wird zur Oma geschickt und auch sie muss dazu durch den Wald.
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    Dort findet sie Spuren eines Wolfes und auch zu ihm gibt es einen Steckbrief. Allerdings findet sie auch Müll, den sie einsammelt. Dann sucht sie den Verursacher und das ist ausgerechnet der Bürgermeister. Er erklärt ihr auch, dass der Wald einem Einkaufszentrum weichen soll. Das kann Anna natürlich nicht zulassen. In einem Aufsatz hat sie gerade etwas darüber geschrieben, wie wichtig Wölfe auch in unserer Zeit sind. 
    In ihrer Oma findet sie eine Unterstützerin und so werden Schilder gemalt und Mitstreiter gesucht. 
    Am Ende des Buches gibt es Tipps, was wir für die Rettung des Planeten tun können und ein Wolfsquiz. Das Rezept vom leckeren Kirschkuchen, den Mama für Oma gebacken hat ist auch noch zu finden. 
    
    So ein „Nicht-Märchen“ ist schon eine tolle Sache und zeigt sowohl die Wichtigkeit des Wolfes, der ja immer noch vielen Angst macht, als auch was ein „Rotkäppchen“ für den Planeten tun kann, denn ihr Berufswunsch ist schließlich „Planetenretterin“. Das könnten wir doch alle zu unserem Hobby machen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Dickerle

    Dickerle

    Monika Helfer

    Christoph Abbrederis

    leykam:

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    Ich habe dieses Bilderbuch lesen wollen, weil ich die Autorin aus der Erwachsenenliteratur kenne. 
    Das Cover zeigt ein dickes Kind, dass noch die letzten Krumen vom Teller leckt. Das dicke Kind mit den wunderschönen langen roten Haaren kommt in die Schule und ihre Mutter hat Olivia Kleidung herausgelegt. Diese Kleider sind „hässlich und unförmig.“ Olivia aß zu gerne und leerte auch noch den Teller ihrer dürren Mutter. Als Olivia ein Shirt ihrer Mutter anprobiert, bricht sie weinend vor dem Spiegel zusammen, so eng ist es.
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    Obwohl es in der Schule viele dicke Kinder gibt und sie dort, entgegen ihren Erwartungen keine Probleme hat, beschließ sie abzunehmen. Da die Mutter „wegen anderer Dinge“ sehr litt, aß sie immer mehr. So wurde die Mutter immer dicker und Olivia dünner. Allerdings vergaß sie ihren Hasen zu füttern, so dass das vorher dicke Tier verhungerte. Nur die Dünne Katze überlebt die Essstörungen der beiden. Auf der letzten Seite sehen wir ein Handyfoto auf dem Mutter und Tochter mit Normalgewicht zu sehen sind.
    
    Selten habe ich ein so unbegreifliches Bilderbuch gelesen. Vieles hat mich richtig erschreckt und mich ratlos zurückgelassen. Die Bilder sind treffend gezeichnet und bilden das Zu- und Abnehmen sehr gut ab. Mir ist aber nicht klar, für wen das Buch geschrieben wurde. Dicken zeigt es das Abstoßende ihrer Figur und unterstützt nicht ihr Selbstwertgefühl. Viellicht treibt es sie sogar in die Magersucht. Freude scheinen ja nur dünne Kinder zu finden. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Herr Max und die schlaue Maus

    Herr Max und die schlaue Maus

    Daniel Fehr

    Isabel Große Holtforth

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Dieses Pappbilderbuch berichtet von Maximilian Max, einen „vornehmen Herrn“, der sich sein Sonntagmorgenfrühstück freut. Als er dann den Teller mit dem Käse auf den Tisch stellt, erdeistet sich eine Maus, ihm ein Stück zu klauen. Das lässt sich Herr Max aber nicht gefallen und er jagd hinter der Maus her. Im Buch ist die Zimmertüre zu sehen, die sich öffnen lässt und durch die wir auf die nächste Seite schauen. So gelangen wir in ein gemütliches Lesezimmer, aber schon entwischt die Maus durch ein Bild und so kommen wir in die Küche, hier geht es durch den Schrank ins Treppenhaus.
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    Wieder ist eine Türe zu öffnen, die führt in einen großen Abstellraum, hier ist der Ausgang eine Pendeluhr, durch den Uhrenkasten gelangt man in den Keller. Herr Max muss ich durch enge Rohre quälen und fragt sich, ob das der Käse wert ist. Schließlich entdeckt Herr Max einen Frühstückstisch in einem Gartenhaus, der seinem sehr ähnelt und die Maus hat endlich die ganze Käseauswahl am Esstisch im Haus für sich. 
    
