• Immer Zirkus mit Familie Petrelli – Ab in die Schule

    Immer Zirkus mit Familie Petrelli – Ab in die Schule

    Maren von Klitzing

    Illustriert von Christian und Fabian Jeremies

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Im zweiten Band ist die Zirkusfamilie Petrelli einschließlich ihrer Tiere in der Wohnstraße angekommen und wir erfahren, dass eines der Grund hier her zu ziehen war, dass die Kinder täglich in eine Schule gehen können. Vater Petrelli wurde im Wohnwagen unterrichtet und er hat keine Ahnung, wie es in einer Schule abläuft. So hat keiner an die Schultüte gedacht und so wird improvisiert und auf dem Cover können wir sehen, dass Elisa zur Einschulung eine Tuba im Arm hält. Zum Einschulungsfest kommt die ganze Familie einschließlich der Tiere. So wird die Einschulung eine ganz besondere, da sind sich am Ende auch die Eltern einig.
    mehr oder weniger lesen
    Als dann viele Lehrer erkranken, betätigt sich Oskar noch als Referendar, weil die Schulsekretärin ihn verwechselt. Natürlich gibt es viel Spaß in den nächsten Tagen, doch am Ende freuen sich die Kinder, dass ihre Lehrerin wieder da ist und sie ganz normal lesen und rechnen lernen.
    
    Das fröhliche Cover stimmt uns auf ein lustiges Buch ein. Zunächst werden die Protagonisten des Buches mit Bild und kurzem Text vorgestellt, dann können wir in 10 Kapiteln erfahren, wie lustig die ersten Schultage der ersten Klasse sind. Es macht immer wieder Spaß zu lesen, wie naiv Oskar an die Dinge herangeht und wie er es schafft mit seinem Charm alles zum Guten zu wenden. 
    
    Dagmar Mägdefrau 
  • Julia und der Hai

    Julia und der Hai

    Kiran Millwood Hargrave

    Illustriert von Tom de Freston

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    Buch des Monats März 2023

    So gelb wie das Cover (teilweise) ist, ist auch das Buch der zehnjährigen Julia, genannt Juli. In dieses Notizbuch schreibt sie alles über das Meer hinein, was sie von ihrer Mutter, einer Meeresbiologin, erfährt. Das können die lateinischen Namen der Arten sein, die Größe eines bestimmten Tieres oder eben das Alter des Grönlandwals - über 400 Jahre.
    Und weil er so alt wird, will die Mutter ihn erforschen und so vielleicht ein Mittel gegen Demenz finden. Praktisch, dass ihr Mann auf Unst, der nördlichsten der Shetlandinseln, einen Leuchtturm reparieren soll.
    mehr oder weniger lesen
    Juli, ihre Eltern und ihre Katze Nudel wohnen einen Sommer in diesem Leuchtturm - Julis Mutter hat also wenig Zeit, die Forschungsgelder zu erhalten. Aufgeben kann sie nicht. Das, was Juli vorher an ihrer Mutter so bewundert hat, bereitet ihr langsam Angst. Der Ehrgeiz wird zur Verbissenheit, die Begeisterungsfähigkeit schwankt oft hin zu Stimmungstiefs. Nur gut, dass Juli in dem kleinen Ort in Kin einen Freund gefunden hat, der ihr nicht das Meer, aber die Weite der Sterne zeigt. 
    
    Das liebevoll gestaltete Buch zieht einen schon mit dem ersten Satz in seinen Bann: “Das Meer birgt mehr Geheimnisse als der Himmel.”, und kann diesen Bann ganze Zeit halten. Sprache, Illustration und Inhalt haben was magisches, werden gerade durch die wissenschaftlichen Aspekte und die psychische Erkrankung der Mutter aber immer wieder mit der Realität verbunden. Sehr einfühlsam werden nicht nur diese heiklen Themen angegangen. Juli ist eine wissbegierige und empathische Protagonistin, die über sich hinauswächst. Selten lernt man auf so eine schöne und anschauliche Weise so viel über das Meer, die Sterne und das Leben, sodass jedes Alter ein tolles Leseerlebnis haben wird. 
    
