• Bibärts Abenteuer

    Bibärts Abenteuer

    Adrian Wild

    Andrea Kuritko

    BoD

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Der Autor wurde 2004 geboren und seine Mutter hat die Bilder zur Geschichte gemalt. 
    Ein kleiner Biber findet im Wald leuchtende Knöpfe und obwohl seine Mutter es verboten hat, drückt er auf den roten Knopf. Damit startet er eine fliegende Untertasse ud gelangt auf den Gefühlsplaneten. Hier begrüßt ihn Fräulein Lova, sie sieht lustig aus und fühlt sich wie Pudding an.

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    Sie zeigt Bibärt den Planeten und seine unterschiedlichen Bewohner. Der  kleine Biber macht sich so seine Gedanken und kann am Ende ein großes Fest organisieren.
    Ein Buch mit viel Fantasie und sehr fremdartigen gut dargestellten Figuren. Die Zeichnungen sind einfach, bilden aber die beschriebenen Protagonisten gut ab. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Vom Esel und Hörnchen, die das Ende der Welt suchen

    Vom Esel und Hörnchen, die das Ende der Welt suchen

    Anja Fröhlich

    Anke Faust

    Hummelburg

    Verlagssempfehlung ab 4 Jahre

    Ein bisschen erinnerte mich das Buch an Janosch und Panama. Auch hier ziehen zwei Tiere, ein Esel und ein Eichhörnchen los und wollen das Ende der Welt finden. Zunächst treffen sie auf Schafe, die sie für „Wolken aus Wolle“ halten. Sie nennen ein großes Meer eine Pfütze und die beiden Suchenden springen brav hinein. Dank eines Wals gelangen sie ans andere Ufer.

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    In der Wüste treffen sie auf „Riesenesel mit Busen auf dem Rücken“. Auch die Kamele sind hilfsbereit und tragen Esel und Hörnchen zum Dschungel. Bald wird es immer kälter und „die Popel in der Nase gefrieren“. Die Pinguine sagen ihnen, dass hier der Mittelpunkt der Welt sei. Nachdem ein Känguru das Hörnchen  versehentlich in seinen Beutel packt, treffen sie auf eine große graue Mauer. die sich als Elefant entpuppt. Bald sind ihnen die Sterne vertraut und so gelangen die beiden wieder nach Hause. „Dann gibt es kein Ende der Welt.“

    Das Buch hat sehr schöne Bilder und lustige Texte, die schon etwas länger sind. Aber es zeigt einfach auf eine schöne Art, dass die Welt eine Kugel ist. Somit kann das Buch Ausgangspunkt für viele Recherchen sein. 

    Dagmar Mägdefrau 

  • Der kleine Siebenschläfer – Eine Schnuffeldecke voller Gutenachtgeschichten

    Der kleine Siebenschläfer – Eine Schnuffeldecke voller Gutenachtgeschichten

    Sabine Bohlmann

    Kerstin Schoene

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Für die Fans des kleinen Siebenschläfers, zu denen ich mich zähle, kommt hier eine schönes Geschichtenbuch zum Vorlesen. 19 kleine Geschichten erzählen vom Siebenschläfer und seinen Freunden. Zu jeder Geschichte gibt es ein paar kleinere Bilder, der Text geht über ca. 7 Seiten. Deshalb sollten die Zuhörenden schon etwas Vorleseerfahrung haben.

    Die Haselmaus darf beim Siebenschläfer übernachten und alles ist ihr fremd und dann fehlt noch die Gutenachtgeschichte. Der Siebenschläfer zieht also los um eine solche Geschichte zu finden.

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    Er trifft auf viele Tiere und oft macht er ihnen Mut oder hilft ihnen durch seine tollen Ideen. Der Igel traut sich nicht am Igelhügelkullertag den Hügel hinunter zu rollen. Da bietet der Siebenschläfer an mit ihm hinunter zu kullern und da hat auch der Igel Mut dazu.
    Die kleine Fledermaus wird von einem Vogel großgezogen und traut sich nicht seiner Mama zu sagen, dass er kein Vogel ist. Auch da hilft der Siebenschläfer und die Geschichte geht gut aus. Dem kleinen Maulwurf kann der Siebenschläfer von seinen Erfahrungen als Einschlafexperte berichten. Am Ende kann er der Haselmaus also eine ganze Menge berichten und die beiden schlafen darüber ein.

