• Mika Mysteries – Die Spur der Meisterdiebin – Band 2

    Mika Mysteries – Die Spur der Meisterdiebin – Band 2

    Johan Rundberg

    Aus dem Schwedischen von Franziska Hüther

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Stockholm 1881, der Frühling ist angebrochen. Alle in der Stadt erwarten die Rückkehr des Forschungsschiffs Vega. Im Waisenhaus der Stadt verhalten sich einige Kinder seltsam: Sie gehen nicht zur Schule, sondern verschwinden Tag für Tag. 
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    Kommissar Hoff fragt Mika, ob sie ihn bei der Aufklärung einer Diebstahlserie unterstützen kann. Sie entdeckt schnell, dass das Verschwinden der Kinder und die Diebstahlserie zusammenhängen und ihre Freunde aus dem Waisenhaus in etwas Größeres verwickelt sind.

    Die Spur der Meisterdiebe ist schon der zweite Teil der Serie. Der erste Teil heißt „Der Ruf des Nachtraben“.
    Ich war — wie beim ersten Teil — vom ersten Kapitel an gefesselt und fand es sehr spannend, wie sich die Geschichte entwickelt. Johan Rundberg versteht es auch in diesem Teil, alles sehr bildlich zu beschreiben, und man hat Stockholm 1881 vor seinen Augen. Die Bücher sind sehr gut für Kinder ab 10 Jahren geeignet. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil dieser Serie auf Deutsch. Dieser soll im Herbst 2026 veröffentlicht werden.

    Katrin Hemmerich

  • Catch your Death – Traue niemandem

    Catch your Death – Traue niemandem

    Ravena Guron

    Aus dem Englischen von Katja Hildebrandt

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Emily Vanforte, die wohlhabende Hausdame des Bramble Estate, wird ermordet. In der Mordnacht befinden sich zahlreiche Mitglieder der Familie im Anwesen sowie drei Mädchen, die später den Ermittlern erzählen sollen, was passiert ist.
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    Devi ist eigentlich nur auf dem Weg zu ihrer Großmutter, doch ein Schneesturm und ihr klappriges Auto machen ihr einen Strich durch die Rechnung. Als sie am Bramble Estate vorbeikommt, lädt Emily sie ein, die Nacht dort zu verbringen. Lizzie wollte eigentlich nur Schmuck abliefern, kann aber wegen des Wetters ebenfalls nicht mehr weg. Jayne arbeitet in der Küche des Anwesens und kümmert sich um die beiden, da sie ungefähr im gleichen Alter sind. Gemeinsam müssen sie eine unheimliche Nacht inmitten einer zutiefst zerstrittenen Familie überstehen. Und fragen sich ziemlich schnell, in welchen Horrorfilm sie da eigentlich geraten sind.
    Die Geschichte wird über Vernehmungsprotokolle und die Perspektiven der drei Mädchen erzählt. Devi, Lizzie und Jayne könnten unterschiedlicher kaum sein. Anfangs rechnet man fast damit, dass sie sich an die Gurgel gehen, doch das gemeinsame Erlebnis schweißt sie zusammen. Neben dem Kriminalfall entwickelt sich so auch eine glaubwürdige Geschichte über Freundschaft. Gerade die Unterschiede zwischen den Figuren sorgen für eine spannende Dynamik. Besonders interessant (und anfangs etwas irritierend) ist, wie unterschiedlich dieselbe Person je nach Perspektive wahrgenommen wird: Devi wirkt in Lizzies Erzählung völlig anders als in ihrer eigenen. Das unterstreicht sehr gut die vorhandenen Antipathien.
    Großes Plus ist die Atmosphäre: keine Handys, kein Empfang, keine Fluchtmöglichkeit, eingeschneit in einem riesigen Anwesen: Das schreit geradezu nach Horror. Schon früh fragt man sich, was auf Bramble Estate eigentlich vor sich geht, und als Leser*in bekommt man an genau den richtigen Stellen neue Hinweise serviert.
    Ein spannender, düsterer Mystery-Thriller mit klassischem „Locked-Room“-Feeling ,starken Figuren und spannender Wendung.