    Diese witzige Geschichte mit den Durchgängen ins nächste Zimmer macht richtig viel Spaß. Vielleicht ist der Text für manche Zweijährige noch etwas lang, aber die Bilder mit den zu öffnenden Türen kommen bestimmt gut an.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ich bin kein Schaf

    Ich bin kein Schaf

    Stephan Valentin

    Denitza Mineva

    Pfefferkorn

    Leseempfehlung ab 2 Jahre

    Obwohl das Cover ganz klar ein weißes Schaf zeigt, heißt der Titel „Ich bin doch kein Schaf!“ und genau diesen Satz lesen wir in diesem Bilderbuch auf fast jeder zweiten Seite.
    Es beginnt damit, dass alle Schafe frisches Gras fressen, doch unser Schaf sitzt am Tisch und isst Pizza. „Aber ich bin doch kein Schaf!“ ist unter dem Bild zu lesen. Es macht auch nicht „Määähhh“ sondern „Kikerikiii“, es will auch nicht in die Berge, es möchte lieber in die Karibik.
    Schützt sich nicht vor Regen, schläft nicht im Stall, pflegt nicht sein Fell und hört nicht auf den Hund des Schäfers.
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    Da wenden sich die anderen Schafe ab und meinen, das Schaf gehöre nicht zu ihnen. In kleinen Bildern können wir die unterschiedlichen Gefühle des Schafes darauf anschauen. Doch dann kommt der Wolf und unser Schaf ermutigt die anderen zum Widerstand und so lesen wir „Wir sind nicht immer Schafe!“. Am Ende feiern alle zusammen und unser Schaf macht fröhlich mit.
    
    Wie selbstbewusst sich das Schaf gegen die anderen durchsetzt, ist bewundernswert, und wie schön, dass es trotz der zwischenzeitlichen Ausgrenzung, am Ende zusammen mit allen feiert. Schließlich hat es mit seinem Durchsetzungsvermögen die anderen dazu gebracht, dem Wolf die Stirn zu bieten.
    
    Klare einfache Bilder und ein ebensolcher Text bieten viel Spiel zur Diskussion. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Kluck und der Kuckuck

    Kluck und der Kuckuck

    Yvonne Hergane

    Wiebke Rauers

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Mit großen Augen schauen sich Kluck, der junge bunt gefiederte Kranich, und der Kuckuck auf dem Cover an. 
    Das Buch beginnt mit dem völlig verzweifelten Kluck, er hat seine ganze Familie verloren und alles Suchen hilft nicht. Während er sich überall verabschiedet hat, sind die anderen wohl schon gen Süden gestartet. Doch dann taucht der Kuckuck auf und will dem kleinen Kranich helfen. „Gemeinsam flattern sie auf einen Ast. Der biegt sich unter der Last.“ Diese und ähnliche wundervolle Sätze machen das Buch zu einem echten Bilderbuchschatz.
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    Der Kuckuck bezeichnet seine Eltern als „Vergesser“, er wuchs bei einer Bachstelze auf. Als Kluck Jo trösten möchte, fallen beide vom Baum auf eine weiches Moosposter. Wie beide dort unten liegen, ist eine echte Augenweide. Kluck gibt Jo einen Regenwurm aus und beide „schnabulieren“ ihn. Im Wasser schauen die beiden Vögel auf ihr Spiegelbild, weil Kluck findet, dass die beiden sich ähneln. „Bei dir zeigt der Schnabel nach vorne und die Beine nach unten und die Flügel zur Seite. Mehr Ähnlichkeit geht gar nicht.“ argumentiert er. 
    Da beiden Vögel nach Süden fliegen beschließen sie gemeinsam von einem Hügel loszufliegen. Hier gibt es ein witziges Missverständnis zwischen dreizehn und drei Zehen. Nach dem missglückten Start, taucht dann Klucks Mutter und die ganze Familie auf und sie sind bereit den Kuckuck mitzunehmen. 
    
