• Rita, neu in der Kita

    Rita, neu in der Kita

    Andrea Hensgen

    Stefanie Kolb

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Rita ist ein wuscheliges kleines Maltesermädchen und sie gehört zu Sascha, der einen Buchladen führt. Alle, die in den Laden kommen, finden Rita süß und streicheln sie.

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    Sascha verwöhnt die kleine Hündin und sie ist immer bei ihm, doch dann geschieht ein Unglück. Der ganze Buchladen steht unter Wasser und da stört so ein Hund nur. Also muss Rita in die Kita. Vorsorglich zieht sie ihre roten Anziehsachen schon vorher aus und trifft dann zunächst auf viele große Hunde, erst ganz hinten sind die kleinen Rassen unterwegs. Hier gibt es viel zu spielen und zu toben. Rita fühlt sich wohl in der Kita.
    Hier darf der Hund Hund sein und wird nicht vermenschlicht, wir begleiten einfach eine kleine Hündin, die, wie die Kinder, in eine Kita geht. Wir sehen alles aus Ritas Sicht und freuen uns mit ihr, dass ihr am Ende der große Bernhardiner ein „Bis morgen!“ zuruft.
    Der Text ist nicht zu lang und gut verständlich geschrieben und die Bilder sind so lebensecht und voller Freude. Es fällt ganz leicht, sich in Rita hineinzuversetzen, die mit wehenden Ohren die Welt entdeckt. Ein (Vor)lesespaß nicht nur für Hundeliebhaber.

    Dagmar Mägdefrau



  • Maus geht auf große Reise

    Maus geht auf große Reise

    Friederike Dammermann

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Auf dem Cover ist Maus zu sehen, die mit einer großen gelben Tasche auf eine Reise gehen möchte. Zunächst packt Maus, die schon groß ist und alleine verreisen kann, ihre Tasche. Was sie mitnimmt, ist doch etwas ungewöhnlich.

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    Schon vor der Höhle trifft sie Eichhörnchen, das sie nach ihrem Ziel fragt. Da denkt Maus nach und das Bild zeigt unsere kleine Maus, die nachdenklich eine Pfote ins Gesicht hält. Vom Nachdenken wird sie hungrig, doch da schlägt Eichhörnchen vor, dass sie gemeinsam reisen können. Bald treffen sie auf Frosch, der sie zum Segeln einlädt. So paddeln sie gemeinsam in der gelben Tasche auf dem Teich und sehen von dort die Wohnung unseres Eichhörnchens.
    Eine niedliche kleine Geschichte über eine Maus, die sich groß genug fühlt, allein die weite Welt zu erobern. Dass diese Welt nicht ganz so weit ist und dass sie am Abend wieder von ihrer Mama in die Arme genommen wird, wundert sicher nur uns Erwachsene. Die Kinder für die dieses Buch geschrieben und gezeichnet wurde, werden sich in der Maus finden und das Abenteuer gerne als Zuschauer begleiten.
    Klare schöne Zeichnungen und kurze Texte werden das Buch sicher zum oft gewünschten Vorlesebuch machen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Buchstabentiere

    Buchstabentiere

    Maria Vohn

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 36 Monate

    Der Titel „Buchstabentiere ist wörtlich zu nehmen, denn alle Tier haben genau wie die Giraffe auf dem Cover, ihren Namen auf das Fell geschrieben. Die zwei Kinder neben dem Tier finde ich echt witzig.

