• Die größte Zahl der Welt

    Die größte Zahl der Welt

    Magnus Holm

    Rune Markhus

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ich befürchte, die Zeit, in der ich mich um Mathe gekümmert habe, liegt einfach zu weit zurück und deshalb ist mir Googolplex, die größte Zahl der Welt bisher namentlich nicht bekannt gewesen. (Allerdings kennt mein Rechtschreibprogramm diesen Begriff auch nicht.)
    Hinten im Buch kann man die genauen Zusammenhänge nachlesen und ist dann wieder ein wenig schlauer.
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    Aber fangen wir doch von vorne an: Das Cover zeigt eine lange Straße und ein kleines rotes Auto. Dann lernen wir Tale kennen, die schon zählen kann. Truls, ihr großer Bruder, ist acht und er ist drei Jahre älter als Tale. Das Bild zeigt Tale mit einem Riesenmund, aus dem Zahlen quellen. Da Papa und Mama auch zur Familie gehören, sind sie zu viert. Das rote Auto wird gepackt und Tale schaut zu und überlegt, wie Zahlen zueinanderstehen. Dann geht es los und Tale zählt die Telefonmasten. Die Straße führt in die Berge und Tale denkt über die Null nach. Beim Auspacken fragt Tale Papa, wie so oft, wie alt er ist. Papa arbeitet an der Universität mit Zahlen und er kennt auch große Zahlen. „Mehr als eine Million. – Unendlich, sagt Papa. Es gibt unendlich viele Zahlen.“ 
    Die Bilder sind teilweise realistisch gestaltet, einige haben aber auch eine eigene Dynamik, die diese großen Zahlen in sich haben, da muss man das Buch auch mal hochkant nehmen.
    Der Text besteht aus kurzen Sätzen, in denen viele Zahlen vorkommen bis zur ober erwähnten Zahl Googolplex. Mir gefällt es einfach so gut, wie hier mit einfachen Mitteln etwas erklärt wird, das man kaum verstehen kann.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Gurkentruppe

    Die Gurkentruppe

    Leslie Niemöller

    Liliane Oser

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Zu Beginn lernen wir das Schwein Hans kennen. Da Hans ganz allein in einem „hübschen Häuschen“ wohnt, freut er sich, als er auf den ängstlichen Bären Ben trifft. Ben versucht, sich hinter einem dünnen Baum zu verstecken und das dazugehörige Bild ist einfach zauberhaft. Die beiden gründen eine WG und haben ihren Spaß zusammen, als es eines Abends bei ihnen klopft und der Hase Toto bei ihnen einziehen will.
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    Toto ist ein Pedant und er übertreibt seinen Ordnungsfimmel schon sehr. So muss er mit Entsetzen feststellen, dass die beiden Bewohner keinen Fransenkamm besitzen oder gar nutzen. Auf dem Bild schauen Hans und Ben ganz betroffen und Totos Ausdruck ist voller Entsetzen, einfach herrlich. Auf einem Floß kommt ein Zebra, nein ein gestreiftes Pferd, daher, das sehr traurig ist, weil es seine Heimat vermisst. Der neue Mitbewohner Taya erklärt den anderen, wie es ist, wenn man keinen Antrieb hat und nicht aus dem Bett kommt. Als Hans dann einen Biber mitbringt und der gleich von Toto erklärt bekommt, dass er die Schuhe wieder sortiert hinstellen soll, fragt dieser „Was seid ihr denn für eine Gurkentruppe?“ 
    Da sind wirklich einige Sonderlinge zusammengekommen, aber trotzdem oder gerade deshalb, verbindet sie eine tolle Freundschaft und so endet das Buch mit dem Satz „Freund, das ist Glück.“ Gegenseitiger Respekt, Humor und sehr schöne Illustrationen machen dieses Buch zu einem Lesevergnügen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Sieben – Die Schöpfung

