• Ritter Rost im WWWunderland

    Ritter Rost im WWWunderland

    Jörg Hilbert

    Felix Janosa

    annette betz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Koks, der Drache, surft auf einer großen Welle über den Kopf von Ritter Rost. An seiner Seite drei kleine Würfel. Im Einband klebt die CD (alternativ auf MuBiBu.de) mit den Texten und Liedern, im Buch finden wir Text und Noten. Außerdem werden die drei Protagonisten kurz vorgestellt und daneben finden wir eine Karte von Ritter Rosts Heimatinsel.
    Koks muss ständig Pakete für den Ritter Rost annehmen. Das neugierige Burgfräulein Bö muss feststellen, dass in allen Turnschuhen sind. Rost findet „ich muss wahnsinnig viel nachholen.“ Und probiert die Schuhe an.
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    Leider kann er keine Schleife binden. Rost ist natürlich weg, als es heißt aufzuräumen. In seinem Zimmer tauchen aber drei kleine Würfel auf und die verschwinden auf der Flucht vor Koks in einem alten Zauberspiegel. 
    Nicht nur die Würfel sind dort verschwunden, auch Koks und Bö werden eingesaugt und landen in einem Land, in dem alles aus kleinen Würfeln besteht. 
    Die Figuren sehen ein wenig aus, wie aus Lego gebaut und sie können sich unterschiedlich zusammensetzten. So lernt Koks bald sein gepixeltes Ebenbild kennen. 
    Wie die Freunde es schaffen wieder auf die Burg zurückzukehren und was sie mit den vielen Turnschuhen machen, möchte ich nicht verraten, aber es stehen ihnen noch einige Abenteuer bevor. 
    
    Das Buch hat wieder viele schöne Bilder und die Pixel, die sich zusammensetzten lassen sind gut abgebildet. Zwischen den Texten gibt es noch Platz für die 20 Lieder. Wieder eine tolle Mischung und als Ergänzung kann man es sich auf CD oder digital anhören.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Kann ich bitte in die Mitte?

    Kann ich bitte in die Mitte?

    Susanne Straßer

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Das Buch war sofort das neue Lieblingsbuch meiner zweijährigen Enkelin. Das Mädchen sitzt auf der Couch und ruft „Komm, wir lesen ein Buch.“ Schnell holt der Hamster die anderen Tiere. So sitzen dann Zebra, Katze, Kind, Hamster und Löwe auf der Couch. Der Satz bleibt unvollendet „lesen ein…“ weil der Storch noch dazu kommt. Dann stört die Katze, der Hamster holt noch den Fisch und der Storch sitz beim Löwen auf dem Schwanz. Der Fisch verlangt in der Mitte sitzen zu dürfen und dann kommt noch das Nashorn.
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    Das sucht seine Hausschuhe und da diese unter der Couch liegen, entsteht ein rechtes Chaos. Aber am Ende schaffen die doch das Buch zu lesen.
    Einfache klare Bilder, kurze Texte zeichnen das Pappbilderbuch aus. Die Kinder lieben die Wiederholungen und lernen so die Tiere kennen. Wieder ein gelungenes Buch von Susanne Straßer.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Liebe machen

    Liebe machen

    Hans-Christian Schmidt

    Andreas Német

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    In kindlichen Zeichnungen von Steinzeitbewohnern wird gezeigt, wie es mit dem Sex funktioniert. 
    Das Paar mag sich und da geht es schon los mit dem Küssen. Dann ab in die Höhle und die Felle ablegen. Im Text heißt das „enthosen und entrocken, entschlüpfern und sogar entsocken.“ Schon liegen die beiden am Feuer und „wenn sie sich so zusammenfinden, lässt sie den Penis ganz verschwinden.“ Das Gefühl wird aber auch nicht ausgespart, Glück, Lust und Liebe werden auch erwähnt.
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    Einfache Strichmännchen sind in unterschiedlichen Positionen zu sehen, „Man sagt dazu, dass sie sich lieben.“ Dann ist die Frau schwanger, das Kind wird geboren „Sie sind beglückt durch dieses Kind, weil sie ab jetzt Familie sind.“
    Auf der letzten Seite sind wir im Jetzt und es hat sich nicht viel geändert. Ganz hinten ist noch Platz für ein eigenes erstes Foto.
    