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    Zwischen den Schuppen des Fisches kann man die Buchstaben „FISCH“ lesen, auch das Meer und das Schiff sind mit ihrem Namen versehen. Der kleine gereimte Text lebt vom Wiederholen der Worte. „Seine Kuh auf grüner Wiese nannte Bauer Lauter Liese“ daneben sehen wirdie zartgrüne Kuh mit ebendiesen Buchstaben. Die Ziege erfährt auf der nächsten Seite, dass es Erdbeereis gibt, dass ihr im Hörnchen angereicht wird. Da der Hase in Bielefeld wohnt, kann man in den Sprechblasen lesen „Bielefeld. - Das gibt es doch gar nicht.“ ein Gag für die Erwachsenen, aber den Kinder schwierig zu erklären. Eisbär, Schnecke, Fuchs, Giraffe, Katze, Löwe und Maus werden in kurzen witzigen Reimen vorgestellt und zuletzt geht es um den Wal. „Neulich traf ich einen Wal, doch das war nicht in Wuppertal.“ Das hätte mich auch gewundert. 
    Ein humorvolles Pappbilderbuch mit gereimten Text und Tieren, deren Bezeichnung wir von ihnen ablesen können.

    Dagmar Mägdefrau
  • Wer hat die schönste Laterne?

    Wer hat die schönste Laterne?

    Sarah Dietz

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 24 Monate

    Von dem kleinen robusten Pappbilderbuch schaut mich der lächelnde Bär an. Er geht auf die Suche nach der schönsten Laterne. Wenn wir an der Seite ziehen, sehen wir eine Bärenlaterne. 
    Der Bär sitzt an einen Baumstumpf und hat dort seine Bastelsachen liegen.
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    Der Löwe, der vorbeikommt, hat nach dem Herausziehen eine Affenlaterne dabei und er erklärt dazu „Lustig wäre ich gerne, deshalb die Affenlaterne“. Danach zeigt uns das Faultier seine Schmetterlingslaterne, denn er wäre auch gerne so bunt. So geht es munter weiter und am Ende entscheidet sich der Bär für die Laterne, auf der all seine Freunde abgebildet sind, „jeder von euch ist toll, so wie er ist.“
    Ein zauberhaftes Bilderbuch, das gut in kleine Hände passt, und das Herausziehen der Streifen wird den Kleinen besonders viel Freude machen. Zur Einstimmung auf das Laternenbasteln und die Laternenumzüge kann ich es nur empfehlen, dazu unterstreicht es die Einzigartigkeit von uns allen in schönen Bildern und kleinen gereimten Texten.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wenn im Herbst die Blätter fallen    

    Wenn im Herbst die Blätter fallen    

    Carmen Saldana

    Cornelia Boese

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 24 Monate

    Das Buch punktet durch die besondere Technik der Schieber, denn wenn ich eine Seite umblättre, verändert sich dadurch das Bild. Da werden beim Blättern drei Streifen verschoben und aus dem Eichhörnchen, das seinem Kind eine Eichel reicht, werden die Zwei zu Schäfern. 
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    Denn, so sagt uns der gereimte Text, es wird im Herbst Zeit zum Schlummern. Mama Wildschwein möchte ihr Kind noch baden, so sehen wir die beiden an einen Teich trinken, doch nach dem Blättern kommt ein Regenschauer. Papa Igel sucht mit seinem Kind noch Futter, dann liegen die beiden schlafend unter den Blättern. Die Stare machen sich auf gen Süden und fliegen auf der letzten Seite los.
    Bilderbücher, wo sich etwas bewegt sind, immer sehr spannend anzuschauen; hier sind auch noch ein paar Sachinformationen in den Vierzeilern zu lesen. Die Reime lassen sich gut lesen und bald werden die Tiere aus dem Buch unseren Kleinen vertraut sein. Die Illustrationen zeigen sehr anschaulich die Tiere und ihre Umgebung.