    Ich kann mir vorstellen, wie man jeden Abend eine dieser kleinen Geschichten vorliest und die Spannung immer größer wird. Eine schöne Fortsetzung der Bilderbücher. Und besonders toll ist, dass das Cover des Buch im Dunklen leuchtet.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ab in die Sonne – Die schönsten Sommergeschichten

    Ab in die Sonne – Die schönsten Sommergeschichten

    Mehrere Autoren

    NordSüd

    Lesesempfehlung ab 4 Jahre

    In diesem Buch wurden 8 Geschichten zusammengefasst. Pauli, das kleine Kaninchen möchte auch gerne Urlaub machen, aber es gibt etliche Probleme und so landet die Familie an einem See und freut sich über den Urlaubstag.
    „Lisas Mohnblume“ vom Regenbogenfisch-Autor Pfister ist eine schöne Geschichte vom Wachsen und Vergehen einer Mohnblume und natürlich vom Wiederkommen im neuen Frühjahr. Kurze Texte und anschauliche Bilder zeigen den Kreislauf der Natur.

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    „Das wasserscheue Krokodil“ will ja ins Wasser, aber irgendetwas in ihm wehrt sich dagegen. Dann stellt sich heraus, dass das kleine Krokodil ein Drache ist und es sich mehr zum Fliegen eignet.

    „Abenteuer am Meer“ ist eine Geschichte aus Japan und die Bilder sind wieder einfach wunderschön zart. Die ganze Familie Maus fährt an die See und Papa hat für alle Schwimmreifen dabei. Mit den daran befestigten Leinen kann er seine Familie zusammenhalten. Am Ende wird er mit den Schwimmreife gerettet.

    „Valentino Frosch“ glaubt, dass er ein Prinz ist und dass die Prinzessin ihn heiraten wird. So fährt er in seinem himbeerroten Cabrio los. Bald trifft er auf einen kleinen ängstlichen Vogel und die beiden fahren gemeinsam weiter. Als der Vogel heranwächst, wird er zum Storch und der kleine Frosch ist sich nicht sicher, ob sie Freunde bleiben können.

    Die „Zehn leuchtenden Glühwürmchen“ werden eins nach dem anderen in einen Glas gefangen. Am Ende werden alle wieder frei gelassen. Der Text lebt von der ständigen Wiederholung und die Bilder sind mit viel Atmosphäre gemalt.

    „Herr Hase und Frau Bär“ leben in einem Haus und die unternehmungslustige Bärin nimmt den Hasen mit auf einen Ausflug. Die optimistische Frau Bär hat es nicht leicht mit dem brummigen Hase. Aber es wird dann doch noch ein schöner Tag.

    Zuletzt die Frage „Wer fährt mit ans Meer?“ Roxanne möchte die Schildkröte, den Sonnenschirm, das dicke Buch, den Ball und natürlich das Baby mitnehmen. Aber immer bleibt ein Teil zurück. Erst in den Pferdekarren passt alles hinein und so sitzen im letzten Bild alle vergnügt am Meer.

    Ein dickes Buch mit zauberhaften Sommergeschichten, alle haben kurze Texte und schöne Bilder. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Clemens aus der Clementine

    Clemens aus der Clementine

    Andrea Behnke

    Karin Lindermann

    KeRLE / Herder

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Max isst eine Clementine und findet in ihrem Innern einen kleinen Mann mit einer geringelten Badehose und einer grünen Zipfelmütze. Schnell findet Max für ihn einen Namen, Clemens. Zunächst sucht der sich einen Platz zum Ausruhen, aber nichts gefällt ihm, erst die matschige erde der Yucca sagt ihm zu. Da es anfängt zu schneien, möchte Max seinem kleinen Freund den Schnee zeigen.