    Die Reime sind kurz und humorvoll, die Bilder sagen mit einfachsten Mitteln alles, was Kinder wissen wollen. Mein Mann und ich hatten viel Spaß beim Lesen und ich kann mir das Buch auch gut als spaßiges Hochzeitsgeschenk vorstellen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Die kleine Hummel Bommel nimmt Abschied

    Die kleine Hummel Bommel nimmt Abschied

    Britta Sabbag

    Maite Kelly

    Joëlle Tourlonias

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Diesmal muss Bommel sich von seiner Oma verabschieden. Sie liegt matt im Bett und Mama sagt „Bald geht Oma für immer ins ewige Hummelversum.“ Davon hat Bommel noch nie etwas gehört und so macht er sich auf, seine Freund*innen zu fragen. 
    Lilli Libelle stellt es sich prächtiger als ihre Flügel vor. Bully Buddhas meint der Weg dorthin führe über einen Sonnenstrahl. Marie Marienkäfer spricht von „Durchreise“ und reicht Bommel Kekse.
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    Dann folgt der Spruch „Das Leben ist zu kurz für schlechte Kekse.“ Dr. Weberknecht erzählt Bommel, dass „Omas Körper müde ist.“ Da Ricardos Papa tot ist, erzählt er Bommel, dass er jeden Tag an ihn denkt. Pastor Fliege weiß, dass Bommel „hummelstark“ im Herzen ist. Wieder an Omas Bett singt Oma das Lied „Ich bin bereit“, dass man im Internet hören kann. Mama nimmt Bommel tröstend auf den Arm. Ricardo und Bommel sitzen auf einem Blatt und futtern Keks, eine Wolke hat die Gestalt von Oma. Die beiden wissen „Was wir im Herzen tragen, bleibt immer bei uns.“
    
    Das Buch ist wieder mit gefühlvollen Bildern illustriert, auch die Aussage, dass alle in unseren Herzen bleibt, gefällt mir sehr gut. Darum finde ich es schade, dass es so abgedroschene Sätze, wie den mit den Keksen geben muss. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wenn du Nein sagst, stirbt ein Kaninchen!

    Wenn du Nein sagst, stirbt ein Kaninchen!

    Rike Drust

    Lilli L'Arronge

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Wir kennen alle den Spruch „Wenn du die Flamme ausbläst, stirbt ein Seemann.“  In diesem Buch gibt es auch eigenartige Reaktionen, wenn etwas geschieht.
    Da wartet das Kind auf dem Klo und Mama zieht sich die Lippen nach und sagt „Gleich“. Auf dem nächsten Bild wird sie als Folge zwei Jahre älter, sieht aber schon wie die Großmutter des Jungen aus. Das Kind ist mal wieder zu klein, diesmal für eine Achterbahnfahrt und Mama ist dann dafür zu groß und wird nicht in das offene Fischmaul passen. Nicht auszudenken, wo ihr Kopf landet.
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    Sehr gut gefällt mir, „Wenn du Fotos von mir postest…werden deine Gedanken sichtbar. Und diese Gedanken sind echt peinlich."
    Die Eltern glotzen aufs Handy und bekommen rechteckige Augen. Die Drohung kenne ich noch vom Fernsehgucken. Für Jungen und Mädchen nur blau und rosa, da wirst du schwarz-weiß. Wenn die Kinder zum Probieren gezwungen werden, schmeckt der Mutter „alles nach Furz!“ Aber am Ende des Buches erfährt man auch, wie man „die besten Eltern der Welt“ wird.
    