    Dieses Bilderbuch besticht durch seine wunderschöne Sprache, in die sich immer wieder kleine, feine Reime einschleichen. Die farbenfreudigen Bilder ergänzen da hervorragend.  Da macht es gar nichts, dass junge Kraniche eigentlich kein so farbenfrohes Gefieder haben. Die beiden Vögel unterstützen sich gegenseitig und werde so zu echten Freunden. Ein Buch, das auf Anhieb überzeugt und das ich sicher oft begeistert lesen werde. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Marie Käferchen  

    Marie Käferchen  

    Kai Lüftner

    Wiebke Rauers

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon das gelackte Cover rockt!! Marie Käferchen ist trotz des niedlichen Namens eine richtige Punk-Röhre. Mit ihrer Gitarre mischt die den Wald auf. 
    Papa stöhnt, Frau Schnecke meint, dass es früher sowas nicht gab „und Herr Heuschreck stimmt mit ein, dieser Krach dürfe nicht sein,“
    Aber die Marie grölt weiter zu ihrer E-Gitarre. So ist sie bald allein auf der Wiese, doch dann taucht „eine bunte Käfer-Band, die man von Plakaten kennt,“ auf und die fallen in Maries Musik mit ein.
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    Bei einem gemeinsamen Konzert werden die einstigen Meckerer zu Fans. 
    Rockig bunt kommt das Buch daher und die fetzigen Verse machen es zu einem tollen Gesamtkunstwerk, das ergänzt wird durch die Musik, die man auf Spotify hören und dem Hörbuch gesprochen von Kai Lüftner (per QR-Code zu hören) und dann sind hinten im Buch auch noch Tattoos für echte Fans zu finden. Mehr kann ein Bilderbuch kaum bieten.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Nur Mut, kleine Küken

    Nur Mut, kleine Küken

    Valeri Gornachev

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Mama Huhn und ihre zwei kleinen Küken gehen zum ersten Mal auf den Spielplatz. An Mamas Hand schauen sie auf Schaukeln, Wippen und viele spielende Kinder. Sie haben auch ein wenig Angst, es ist „sooo viel los!“ Da wird Dreirad gefahren und Ball gespielt und schwatzende Hühner sitzen auf der Bank. Die Hunde auf der Wippe, die Schweinchen auf dem Karussell, die Katzenkinder auf den Schaukeln und die Maus auf der Rutsche, laden die beiden kleinen Küken ein auch mitzumachen. Aber die meinen „Dafür sind wir noch zu klein.“
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    Doch Frösche und Mäuse sind auch klein und sie meinen, die Küken sollten es versuchen. So steigen die beiden die Leiter hoch, doch oben angekommen, haben sie doch Angst zu rutschen. Da kommt ein hilfsbereiter Biber und er rutsch mit den beiden gemeinsam. „Huiiih!“ Da macht Rutschen Spaß und bald geht es auch allein. 
    
    Diese Situation kennen alle und es ist so schön, wie hier die Kleinen eingeladen werden und ihnen von den Großen Mut gemacht wird. Die Bilder sind wunderschön gezeichnet und bilden den Spielplatz mit den vielen Kinder-Tieren genau ab. Die Texte sind sehr kurz, deshalb kann man das Buch auch sicher schon ab zwei vorlesen und die Tiere anschauen, suchen und benennen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Das kleine Nein-Schwein