    Sieben – Die Schöpfung

    Linda Wolfgruber

    TYROLIA

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2024

    Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2024

    Kröte des Monats September 2023 der STUBE

    Auf dem dunklen Cover sind Blätter zu sehen und der einfache Titel „sieben die schöpfung“.  Es folgt ein Bild mit blauer See und Eisbergen, schwer zu erkennen die Eisbärfamilie davor. Auf der gelben Seite ist zu lesen „Weil sie uns anvertraut ist…“ Es folgt „Tag 1“ graue Schrift auf schwarzen Hintergrund. Braun- und Grautöne ineinander verschlungene Formen zeigen das Chaos, aus dem Gott die Erde schuf. 
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    Mit dem biblischen Text geht es, bis es Licht wird. Jetzt wird das Bild heller und klarer, das nächste Bild erinnert an eine Sternenexplosion, folgt ein dunkles Loch. Die Erde, zweigeteilt in Abend und Morgen, beendet den ersten Tag. Der zweite Tag ist grün gestaltet und beschreibt die Entstehung des Himmels. Am nächsten Tag wandelt sich das Grün zum Türkis mit kleinen Inseln. Danach geht es grün mit Blättern und Bäumen weiter. Tag vier zeigt in verschiedenen Blautönen die Entstehung der Himmelskörper. Mein liebstes Kapitel. Am fünften Tag sehen wir zunächst Fische, danach Vögel. Der siebte Tag beginnt mit einer zarten Abbildung von Tieren, die an Höhlenbilder erinnern. Der immer wiederkehrende Satz „Es wurde Abend und es wurde Morgen“ steht jetzt neben einem Bild, das ein Menschenpaar erkennen lässt. So vollendete Gott am siebten Tag sein Werk. In Gelb sehen wir Vögel und Schmetterlinge, Faultiere im Grünen, in Erdfarben Löwen auf einem Baum und zuletzt eine Frau und einen Mann, die wie Hirten eine Kuhherde bewachen. 
    Dieses Buch ist sicher künstlerisch aufwendig gestaltet, Jugendliche und Erwachsene werden an den beeindruckenden Bilder ihre Freude haben. Ich denke aber, für Kinder ist dieses vielfach ausgezeichnete Buch zu unkonkret und auch zu wenig bunt. Mir fehlt für die Jüngeren ein wenig die Freude, die die Schöpfung ja beinhalten sollte. 
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Der Flunkerfunkelstein oder die Ester, die nicht stehlen wollte

    Der Flunkerfunkelstein oder die Ester, die nicht stehlen wollte

    Kai Oppermann

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Auf dem Cover kann man ihn schon sehen, den roten Funkelstein, und auch die kleine Elster. Meisterdiebe sind sie, alle Mitglieder der Elsterfamilie, nur die kleine Elster nicht. Sie flog nie auf Raubzüge, sie besuchte ihre Freunde. Die Elster liebt ihre Familie und sie weiß „Eine Elster ohne Funkelstein kann keine wahre Elster sein!“ 
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    Während ihre Familie sich mit den gestohlenen Schmuckstücken behängt, überlegt sich die kleine Elster einen Plan. Mutig macht sie sich auf und kann am nächsten Tag einen „fabelhaft funkelnden Stein“ präsentieren. Alle, die ihr begegnen, gratulierten ihr und nennen sie „Meisterdiebin“ und sie meinen „Deine Familie muss stolz auf dich sein!“ Da wird der kleinen Elster ganz unbehaglich zu Mute, doch mehr will ich nicht verraten.
    Die Texte sind nicht all zu lang und voller Poesie. Die Bilder sind beeindruckend und voller Farbenfreude.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
  • Der schwarze Strand – Die Entstehung des Earth Days

    Der schwarze Strand – Die Entstehung des Earth Days

    Shaunna und John Stith

    Maribel Lechuga

    Kindermann Verlag

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ida, ein amerikanisches Grundschulmädchen, liebt den Strand und das Meer. Aber im Januar 1969 verursacht die Ölförderfirma Union Oil eine Ölpest vor der Küste Santa Barbaras. Und Idas geliebtes Meer ist nicht mehr wieder zu erkennen. Schwarze ölige Wellen, schwarzer Sand und Seevögel mit vom Öl verklebten Gefieder. Ida ist fassungslos. Sie schließt sich mit anderen Kindern zusammen, um Politiker auf die Umweltzerstörung aufmerksam zu machen. 
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    Und so wie Ida haben viele Menschen das Bedürfnis, zu handeln. Es entsteht in den USA eine Bewegung zum Schutz der Umwelt. Am 22. April 1970 findet der erste Earth Day in den USA statt, ein nationaler Aktionstag, um auf Umweltprobleme hinzuweisen. Auch in Idas Schule beschäftigen sich Kinder und Lehrer*innen mit Umweltproblemen und was man dagegen tun kann. Und „je mehr Ida darüber wusste, desto stärker fühlte sie sich. Es gab so viele Wege, etwas zu tun.
    