    Dagmar Mägdefrau
  • Fia & die Herzensbande – Mission Spielstraße – Band 1

    Fia & die Herzensbande – Mission Spielstraße – Band 1

    Christian Wunderlich

    Anne Grobe

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Fia, die auf dem Cover zusammen mit ihren neuen Freunden in der Spielstraße zu sehen ist, zieht vom Land in die Stadt, was ihr natürlich gar nicht gefällt. Denn sie muss ihre Freunde dort zurücklassen. 
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    Sie nimmt Gluck, ihr Huhn, mit und diese weiße Federvieh bleibt immer an ihrer Seite. Sogar in der Schule taucht es auf.  Nun hat Fia auch ihren Schrank mitgenommen und der ist etwas ganz Besonderes. Darin hält ein Fahrstuhl, mit dem ihr verstorbener Opa aus dem Himmel zu ihr kommt. So rät er Fia, mal rauszugehen und die Kinder der Spielstraße kennenzulernen. Zunächst läuft ihr Mona, das Feuerwehrmädchen, über den Weg. Pippo ist als Detektiv unterwegs und Hanna trägt einen Superheldinnenumhang und ihr Bruder Ben ist ein großer Erfinder. Die Kinder finden eine verletzte Taube und bringen sie zu Fias Vater, der Tierarzt ist. Diese Rettung bringt die Fünf auf die Idee, weiterhin gute Taten zu vollbringen und so entsteht auch der Name Herzensbande!
    Eine bunte kleine Gruppe kommt da zusammen und die Kinder ergänzen sich auf wundervolle Weise. Sie erleben einige Abenteuer und unterstützen sich dabei richtig gut. Fia erzählt uns ihre Geschichte und so erfahren wir auch alles aus ihrer Sicht, was Erwachsene sicher oft zum Schmunzeln bringt.
    Geschichten aus dem Alltag von Kindern, die es sich zur Aufgabe gemacht, haben Gutes zu tun. Die sehr liebevoll gezeichneten Bilder machen das Buch zu einem besonderen Leseerlebnis.

    Dagmar Mägdefrau


  • Weißt du, wie viel Sternlein stehen?   

    Weißt du, wie viel Sternlein stehen?   

    Wilhelm Hey

    Pe Grigo

    Kindermann Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ich glaube, dieses Lied kennen wir alle, es wurde uns als Kinder vorgesungen und wir haben es selbst als Schlaflied unseren Kindern vorgesungen. Auf dem Cover sind neben den vielen bunten Sternen auch eine Gruppe Kinder zu sehen, die begeistert in den Himmel schauen.

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    Auf den nächsten Seiten sind viele Tiere zu sehen, danach Vögel und dann folgt des Vorwort der Illustratorin Pe Grigo, die sich wünscht, dass der „Begriff Gott als Synonym für das unerklärliche Wunder des Lebens zu verstehen“ sei. So ist dieses alte schöne Lied für uns alle da. 
    Eine Mutter mit ihren zwei Kindern bestaunt den Sternenhimmel, der so bunt und zahlreich auf sie herabscheint. Zwei Kinder und ein Hund liegen auf einer Decke und schauen auf die Wolken, am Horizont geht die Sonne unter. Die Mücklein fliegen über eine Bachlandschaft und dann geht es um die vielen Kinder, einige sehen wir fröhlich spielen. Die letzte Strophe, wo es darum geht, dass Gott dich kennt und liebhat, halten sich die Kinder im Kreis an den Händen und das Kind, dem vorgelesen oder gesungen wird, kann sich mit einem Foto in den Kreis einreihen. Es folgen die Noten und der Text des Liedes und eine Bastelidee mit Sternen.
    Ich meine zu spüren, dass dieses Buch mit viel Liebe zusammengestellt wurde und ich hoffe, dass dieses schöne Lied nicht in Vergessenheit gerät.

