• Die leise Luise

    Die leise Luise

    Renus Berbig

    Anke Kuhl

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Luise ist 7 Jahre alt und spricht sehr leise, oft hört man sie gar nicht. Sie hat zwei Brüder. Simon ist erst 5 und Ben ist sicher schon in der Pubertät.

    Jedes Kapitel ist kurz und ihr Alter und dass Luise leise spricht, wird meist zu Anfang wiederholt. Und dann erleben wir den ganz normalen Alltag einer 7-jährigen. Da gibt es die Freundin Gloria, den Nachbarshund Bello, Vorlesen in der Schule und Ludwig, der ihr eine Leise-Schwäche attestiert. Luise ist zwar leise, kann sich aber durchaus durchsetzten, so will sie Hip-Hop machen und nicht turnen.

    Das Buch hat rote Überschriften und ist in blau gedruckt und es gibt, wie angekündigt, viele Bilder. Auf dem Cover ist Luise im Zoo und besucht die Elefanten, leider trägt sie dort nicht ihre selbstgebastelten Elefantenohren.

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    So erleben wir viele kurze Geschichten über eine fast normale Familie, die am Ende im Wohnzimmer auf einer „Insel“ dem Meer lauscht. Pssst, ganz leise sein.

    Sicher kann man das Buch auch jüngeren Kindern vorlesen, Leseanfänger schaffen aber auch bald die kurzen Kapitel. Da alle Geschichten abgeschlossen sind, ist das Buch natürlich auch für Vorlesende geeignet.

    Dagmar Mägdefrau


    21 kleine Geschichten über die 7-jährige leise Luise, die ihren Namen zu Recht hat: sie spricht so leise, dass die Menschen in ihrer Umgebung z.B. in ihrer Familie und in der Schule oft zu ihr sagen müssen: „sprich lauter!“ Aber diese besondere Eigenschaft ist nicht immer nur unbefriedigend, denn Luise kann auch in besonderen Situationen sehr gut leise sein, in welchen anderen Kindern  in ihrer lauten Art einiges nicht möglich ist! Luises Welt ist um sie herum zum Teil sehr unruhig und laut, so dass für lesende Kinder durch diese Geschichten leise Geräusche, Ruhe und Nachdenklichkeit eine besondere Bedeutung bekommen! Luise mit ihren Geschwistern und Freund*innen sind Kinder, mit welchen sich kleine Leser*innen ausgezeichnet identifizieren – und von daher auch Emotionen sehr gut nachvollziehen können!

    Jede dieser lustigen, sowie auch alltäglichen und spannenden Geschichten, die zum Miterleben anregen, sind in sich abgeschlossen. Anfangs werden immer wieder die wichtigsten Personen erklärt und sind von daher auch sehr gut geeignet für Vorleseaktionen in kleinen Gruppen.

    Absolut empfehlenswert!

     Annette Heine

  • Finn macht es anders

    Finn macht es anders

    Andra Liebers

    Susanne Göhlich

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    32 Seiten mit großer Schrift und vielen bunten Bildern. Da traut sich auch der ungeübte Erstleser ran. Besondere Nähe entsteht dadurch, dass Finn in der Ich-Form erzählt.

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    Finn ist blass, als er am Morgen zur Schule geht und seine Mutter macht sich Sorgen. Und wie immer ist Finn um 7:41 Uhr am Schultor und dort warten schon Sven, Max und Paul auf ihn. Sie werfen sein Pausenbrot auf den Boden und machen sich lustig über ihn. Frau Mayer, die Lehrerin stellt zwar fest, dass Finn schon wieder zu spät kommt, hinterfragt das aber nicht. In der Pause geht das Mobben weiter und Mitschüler, besonders sein Freund Erik schauen weg. Da kommt die Direktorin mit der Polizei und einem wütenden Mann in die Klasse. Er bezichtigt Sven, Max und Paul sein Auto um 7:45 Uhr zerkratzt zu haben. Statt schadenfroh zu jubeln gibt Finn den Jungen ein Alibi, denn um diese Zeit war er ja mit ihnen zusammen. Er rettet sie mit einer kleinen Lüge, um nicht sagen zu müssen, wie gemein sie zu ihm waren.