    Raphaela Brosseron
  • Der Heissbär

    Der Heissbär

    Axel Fischer

    Kleine Kinderbuch Raketen

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover ist der Heissbär zu sehen, wie er gemütlich mit Sonnenbrille auf seiner Eisscholle sitzt. Im Einband begegnen uns noch andere Bären mit entsprechend lustigen Abbildungen, z. B. der Surfbär und der Faulbär. 
    Noch sind die Liegen auf dem Eis leer, doch in der großen Sprechblase steht „Bäääär“ so stellt der sich uns vor. In der Vergangenheit saß er noch frierend mit einem heißen Tee herum, jetzt schlürft er eine Kokosnuss mit dem Strohhalm leer. Mit dem Barchef Herrn Hai kommt er darauf zu sprechen, dass es immer wärmer wird. So beschließen die beiden „Wir retten die Welt, wir müssen alle warnen!“ und geben sich die Pfote drauf.
    mehr oder weniger lesen
    Der Bär trägt jetzt den Umhang und die Maske eines Superhelden. Sie geraten an einen Angler und erklären, dass es höchste Zeit ist, etwas zu tun. Die beiden Tiere haben sich schon überlegt, was die Menschen tun können, und so sehen wir die Bilder zum Fahrrad oder Bahnfahren oder zum Wasser sparen. „Wir können es schaffen, doch nicht allein!“ und der Mensch muss kapieren, dass er seine Freunde informieren muss. Das macht Bär mit einem Schild „Rettet die Eisbären!“ und einem Megafon. Nach der Rückkehr gibt es ein Fest in der Bar und das Resümee lautet „Zusammen werden Wunder wahr, besuchst du uns in der Heissbär-Bar?“
    
    Der schön gereimte Text ist in sehr dynamischer Schrift gedruckt und die Bilder sind trotz des ernsten Themas fröhlich und bunt. Am Ende des Buches finden wir eine Malvorlage und ein Poster, sowie Werbung mit Gutschein für ein T-Shirt. 
    
    Mir ist klar, dass das Thema Klimawandel und die Konsequenz für die Natur und letztlich auch für uns Menschen sehr wichtig ist und dass auch  Kinder schon früh lernen müssen, ihr Verhalten darauf einzustellen und Ressourcen einzusparen. Hier ist alles sehr vereinfacht und positiv dargestellt. Wollen wir hoffen, dass es so kommen kann. Glauben tue ich es leider nicht.
    
    Dagmar Mägdefrau 
  • Emma – Ohne dich wär‘ die Welt nur halb so schön

    Emma – Ohne dich wär‘ die Welt nur halb so schön

    Heidi Leenen

    Stefan Malzew

    Lisa Hänsch

    Ramona Wultscher

    Kawa

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Hinten im Buch befindet sich eine CD, aber man kann die Musik auch per QR-Code herunterladen und anhören. Ein wenig erinnert dieses Zusammenspiel an „Peter und der Wolf“ und ich finde es sehr schön, dass es ein neues Angebot in dieser Art gibt. Auf den Seiten kann man an Hand der nummerierten Noten die entsprechenden Musikstücke einspielen. 
    Emma, die kleine Schnecke, macht sich auf, „die Welt zu entdecken“, dabei stört sie der Regen nicht, denn er klingt wie Musik auf ihrem Schneckenhaus.
    mehr oder weniger lesen
    Die Ameisen, die ihr begegnen, haben ihren eigenen Rhythmus und Emma merkt bald, dass ihre Arbeit anstrengend ist. Florentine, die Raupe, hat sich vollgefressen und ist ganz still und am Ende taucht sie nochmal als Schmetterling auf. Specht und Grille machen ganz eigene Geräusche und die Spinne spinnt ihr Netz, immer im Kreis herum. Einen Schrecken jagt der Igel Emma ein, denn er mag Schnecken. Nach dem Froschkonzert ist Emma am nächsten Morgen sehr traurig, weil sie an sich zweifelt. Doch der Maulwurf fordert sie auf, ihr die ganze Geschichte zu erzählen und bald hören alle Tiere der kleinen, lahmen Schnecke zu, denn sie kann so schöne Geschichten erzählen. 
    
