-
Auf dem Spielplatz ist was looos!

Larisa Lauber
Loewe
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Ein „Zieh meine Seiten lang“ Bilderbuch für die ganz Kleinen. Durch das herausziehen der Seiten entstehen immer noch besondere Veränderungen der Spielplatzsituation, da hat die Rutschbahn einen Looping oder Bär und Tiger schaukeln mit.
mehr oder weniger lesen
Ein Buch aus dicker Pappe mit niedlichen Kindern und fast realistischen Spielplätzen. Leider harken die Seiten beim wieder reinschieben etwas. Ich hoffe, dass das Buch trotzdem ein paarmal vorlesen durchhält.
Dagmar Mägdefrau
-
Auf dem Bauernhof – Mein allererstes Wimmelbuch

M. Weiling-Bäcker
esslinger
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
In dem Pappbuch stecken sieben Seiten voll Leben auf dem Bauernhof. Die Texte sind ganz kurz und können auch gut weggelassen werden. Es gibt so viel zu sehen und zu entdecken. Tiere, viele agierende Personen und Situationen über die es viel zu erzählen gibt. Man kann das Buch sicher viele Male ansehen und wird immer wieder Neues entdecken.
mehr oder weniger lesen
Die Bilder sind groß genug, damit auch wirklich Zweijährige alles gut erkennen können. Und als zusätzliche Aufgabe gilt es immer den Teddy von Pia zu finden. Er ist nicht immer leicht zu finden und es gibt wieder eine neue Geschichte, zu überlegen, was er da wieder macht.
Zuerst wird man sicher dem Kind alles zeigen, später kann das Kind uns das Buch erklären und immer wieder neue Ideen zu den Bildern entwickeln. Ein Buch, das uns lange begleiten wird.
Dagmar Mägdefrau
-
Tschiep

Martin Baltscheit
BELTZ & Gelberg
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Tschiep, der kleine runde Vogel kommt zunächst zu den Fröschen. Doch diese machen nicht Tschiep, wie er, sondern quak. Da macht der Vogel etwas verrücktes und sagt auch „quak“.
mehr oder weniger lesen
Und die Vögel antworten mit Tschiep. Da taucht ein Hund auf und sein Wuff wird ebenfalls übernommen, um damit die Katze zu verjagen. Später führt er einem einsilbigen I – ah Esel seine neuen Wörter vor und findet am Ende heim zu seiner Mutter.
Der kleine Vogel lernt seine Welt und die anderen Tiere mit ihren Sprachen kennen und traut sich da mitzureden.Ein schön gemaltes Bilderbuch mit vielen Eindrücken.
Dagmar Mägdefrau
-
Hör hin! Was ist das? – Wilde Tiere

Hans-Günther Döring
Arena
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Vor mir liegt ein Bilderbuch mit festen Seiten aus Pappe, wellenförmige Reiter bilden die besprochenen Tiere ab. Zunächst zeigt es uns den Elefanten, weiter geht es mit Affe, Robbe, Papagei und zuletzt der Wolf. Also nicht ganz die Auswahl, die wir kennen. Auf jeder Seite ein Zweizeiler und ein Knopf zum Abspielen der entsprechenden Tierstimme.
mehr oder weniger lesen
Die Bilder sind etwas niedlicher als das Original, aber doch richtige Tiere, ohne Kleidung und Vermenschlichung.
Wenn ich Kindern, die ich nicht kenne, etwas vorlese, ist besonders, wenn die Konzentration noch nicht so groß ist, ein Buch mit Geräuschen eine schöne Sache. Ich finde, es ist wichtig, die Kinder für Bücher zu interessieren und es macht den Kindern einfach Spaß, wenn noch zusätzlich etwas geschieht. Die Stimmen wirken auf mich sehr real, da hat man natürlich wieder einen schönen Ansatzpunkt, wer kann auch so tröten oder schreien?
Das Bilderbuch ist sehr gut erstellt und das Vorlesen bringt sicher viel Spaß und ganz nebenbei kann man noch was über die Tiere lernen.
Dagmar Mägdefrau
Themen: Tiere/Haustiere -
So riecht der Frühling, Ole Eisbär