    Diese wenn…dann-Drohungen kennen wir alle, hier wurden sie für die Eltern neu erdacht. Ich finde manches etwas krass, wie die explodierte Mutter, die bis 3 zählen wollte. Trotzdem gibt es einige Denkanstöße und sicher noch viele Möglichkeiten, was passieren könnte.
    Obwohl ich nicht zimperlich bin, geht es mir hier manchmal zu weit.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Freunde sind das Funkeln in der Nacht

    Freunde sind das Funkeln in der Nacht

    Seng Soun Ratanavann

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Was für ein wundervoller Titel und auf dem Cover sehen wir Kaspar und Anna die Maus. Sie gehen im Dunkeln eine Treppe hinunter und der Schatten der Maus ist größer als der des Jungen.
    Kasper sitzt in einem gemütlichen Sessel und schaut in ein Buch. Auf dem Bild sind die Spielzeugtiere zu sehen, die uns nachher begegnen werden. Als der Junge im Bett liegt, kommen ihm einige Gedanken und Ängste und er wünscht sich einen Freund. Da taucht Anna unter seinem Bett auf und lädt ihn ein mit ihm das Haus zu erkunden.
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    So schleichen sie die Treppe hinunter, an der wand sind wieder Bilder der anderen Tiere. Zunächst treffen sie auf den Maulwurf Alexandria, die die Bibliothek verwaltet. Das nächste Bild ist mein liebstes, ein rotes Buch ist wie ein Zelt über die Kaspar und Anna gestellt. Auf dem Buchrücken sitzt Alexandria und zitiert „Es gibt nichts Wertvolleres auf der Welt als einen Freund, der zu helfen bereit ist.“
    Am Klavier treffen die Drei auf Amadeus, den Hasen mit den schmutzigen Ohren. Im Bad zittert der ängstliche Pinguin, der sich nicht ins Wasser traut. Aus der Waschmaschine steigt der tollpatschige Panda Basil und alle bekommen Hunger vom gemeinsamen Sport.
    Im Kühlschrank erwartet sie ein Schwein, Patrick, der Pilzsammler. Alle zusammen sitzen an einem Tisch und feiern, dann geht es wieder die Treppe hinauf und ins Bett. Natürlich werden sie sich am nächsten Abend wieder treffen. 
    
    Eine fantasievolle Gute-Nacht-Geschichte, in der viele Freunde auftauchen und die zauberhafte bunte Bilder bietet. Es gibt so vieles zu entdecken, vielleicht finden sich auf dem Kinderzimmerboden auch einige mögliche Freunde für spannende Nächte?
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Spielzeug ist für alle da!  

    Spielzeug ist für alle da!  

    Frank Murphy

    Charmaie Gordon

    Illustriert von Kaya Harren

    Zuckersüß

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    „Spielzeug hat kein Gender!“ 
    Oft stehen wir vor den Regalen im Spielzeugladen und überlegen, ob man die Puppe einem Jungen schenken kann oder ob das Müllauto das Richtige für eine Mädchen sei?
    Dieses Buch zeigt uns, dass alle Kinder, egal welchen Geschlechts, mit allen Spielzeugen spielen dürfen. 
    Das große Pappbilderbuch beginnt mit einem Lieblingsspielzeug, den Dinosaurier-Figuren und die Aussage dazu ist „Ich spiele mit Dinosauriern…weil es so viele Arten davon gibt.“
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    Einige Arten sind abgebildet und man sieht ein Kind damit spielen, ein kleineres Kind möchte wohl auch gerne mitmachen. Der kleine Junge spielt mit seinen bunten Autos, während ein Mädchen den Bagger bedient. Ein niedliches Mädchen mit Brille stapelt Bauklötze und ihre Mama im Hintergrund scheint auch mit Bauen zu tun zu haben. Liebevoll hält der Junge die Puppe auf dem Arm, während ein anderes Kind eine Puppe untersucht. Es wird Musik gemacht und in der Puppenküche gekocht, gegärtnert und Basketball gespielt. Mit Werkzeugen baut ein Mädchen einen Roboter, die anderen Kinder verkleiden sich gerne oder fahren Skatboard. Immer gibt es einen Grund und der liegt nicht im Geschlecht, sondern weil das Spiel Spaß macht. So bleibt am Ende die Aussage „Spielzeug ist für alle da!“