    Ja, Finn macht es wirklich anders. Ein kleiner Held, der nicht gemein ist, obwohl es alles Recht dazu hätte. Aber nur auf diesem Weg löst sich die schwierige Situation in der Finn bisher steckte. Ein wahrhaft heldenhafter Junge und ein Vorbild, ohne moralischen Zeigefinger.

    Dagmar Mägdefrau

  • Elke – Ein schmales Buch über die Wirkung von Kuchen

    Elke – Ein schmales Buch über die Wirkung von Kuchen

    Christian Duda

    GULLIVER

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Natürlich ist es besonders schön, wenn der Autor die ersten Seiten des Buches vorliest. Aber den Rest des Buches zu lesen hat mir auch sehr viel Freude gemacht.  Christian Duda hat das Buch geschrieben um seiner Frau zu zeigen, wie er, wäre sie bei der Geburt des Sohnes verstorben, als alleinerziehender Vater klar gekommen wäre. Außerdem erklärt er im Nachwort, dass er seiner Freundin Elke damit gedenken wollte.

    Elke ist eine fette Frau, die zwar keinen Kuchen isst, aber täglich einen Kuchen für Uwe, den Besitzer des Cafés , backt. Beim Liefern lernt sie Kasimir auf der Lubitsch, einer erfundenen Berliner Straße, kennen. Eigentlich hatte Kasimir versprochen direkt in den Kindergarten zu gehen und nicht mit Fremden zu sprechen. Aber er geht täglich mit Elke in das Cafe und bekommt dort ein Stück Kuchen zum Frühstück. Da im Kindergarten Zucker nicht erlaubt ist, beneiden ihn die Freunde um dieses Privileg. Im Laufe der Handlung wird Kasimir immer selbstständiger und sein Vater, weiß nicht, was er so alleine, ohne Freunde anfangen soll. Elke leitet beruflich eine Gruppe Jugendlicher und möchte nebenbei Serge, einem 13-jährigen Analphabeten helfen. Alle Figuren des Buches lernen wir als herzliche Menschen kennen, auch wenn sie zu Anfang anders wirken. Die Fragen, die Kasimir stellt treffen, auch wenn sie nerven oder gerade deshalb, genau ins Schwarze. „Warum habe ich ein Fahrrad und Serge hat keins?“

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    Elke geht es gesundheitlich immer schlechter, da sie sich immer nur um die anderen, aber nicht um sich kümmert. Sie denkt immer nur daran, die anderen nicht zu stören, so wartet sie am offenen Fenster auf den Krankenwagen, damit die Nachbarn nicht geweckt werden.

    Und eine ganz besondere Rolle hat natürlich der Russische Zupfkuchen, der uns im Buch begleitet und dessen Rezept wir am Ende finden.

    Das Buch lässt und an manchen Stellen laut lachen, an anderen leise schmunzeln und macht uns manchmal auch traurig. Besonders fand ich aber, dass mir manches an des Figuren vertraut vorkam. Sicher kennen wir auch eine Elke, die uns ab und an begegnet und von der wir doch zu wenig wissen.

    Ein Buch ab 6 aber ohne Begrenzung nach oben. Kurze Abschnitte, große Schrift, mit einigen schönen Zeichnungen von Julia Friese.

