• Die kleine Hummel Bommel und die Zeit

    Die kleine Hummel Bommel und die Zeit

    Britta Sabbag

    Maite Kelly

    Joëlle Tourlonias

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Es gibt bereits einige Bücher, die sich um die kleine Hummel Bommel drehen. Heute sitzt er mit Mama und Papa am Bahnhof und wartet auf Oma Hummel. Doch der Zug kommt einfach nicht und deshalb hat Bommel Zeit sich umzusehen und der Frage, warum vergeht die Zeit so langsam? nachzugehen.
    Da trifft der auf Maria Marienkäfer, die findet, dass ihre Kinder viel zu schnell groß wurden, auf Falter, die ihm zeigen, dass Zeit kostbar ist und man sie nicht festhalten kann.

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    Emil Einstein, die Eintagsfliege meint, es komme darauf an, mit wem man die Zeit verbringt. An einer großen Tafel steht ein Gedicht, in dem es um die Zeit geht. „Zeit ist jetzt. Zeit ist Leben- unsere Zeit ist jetzt…“ 
    Danach macht Bommel sich auf und spielt mit seinem Freund, wieso das am Bahnhof möglich ist hat mich sehr verwundert. Dann kommt die Oma und Bommel freut sich „Endlich bist du da!“ Zu Hause ist Bommel schnell müde und Oma meint: „Solche schönen Momente wie jetzt, bleiben für immer im Herzen“

    Die Zeichnungen sind einfach nur niedlich, man möchte alle Figuren sofort knuddeln. Vielleicht ist es ein bisschen viel Philosophie für Dreijährige. Das Gedicht ist schon ein wenig schwierig zu verstehen. Alles ist nicht so ganz neu, da gibt es ein Buch von Knister, dass ich meinen Kinder vorlas und auch da kamen Fliegen vor mit Namen wie Willi Wirsing und die Probleme der Eintagsfliegen wurden von Martin Baldscheit in „Nur ein Tag“ ausführlich beschrieben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Fühl mal, such mal – Mein großes Wimmelbuch

    Fühl mal, such mal – Mein großes Wimmelbuch

    Illustrationen von Yayo Kawamura

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Die Figuren, wie den Pinguin Pipo kennen wir bereits aus anderen Büchern. Auch die Möglichkeit, dass man die Figuren durch eine kleine Samtschicht fühlen kann, hat sich bewährt. Hier ist es nicht ganz so einfach, aber die Kleinen haben ja oft einen besseren Blick für Details als wir Erwachsenen.
    Es sind schon ganz schön viele Pinguine auf der ersten Doppelseite und die Aufgabe ist es den Pinguin zu finden, dem es zu laut ist.

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    Und wirklich in der dritten Reihe hält sich einer die Ohren zu. Als kleine Hilfe kann man ihn fühlen. Aber es gibt noch zusätzliche Aufgaben, für die es keine Hilfe gibt.
    Auf der nächsten Seite sieht am Wale, eine Krake und viele ganz kleine Fische. Da ist es nicht einfach den zu finden, der gegen den Strom schwimmt.

    Die Frage der nächsten Seite ist „Welche Biene hat Punkte?“, auch da ist es nicht so einfach, so viele Bienen schwirren herum und was die alles so tun…

    Mäuse, Katzen und Eulen sind auf den nächsten großen Seite vertreten. Das Buch ist aus Pappe und kann sicher was vertragen, denn die Kinder werden es häufig anschauen, weil es so viel zu bieten hat.

    Dagmar Mägdefrau

  • Guck gack ga! Wer kommt denn da?

    Guck gack ga! Wer kommt denn da?

    Gökçe İrten

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Zunächst spielen drei Hühner Schach, der Text dazu: „gack gak“, „gak putt“ und „guck matt“. Dann taucht rechts im Bild ein Huf auf. Aufregung bei den Hühnern „gack, GAAK…“. Mit Hilfe von Stelzen versuchen die Drei sich dem Tier zu nähern. Leider klappt das nicht und das schwarze Huhn fällt runter „GAAA PUT“. Dann gehen sie mit einer Leiter ans Werk. Auch das scheiter, die Hühner und die Buchstaben fliegen durcheinander.