    Auch in einer kleinen Schnecke lauert ein Talent, dass die anderen Tiere begeistert feiern lässt. Obwohl ich es manchmal schade finde, dass man nur mit einem Talent Anerkennung findet. Ein schönes Projekt mit einer Geschichte, in die Sachtexte eingearbeitet wurden, fröhliche bunte Bildern und passender Musik.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wenn die Tiere schlafen gehen – Ein besonderes Gute-Nacht-Buch mit Atemübungen zum Einschlafen

    Wenn die Tiere schlafen gehen – Ein besonderes Gute-Nacht-Buch mit Atemübungen zum Einschlafen

    Emma Drage

    Carmen Saldana

    DK

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Friedlich schlafend sehen wir die Tiere auf dem Cover. Dani Binnington, dein Gesundheitsexpertin und Yogalehrerin hat das Vorwort geschrieben und rät uns „diesen besonderen Moment zu genießen.“ 
    In der Abendsonne sitzt der Löwe auf einem Felsen, der Text beginnt, wie alle folgenden Seiten mit „Gute Nacht“, es folgt eine kurze Beschreibung der Situation und dann werden wir aufgefordert. “Atme in den Bauch ein. Atme langsam wieder aus, lass den Tag hinter dir.“ 
    mehr oder weniger lesen
    Auf den nächsten Seiten ist der Aufbau gleich, immer endet er mit der Aufforderung zu atmen und anderen Wünsche wie „Flüstere dir selbst etwas Schönes zu.“
    So wünschen wir dem Adler, dem Papageien, dem kleinen Affen und vielen anderen Dschungeltieren eine gute Nacht, atmen und werden ruhig. Zuletzt sehen wir eine Walmutter mit ihrem Jungen, „Wie kleine Wellen rollt der Schlaf über deinen Körper.“ 
    
    Die Bilder sind kräftig und doch sehr poetisch gemalt, die Texte durch die Wiederholung beruhigend.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass die Kinder ein solches Buch vor dem Schlafen gehen genießen werden und danach gut einschlafen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Mein großes Soundbuch Vögel

    Mein großes Soundbuch Vögel

    Eva Wagner

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ich muss ja zu meiner Schande gestehen, dass ich nur wenige Vögel kenne. In diesem Buch sind 35 heimische Vögel abgebildet. Zu jedem finden wir einen kleinen Sachtext und zusätzlich können wir uns auch noch ihren Gesang anhören. Fünf Vögel sind auf jeder Seite zu entdecken. Man muss  auf der jeweiligen Seite einen roten Button aktiveren, dann kann man die Sounds der abgebildeten Vögel hören. 
    Die Vögel sind nach dem Alphabet geordnet, so kann man sie leicht finden. Der erste Vogel ist die Amsel. Die häufig vorkommende Blaumeise und die Elster sind zu hören, ebenso der große Fasan und der kleine Sperling.  
    mehr oder weniger lesen
    Aber auch die Haustaube , der Kuckuck, der Mäusebussard, das Rotkehlchen, die Stockente und am Ende der Zilpzalp.
    Im Text lesen wir, wie und wo die Vögel wohnen, wie sie nisten, was sie fressen und dass die abendliche Unterhaltung der Saatkrähe schon mal laut werden kann.
    
    Die Technik, mit der das Buch ausgestattet ist, funktioniert sehr gut und die Töne können leicht auch von kleinen Fingern ausgelöst werden. Die Batterien können ausgewechselt werden.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Noah zeigt dir die Vögel – Natur vor der Haustür

    Noah zeigt dir die Vögel – Natur vor der Haustür

    Jess French

    Duncan Beedie

    DK

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Noah ist ein Kita-Kind, das enorm viel über Vögel weiß. Ganz am Anfang des Buches gibt es einige Regeln, die man beachten sollte, wenn man, wie Noah Vögel beobachtet. 
    In der etwas größeren Schrift, erzählt uns Noah von den Vögeln und die Sachbuchinformationen in einem anderen, kleineren Schriftbild abgefasst. 
    Zunächst zeigt uns Noah auf seinem Tablett die Straußeneier, die mit einer Kamera in Afrika gefilmt wurden.  Dann füttert er die Vögel im Garten und zeigt, wie er Futterhäuser gebaut hat.
    mehr oder weniger lesen
    Dann packt er seinen Rucksack und macht sich auf den Weg. Zunächst kommt er am Teich vorbei und so werden die Wasservögel zum Thema. Ida interessiert sich für Krabbeltiere und muss erleben, wie die Möwe einen Wurm erwischt. Noah tröstet sie „Der Wurm ist ein Teil der Nahrungskette.“ Im Wald beobachten die beiden den Specht. Noah findet ein Nest mit Eiern und kann sie mit seinem Buch bestimmen, doch liegt da auch ein Kuckucks-Ei im Nest? Ella liebt Tiere und untersucht ihre Spuren im Sand. Zusammen beobachten die Kinder den Eisvogel, danach erzählt Noah seiner Freundin von den Federn der Vögel. Er stellt uns dann den Gesang einiger Vögel vor und wir können probieren die Töne nachzumachen. Leon sammelt Müll und Noah hilft ihm dabei, weil er seine Vögel schützen möchte. Danach schauen die beiden nach den Meisen im Nistkasten. Am Ende treffen sich alle Kinder im Park. 
    