    Dagmar Mägdefrau


  • Zoo – schneiden & kleben   

    Zoo – schneiden & kleben   

    Sophie Schoenwald

    Günther Jakobs

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    22 Blätter umfasst dieser Block und auf jedem dieser Din-A-4-Blättern, die leicht herauszulösen sind, können die Kinder zwei Bilder ausschneiden, diese Bilder werden dann auf ein anderes größeres Bild geklebt. 
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    Das Ausschneiden fällt einem dreijährigen Kind sicher nicht schwer, da die Bilder eine einfache Form haben. Auch das Zuordnen wird durch eine zarte Abbildung, die dann überklebt wird, ohne Probleme erfolgen. 
    Es gibt eine Menge witziger Tierabbildungen, die zum Schmunzeln aber auch zum Geschichten erfinden anregen werden. Eine schöne Beschäftigung für kleine Hände, die gerne schneiden und kleben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wir zwei – schneiden & kleben   

    Wir zwei – schneiden & kleben   

    Michael Engler

    Joëlle Tourlonias

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Der Din-A-4 große Block bezieht sich auf die Serie „Wir zwei“, die sich um die Freundschaft eines Hasens und eines Igels dreht. Auf dem Cover sehen wir die beiden, wie sie sich freundlich zulächeln. 
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    Die einzelnen Seiten können einfach herausgelöst werden und der Aufbau ist immer gleich. Es müssen zwei Teile ausgeschnitten werden, die dann auf das dritte Bild geklebt werden. 
    Manchmal werden die ausgeschnittenen Teile wie bei einem Puzzle in ein Bild geklebt, manchmal ergänzen sich die Teile auch zu einem ganzen Bild.
    So müssen wir auf dem ersten Blatt kleine Bilder von Hase und Igel ausschneiden, um sie dann auf ein Bild, auf dem eine Möhre auf einer Wiese liegt, aufzukleben. Auf der zweiten Seite wird es noch einfacher, hier ist ein Bild vom Igel einmal zerteilt und muss vertauscht auf der Vorlage zusammengefügt werden. Die auszuschneidenden Stücke sind für ein dreijähriges-Kind leicht auszuschneiden, da sie eine einfache Form haben. So geht es auf 22 Blättern weiter. Immer sind die niedlichen Zwei und ihre Freunde zu sehen. Vielleicht mögen sich die Kinder zu den Bildern Geschichten einfallen lassen?

    Dagmar Mägdefrau
  • Die Farbe der Haut mit allen Sinnen

    Die Farbe der Haut mit allen Sinnen

    Sarah Drews

    nalingi

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sind ganz eng aneinander gedrängt sechs Kinder zu sehen, alle haben eine unterschiedliche Hautfarbe.
    Auf der ersten Doppelseite sind die Kinder tobend auf einer Wiese zu sehen, danach tauchen auch ihre Familien auf, zwei Väter heben die Hände und klatschen sich ab.
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    Dann tauchen zwei Tauben auf, die verwundert fragen, warum die Haut der Kinder so unterschiedlich sei. Eine ungewöhnliche Frage von Tieren, die selbst die unterschiedlichsten Abschattierungen aufweisen. „Die Kinder erwidern: „Kommt mit und lasst uns beginnen. Wir erklären euch die Farbe der Haut mit all unseren Sinnen.“ Zunächst berichtet Tea von ihrer Familie, die gerne Obst isst und sie erklärt, dass der Geschmack dieser Speisen auch unterschiedlich sei. Zoe, die bald ein Brüderchen bekommt, zeigt auf die Wolken, die auch in den unterschiedlichsten Formen am Himmel zu sehen sind. Im Wald steigt Finn mit der Hilfe seines Papas auf einen Baum, währen die Mama mit dem Baby auf einem Baumstumpf Platz genommen hat. Hier geht es um die Beschaffenheit der Bäume, die auch sehr unterschiedlich ist. Auf einer Wiese treffen wir Ebi und ihre Familie, die uns auf die unterschiedlich duftenden Blumen hinweist. Es wird schon dunkel als Mik mit seiner Familie Musik macht und er erklärt, dass auch beim Gesang, die unterschiedlichsten Klänge entstehen. Lui zeigt uns die Sterne und sagt „Die Farbe der Haut ist wie diese Sterne, sie sind unfassbar viele und ich mag sie gerne.“ Die Tauben sind mit diesen Erklärungen zufrieden und so endet das Buch mit den Worten:
    „Die Farbe der Haut ist wie der Himmel bei Tag und bei Nacht. Und vergesst nicht, ihr seid wunderschön, besonders dann, wenn ihr lacht.“
    Die Illustrationen sind sehr einfach gehalten und es fallen besonders die riesigen Augen auf. Der gereimte Text holpert manchmal ein wenig beim Lesen und so ganz überzeugt mich die Argumentation nicht, die darauf hinausläuft, dass es fast alles auf unserer Welt in den unterschiedlichsten Variationen gibt, warum soll dann Haut immer gleich aussehen?

