• Der Alleinstein

    Der Alleinstein

    Hilde Biedermann

    Ankerwechsel

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die gelbe dicke Raupe und sie hat einen dunklen Stein auf dem Rücken, der bunte Stellen einschließt.
    Um den Stein geht es in dem Buch, es ist der Alleinstein, der über eine lange Zeit gewachsen ist. Er zeigt die unterschiedlichsten Gefühle, die Waldi erlebt. Aber Waldi möchte mehr erfahren und er weiß, dass er durch Reisen viel erfährt.
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    So kommt er zunächst zur Eule Pi, die einen Weinstein unter dem Flügel trägt, der ihn sehr traurig macht. Bald erkennen die beiden, dass dieser rote Stein auch in Waldis Stein vorkommt. Der Maulwurf Hugo hingegen trägt seinen Kleinstein auf der Nase. Er fühlt sich dem entsprechend klein. 
    Der Text ist in handgeschriebenen Druckbuchstaben gedruckt und sehr dynamisch. Es gibt Vermerke und Fragen an die Lesenden, dadurch ist das Lesen nicht ganz einfach, aber sehr spannend und vielfältig. Mir hat es auf jeden Fall viel Freude gemacht zu erleben wie die unterschiedlichen Gefühle hier in Form von Steinen, zu denen die Autorin ein besonderes Verhältnis hat, plastisch dargestellt werden. Auch die kunstvollen Illustrationen sind ungewöhnlich, manchmal kleinformatig und dunkel, manchmal groß und bunt. Es gibt viel zu entdecken und ich habe mir dabei Gedanken über die Gefühle gemacht. Zwischen zwei Seiten gibt es transparente Seiten, die ebenfalls bemalt wurden. Das ist noch einmal etwas Besonderes. Ein wundervolles Bilderbuch über Gefühle, die man hier erkennen und benennen kann, denn es ist wichtig über Traurigkeit in ihren unterschiedlichen Fassetten zu sprechen. So hilft auch in der Geschichte Freundschaft die Schwere der Steine zu verringern.

    Dagmar Mägdefrau

  • Lea, Tom und der gelbe Luftballon

    Lea, Tom und der gelbe Luftballon

    Luitgard Péron

    tredition

    Autorenempfehlung ab 6 Jahre

    Tom und Lea sehen wir auf dem Cover, sie liegen fröhlich auf einer Wiese und beobachten einen Frosch. 
    Die beiden sind schon lange beste Freunde und gehen jetzt gemeinsam in die 2. Klasse. An den Nachmittagen treffen sie sich an ihrem „geheimen Ort“, einer Eiche, die auf einer bunten Wiese steht.
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    Wir erfahren, wie sie den Platz entdeckt haben und was sie schon Tolles zusammen hier erlebt haben. Doch diesmal hat Tom eine schlechte Nachricht, er wird in eine andere Stadt ziehen und „Lea verliert ihren besten Freund.“ Zuhause merkt Mama gleich, dass Lea ein Problem hat und als sie in Leas Zimmer kommt, erfragt sie liebevoll und einfühlsam den Grund für Leas Tränen. Sie geht auf Leas Gefühle mit viel Verständnis ein und ermutigt sie, alles zu erzählen. Mit Hilfe eines Bildes von einem Leuchtturm verbildlicht die Mama Leas Schmerz und versichert ihrer Tochter: „Ich tröste dich jetzt, ich bin bei dir.“ Später erzählt sie Lea noch eine kleine Geschichte und erklärt damit den Begriff „dein eigener Ort“, an den sich Lea zurückziehen und innere Ruhe finden kann.
    Ein sehr gefühlvolles Buch, dass die Autorin selbst passend in zarten Tönen illustriert hat. Die Mutter geht auf die Gefühle ihrer Tochter ein und nimmt sie sehr ernst. Mit ihrer ruhigen Art, ihrer körperlichen und mentalen Nähe schafft sie es, dass ihre Tochter trotz des Verlustes Trost findet.
    Im hinteren Teil des Buches werden die Leser*innen zum Mitmachen aufgefordert. Sie können malen und schreiben und sich ihrer Gefühle bewusst werden. Beim Lesen spürte ich, wie wichtig der Autorin dieses Thema ist und wie wohl überlegt und voller Liebe sie dieses Buch zusammengestellt hat.

    Dagmar Mägdefrau