    Dagmar Mägdefrau

    Auf einmal hat der freche und schlagfertige Kasimir eine feste Morgenroutine: morgens vor dem Kindergarten geht er in Uwes Café, Uwe und er zicken sich ein wenig an, Elke lacht darüber und es wird gefrühstückt, bevor es in den Kindergarten geht. Und das alles, weil Elke mit ihrem Kuchenblech, das sie täglich für das Café vorbereitet, einmal über Kasimir gestolpert ist.
    Elke hat keine eigenen Kinder, ist aber ein Kindermensch: Sie betreut eine Wohngemeinschaft mit Jugendlichen und freut sich genau wie Kasimir, und insgeheim auch Uwe, über diese kleine Tradition am Morgen. Auch Kasimirs Vater kommt das recht, denn als alleinerziehender Vater eines selbstbewussten Jungen, ist er manchmal überfordert.
    Als gute Seele des Viertels bringt Elke die Leute zusammen, das Café füllt sich und die Menschen nehmen sich endlich wahr. Leider vergisst Elke dabei, auf sich zu achten…

    Die Beziehung von Elke und Kasimir ist etwas ganz Besonderes und auch im Trio mit Uwe kommt da eine eigene, lustige und liebevolle Dynamik rein. Leider ist die Geschichte nicht nur süß, so wie im wahren Leben, bleibt nicht alles für immer gut.
    Man kennt Frauen wie Elke und im Nachwort erklärt der Autor, dass er ebenfalls eine Elke kannte, wenn auch lange nicht so gut, wie seine eigene Figur. Diese wollte ich auf jeden Fall in den Arm nehmen und am Ende sind die Augen auch feucht gewesen.
    Das Buch ist trotzdem auch süß und lustig, ich finde die kindliche Perspektive wird mit Kasimir sehr gut gewürdigt, weswegen man das Buch bestimmt gut zusammen lesen kann. 

    Raphaela Brosseron

  • Viele Grüße, Deine Giraffe

    Viele Grüße, Deine Giraffe

    Megumi Iwasa

    Jörg Mühle

    Moritz-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

     Was tut man, wenn einem langweilig ist? Als die Giraffe sieht, dass der gelangweilte Pelikan , einen Briefträgerservice anbietet, schreibt sie einen Brief. Sie schreibt: „An dich auf der anderen Seite vom Horizont, ich heiße Giraffe und wohne in Afrika. Ich bin berühmt für meinen langen Hals. Bitte berichte mir von dir. Deine Giraffe“ Wir müssen schon einige Seiten lesen, bis wir den Inhalt des Briefes erfahren. Denn der Brief landet über die Robbenpost bei einem Pinguin. Der soll den Brief sofort beantworten. Und das fällt im gar nicht so leicht. Denn, was ist ein Hals? Auch sein Lehrer, der weise Wal, kann da nicht helfen. So gehen die Briefe eine Zeit hin und her. Die Giraffe lässt sich den Pinguin genau beschreiben und beschließt sich als Pinguin verkleidet auf den Weg zum Kap der Wale zu machen.

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    Eine ganz liebevoll erzähle Geschichte über eine schöne Brieffreundschaft und den Sieg über die Langeweile. Brieffreunde, die hatten wir in meiner Kindheit. Ich schrieb einem Mädchen aus Neuseeland. Ich weiß nicht, ob es so etwas heute noch gibt? Das dünne Luftpostpapier ist wohl nicht mehr im Angebot.

    Schöne Bilder, die mich ein wenig an Mordillo erinnern, teilweise herrlich komisch und ein Text aus dem Japanischen, der ein wenig blumiger, ein wenig höflicher eben japanischer ist.

