• Frida Kahlo

    Frida Kahlo

    Christine Schulz-Reiss

    Tine Schulz

    Kindermann Verlag

    Kinder entdecken berühmte Leute

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Schon das Titelbild zeigt Frida Kahlo wie man sie von ihren Bildern kennt, farbenfroh und mit den für sie typischen, zusammengewachsenen Augenbrauen. Die Illustrationen im Buch sind im gleichen Stil gehalten und teilweise bilden sie Bilder der Malerin ab. 
    Das Buch beginnt mit den Eckdaten der viel bewunderten mexikanischen Künstlerin. 
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    Sie sitzt in ihrem Atelier und malt, an der Wand hängen einige Werke von ihr. In ihrer Kindheit war die „freche Frida“ ein sehr selbstbewusstes kleines Mädchen, das gerne Fußball mit den Jungen spielte. „Einen Frosch auf Hinterbeinen“ nennt sie ihren späteren Mann, den Maler Diego Rievera, als sie ihn zum ersten Mal sah. Danach lernen wir Fridas Familie kennen und erfahren von der Kinderlähmung, die sie lange ans Bett fesselte. Mit 16 hatte Frida einen schrecklichen Unfall, dessen Folgen ihr ganzes Leben veränderten. Im Bett liegend begann sie aber auch zu malen. 
    Alle Stationen des Lebens der Künstlerin, die nur 47 Jahre alt wurde, sind immer von passenden Illustrationen begleitet, neugierig wird man dann nach ihren Werken suchen und sie sich vielleicht sogar im Museum anschauen. Ihr Stil ist so ungewöhnlich, dass man ihre Bilder sehr gut wiedererkennen kann. 
    Ein interessantes Buch über eine ungewöhnliche und starke Frau, die trotz aller körperlicher und seelischer Schmerzen gerne gelebt und gefeiert hat. 
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
  • Käpt`n Donnerpaule – Auf der Spur der Limodiebe

    Käpt`n Donnerpaule – Auf der Spur der Limodiebe

    Stefan Schwinn

    BKV

    Käpt`n Donnerpaule

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Empfohlen von der Stiftung Lesen

    Donnerpaule ist die blaue Piratenrobbe auf dem Cover, neben ihm sehen wir Antonia, die freche Möwe, die versucht hat, Donnerpaule ein Heringsbrötchen zu stehlen. So kommt es, dass Antonia als Piratenmatrosin in der Ausbildung auf der Polly anheuert. Die beiden kommen dann auch gut miteinander klar, denn Antonia ist eine hervorragende Heringsfischerin und sie teilt ihre Beute mit dem Kapitän. 
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    Per Flaschenpost wird Donnerpaule von einem Opa zum Geburtstag eingeladen und er soll Limo mitbringen, die alle in der Robbenfamilie lieben. So geht es zu Piet Walross zum Einkaufen, doch dort muss Paule erfahren, dass das Limoschiff nicht, wie sonst, pünktlich geliefert hat. So macht sich die Zwei-Personen-Crew auf, nach dem Schiff zu suchen. Hilfe bekommen sie zunächst vom Klabautermann.
    Die elf Kapitel sind in großer Schrift gedruckt und die kleinen und großen Zeichnungen im Comic-Stil sind sehr gelungen. Die Geschichte zeigt, dass Freundschaft und Hilfsbereitschaft sehr wichtig sind. Da ist zunächst die Freundschaft zwischen Donnerpaule und Antonia, dann die Hilfe vom Klabautermann, der auch selbstständig weiß, wo er gebraucht wird. Später gibt es noch die Zusammenarbeit mit den gewitzten Heringen, die dann zur Nahrungsumstellung bei den beiden Piraten führt.
     „Piratendreck und Möwenschiss“ flucht Donnerpauke gerne und das sind Worte, die man gut vorlesen/lesen kann. Da es sehr viele Dialoge in der Erzählung gibt, lässt sich das Buch sehr gut lesen und die Geschichte hat Witz und Spannung. Die kniffligen Piratenwörter kann man am Ende des Buches üben, allerdings sollte man das vorher machen, nur hätte diese Aufstellung auch am Anfang sein müssen. Mittels QR-Code kann man das Buch auch als Hörbuch herunterladen, ein toller zusätzlicher Service. 
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
  • Pollys Post