    Dagmar Mägdefrau
  • Mehr Spaß mit Bobo Siebenschläfer – Band 4

    Mehr Spaß mit Bobo Siebenschläfer – Band 4

    Markus Osterwalden

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Bobo saust auf seinem Laufrad über das grüne Cover und wir freuen uns auf sieben Abenteuer mit dem kleinen Siebenschläfer. Wie immer gibt es ein Inhaltsverzeichnis, das schon einige Bilder der Geschichte abbildet, so können die Kinder aussuchen, welche Geschichte sie hören möchten. 
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    In der ersten Episode möchte Papa Zeitung lesen, aber Bobo möchte mit ihm spielen und so stört er seinen Vater immer wieder, bis er am Ende, wie immer, einschläft. Danach fährt Bobo mit seinem Bagger auf eine Baustelle und darf dort mit dem großen Bagger arbeiten. Oma hat eine junge Katze, die während ihrer Ferien bei Bobo bleiben darf, die beiden haben dann auch Spaß miteinander. Zusammen mit Papa wäscht Bobo die Wäsche und sein großer Cousin zeigt ihm, wie er mit dem Rad über eine Rampe fahren muss. Auch bei Bobo gibt es mal Regenwetter, doch zusammen mit Nora macht es Spaß, durch Pfützen zu springen. Zum Schluss übernachtet Bobo mit Mama und Papa im Zelt.
    Die Kinder kennen Bobo meist aus dem Fernsehen und ich finde es schön, wenn sie die Abenteuer des kleinen Siebenschläfers mit diesem Buch noch einmal erleben können. Natürlich ist es wichtig, dass Bobo am Ende jeder Episode einschläft. Meist sprechen die Kinder den vertrauten Text dann schön mit. Viele bunte Bilder mit einfachen Sätzen, da hören schon die Jüngsten interessiert zu.

    Dagmar Mägdefrau
  • Wenn das jeder macht?!

    Wenn das jeder macht?!

    Manuela Otten

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Gestalten mit großen Augen tummeln sich auf dem Cover, der Name der Autorin wurde schon mit „Popo“ und „Pipi“, den Lieblingswörtern aller Kita-Kindern, überschrieben.
    Ein glatzköpfiger Mann mit Gummihandschuhen und einer Schürze fragt ein Mädchen, das viele dreckige Tapsen auf dem Boden hinterlassen hat, „Wenn das jeder macht…“
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    und antwortet provokativ „Dann?“. Auf jeder der folgenden Doppelseiten sehen wir den Buchtitel und zunächst geht es um „Gute Laune!“ und wir sehen viele unterschiedliche lachende Gestalten. Brummige Gesichter schauen uns auf der nächsten Doppelseite an, hier regiert die schlechte Laune. Positiv geht es weiter, hier wird viel „Danke“ gesagt und alle strahlen. Ihr könnt euch schon denken, dass jetzt wieder etwas nicht so Tolles passiert, und wahrhaftig, hier sind alle rücksichtslos und tun sich weh. Zum Glück gibt dann wieder Hilfe und am Ende bekommt ein Team den Pokal. So geht es im ständigen Wechsel weiter und es gibt eine Menge zu sehen, denn auf allen Seiten sind viel kleine Bilder, auf denen es viel zu entdecken gibt. Sprechblasen ergänzen die Illustrationen - witzige Gestalten, die  sehr schön die Gemütslage abbilden - sehr gut. Es macht sicher auch Spaß, das Buch allein anzuschauen, denn es gibt ja nicht viel Text zu lesen, aber viel zu entdecken.
    Ein spaßiges Bilderbuch über Gefühle.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Biber mag den Otter lieber