Owen Hart
Sean Julian
Brunnen
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Der kleine Eisbär Ole lernt an der Seite seiner Mutter seine Welt kennen. Angefangen im Eis über Schwimmen im Meer bis zu den Blumen und Tieren der Steppe. Die Mutter zeigt ihrem Jungen liebevoll alles, was er kennen muss. Als er aber eine kleine Maus alleine durch die Welt streifen sieht, denkt Ole nach und sagt zu seiner Mama „Ich kann mir gar nicht vorstellen, allein auf Abenteuerreise zu gehen. Ich will lieber bei dir bleiben.“
mehr oder weniger lesen
Ist das nicht auch eine Frage, die unsere kleinen Zuhörenden bewegt. Aber die Antwort der Eisbärin ist zu schön: „So wie das silberne Licht des Mondes jeden seiner Schritte begleitet, so wird meine Liebe immer bei dir sein – egal wohin du gehst.“ Das ist vielleicht kitschig, aber wer möchte nicht manchmal diese Liebe erklärt bekommen? Es tut einfach richtig gut und es ist ein so tröstlicher Gedanke, immer geliebt zu werden.
Der Text ist einfach und kurz gehalten, die Bilder sind sehr natürlich und wunderschön gestaltet. Am Ende liegen die beiden Bären zusammengekuschelt in der Höhle und versichern sich, dass sie sich lieb haben.
Dagmar Mägdefrau
-
Das Tri tra trampeltier das stri stra strampelt hier – Reime für Kleine

Bilder von Claudia Weikert
BELTZ & Gelberg
Verlagsempfehlung ab 1 Jahre
Ein rundum schönes Buch mit neuen und bekannten Reimen, lustig illustriert, in 12 Kapitel aufgeteilt; angefangen mit „Ein Krabbelkäfer geht spazieren – Reime für den Wickeltisch“, über „Heute bin ich wild und böse – Reime gegen die Wut“ bis „Fünf Gespenster hocken vor dem Fenster – Reime für schlaflose Nächte“.
mehr oder weniger lesen
Einen schönen Spruch von Frederik Vahle möchte ich einfach mal weitergeben:
Wenn mein Bruder zu laut schreit
ja, dann ist es höchste Zeit,
ihn ganz schwesterlich zu fragen:
Kannst du das auch leise sagen?Der passt sicher ganz oft in unsere Tage und könnte auch im Großen angewandt werden.
Ich finde, da ist Stefanie Schweizer, als Herausgeberin eine wunderbares Buch gelungen, das wohl in jedem Kinderzimmer sein zu Hause haben sollte.Denn, wie oft kennen wir nur noch Fragmente von Reimen aus unserer Kindheit. Hier kann man sie wiederfinden.
Dagmar Mägdefrau
-
Einmal feste drücken

Sophie Schoenwald
Nadine Reitz
Boje
Verlagsempfehlung ab 2 Jahre
Hier haben wir ein Pappbilderbuch mit dicken Seiten und einem niedlichen Pinguin auf dem Cover. Die Doppelseiten zeigen, auf dem blauweißen Hintergrund der Antarktis einige so andere niedliche Tiere. Der sehr kurze Schriftteil ist in zwei Farben unterteilt. Oben steht die eigentliche Geschichte und unten wird das Kind direkt angesprochen, mit Texten wie „Da hilft nur eins: feste PUSTEN, damit das Ei abkühlt.“
mehr oder weniger lesen
In der Geschichte kullert das Ei von den brütenden Eltern weg. Wird dann vom Leser warm gerubbelt, kühl gepustet und schließlich aus dem Ei befreit. Zur Begrüßung am Bauch gekitzelt, es bekommt einen Futterkuss, bekommt einen Namen und findet am Ende zu seiner Familie zurück.
Ein Bilderbuch, dass das Kind sehr mit einbindet und die Aktionen vorgibt. Nicht allen Vorlesern fällt immer so viel zu den Geschichten ein, so finde ich, ist das ein Ansatz für die nicht ganz so fantasievollen Leser.
Dagmar Mägdefrau
-
Der König der Meere