    Es gibt noch im Buch verteilt Seiten über Nester, Schnäbel, Federn und das Fliegen. Das Buch hat einiges an Text und Wissen zu bieten, dabei sind die Bilder eine große Hilfe. Neugierige Kinder werden viel erfahren.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Dachsjahr

    Ein Dachsjahr

    Synnøve Borge

    Nora Brech

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Buch hat ein ungewöhnliches Format, aber es passt ein ganzes Dachsjahr hinein. Die Bilder sind sehr real gestaltet und der Text erzählt von dem kleinen Dachs, der im Laufe des Jahres erwachsen wird.
    Mit seinen Geschwistern liegt der kleine Dachs in der Höhle an seine Dachsmutter gekuschelt. Als es wärmer wird dürfen die Kleinen endlich nach draußen, dort spielt die ganze Familie auf der Wiese. Mama Dachs bringt den Kinder bei auf „Plumpsklo“ zu gehen und Futter zu finden. Aber das besondere für die kleine Familie sind die Gerüche, die sie gegenseitig austauschen und an denen sie sich orientieren.
    mehr oder weniger lesen
    Einmal ist die Wiese voller Löcher, weil die ganzen Familie nach Würmern sucht, nach einem leckeren Mahl mit Nacktschnecken begegnen die jungen Dachse einem Igel. Doch dann werden die Bäume über der Höhle gefällt und die Tiere müssen sich eine neue Höhle weit weg von zu Hause graben. 
    Als es Winter wird, ist der kleine Dachs schon groß geworden, aber bleibt noch den Winter über bei den Eltern .
    
    Ein Sachbuch, dass so schön in eine Geschichte verpackt ist, dass man gar nicht merkt, was man alles daraus lernen kann. Auf den letzten beiden Seiten ist ein Dachs abgebildet und wir erfahren noch einiges über diese Tiere.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Schüttle leise, schüttle sacht, sag den Tieren gute Nacht!

    Schüttle leise, schüttle sacht, sag den Tieren gute Nacht!

    Madlen Ottenschläger

    Ag Jatkowska

    esslinger

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Ein Gute-Nacht-Buch, das mal mit einer Besonderheit daherkommt. In einem Plastikbehälter sind goldene Sterne eingeschweißt. Durch Schütteln des Buches machen sie ein sehr leises Geräusch. Jede Seite hat eine Aussparung, so kann man die Sternen-Rassel auf jeder Seite sehen und nutzen.
    Das Entenküken sitz bei seinen Papa in den Federn. „Hilfst du der Ente bei Einschlafen und lässt die Traumsterne fliegen?“ geht die Frage an das Kind und mit „Schüttel leise, schüttel sacht, sag dem Entchen gute Nacht.“ Wird der Text fortgesetzt. Diese Sätze wiederholen sich auf jeder Seite mit dem entsprechenden Tier.
    mehr oder weniger lesen
    Da ist die Katze, der Affe das Häschen und zuletzt der Löwe in den Schaf zu schütteln.
    Kurze Texte und viele Wiederholungen gefallen kleinen Kindern besonders, lediglich das Schüttelgeräusch ist sehr leise, denn die Sterne scheinen sich gegenseitig zu behinderm. Sie laden sich zum Einen auf und zum Anderen verhaken sie ineinander. Das ist schade, denn der Gedanke mit diesen zarten Tönen auch die Kinder etwas zu beruhigen gefiel mir gut. Vielleicht lässt sich das irgendwie besser lösen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wilde Tiere in der Stadt – Das Natur-Mitmachbuch