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    Schnell strickt er ihm mit der Strickliese einen Schlauchpullover. Clemens findet einen Platz im Umschlag von Maxs Mütze. Als Max vom Schlitten fällt, landet auch Clemens im Schnee. Dem Kleinen ist so schrecklich kalt, auf der Blumenerde schlafend, träumt er vom Süden und der Wärme. Max merkt, dass es seinem Freund hier im Winter nicht gut geht und so hilft er ihm, dass er gen Süden fliegen kann. Wie ein kleiner Nils Holgerson sitzt Clemens auf dem Rücken eines Vogels.

    So ein kleines niedliches Männlein möchte man gerne auch in seiner Clementine finden, aber haben wir alle die Größe den Freund fliegen zu lassen? Eine Freundschaftsgeschichte mit schönen Bildern illustriert.

    Dagmar Mägdefrau

  • Hugo, der Fisch

    Hugo, der Fisch

    Daniel Fehr

    Lihie Jacob

    BELTZ & Gelberg

    Verlagssempfehlung ab 4 Jahre

    Verrückte Gestalten begegnen uns in diesem Bilderbuch. Hugo, der Fisch, möchte ins Freibad. In der Schlange stehen viele Fische, alle auf Beinen und in Badesachen. Bloß Hugo hat seine Badehose vergessen. „Der tolle Hecht trägt die Hose schwarz“, da sehen wir einen Hecht mit Sonnenbrille, ersteht auf Beinen mit Flip-Flops an den Füssen und trägt eine schwarze Boxershorts mit roten Streifen.

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    „Der Finanzhai dunkelblau“, er Hai mit iPhone am  Ohr trägt eine ganz knappe Badehose. Man sieht Fische im rosa Bikini, im Leopardenbadeanzug, ein ganze Gruppe Barsche am Sprungturm und eine Flunder mit gemusterter Badehose, rosa Flamingos auf türkisem Grund. Erst als Hogo ganz tief auf den Grund taucht, trifft er auf „normale“ Fische ohne Kleidung und stellt fest „Ein Fisch schwimmt ohne.“

    Ich bin nicht sicher, ob die Kinder auch so viel Spaß an dem Bilderbuch haben, wie ich. Viele Gags kann man sicher erst mit etwas Lebenserfahrung verstehen.
    Die Bilder sind einfach toll, realistisch, bis auf die paar Kleinigkeiten, wie Badekleidung und Beine.

    Dagmar Mägdefrau

  • Als die Tiere im Wald noch nackig waren

    Als die Tiere im Wald noch nackig waren

    Elfe Marie Opiela

    annette betz

    Verlagssempfehlung ab 4 Jahre

    „Früher waren alle Tiere nackig“ eine Aussage, die durch die Bilder belegt wird. Der nackte Bär spielt mit der Schlange Federball. Auf dem Baum die Eule, im Teich der Frosch und hinter den Baumstämmen der Tiger, alle sind beigebraun. Dann verlieren die Bäume ihre Blätter und es wird kalt. Die Tiere frieren, doch der Biber kann helfen.

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    Er schneidert allen Tieren ein Kostüm. Der Igel wählt knallgelben Stoff mit Streifen, die Schlange einen flauschigen braunen Stoff und die Schnecke geht ganz in weiß. Leider haben alle Tiere Probleme mit ihrer neuen Kleidung. So hat die Eule die Idee zur „lustigen Kleidertauschparty“. Alle Tiere kommen so an die „Kleidung“ in der wir sie kennen. „Nur manchmal, wenn niemand schaut, veranstalten sie noch heimlich Nackigpartys“.
    Weder Evolution noch Bibel, eine ganz neue Version, wie die Tiere zu ihrem Aussehen kamen. Trotzdem eine spaßige Idee, die auch die Kinder schmunzeln lässt.

    Kurze Texte, einfache bunte Bilder.

  • Wann sind wir endlich da?

    Wann sind wir endlich da?