    Der Biber mag den Otter lieber

    Andrea Schomburg

    Andrea Stegmaier

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    „Reimgeschichten übers Anderssein“ lautet der Untertitel des Buches und das Cover zeigt uns den Biber, der dem Otter einen Fisch schenkt. 
    Die Biberoma möchte, dass Billy Biber sich eine Frau sucht, doch als sie sieht, wie Billy den Otter Otto küsst, sagt die Oma „Wenn sie sich lieben – warum nicht!“
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    Auf der nächsten Doppelseite lernen wir Klaus Braunbär kennen, der seinen Winterschlaf unterbricht, um im Schnee zu spielen. Ich bin total begeistert von der nächsten Seite, denn dort stehen ganz viele rosa Flamingos und dazwischen Ringo ganz in grün. Denn er meint „Dies Grün für mich ist´s richtig! Ich find mich schön, Nur das ist wichtig!“ Aus Liebe zu einer Möwe zieht der Löwe nach Helgoland und fühlt sich so wohl dort, dass er ihr sagt „Ach, Erika! So nett wär´s nie in Afrika!“ Hahn Stanislaus tauscht seinen Job mit der Henne Lu, die nun am morgen kräht. „Wolf Willibald wird Vegetarier“ erzählt von einem Wolf, der sein Rudel verlässt und sich um die Rehe kümmert. 
    Jedes dieser wundervoll gereimten Gedichte über Tiere, die nicht das tun, was wir gemeinhin als normal bezeichnen, habe ich mit viel Freude gelesen. Ich liebe es, wenn die gereimten Texte so glatt über die Zunge sausen und das ist hier der Fall. Großformatige Bilder erfreuen zusätzlich das Auge, alles in allem ein erstklassiges Bilderbuch mit Humor und Witz, aber auch mit einem ernsten Thema.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Baustelle

    Die Baustelle

    Jeanne Ashbé

    Moritz

    Leseempfehlung ab 1 Jahr

    Ein kleines quadratisches Pappbilderbuch mit viel Inhalt. Auf dem Cover sehen wir das Kind mit der Maurerkelle in der Hand. 
    Das Buch ist so aufgebaut, dass auf der linken Seite ein Werkzeug oder ein Fahrzeug zu sehen ist, das wir auf einer Baustelle finden.
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    Auf der anderen Seite wird es dann angewandt. Das bedeutet, auf der ersten Seite sehen wir einen großen Kran und auf der gegenüberliegenden Seite spielt ein Kind mit einem Spielzeugkran. Weiter geht es mit einem Laster, den die Kinder mit Sand füllen. Dann wird es etwas schwieriger, der Bauarbeiter stemmt mit einem Presslufthammer den Boden auf und ein Kind hält sich die Ohren zu. Auf der nächsten Seite geht es um den Helm, den die Kinder aufsetzen, weil sie auf die Baustelle gehen. Hier baut eine Maurerin eine Wand und ein Kind darf mithelfen. 
    Alle Kinder interessieren sich für Baustellen und sind neugierig auf alles, was damit zusammenhängt. Hier kann es eine Menge lernen und obwohl es keinen Text in dem Buch gibt, hat es sicher auch eine Geschichte im Kopf, die es gerne selbst erleben möchte. - Faszination Baustelle mit Bildern für kleine Kinder hervorragend erklärt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wer bestimmt auf unserem Hof?

    Wer bestimmt auf unserem Hof?

