• Welche Farbe hat mein Tag? – Ein Krimi-Abenteuer

    Welche Farbe hat mein Tag? – Ein Krimi-Abenteuer

    Carina Lendl

    Bucher

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Ein Kinderbuch, zu dem es sehr viel zu erzählen gäbe, immerhin umfasst es ganze 416 Seiten. Wer es liest, ist also erst mal beschäftigt, wird aber auch mit entsprechend viel Inhalt belohnt, der sich kaum auf ein paar Zeilen zusammenfassen lässt:
    Paulas Familie ist in ihrem Verhalten und Konsum sehr auf Bio bedacht, einer der vielen Streitgründe mit der ungeliebten Tante Viola: Die nämlich gar nicht. Diese sorgt auch dafür, dass Paula verdächtigt wird, ihre Abstellkammer angezündet zu haben, ein schwarzer Tag für Paula, die sich ab jetzt mit der Polizei auseinandersetzen muss.
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    Paula, die eigentlich ihre Sommerferien genießen sollte, gilt nun im ganzen Dorf als verdächtig. Gott sei Dank hat sie ihre Eltern, die ihr helfen wollen, den wahren Täter zu finden.
    
    In fast schon poetischer Erzählung bringt die Autorin nicht nur Witz und Spannung sondern auch Ernsthaftigkeit in die Geschichte. Man merkt Paula, die ihre Gefühle und Gedanken gerne in Farben sortiert, ihre Angst sehr an, die auch absolut nachvollziehbar ist.
    Der Anfang ist etwas schleppend, doch das Warten lohnt sich, denn es wird, ganz wie es sich für einen Krimi gehört, noch sehr spannend und zeugt, dass auch Kinder sich nicht alles von Erwachsenen gefallen lassen müssen.
    
    Raphaela Brosseron

    Paula lebt mit ihren Eltern in einem kleinen Ort. Ihre Mutter arbeitet im Bioladen, die Spezialität des Ladens, die Kostbärchen, fertigt Gabi in Mengen zu Hause an. Sie und Max sind ein nettes Elternpaar, dass sie auch mal streiten kann. 
    Weniger nett sind das Nachbarehepaar, das ständig im Garten zu tun hat, aber selbst keinen Lärm von anderen duldet. Aber am schlimmsten ist Max Schwester Viola. Sie war schon als Kind Klassenbeste, weil sie ein fotografisches Gedächtnis hat. Sie soll ihrer Nichte während der Ferien Nachhilfe in Mathe geben. Aber sie ist so boshaft und gemein, dass Paula da wenig Lust dazu hat. Als es dann auch noch zu einer Auseinandersetzung zwischen den beiden kommt, fällt der Verdacht, als es einen Brand bei der Tante gibt, auf Paula.
    So kommt es, dass Paula, deren Ferien so gut begannen, schreckliche Zeiten durchmachen muss. Ihre Eltern und Freunde geben sich alle Mühe, um sie zu unterstützen. Ein echter Lichtblick in dieser Zeit ist Ufo, der Wellensittig, der seit den Ferien bei Paula wohnt.
    In so einem kleinen Ort, wo jeder jeden schon immer kennt, ist ein Thema noch viel schneller in aller Munde als in der Großstadt. Da kommen alte Schulgeschichten wieder hoch, alte Frauen beurteilen nach ihren altmodischen Vorstellungen, Halbwahrheiten werden ausgeschmückt und rücksichtlos verbreitet. Als Paula von vielen Seiten angefeindet wird, verliert sie fast den Mut sich zur Wehr zu setzen. Paulas Gefühle werden in der Geschichte sehr gut beschrieben und ich habe sehr mit ihr gelitten. Aber es gibt auch nette Menschen, wie den Pizza-Bäcker Antonio, die Polizei-Psychologin Camen und ihre Freundin Fanni mit dem losen Mundwerk.

    Die zu Anfang harmonische Geschichte entwickelt sich immer beängstigender. Dadurch steigt die Spannung und das Mitgefühl mit Paula, deren Gefühlswelt dem Lesenden sehr nahe geht. So ganz passt dieses Buch deshalb nicht in das Genre „Krimi“, obwohl durchaus eine Straftat aufgeklärt werden muss. Aber ich finde, es ist mehr als das. Die Geschichte lässt uns mit der Protagonistin leiden, hoffen und verzweifeln, aber auch erfahren, was Freundschaft und Familie bedeuten kann. Trotz der Spannung gibt es aber auch sehr humorvolle Situationen, so ist es ein Spaß, wie die Tratschweiber beschrieben werden. Lesenswert!