Imapla
Sauerländer
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Viel steht nicht in dem Pappbilderbuch, deren Seiten nicht ganz so dick sind, wie gewohnt. Es gibt nur Geräusche, wie „Blubb“ oder „Happs“. Der König der Meere, ein kleiner weißer Fisch wird von einem größeren schwarzen Fisch gefressen, jetzt trägt der die Krone, doch dann kommt der große weiße Fisch.
mehr oder weniger lesen
Aber dann kommt ein kleiner blauer Fisch und es gibt davon ganz viele. Diese schwimmen am Ende in einer Fischformation, die dann die Krone trägt.
Ein sehr einfach gezeichnetes Buch, wie gesagt, ohne Text, aber mit viel Aussage und Diskusionsansätzen.
Dagmar Mägdefrau
Themen: Strand/Meer/Schwimmen -
Greta Glühwürmchen

Jane Clarke
Britta Teckentrup
annette betz
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Auf der ersten Seite sehen wir einige hell leuchtende Glühwürmchen, aber Greta sehen wir erst auf der nächsten Seite und sie ist ganz allein. Das Kind, dem wir vorlesen, wird aufgefordert Greta zu helfen, den Heimweg zu finden. Immer wieder sehen wir ein helles Licht, aber mal ist es der Mond, mal die Lichter der Stadt. Immer wieder gibt es eine Aufforderung an den Leser zu helfen „Blätter schnell um und hilf ihr, weiterzufliegen.“
mehr oder weniger lesen
Dann wünschen wir uns bei einer Sternschnuppe, dass Greta den Heimweg findet. Aber dann ist es gar keine Sternschnuppe, sondern viele Glühwürmchen. Greta ist zu Hause angekommen und wir geben ihr ein Gutenachtküsschen.
Kurze Texte, schöne Bilder mit den leuchtenden Lichtern und die Kinder werden mit einbezogen. Trotzdem muss ich sagen, dass mich das Buch nicht so ganz überzeugt.
Dagmar Mägdefrau
-
Warum wir im Sommer Mückenstiche kriegen, die Schnecken unseren Salat fressen und es einen Regenbogen gibt – Eine Geschichte von Noah und seiner Arche

Kirsten Boie
Regina Kehn
Jumbo
Leseempfehlung ab 3 Jahre
Das diese Geschichte von Noah und der Arche nicht nur ein christliches Thema ist, wird gleich auf der ersten Seite erklärt und damit kann man das Buch allen Kindern vorlesen. Der Erzählton ist etwas, ich möchte sagen, flapsig. So wird beschrieben, wie schlecht die Menschen mit der schönen Welt, die Gott geschaffen hat, umgehen.
mehr oder weniger lesen
„Nun hört mal auf mit dem Kasperkram!“ sagt Gott da schon im strengen Ton. „Leider sah es nicht so aus, als ob die Menschen zuhören wollten, jedenfalls machten sie einfach so weiter…“ Lediglich Noah und seine Familie sind freundlich zueinander und deshalb sollen sie eine Arche bauen und von jedem Tier ein Paar mit auf das Schiff nehmen. Gott gibt die Größe vor und die Familie baut eine Arche. Japheth, einer der Söhne Noahs, ist leider nicht so gehorsam und bringt auch Insekten an Bord. Dann kommt die Sintflut, die Sache mit der Taube und zum Ende der Regenbogen, das Zeichen für den „Deal“ zwischen Gott und den Menschen. Auch hier fällt uns Japheth auf, weil er die Stirne runzelt, aber wie Gott am Ende bemerkt „Die Menschen sind eben die Menschen“.
Ein wenig erinnert der Stil an Janosch, als Erwachsenen hat man sicher einen besonderen Spaß an diesem Buch und seiner Ironie. Trotzdem erzählt es die Geschichte von Noah in einer heutigen Sprache und auch die Bilder sind aus unserer Zeit, so hat eine Person ein T-Shirt mit dem Friedenszeichen an.
Mir gefällt dieses Buch, weil es zeigt, dass unsere Welt eigentlich wieder durch eine Sintflut zerstört werden müsste, denn wir sind wieder genau in der Situation, in der Gott fand, „mit denen kriege ich keine gute Welt hin, das steht fest.“ Vielleicht sollten wir uns beim nächsten Regenbogen mal wieder an das Verspechen der Menschen erinnern, auch wenn wir nicht an Gott glauben.
Dagmar Mägdefrau
Themen: Sommer -
Anton auf dem Baum