    Pollys Post

    Jutta Nymphius

    Volker Fredrich

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das hellblaue Cover zeigt Polly, die einen Brief an einen Herzchenluftballon gebunden hat und den in den Himmel zu ihrer Oma, die wir etwas durchsichtig mit Flügeln dargestellt sehen, steigen lässt.
    Das Buch beginnt mit Pollys Brief, den sie am Schreibtisch sitzend an die tote Oma schreibt. Sie erinnert sich darin an gemeinsame Ereignisse und hofft, dass der Brief mit dem Luftballon die Oma im Himmel erreicht. 
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    Nach dem ersten Kapitel, in dem der Luftballon wegfliegt, sehen wir eine kleine Bildergeschichte, die uns die Szene zeigt. 93 Tage ist Oma nicht mehr da und Polly vermisst sie so sehr. Die Bilder zeigen die beiden bei fröhlichen gemeinsamen Aktionen, wie Pfannkuchen backen. Auf ihrem Nachhauseweg geht Polly nochmal zu den Geschäften, in denen sie immer mit Oma eingekauft hat. Obwohl die Geschäftsleute ihr anbieten, ihr etwas zu schenken, lehnt Polly ab. Auf den Bildern sehen wir Oma fast durchsichtig und mit Flügeln hinter Polly. Doch dann findet Polly zu Hause in der Post eine Antwort von Oma und sie fordert Polly auf, ihr weiterhin zu schreiben und die Briefe in der alten Eiche zu deponieren.
    Obwohl Polly hofft, dass Oma antwortet, kann sie nicht so recht an die Oma im „Himmel“ glauben. Trotzdem freut sie sich zunächst über die Antwort, doch im weiteren Verlauf bekommt sie Zweifel. Wünschen wir uns nicht auch, auf der einen Seite in Kontakt mit den Verstorbenen zu treten und können sowas auf der anderen Seite nicht wirklich glauben? Polly erlebt in den Buch einige spannende Tage, die sehr einfühlsam beschrieben werden, wobei die Bilder das Buch einfach wundervoll ergänzen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
  • Weltatlas für Kinder

    Weltatlas für Kinder

    Andrew Brooks

    DK

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das Format erinnert mich an meinen Dierke-Atlas aus der Schule. Allerdings ist das Cover sehr viel freundlicher gestaltet Nach dem Inhaltsverzeichnis wird zunächst erklärt, wie die Seiten aufgebaut sind. Danach sehen wir eine große Weltkarte, die einzelnen Erdteile sind farblich gekennzeichnet. 
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    Wir beginnen mit Nordamerika, zunächst sehen wir eine gelbe Seite mit Icons zum Land passend und eingestreuten Fragen. Dann folgt die Karte von Nordamerika mit den einzelnen Ländern, dazu gibt es Fotos und kleine Texte zur Erklärung. Kanada und Alaska werden nochmal näher beschrieben und erklärt, dann folgt die USA, Mexiko und Zentralamerika mit der Karibik. Auf den Karten sieht man kleine Icons von Bäumen oder Gebäuden, die bekannt sind für diesen Teil des Landes. So wird z.B. in Mexico der „Tag der Toten“ mit einer Skelettfigur erklärt. Nach einer Zwischenstation zum Klima, geht es mit Südamerika weiter. Danach folgt eine Doppelseite zum Thema „Bevölkerung“ und weiter geht es nach Afrika. Hier gibt es wieder eine nach Farben sortierte Aufgliederung der Länder, dann geht es weiter mit Nordafrika. Als nächstes wird Europa vorgestellt. Nach Nordeuropa und den Britischen Inseln, Frankreich, den Beneluxstaaten, Österreich und die Schweiz kommen wir zu Deutschland. Wie einige anderen Staaten findet man Deutschland hochkant auf einer Doppelseite. Von den Kegelrobben in der Nordsee, über die Dome in Bremen und Köln, geht es bis zum Schloss Neuschwanstein im Süden. „Deutsche Backwaren“ werden hervorgehoben und kurz erklärt. Dann geht es über die restlichen europäischen Länder zum Thema „Flüsse, Seen und Berge“. Es folgt Asien, Australien und die Antarktis und nach einer Rätselseite folgt das Glossar mit vielen Begriffen.
    In aller Ausführlichkeit wird hier mit vielen Fotos, Icons und kurzen Texten die Welt erklärt. Ein Buch, dass man sicher immer wieder zur Hand nehmen wird. Denn die Welt hat sich in den letzten Jahrzehnten so verändert, dass ich manche Länder nur schlecht geografisch zuordnen kann. Ein nachhaltiges Geschenk für wissbegierige Grundschüler*innen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
    
  • Hilfe, meine Lehrerin ist ein Gorilla! 

    Hilfe, meine Lehrerin ist ein Gorilla! 