    Und man sieht alle Kinder fröhlich Hand in Hand, auch das Kind im Rollstuhl. Eine wirklich bunte Schar. Ein Buch zum Nachdenken für uns Erwachsene, die Spielzeuge kaufen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Leo Lausemaus ist wütend

    Leo Lausemaus ist wütend

    Sophia Witt

    Caterina Giorgetti

    Lingen-Verlag

    Leseempfehlung ab 2 Jahre

    Das Buch ist ca. DIN A4 groß, hat einen wattierten Umschlag und Papierseiten. Auf dem Cover sehen wir Leo, wie er wütend seine Fäuste ballt. Der Ärger beginnt schon am frühen Morgen, es regnet und Leo mag nicht aufstehen, auch mit Lili will er nicht spielen. Er „will niemanden in meinem Zimmer haben!“ Leo will Müsli und kein Obst, als dann noch die Milch umkippt schimpft er „Blöde, blöde Milch.“ 
    Im Kindergarten kann er nicht mit seinem grünen Lieblingsauto spielen und der Turm aus Bausteinen fällt um.
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    Jetzt ist Leo richtig wütend und „stampft mit dem Fuß auf.“ Fipsi hat einen guten Tipp gegen Wut, der funktioniert zwar, aber dann kommt gleich neuer Ärger, da wird Leo zum Wutdrache. Erst als im Park ein neuer Luftballon zerplatz, ist damit auch Leos Wut weg und er kann sogar seinem Freund Didi helfen, als der einige Tage später wütend wird.
    
    Bis heute kenne ich das Gefühl der Wut und mir gefällt, wie dieses Buch die Wut erklärt und versucht Lösungen anzubieten.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Leo Lausemaus – Minutengeschichten für kleine Abenteurer

    Leo Lausemaus – Minutengeschichten für kleine Abenteurer

    Sophia Witt

    Lingen-Verlag

    Leseempfehlung ab 2 Jahre

    Leo Lausemaus und seine Freund*innen erleben ihre Abenteuer im Frühling. Zu Beginn gibt es ein Frühlingsfest mit Musik und Spiel. Da die Familie Fuchs im Urlaub ist, gießen Leo und seine Mama ihre duftenden Blumen im Garten. Leo und sein Freund Didi machen ein Picknick im Park, auch Fipsi darf mitmachen. Traktor fahren auf dem Bauernhof ist immer ein tolles Erlebnis. Bei Regenwetter geht es in Hallenbad, auch hier haben die Tierkinder viel Spaß. Im Kindergarten gibt es ein Autorennen, Leo und Didi gewinnen gemeinsam.
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    Die kleine Schwester Lili hat Heuschnupfen und Leo tröstet sie mit einer eigenen Geschichte. Als Zorro erbeutet Leo Plätzchen von der „reichen“ Nachbarin für seine „arme“ Schwester. Übernachten im eigenen kleinen Zelt, ein tolles Erlebnis. Leo ist wieder ein wundervoller großer Bruder und landet am Ende mit Lili in der Badewanne.
    