    Dagmar Mägdefrau

  • Unser Garten

    Unser Garten

    Gerda Muller

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Carolina und Leo ziehen mit ihren Eltern in ein schönes altes Haus inmitten der Stadt. Zu dem Haus gehört ein riesiger ungepflegter Garten. Nachdem sie das Haus eingerichtet haben, geht es an die Planung des Gartens. Die beiden Kinder bekommen ein eigenes Beet, das sie bepflanzen dürfen. Aber zunächst wird der Rasen angelegt und der alte knorrige Apfelbaum gerettet. 
    Die alte Tante Lisa bringt Setzlinge und andere Pflanzen mit und die Kinder kaufen im Samengeschäft ein. Vom Balkon kann Louis den Garten gut sehen, er kennt sich seht gut mit Pflanzen aus und unterstütz die Kinder, da er im Rollstuhl sitzt, vom Balkon aus.
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    Die Pflanzen wachsen und müssen versorgt werden, aber die Kinder spielen auch mit ihren Freuden in dem schönen Garten. Im Sommer macht es Spaß den Garten mit dem Schlauch zu bewässern. 
    Nachdem die Kinder aus den Ferien zurückkommen, sind einige Pflanzen verwelkt, aber dafür können sie die Kartoffeln ernten. Mit allen nötigen Vorsichtsmaßnahmen wird sogar ein Feuer im Garten gemacht. Der Herbst kommt und es regnet lange, danach schneit es und alle Freunde kommen, um zusammen zu spielen. Doch bald kommt der Frühling und Tante Lisa bringt neun Pflanzen. 
    
    Der längere Erzähltext wird immer wieder durch Informationen über Pflanzen, Tiere und Basteln mit der Natur unterbrochen. Im Anhang wird der kleine Garten auf Louis Balkon näher gezeigt und erklärt.
    Das Buch bietet Anregungen und Tipps für kleine Gärtner und macht Lust es selbst einmal auszuprobieren. Die wunderschönen Bilder zeigen den Garten zu allen Jahreszeiten und am liebsten möchte man darin eintauchen und mitgärtnern.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Was ist Rassismus?

    Was ist Rassismus?

    Katie Daynes

    Jordan Akpojaro

    Sandhya Prabhat

    Usborne

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    „Rassismus ist, wenn Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Herkunft oder Lebensweise schlecht behandelt werden.“ - Diese Definition auf der ersten Doppelseite gefällt mir sehr gut. Unter der Klappe „Was bedeutet „Rasse“?“ ist ein Schild zu sehen, dass nur Weißen den Zutritt zum Strand erlaubt. Sicher etwas, was bei Kindern Widerspruch erzeugt. 
    "Es gibt nur eine Rasse Mensch." ist ebenfalls eine gute Aussage.
    Auf der nächsten Seite geht es um unterschiedliches Aussehen, Hautfarbe, Haare und Sommersprossen.
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    Es gibt viele Gründe, in andere Länder zu ziehen, ein paar Beispiele kann man unter den Klappen finden. 
    „Warum sind Menschen Rassisten?“ Es beginnt damit, dass die Europäer die Welt entdeckten, geht über den Sklavenhandel bis zu alltäglichen Situationen, über die wir oft nicht nachdenken. Dann folgen Beispiele, in denen man über Rassismus sprechen soll und zum Schluss die wichtige Frage „Was können wir tun?“ 
    
    Dieses Pappbilderbuch mit seinen erklärenden Klappen behandelt dieses im Moment wieder sehr aktuelle Thema auf eine sehr kindgerechte Weise, aber auch mich hat vieles zum Nachdenken gebracht. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Heute kocht das kleine Känguru

    Heute kocht das kleine Känguru

    Myriam Lang

    Kathrin Schärer

    atlantis

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Die Illustrationen in diesem vegetarischen Kochbuch für Kinder sind wunderschön. Schon auf dem Cover sehen wir das kleine Känguru Erbsen aus der Schote in eine Schüssel tut. Auf dem gemeinsamen Foto trägt Mama schon ihre Schürzte. Dann folgen allgemeine Hinweise und das Känguru wäscht sich brav die Hände. Dann hilft es Mama beim Einräumen der Spülmaschine. 
    Die ersten Rezepte gehören zu einem Geburtstagsessen. „Radieschen mit Butter und Salz“ konnten mich nicht überzeugen, ob ein Gericht mit Oliven bei Kindern gut ankommt? Die Gemüselasagne wird sicher ein Hit.
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    Nachdem es sich in die Pfote geschnitten hat, schneidet das Känguru mit Pflaster vorsichtig weiter. Noch schnell den Schokoladenkuchen mit Konfetti backen und schon sind die Gäste da. Nach den Frühlingsrezepten geht es im Sommer in den See zum Baden. Die Erbsen werden geröstet für ein Ricotta-Gemüse-Cake gebraucht. Wenn das Känguru auch etwas mit dem Quirl spritz, die Mascarponecrem mit Erdbeeren hört sich lecker an. Auch dieser Teil endet mit einem Kuchen. Im Spätsommer grillen die Tiere gemeinsam. Gefüllte Champignons und Tomaten werden auf den Grill gelegt. Diesmal gibt es selbstgemachtes Himbeereis. Mit dem Herbst kommt der Regen. Eine heiße Makkaroni-Gemüsesuppe tut da richtig gut. Beim Kartoffel-Lauch-Kuchen hilft der Igel mit seinen Stacheln Löcher in den Teig zu stechen. Ein herzallerliebstes Bild. „Winterzeit ist Plätzchenzeit“ heißt es im nächsten Kapitel. Nach einigen Plätzchenrezepten wird Pasta gemacht. Für Sugo und Pesto, die schon vorher als Zutat auftauchten, gibt es jetzt die Rezepte, danach erfahren wir wie man Parmesan-Chips im Ofen zubereitet. Über den „Tomme“, der im nächsten Rezept vorkommt, musste ich erstmal informieren. Ich weiß jetzt dass es sich um Weichkäse handelt. Auf der letzten Doppelseite sehen wir wieder die Familie Känguru im Schein einer Kerze im Kochbuch blättern. Sicher sind die Plätzchen, die sie dabei knabbern auch selbst gebacken. In den zwei Indexen kann man die Gerichte nach Namen oder Zutaten finden. 
    