    Ein tolles Buch über die Entstehung des mittlerweile weltweit stattfindenden Earth Days! Texte und Bilder sind so gestaltet, dass sie bereits Fünfjährigen das Thema Umweltschutz kindgerecht nahebringen. Schön finde ich auch, dass am Beispiel von Ida aufgezeigt wird, dass bereits Kinder etwas unternehmen können. Und hierfür auch konkrete Beispiele genannt werden, wie sie aktiv werden können - und das nicht nur am "Tag der Erde", sondern an jedem Tag. 
    
    Abgerundet wird das Ganze noch durch weitergehende Informationen im Anhang:  Ein Zeitstrahl, eine Auflistung „So wirst Du Umweltaktivist*in“, zwei kurzen Beiträgen zu den Themen Earth Day heute und Umweltverschmutzung. 
    
    Ein rundum gelungenes Buch zu diesem wichtigen Thema. 
    
    Beate Böhm
  • Geniale Ohren – Eine kuriose Tiersammlung

    Geniale Ohren – Eine kuriose Tiersammlung

    Lena Anlauf

    Vitali Konstantinov

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Schönsten Deutschen Bücher 2024

    Nach „Geniale Nasen“ geht es jetzt um Tiere, deren herausstechende Eigenschaft ihre Ohren sind. Auf der gezeichneten Weltkarte sind die Tiere schon an ihren Heimatorten eingezeichnet. Dann folgt eine Gliederung nach Lang-, Groß-, Pinsel-, Koboldohrig und einigen anderen Bezeichnungen. Wir beginnen mit dem Fennek. Zunächst gibt es ein großes Bild von ihm, dazu einige kleine Bilder und kurze Textfelder, die einiges über ihn berichten, so kann er verschieden Lautäußerungen wie Knurren oder Bellen ausstoßen. 
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    Niedlich sieht er aus - der Ohrenigel, er kann schwimmen und hohe Zäune erklimmen. Die Riesenohrspringmaus hat uns schon ins Buch begleitet. Das Gürteltier kann sich zu einer Kugel zusammenrollen. Bekannter ist da schon der Elefant oder der Wildhund als großohriges Tier. Der Galago schaut uns mit großen Augen an, aber mit seinen Ohren kann er Insekten fliegen hören und aus der Luft fangen. Hinten im Buch gibt es noch ein Glossar und Informationen über das Hören. Auf den letzten Seiten sind nochmal alle Tiere im Maßstab abgebildet, da kann man die Größe besser einschätzen. 
    Ich finde es immer wieder spannend, in Büchern zu blättern, die besondere Eigenschaften von Tieren herausstellen. In diesem Buch habe ich wieder viele, mir völlig unbekannte Tiere kennengelernt.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
  • Herr Meier und Herr Müller

    Herr Meier und Herr Müller

    Birte Müller

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Auf dem Cover sind die beiden Herren abgebildet und sie sehen sich sehr ähnlich. Der Titel ist wie die Köpfe der Männer auf dem Kopf noch einmal zu sehen, diesmal aber steht dort „Herr Müller und Herr Meyer.“
    Die beiden leben auf dem Land zusammen und eines Tages geht eine rote Linie durch ihre Welt und sogar durch ihr Haus. Herr Müller hat das zunächst wenig gestört, doch Her Meier will, dass er auf seiner Seite bleibt.  
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    So sitzt Herr Müller allein auf dem Sofa und schaut fern, allerdings ist das Sofa zu kurz zum Schlafen. Als er dann doch kurz einnickt, versucht Herr Meier, ihm den Fernseher wegzunehmen. Doch er wird ertappt und es kommt zu einem schlimmen Streit, bei dem der Fernseher kaputt geht. Die beiden wollen das Haus teilen und prügeln sich sogar. 
    Erstaunlich, wie eine rote Linie das Leben der beiden Freunde so aus den Fugen bringen kann. Die Texte sind kurz und zeigen sehr gut den Konflikt, den die Bilder mit der rote Linie gut verstärken. Ein Buch, das sicher aufwühlt und Diskussionen nach sich ziehen wird.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
    
