• So geht´s – Künstliche Intelligenz – für Kids erklärt      

    So geht´s – Künstliche Intelligenz – für Kids erklärt      

    Axel Täubert

    Christine Paymann

    DK

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Wieder geht es mit der Familie Strudel durch ein erklärendes Sachbuch für Jugendliche und Erwachsene. Diesmal ist Onkel Emil zu Besuch, ein Erfinder, der auf die Bestätigung des Patentamtes wartet und der sich sehr gut mit KI auskennt. Außerdem ist er ein entspannter Typ, der immer ein Lösung parat hat.
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    Da Onkel Emil einen Smart Speaker mitbringt, wird seine Funktion zuerst erklärt. Wir erfahren einiges über Alan Turing und wie er Menschen von Maschinen unterscheidet. Die Geschichte der KI wird mit einer Achterbahn verglichen und dann geht es um ihre Funktionsweise. Wie sie lernt und auf welche Arten. Schon 1843 geht es mit dem ersten Computerprogramm los, dann gibt es viel Stationen bis 2022 ChatGPT an den Start geht. Transformer zu erklären, ist nicht so ganz einfach, aber hier ist es sehr verständlich erklärt. Das Wichtigste aber ist, dass unsere Fragen an die KI genau gestellt werden, denn nur so kann sie präzise antworten. Wie sieht es aus, wenn wir Kunst und Musik durch die KI erstellen? Oder sogar Personen und Sprache in einen anderen Zusammenhang bringen? Aber man kann auch spielen mit KI, sogar selbst Spiele erzeugen. Natürlich werden auch die Gefahren und die unklare rechtliche Lage zum Thema.

    Die Seiten sind in verschiedene Blöcke aufgeteilt, meist gibt es eine kleine Geschichte von der Familie Strudel und dann Erklärungen und Informationen, immer in kleinen Dosen und gut verständlich geschrieben. Durch kleine Illustrationen werden die bunten Seiten zusätzlich aufgelockert. Das Buch wird sicher kaum am Stück gelesen, es kann auch sehr gut als eine Art Lexikon nützlich sein. Ich habe einiges erfahren und konnte manches besser verstehen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Cosmic Bullshit – Warum sich das Universum einen Dreck um uns schert     

    Cosmic Bullshit – Warum sich das Universum einen Dreck um uns schert     

    Chris Ferrie

    Aus dem Englischen von Benjamin Schilling

    Kosmos

    Keine Altersangabe

    „Jugendliche begegnen pseudowissenschaftlichen Behauptungen heute täglich in ihren Feeds. Umso wichtiger ist es, Werkzeuge zur Einordnung an die Hand zu geben, die nicht nur aufklären, sondern auch Spaß machen.“ So lautete der Text, der mich auf das Buch aufmerksam gemacht hat.
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    Der Autor ist Quantenphysiker und er fängt mit dem Text wörtlich bei Adam und Eva an, denn das erste Kapitel befasst sich mit den unterschiedlichsten Mythen rund um die Schöpfung. Dann geht es um die Sterne und was die Astrologie alles in ihnen liest. Weiter geht es mit Aliens und den verschiedensten literarischen und filmischen Werken, in denen sie vorkommen. Ufo-Sichtungen wurden von Wissenschaftlern ernst genommen und entsprechend untersucht. Nicht nur wegen der Kultfilme „Zurück in die Zukunft“ sind Zeitreisen immer wieder ein Thema, das fasziniert. Selbst in Kinderbüchern wird eine Reise durch Zeit und Raum zum tollen Abenteuer, bei dem die Lesenden in andere Zeiten abtauchen können. 
    Ich muss leider zugeben, so spannend sich die Themen anhören, so sehr habe ich mich durch den Text gekämpft. Über 200 Seiten voller Informationen und ein Humor, der nicht meiner ist. Die Leser*innen des Buches wurden gesiezt, was mich sehr erstaunt hat. Ich weiß auch nicht, warum es immer Wissenschaftlerinnen hieß, während Skeptiker männlich waren.
    „Wir machen alle Fehler. Ich habe zum Beispiel eingewilligt, 10.000 Wörter zu schreiben, wodurch ich gezwungen war, totlangweiligen Schrott im Internet zu recherchieren.“ Ist ein Zitat aus dem Buch, das mir zu denken gibt. Dazu kommt der Titelbegriff „Bullshit“ sehr inflationär im Text vor, für mich nicht unbedingt eine wissenschaftliche Aussage.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wirtschaft für Anfänger

    Wirtschaft für Anfänger

    Grzegorz Kasdepke

    Fachliche Kommentare Ryszard Petru

    Daniel de Latour

    Übersetzerin Karin Ehrhardt

    WooW Books

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    In diesem Buch werden 51 Begriffe aus der Wirtschaft erklärt und sollen so kinderleicht zu verstehen sein. Zur Rahmenhandlung gibt es viele fantasievoll gezeichnete Illustrationen. 
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    Zunächst lernen wir Herrn Richard, den Chef des Zoos bzw. Zirkus kennen, dann den dicklichen Wachmann und den dürren Kartenverkäufer. Wie in der Wirtschaft üblich wurde die Praktikumsstelle mit einer jungen Frau besetzt. Und dann betreten wir den „Zoo der seltsamen Kreaturen“, hier wimmelt es von eigenartigen „Tieren“. Zunächst sehen wir die noch junge“ Investition“, die noch viel Futter benötigt. In einem Extrafeld lesen wir den Sachtext zu diesem Fachbegriff. Das Wichtigste ist angemarkert. „Arbeitslosigkeit“ betrifft einen rundlichen Herrn, der dann als Wachmann eingestellt wird. Der erklärende Text benötigt schon eine ganze Seite und enthält die Weisheit „Arbeitslosigkeit ist meistens ein sehr unangenehmer Zustand.“
    Über 200 Seiten fasst das Buch und ich weiß nicht, wie oft der Direktor seinen Pony gerichtet hat. Manko, Fiskus, Marge, Monopol, Rezession (die zum Glück normalerweise nicht sehr lange dauert), Dumping und Defizit sind nur einige Begriffe, die den meisten Erwachsenen auch nicht viel sagen. Viel Begriffe sind sehr umständlich und ungenau erklärt, manchmal ist auch der Satzbau etwas eigenwillig, wobei ich nicht weiß, ob es an der Übersetzung liegt oder ob der Originaltext auch so ist. Der fachliche Berater ist ein polnischer Ökonom und ich denke, der müsste wissen, dass Rentenfonds nicht nur für die Rente gedacht sind, sondern durchaus auch als verzinste Anlage genutzt werden. „Fonds kaufen in unserem Namen ein – für unser Geld, unsere Aktien, Anleihen und Einlagen.“ Die, die da kaufen, heißen Gesellschaften und wir, als Kunden, kaufen Anteile an einem von der Gesellschaft zusammengestellten Fond.
    Mein Fazit ist, dass die Rahmengeschichte durchaus einen gewissen Charme hat und sie mit viel Fantasie zusammengestellt wurde. Die wirtschaftlichen Fachbegriffe hätten einfacher und besser strukturiert erklärt werden müssen, zudem gab es Fehler, die mich erschreckt haben.

    Dagmar Mägdefrau