    Das kleine Nein-Schwein

    Henrike Wilson

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Diesmal ist es kein Pappbilderbuch, sondern ein Bilderbuch mit dünnen Seiten, man sieht dem Schwein auf dem Cover schon an, dass es alles verweigert. 
    Obwohl die Mama liebevoll „Aufstehen, kleines Ferkel!“ ruft, will Ferkel nicht aufstehen, es will einfach im warmen Bett liegen bleiben. Auch Waschen und Zähne putzen will es nicht „Nein!“ Selbst seinen Brei will es nicht essen. Trotzig sitzt es vor dem Teller mit Brei und Erdbeeren. Das Ferkel will sich auch nicht anziehen und den Helm aufsetzten.
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    Es ruft immer nur „Nein!“ Da packt Mama ihn in Unterhose und Helm in den Fahrradsitz und bei Wind und Regen geht es in den Kindergarten. Dort spielen schon alle und Ferkel ist kalt und hungrig. Wie schön, dass Mama kommt und ihn gleich in den Arm nimmt. Morgen wird sicher nicht wieder ein „Nein-Tag“ werden. Dazu sagt Ferkel „Nein!“
    
    Besonders schön ist der Satz „Am Abend, als Mama Ferkel ins Bett bringt, ist alles wieder gut.“ Manche Tage sind nun mal „Nein-Tage“ aber schön sind sie für alles nicht. Da tröstet so ein Bilderbuch mit schönen Bildern und kurzen Texten sehr.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Hauptsache, wir vertragen uns wieder

    Hauptsache, wir vertragen uns wieder

    Heidemaie Brosche

    Jana Moskio

    mvgverlag

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Nach „Und trotzdem habe ich dich immer lieb“ geht es diesmal um die Wut, die der kleine Biber hat. 
    Zu Beginn wendet sich die Autorin Heidemarie Brosch an die Eltern erklärt einiges zum Thema „Wut“. Sicher ein hilfreicher Text, der die Wut als ganz natürlich erklärt.
    Danach beginnt die Geschichte des kleinen Bibers, der nicht so gerne aufstehen möchte und deshalb zu spät in den Kindergarten kommt. Immerhin hat Mama ihm „Honigklee-Klöße“ versprochen, darauf freut er sich schon und das besänftigt kurzfristig seine Wut. Mama will nicht warten, bis er sich die Schuhe zugebunden hat. „Da stampft er mit dem Fuß.“
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    Auf dem Bild kann man ganz genau sehen, wie wütend der Kleine ist. Durch sein spätes Eintreffen spielen die Kinder schon miteinander und der kleine Biber muss alleine mit seiner Giraffe im Sand spielen. Als sich die anderen Kinder über ihn lustig machen, spürt er „wie die Wut in ihm riesengroß wurde.“ Als Mama ihn abholt und die versprochenen Klöße vergessen hat kommt die Wut geballt heraus. „Er trampelt mit beiden Beinen, heult laut und warf sich schließlich auf den Boden.“ Am Ende muss Mama ihn nach Hause tragen und kommt dabei ganz schön außer Atem. Als er erschöpft auf der Couch liegt, wird er wieder ruhiger und die Wut kleiner. Als Mama dann Verständnis für sein Wut zeigt und von Situationen erzählt in der auch sie wüten wurde, beschließen die beiden zusammen die Klöße zu kochen. „Hauptsache…wir vertragen uns wieder.“ Da liegen sich die beiden wieder in den Armen.
    
    Wut kenne ich aus eigener Erfahrung und auch aus der Kindheit meiner Tochter. Ich glaube dieses Buch hätte uns ein wenig helfen können, wenn wir beide nur noch wütend waren. Allerdings haben auch wir uns immer wieder vertragen und uns am Ende oft weinend in den Armen gelegen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wovon träumst du? Die tollpatschige Giraffe … und der verlorene Traum

    Wovon träumst du? Die tollpatschige Giraffe … und der verlorene Traum

    Julia Nüsch

    Kindermann

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Die Giraffe Annette hat ihren Traum, den sie in der Nacht geträumt hatte, vergessen, deshalb lehnt sie an einem Baum und schaut in die Ferne. Als sie dem Fuchs Rainer Marie davon erzählt, hat er gleich einen Ratschlag parat. Doch Annette springt nicht leichtfüßig, sie stolpert und landet auf dem Bauch. 
    Heinrich, der Frosch empfiehlt singen, aber Annette landet nur im Wasser. Das Schaf William verstrickt die eigene Wolle, aber Annette ist so ungeschickt, dass sie einen Knoten in ihren Hals macht.
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    Auch Johann Wolfgang und Astrid, die Insekten, können nicht helfen. Theodor, das Nashorn, baut eine Wippe und als die beiden sie nutzen, kommen alle Tiere dazu. Leider kommt es wieder zu einem Unglück und die Tiere landen oben im Baum. Dort finden sie ein Art Decke, die Annette an ihren Traum erinnert. So träumen alle gemeinsam und es „war einfach fantastisch!“
    