    Meike Haas

    Jan Reiser

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das Titelbild zeigt uns Milo, der mit dem Gorilla über das Dach steigt. Milo ist nicht so der begeisterte Schüler, lieber daddelt er auf seinem Handy herum. So kam es, dass seine Bio-Lehrerin, die zickige Frau Lowitz, ihm das Handy für drei Tage weggenommen hat. Nun hat er es endlich wieder zurück und es muss gleich schauen, was er verpasst hat. Deshalb geht er in Mathe erstmal aufs Klo. Dort hat er vielleicht etwas viel Zeit verbracht, denn als er zurückkommt, sind alle weg. Als er im Lehrerzimmer durch die Tür kommt, steht er einem riesigen Gorilla gegenüber. Aber dann fängt der auch noch an zu sprechen und die Stimme ist einwandfrei die von Frau Lowitz. Wie ist das möglich und ist Milo wirklich schuld an dieser Verwandlung? 
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    Trotz der etwas albernen Situation gibt es eine scheinbar logische Erklärung, einen tollen großen Bruder, einen besonnenen Freund und ein hyperaktive, hochintelligente Freundin. Zusammen kommen sie einem großen Betrug auf die Spur.
    Auch wenn die Mischung aus Realität und Spiel, bei der die Personen wechseln können, mich sofort an „Level 4“ erinnerte, so haben wir hier doch eine ganz andere Situation und auch die Lösung liegt ganz woanders. Das Buch hat viel Humor und Spannung, zeigt uns am Ende, wie wichtig Freundschaft und Vertrauen doch sind. Ganz besonders toll finde ich die Illustrationen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wir sind (die) Weltklasse   

    Wir sind (die) Weltklasse   

    Tanya Lieske

    Sybille Hein

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Nominiert für den Deutschen Kinderliteraturpreis 2024

    Kinderbuchpreis Nordrhein-Westfalen 2025

    Die 19 Kinder der Igelklasse kommen aus vielen Ländern, auf dem Cover sitzen einige von ihnen auf dem Dino Mathilda, den sie selbst, mit etwas fachmännischer Hilfe, gebaut haben. Im Einband sind Portraits der Kinder und ihre Namen zu sehen. Adam kommt aus Polen und er erzählt uns, was sie in der Schule so alles erlebt haben. Er berichtet aber auch von seiner Familie, besonders von seinem Opa, der auf Polnisch „Dziadek“ genannt wird. Er betreibt einen Laden für polnische Lebensmittel auf der Kölner Straße. Auf dieser Geschäftsstraße des Viertels gibt es viele unterschiedliche Läden, so auch eine Fundgrube, die ein vermischtes Angebot hat, dass die Kinder in die Regale räumen. Kann es sein, dass es in einem leerstehenden Zoogeschäft spukt? 
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    Frau Meister, die Lehrerin der Igelklasse, ist einfach nur toll. Sie fährt mit den Kindern nach Frankfurt ins Museum, kann verstehen, dass sich ein Mädchen dort ängstlich versteckt, baut mit den Kindern einen Dinosaurier und unterstützt die Zweitklässler, wo sie nur kann. Dazu gibt es Regeln, die das Zusammenleben einfacher machen und ganz viel Verständnis von Seiten der Klassenlehrerin. Eine Traumlehrerin!
    Das Buch bietet einen Einblick in den ganz normalen Alltag unserer Kinder. Viele Nationen sind da zusammen, aber das fällt eigentlich gar nicht ins Gewicht. Eher, dass Mariam nicht stillsitzen kann, Yanis, der so gerne vorliest, stottert und Artem nicht spricht. So haben die Kinder ihre Eigenarten, die sie aber auch liebenswert machen. 
    Die Schrift ist etwas größer und es gibt einige kleine Bilder auf einigen Seiten, aber die Geschichte ist so einfallsreich, dass man es ganz schnell lesen möchte. Und für die, die keine Haustier haben, gibt es noch die Maus Karol.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ich bin hier!

    Ich bin hier!

    Joke van Leeuwen

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir ein Kind, dass wohl auf einem Flachdach steht und sich bemerkbar machen will. Jona ist ein Mädchen, dessen Mutter verstorben ist und das deshalb an den Nachmittagen zu ihrem Vater ins Büro gehen darf. Er arbeitet in einem Hochhaus und da es Jona mit dem Papa, der „immer etwas fertig machen musste,“ und den sie dabei nicht stören durfte, langweilig wurde, erforschte sie das Dach. Nach der Arbeit gehen die beiden immer in dasselbe Lokal und essen dort immer ein Gericht mit Püree. Dabei erzählt der Vater von dem Wasser, das kommen könnte. Durch Zufall ist Jano auf dem Dach, als das wohl eintritt, und alle sind verschwunden. 
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    Erstaunlich, wie gut das kleine Mädchen die Tage alleine auf dem Dach ertragen kann, das kann nicht nur daran liegen, dass der Vater vollstes Vertrauen in seine Tochter und ihre Fähigkeiten hat. Sie denkt viel nach, das hat sie auch schon vorher getan, aber jetzt hat sie noch mehr Zeit dazu. Ihren Gedanken zu folgen hat etwas Faszinierendes. Manchmal schweift sie ab und doch wird am Ende das Bild rund. 
    Ich muss gestehen, dass ich mich sehr schwer damit tue, dieses Buch zu bewerten. Zum einen ist die Geschichte sehr gut zu lesen. Jonas Ideen und Handlungen zu folgen, macht riesigen Spaß. Aber die Situation ist so unreal für mich. So empfinde ich den Vater als völlig gefühllos, ich finde es beängstigend, dass er nicht nach seiner Tochter sucht, sondern das Haus verlässt.
    Außer dem sehr gut geschriebenen Text gibt es viele ungewöhnliche Zeichnungen, die das Buch sehr beleben und das Lesen vereinfachen.