    Petra Postert

    Jens Rassmus

    Tulipan

    Verlagssempfehlung ab 4 Jahre

    Die Frage, die wir Eltern auf jeder Reise immer wieder hören. Jim ist mit Papa im Auto unterwegs. Es ist spät, Papa ist müde und trinkt Kaffee, aber Jim will nicht einschlafen. Papa soll sich eine Geschichte ausdenken. Also erfindet er eine Ziege, eine junge Ziege und eine alte Gans. Jim hilft bei der Geschichte mit, er hat viel Fantasie und bald sind die beiden Tiere auf einem Baumstamm in einem Fluss.

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    Papa verliert immer wieder den Faden, muss gähnen und muss dringend. Die Tiere spazieren derweil durch eine große Stadt, fliegen auf einer Wolke, landen gut und sitzen auf einmal auf der Straße. So fahren sie auf der Rückbank bei Jim mit und fragen „Wann sind wir endlich da?“ und Jim antwortet „Wenn ihr geschlafen habt.“

    Ein schöner kurzer Text mit viel Fantasie und Bilder, die aus Zeichnungen von der Realität und gemalten realistischen Bildern von Ziege und Gans gestehen und die am Ende verschmelzen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein Kleid voller Geschichten

    Ein Kleid voller Geschichten

    Irene Berg

    Ingrid Mennen

    Kunstanstifter

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Tinka kennt schon viele Buchstaben und malt „Haus“ oder „Baum“ und schreibt das Wort daneben. Damit können sich sicher viele Kinder identifizieren. Tinka malt natürlich auch sich selbst mit Brille und schreibt Name und Alter daneben. Dann erzählt Tinka von ihrem zu Hause und wir sehen sie gemütlich mit den Geschwistern und ihrer Mutter auf dem Sofa sitzen und ein Buch lesen.

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    Die Eltern lesen die Zeitung und da legt sich Tinka auf ein großes zusammengeklebtes Zeitungsblatt und ihre Umrissen werden in rot auf das Blatt gezeichnet. die entsprechende Seite im Buch ist zu beiden Seiten ausklappbar, damit wir auch die ganze Tinka sehen können. Tinka schreibt noch „Nase, Augen, Mund“ dazu und dann lässt sie die gemalte Tinka wie eine Fahne flattern. Dann liest sie ihr Geschichten vor und es gibt schön gezeichnete Seiten mit den Figuren aus den Geschichten. Am Ende bastelt Tinka aus der Zeitung ein Buch „Buch von Tinka“ und stellt fest „Ein Buch ist wie ein Freund. Es erzählt dir die schönsten Geschichten!“

    Tinka wird in dem Buch immer von einer schwarzen Katze begleitet, die Bilder sind in zarten Tönen gehalten, manchmal auch, wie das Cover auch wie ein Scherenschnitt. Die abgebildeten Bücher, das liest man im Anhang sind Bücher der Autorinnen. Es handelt sich um Mutter und Tochter, die in Südafrika beheimatet sind.

    Ein Buch, dass die Liebe zum Buch in schönen Worten und Bildern beschreibt.

    Dagmar Mägdefrau 

  • Mein Jimmy

    Mein Jimmy

    Werner Holzwarth

    Mehrdad Zaeri

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Werner Holzwarth kennen wir von seinem Bestseller „Vom kleinen Maulwurf, der wisse wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“. Hier erzählt er für seinen fünfjährigen Sohn vom Nashorn Jimmy. Jimmy lebt zusammen mit dem Madenhacker-Vogel Hacki. Er sitzt auf seinem Rücken und sammelt die Maden von Jimmys Haut.
    Jimmy ist alt und beiden ist klar, dass die gemeinsame Zeit bald zu Ende ist und so erzählen sie sich die alten Abenteuer. Hacki übertreibt immer etwas.

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    So hat Jimmy zwar drei Löwen verjagt, aber keine 300. Und einmal hat auch Hacki Jimmy das Leben gerettet, weil er dem Jäger um den Kopf geflogen ist. „Hacki, solange du an mich denkst, wird es mich geben“ mit diesem Satz tröstet Jimmy seinen kleinen Freund. Danach folgen einfühlsame Bilder, die das Fortgehen von Jimmy beschreiben. Hacki sitzt dann mit anderen Vögeln auf einem Zebra und erzählt allen seine Geschichten und so bleibt die Erinnerung an Jimmy bestehen.