    Der Einband ist wattiert und die Pappseiten flexibel. Jede Geschichte passt mit einem Bild auf eine Doppelseite. Immer leicht zu finden wegen der Reiter an den Rändern, auf denen immer ein Symbol, passend zur Geschichte, abgebildet ist. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Und dann kam der Fuchs

    Und dann kam der Fuchs

    Heinz Janisch

    Kai Würbs

    Atlantis

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Wunderschön schaut der Fuchs mit neugierigem Blick aus dem Cover. Was mag hinter dem Zaun sein? 
    Langsam und schleichend nähert sich der Fuchs dem Bauernhof. Auf der nächsten Seite schauen wir in das erschreckte Auge des Hahns. Er und seine Hühner suchen den Stall. Auch die Gänse rennen panisch über den Hof. Im Hintergrund sehen wir den Bauern im Traktor heranfahren. Der Traktor steht auf dem Hof und die Katzen springen vom Holzstapel. Während der Bauer im Hintergrund in den Kuhstall geht, huschen die Mäuse in ihre Verstecke.
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    Auch die Kühe sind unruhig und die Vögel fliegen in den abendlichen Himmel. Da sitzt er, der Fuchs, auf der Schwelle des Hauses und die Türe wird ihm geöffnet. Das Abendessen des Bauern steht auf dem Tisch und für den „alten Freund“ steht eine Schüssel Fressen auf dem Boden. Die beiden scheinen gute Freunde zu sein, denn der Fuchs genießt das Streicheln des Menschen sichtlich. Dann verschwindet er wieder über den Zaun.
    Das Anschauen der Bilder vermittelt die Szenen so wunderbar, die Panik der Tiere, aber auch die Geborgenheit der Freundschaft sind so schön gemalt. 
    
    Die Texte sind sehr kurz gehalten und der wichtigste Satz ist sicher, „dass Fuchs nicht gleich Fuchs ist.“ Es ist sicher nicht falsch vorsichtig zu sein, doch man sollte auch dem Fuchs eine Chance geben. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Argos – Die Geschichte von Odysseus‘ treuem Freund

    Argos – Die Geschichte von Odysseus‘ treuem Freund

    Usabelle Wlodarczyk

    Alice Beniero

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Als Odysseus gezwungen wird in den Krieg zu ziehen, bittet er seinen Hund Argos auf seinen einen Sohn Telemachos achtzugeben. Der hält sein Versprechen und so sehen wir den Jungen aufwachsen. Telemachos glaubt fest daran, dass sein Vater zurückkehren wird. Aber auch als der Krieg beendet ist, kommt sein Odysseus nicht zurück. Im Text stellen sich die beiden vor, was Odysseus erlebt. Das Bild zeigt das aufgepeitschte Meer, aus dem eine roter Zyklopenkopf und eine Seeschlange auftauchen. 
    Odysseus' Frau Penelope muss sich ihrer Freier erwehren, die sie nach Fertigstellung des Totentuches heiraten wollen.
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    Doch die kluge Frau knüpft jede Nacht ihr Tageswerk wieder auf. Argos kann nicht verhindert, dass auch Telemachos ein Boot baut und seinen Vater sucht. Zum Glück kommt der junge Mann unbeschadet wieder zurück. Bald darauf wird auch sein Herrchen Odysseus an den Strand gespült und er alte Hund erkennt ihn sofort. Nun hat er seine Aufgabe erfüllt und kann sterben. 
    
    Das Buch möchte griechischen Mythen Kindern nahebringen. Mich haben diese Geschichten immer fasziniert und ich habe sie in meiner Jugend gerne gelesen. Der Text erzählt aus Sicht des zu Hause gebliebenen Hundes „Die Irrfahrten des Odysseus“ die am Ende des Buches zusammengefasst erzählt werden. Die Bilder sind in einer ungewöhnlichen Technik (Linolschnitt?) geschaffen und erinnern an alte griechische Kunst.  Mir gefällt das Buch sehr gut, ich befürchte aber, dass das Lesealter mit 4 Jahren zu junge angegeben ist. Man muss vieles erklären, weil die Kinder mit den Begriffen wie Feier oder dem griechischen Götterkult nichts anfangen können. Für Grundschüler kann das Buch ein Start in die griechische Mythologie sein.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ich will aber! Sagt der kleine Dachs