    Dagmar Mägdefrau
  • So geht’s – Demokratie für Kids

    So geht’s – Demokratie für Kids

    Christine Paxmann

    DK

    So geht’s

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das Buch bereitet Sachwissen rund um das Thema Demokratie kindgerecht auf. Wir begleiten Familie Strudel bei alltäglichen Dingen wie Abendessen, Einkauf oder dem Besuch von Oma und Opa. Gott sei Dank sind die drei Kinder Leon (8), Jana (11) und Anna (19) sehr neugierig und auf dem besten Weg engagierte Bürger*innen unserer Demokratie zu werden und stellen Papa Nico und Mama Laura viele Fragen. Die Themen werden dialogisch dann einmal im Familienkontext besprochen und außerdem in Infokästen nochmal erläutert. 
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    Die Gespräche sind natürlich nicht immer authentisch, denn vermutlich unterhalten sich die wenigsten Familien so differenziert über Politik. Trotzdem ist es nett, eine Familie zu begleiten und es entstehen viele Situationen, die einen daran erinnern, dass man nicht Politiker*in sein muss, um sich für politische Themen zu interessieren. Denn auch eine Mutter kann mal streiken, Ungerechtigkeiten in der Schule oder in der Fußballmannschaft können widersprochen werden und der Baum von gegenüber darf eben nicht einfach so gefällt werden. 
    Besonders schön fand ich, dass schon nach wenigen Seiten Handlungsmöglichkeiten von Kindern genannt werden, z.B. durch die Gründung eines Kinderrats, in dem sich Kinder verschiedener Schulen zusammentun können, um Entscheidungen der Stadt in Angriff zu nehmen. Allgemein ging der Fokus auf Kinder nicht verloren, so wurde generell auf ihre Rechte und ihre Perspektive eingegangen. Schön war auch, dass Themen, die man bei “Demokratie” zwar dazu gehören, aber sonst nicht unbedingt Eingang in die Definition finden, besprochen werden, wie z.B. Zivilcourage. Diejenigen, die das gesamte Buch lesen, erhalten einen umfassenden historischen und aktuellen Wissensstand, was ein klarer Vorteil für eine engagierte Teilhabe an der Demokratie ist. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass es sehr anstrengend werden könnte, das Buch wie eine Geschichte in einem Durch lesen zu wollen. Da die Kapitel unabhängig voneinander funktionieren, würde ich bei jüngeren Kindern empfehlen, immer nur ein Kapitel zu lesen und darüber zu sprechen, weil sonst viel Inhalt auf einen prasselt. Ansonsten ist dieser Inhalt nicht nur für Kinder sinnvoll gestaltet, ich glaube auch Erwachsene können nochmal was lernen. 
    
    Raphaela Brosseron
    
    
  • In der Falle! – Gefahr auf dem Reiterhof

    In der Falle! – Gefahr auf dem Reiterhof

    Anna Lisa Kiesel

    Heidi Förster

    Kaufmann-Verlag

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Hier wird es richtig spannend und die Zeit bis Weihnachten vergeht wie im Flug, denn an jedem der 24 Tage wartet ein Rätsel auf die Kinder.
    Ungewöhnlicherweise sind in diesem Fall drei Mädchen unterwegs, vielleicht, weil ein Pferdehof kleine Mädchen anlockt?
    Auf dem Cover sind Lisa, Valerie und Maja zusammen mit Hengst Baldur, auf den es die Diebe abgesehen haben. Die Mädchen sind bei Onkel Arthur auf dem Pferdehof und ausgerechnet, als der Onkel dringend wegmuss, tauchen die Diebe auf. Aber die Drei sind clever und wir helfen ihnen, indem wir die täglichen Rätsel lösen. 
    
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    Die Seiten muss man, um sie lesen zu können, zunächst erst einmal öffnen, dann können wir jeden Tag eine Geschichte lesen und uns eine neue Aufgabe lösen. Die Aufgabe sehen wir auf der nächsten Seite. Diese Aufgaben oder Rätsel sind sehr abwechslungsreich und gut für Grundschüler zu lösen. Die Lösung führt uns zu einem der drei vorgegebenen Sterne, den wir um Öffnen der nächsten Seite brauchen. So lesen wir das Buch nicht seitenweise, sondern erst die Lösung gibt uns die nächste Seite vor.
    Wenn es nicht klappt mit dem Lösen, gibt es hinten im Buch eine Hilfe.
    Neben den kurzen Texten gibt es viele Bilder und natürlich Rätsel, eine schöne Mischung für die Adventszeit.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Geheim – Die Tintenjäger

    Geheim – Die Tintenjäger

    Lucy K. Walker

    Zapf

    Baumhaus

    Geheim

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Tintenjäger sind Menschen, in diesem Fall Jugendliche, die entwischte Figuren in ihre Bücher zurückbringen. Hier dient ein Füller dazu, die Figuren, deren Schwachstelle man finden muss, in die leere Patrone einzusaugen. 
    Aber zum Anfang des Buches: Olivia Bones bekommt einen Brief, den wir zu Beginn des Buches finden. Der führt sie zu einer Adresse, wo sie Frederick Skull kennenlernt. Er zeigt Ivy die magische Bibliothek. Dort befinden sich die Originale vieler Bücher. 
    