    Schöne verträumte zarte Bilder und eine Freundschaftsgeschichte, die in einem gemeinsamen Traum endet: „Giraffenstark!“
    Die Geschichte ist vielleicht für einige Dreijährige etwas lang, doch man kann zunächst etwas kürzen und die fantastischen Bilder anschauen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Oma Erbse

    Oma Erbse

    Mieha Friemel

    Jacky Gleich

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Leonor und Oma singen gerne Karaoke, doch jetzt liegt Oma krank im Bett. Aber sie behauptet sie sei „topfit“. Doch Mama weiß es besser und ist deshalb traurig. 
    Aber Oma möchte nicht über den Tod sprechen „nicht vor dem Kind“ sagt sie. Auch beim Abendessen wird mit der Familie über das Thema gesprochen. Als Mama dann den Kompost umsetzt geht es um die Würmer, denen wenn sie geteilt werden, ein neuer Popo wächst und das Teil mit dem Popo bekommt einen neuen Kopf.
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    Ob das so stimmt, wird zwar nicht geklärt, aber dass man mit dem Kompost Gemüse düngt und daraus u.a. Erbsen, die Leonor liebt, wachsen. So erzählt Leonor der Oma, dass sie, wenn sie stirbt auch auf den Kompost kommt und dass Erbsen aus ihr werden. Oma findet die Idee „Nicht schlecht“ und spinnt weiter, dass sie, wenn ein Pferd das Gemüse isst, sie zum Pferd würde. „So ein Pferd wäre ich gern.“ Und sie galoppiert „zu den Sternen.“ Leonor liegt mit der schon sehr durchscheinenden Oma im Bett und Oma sagt „Ich liebe dich.“ zu ihr. Auf dem letzten Bild sehen wir Leonor im Garten Erbsen essen. 
    
    Wie im Buch gesagt wird, sind die Kinder noch zu klein, aber leider passiert es, dass auch kleine Enkelkinder sich von ihrer Oma verabschieden müssen. Da sind solche Bilderbücher, das Thema durchaus mit ein wenig Humor angehen genau richtig. Hier wird anhand des Kompostes erklärt, dass nichts verloren geht. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Unser Garten

    Unser Garten

    Gerda Muller

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Carolina und Leo ziehen mit ihren Eltern in ein schönes altes Haus inmitten der Stadt. Zu dem Haus gehört ein riesiger ungepflegter Garten. Nachdem sie das Haus eingerichtet haben, geht es an die Planung des Gartens. Die beiden Kinder bekommen ein eigenes Beet, das sie bepflanzen dürfen. Aber zunächst wird der Rasen angelegt und der alte knorrige Apfelbaum gerettet. 
    Die alte Tante Lisa bringt Setzlinge und andere Pflanzen mit und die Kinder kaufen im Samengeschäft ein. Vom Balkon kann Louis den Garten gut sehen, er kennt sich seht gut mit Pflanzen aus und unterstütz die Kinder, da er im Rollstuhl sitzt, vom Balkon aus.
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    Die Pflanzen wachsen und müssen versorgt werden, aber die Kinder spielen auch mit ihren Freuden in dem schönen Garten. Im Sommer macht es Spaß den Garten mit dem Schlauch zu bewässern. 
    Nachdem die Kinder aus den Ferien zurückkommen, sind einige Pflanzen verwelkt, aber dafür können sie die Kartoffeln ernten. Mit allen nötigen Vorsichtsmaßnahmen wird sogar ein Feuer im Garten gemacht. Der Herbst kommt und es regnet lange, danach schneit es und alle Freunde kommen, um zusammen zu spielen. Doch bald kommt der Frühling und Tante Lisa bringt neun Pflanzen. 
    