    Ich will aber! Sagt der kleine Dachs

    Constanze von Kitzing

    Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Auf dem Cover sieht man dem Dachs schon an, dass er sauer ist. Hände in den Hüften und ein Bein geht hoch, hat er etwa gegen den Korb getreten? 
    Papa will Vorräte sammeln und der kleine Dachs will mit. Auch der Leser wird gefragt „Kommst du auch mit?“ Vom Apfelbaum möchte der Dachs einen besonders schönen Apfel und wir können helfen ihn zu pflücken. Mit den Beeren hat der Dachs sich seinen Mund verschmiert und wir dürfen ihn wieder sauber machen.
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    Mit den Nüssen will der Dachs spielen, statt sie einzusammeln, da helfen wir wieder. Nun hat er sich auch noch versteckt, aber finden ihn schnell. Doch dann ist der Dachs müde und will auf Papas Arm, er schreit und wirft sich auf den Boden. Die Frage „Hui, bist du manchmal auch so wütend?“ wird sicher nicht gerne mit ja beantwortet. Endlich wieder zu Hause bei Mama, können wir überlegen, bei was wir helfen.
    
    Die Texte sind nicht mehr ganz so kurz, aber gut verständlich und kindgerecht. Die Bilder schildern die Situation einfach und klar. Der Aufforderung zur Mithilfe kommen die Kinder sicher gerne nach. Ein rundum schönes Pappbilderbuch.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wo sind die Dinos? – Mein Schieb- und Guck-mal-Buch

    Wo sind die Dinos? – Mein Schieb- und Guck-mal-Buch

    Sonia Baretti

    Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Ein handliches Pappbilderbuch mit doppelten Schiebern. Auf dem Cover sehen wir einen T-Rex und der Schieber macht den Blick auf das Hinterteil eines aufgerichteten Artgenossen frei, dessen Kopf mit einem „Uahh!“ der nächste Schieber freigibt. 
    Dem Parasaurolophus ist die erste Seite gewidmet. Ein Vierzeiler gibt Informationen zu dem großen Tier. „Schau doch mal, wer kommt denn da?“ fordert auf zum Schieben. Es taucht ein T-Rex auf und der Parasaurolophus sucht das Weite.
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    Der Diplodocus frisst genüsslich seine Blätter und wird von einem Megalosaurus gestört. Die Tricer(a)tops-Mama (leider ein Druckfehler im Buch) beschütz ihre Jungen. Auf der letzten Seite lernen wird den Stegosaurus kennen.
    
    Die Schieber sind sehr stabil und gut zu handhaben, die Bilder sind einfach gehalten und die Reime informativ und schön. Und Dinos sind sowas von in, da kann man nicht früh genug anfangen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Aus heiterem Himmel