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    Als Tintenjägerin begibt sich Ivy häufig in Gefahr, aber dank ihrer guten Kombinationsgabe kann sie viele schwierige Rätsel lösen und so die Figuren aus den Büchern fangen.
    Ein spannendes Buch für Rätselfans, denn am Ende eines Kapitels gibt es immer eine Aufgabe zu lösen. Am Ende des Buches findet man Tipps, wenn man nicht weiterkommt. Aber für die, die ihren Kopf nicht anstrengen wollen, besteht auch die Möglichkeit, einfach im nächsten Kapitel zu lesen, wie die Aufgabe gelöst wurde. Aber das fände ich einfach schade, denn die Rätsel machen ja den besonderen Reiz dieses Buches aus.
    Als besonders Hilfsmittel ist dem Buch eine Lesezeichen beigelegt, dessen Füllerabbildungen benötigen wir um die Patronen aus Ivys Forschungsbuch zu bestimmen. 
    Aber was erkläre ich hier so viel, lest das Buch und habt Spaß am Abenteuer und an den Rätseln.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Der war´s

    Der war´s

    Juli Zeh

    Elisa Hoven

    Lena Hesse

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Maries Mama macht immer die ausgefallensten Sandwiches, z.B. mit Auberginen-Couscous-Petersilien-Aufstrich auf Vollkornbrot. Eingepackt wird es in ein Papier mit der Aufschrift „Super essen – super leben!“ Marie ist Klassensprecherin der 6a und scharrt drei Mädchen, genannt die Supergirls, um sich und jeden Abend wird festgelegt, was die vier am nächsten Tag tragen werden. 
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    Doch dann ist Maries Sandwich weg, nur das zerrissene Papier liegt auf dem Boden. Torben meint, weil sein Vater Polizist ist, könne er die Ermittlungen aufnehmen und gleich wird Konrad verdächtigt. Er ist noch nicht so lange in der Klasse und außerdem isst er gerne, was man ihm auch ansieht. Konrad hält sich von der Klasse fern und verbringt seine Pausen lieber mit der Beobachtung der Natur. 
    Schnell schießen sich alle, nachdem Torben ein „Beweisfoto“ gemacht hat, auf Konrad ein und es kommt sogar zu Handgreiflichkeiten gegen ihn. Doch überraschenderweise melden sich Kinder zu Wort, die sonst wenig sagen, und gemeinsam planen sie eine Gerichtsverhandlung.
    Ein Buch, dass mich sofort überzeugt hat, wie schnell sind Urteile gefasst und die vermeintlich Schuldigen werden gemoppt und ausgegrenzt. Die Situation in der Klasse wird sehr lebhaft und glaubwürdig beschrieben. Toll, dass einige den Mut haben, ihre Meinung zu sagen und die Gruppe zu überzeugen, dass Konrad eine faire Be- und Verhandlung verdient hat. Die Kinder informieren sich sehr gut und im Anhang des Buches können das auch die Leserinnen und Leser machen. Eine sehr empfehlenswerte (Schul-) Lektüre!
    Die Geschichte wird auf 120 Seiten in 12 Kapiteln erzählt und durch viele sehr schöne, die Situation darstellende Bilder ergänzt.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    In der 6a steht ein Rätsel an: Jemand klaut regelmäßig Maries einzigartige Superbrote. Das sind keine gewöhnlichen Brote, sondern von ihrer Mutter kunstvoll zubereitete Kreationen mit Kürbis, Vollkorn, Dinkel, Tofuwurstbrot und wahlweise 3-5 Superfoods on Top. Marie, als beliebteste Schülerin, Klassensprecherin und Anführerin der Super Girls, sieht sich mit einem delikaten Problem konfrontiert. Klar, dass da alle schnell in den Fall involviert sind. Schnell gerät Konrad, der neue Schüler, ins Visier. Er ist oft allein im Klassenraum und wird verdächtigt, ein leidenschaftlicher Esser zu sein.  Als die Kinder glauben, der Fall wäre klar, geht das Mobbing über die Grenzen des Klassenraums hinaus in die Social Media Welt und selbst Marie kriegt da langsam ein schlechtes Gewissen und fragt sich: Ist das gerecht? 
    Mika, der sonst nicht so Lust auf seine Klassenkameraden hat, fragt sich das gleiche und möchte ein geregeltes Verfahren. Die Kinder geben ihr Bestes und bereiten ein durchdachtes Verfahren vor, das uns Lesende in die Feinheiten des Rechtssystems einführt. Dabei lernen wir viel über die Unschuldsvermutung und die Rechte des Angeklagten. Die Ernsthaftigkeit des Verfahrens und die komischen Umstände schließen sich nicht aus, und so fliegt man trotz allem mit einem Schmunzeln durch die Seiten, wobei die bezaubernden Illustrationen von Lena Hesse das Leseerlebnis bereichern. Besonders amüsant sind die subtilen Hinweise auf notwendige Schulreformen, denn die Kinder handeln völlig eigenständig, ohne Hilfe von Lehrkräften. Denn der Vertreter der Vertretung musste in zwei Klassen sein und während das Mobbing im vollen Gang war, erklärten zwei Lehrerinnen dem Referendar Inklusion und Integration. Wirklich schön aufbereitetes Wissen trifft auf eine niedliche Geschichte, die zeigt, dass Kinder die Welt vielleicht doch manchmal besser verstehen als Erwachsene. Am Ende des Buchs werden die Details zum Rechtssystem noch einmal erklärt, für diejenigen, die sich vertieft mit dem Thema auseinandersetzen möchten.
    