    Das Buch ist sehr schon illustriert, wie oft bei Kochbüchern, möchte ich nicht alle Rezepte probieren. Eine sind sehr einfach und man brauchte dazu kein Kochbuch, andere sind schon komplizierter, ob da kleine Kinder bei der Stange bleiben?
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Sehnsucht nach Sommerby – So schmeckt Familie – Lieblingsrezepte

    Sehnsucht nach Sommerby – So schmeckt Familie – Lieblingsrezepte

    Kirsten Boie

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Wer die Bücher über Sommerby kennt, wird an diesem Geschichten-, Reiseführer-, Kochbuch seine Freude haben. Denn bei Oma Inge und den drei Enkeln ist das Essen durchaus ein Thema. So wurden hier Rezepte zusammengestellt, wie die Oma sie gekocht hätte. Ganz wichtig natürlich das Bauernfrühstück, dass sie immer wieder gerne macht. Der leckere Rosinenstuten und die Erdbeermarmelade dürfen natürlich auch nicht fehlen. Neben Fisch und im besonderen Heringsgerichten gibt es ein Rezept für Labskaus, dass auch vegetarisch möglich wäre, damit auch Martha zugreifen kann.
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    Auch Omas Gänsebraten ist mit einem Rezept dabei, ebenso wie Hühnersuppe, obwohl Mikkel das sicher nicht gut findet. Kalter Hund und Pförtchen findet man bei den süßen Sachen, aber auch Apfelmus ohne Zucker. So rät die Autorin im Vorwort den Zucker in den Rezepten zu reduzieren und einfach auszuprobieren, was möglich ist. Dasselbe gilt auch für die Zutaten, so sagt Oma Inge „Du nümps, wat du hess“ was so viel heißt wie „Du nimmst was du hast.“ 
    
    Passend zu den Rezepten können wir passende Passagen aus den Büchern lesen und uns an die Situationen erinnern. Dazu gibt es wundervolle Fotografien der Landschaft rund um die Schlei und Tipps für Ausflüge rund um Sommerby, dass es gibt, aber nicht ganz so, wie Kirsten Boie es uns beschreibt. 
    Sicher werde ich einige Rezepte ausprobieren und vielleicht ergibt sich ein neues Lieblingsrezept. Aber das Blättern in dem wunderschönen Buch hat einfach schon viel Freude gemacht.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Oh! Ich muss aufs Klo

    Oh! Ich muss aufs Klo

    Ann-Katrin Heger

    Katja Schmiedeskamp

    Penguin Junior

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Vier Doppelseiten bietet das Pappbilderbuch mit Sound. Zusammen mit Mama, die einen Kuchen gebacken hat, machen sich Greta und ihr Freund Finn auf den Weg zum Sommerfest in die Kita. Greta versteckt sich hinter einem Busch, weil es in ihrem Magen rumort und ein Pups entweicht. Das Geräusch ist gut zu hören, wenn man den Sound aktiviert. Was einfach funktioniert. Nach einer Wartezeit vor dem Klo sehen wir Greta auf dem Klo sitzen.
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    Zunächst hören wir ihr Pipi plätschern. Auf er nächsten Seite wird hält sich Greta die Nase zu und zieht dann schnell ab. Dann noch Hände waschen, wir hören das Wasser gluckern.
    Auf jeder Seite können wir einen passenden Vierzeiler vorlesen „Plums schon stinkt es ziemlich. Puh! Und Gretas Bauch gibt endlich Ruh.“
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Erstes Lernen – Jahreszeiten