Michael Wrede
minedition
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Ein gelbes Buch, gelbes Cover, gelber Einband, aber Innen wird es bunt. Der kleine Anton erzählt uns erst einiges über sich. Vor den kurzen Sätzen ist er immer als Strickmännchen gezeichnet. Später lässt er Luftballons steigen und trifft Vögel, die auf einem Baum sitzen. Als er die fragt, ob er auch auf den Baum darf, machen diese es von Federn abhängig.
mehr oder weniger lesen
Vor dem Satz „Nur wer Federn hat, darf auf den Baum“ ist natürlich ein kleiner Vogel gemalt. Als Vorleser kann man gleich einen anderen Ton anschlagen. Als Anton später mit Federn an den Armen wiederkommt, sagen die Vögel „Alles belegt“. Wer kennt sie nicht diese schlimme Situation. Aber Anton meint nur „Macht nichts!“
Leider wird es mit den anderen Tieren nicht besser, die Mäuse, die Frösche und die Igel gehen genau so böse mit ihm um.
Dann trifft er auf einen anderen Jungen, der möglicherweise ein ähnliche Schicksal hat, denn er trägt Hasenohren und einen gestreiften Schwanz. Jetzt baut er eine Schaukel und lässt Anton problemlos mitmachen. Zum Schluss kommen die anderen Tiere und möchten auch auf den Baum und anders als die, lassen die beiden sie mitmachen „Ist doch genug Platz für alle.“Ein schön angelegtes Bilderbuch, dass die Moral nicht nach außen kehrt. Allerdings gibt es das Thema auch schon in dem Buch „Lullemu, wer bist du?“.
Dagmar Mägdefrau
-
Der Löwe in dir

Rachel Bright
Jim Field
magellan
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Eine winzig kleine Maus, die keiner sieht, möchte vom großen Löwen lernen wie man brüllt. Nur befürchtet sie, dass er sie schneller auf seinem Teller hat, als sie ihn ansprechen kann.
„Der Gedanke daran war fürchterlich, doch willst du was ändern, dann ändere dich.“mehr oder weniger lesen
Es gibt aber eine Überraschung. Der Löwe hat Angst vor der Maus! In diesem Moment steckt ganz viel Magie: „Die Maus fühlte sich plötzlich so groß wie noch NIE.“ So kommt es, dass beide Freunde werden und gemeinsam auf dem großen Stein sitzen, der vorher dem Löwen vorbehalten war.
Ein Buch in Reimen, die nicht immer ganz rund sind, aber wunderschön zum Vorlesen. Da probieren wir alle mal, wie der Löwe brüllt. Und ganz besonders gefallen mir die schönen Bilder. Auf ihnen ist viel zu sehen, sicher auch beim zehnten Mal.
Dagmar Mägdefrau