    Wilde Tiere in der Stadt – Das Natur-Mitmachbuch

    Sophia Kimmig

    Lucie Göpfert

    EMF

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Der Fuchs, der schon auf dem Cover zu sehen ist, führt uns durch das Buch. Nach dem Inhaltsverzeichnis und der Zeichenerklärung wünscht uns die Autorin nach einem Willkommensgruß „Viel Spaß!“
    Auf der Straße tummeln sich einige gemalte Wildtiere. Dann gilt es Fotos mit Tieren und Gefahren zu verbinden. Die und alle anderen Lösungen finden wir hinten im Buch. Es gibt wie immer Vor- und Nachteile, wenn man einen neuen Standort bezieht. Dann gilt es Tierbilder mit Stickern, die auch hinten im Buch zu finden sind, zu versehen, denn nicht alle abgebildeten Tiere können Stadtbewohner sein.
    mehr oder weniger lesen
    Zunächst schauen wir uns die fliegenden Mitbewohner an, im Besonderen geht es um die Erdhummel und dazu gibt der Fuchs eine Bauanleitung für ein Insektenhotel. Im Laufe des Buches werden unter „Tipp“ Anregungen gegeben, was wir tun können, so z.B. die richtigen Blumen sähen. „Schon gewusst?“ bietet ungewöhnliches Wissen, so können auch Fledermäuse und Nagetiere Blumen bestäuben.
    
    Wie finden die Mauersegler ihren Weg nach Süden und zurück, erfahren wir danach und können einen Kompass bauen. Aus Ausschneiden einer Silhouette kann helfen Vögel im Flug zuzuordnen. Da viele Wildtiere in der Nacht unterwegs sind sehen wir sie mit Ausnahme des Eichhörnchens selten, aber man kann einen Spurenteppich bauen und dann anhand der Fußspuren schauen, wer in unserm Garten unterwegs ist. Ein Kapitel stellt uns die „Tiere im Wasser“ vor, zunächst die Erdkröte und wie sie sich entwickelt. Wie man einen Wassertest macht, wird ebenfalls erklärt. Dann geht es um „Kleidung“ und auch die soll mit Bildern zugeordnet werden. Die Libelle ist schon zur Zeit der Dinosaurier herumgeflogen. „Rote Liste“ und „Klimawandel“ sind am Ende des Buches zu finden und der Tipp der Ameise, mehr Zeit in der Natur zu verbringen. Wenn da dieses interessante Buch mit seinen vielen Anregungen kein Grund sein wird. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wie Tiere trauern

    Wie Tiere trauern

    Hanna Müller

    Carla Swiderski

    Illustriert von Miren Asiain Lora

    Jumbo

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Dieses Sach-Bilderbuch wendet sich an Grundschulkinder, es geht um Tiere und ihrem Umgang mit ihren toten Artgenossen. 
    Von Elefantenfriedhöfen haben wir schon gehört. Elefanten verabschieden sich von sterbenden Verwandten und tragen deren Stoßzähne noch einige Zeit mit sich herum.
    Affen verbringen einige Tage mit den Verstorbenen. Mütter tragen ihre toten Kinder noch einige Zeit mit sich. Geschwisterkinder haben eine engere Bindung nach dem Tod der Eltern.
    mehr oder weniger lesen
    Katzen verlieren den Appetit und spielen nicht mehr, wenn ein Tier aus der Gruppe stirbt. Kater Oskar legt sich zu Menschen, die in den nächsten Tagen starben und gab ihnen Trost. 
    Als ein Kaninchen starb, gab ein anderes Kaninchen der Trauernden Trost und kümmerte sich um sie. 
    Das Limbische System, das für unsere Gefühle, also auch Trauer zuständig ist, wird erklärt. 
    Obwohl Giraffen sich nicht um Dinge auf dem Boden kümmern, hatten sie verstorbene Junge noch lange so im Auge. Hunde trauern um Artgenossen und Menschen. Eine bekannte Geschichte handelt von dem japanischen Hund Hachiko. Auch Fledermäuse trösten sich untereinander und trauern um Tiere ihrer Gruppe. Totenwache halten Delfine und Wale, deren Sozialverhalten sprichwörtlich ist. Auch Vögel, wie Krähen und Gänse kümmern sich um ihre Toten.
    