    Ruprecht Polenz

    Sidney von Veh

    Coppenrath

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Schon auf dem Cover bekommen wir einen Eindruck von den Tieren: Da ist der Ochse, der meint, mit Stärke die Macht übernehmen zu können, der Gänserich, der immer zu viel redet, Joscha, der junge Hund und seine Freundin, die kleine weiße Ziege Kimmi.
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    Der Bauer ist verstorben und hat einfach alle Türen geöffnet und seinen Bauernhof den Tieren überlassen. Doch gleich gibt es Probleme, das Pferd Franz liegt schnackend im Bett, Oskar der Ochse, hat einfach das Kälbchen vom Brunnen vertrieben, die Kühe wollen die Ziegen nicht auf ihrer Weide und die Gänse vertreiben die Hühner aus ihrem Stall.
    Kimmi und Joscha machen sich Sorgen, wie das wohl weiter gehen wird und ihnen fällt ein, dass der mürrische Esel Benjamin bei der Farm der Tiere dabei war. War nicht dort alles schiefgelaufen und könnte man nicht aus diesen Fehlern lernen? Benjamin erzählt so einiges aus seiner Erfahrung und er weist darauf hin, dass man feste Regeln haben sollte, die auch eingehalten werden müssen. Auf keinen Fall sollte die körperliche Stärke eine Tierart zum Bestimmer machen. Da gibt es in der ersten Zeit viel zu diskutieren, bis Kuh Berta mit ihrem klaren Kuhverstand erkennt, dass es besser ist, wenn sich gewählte Vertreter um die Probleme des Hofes und der Tiere kümmern. So kommt es zu einem ungewöhnlichen Wahlkampf, der zumindest freundlicher ausfällt als bei uns Menschen.
    Hervorragend und doch so einfach wird hier Demokratie erklärt und ich wünschte, dass einige führende Politiker dieses Buch lesen würden. Denn Bertha wirbt mit dem Spruch „Eine von euch, eine für euch – Vertraut mir“ und so benimmt sie sich auch, nicht Eigennutz, sondern das Wohl aller liegt ihr am Herzen. Die Geschichte ist sehr gut verständlich geschrieben, die schönen bunten Illustrationen ergänzen bestens. Ich kann dieses Buch, gerade in diesen Zeiten von Machtmissbrauch, nur allen ans Herz legen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Hier sind Ari und Luke

    Hier sind Ari und Luke

    Yvonne des Vries

    Jeska Verstegen

    Brigit Erdmann

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ari und Luke sitzen in einem Boot zusammen mit einer roten Katze, so sieht das Cover des Buches aus. 
    Und irgendwie sitzen die beiden auch in einem Boot, denn ihre Eltern haben sich ineinander verliebt und so ziehen die beiden zusammen in ein neues Haus.
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    Ari und ihre Mutter Jikke bewerkstelligen den Umzug in einem Lastenrad, das Buch spielt ja in den Niederlanden. Gus und Luke kommen mit einem Kleinbus an. Die Erziehungsmethoden von Jikke und Gus sind zwar unterschiedlich, aber Gus hat eine tolle Art zu vermitteln und Ruhe in die Situation zu bringen. So möchte Luke an einem Morgen einen bestimmten Pullover anziehen und als Jikke ihn nicht finden kann, brüllt er los. Gus weiß sofort, dass der Brüllaffe auf Lukes Zunge sitzt und geht sehr liebevoll und ruhig auf seinen Sohn ein. Das dazugehörige Bild mit dem rotgesichtigen Kerl auf Lukes Zunge, einfach toll. Beide Kinder sitzen und malen, natürlich wollen beide denselben Stift und so fällt der Satz, dass man teilen soll. Luke beharrt so lange darauf, bis Ari sein Meerschweinchen mit der Schere durchteilen will, das will sie aber nicht wirklich, aber so sitzt sie am Ende alleine am Tisch und hat alle Stifte für sich. So nähern sich die Kinder immer mehr an und werden vertrauter, auch die Eltern zeigen auf eine sehr schöne Art ihre Liebe zueinander und zu ihren Kindern. So werden Ari und Luke zu Bisschen-Schwester und Bisschen-Bruder.
    Das Buch ist einfach so sanft und zärtlich, besonders Gus hat ein so liebevolle Art, mit allem umzugehen, beneidenswert. Ein zauberhaftes Buch mit 31 kurzen Geschichten und vielen großen bunten Bilder, die hervorragend auch die Gefühle zeigen.