  • Alles ist im Wandel – Wie sich die Natur verändert

    Alles ist im Wandel – Wie sich die Natur verändert

    Johanna Prinz

    Jana Walczyk

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ein wundervolle Naturbuch, dessen Cover schon viele Tiere am See realistisch abbildet. Auf der Weltkarte sieht man Landschaften und Tiere, die dort wohnen. 
    Das Buch beginnt in Kanada am Yukon, neben Elchen jagen hier auch Bären Lachse und Biber fällen Bäume. Am Bildrand kann man den Kopf eines Mammuts sehen, eine Eismumie. Wir bleiben im Norden und können Weißwale unter dem Polarlicht schwimmen sehen. Island mit seinen Pferden und den Papageientauchern ist unsere nächste Station, hier spritzt das warme Wasser aus dem Boden. 
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    Nach Kormoranen in Kanada geht es an den Colorado, hier inmitten der kargen beigeroten Landschaft sehen wir u.a. eine Gila-Krustenechse und einen Puma. Vor Floridas Küste geht es unter Wasser weiter, beeindruckend die Karibische Riffkrake im Vordergrund. Amazonas, Atacamawüste und die Nordsee sind die nächsten Stationen. Flüsse, die einbetoniert wurden und an deren Ufern viele bekannte Tiere, wie der Graureiher oder die Ringeltaube wohnen. Japan mit der Kirschblüte und dem Fuji, Gewässer vor Südafrika, in denen sich Seebären, Sardinen und Brydewale tummeln, Vulkane, Buschbrände und zum Schluss ein Besuch bei den Pinguinen in der Antarktis. 
    Das Buch zeigt, wie schön unsere Welt mit all den vielen unterschiedlichen Landschaft und Tieren ist, leider muss auch auf den Klimawandel und die Folgen hingewiesen werden. Zu jedem dieser wundervollen Bilder gibt es einen kurzen erklärenden Text. Viele interessante Informationen sind darin verpackt und die kleinen Leserinnen und Leser werden sicher viel über die Natur und ihre Veränderung lernen.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Leo Lausemaus – Mauseschlaues Schulstartwissen

    Leo Lausemaus – Mauseschlaues Schulstartwissen

    Brigit Ebbert

    Lingen

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    „Das alles weiß ich schon“ steht auf dem Cover und Leo Lausemaus überlegt wohl gerade, welches der Themen ihm am meisten Spaß macht.
    Unter der Überschrift „So geht´s“ wird gezeigt, wie die Aufgaben zu lösen sind. Da gibt es u.a. Schwungübungen, Ausmalbilder und Labyrinthe. 
    Begonnen wird mit einer kleinen Geschichte zum Thema „Zu Hause“, zu der es einige Fragen gibt. Oben auf der Seite gibt es einen kurzen Text zur Familie, in der Aufgabe darunter muss man ein Labyrinth durchlaufen. 
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    Weiter geht es mit Kleidung und hier sind Kleidungstücke abgebildet, die man im Puzzlebild daneben finden muss und mit einer Linie verbinden soll. Auch die Schuhpaare auf der nächsten Seite müssen verbunden werden. Sehr gut gefällt mir die Aufgabe eine Schleife zu binden. Immer gibt es ein neues kleines Thema, manchmal mit einem Ausmalbild oder der Aufgabe, eine gepunktete Linie nachzuziehen. 
    Im nächsten Kapitel geht es um „Zeiten“ und wieder gibt es erst hierzu eine Geschichte. Kleine Uhren müssen mit Bildern zum Tagesablauf zusammengefügt werden. Zu Mond und Sterne müssen Buchstaben abgeschrieben werden. „Pflanzen“ ist der nächste Teil überschrieben. Ein Mandala mit Nüssen kann ausgemalt werden oder es werden z.B. Blumen in einem Bild gesucht. Dann geht es in die Stadt und dort zunächst in den Park. 
    160 Seiten mit vielen, kleinen Geschichten, Bilderklärungen und Anregungen, etwas auszumalen, zu ergänzen, zu suchen oder den Weg durch ein Labyrinth zu finden. Einfache Übungen für die Vorschulkinder, die sich hier in Konzentration und Nachdenken üben können.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Hast du Zeit?