    Raphaela Brosseron

    Das Szenario erinnert an Agatha Christie: Eine einsame Villa, ein Familienessen, Geheimnisse, die offen gelegt werden sollen, keinen Kontakt zur Außenwelt und drei junge Frauen, die zufällig dort hingelangen und erleben müssen, dass die Hausherrin ermordet wird.Devi ist auf dem Weg zu ihrer Großmutter, als ihr Auto Probleme macht und sie so auf Bramble Estate landet. Lizzie liefert für ihre Mutter eine Halskette aus, als der Schneesturm sie überrascht und Jayne arbeitet aushilfsweise in der Küche und bleibt ebenfalls über Nacht im Herrenhaus. Die Hausherrin Emily Vanforte ist eine sehr reiche Frau, die mit einem Politiker verheiratet ist. Ihre Tochter Lottie ist 17, genau wie die drei anderen Mädchen.
    Es geht um Lügen und Intrigen, alles ist undurchsichtig und als ich glaubte ,so langsam zu verstehen, war alles ganz anders.
    Vor allem der erste Teil war sehr spannend geschrieben, da lag der Mord in der Luft und es war unklar, wer von den Anwesenden das Gift verabreicht haben könnte. Anhand der Polizeiprotokolle und den Berichten der drei jungen Frauen konnte ich mir ein Bild von der Situation in der Mordnacht machen. Geheime Gänge wurden beschrieben und es wurden Gespräche belauscht. Im zweiten Teil des Buches wurden die Beweggründe klarer, aber erst zum Schluss, nachdem alles ganz anders gelaufen war, als ich erwartet hatte, wurden alle Verwicklungen klar. Das zog sich allerdings doch ein wenig in die Länge.
    Ich bin mir nicht sicher, dass alles so ganz logisch ablief, zumindest wurden zwei Tassen Tee getrunken, obwohl es keine Energiequelle gab, um ihn zuzubereiten.
    Eine sehr spannende Konstruktion, die so nicht zu erwarten war.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mika Mysteries – Der Ruf des Nachtraben – Band 1

    Mika Mysteries – Der Ruf des Nachtraben – Band 1

    Johan Rundberg

    Übersetzt von: Franziska Hüther

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Stockholm 1880, durch einen schweren Winter ist die Stadt von der Außenwelt abgeschnitten. Mika lebt im städtischen Waisenhaus, wo die Kinder alles dafür tun, den harten Winter nur irgendwie zu überstehen. In der Nacht, in der ein kleines Neugeborenes dort abgegeben wird, passiert gleichzeitig ein Mord in der Stadt. 
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    Ziemlich schnell steht der Verdacht im Raum, dass der Mord vom „Nachtraben“, einen totgeglaubten Mörder, begangen wurde. Der Kommissar Hoff und Mika arbeiten zusammen, um den Fall aufzuklären.
    Das Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt. Johan Rundberg versteht es sehr bildlich zu erzählen, so dass man in Gedanken schnell in der Stadt ist und sie vor Augen hat. Der Spannungsbogen ist hervorragend aufgebaut und bleibt bis zum Ende konstant hoch. Das Buch eignet sich sehr gut für Kinder ab etwa 10 Jahren zu lesen. Der Cliffhanger am Ende macht große Lust auf die Fortsetzung – am liebsten würde man sofort zum zweiten Band greifen.

    Katrin Hemmerich
  • Neue Fälle: Erwischt! Zeitreise ins Verbrechen

    Neue Fälle: Erwischt! Zeitreise ins Verbrechen

    Christine Haas

    Alexander von Knorre

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    •	Der große Postzugraub von 1963 
    • Der Raub der Mona Lisa
    • Das Gespenst von Berlin
    • Wolfgang Beltracchi, der Meisterfälscher
    • Kim Dotcom – Dunkle Geschäfte im Internet
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    Fünf spannende Fälle aus unterschiedlichen Zeitperioden werden noch einmal aufgerollt. 1971 gab es in der Baker Street einen dreisten Bankraub. Die Banditen mieteten ein leeres Ladenlokal und buddelten sich in den Tresorraum einer Bank, um dort die Kundentresore zu plündern. Zunächst wird die Geschichte in einem Comic erzählt. Weiter geht es mit der Frage „Was ist passiert?“ Hier wird der ganze Vorgang noch einmal genau beschrieben. Kleine Textfelder „Schon gewusst?“ erklären spezielle Zusammenhänge der Tat. Danach erfahren wir, wie sich die Bande vorbereitet hat und danach ist eine Fahndungsplakat des Haupttäters abgebildet. Über den bekanntesten Bewohner der Baker Street geht es weiter zu Scotland Yard und seiner Geschichte. 
    So ähnlich sind auch die anderen Fälle aufgebaut und obwohl ich einige der Fälle damals in der Presse verfolgt habe, fand ich es sehr spannend, hier noch einmal davon zu lesen.
    Eine spannende und informative Reihe, nicht nur für Krimifans.