    Ein Buch mit Poesie für Leseanfänger und zum Vorlesen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Löwenfreunde leben länger

    Löwenfreunde leben länger

    Martin Baltscheit

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    „Hallo, du süße, kleine Zuckerpuppe!“ was wird das denn für eine furchtbare „Onkelanmache“? War mein erster Gedanke. Aber nein, der Löwe hat ein Haustier und zwar eine fette Raupe. Er verwöhnt und füttert sie, bringt ihr Kunststücke bei und singt ihr ein Nachtlied. Aber die Raupe war am nächsten Morgen tot. Ein Vogel namens Sekretär hilft dem Löwen herauszufinden, wer schuld am Tod der Raupe ist. Es gibt Befragungen und Vermutungen und am Ende weißt vieles auf die Löwin hin. Die rettet den beiden Ermittlern aber kurzer Hand das Leben und scheidet deshalb als Täterin aus. Als auf der letzten Seite ein Schmetterling geflogen kommt, ahnen wir die Lösung. Aber erst im Anhang erfahren wir, dass die verbrannt wirkende Puppe schon einen leere Hülle war.

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    Wieder einmal hat Martin Baltscheit es geschafft uns und unsere Kinder mit dem Thema Tod in Berührung zu bringen und uns mit Sätzen wie „Denn auch das ist der Tod: Eine Erinnerung an die Schönheit des Lebens“ zu trösten.

    Ein kurzes Buch mit vielen Bildern, aber aufgrund des Themas sollten die Kinder eine Gesprächsmöglichkeit haben und nicht mit der Lektüre alleine gelassen werden.

    Dagmar Mägdefrau

  • rotkäppchen fliegt rakete

    rotkäppchen fliegt rakete

    Arne Rautenberg

    Jens Rassmus

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Neue Gedichte für Kinder ist der Untertitel. Hier eine kleine Kostprobe:

    nashorn-gedicht

    auf dem nashorn vorn
    sitz das nashornhorn
    auf dem nashornpo
    sitz ein bonobo

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    Alles ohne Großschreibung und auch ohne Punkt und Komma. Sicher die Freiheit des Dichters. Ich weiß nicht ob das für die Rechtschreibung förderlich ist. Beim Vorlesen stutze ich manchmal. Aber das tut dem Gedicht keinen Abbruch. Ich hatte meinen Spaß beim mir laut vorlesen (ich finde Gedichte wirken nur laut). Sicher werden wir in unserm Lesezelt oder auf der Decke viel Freude haben, wenn „rotkäppchen rakete fliegt“.

    Dagmar Mägdefrau

  • Löwenväter singen nicht

    Löwenväter singen nicht

    Martin Baltscheit

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Wieder einmal muss der Löwe, weil seine Löwin nicht da ist, allein seinen Mann bzw. Vater stehen. Denn er muss sich um 3 Affenkinder kümmern. Wir wissen ja bereits, dass er nicht gut lesen kann und deshalb erzählt er eine oder zwei oder drei Gutenachtgeschichten.

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    Aber die Affenkinder wollen noch ein Gutenachtlied und damit ist der Löwe überfordert. Natürlich bieten die anderen Tiere wie immer ihre Hilfe an, aber erst als der Löse sich an seinen Vater erinnert, können alle gut schlafen.

    Ein fantastisches Buch von Martin Baltscheit, das sicher wieder gerne vorgelesen und selbst gelesen wird.

    Dagmar Mägdefrau

  • Nur ein Tag

    Nur ein Tag

    Martin Baltscheit

    Wiebke Rauers

    Dressler

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Das Wildschwein findet es einfach nur traurig, dass die süße Eintagsfliege nur einen Tag lesen wird, deshalb möchte er sie gar nicht erst kennen und vielleicht lieben lernen. Aber als er und der Fuchs am See sitzen schlüpft wieder ein solches Exemplar. Die beiden Freunde sind sich einige, dass sie der Fliege, die sich für eine Maifliege hält, nicht die Wahrheit sagen wollen.

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    Deshalb erzählen sie ihr, dass der Fuchs nur diesen einen Tag zu leben hat.
    Die Fliege versucht nun dem Fuchs das kurze Leben so schön wie möglich zu gestalten, alles soll er erleben: Schule, Hochzeit und Geburt. Doch als dann sein Geburtstag gefeiert wird, kommt es doch heraus, dass nicht der Fuchs, sondern die Fliege den Tag nicht überleben wird.
    Zunächst ist die Fliege enttäuscht und traurig, sie kommt aber zurück und bittet die Freunde auf ihr Ei, das sie wieder in den Teich gelegt hat, aufzupassen. So werden die zwei in drei Jahren wieder einen ähnlichen Tag erleben.