    Hast du Zeit?

    Antje Bones

    Nele Palmtag

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Auf dem Cover ist die ganze Familie zu sehen. Die grauhaarige Oma mit Latzhose, der rothaarige Papa, der sich meist um die Kinder kümmert, die dunkelhäutige Mama und die drei Kinder. 
    „Wenn ich schlafe, steht die Zeit dann still?“ mit diesem kurzen Text geht es los. Noch ist das Bild grau gezeichnet, das die Familie im Schlaf zeigt. Auf der anderen Seite sehen wir kleine bunte Bildchen, die u.a. einen auf dem Rücken schlafenden Marienkäfer zeigt. Während Mama gestresst auf die Uhr schaut, kümmert sich Papa ums Frühstück. 
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    Die Familie startet mit dem Rad und zwei Bilder verdeutlichen, dass die Zeit unterschiedlich schnell vergeht. Mit dem Rad strampeln alle den Berg hinauf, dann gibt es noch Beispiele, was andere in einer Minute machen. „Kennen Tiere Zeit?“ unsere Familie macht Pause auf einer Wiese am Bach.
    Angekommen bei Oma im Wohnwagen, das Mädchen drückt Oma ganz fest. 
    Das Buch verzichtet auf lange Texte, meist sind kaum mehr als zwei, drei Frage-Sätze. Alle haben mit Zeit zu tun und regen zum Nachdenken an. Dazu gibt es sowohl auf den Familienbildern als auch auf den kleinen Bildern viel zu entdecken. Es wird sicher viel über das nachgedacht und gesprochen werden, was in diesem Buch geschieht.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Mina Wirbelfee          

    Mina Wirbelfee          

    Zoe Magdalene

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Mina Wirbelwind wartet sehnsüchtig auf ihren siebten Geburtstag, denn an dem Tag bekommen kleine Feen ihre Zauberkräfte. Nur leider kann man die Schrift in der Mitteilung der Feenkönigin nicht lesen und so macht sich Mina auf den gefährlichen Weg ins Schloss auf Wolke sieben. Bis dahin muss sie einige Abenteuer bestehen, sie hat aber den Dackel Rüdiger, einen niedlichen kleinen Kerl, an ihrer Seite und auch die Warze Wanda, die sich selbstständig bewegen kann, sucht mir ihr das Abenteuer. Mina schafft es, die bösen Blumen auf der Wiese zu besänftigen und so geht es langsam für sie voran zum Ziel.
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    Das Buch ist wunderschön illustriert und dank der Vielzahl der Bilder kann man das Buch auch schon Vorschulkindern vorlesen. Leider kommt auch dieses Buch am Trend „Pupsen“ nicht vorbei und einige Situationen scheinen mir nicht ganz logisch. Ich gebe zu, da bin ich etwas empfindlich. 
    Natürlich ist das Cover ein echter Hingucker und kleine Mädchen werden diese süße Fee und den glitzernden Feenstaub lieben, ob das Buch auch Jungen anspricht, wag ich zu bezweifeln.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
  • Mein superschlaues Vorschulbuch