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    Wie sehen jetzt schon den Hals des Tieres. Mit Seilen wird ein Trampolin herbei geholt.  Auch das ist nicht von Erfolg gekrönt „pööl, puk“. Dann wird weiter beratschlagt und die Seite ist voll von Hühnersprache. Dann hat ei Huhn eine Idee und es kommt mit einer Flüstertüte. Mit einem „KIKERIKIEEE“ wird das große Tier angesprochen. Und wirklich, die Giraffe beugt sich zu den Hühnern herunter „hö, pip pip, gluck“. Aber da kann man noch eine Seite ausklappen und was ist das für ein Fuß?

    Beim Vorlesen kam ich mir ziemlich albern vor, da die Texte immer nur hühnermäßig sind. Aber die Bilder sind sehr aussagekräftig und man kann die Kinder einfach erzählen lassen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Wenn 10 kleine Burggespenster träumen…

    Wenn 10 kleine Burggespenster träumen…

    Susanne Göhlich

    orell füssli

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Die Seiten des Pappbuches sind nicht ganz so dick, dafür elastisch. Obern an den Seiten gibt es Reiter mit einem zur Seite passenden Gegenstand. Die Doppelseiten beschreiben einen Traum und der Text besteht aus einem Vierzeiler.
    Jedes der kleinen Burggespenster hat einen Traum, so ist Raffi eine Pirat (Piratenfahne), Martis verteidigt mit seiner Boxkunst die Geißlein gegen den Wolf (Boxhandschuh), Bibbi fährt U-Boot (Fisch) und Onkel Oskar kauft einen Teppich auf dem Orientbasar (Zauberlampe).

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    Da der Teppich fliegen kann, sehen wir auf der letzten Seite die Gespenster schlafend auf dem Teppich.

    Auf allen Seiten gibt es viel zu entdecken, die Themen sind so vielfältig und es gibt sicher viel dazu zu erzählen und zu erfinden. Da kann noch viel Fantasie entwickelt werden beim Lesen und anschauen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • 9 Zaubersteine für meine allerbesten Freunde

    9 Zaubersteine für meine allerbesten Freunde

    Kirstin Lückel

    Sabine Legien

    Kaufmann

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Tollste an diesem Buch sind die funkelnden bunten Glassteine. Der kleine Drache Neo gräbt sie in seinem Bergwerk aus und sie können Wünsche erfüllen. Da Neo schon alle seine Wünsche, Fernseher, Musikanlage und Haus, erfüllt bekommen hat, will er die Steine seinen Freunden schenken. Zunächst sind alle Steine in unterschiedlichen Farben durch Löcher in den Pappseiten zu sehen.

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    Mit dem hellblauen Stein beschenkt er die kleine Maus Mimi und in ihrer Gedankenblase sehen wir einen Käse. Auf der nächsten Seite sehen wir das Wunschhaus der Maus, es ist ganz aus Käse. Der Wolf Willi wünscht sich ein Megafon, damit der den Mond genau so laut anheulen kann, wie die anderen Wölfe. So werden allen Freunden ihre Wünsche erfüllt und am Ende bleibt ein Stein übrig. Damit wünscht sich der Drache, dass „seine Freunde immer die besten Freunde auf der ganzen Welt bleiben“. So endet das Buch, wie so viele Bilderbücher, mit einem schönen gemeinsamen Fest.

    Die Bilder sind recht einfach und der Text wiederholt die Frage „Was es wohl sein wird“ zum Erraten der Wünsche, die ja durch eine Gedankenblase angedeutet werden. Der Effekt sind einfach die Zaubersteine und evtl. die Zuordnung der Farben. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Wer besser spinnt gewinnt – Verblüffende Rekorde im Tierreich

    Wer besser spinnt gewinnt – Verblüffende Rekorde im Tierreich

    Iris Schürmann-Mock

    Mareike Engelke

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    „Lauter tierische Rekorde
    und das sind noch längst nicht alle.
    Manche sind die schnellsten Schwimmer,
    oder schön wie die Koralle.“
    so beginnt das Buch mit den Tierrekorden. Vor dem Wettkampf treffen sich die Tiere und dann führt jede(r) seine Bestleistung vor. Die Giraffe hat den längsten Hals, nur bei Halsweh ist das nicht so gut.

