• Anton auf dem Baum

    Anton auf dem Baum

    Michael Wrede

    minedition

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ein gelbes Buch, gelbes Cover, gelber Einband, aber Innen wird es bunt. Der kleine  Anton erzählt uns erst einiges über sich. Vor den kurzen Sätzen ist er immer als Strickmännchen gezeichnet. Später lässt er Luftballons steigen und trifft Vögel, die auf einem Baum sitzen. Als er die fragt, ob er auch auf den Baum darf, machen diese es von Federn abhängig.

    mehr oder weniger lesen

    Vor dem Satz „Nur wer Federn hat, darf auf den Baum“ ist natürlich ein kleiner Vogel gemalt. Als Vorleser kann man gleich einen anderen Ton anschlagen. Als Anton später mit Federn an den Armen wiederkommt, sagen die Vögel „Alles belegt“. Wer kennt sie nicht diese schlimme Situation. Aber Anton meint nur „Macht nichts!“

    Leider wird es mit den anderen Tieren nicht besser, die Mäuse, die Frösche und die Igel gehen genau so böse mit ihm um.
    Dann trifft er auf einen anderen Jungen, der möglicherweise ein ähnliche Schicksal hat, denn er trägt Hasenohren und einen gestreiften Schwanz. Jetzt baut er eine Schaukel und lässt Anton problemlos mitmachen. Zum Schluss kommen die anderen Tiere und möchten auch auf den Baum und anders als die, lassen die beiden sie mitmachen „Ist doch genug Platz für alle.“

    Ein schön angelegtes Bilderbuch, dass die Moral nicht nach außen kehrt. Allerdings gibt es das Thema auch schon in dem Buch „Lullemu, wer bist du?“.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Löwe in dir

    Der Löwe in dir

    Rachel Bright

    Jim Field

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Eine winzig kleine Maus, die keiner sieht, möchte vom großen Löwen lernen wie man brüllt. Nur befürchtet sie, dass er sie schneller auf seinem Teller hat, als sie ihn ansprechen kann.
    „Der Gedanke daran war fürchterlich, doch willst du was  ändern, dann ändere dich.“

    mehr oder weniger lesen

    Es gibt aber eine Überraschung. Der Löwe hat Angst vor der Maus! In diesem Moment steckt ganz viel Magie: „Die Maus fühlte sich plötzlich so groß wie noch NIE.“ So kommt es, dass beide Freunde werden und gemeinsam auf dem großen Stein sitzen, der vorher dem Löwen vorbehalten war.

    Ein Buch in Reimen, die nicht immer ganz rund sind, aber wunderschön zum Vorlesen. Da probieren wir alle mal, wie der Löwe brüllt. Und ganz besonders gefallen mir die schönen Bilder. Auf ihnen ist viel zu sehen, sicher auch beim zehnten Mal.

    Dagmar Mägdefrau

  • Emily, der Wind und die Wellen

    Emily, der Wind und die Wellen

    Andrea Reitmeyer

    Jumbo

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Ich bin, wie immer bei Andrea Reitmeyer, von den realistischen Bildern begeistert. Diesmal geht es zunächst um den Deich und die Schafe darauf, die Kühe dahinter und dem Meer davor. Es gibt viele Vermutungen, aber erst der alte Seemann kann Emily erklären, warum es Deiche gibt.

    mehr oder weniger lesen

    Eine Springflut setz den ganzen Spielplatz unter Wasser und das Piratenschiff steht dadurch im Meer-ein wunderschönes Bild. Am Ende zeigt Emily der Kuh, was hinter dem Deich ist. „Und die staunt nicht schlecht!“

    Meine einzige Kritik ist wieder typisch Mutter, wie kann das Kind bei dem Wetter ganz alleine unterwegs sein? Beinahe wäre sie, wie der fliegende Robert, mit ihrem Schirm davon geflogen. Trotzdem ist das Buch sehr lehrreich und zeigt auf spielerische Art, wie es mit Wind und Wellen aussieht. Ganz hinten gibt es noch die Erklärung zu Ebbe und Flut, und damit kann man das Buch sicher auch älteren Kindern vorlesen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Robin Cat – Die echt katzenstarke Rettung der Minigiraffen

    Robin Cat – Die echt katzenstarke Rettung der Minigiraffen

    Christian Seltmann

    Christine Kugler

    Arena

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Schon das Cover ist sehr schön gemacht, Robin kann man fühlen und sein Körper ist lackglänzend gestaltet.  Auf dem Einband finden wir die geheime Karte von Mumpitz. Und dann geht es los. Robin sitzt Gitarre spielend auf einer Hängematte, singt und isst Kartoffelchips. Man ist uneins, ob Robin der beste Musiker, der stärkste Kater oder der größte Nichtsnutz auf Mumpitz ist.

    mehr oder weniger lesen

    Aber alle haben recht, denn Robin ist auch der einzige Kater auf Mumpitz. Als er gerade an seiner Kartoffelchipsmaschine steht, muss er feststellen, dass die Currysoße fehlt. Meister Ming der alte Mäuserich hat keinen Curry mehr. Da taucht ein Minigiraffen-Kind auf, dass keinen Curry dabei hat, weil sie ihre Herde verloren hat.