    Erstes Lernen – Jahreszeiten

    DK

    Verlagsempfehlung ab 1 Jahr

    Ein Pappbilderbuch mit Griffregister und 150 realistische Bilder regen dazu an Begriffe zum Thema Jahreszeiten anzuschauen und zu benennen. Im Frühling blüht der Kirschbaum und die ersten Schmetterlinge sind unterwegs. Im Garten blühen die Blumen, zu denen die Begriffe „Samen und Knospe“ gehören. Die Biene summt und das Kind wird aufgefordert wie eine Biene zu summen. Auf der nächsten Seite sehen wir Tierbabys. „Weißt du schon, welche Tiere Eier legen?“ wird hier gefragt. Im Park regnet es und entsprechende Kleidung ist zu sehen. 
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    Schon ist es Sommer und es geht zum Zelten. „Zeige mal auf alle blauen Dinge auf dieser Seite!“ Auf dem Spielplatz wird geschaukelt, gerutscht und gewippt. Am Strand steht eine Sandburg und hier lautet die Frage „Hast du schon mal eine große Sandburg gebaut?“
    Im Herbst wird geerntet, da sieht man Kürbisse und Nüsse. Kuschelzeit mit Decke, Ofen und Laternen. Im Wald werden die Blätter bunt und „Was kannst du im Herbst alles sammeln?“ ist die Frage an die Kinder. 
    Im Winter gibt es natürlich Schnee, dicke Anziehsachen und einen Schneemann. Gänse, die nach Süden fliegen und Vögel, die gefüttert werden. Auf der letzten Seite gibt es eine kleine Zusammenfassung der Jahreszeiten und einen Baum, der sich entsprechend verändert. 
    
    Man kann zu den Begriffen, die als Bild und Schrift zu sehen sind viel erzählen und erklären. Durch die Fotografien ist alles sehr realistisch und die Kinder werden vieles wiedererkennen. Die Altersangabe mit einem Jahr finde ich sehr niedrig, das Buch gut nutzen kann man wahrscheinlich erst mit 2 Jahren, aber das kommt sicher auch auf's Kind an. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Kaiserschmarrn – Mein genialer Sommer mit Ziege

    Kaiserschmarrn – Mein genialer Sommer mit Ziege

    Leonora Leitl

    Kunstanstifter

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    Papa ist Architekt und deshalb baut er ein ganz modernes Schachtelhaus. Da er meint, er liebe die Natur, baut er es an den Waldrand. Mama ist Zahnärztin und so kommt Frau Erni ins Haus, um den Haushalt zu erledigen, denn es gibt noch Arthur und seinen großen Bruder Oswald, genannt Ossie.
    Als Arthur im Wald unterwegs ist, begegnet ihm ein Waldmensch. Dann stellt sich heraus, dass das der Vater von Fanny und Freddy ist. Er ist Schamane, hat ein drittes Auge, und macht viele ungewöhnliche Dinge. Er hat auch einige Behältnisse mit Kräutern und anderen Pflanzen. 
    So kommt es, dass die Ziege etwas davon frisst und dadurch zu den Kindern spricht.
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    Aber das ist nicht das einzig Verrückte. Der Ziegenbock meint er sei „Cäsar Napoleon Alexander der Größere“ und stellt deshalb viele Forderungen an die Kinder.
    So wird es ein ungewöhnlicher Sommer für die Kinder, aber auch die Erwachsenen erleben so allerlei. So streiten sich die Väter über das Abholzen einer Esche, den Lebensbaum. 
    
    Das Buch ist reich und lustig bebildert, dadurch kann man es sicher schon Grundschülern vorlesen, bei 200 Seiten muss ein Kind, auch bei der großen Schrift, schon sehr gut lesen können.
    Obwohl das Buch sehr lustig geschrieben ist, hat es durchaus auch viele ernste Aspekte. Der Kaiserschmarrn kommt allerdinge nur am Ende des Buches als Rezept in ungewöhnlicher Form vor. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wohin gehen Freunde?

    Wohin gehen Freunde?

    Cornelia Wiesner

    Nicola Rakutt

    WolfsRudel

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Gewinner des Deutschen Kinderbuchpreises 2021

    Da es sich bei dem Buch schon um den zweiten Band handelt, gibt es einige Bezüge zur Vorgeschichte. Trotzdem ist alles sehr gut verständlich und nachvollziehbar.
    Bei den Freunden handelt es sich um den dicken Bären, das fröhliche Rotkehlchen, die kleine Waldmaus, das zarte Reh und den kleinen Wolf, der auf der ersten Seite ein wenig träge vor seiner Höhle liegt. 
    Da kommt ein Bruder der Waldmaus zu den Freunden und berichtet, dass die Familie Zuwachs bekommen hat und sich alle um den jüngsten Bruder sorgen. Er ist sehr klein und zart und hat Probleme mit der Luft.
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    Sofort macht sich die Waldmaus auf und besucht seine Familie. Alle freuen sich über sein Kommen, aber auch er muss erkennt, dass der kleine Bruder sich nicht gut entwickelt. Als klar wird, dass er wohl nicht mehr lange bei ihnen sein wird, versuchen alle ihm so viel Freunde wie möglich zu machen. So erlebt er mit den Freunden einen wunderschönen Sommer, alle helfen mit, dass er noch eine schöne Zeit hat. Als er merkt, dass seine Kraft zu ende geht, bringen ihn alle gemeinsam zurück zu seiner Familie. Es wird Herbst und die Blätter fallen als der kleine Bruder beerdigt wird. Alle berichten von ihren gemeinsamen Erlebnissen und trauern um den kleinen Freund. 
    