    Aus heiterem Himmel

    Jon Klassen

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahren

    „In diesem Buch geht es um zwei Figuren, die sich mögen, aber nicht genau wissen, wie sie das ausdrücken sollen. Und um einen riesigen Felsbrocken, der vom Himmel fällt.Jon Klassen
    Der vielfach ausgezeichnet Jon Klassen hat mit diesem Bilderbuch wieder ein ungewöhnliches Werk geschaffen. Das Papier ist irgendwie zwischen wollweiß und eierschalenfarben eingefärbt. Die Schrift, je nach Sprecher, dunkel- oder hellgrau. Die Bilder haben eine verwaschene, farblose Farbe, sie sind einfach gehalten, die Tierdarstellungen auf ein Mindestes reduziert, aber gut erkennbar.
    Das Beinahe-Drama hat 5 Akte und beginnt mit dem Fels. Eine Schildkröte erklärt die Stelle, auf der sie sich befindet zu ihrem „liebsten Platz“ und möchte dort nie weggehen.
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    Das nächste Bild zeigt einen fallenden Fels. Ein Wiesel möchte, dass die Schildkröte zu ihr kommt, doch sie will nicht. Als noch eine Schlange dazukommt, die auch den Standort des Wiesels bevorzugt, versuchen beide die Schildkröte zu überzeugen. Nur weil sie die beiden nicht versteht, kommt sie näher und er Fels landet auf ihrem alten Standort. 
    Das nächste Kapitel heiß „der Sturz“. Die Schildkröte liegt auf dem Rücken und beantwortet alle gut gemeinten Fragen des Wiesels negativ. Am Ende schlafen beide ein. „Sich die Zukunft vorstellen“ ist der nächste Akt überschrieben. Das Wiesel hat die Augen geschlossen und stellt sich die Zukunft vor, es lädt die Schildkröte ein mitzumachen. Es wird neues Wachstum geben. Dann taucht ein Auge mit sechs langen Beinen auf. Es zerstört mit seinen Strahlen eine Blume. Daraufhin beenden die beiden ihre Gedanken an die Zukunft. Die Tiere schauen sich den „Sonnenuntergang“ an. Während die Sonne untergeht, nähert sich die Schildkröte den beiden anderen Tieren, wieder kommt sie näher, weil sie sie nicht verstehen kann. „Kein Platz mehr“ bedeutet für die Schildkröte, dass sie wieder weg geht, weil sie meint, es sei nur Platz für zwei. Da die beiden ihre Drohung nie mehr wiederzukommen nicht verstehen, nähert sie sich wieder. Dadurch sieht sie weder das unheimliche Auge noch den Fels, der wieder da einschlägt, wo sie war. 
    
    Für mich sind die Bilder und auch das Szenario zu düster. Vielleicht wird mir ein Kind, dem das Buch vorlese, einiges erklären können. Für mich ist vieles rätselhaft.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wenn Bären baden

    Wenn Bären baden

    Ulla Mersmeyer

    annette betz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Was zieht denn der Bär auf dem Cover für ein böses Gesicht, das Schwein im Schwimmreifen sieht doch ganz nett aus? Die Sonne scheint und das Schwein macht sich auf, um im See zu schwimmen. Die anderen Tiere schauen verwundert, denn sie wissen, dass nur der Bär hier seine Schwimmübungen machen darf. Der Bär zieht gerade seinen rotweiß gestreiften Badeanzug an, als er das laute Kreischen hört. Starr vor Schreck erwarten die Tiere den kommenden Ärger, nur das Schwein liegt entspannt in seinem Schwimmreifen.
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    Der Bär wirft das Schwein aus „einem“ See. Doch das Schwein fragt ohne Angst „Dein See? Wo steht denn das geschrieben?“ Es schlägt vor sich den See zu aufzuteilen. Schon bald stoßen die beiden aneinander. Da das Schwein nicht schwimmen kann, bitte es den Bären ihm das beizubringen. Da die beiden viel Spaß miteinander haben, trauen sich auch die anderen Tiere ins Wasser. So sitzen am Ende alle gemeinsam am Strand und lecken ihr Eis.
    
    Da findet ein grummeliger einsamer Bär in dem netten Schwein eine Freundin und zeigt, dass ein fröhliches Miteinander einfach herrlich ist. Kurze Texte und eindrucksvolle Illustrationen zeichnen dieses Buch aus.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Dinosaurier in der Flugschule – Band 3