    Warum die Minigiraffe einen Knoten im Hals hat, erklärt sich mir nicht, möglicherweise ist das der Grund für die Spezies Mini-Giraffe?
    Dann geht das Abenteuer los. Wenn alle sich fürchten, bleibt Robin ganz cool und mangt die Lage.  Am Ende sitzen alle singend am Lagerfeuer und es gibt Kartoffelchips, natürlich mit Currysoße.

    Ein lustiges Abenteuerbuch mit vielen kleinen Gags und schönen Bildern. Dreijährige müssen aber schon etwas Vorleseerfahrung mitbringen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Kater Paul und der rote Faden

    Kater Paul und der rote Faden

    Andrea Reitmeyer

    Jumbo

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Paul ist ein schöner roter, knuddeliger Kater. Er schaut schon ganz vorwitzig vom Einband auf den Leser. Er verfolgt einen roten Faden, der ihn vom Garten ins Haus lockt. Der Faden lockt ihn sogar vom Futternapf weg. Paul wirft ein Wasserglas um und verfängt sich zuletzt völlig im Fadengewirr.

    mehr oder weniger lesen

    Nachdem wir noch Lilly, ein Mädchen kennenlernen, schläft Paul erschöpft mit dem Wollknäul in seinem Körbchen ein.

    Die Einbandseiten vorne und hinten informieren den Leser über den Kater Paul und seine Bedürfnisse.
    Ein liebevoll gemaltes Buch, jedes Detail zeigt die Liebe zur Natur und zum Kater. Es bringt den Kindern gezielt ein Tier näher und erzählt dabei eine kleine Geschichte in kindgerechten Reimen. Das ist wieder ein tolles Buch von Andres Reitmeyer, das unseren zuhörenden Kindern viel Freude machen wird.

    Dagmar Mägdefrau

  • So leicht so schwer

    So leicht so schwer

    Susanne Straßer

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Ein Pappbuch für die ganz Kleinen. Auf der Doppelseite steht die rote Wippe und rechts darauf sitzt der Elefant. Weil er so schwer ist, wippt die Wippe nicht. Da kommen auf jeder Seite neue Tiere, die sich links auf die Wippe setzten und irgendwann sind alle Tiere so schwer wie der Elefant. Also steht die Wippe waagerecht.

    mehr oder weniger lesen

    Erst das Kind mit seiner Trompete „tätäratää!“ bringt alle auf eine Seite und setzt sich mit dem Dinosaurier  auf die andere Seite, jetzt wippt die Wippe.

    Die Tiere gehen immer mit einem Geräusch auf die Wippe, z.B. der Affe mit einem „schwupp“. Dann folgt die Feststellung „Doch die Wippe wippt nicht“. Kinder lieben diese Wiederholung und natürlich die Geräusche, die auch schon Kleine „mitlesen“ können.

    Ich freu mich sehr darauf das Buch vorzulesen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der schaurige Schusch

    Der schaurige Schusch

    Charlotte Habersack

    Bilder von Sabine Büchler

    Ravensburger

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Doggelspitz wohnen bisher nur das scheue Huhn, der bockige Hirsch, die garstige Gans, das maulige Murmeltier und der Party-Hase. Als sie hören, dass der Schusch auch dort hinziehen wird, machen sich die Tiere die tollsten Gedanken, wie gefährlich und furchtbar dieses, bisher unbekannte Tier wohl sein wird.

    mehr oder weniger lesen

    Dann lädt der Schusch zu seiner Einweihungsparty ein und nur der Party-Hase traut sich dort hin. Die Freunde warten stundenlang, bis der Party-Hase die Türe öffnet. Und da sehen sie den Schusch zum ersten Mal. Er ist klein und niedlich, nicht groß und zottelig, stinkt nicht nach nassem Hund, klaut keine Eier und isst auch keinen Hasenbraten. Das einzige Vorurteil, das sich bestätigt, ist: Er küsst wie ein Wilder.