    Trotz des traurigen Themas ist es ein lustiges, teilweise albernes Buch, das doch viele philosophische Ansätze in sich trägt.

    Auch der Film, der im Sommer 2017 erschien, ist zu Anfang etwas skurril und albern, aber im ganzen fand ich ihn sehr schön und ganz anders als die Kinderfilme, die sonst so auf dem Markt sind.

    Wer also nicht lesen möchte, sollte den Film nicht verpassen.

    Dagmar Mägdefrau  

  • Hörst du wie die Bäume sprechen?

    Hörst du wie die Bäume sprechen?

    Peter Wohlleben

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Peter Wohlleben ist ja zur Zeit in aller Munde und man sieht ihn regelmäßig im Fernsehen. Der Spiegel handelt ihn als Bestsellerautor.
    Jetzt lese ich hier in seinem Buch für Kinder ab 6 Jahre und ich bin begeistert in welch nettem Plauderton er die kleinen Leser anspricht. Die Formulierungen sind kindgerecht und die Vergleiche gut nachvollziehbar.
    „Beim Atmen verlieren die Bäume nämlich Wasser, genau wie du. Das kannst du bei dir gut sehen, wenn du gegen eine Scheibe hauchst.“

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    Auf einer Doppelseite wird immer ein Thema behandelt. Dazu gibt es Bilder, kleine Quizkacheln (mit Auflösung), Wald-Infos, Anleitungen zur Experimenten (Probier’s aus!) und die Rubrik „Schau mal“, eine Aufforderung sich selbst im Wald umzusehen.
    „Gibt es im Wald Internet?“ Diese Frage wird ganz klar mit ja beantwortet. Pilze geben die Informationen an andere Bäume weiter, die fällige Gebühr zahlen die Bäume indem sie die Pilze mit Zucker versorgen.

    Es gibt 12 große Kapitel „Wie ein Baum funktioniert“ oder „Auch im Wald sind nicht alle Gesund“, die jeweils in vier Fragen unterteilt sind. 

    Ein Buch mit viel Wissen, das aber durch die alltägliche Sprache so einfach erklärt wird. Ich habe viel gelernt und es hat einfach Spaß gemacht. Ich werde demnächst anders durch den Wald laufen. Und diese Freude kann man mit diesem Buch an die Kinder weitergeben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Prinzessinnengeschichten

    Prinzessinnengeschichten

    Michaele Hanauer

    Silke Voigt

    Loewe

    Leselöwen, Lesetiger

    Empfohlen für die 1. bis 2. Klasse – Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Pinkes Cover, Rosen im Einband, und doch sind die Prinzessinnen in diesem Buch selbstbewusste und handfeste kleine Mädchen. Da wird aus der Erbse unter der Matratze eine leckere Suppe gekocht.

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    In dem Buch werden vier Prinzessinnen vorgestellt, die Geschichte ist immer an ein Märchen angelehnt, aber dann doch im Heute angesiedelt. Jede Seite hat zwei Bilder mit kurzen in GROSSBUCHSTABEN geschriebenen Texten. Da kann eine Leseanfängerin sicher schon schnell Worte und Sätze eigenständig lesen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Neues vom Ernst des Lebens

    Neues vom Ernst des Lebens

    Sabine Jörg

    Antje Drescher

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Wie der Titel sagt,  handelt es sich wohl um den zweiten Teil um Annette und Ernst. Die beiden gehen jetzt in die erste Klasse und müssen feststellen, dass nicht jeder Satz wörtlich zu verstehen ist. Da bekommt ein Krokodil Eselsohren gemalt, dabei hatte die Lehrerin nur die verknickten Ecken des Blattes gemeint.