    Dinosaurier in der Flugschule – Band 3

    Jörg Ihle

    Dominik Hochwald

    Petra Fritz

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Der dritte Band dieser Reihe spielt wieder in den Ferien bei Oma. Inzwischen ist ja klar, dass es bei Oma immer wieder neue Saurier gibt. Diesmal sind die Flugsaurier geschlüpft. 
    Natürlich darf Mama, die die Kinder abliefert, nichts davon erfahren und die kleinen Saurier werden von den Kindern während des Kuchenessens immer wieder versteckt. Damit die kleinen Dinos fliegen lernen, steigen die mit Oma und den Kindern auf einen Berg. Dort oben steht eine Burgruine und hier leben bereits ihre erwachsenen Verwandten. 
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    Das Bild, dass den Darwinopteruns, den Ptaeranodon und den riesigen Quetzalcoatlus zeigt, wie sie um die Burg fliegen, ist einfach toll gestaltet. Mein Enkel, mit 3 ½ ein ausgewiesener Dinosaurierkenner, nannte mir sofort die schwierigen Namen und war ganz aufgeregt.
    Leider konnten wir, trotz Google, nicht alle zuordnen. Da der kleine Dimorohoden Angst vorm Fliegen hat, wird er mit einem Sahnetörtchen geködert. Leider fliegt er dann so begeistert, dass er auf einer Lichtung von einer Schäferin gesehen wird. Da sie einige Schafe vermisst, holt sie die Polizei, weil sie die Flugdinos im Verdacht hat ihre Schafe gefressen zu haben. So machen sich die Kinder mit den Dinos auf en Weg die vermissten Schafe zu suchen.
    
    Es fasziniert einfach, sich diese ausgestorbenen Tiere in unserer Welt zu sehen. Der Text ist schon etwas länger und für die Verlesenden nicht immer leicht auszusprechen, aber die Zuhörenden werden wieder begeistert sein. Die Bilder sind wunderschön gestaltet, Landschaften werden von oben gezeigt und die Flugsaurier sind sympathische Tier.
    
    Wieder ein gelungenes Buch, nicht nur für Dinofans.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Hallo, kleiner Igel

    Magali Attiogbé

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Das Cover des Buches hat ein rundes Loch durch das der kleine Igel zu sehn ist. Auf der nächsten Seites des Pappbilderbuches stellt er sich vor und lädt uns ein in seine Welt. Zunächst lernen wir seine Mama und die Geschwister kennen. Dann Pilze, sein Lieblingsessen. Er spielt gerne Versteck, aber wenn der Fuchs auftaucht, rollt er sich gerne zur Kugel zusammen. Er schläft gerne unter Blättern und mag auch gerne Würmer.
    Die Texte sind sehr kurz und doch informativ, die Bilder sind vereinfacht und dadurch besonders klar. Einige Seiten haben Ausstanzungen, andere haben besondere Formen, dadurch wird das Blättern interessanter.

    Dagmar Mägdefrau

  • Dinosaurier – Pocketwissen

    Dinosaurier – Pocketwissen

    Annette Neubauer

    Bernhard Speh

    Ravensburger

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das kleine quadratische Bilderbuch hat eine Ringbindung und verstärkte Seiten. Seine Besonderheit entsteht durch die Nutzung des tiptoi-Stiftes. Man lädt die Informationen durch das Internet auf den Stift und aktiviert ihn auf der ersten Seite. Durch verschiedene Icons (Auge, Glühbirne, Würfel) kann man unterschiedliche Informationen oder Spielangebote nutzen.
    Die erste Seite informiert über Riesensaurier. Man kann Geräusche hören und etwas über die abgebildeten Tiere erfahren.
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    Einiges über den Brachiosaurus steht in einem Infofeld. Gepanzerte Dinos sehen wir auf der nächsten Seite. Hier ist auch ein Skelett abgebildet. Gefährliche Raubsaurier und wann sie lebten, erfahren wir danach. Hier geht es natürlich auch um den T-Rex. Gefiederte Saurier, Dinos mit Dickschädeln, Minisaurier und Flugsaurier vervollständigen die Liste. 
    
    Das handliche Buch eignet sich zum Mitnehmen und ist gefüllt mit Wissen über dieses ausgestorbene Exen. Das Herz jeden Saurier-Fans schlägt da höher.
    
    Dagmar Mägdefrau