    Ein sehr interessantes Sachbuch, dass zart bebildert ist und uns zeigt, dass der Tod auch im Tierreich Reaktionen auslöst.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wo unsere Tiere wohnen – Mein erstes Wimmelbuch

    Wo unsere Tiere wohnen – Mein erstes Wimmelbuch

    Christine Henkel

    esslinger

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Dieses Wimmelbuch zeichnet sich durch naturgetreue Bilder der Tiere aus. Das Cover zeigt einen Biberbau, aber auch einige Vogelnester. Die erste Doppelseite führt uns an einen Bach. Eine Bache schaut ihren Frischlingen beim Spielen zu, auch die Füchse und Eichhörnchen haben Junge. 
    Unter der Rubrik „Im Wald“ werden die Tiere mittels ihrer Bilder benannt und man kann sie im großen Wimmelbild suchen. Dann geht es auf die Wiese, hier gibt es auch einige Tiere, die in der Erde leben, aber auch Hamster in ihren Nestern.
    mehr oder weniger lesen
    „Im Wasser“ taucht nochmal das Bild vom Cover auf, aber zusätzlich sehen wir noch Schwäne und Enten. Wenn es Nacht wird, tauchen noch andere Tiere auf, wie die Waldohreule und die Fledermaus. Viele Tiere, wie der Dachs oder der Maulwurf leben in Höhlen unter der Erde. Der Bach vom Anfang sieht im Winter ganz anders aus.
    
    Ein Buch mit schönen Naturbildern und vielen Tieren, das die Kinder gerne anschauen, denn hier lernen die Kleinen wild lebende Tiere kennen. Da es bis auf die Tiernamen keine Texte gibt, können die Kinder mit dem Pappbilderbuch auch alleine „lesen“.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Keine bösen Tiere

    Keine bösen Tiere

    Sophie Corrigan

    Ravensburger

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Über Tiere gibt es viele Vorurteile, so bringen schwarze Katzen Unglück und Raben klauen wie die Raben eben. Hier finden 38 Tiere es wäre „Zeit uns besser kennenzulernen!“
    Zu beginn lesen wir von den gruseligen Spinnen, sie sind „fies mit Absicht.“ Auf der Doppelseite sehen wir eine schlafendes Kind und überall sind Spinnennetze und Spinnen mit roten Augen. „Alle Quatsch“ ist die nächste Seite überschrieben und kleine kurze Texte widerlegen die Aussagen der Vorseite. Dazu gibt es noch ein Feld „Fakten“, dort erfahren wir einiges über diese Tiere. Die hier abgebildete Spinne schaut uns niedlich an und zeigt ihre süßen Füßchen.
    mehr oder weniger lesen
    Weiter geht es mit der schwarzen Katze, später geht es um „Böse Hunde“. Viel Neues habe ich über die Vampirfledermaus gelernt, die das Blut von Nutztieren trinkt, aber uns Menschen verschont. Dass die Hyäne nicht strohdumm, sondern cleverer als ein Schimpanse ist, erstaunt mich wenig. Auch für Ratten und Mäuse wird eine Lanze gebrochen, genauso wie für Motten, Nacktschnecken und Schnappschildkröten. 
    Immer lesen wir erst, was Böses über diese Tiere in der Welt verbreitet wird, auf der Seite sind die Tiere auch fies dargestellt, den folgt z.B. unter dem Titel „Leute so schlimm bin ich nicht!“ eine Klarstellung mit einigem Neuen. 
    
    Ich befürchte Wespen und Quallen werden nie meine Lieblingstiere werden, aber vielleicht sind sie doch nicht ganz so schlimm. 
    Auf jeden Fall vermittelt das Buch auf eine ungewöhnlichen Art Sachwissen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Die kleine Schnecke Monika Häuschen – Warum haben Regenwürmer Superkräfte?

    Die kleine Schnecke Monika Häuschen – Warum haben Regenwürmer Superkräfte?

    Kati Naumann

    Dragonfly

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Neben einer wunderschönen Geschichte über Freundschaft bietet das Buch auch viele Sachbuchinformationen über die agierenden Tiere.
    Monika, die Schnirkelschnecke wird erst noch geboren und trifft auf den Regenwurm Schorsch, der gerade Bekanntschaft mit besserwisserischen Ganter Herrn Günter gemacht hat. Schnell erfahren wir, was die Tiere auf ihrem Menü-Plan stehen haben und dass die Gans keine Gefahr für den Regenwurm darstellt. Während Herr Günter die weite Welt kennt, ist Schorsch überzeugt, dass die Welt am Gartenzaun endet.
    mehr oder weniger lesen
    Die große Gans gibt sich großmäulig und besserwisserisch, Monika und Schorsch haben oft Zweifel an sich und daran, ob sie geliebt werden. Sie sind ja viel kleiner und so fühlen sie sich oft auch. Schorsch hat aber immer wieder schöne Einfälle, weil er ein sehr fantasievoller Wurm ist und Monika ist einfach eine liebe kleine Schnecke, die gerne mit ihren Freunden zusammen ist. Durch die Erlebnisse der drei sind immer wieder Erklärungen eingeflochten. Da gibt es einen Querschnitt der Schnecke, die uns veranschaulicht, wie es im Schneckenhaus aussieht. In kleinen Kästchen wird z.B. beschrieben, wie der Regenwurm sich bewegt. 
    