    „Dies ist kein Buch über das Sterben, sondern über das Leben“ so beginnt das Vorwort und ich kann dem Autor nur Recht geben.
    Ein wundervolles Buch mit einfachen Worten und Bildern, die viel sagen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Armstrong – Sonderausgabe „50 Jahre Mondlandung“

    Armstrong – Sonderausgabe „50 Jahre Mondlandung“

    Torben Kuhlmann

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Es ist einfach immer wieder eine große Freude sich die wundervollen Zeichnungen anzuschauen. Torben Kuhlmann stellt uns diesmal die Maus vor, die lange vor den Menschen den Mond betreten hat. Sie wurde von den wenigen Menschen, die davon wussten Armstrong genannt und so heiß auch das Bilderbuch. Aufgrund langer Beobachtungen hat die kleine Maus festgestellt, dass der Mond nicht, wie es bislang alle Mäuse glaubten, aus Käse besteht, sondern, dass dieser sich ständig veränderte Himmelskörper eine steinerne Oberfläche hat.

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    Mit Hilfe, der inzwischen gealterten Maus Lindbergh und nach einem Besuch im Washingtoner  Smithonian hat die Maus neue Ideen, wie es ihr gelingen kann zum Mond zu fliegen.  Und nach einigen misslungenen Versuchen schafft sie es auch ihr Ziel zu erreichen und kann auf dem Mond ihre Mäuseflagge hissen.

    Alle Bilder in dem Buch sind beeindruckend und ich kann sie immer wieder anschauen, weil es so viel zu sehen gibt. Besonders gut gefällt mir das Bild, auf dem die Maus mit dem Time Square im Hintergrund zurück auf die Erde trudelt.
    Natürlich gibt es am Ende der Geschichte eine Erklärung zur Mondlandung vor 50 Jahren, als der Mensch Armstrong den Mond betrat und aus diesem Anlass wurde dieses schöne Bilderbuch als Sonderausgabe neu aufgelegt. Ein schönes Buch, nicht nur für kleine Leser, Erwachsene haben sicher genau so viel Freude an der Geschichte und an den Bildern.

    Dagmar Mägdefrau

  • Paffi – Ein kleiner Drache in der Schule

    Paffi – Ein kleiner Drache in der Schule

    Bettine Göschl

    Leonie Daub

    Jumbo

    Lesesempfehlung ab 4 Jahre

    Der zweite Teil der Paffi-Bücher hat viele bunte Bilder, die Gesichter erinnern mit ihren großen Augen etwas an Mangas. Paffi, der kleine grüne Drache ist in der Familie vom Marie und Leon heimisch geworden. Beim Frühstück liebt er Rosenmarmelade, wie er überhaupt Rosen liebt. Da Kuscheltiertag in der Schule ist, verspricht er ganz still zu halten, damit er als Kuscheltier Marie begleiten kann.

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    Schon auf dem Weg zur Schule begegnen sie Tim mit seinem Eisbär. Er ärgert Marie und nennt sie „Rosen-Marie“ und Baby. in der Schule vergisst Paffi seine Tarnung, weil die Lehrerin so toll nach Rosen duftet. Nach der Schule begegnet ihnen wieder Tim, er möchte Paffi gegen seinen Eisbär tauschen und dann wirft er den Flugdrachen von Maries Freundin in den Garten des bösen Nachbarn, den wir schon aus dem ersten Teil kennen. Durch Paffis und Leons Hilfe kann das Kuscheltier vor dem Nachbarshund gerettet werden und alle zusammen können leckere Pfannkuchen essen. Zum Schluss entschuldigt sich Tim und verspricht Marie nicht mehr zu beleidigen. 

    Eine nette Geschichte über Freundschaft und Hilfe, die sicher gut bei den Zuhörern ankommt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein Papa und ich

    Mein Papa und ich

    Ulf Nilson

    Heike Herold

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ein Buch für vierjährige, die auch schon längeren Geschichten zuhören können. Die Konstellation Papa und Kind, hier ist es allerdings ein Mädchen, erinnert mich ein wenig an Willi Wiberg. In der ersten Geschichte gehen die beiden in den Keller und als dort das Licht ausgeht, müssen sie mit ihren Taschenlampen den Rückweg finden. Dabei vergessen die leider Majas Kuscheltier.