    Mein superschlaues Vorschulbuch

    Anna Lisa Kiesel

    Heidi Förster

    Kaufmann-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    70 Bilder laden dazu ein, sie auszumalen, Dinge zu suchen, Umrisse zuzuordnen, Dinge
    zu bestimmen, Puzzle zu ergänzen, zu zählen, Fehler zu finden, durch Irrgärten
    zu gehen und Punkte zu Bildern zu verbinden. Am Ende des Buches kann man sich
    anschauen, ob man die Aufgaben richtig gelöst hat.
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    Mit dem Buch können sich Kinder einige Zeit selbst beschäftigen, einige Aufgaben sind selbsterklärend und müssen nicht mal vorgelesen werden. Kinder, die gerne mit dem Stift umgehen, logisch denken und vergleichen können, werden mit diesem Buch viel Spaß haben. Aber auch wenn es einigen noch ein bisschen schwerer fällt, so sind diese Übungen eine gute Vorbereitung auf die Schule. 
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
  • Lesen mit Ella & Tim – Die Rettung

    Lesen mit Ella & Tim – Die Rettung

    Heidemarie Brosche

    Jutta Bittruf

    Edition Helden

    Leseempfehlung ab 5 Jahren

    Dieses Buch wendet sich an Kinder, die Lesen lernen und es hier auf eine sehr schöne Art machen können. Denn das Buch ist eine Art Comic mit sehr großen Bildern und einer großen Schrift, zudem sind die Sätze kurz und dadurch leicht zu lesen. Durch die Wiederholung der Worte prägen sie sich zusätzlich noch besser ein. Zunächst werden die Sprech- und Denkblasen und ihr Aussehen erklärt. Dann geht es los!
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    Ella freut sich auf die Tiere im Zoo, singend geht sie los und überlegt, welche Tiere ihr wohl dort begegnen werden. Dann hört sie einen Hilferuf und folgt ihm. Tim ist auf einen Baum geklettert und kommt allein nicht wieder herunter. Ella kann ihm helfen und ihn herunter navigieren. 
    Die beiden Kinder mit den großen Augen sind modisch gekleidet, der rothaarige Tim trägt eine flotte runde Brille. Die Gefühle der Kinder sind sehr gut an ihren Gesichtern abzulesen. Das unterstützt nochmals den gelesenen Text. 
    Obwohl der Text kurz ist, ist die Geschichte interessant zu lesen. Ich bin gespannt, wie sie bei den kleinen Erstlesern ankommen wird. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Die rasanten Abenteuer der Leuchtgiraffen

    Die rasanten Abenteuer der Leuchtgiraffen

    Thommi Baake

    Lucy Hobrecht

    Drachenmücke

    Verlagsempfehlung ab 5-11 Jahre

    Die Leuchtgiraffen sind nur 30 cm groß und wie ihr Name schon sagt, leuchten sie. Dadurch sind sie in Afrika, wo sie leben, eine leichte Beute. So kommen der gelb leuchtende Helge, der grüne Harald und Horst, dessen Fell blau ist, auf die Idee, die Welt zu entdecken. Sie bauen sich einen Heißluftballon und nehmen Abschied von ihren Freunden. 
    Zunächst geht es nach Nordamerika, dort leben sie einige Zeit bei den Indianern. Ich vermute, dieses Ziel wurde angesteuert, damit das „Das Indianer-Leuchtgiraffen-Lied“, das man mittel QR-Code herunterladen kann, Sinn macht. Denn diese Station ist schnell erledigt und es geschieht auch nicht besonders viel. 
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    Spektakulärer ist der Aufenthalt auf den Osterinseln. Die hier lebenden Hasen haben schon viele Eigenarten, so hat der Ober-Hase drei Ohren und die Ernährung besteht hauptsächlich aus Schokolade. Aber die Leuchtgiraffen zieht es weiter, so leben sie für einige Zeit in London beim Weihnachtsmann Tom. Am Ende zieht es sie nach Deutschland in ein kleines Dorf nahe Hannover. Hier leben sie, zunächst unerkannt, bei einer Familie. Zum Ende der Geschichte geht es dann ins Weltall.
    Schon an dieser kurzen Beschreibung ist zu erkennen, dass hier viel Fantasie im Spiel war, um so eine verrückte Geschichte zu erfinden. Das meiste muss man einfach so hinnehmen, nicht immer ist alles erklärbar und stimmig. Wenn man sich darauf einlässt, macht das Lesen viel Spaß. Was mir nicht so gut gefiel war, dass es Geheimnisse vor den Eltern gab, die aber alles voll Vertrauen unterstützten. Spannend, witzig, mit viel Gefühl wird dieses fantastische Buch zu einem Lesespaß.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
  • Das Jahr, in dem Weihnachten (fast) ausfiel