    Die Sprache ist sehr einfühlsam und die Bilder sind voller Gefühl, wunderschön gezeichnet.
    Ein Ratschlag, der erklärt, dass das Leben ein Geschenk ist, wird mehrfach im Buch wiederholt und wir sollten ihn uns alle zum Lebensmotto machen. 
    
    Der Text des Buches ist schon für ein Bilderbuch sehr lang, aber er zeigt auf eine einfühlsame Weise, dass der Tod unser Leben immer begleiten wird und dass er leider nicht gerecht ist. Alles, was wir tun können, ist alles so zu genießen, wie es uns möglich ist und die Erinnerungen daran in unseren Herzen zu bewahren.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wird denn hier keiner wütend?

    Wird denn hier keiner wütend?

    Toon Tellegen

    Marc Boutavant

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Die zehn mehrseitigen Geschichten handeln von Tieren und Gefühlen. Die Bilder sind teilweise ganzseitig und unterstützen den Text sehr gut.
    Die Feuerkröte tut alles um die Tiere wütend zu machen, doch ihre bösen Angriffe, so reißt sie dem Igel alle Stacheln aus, führen nur zu einem weinerlichen Ergebnis. Aber, was ist eigentlich Wut? „…etwas sehr Schweres, das keiner heben kann.“
    Das Eichhörnchen sinnt darüber nach, ob die Ameise „Nie-wieder“ zurückkommt.
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    Im Zwiegespräch mit den Wänden, kommt sie zu dem Ergebnis, dass die Ameise Honig zur Begrüßung bekommen soll.
    Die Schlange war immer wütend und an ihrem Geburtstag kann es ihr keiner recht machen. Am Ende müssen die anderen Tiere sogar flüchten, aber das machen sie fröhlich.
    Auch die Grille hat Geburtstag und sie kennt einige Gründe, weshalb der Bär nicht kommen soll, deshalb schreibt sie ihm eine ungewöhnliche Einladung.
    Eichhörnchen und Elefant tanzen zusammen und das ist für das Eichhörnchen gar nicht so einfach, trotzdem hat sie Spaß daran.
    Auch die Gottesanbeterin ist eingeladen, aber sie findet nicht die rechte Kleidung. Dann geht alles schief und sie muss völlig derangiert zum Fest. Aber durch ihre Haltung bekommt sie die Bewunderung der anderen Gäste.
    Die Ameise muss sich in ihrem Heim mit der Wut auseinandersetzten. Doch der Besuch des Eichhörnchens kann sie aus dieser Situation befreien.
    Die Heuschrecke versucht mitten im heißen Sommer Mäntel zu verkaufen und auf dem Geburtstag des Schwans springt der Frosch übermütig in die Torte. 
    In der letzten Geschichte schreiben sich Pillendreher und Skarabäus Briefe von deren Inhalt wir nichts erfahren, wir erleben nur die Reaktionen daraus.
    
    Die Geschichten sind nicht ganz einfach zu interpretieren, ich denke, um sie zu verstehen benötigen die Leser*innen schon ein wenig fachmännische Anleitung. Auf jeden Fall sind die eine gute Diskussionsgrundlage.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Sommerwaldfunkeln

    Sommerwaldfunkeln

    Antonia Katt

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Malin zieht mit ihrer Mutter in einen kleinen Ort und wird nicht besonders nett in der neuen Klasse aufgenommen. Nur Flora, ihre Sitznachbarin, scheint ein nettes Mädchen zu sein, aber das Eigenartige an ihr ist, dass sie nicht spricht. Doch dann bittet sie Malin um ein Treffen im Stadtwald. Dieser Stadtwald wirkt zunächst winzige, doch als die beiden Mädchen ihn betreten erweist er sich als ein richtiger Urwald. 
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    Flora, die nach Zypresse riecht, goldene Locken und Augen hat und die in sich ruht und von innen leuchtet. Diese Flora, die Malin gerne zur Freundin hätte und die sie dazu verleitet einen Brief der Lehrerin an ihre Mutter in einen Baum zu stecken. Flora, die in Rätseln spricht und die Malin als Sommergast in den Wald einlädt. 
    Doch was birgt de Wald für ein Geheimnis? Weshalb bezeichnet sich Flora als Hüterin und was erwartet sie von Malin. Wer sind die „Anderen“? 
    Zusammen mir Flora betritt sie eine andere Welt, die ihre eigenen Regeln hat, die genauestens befolgt werden müssen. 
    Diese anderen Welten zu erkunden, ihre Bewohner kennenzulernen und zu verstehen, war nicht immer ganz einfach, es gab viele Wendungen und für mich war einiges etwas verschwommen. Ich mag es, wenn die Parallelwelten logisch erklärt werden. Hier war das für mich nicht immer der Fall. 
    Die Geschichte im Hier entwickelt sich ebenfalls, vieles ist nicht so einfach, wie man zunächst glaubt. Malin leidet unter der Abwesenheit ihres Vaters und wünscht sich, dass er wenigstens zu ihrem Geburtstag kommen kann. 
    