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    Der Kolibri hat das kleinste Nest, der Gorilla ist der größte Stinker, der Wal hat die größte Zunge und einen Kopf voller Augen, den hat die Libelle. Es werden noch mehr Tiere beschrieben und mit einem Gedicht gefeiert. Am Ende wird aber festgestellt, „ein Tier. das du sehr lieb hast, wird für dich das beste sein. Die Bilder sehen aus wie Kreidezeichnungen mit pastellfarbigem Hintergrund.

    Ein Bilderbuch, das durchaus Komponenten eines Sachbuches hat, aber auch in schönen Reime  geschrieben ist.

    Dagmar Mägdefrau

  • Milchgesicht

    Milchgesicht

    Christian Duda

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 16 Jahre

    Der in Österreich aufgewachsenen Autor Christian Duda erzählt in diesem Buch von seiner Oma und ihrem „Neffen“ Sepp. Sepp wird auf einem Bauernhof geboren und weil er nicht so ist wie die anderen Kinder, wird er zu einer ledigen Tante nach Hönigsberg am Rande des Sennerings abgegeben. Die Tante kümmert sich um den Säugling und später bis ins Erwachsenenalter um den Jungen. Sepp ist sehr hellhäutig und leidet unter einer regelmäßig wiederkehrenden Krankheit die mit Fieber, Schmerzen und Atemnot einhergeht.

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    In der Schule wir der als nicht der Norm entsprechend nur zum Malen angehalten. Aber, da alle Kinder in einer Klasse sitzen, lernt er trotzdem lesen. Die Tante versorgt ihn heimlich mit frischem Blut, aber trotzdem wird er von den Kindern vorgeführt und schlimm gehänselt, bis Sepp bemerkt, wie stark er ist. Das Buch spielt nach dem 2. Weltkrieg und in dieser Zeit war der Umgang mit Menschen, die anders waren, noch sehr durch die Euthanasie und ihre Folgen geprägt. So wird Sepp auch von allen für dumm gehalten, was aber auch dazu führt, dass man ihn nicht teilhaben lässt und ihm nichts erklärt. Am Rande erfahren wir auch einiges über die Großmutter Cäcilia, die bis zum frühen Tod ihres Mannes sehr unter ihm leiden muss und danach auflebt. 

    Die Sprache des Autors ist ihn diesem Buch teilweise brutal und sehr direkt, trotzdem kann man nachfühlen, dass er die Sätze überlegt geschrieben hat. So schreibt er im Bezug auf das raue Klima dieser Region „Die Temperaturunterschiede sorgen für Erosion, kurz: Alles schrumpft! Was vorher Körbe füllte, passt nun in ein Einmachglas. Sprache wird eingekocht.“
    In dem Buch werden auch sehr gewalttätige Szenen sehr realistisch geschildert, kein Buch für zarte Gemüter. Aber der hellhäutige Sepp musste auch alles ertragen und fand keine Worte, um sich zu erklären, sondern litt meist still. Er wollte immer lieb zur Tante sein, die er zeitweilig Mama nannte.

    Das Buch ist keine leichte Kost, nicht aufgrund der Geschichte des Sepp, aber auch nicht aufgrund des Stils, den der Autor angewandte. Ein lesenswertes Buch, auch hier mit dem Effekt, sowas sollte nicht wieder passieren dürfen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Sturm

    Sturm

    Christoph Scheuring

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Nora ist achtzehn und muss sich seit Jahren mit ihrem betrunkenen Vater und seiner Gewalt gegenüber der Mutter auseinandersetzten. Aber dann kommt der Tag, an dem sie dem Vater ebenfalls mit Gewalt begegnet. Nachdem die Mutter einfach gegangen ist bleibt sie mit ihrem Vater zurück, der es schafft, trocken zu werden. Nach einer gewagten Aktion am Schlachthof wird sie von einer verständnisvollen Richterin zu 300 Sozialstunden verurteilt.

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    Sie wird von einer „Ocean Watch“ nach Kanada geschickt, wo sie eine deutschstämmige Fischerfamilie beim Fischfang begleiten soll. Johan der Kapitän fängt Schwertfische mit der Harpune. Durch den hundertjährigen Großvater, der auch an Bord ist, erfährt Nora viel über die Fischer und ihre Einstellung zum Meer. Die Gespräche mit dem alten Mann sind ein wunderbares Kernstück dieses Buches. Schon im Prolog erfahren wir vom Sturm und im Laufe des Buches erleben wir ihn sehr nah und spannend erzählt. Da muss man einfach atemlos weiterlesen, um zu fahren, wie es mit diesen beiden starken Persönlichkeiten auf engem Raum weitergeht.