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    Wir lernen den Lehrer Herr Spieß kennen, der eigentliche ältere Kinder unterrichtet. Er nennt Ernst einen Grünschnabel und wird selber zum Pechvogel. So gibt es einiges zu lachen im Schulalltag der beiden.

    Große Schrift, viele bunte Bilder und kurze Kapitel, da findet sich der Erstleser schnell zurecht, aber auch das Vorlesen aus diesem Buch macht den Kinder, die bald zur Schule kommen, sicher Spaß.

    Dagmar Mägdefrau

  • Alle Welt

    Alle Welt

    Aleksandra Mizielinska

    Daniel Mizielinski

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Auf der Seite des Verlages finden wir ganz viele begeisterte Aussagen zu diesem Atlas und ich kann mich dem nur anschließen. Dieses Buch ist voller spannender und interessanter Informationen, die in einer wunderschönen Weise präsentiert werden.
    Das Buch ist im DIN A3 Format und matt in zarten Farben gedruckt. 152 Seiten voller Wissen, dass wir auch als erwachsene Leser begeistert aufsaugen.

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    Wir beginnen mit Europa und dort ganz nördlich mit Island. Außer Zahlen zu Fläche, Einwohnerzahl und Sprache, sehen wir die Flagge, die landestypische Kleidung, Tiere die dort leben, geografische Besonderheiten und berühmte Menschen des Landes. All das wird in keinen gezeichneten Bildern verdeutlicht. Über die Landkarte verstreut sehen wir all die Sachen, die uns mit dem Land verbinden. So steht natürlich der Doppelbock der Zeche Zollverein mitten im Ruhrgebiet, Containerschiffe in Hamburg, die Zuspitze bei Garmisch, aber auch Schwein und Rinder in Niedersachsen, der Hopfen bei Regensburg oder die Gurken in der Lausitz. Wir sehen Goethe und Kant, aber auch die Kellnerin des Oktoberfestes mit ihrer Maß Bier. Die kleinen Bilder sind beschriftet und die Kinder werden sich noch viel dazu wissen wollen. Manches werden sie auch kennen, wie das Brandenburger Tor oder den Porsche.

    Natürlich geht es über alle Kontinente und fernen Länder, wie den Fidschis bis zur Antarktika. Auf den letzten Seiten werden noch die Flaggen abgebildet.

    Ein Buch zum immer wieder anschauen, zur Beantwortung von Fragen, aber auch mit Anstößen zu neuen Fragen auf die das Internet sicher Antworten weiß. Aber vielleicht können auch die Erwachsenen von ihren Reisen berichten.
    Gehört nicht ein Atlas in jeden Haushalt? Unser alten Atlanten sind sowieso überholt und so schön wie dieses Buch waren sie allemal nicht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mucker & Rosine – Die Rache des ollen Fuchses

    Mucker & Rosine – Die Rache des ollen Fuchses

    Kristina Andreas

    Bilder von Barbara Scholz

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Den ersten Band kenne ich bisher noch nicht. Vielleicht liegt es daran, dass ich schwer in dieses zweite Buch herein kam. Die Maus Mucker wohnt mit Rosine, dem Kaninchen in einer Hütte im Wald. Die Eule mit dem Turbo (einem Turban) auf dem Kopf ist die Pflegemutter von dem kleinen grünen Drachen, der zuerst nur „kleiner Liebling“ und später Hugo heißt.

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    Die anderen Freunde wohnen in einer Kaffeekanne Molle, der Maulwurf und Berta, die Elefantendame mit der eigenartigen Grammatik. Und dann ist da noch Tante Heidi, die Ordnung und Sauberkeit liebt. Sie bringt einen Staubsauger mit in den Wald, der durch den Zauberbär zu einem Kamikazegerät wird. Ja und dann natürlich noch der olle Fuch. Noch klein gezaubert taucht er wieder im Wald auf.