    Diese fantastische Geschichte wird in einer wunderschönen poetischen Sprache erzählt, die ich beim Lesen sehr genossen habe. Wenn die Autorin vom Leuchten, das Malin ausstrahlt spricht kann man es fast aus den Seiten herausstrahlen sehen. Spannung, Humor, Freundschaft, Tierliebe, Hilfsbereitschaft und Liebe sind hervorragend in diesem Buch untergebracht und das verspielte Cover passt sehr gut zum Thema.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Bin gleich fertig!

    Bin gleich fertig!

    Martin Baltschet

    Anne-Kathrin Behl

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Nicht allen Kindern macht frühes Aufstehen Spaß. „Ist doch noch dunkel, da geh ich nicht raus!“ Meint der Junge und auch sein Schlafanzug weigert sich ausgezogen zu werden. „Ich bleib wo ich bin, und zwar für immer!“ Auch mit Hilfe des Dackels wird er ihn nicht los. Zunächst stellt der Junge sich vor nackt in die Kita zu gehen, dann wechselt er seine Outfits. 
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    Stellt dabei fest, dass Socken im Sommer „vereinsamen“ und die Schwimmsachen im Winter auf dem Trockenen liegen. Seine Sachen, die wie eine Figur aussehen raten ihm „Sei wer du bist und lieb wie es ist“ Es folgt nochmals eine Verkleiderunde und dann ist der Junge so müde, dass er wieder einschläft. Letztlich geht er im Schlafanzug, barfuß mit seinem Dackel los. 
    
    Mich verwirrt das Pappbilderbuch ein wenig, ich kann den Sinn nicht so ganz erkennen. Ist ein Zeichen von Individualität im Schlafanzug auf die Straße zu gehen? Oder sehe ich die Sache wieder zu Ernst? Die Bilder und die kurzen Reime haben mir gut gefallen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Sachen suchen – Im Sommer

    Sachen suchen – Im Sommer

    Barbara Jelekovich

    Susanne Gernhäuser

    Ravensburger

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Zehn Doppelseiten bietet das Pappbilderbuch. Ein großes Bild, eine kurze Geschichte/Erklärung dazu und einige abgebildete Gegenstände, die man im Bild finden kann. Es beginnt mit einem vegetarischen Grillabend. Dann folgt ein Bild, wo die ganze Familie Obstspieß für die Kita machen. Der Kitaraum mit vielen spielenden Kinder bei Regenwetter ist das nächste Thema. Es folgt ein fröhliches Gartenfest mit viel Wasser im Außengelände der Kita.

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    Dann geht’s auf den Markt, hier gibt es auch einen Eiswagen. Im Stadtpark ist auch viel los. Bei den Großeltern wird gebastelt und die Fahrradtour führt zu einem Bauernhof. Im Kinderzimmer wird für das Freibad, dass zwei Seiten weiter zu sehen ist, gepackt. Dazwischen wird eine Imkerin besucht, dort gibt es aber auch Ziegen.

    Es gibt viel zu sehen und zu finden. Vieles kennen die Kinder schon, einiges werden sie noch erleben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Majas kleiner Garten

    Majas kleiner Garten

    Lena Anderson

    Karlhans Frank

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Der Originaltitel ist schon 1987 in Stockholm erschienen und für mich waren die Zeichnungen auf Anhieb vertraut. Maja ist ein kleines Mädchen mit Brille und hellblondem Haar, dass meist eine Art weißen Body trägt.
    Da der Frühling kommt, sucht sie ihre Gärtnersachen zusammen. Immer dabei ihr weißes Kaninchen. Aus dem ersten Samenkorn wird ein dicke, runde Rote Bete. Danach geht es um die Vermehrung und die Geschichte der Kartoffel. Der Rhabarber stellt sich zusätzlich mit einem Kuchenrezept vor.

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    Die reifen Radieschen werden mit einem Fest gefeiert, alle Freunde kommen in den Garten. Nach Salat, Mohrrübe und Fenchel, die als Paar auftreten, folgt die Zuckererbse. Die Bilder zeigen, wie sie aus dem Samen wächst. Dann werden Herzkirschen gepflückt, Zwiebeln zu einem Zopf geflochten, Weißkohl und Tomaten genossen. Dann folgt der Lauch und am Ende geht es um das Kräuterbeet. Zu den Kräutern gibt es ein Extraseite mit Tipps für die Verarbeitung und eine Tabelle mit Anwendungsmöglichkeiten.
    Auf der letzten Seite geht der Sommer zu Ende und Maja sitz angezogen und mit Schuhen im Haus und denkt neben einem Strauß Kresse über den Sommer nach.
    „Und damit ich`s nicht vergesse, sagst du „Bis zum nächsten Jahr“ durch die Kapuzinerkresse. Sommer, du warst wunderbar.“ Ein sehr schöner Schlussreim. Alle Pflanzen werden in Gedichtform vorgestellt, was mir sehr gut gefällt.