    Am Buchanfang- und ende gibt es noch eine Zusammenfassung über die drei Tiere, besonders der dritte Part, in dem es um die Superkräfte der Tiere geht, gefällt mich gut.
    Eine schöne Mischung aus Erzählung und Wissen, die sicher hervorragend bei den Kindern ankommen wird. Zu beiden gibt es Bilder, die den Text gut unterstützen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Lina im Streichelzoo – Sach-Geschichten für Erstleser

    Lina im Streichelzoo – Sach-Geschichten für Erstleser

    DK Superleser!

    Verlagsempfehlung ab der 1. Klasse

    Mit dieser Reihe dünner Bücher spricht der Verlag ganz frische Leseanfänger an. Aufgrund der vielen Bilder eignet es sich aber auch für kleinere Kinder zum Vorlesen. Auf dem Cover sehen wir Lina, die ein Schaf umarmt. Im Buch begrüßt uns unter dem Titel ein Lamm. Bei dem Satz „Lina und ihre Freunde gehen in den Streichelzoo.“ Sind die Silben durch unterschiedliche Farben gekennzeichnet. Das erleichtert das Lesen. Auf jeder Seite gibt es unten eine Leiste auf der einige der besprochenen Tiere als kleine Abbildung zu sehen sind.
    mehr oder weniger lesen
    Hier gibt es die Aufforderung die Tiere zu benennen. Dann wird er müde Esel gestreichelt und neben dem Bild, das diesen Satz abbildet, sehen wir einen Esel, dessen Körperteile „Huf“ und „Ohr“ benannt werden. In der Leiste sehen wir unterschiedliche Esel und nochmals das Wort „Esel“. Bis es „Tschüss, Tiere!“ heiß, werden noch elf andere Tiere Z.B. Lama, Frosch, Ferkel und Kaninchen) besucht. Ich bin sicher, dass Leseanfänger mit diesem Buch einen echten Erfolg feiern können, das erste selbst gelesene Buch! Für die Bezeichnung Sachbuch finde ich die Informationen etwas einfach gehalten. Da bieten manche Pappbilderbücher mehr.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Monsieur Steinlen und die Katzen

    Monsieur Steinlen und die Katzen

    Susan S. Bernardo

    Courtenay Fletcher

    Morsken

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Gold Award Winner beim renommierten Parents’ Choice Award (USA)

    Natürlich kenne ich die Bilder von Monsieur Steinlen, wer hätte nicht eines davon als Poster in den 1970ern an der wand gehabt, aber der Name sagte mir nichts. Mit diesem Bilderbuch wird sehr liebevoll an ihn erinnert.
    Die kleine Antoinette geht in Paris durch die Straßen und schaut sich die Auslage eines Antiquitätenladens an. Sie kennt alle Exponate, aber heute sitz dort eine Katze, die sie noch nie gesehen hat. Also geht sie hinein und fragt danach, so erfährt sie von Steinlen.
    mehr oder weniger lesen
    Er malte schon als Kind gerne, wurde aber dann Textildesigner. Da er aber lieber malen wollte, zieht er mit seiner Frau nach Paris. Hier leben sie mit vielen Katzen (hier wird aufgefordert die Katzen im Bild zu zählen) und hin und wieder wird ein Bild verkauft. Im Lokal „Chat Noir“  trifft er auf andere inzwischen berühmte Künstler und er darf für die Zeitung des Lokals zeichnen. Seine Katzenzeichnungen wurden ein großer Erfolg. Aber er hat auch sozialkritische Bilder angefertigt. Da Katzen sein häufigstes Motiv waren, hat er auch einige Skulpturen von ihnen erstellt. Nach dieser interessanten Erzählung macht sich Antoinette auf den Weg nach Hause. Nach dieser Lebensgeschichte, die sehr schön bebildert wurde, erfahren wird noch einiges über Steinlen und seine Zeit. 
    