    Da treiben sich einfach verrückte Gestalten rum in diesem Buch, trotzdem zeigt es auch, wie Vorurteile sich entwickeln und sich oft, durch das Kennenlernen des Fremden, in Luft auflösen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Großer kleiner Tiger

    Großer kleiner Tiger

    Jan Birck

    Ravensburger

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ein Buch mit recht flexiblen Pappseiten. Auf den Seiten stehen oft nur Halbsätze oder Worte. Zunächst werden verschiedene Tier gezeigt, die in immer größeren Zahlen (bis 10) vorkommen. Aber keiner von ihnen bemerkt den kleinen Tiger.

    mehr oder weniger lesen

    Da wird der Text ein wenig länger und der Tiger brüllt in einer Röhre sitzend. Das macht natürlich einen Riesenlärm und alle Tiere glauben es gäbe einen großen Tiger auf der Insel und fliehen ins Wasser. Erst am Abend gibt sich der Tiger zu erkennen und alle kehren zurück. Sie wollen jetzt auf den Tiger achten. Sicher freuen sich die Kinder mit dem Tiger, der den anderen Tieren solche Angst macht. Schadenfreude ist ja bekanntlich…

    Dagmar Mägdefrau

  • So müde und hellwach

    So müde und hellwach

    Suanne Straßer

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Dicke Pappe, einfache Bilder und wenig Text mit Wiederholungen und „Pitsch, patsch“ oder „Trapp, trapp“ für die Schritte der Tiere. Damit ist das Buch auch für die Allerkleinsten geeignet.
    Zunächst liegen alle Tiere im Bett, nur das Krokodil kann nicht schlafen, mit der Ausrede „Ich muss noch Zähne putzen“ steht es wieder auf.

    mehr oder weniger lesen

    So ist es auf jeder Seite, immer wieder wird ein Tier wach und geht. Alle hohlen sich noch einen „Gute-Nacht-Kuss“ beim Kind und landen alle dort im Bett. Jetzt kann das Kind nicht schlafen. Ja und dann passiert das, was im Moment in vielen Kinderbüchern passiert. Es wird gepupst.

    Ein Bilderbuch, dass den  Kleinen sehr gut gefallen wird und das man sicher immer wieder vorlesen kann.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wieder beste Freunde

    Wieder beste Freunde

    Katia Reider

    Bilder: Henrike Wilson

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Mats und Schimansky, Dachs und Bär sind beste Freunde. Aber dann kommt es zum Streit und beide „sprechen“ nur noch durch die anderen Tiere miteinander.
    Aber die sind es auch bald leid, immer etwas böses auszurichten und so kommt es, dass eine Aussage durch ständiges Weitersagen ihren Sinn derart verändert, dass beide froh sind sich wieder umarmen zu können.

    mehr oder weniger lesen

    Es ist ja oft nicht einfach sich wieder zu vertragen oder sich zu entschuldigen. Hier hat das Buch eine einfache Lösung gefunden. Die kleinen Zuhörer werden sich bestimmt mit den beiden Freunden freuen.

    Große, einfache Bilder der Tiere, wenig Text.

    Dagmar Mägdefrau

  • Schlaf, Kater, schlaf!

    Schlaf, Kater, schlaf!

    Antje Damm

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Leipziger Lesekompass 2017

    An meinem Kühlschrank hängt ein Magnet mit Gefühlen und immer dem selben Katzengesicht daneben. Der Kater in diesem Pappbilderbuch hat dagegen eine faszinierende Mimik. Zuerst ist er sehr sauer, weil er schlafen möchte. Danach guckt er sehr verschlafen mit nur einem Auge „Nein! Du kriegst mich nicht wach“. 

    mehr oder weniger lesen

    Auf jeder Doppelseite ist ein Katerporträt und ein großes „Phhh!“, „Schnurrrr!“ oder „Oooh!“ und danach kommt der erklärende Satz, in der der Lesende/das Kind direkt angesprochen wird.

    Dann gibt es noch eine Überraschung und am Ende die Aufforderung „…klapp das Buch zu und hol dir noch ein anderes.“

    Runde Ecken, dicke Seiten, klare Bilder von immer dem selben Kater und bunte Farben zeichnen dieses kleine Bilderbuch schon für die ganz Kleinen aus. Ich denke, damit werden wir viele Kleine in unser Lesezelt locken können.

    Inzwischen haben wir das Buch im Einsatz und die Kinder sind begeistert und wollen es immer wieder hören.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte

    Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht einschlafen konnte

    Sabine Bohlmann

    Kerstin Schoene

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Da geht es mal wieder darum, dass einer nicht schlafen kann oder will. Der Siebenschläfer weiß zwar, dass er kein richtiger Siebenschläger ist, wenn er nicht bald einschläft. Aber er ist nun mal nicht müde.

    mehr oder weniger lesen

    Die anderen Tieren haben tolle Ratschläge und schlafen auch sofort damit ein, nur der Siebenschläfer bleibt wach. Erst am Ende, als alle um ihn herum feste schlafen, schläft er über den Gedanken, was er alles machen kann, wenn er nicht schläft, ein.

    Schöne Tierbilder, zwischendurch muss man das Buch sogar hochkant halten, damit sie ins Buch passen. Wenn man den Text etwas kürzt, haben auch jüngere Kinder schon Spaß an dem Bilderbuch.

    Dagmar Mägdefrau