    Ein lehrreiches Buch für keine Gärtner*innen, mit schönen Texten und wunderschön gezeichneten Bilder. Da macht es sicher Spaß zu versuchen, ob die Zucht im eigenen Beet auch gelingt. Majas Tipp kann man dazu gut gebrauchen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Für immer Sommerby

    Für immer Sommerby

    Kirsten Boie

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Es ist Winter in Sommerby, dem wunderschönen Flecken an der Ostsee und in den Weihnachtsferien fahren nicht nur die Kinder zu Oma Inge, diesmal ist auch ihre Mutter dabei. Papa hat noch beruflich im Ausland zu tun und wird später nachkommen. Alle wünschen sich, dass er es schafft, spätestens am Heiligabend dabei zu sein.
    Martha traut ihren Gefühlen nicht so ganz. Gehört ihr Herz Albert, dem Junge aus der Schule, wegen dem mit ihrer Freundin Isolde Funkstille herrscht? Oder zieht es sie mehr zu Enes hin, der hier um die Existenz seiner Mutter, die Steuermannsinsel, kämpft?

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    Mikkel bangt um das Leben der Tiere bei Oma und hofft, dass er alle Gänse lebend antreffen wird. Doch aus seiner großen Tierliebe macht er einen Fehler, der einigen seiner geliebten Hühner das Leben kostet. 
    Mats hat wie immer seinen eigenen Kopf und so macht er sich im Schneesturm auf und hofft darauf, dass sich sein Wunsch erfüllen wird. Da bangt man sehr mit und hofft, dass ihm nicht passieren wird.
    Die Gedanken der Kinder und die daraus entstehenden Situationen sind wieder meisterhaft erzählt. Oma Inge, die mit ihrer harschen Art keine Bilderbuchoma ist und die doch die Kinder, ihre Tochter und auch Krischan ihren Nachbarn sehr mag, will sich auch in diesem Band nicht bevormunden lassen. 

    Sommerby ist nicht nur Idylle, bei einem großen Schneesturm sind alle ohne Strom der Natur ausgesetzt. Aber es zeigt sich auch der Zusammenhalt in dieser kleinen dörflichen Gemeinschaft.

    Ein rundum gelungenes Buch, dass man auch schon vor Weihnachten lesen mag.

    Dagmar Mägdefrau

  • Alle da! – Unser kunterbuntes Leben

    Alle da! – Unser kunterbuntes Leben

    Anja Tuckermann

    Tine Schulz

    Klett KInderbuch

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Empfehlungsliste Evangelischer Buchpreis 2015

    Leipziger Lesekompass 2015

    Kunterbunt und fröhlich ist schon das Cover mit den verschiedensten Menschen, die hier zusammen feiern. Am Beginn des Buches stehen die „Ersten Menschen“ und die stammen aus Afrika. Unter ihnen sind viele andere Gesichter zu sehen, die alle unterschiedlich aussehen.
    Anhand kleiner Bilder sehen wir, was Menschen alles tun. „Immer wieder gehen Menschen woanders hin“ zeigt viele mögliche Grunde an. Am Beispiel von Samira aus Syrien sehen wir warum und wie sie ihre Heimat verlassen hat.

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    Aber es gibt auch andere Beispiele, so gingen Natalias Vorfahren nach Russland, ihre Eltern kamen zurück nach Deutschland, wo sie geboren wurde. Eine große Palästinenser-Familie wohnt verstreut auf der ganzen Welt. Kinder in einem Stuhlkreis sagen in ihrer Sprache „Guten Morgen“, das ist nur ein kleiner Ausschnitt, denn es gibt 6.500 verschiedene Sprachen. Einige Kinder sprechen schon mehre Sprachen, aber oft können Erwachsene, die aus dem Ausland kommen noch nicht richtig deutsch. Einige Gründe werden hier genannt. 
    Aber Kinder können oft auch ohne gemeinsame Sprache miteinander spielen, auch die unterschiedlichen Feste kann man miteinander feiern. Von Vorurteilen und wie sie entstehen können, lesen wir auf der nächsten Seite. Manchmal entstehen dadurch Ängste, „Am besten verschwindet die Angst, wenn man sich kennenlernt…“ So zeigt die letzte Doppelseite einen sommerlichen Platz mit vielen verschiedenen Menschen.
    Zum Schluss kann man einen Fragebogen ausfüllen und sich der eigenen Identität bewusst werden. 

    Vielleicht sollten sich einige Erwachsene dieses einmal anschauen, sie können viel davon lernen. Dank der comicartigen Bilder macht das Lesen besonders viel Spaß.