    Das Jahr, in dem Weihnachten (fast) ausfiel

    Katja Alvers

    Sophia Schrade

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Pfiffig sehen sie aus, die vier auf dem Cover. Und auf den ersten Seiten werden sie uns auch vorgestellt. Da ist zunächst Klara, die uns auch ihre Geschichte erzählt, die sieben Tage vor Weihnachten beginnt. So viele Türchen muss sie nämlich noch aufmachen an ihrem Adventkalender. Während Luzis Eltern schon mit den Vorbereitungen für Weihnachten beschäftigt sind, tun Klaras Eltern so, als ob nicht wäre. 
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    Die Mutter ist sehr mit ihrer Arbeit beschäftigt und der Vater muss sich um das Baby kümmern. Klara hätte lieber eine große Schwester, mit der sie schon etwas anfangen könnte, aber Papa sagt: „Geschwister sind am Anfang immer klein.“ Und Papa sagt auch „Dieses Jahr feiern wir ohne viel Aufwand.“ 
    So wird das Weihnachtfest am Ende ein nachhaltiges. Es gibt einen Baum für das gesamte Haus auf dem Hof, für die Wohnung reicht ein Gummibaum geschmückt mit Ohrringen. Am Ende des Buches gibt es Tipps für nachhaltige Weihnacht und das Rezept für Luzis vegane Plätzchen, die auch ohne Backen gut schmecken. 
    Sicher ist es richtig, dass wir bei allem, was wir machen, auch die Nachhaltigkeit im Auge halten sollten, ich muss aber sagen, dass ich das doch etwas karg finde. Das Buch liest sich mit seinen acht kurzen Kapiteln in großer Schrift und mit vielen tollen, bunten Bildern sehr schön. Warum allerdings Klaras Haare hellblau sind, wundert mich schon ein wenig und es wird sicher auch Fragen aus der Zuhörerschaft geben. 
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Leander Linnens Wunderladen

    Leander Linnens Wunderladen

    Lena Hach

    Friederike Ablang

    Mixtversion

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Cover zeigt den Wunderladen und Leander Linnen steht in der Tür, das warme Licht des Ladens fällt auf den verschneiten Bürgersteig. 
    Neben den gewohnten 24 Kapiteln bis Weihnachten gibt es noch ein Zusätzliches für den 25.12. - ein Kapitel, das zu lesen besondere Freude verbreitet.
    Das Mädchen, das als erstes den Laden betritt, wünscht sich, dass es schneit. Zunächst stöbert sie herum und Leander Linnen findet, dass seine Kunden das auch machen müssen. Schauen, suchen und abwarten, was passiert. Das Mädchen kommt auf diesem Weg zu einer roten Mütze und als sie den Laden verlässt, fängt es an zu schneien. Wundersam geht es weiter. Eine lila gekleidete, hektische Frau sucht ganz schnell ein Geschenk für ihren Neffen, er verliert ständig bei jedem Spiel, da entdeckt sie einen Würfel, mit dem sie ständig Sechsen wirft. Später in den Buch lernen wir auch den Neffen kennen, der etwas für seine Tante sucht. Einziger Anhaltspunkt - es sollte lila sein. 
    
    
    
    
    
    
    
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    Viele Menschen betreten aus den unterschiedlichsten Gründen den Laden. So will sich ein älteres Paar vor dem Wetter schützen oder eine Junge muss feststellen, dass die Reinigung nebenan Ferien macht.
    Regelmäßig kommt Jasmin in den Laden und bringt Pakete, die sie nicht bei den Nachbarn zustellen kann. Sie wird von Leander Linnen mit Tee und Plätzchen versorgt und er schenkt ihr eine Spieluhr, mit der sie besser zur Ruhe kommen kann.
    Leander Linnen, der immer das passende, oft magische Geschenk in seinem Laden hat, ist eine sehr lieber alter Mann, der aber am 24. Dezember seinen Laden schließen muss, dann wartet eine andere Aufgabe auf ihn und diesmal wird ihn Jasmin begleiten.
    Eine wundervolle Geschichte voller magischer Momente und schöner Ideen. Die Bilder sind ganzseitig und zeigen die Herzenswärme, die in dem Laden zu spüren ist. Die Besucher des Ladens bilden die ganze Bandbreite unserer Gesellschaft ab. Ein Buch, dass nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen die Adventzeit verkürzen wird.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Bildermaus – Rettung in den Bergen