    Raphaela Brosseron
    
    
    
    
  • Geheim  – Die geheime Drachenschule                     

    Geheim  – Die geheime Drachenschule                     

    Emily Skye

    Pascal Nöldner

    Pascal Nöldner

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das ist der erste Teil der „Drachenschule“ inzwischen gibt es noch einige mehr dieser spannenden Bücher zum Raten. Anhand der Anzahl der Flammen kann man erkennen, wie schwierig die Aufgabe wird, hinten im Buch gibt es noch einige Lösungstipps und wenn es doch zu schwer ist, und ich kann versichern, einige Rätsel sind nicht so einfach zu lösen, kann man im Folgetext die Lösung lesen.

    
    
    
    
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    Arthur isst gerne und hat ein fotografisches Gedächtnis, er weiß deshalb sehr viel. Henry liest lieber Comics, hat aber auch immer wieder gute Einfälle und Lucy, die sehr sportlich ist und sich im Wasser wohlfühlt, hilft oft mit ihren Schlüssen und kann die beiden Jungs, wenn sie aneinandergeraten, zusammenbringen. Die Geschlechterverteilung ist wie so oft wieder 2:1. 
    Die Kinder besuchen die geheime Drachenschule „Sieben Feuer“, dort werden sie zu Drachenreitern ausgebildet. 
    Eine ehemalige Drachenreiterin bittet sie um Hilfe, bei einem Zwillingspärchen sind dunkele Male auf den Handflächen zu erkennen. Zusammen mit einem Lehrer machen sich die drei auf, das Geheimnis zu erforschen. Sie müssen einige Abenteuer bestehen und natürlich viele Rätsel lösen. 
    Ein fantasievolles, spannendes Buch mit einer großen Anzahl an Aufgaben, die sehr unterschiedlich sind und deshalb nicht langweilig werden.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
  • Der Verwechsling

    Der Verwechsling

    Kai Lüftner

    Emilia Dziubak

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Auf dem Cover ist eine wunderschöne Winterlandschaft zu sehen, aus der Mitte schaut uns ein kleiner Junge mit wuscheligen Haaren mit großen Augen an. Ein kleines buckeliges Häuschen steht am Ende des Murmelpfades, dort wohnt ein altes Paar - Per und Tove. Sie haben vor einiger Zeit auf dem Weg zu ihrem Haus einen kleinen Jungen gefunden. Da er nicht spricht und es unklar ist, wo er herkommt, haben sie ihn Vilmar genannt. Dieser Junge ist ein ruhiges Kind, das nicht mit anderen Kindern spielt. Vilmar sitzt in seinem Zimmer und schaut alle Bücher an, die er finden kann. Er kann lesen und gibt dabei Geräusche von sich, die manchmal einer Melodie ähneln.
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    Nachdem der Junge fünf Jahre bei dem alten Paar wohnte und sie vertraute gemütlichen Tage und Abende verbracht haben, treffen sie auf einen alten schweigsamen Freund, der Vilmar ein Buch schenkt.
    Ein altes skandinavisches Märchen, von einem Jungen, der in die Welt der Unterirdischen gehört und der eine Zeit bei den Menschen wohnte, aber wieder in seine Welt heimkehrt. Die Bilder dieses Buches strahlen eine Wärme aus, die tief in das Innere des Lesenden geht. Trotz der Trauer über den Weggang, freut man sich, dass der Kleine wieder Heim findet und er lässt dem alten Paar auch einen schönen Gruß zurück. 
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Die graue Stadt  

    Die graue Stadt  

    Torben Kuhlmann

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Schönsten Deutschen Bücher 2024