    Der längere Erzähltext wird immer wieder durch Informationen über Pflanzen, Tiere und Basteln mit der Natur unterbrochen. Im Anhang wird der kleine Garten auf Louis Balkon näher gezeigt und erklärt.
    Das Buch bietet Anregungen und Tipps für kleine Gärtner und macht Lust es selbst einmal auszuprobieren. Die wunderschönen Bilder zeigen den Garten zu allen Jahreszeiten und am liebsten möchte man darin eintauchen und mitgärtnern.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Arlo kann nicht schlafen

    Arlo kann nicht schlafen

    Catherine Rayner

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ein tolles Cover zeigt den prächtigen Löwen, über ihm der Sternenhimmel und sein Name und einige Mähnenhaare sind in kupfergold geprägt. 
    „Arlo war ein sehr müder Löwe.“ So beginnt das Buch, Leider gibt es viele Gründe, weshalb der Löwe nicht schlafen kann, aber Löwen brauchen viel Schlaf. Da fragt er die Eule, die wundervoll mit ausgebreiteten Flügeln über ihm schwebt. Da singt die Eule dem Löwen ein beruhigendes, entspannendes Lied vor. „Wenn du nur Ruhe und Träume zulässt, dann kommt auch der Schlaf, ganz friedlich und fest.“ so endet das Lied.
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    Arlo stellt sich schöne Orte vor und danach, wie er bei seiner Familie einschläft und schon ist er eingeschlafen. Als er am Morgen der Eule von seinem Erfolg erzählt, weckt er sie damit auf. Und so muss er der Eule das Lied vorsingen. Am Abend treffen sich die beiden wieder und wecken mit ihrer Erfolgsmeldung die Löwenfamilie und so wird das Lied noch einmal für die Familie gesungen.
    Am Ende schlafen alle Löwen aneinander gekuschelt, nur die Eule fliegt in die Nacht.
    
    Vielleicht gelingt es dem/der Vorleser*in das Kind durch den ruhigen Gesang auch in das Reich der Träume zu begleiten.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Keine Angst kleines Schwein

    Keine Angst kleines Schwein

    Zoey Abbot

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Hand in Hand gehen Schwein und Pferd auf dem Weg, doch das Wort Angst im Titel hat etwas beängstigend. 
    Seinen Hasen im Arm liest Schwein im Bett mit einer Stirnlampe in einem Buch. Am Morgen wacht es mit einem komischen Gefühl auf und geht gleich zu seinem Freund dem Pferd. Dieser merkt sofort, dass etwas nicht stimmt und schlägt eine Radtour vor. Doch weder das noch gemeinsame Schwimmen oder witzige Hüte ausprobieren, können helfen. „Ich habe Angst“ sagt das Schwein, als das Pferd vorschlägt „dieses gruselige Etwas rauszulassen“.
    Pferd findet gemeinsames Tee trinken, könne eine Lösung sein.
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    So decken die beiden den Tisch mit vielen Leckereien und als das Schwein die Augen schließt, kommt ein schwarzer Wirbel, die „Angst vor der Nacht“. 
    Nach einigen Stück Kuchen wird sie immer kleiner. Danach kommt klebrig und zähflüssig in Lila die „Angst vor dem Alleinsein“ daher. Durch Tee löst sie sich auf. Dann taucht noch ein Wolf aus der gestrigen Geschichte auf, der dem Schwein Angst macht. Auch er frisst gerne von den vorbereiteten Sachen, am Ende wirft Schwein ihm noch wie einen Ball den Rest der schwarzen Angst zu.
    Es war nicht so ganz einfach der Angst zu begegnen und nur mit Hilfe des Freundes hat Schweinchen sie zunächst besiegt. Nicht immer gelingt es die Angst durch Aktionismus zu bewältigen, manchmal muss man sich der Angst auch stellen und dann ist es gut, wenn man Unterstützung bekommt.
    
    Dagmar Mägdefrau