• Mama sagt, ich wäre ein Eisbär

    Mama sagt, ich wäre ein Eisbär

    Johanna Hennig

    Mabuse-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    „Ein Kinderfachbuch über künstliche Befruchtung“ ist der Untertitel des Buches und wir sehen auf dem Cover ein Kind in Eisbärenkostüm in die Arme seiner Mutter laufen.
    Das Vorwort wendet sich erst an die Kinder und dann an die Erwachsenen, denen geraten wird, das Buch zunächst, ohne das Kind zu lesen.
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    Die meisten Kinder stellen irgendwann die Frage, wie sie in den Bauch der Mutter gekommen sind. Hier erzählt die Mama vom Kinderwunschzentrum, „einer Art Zauberwerkstatt“ wo Papa und ihr geholfen wurde. Hier wurden Ei und Samen zusammengebracht und unter de Mikroskob beobachtet, wie daraus der kleine „Eisbär“ wie Mama das Kind immer nennt, entstand. Da Mamas Körper noch Zeit brauchte, wurde das neue Leben zunächst in einen Winterschlaf versetzt, dann erst wurde es in den Bauch übertragen. Dort wusste es gleich „Hier bleibe ich“. Danach wird von der Schwangerschaft und dem Kind berichtet. Der Text ist kurz und gut verständlich, die Illustrationen sind weich und liebevoll gezeichnet. 
    Der Mitmachteil für Kinder bietet Anregungen für Gesprächsimpulse, unterstützt durch kreative Ideen und Ausmalbilder. Zuletzt gibt es einen Fachteil für Erwachsene.
    Ich finde es richtig, dass man Kinder die Wahrheit erzählt und diese Buch hilft Eltern, deren Kinder durch eine künstliche Befruchtung entstanden sind, das kindgerecht zu erklären. Die Literatur ist voll von Geschichten, in denen Menschen nach der Suche nach ihren Wurzeln sind. Ich bin überzeugt, dass es besser ist gleich genau zu erzählen, wie ein Kind entstanden ist.

    Dagmar Mägdefrau