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    Also und müssen noch einmal zurück. Dann wird es weihnachtlich. Gemeinsam kaufen sie eine große Tanne und müssen sie nach Hause schleppen. Heilig Abend hofft Maja so sehr auf einen lebenden Hund, dass alle anderen Geschenke sie total enttäuschen. Da kann man ihr so richtig nachfühlen. Maja wird dann vor Enttäuschung so richtig wütend und schreit ihren Papa an. Danach lernt Maja Hansemann, den Hund der Nachbarin kennen. Zuerst hat sie ein wenig Angst vor ihm, doch dann kaufen sie ihm eine Wurst und die beiden spielen wild miteinander. Es passiert noch einiges in Majas und Papas Alltag und am Ende gehen beide in die Bücherei und Maja bekommt eine Bibliothekkarte  mit Geheimzahl. 
    Es gibt einige Bilder, die die Geschichte unterstreichen und Maja singt toll gereimte Lieder zu allen Kapiteln. Hin und wieder kommt auch Majas Mama in den Geschichten vor, aber den Alltag gestaltet sehr liebe- und verständnisvoll ihr Papa.

    Ich habe das Buch mit viel Freude gelesen und freue mich aufs Vorlesen der Geschichten.

    Dagmar Mägdefrau

  • Stadt am Meer

    Stadt am Meer

    Joanne Schwartz

    Sydney Smith

    Aladin

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Deutscher Jugendliteraturpreis 2018

    Die Geschichte spielt in den 1950er Jahren und der Junge in dem Buch ist der Sohn eines Bergmanns. Die Familie lebt am Meer und der Junge zeigt uns einen ganz normalen Sommertag. Er geht mit seinem Freund auf den Spielplatz, er ist ein Brot zu Mittag, er geht einkaufen und immer wieder denkt er daran, dass sein Vater tief unter dem Meer die Kohle abbaut.

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    Er besucht das Grab seines Großvater, der auch Bergmann war und der Junge wird bald auch Bergmann werden. So wie jeder Tag gleich ist, so wird auch jeder Sohn Bergmann werden. Am Abend kommt der Vater von der Zeche nach Hause und alle essen zusammen und machen es sich auf der Veranda am Meer gemütlich.

    Ich bin selbst die Tochter eines Bergmann, der der Sohn eines Bergmanns war. Allerdings verbinde ich Bergbau mit schmutzigen engen Städten. Hier ist der Gegensatz zum dunklen Stollen das glitzernde Meer.
    Der Text ist sehr poetisch geschrieben und die Bilder sind sehr stimmungsvoll, das glitzernde Meer  ist wunderschön gemalt. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Wolf, die Ente und die Maus

    Der Wolf, die Ente und die Maus

    Mac Barnett

    Jon Klassen

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2019

    Gemalt sind die Bilder in Erdtönen, die Figuren sind reduziert und kantig. Die Texte kurz und mit viel „O weh!“ durchsetzt.
    Die Geschichte erzählt von einer Maus, die vom Wolf gefressen wird und im Wolfsbauch auf eine sehr zufriedene Ente trifft. Die hat es sich häuslich eingerichtet und lässt es sich gut gehen.

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    Als der Jäger auf den Wolf stößt, vertreiben die beiden den Jäger und ihr einziger Wunsch ist es, weiter im Wolfsbauch wohnen zu dürfen. „Deshalb heult der Wolf den Mond an „O weh!“.“

    Trotz des vielen Lobs für dieses Buch, kann ich leider nicht viel damit anfangen. Mir sind die Bilder zu düster und warum es sich in einem Wolfsbauch gut leben soll, ist mir unklar.