    Dagmar Mägdefrau
  • Girls Trip – Vier Freundinne. Eine Luxusjacht. Eine tödliche Reise

    Girls Trip – Vier Freundinne. Eine Luxusjacht. Eine tödliche Reise

    Jan Gangsei

    Übersetzt von Sabine Schilasky

    one

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Wer einmal von einer Jacht verschwindet, gilt quasi schon als tot. Als dann noch Videobeweise auftauchen, die zeigen, wie Giselle absichtlich über Bord gestoßen wird, und dies ausgerechnet von der mysteriösen Neuen der Gruppe, liegt der Verdacht auf Mord nahe. 
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    Der Fall wird rückwärts aufgerollt: Wie kam es dazu? Warum reden die Mädchen so schlecht über Maggie? Und was hat sie überhaupt als „armes Mädchen“ auf der Luxusjacht zu suchen?
    Besonders interessant sind die Einblicke in Maggies Sicht und Giselles Briefe an ihre verstorbene Mutter, die eine Art Tagebuch ersetzen. Giselle hat viele Probleme, vor allem finanzieller Art, während es Maggie vergleichsweise gut geht. Trotzdem freunden sich die beiden an. Erfrischend dabei: Giselle ist nicht naiv, sie durchschaut Maggies Lügen, auch wenn ihr der Grund zunächst unklar bleibt.
    Das Locked-Room-Szenario ist hier gelungen. Eine Jacht mit Personal und Menschen, die glauben, sich alles mit Geld kaufen zu können, ist von sich aus schon gruselig. Das mysteriöse Verschwinden am Anfang nimmt die Hoffnung auf ein Happy End und steigert dadurch die Spannung.
    Ganz gepackt hat mich der Thriller allerdings nicht. Keine der Figuren blieb mir wirklich im Gedächtnis, und anfangs haben mich Maggies Beweggründe zum Lügen kaum interessiert. Erst ab der Mitte des Buches nahm die Geschichte richtig Fahrt auf.
    Ein Punkt, der mich gestört hat, sind die Tagebucheinträge. Wenn sie zu erklärend wirken, nach dem Motto „wie du weißt, ist XY meine Freundin“, verlieren sie für mich an Authentizität. Genau das war bei Giselles Briefen der Fall. Trotzdem fand ich Giselle mit ihrer ambivalenten Art noch spannend.
    Alles in allem ein solider Thriller: unterhaltsam, wenn man keine zu tiefgründigen Einblicke in die Dynamiken der Figuren erwartet und mit einigen Klischees leben kann.

    Raphaela Brosseron

  • Falsche Spur nach Sylt

    Falsche Spur nach Sylt

    Sarah Drews

    monika fuchs

    Leseempfehlung ab 10 Jahre

    Ein Jahr nach den Ereignissen rund um den Heiratsschwindler Werner möchte Caro eigentlich nur unbeschwerte Ferien bei ihrer Cousine Anne verbringen: Sonne, Strand und viel Eis – so zumindest die gute Absicht. 
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    Doch kaum angekommen, verschwinden Fahrräder und eine Geldbörse. Als auch noch Annes Schulfreund Pelle um Hilfe bittet – weil im Haus seiner Oma merkwürdige Dinge vor sich gehen –, sind Caro, Anne und Pelle mittendrin in ihrem neuen Fall, mit genügend Spannung für ein ganzes Ferienabenteuer.
    Der Kinder-Krimi ist ein perfekter Einstieg für Kinder ab 10 Jahren, um in das Genre einzutauchen. Die Mischung aus alltäglichen Ferienmomenten und detektivischem Nervenkitzel ist sehr ausgeglichen.
    Das Buch ist der zweite Band einer Reihe. Man muss aber nicht zwingend zuerst den ersten Band lesen, um in die Geschichte reinzufinden. Was einen aber nicht davon abhalten sollte, den ersten Band zu lesen.

    Katrin Hemmerich