    Man sieht, es ist viel los im Wald und ich komme nicht immer mit, bei den Entwicklungen, die für mich zu verworren sind. Aber vielleicht können weniger bodenständigere Kinder sich einfach an der schönen Sprache und den vielen Aktionen erfreuen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Märchen von Hans Christian Andersen

    Märchen von Hans Christian Andersen

    Hans Christian Andersen

    illustriert von Werner Klemke

    BELTZ Der Kinderbuch Verlag

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Zum 100. Geburtstag von Werner Klemke hat der Verlag Beltz ein umfangreiches Märchenbuch mit Andersen-Märchen heraus gebracht.
    Die Zeichnungen von Werner Klemke, mit wenig Farbe und oft nur als Silhouetten erkennbar, sind mir irgendwie vertraut. Das Märchenbuch aus meiner Kindheit ist ähnlich illustriert.

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    Ein Märchenbuch von Andersen, in dem einige bekannte Märchen fehlen und man andere, nicht so geläufige, entdecken kann.

    Dagmar Mägdefrau  

  • So leben die Tiere – Die Honigbiene

    So leben die Tiere – Die Honigbiene

    Friederun Reichenstetter

    Hans-Günther Döring

    Arena

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Dieses Buch gehört zur Serie „Sachwissen Natur- Der Bücherbär“ und wendet sich an Erstleser. Zunächst ein kurzer Steckbrief zur Honigbiene, dann wird in 13 Kapiteln reich bebildert das Leben der Honigbiene beschrieben. Zum Ende kann man noch eine kurze Geschichte lesen, die Familienmitglieder der Bienen kennen lernen und in einem kleinen Quiz Fragen beantworten.

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    Interessierten Kindern kann man das Buch sicher schon ab 4 vorlesen. Gedacht ist das Buch für Erstklässler zum selber lesen. Die Schrift ist groß, die Absätze kurz von schönen realistischen Bildern unterbrochen. Dazwischen kurze, farblich unterlegte Informationen mit verniedlichten Bienen. Es werden über die Paarung, die Aufzucht bis zum Ernten des Honigs alle Abläufe Kind gerecht  geschildert. Ein Sachbuch für ganz junge Leser, aber auch ein schönes Buch für leseschwachen Kinder. Man kann Kapital für Kapitel lesen und zusätzlich über die Bilder sprechen. Evtl. auf anderen Medien nach weiteren Informationen suchen.

    An dem Lesebändchen hängt ein kleiner Bär, dass ist noch ein besonderer Gag dieser Reihe.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wie siehst du denn aus? – Kurioses aus der Tierwelt

    Wie siehst du denn aus? – Kurioses aus der Tierwelt

    Florence Guiraud

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Das Buch ist großformatig und bietet auf fast 100 Seiten die faszinierendsten Bilder zu Vögeln, Insekten und Meeresbewohnern. Da ist die Bezeichnung „Prächtige Enzyklopädie“ aus dem Vorwort sicher keine Übertreibung. Es handelt sich wirklich um ein Kuriositätenkabinett der besonderen Art. Da füllen Vogelköpfe mit Bezeichnung ein ganzes Blatt, genauso ist es mit Libellen oder Rochen in ihrer ganzen Vielfalt.

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    Jedes Kapitel beginnt  mit einem einführenden Text, so haben alle Vögel zwei Flügel und zwei Beine und legen Eier. Dann geht es aber um das Besondere, um prachtvolle Federn, die langen Hälse oder die unterschiedlichen Schnäbel. Da zeigen uns die Vögel ihre unterschiedlichen Füße und es schauen uns Eulenaugen entgegen. Auf einer Doppelseite gibt es zu jedem der sieben Kapitel 20 – 33 kleine Abschnitte mit kuriosen Fakten. Wusstest du, dass die Seewespe, die giftigste Qualle mit 60 giftigen Tentakeln, die bis zu 4 Meter lang werden, ist?
    Auf den letzten Seite guckt uns der Petersfisch von der Seite und von Vorne an, ein Bild, das einen sofort fasziniert.