    Dagmar Mägdefrau

  • Keiner gruselt sich vor Gustav

    Keiner gruselt sich vor Gustav

    Guido van Genechten

    annette betz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Kein Wunder, dass sich vor Gustav keiner fürchtet, er ist klein und rosa, einfach ein niedliches Gespenst. Der Direktor der Gespensterschule rief mit gruseliger Stimme „Buhuhuuu!!!!“ und alle Gespenster machen es ihm nach. aber Gustav bekommt nur ein leises „Bahuhu“ heraus. Zur Strafe muss er in den verlassenen Turm.

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    Hier lernt er den Kater Miau kennen und die beiden machen es sich in dem Turm so richtig gemütlich. Mit Gardinen einem gemütlichen Sessel und Blumen auf dem Tisch, erzählen sie sich Geschichten und sind glücklich. Wenn die anderen Gespenster keine Lust mehr aufs Spucken haben sitzen sie bei den beiden Freunden und trinken Tee. 

    Ein schöne Geschichte, ich habe keine Ahnung, ob ich mir da um „Anders-sein“ oder „böse Lehrer-Traumata“ Gedanken mache muss? Mir gefällt Gustav und seine Lebensweise.

    Dagmar Mägdefrau

  • Hannas Elefant

    Hannas Elefant

    Randall de Sève

    Pamela Zagarenski

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Neben Hanna zieht ein neues Mädchen ein und Hanna beobachtet die Lieferung einer großen Kiste. Da stellt sie sich vor, dass darin ein Elefant geliefert wird. Er ist der Freund des Mädchens und die beiden machen alles zusammen. Sie essen zusammen, sitzen zusammen in der Badewanne und spielen zusammen Verstecken.

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    Auf den Bildern sehen wir, wie Hanna sich das vorstellt und auf den Seiten dazwischen sehen wir Hanna, wie sie darüber nachdenkt und sie schaut dabei sehr traurig aus. Asl es in der Nachbarwohnung ruhiger wird, weiß Hanna, dass das Mädchen und der Elefant sich ausruhen und sich Geschichten erzählen. Hanna mag das alles auch, aber sie traut sich nicht hinüber zugehen, weil sie nicht stören will. Doch da kommt das Mädchen mit einen kleinen Stoffelefanten zu ihr rüber. Und so kommt es, dass Hanna eine Freundin hat. 

    Die Bilder muten orientalisch an und die Geschichte zeigt mit viel Fantasie, dass nicht immer alles so ist, wie wir es uns vorstellen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Karo Kanonenkugel und der Löwe

    Karo Kanonenkugel und der Löwe

    Grace Easton

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Karo lebt im Wald und kann viele Kunststücke, als endlich ein Zirkus in den Wald kommt, sieht sie ihre Change und „bewirbt“ sich mit ihrem Können. Leider ist der Zirkusdirektor sehr unfreundlich in seiner Absage. Nur mit dem Löwen glaubt sich Karo gut zu verstehen. Mit ihm möchte sie befreundet sein. Da sagt ihr der Direktor „Freund gibt’s hier nicht.“

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    So kommt es, dass die kleine moppelige Karo als menschliche Kanonenkugel im Zirkus auftritt. Der Löwe fand sie unglaublich, aber der Direktor ist unzufrieden und schickt Karo weg. „Pack deine Sachen und geh!“ Der Direktor gibt nochmals Anweisung „…und auf gar keinen Fall irgendwelche Gefühle füreinander!“ Da brüllt der Löwe laut und der Mann mit dem fliegt weit weg. Zurück bleiben die anderen Zirkusleute und Karo, sie haben Spaß an ihrer Arbeit und Karo und der Löwe versichern sich, „ich hab dich lieb“.

    Die Bilder sind zweidimensional gezeichnet und füllen die ganze Seite, Karo wirkt dick, das wird aber nicht erwähnt. Der Zirkusdirektor ist derart böse, dass man sich als Erwachener erschrickt und ein kleines Mädchen als Kanonenkugel abzuschießen, ist doch wohl einfacg nur furchtbar. Zumindest wird am Ende alles gut.
    Ich würde das Buch ungern vorlesen, mir ist es einfach zu böse und ich glaube, das es Kinder auf gemeine Weise erschrickt. 

    Dagmar Mägdefrau