    Dagmar Mägdefrau-.

  • Dino-Post ist da!  

    Dino-Post ist da!  

    Lena Walde

    Emma Latham

    Natürlich magellan

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Auf der Nase des Dinos ist schon zu lesen „Vorsicht hungrig“, er sitzt noch in der Versandkiste und dort ist vermerkt „kein Umtausch“.
    „Kennst du das auch?“ so beginnt der Text auf jeder Seite. Dann wird eine Situation geschildert, die mit einer Frage endet.
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    Zu Beginn sollen wir uns vorstellen, bei den Cornflakes zu sitzen und da klingelt es an der Tür. „Würdest du öffnen?“ wird dann gefragt. Dann kommt das Paket und es macht beängstigende Geräusche. „Würdest du das Paket trotzdem aufmachen?“ wird gefragt. Und schon läuft ein Dinosaurier los, ob du ihn einfangen würdest? Nach dem Einfangen wird dann festgestellt, dass der Atem des Dinos stinkt, kann man da ein Pfefferminzbonbon anbieten? Natürlich frisst er alle Bonbons und bekommt Bauchschmerzen, kann man ihn vielleicht doch umtauschen?
    So gilt es im Laufe des Buches noch viele Fragen zu beantworten, die allerdings das Kind im Buch immer positiv beantwortet und so kommt es in immer neue Situationen. Doch die vorletzte Frage lautet dann „Würdest du den Dino behalten?“
    Ein witziges Buch, das die Kinder direkt anspricht und sie vor eine Entscheidung stellt, auch wenn die Fragen im Buch immer mit Ja beantwortet werden. Fröhliche Bilder, die den Jungen und den Dino an den unterschiedlichsten Orten zeigen, machen Spaß anzuschauen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Der Schüchtisaurus  

    Der Schüchtisaurus  

    Rachel Bright

    Chris Chatterton

    Pia Jüngert

    magellan

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Die Reihe der Dinosaurier wird nun durch einen schüchternen Dino fortgesetzt. Er sitzt halb verdeckt durch einen Stein etwas zaghaft auf dem Cover.
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    Wir sehen zunächst sein hübsches Baumhaus und er selbst sitzt auf einer Schaukel. Er ist mit sich selbst sehr zufrieden und liebt die Ruhe, dabei spricht er kaum. Dann lernen wir seine Eltern kennen, die gerne Menschen um sich haben und feiern. So grillt Papa heute, weil Verwandte und Freunde kommen. Mama singt und trommelt, nur Schüchti findet „Die Menge, echt ein Graus!“ und verschwindet unter dem Tisch, nachdem ihn Tantchen noch ungefragt geküsst hat. Doch da taucht auch Mama unter dem Tisch auf, weil es ihr auch zu viel geworden ist mit dem ganzen Trubel. Wie schön für den kleinen Dino, dass Mama Verständnis für ihn hat.
    Es ist sicher für jemand, der schüchtern ist, gut zu hören, dass auch andere, die eigentlich forsch wirken, auch manchmal mehr Ruhe brauchen. Ob allerdings die Entwicklung dieses Buches, am Ende sitzen alle feiernd unter dem Tisch, diese Schüchternen beruhigen wird, wage ich zu bezweifeln. So endet das Buch mit dem Rat „…wir traun uns raus und singen zusammen, nicht allein!“ Mir hätte es besser gefallen, dem Dino ein Recht auf seinen Schüchternheit zu lassen.
    Das Buch ist wieder sehr schön gezeichnet, der gereimte Text ist manchmal etwas sperrig zu lesen.

    Dagmar Mägdefrau