    Dagmar Mägdefrau

     

  • Vor meinem Fenster

    Vor meinem Fenster

    Emma Robert

    Baptistine Mésange

    Jumbo

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir das Fenster, durch das der Junge schaut. Im Hintergrund sind Berge zu sehen, Vögel fliegen am Himmel, einige Häuser stehen verstreut, ein Baum steht direkt vor dem Fenster. Zart gezeichnet sind auch einige Menschen zu sehen.
    Der Junge steht am Fenster und beobachtet verträumt die Wolken. Viele unterschiedliche Vögel fliegen am Himmel und der Junge sieht ihnen nach. Er „würde gerne mit ihnen fliegen.“ Sie kommen erst mit Ende des Winters zurück, das Bild zeigt getuschte Wolken, einige Noten und einen schwarzen Vogel.

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    Es gibt auch einen Garten, besonders schön blüht eine rote Mohnblume. Auf einer Seite sieht uns das Gesicht des Jungen mit riesigen Augen an. Seine Gedanken sind sehr philosophisch „Ich höre Träume und Erinnerungen, die sich auf dem Gehweg verstreuen.“ Über Meer kleiner farbloser Häuer, sehen wir den schwarzen Vogel und einen zarten Regenbogen. Der Vogel landet auf einem Baum in dessen Stamm eine kleine gemütliche Stube zu sehen ist. Links neben dem Fenster sind noch Sommerblumen zu sehen, während auf er anderen Seite die bunten Blätter des Herbstes davonfliegen. „Der Winter lässt Sterne regnen.“ Eine dunkelblaue Seite mit angedeuteten kleinen Häusern und vielen runden Sternen. Die Frage „Wo schläfst du Vögel?“ steht winzig auf kleinen Etiketten. Unbekannte Welte zeigen ein Schloss am Himmel, dass auf einem Baum wächst. „Während tausend Träume blühen“ sind die Augen des Jungen geschlossen und in seiner Hand sitzt der Vogel. 

    Ein fantasievolles, verträumtes Bilderbuch mit ebensolchen Texten. Auch wenn die Zuhörenden ihn nicht so ganz verstehen, werden sie Freude an den schönen Worten und der ruhigen Stimmung haben.

    Dagmar Mägdefrau 

  • Trockenschwimmen mit Opa

    Trockenschwimmen mit Opa

    Petra Steckelmann

    Illustrationen von Mele Brink

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Elliots Großvater ist an Alzheimer erkrankt und die Oma, die ihn bislang täglich versorgt hat, nimmt sich eine kleine Auszeit und Elliot und sein Vater ziehen während der Sommerferien zu ihm nach Tintagel. Der Ort ist geprägt durch die Geschichte um König Arthus. Hier über dem Ort steht die Burg auf der er geboren wurde. Aus diesem Anlass findet eine Aufführung statt, bei der Elliot und seine Freundin mitmachen. Das Zusammenleben mit Opa gestaltet sich nicht so einfach, er lebt oft in seiner eigenen Welt und Elliot und sein Papa wissen dann nicht, wie sie reagieren sollen.

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    So liegt Opa jeden Morgen auf seiner blauen Matratze und schwimmt zu immer neuen Zielen. Er mag oder kann nicht aufstehen und so wird eine Aufstehhilfe angeschafft. Doch dann entscheidet sich Elliot seinem Opa beim Schwimmen Gesellschaft zu leisten und die beiden haben dabei viel Spaß. Überhaupt ist es einfacher sich auf Opas Ideen einzulassen, als ihm zu erklären, dass das nicht die Welt von Heute ist, in der er sich befindet. Trotzdem ist es immer wieder traurig zu erleben, wie Opa seine Familie nicht erkennt und alle mögen die kleinen Momente in denen Opa wieder der Alte ist.

    Der Elefant auf Elliots Brust drückt ihn immer wieder, aber im Laufe der Geschichte gelingt es Elliot ihn zu vertreiben. Es ist schwer zu sehen, wie Opa sich verändert, aber Papa und Elliot lernen immer besser damit umzugehen. Da Menschen wie Opa Struktur brauchen, hat Oma eine große „Gebrauchsanweisung“ geschrieben, aber die beiden halten sich nicht so genau daran. Irgendwie ist es auch nicht schön einen Zettel mit der Adresse an der Kleidung zu tragen. Aber dank Elliots Einfühlungsvermögens und Spürsinns finden sie Opa trotzdem wieder. 

    Leider müssen viele Kinder diese schlimme Krankheit in ihrer Familie kennenlernen und von Elliots Erfahrungen kann man schon einiges lernen. Sicher hat die Geschichte auch das Interesse an König Arthur geweckt und man möchte mehr über ihn und seinen Zauberer Merlin erfahren.
    Das Buch beschönigt diese Krankheit nicht, es fordert aber dazu auf sich auf den Kranken einzulassen und ihn in seiner Welt zu besuchen. 
    12 Kapitel finden auf 150 Seiten Platz, dazwischen Zeichnungen auf grauem Hintergrund, damit Opas weiße Haare besser zur Geltung kommen. Beeindruckt hat mich die Schattenfigur Arthus im Einband und ich freue mich immer sehr über das Lesebändchen, dass ich als besonderen Luxus empfinde.

    Dagmar Mägdefrau