    Das Cover zeigt Robin, die aus ihrer Dachgaube auf die graue Stadt schaut. Hochhäuser und qualmende Kamine sind zu sehen, alles grau in grau. Die Farbtuben sind in vielen Grautönen zu sehen, taubengrau, schwarzgrau und Marmor nennen sich einige von ihnen.
    Über beide Seiten sehen wir nochmal die Häuser, vorne eine Autobahn und hinten Schlote und Hochhäuser, alles in grau. 
    Robin hat eine gelbe Regenjacke an und schaut mit ihrer Katze aus dem Dachfenster auf diese Stadt. Sie ist hier her mit ihrem Vater gezogen und als sie sich die Stadt anschaut, stellt sie fest, dass es keine andren Farben dort gibt, beim Farbenhändler nur Grautöne.
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    Voll Erstaunen schaut sie dort in die Auslage. Nur an einer Wand eines grauen Hauses hat jemand einen orangen Fisch im blauen Wasser gemalt. Als Robin in der Schule ein buntes Bild malt, muss sie sich einen alten Schwarzweiß-Film anschauen, der sie belehren soll. Dort lernt sie einen Jungen kennen, der sich auch gegen diese Farbe auflehnt. Bald trifft sie ihn in ihrem Haus, dort macht er mit einigen anderen bunt gekleideten Menschen Musik. Auch die Musik ist in der grauen Stadt nicht gewünscht. Deshalb machen sich Robin und Alani auf das Geheimnis dieser Stadt ohne Farbe zu lüften.
    
    Ein klein wenig erinnert mich die bedrückte Stimmung und die Bevormundung an den Klassiker „1984“. Hier wird die Diktatur durch das Fehlen der Farbe dargestellt. Im Nachwort gibt es noch eine Erklärung zur Brechung des Lichts und zur Farbmischung, die die Farbe grau ergeben kann.
    
    Die Bilder, wenn sie auch meist grau sind, sind bis auf die kleinste Kleinigkeit liebevoll gezeichnet. Ein wundervolles Buch mit einer spannenden Geschichte um den Verlust der Farbe.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Advent, Advent, die Tanne brennt

    Advent, Advent, die Tanne brennt

    Buchstaben Bande

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Weihnachtliedertexte sind im Buch verteilt, allerdings nicht die Texte, die wir kennen, sondern lustige andere Reime, die wir allerdings auch schon vor 60 Jahren gesungen haben, aber auch neue Reime. 
    In der Rubrik „Wussest du schon…?“ erfährt man interessantes rund um das Weihnachtsfest. So kauft jeder 10. Mensch ein Weihnachtsgeschenk für sein Haustier. Dann gibt es noch eine Menge lustiger Fragen und ein lachende Maus weist auf einen Witz hin. Leider in gelber Schrift gedruckt und etwas schwierig zu lesen. Dazu gibt es noch Rätsel und Basteltipps.
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    Das allerschönest sind natürlich die schrägen Geschichten von unterschiedlichen Autor*innen. Am Anfang jeder Geschichte ist ein QR-Code, damit kann man sich die Geschichten vom Autor oder von der Autorin vorlesen lassen. Diese Idee finde ich ganz toll.
    
    In der ersten Geschichte bekommt auch der Weihnachtsmann endlich mal ein Geschenk und er durfte mit denen, die in anderen Ländern Geschenke bringen, feiern. Dann geht es um einen Schneemann, ein verliebtes Hörnchen, dem auch die Freunde sehr wichtig sind. Danach lernen wir Mega-Man, „einen der mächtigsten und beliebtesten Superhelden“ kennen. Ein Kobold, der Weihnachten hasst, aber verbrannte Kekse liebt ist der Protagonist der nächsten Geschichte. Danach retten fünf Hexen das Weihnachtsfest. „Einsatz für die Rentier-Rentner“ heißt es dann und wir erfahren, wie Rentiere im Ruhestand dem Weihnachtsmann helfen. Auch Engel machen manchmal dumme Sachen, aber am Ende wird alles wieder gut. Ein Rabe tauscht sein altes Nest gegen einen Topf, den der Schneemann als Hut trägt. „Wilson, der Weihnachtszwölf“ ist bei Pippa und ihrer Familie eingezogen. 
    Alle diese kurzen Geschichten haben einen besonderen Reiz und es macht Spaß sie zu lesen. 
    Eine schöne Mischung und gute Anregungen für vorweihnachtliche Aktionen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Weihnachten mit Juli

    Weihnachten mit Juli

    Petra Eimer

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Da das Pferd im Juli zu Paul und seiner Familie fand, kam es zu seinem Namen. Inzwischen sind Freund Max und das Nachbarmädchen Anna zusammen mit Juli „Die tierischen Vier!“ Sie begrüßen sich Huf an Faust, wie ein Bild ganz am Anfang zeigt. Die Vier machen alles zusammen und wollen auch Weihnachten zusammen verbringen. 
    Aber zunächst zieht ein neuer Nachbar ein, der von den Hufabdrücken auf seinem schönen neuen Rasen nicht begeistert ist. Überhaupt ist Herr Sauber ein Pedant und die Kinder befürchten, dass es Ärger mit ihm geben wird. Er hat schon mit dem Ordnungsamt gedroht.
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    Leider bemüht Juli sich gar nicht um gutes Benehmen, er will sofort alle seine Päckchen am Adventkalender auffressen und da er gerne Rotes mag, isst er nicht nur Paradiesäpfel auf dem Weihnachtsmarkt, er ist auch hinter roten Christbaumkugeln her. 
    