    Bildermaus – Rettung in den Bergen

    Eva Hierteis

    Mareikje Vogler

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Auf dem Cover steigt Leon mit Helm und gut gesichert auf einen Berg. Im Hintergrund beobachten ihn Opa und der Hund Pfiffikus.Zusammen mit Opa macht Leon eine Wanderung in die Berge. Leon ist zunächst etwas enttäuscht, weil sie keinen Gipfel sehen, nur Bäume. Doch dann geht es mit dem Sessellift weiter nach oben. In im nächsten Sessel sitzt eine junge Frau mit einem kleinen Hund. Leon und Opa beobachten Tiere mit dem Fernglas und auch der kleine Pfiffikus interessiert sich für die Murmeltiere. Als er einen Hang hinunterfällt, wird Leon zum Retter.

    
    
    
    
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    Die drei kurzen Kapitel des Buches sind in großen Buchstaben gedruckt, einige Worte, sind durch Bilder, die man hinten in einem „Wörterbuch“ findet, ersetzt worden.  Das Kind kann also schon mitlesen und bekommt so ein Gefühl dafür, was man in Büchern alles entdecken kann. Die vielen bunten Bilder unterstützen zusätzlich das Verständnis des Textes. 
    Spannung und Information machen das Buch zu einem schönen Vor- und Mitleseerlebnis für Vorschulkinder. 
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Winkel, Wankel, Weihnachtswichtel

    Winkel, Wankel, Weihnachtswichtel

    Andrea Schomburg

    Hummelburg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Buch ist ein Adventskalender mit wunderschönen Reimen. Von den sieben Weihnachtswichteln sehen wir auf der ersten Seite nur die Zipfelmützen, aber am 1. Geht es los. Will, der Chefwichtel, sein langer grauer Bart ist zu einem Zopf geflochten, geht voran und auf der nächsten Seite lernen wir die anderen Wichtel kennen. „Dann, klatschnass, kommt Waldemar, der im Regenwalde war“ oder „Dann kommt Wunni Winkelwank, der ist immer etwas krank“. Deshalb hat er einen kleinen weißen Koffer mit rotem Kreuz dabei, daraus kann er Medizin anbieten. So braucht die zahme Kragenechse der Hexe Knotterbeck dringen Vitamine. Auch der Nikolaus hat Probleme, bei deren Lösung die Wichtel helfen.
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    Aber der eigentliche Grund für die Wanderung der Wichtel ist, sie müssen den Weihnachtsschalter einschalten. Leider ist der nicht so einfach zu finden. Da gibt es ein graues Tal, ein Hexenhaus und erst dann geht es ins Pfefferkuchenland. Dem kleinen verwachsenen Tannenbaum begegnen sie am 10. „Liebe süße Bergwaldtrolle, mit der rosa Zauberwolle, gebt uns sieben Mützen, die uns vor den Steinen schützen“ heißt es am 11. Den Wichtel begegnen Mäuse und Schossgespenster und sie müssen Zauberworte kennen. Da wird der Lesende bzw. der Zuhörende gefordert und er muss die Wichtel dabei unterstützen. Es gibt immer wieder spannende Begegnungen mit wie mit Zett, dem Zitronenfalter, und natürlich helfen ihm die Wichtel bei Falten. Am Ende gibt es dann sogar noch einen Schalterdieb und ich bin heil froh, dass es am 24.12. ein Weihnachtsfest gibt.
    Eine schöne Alternative zum „normalen“ Adventskalender. Die täglichen Gedichte sind schon etwas länger und sie werden von schönen Bildern umrahmt. Da macht das Warten auf Weihnachten noch mehr Spaß.
    
    Dagmar Mägdefrau