    Dieses Sachbuch ist ein Schatz für jeden, der sich mit der Tierwelt beschäftigt, sicher nicht nur für die Kleinen, auch wir Erwachsenen werden das Buch mit den wundervollen Bilder und informativen kurzen Texten lieben. Ich denke, es gibt auch viele Anregungen zu weiterer Recherche in der Bücherei oder im Internet.

    Dagmar Mägdefrau

  • Eliot und Isabella im Finsterwald

    Eliot und Isabella im Finsterwald

    Ingo Siegner

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Es ist schon der 4. Band von den Rattenkindern, der am 22.8.2016 erscheint. Aber man kann ihn durchaus ohne Vorkenntnisse lesen. Die Bilder von Ingo Siegner sind wie immer ansprechend mit mal ganzzeitig, mal eingestreuten Teilen.

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    Ja und spannend ist es natürlich auch wieder. Die Rüppelratten, angeführt von Bocky Bockwurst, ärgern unseren Held Eliot. Letztendlich sind sie die Angsthasen und Eliot tut in der Gefahr genau das Richtige. Denn er hat Fantasie, kann reimen und hat ein helles Köpfchen. Unterstützt wird er, das Stadtkind, von seiner Freundin Isabella, die sich im Wald auskennt. Als dann Tante Eleonore eingreift, steht der Rettung von Opa Pucky nichts mehr im Wege. Zum Ende können alle beim Waldfest mitfeiern.

    Keine Belehrungen, keine Besserwissereien, purer Spaß an tollen Figuren und die Freundschaft, die alle verbindet.

    Dagmar Mägdefrau

  • Kiste

    Kiste

    Text: Uwe Heidschötter

    Illustrationen: Patrick Wirbeleit

    Reprodukt Berlin

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Ausgezeichnet mit dem Max und Moritz-Preis; Bester Comic für Kinder 2016

    Oh je! – eine Kiste, die nicht nur sprechen sondern auch basteln kann! Der Schuljunge Matti hat sie vom Straßenrand mit ins Haus genommen, um an seiner Raumstation weiter zu bauen. Diese geheimnisvolle Kiste war der Werkzeugkasten eines Zauberers!

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    Bei der ersten Begegnung mit „Kiste“erstarren Mattis Eltern – der Zauberer muss helfen! Also auf geht ́s! Nach einem langen Marsch, auf dem sie sich oft verlaufen, wird es bereits dunkel und Matti bekommt Angst. Endlich angekommen, gibt es ein großes Problem: der

    Zauberer hat sich selbst in eine riesige Schlange verzaubert, und ein neuer Zauberstab muss geschnitzt werden! Dank der großen Bastelhilfe von Matti und Kiste klappt alles prima, und der Zauberer stellt nach seinem alten Rezept ein Pulver her, mit dem Mattis Eltern wieder aus der Starre aufwachen.

    Ein spannendes und phantasievolles Comic, das bereits durch die zum größte Teil sehr realistischen Bilder den Verlauf der Handlung verständlich werden lässt!

     2 weitere Folgen  sind bereits erschienen.                                                 

    Annette Heine  


    Eine lustige Idee, ein Junge findet eine Kiste vor dem Haus und möchte daraus eine Raumstation basteln. Aber kaum ist er mit der Kiste in seinem Zimmer, fängt diese an zu sprechen. Die Beiden erleben einiges zusammen, dann kehrt die verzauberte Kiste zu ihrem Zauberer zurück. Die Geschichte wird als Comic gezeichnet und ist deshalb auch für ungeübte Leser ein schöner Einstieg.

    Dagmar Mägdefrau