    Eine gelungene Idee mit einem Bilderbuch die Geschichte eines Künstlers zu erzählen. Eine Biografie der besonderen Art. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ach, hätte ich bloss einen Kakapo  

    Ach, hätte ich bloss einen Kakapo  

    Elena Prochnow

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ich hatte ja vermutet, dass das Wort „Kakapo“ eine Erfindung sei und war erstaunt, dass es diesen grünen Papageienvogel mit dem lustigen Namen in Neuseeland wirklich gibt. 
    Auf dem Cover ist ein Junge mit Wuschelkopf und Brille zu sehen und das Bilderbuch erzählt von seinem Wunsch nach einem Haustier.
    Zusammen mit seinen Wunschtieren springt er dynamisch auf dem Bett herum und berichtet, an wen er seinen Wunsch gerichtet hat. Im Fernsehen und in der Zeitung schaut er Tiere an und auf dem Bild schaut ein Hund aus der Zeitungsseite heraus an. Für mich das schönste Bild im Buch.
    mehr oder weniger lesen
    Leider hat seine Mutter, die auf dem nächsten Bild Augentropfen benutzt, eine Tierallergie. Dann hört er, beim Frühstück, im Radio vom Kakapo. Auch ich höre zum ersten Mal von diesem „Nachtpapagei“ und sehe zum ersten Mal ein Bild von ihm in diesem Buch. Natürlich habe ich mich sofort im Internet informiert.
    Für den Jungen wäre er ein „Traumhaustier“ und wir sehen die beiden in der Nacht durch die Bäume klettern. Er überlegt sich noch viele Situationen mit dem Kakapo und die Bilder dazu sind einfach wunderschön gezeichnet. So saugt die Mutter Staub und der junge versteckt sich unter dem Bett, während der Kakapo ruhig sitzt und aussieht wie ein Stofftier. 
    Toll ist auch das Bild, das zeigt, wie der langlebige Papagei mit dem Jungen alt wird. Am Ende schauen Mutter und Sohn in den Laptop und recherchieren über den Kakapo. Leider ist er sehr selten geworden.
    
    Auf den letzten beiden Seiten geht es in einem Text um die Umwelt. „Aus bewussten Kindern werden bewusste Erwachsene, die die Zukunft eines Tages gestalten werden“. Ich hoffe, dass so ein gut gemachtes Bilderbuch dazu beitragen wird. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Warum tragen Bienen gelbe Hosen? – Vorlesegeschichten mit Aha!-Effekt  

    Warum tragen Bienen gelbe Hosen? – Vorlesegeschichten mit Aha!-Effekt  

    Johanna Prinz

    Caroline Opheys

    ellermann

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    16 kleine Geschichten handeln von Dingen in der Natur, die wir genauer wissen möchten. 
    Ella und Lasse machen mit ihren Eltern Urlaub an der Nordsee. Da das Wetter sehr nass ist, besuchen sie ein Museum. Wer kennt sowas nicht aus eigener Erfahrung? Da sie vorher einen Seehund beobachtet haben, der im trüben Wasser einen Fisch gefangen hat, fragen sie eine Mitarbeiterin, wie er das wohl schafft und Asay kann ihnen das genau erklären. Reh? Hirsch? Gehören die zu gleichen Familie? Diese Begriffe werden immer wieder durcheinandergebracht. Hier sorgt ein Schild im Wald dafür, dass es Aufklärung gibt.
    mehr oder weniger lesen
    Und wenn man weiß, wer da so röhrt, hat man auch weniger Angst. Eine Nachbar-Oma, die viele Wellensittiche hält, kann den Kindern erklären, was Vögel so im Flug fallen lassen. „Können Vögel pinkelt“ ist die Geschichte überschrieben. Wieder wird das Nordsee-Museum besucht und diesmal möchte die dunkelhäutige Anna wissen „können Seesterne schwimmen?“
    
    Die einzelnen Kapitel umfassen nur einige Seiten und werden durch die Bilder aufgelockert. Mein Enkel hätte davon gerne noch mehr gehabt, speziell zu den beschriebenen Tieren. 
    Mir gefällt, dass man beim Lesen der Geschichten eine ganze Menge über die Natur lernt, ohne dass man es richtig merkt. Besonders geeignet für Kinder, die Geschichten mehr lieben als Sachbücher. 
    
    Dagmar Mägdefrau