    Pauls hat eine Liste aufgestellt, was er alles bis Weihnachten machen möchte und so werden nach dem Chaos auf dem Weihnachtsmarkt Plätzen gebacken und den Nachbarn freundlich zu stimmen. Aber auch hier ist Juli keine Hilfe.
    
    Ein Pferd immer mitzunehmen, stelle ich mir auch sehr schwierig vor, aber sowohl die Kinder als auch die Eltern zeigen gute Nerven und vielleicht könne sie auch Herrn Sauber davon überzeugen, dass Juli ein liebenswertes Tier ist.
    
    Neben den humorvollen Schilderungen lebt das Buch von den wundervoll gezeichneten Bildern. Jedes Bild lohnt sich genau anzuschauen, ich bin wieder total begeistert und dieses Buch macht nicht nur zur Weihnachtszeit Spaß.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Hinter verzauberten Fenstern

    Hinter verzauberten Fenstern

    Cornelia Funke

    Fischer

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das Buch ist schon aus dem Jahr 1989 und ich habe es damals meinen begeisterten Töchtern vorgelesen. Sie hatten, wie fast alle Kinder einen Schokoladenkalender, aber Julia, die Hauptperson des Buches bekam einen „normalen“ Kalender, auf dem ein Haus abgebildet war. Sie war enttäuscht und neidisch auf ihren kleinen Bruder. Doch als sie das erste Fenster öffnet und lange auf den unaufgeräumten Dachboden schaut, ist sie plötzlich in diesem Raum und schaut durch das dortige Fenster in ihr eigenes Zimmer. Das Haus ist bewohnt und sie lernt Jakobus kennen, der sich sehr über ihr Erscheinen freut. So lange hat kein Kind das Haus besucht, dass er schon fast die Hoffnung aufgab. 
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    Julia versucht ihre Besuche vor ihrer Mutter und vor allem vor ihrem kleinen Bruder Olli geheim zu halten, was nicht immer so ganz einfach ist. So lernt sie den vergesslichen König des Kalenderlandes kennen, aber auch die anderen Bewohner des Hauses. Ein spannendes Abenteuer beginnt, als sie den Freuden helfen will.
    Eine fantastische Geschichte, mit ganz realen Geschwisterproblemen und die zeigt, dass man auch mal mutig helfen muss. Und sie ist nach 30 Jahren immer noch aktuell und mir gefällt sie weiterhin.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Der kleine Ritter Apfelmus hilft dem Weihnachtsmann

    Der kleine Ritter Apfelmus hilft dem Weihnachtsmann

    Stefan Schwinn

    Edition Zweihorn

    Leseempfehlung ab 8 Jahre

    Der kleine Ritter Apfelmus bekommt kurz vor Weihnachten Besuch von seinem italienischen Mausefreund Vittorio. Er wird Weihnachten auf dem Weihnachtsmarkt auf der Burg ein Konzert geben. Die Poster sind aufgehängt und der Mäuserich stimmt sich durch Leckereien aus der Burgküche ein. 
    Als der Grimmige Gunther, der Raubritter aus der Nachbarburg, davon erfährt, ist er sehr wütend, denn in der letzten Geschichte wurde er ziemlich vorgeführt. 
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    Als er dann noch erfährt, dass der Weihnachtsmann auf dem Burghof des Ritter Apfelmus notlanden musste, heckt er einen bösen Plan aus. Mit seinen Mannen will er die Weihnachtsgeschenke vom Schlitten stehlen. Doch er hat nicht mit der wachsamen Gans Gundi gerechnet. Sie macht sich große Sorgen, weil sie erfahren hat, dass sie eine Weihnachtsgans ist und kann deshalb nicht schlafen.
    Da der Schlitten des Weihnachtsmanns ohne Rudi und seine rote Nase nicht mehr verkehrstüchtig ist, überlegen sich Apfelmus und seine Freunde eine Lösung. Aber werden sie es auch schaffen, dass die Kinder pünktlich am Heilig Abend ihre Geschenke bekommen.
    Apfelmus ist ein liebenswerter kleiner Ritter, der gute Ideen und liebe Freunde hat. 
    Ein Buch für Erstleser mit großer Schrift, kurzen Kapiteln und einigen Bildern. Es wird ein wenig Spannung in die Vorweihnachtszeit bringen.
    
    Dagmar Mägdefrau