    Das Cover des Buches erinnert mich an japanische Künstler und ich finde der natürliche Stil des Buches passt sowohl zum Thema als auch Titel.

    Durch das Buch habe ich viele Zusammenhänge erfahren, die mich leider auch etwas schuldig zurücklassen. Vielleicht sollte man nicht einfach den „Tiermördern“ die Schuld geben, sondern sich auch fragen, was können wir noch ändern, um den Tieren ein besseres Leben und Sterben zu ermöglichen? Ein spannendes, im besten Sinne lehrreiches Buch, dessen Stil flott zu lesen ist.

    Dagmar Mägdefrau

  • Warum wirst du denn Rot? 

    Warum wirst du denn Rot? 

    Emmanuelle Figueras

    Claire de Gastold

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Das Bilder-Sachbuch hat ein übergroßes Format und Klappen, unter denen sich Wissen versteckt. Das Inhaltsverzeichnis beginnt mit der „Geheimnisvollen Farbenwelt“. Pigmente sind für die Färbung des Felles verantwortlich. Beim Scharlachsichler kann man hinter der Klappe/der Tierabbildung lesen, dass Garnelen seine rote Farbe bestimmen. Grüne und blaue Farben können die Tiere nicht selbst herstellen. Weshalb der Morphofalter doch blau ist, kann man genau nachlesen.

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    Die Farben verraten aber auch einiges über die Tiere z.B.  das Geschlecht. Libellen sind nach dem Schlüpfen unauffällig, erst mit der Paarungsbereitschaft färben sie sich z.B. rot. Bei den Gibbons ändert sich die Fellfarbe mit dem Alter. Beeindruckend ist das Gesicht des Mandrills, er hat eine Häuptlingsbemalung. Dass das Zebra einen Ventilator im Fell hat, war mir auch neu. Das Bambi ein blumiges Tarnkleid trägt, leuchtet mir sofort ein. Das Alpenschneehuhn hat sogar drei Tarnkleider, je nach Jahreszeit. Der Marienkäfer wird als Kampfmaschine bezeichnet und ich kann das nachempfinden, denn ich habe mal auf einen gebissen und der war gar nicht süß. Auf der letzten Seit öffnet sich die Bühne für den Pfau. 

    Da kann man wirklich Kurioses erfahren und aufgrund der Gestaltung mit schönen Bildern und den Klappen, wird das Buch nicht trocken und langweilig. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein ungezogener Opa

    Mein ungezogener Opa

    Mathias Jeschke

    Sabine Kranz

    Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Glatze, Brille und ein Lächeln bis zu den abstehenden Ohren, so ist der Opa in diesem Bilderbuch. Das Bild und der Text der linken Seite bezieht sich auf Oma und rechts sehen wir Opas Reaktion „Oma hat den Hut verloren – Opa wackelt mit den Ohren.“ So beginnt das Buch. Dann kommt das Fazit „Oma macht das gar nicht froh – Opa darf nicht in den Zoo!“

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    Im Hintergrund versuchen die Enkel der Giraffe das Hut aus dem Maul zu ziehen. Weil Opa in der Nase popelt gibt es kein Abendbrot. Dann muss Opa, weil er die Zunge herausstreckt sofort ins Bett und weil er schnarcht wir er ins Gästezimmer geschickt. Am Ende hat Oma die „Nase voll – Opa darf zu uns, das find ich toll!“

    Kurze lustige Reime und fröhliche Bilder machen das Buch zu einem Vorlesespaß. Endlich werden nicht die Kinder für ihr schlechtes Benehmen bestraft, sondern der Opa.

    Dagmar Mägdefrau

  • Monsta

    Monsta

    Dita Zipfel

    Mateo Dineen

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Er ist klein und graublau mit dreckbeigen Punkten, hat riesige Glupschaugen und einige schiefe Zähne im Unterkiefer unser Monsta. Und er ist traurig, weil das „Kint“ unter dessen Bett er gewohnt hat ihn nicht beachtet hat, ganz zu schweigen davon, dass er Angst vor ihm gehabt hätte. So schreibt er seinem „Kint“ einen Abschiedsbrief, beschreibt seine Familie und seine vielen Versuche das Kind zu ängstigen.

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    Jetzt macht er sich auf und geht vielleicht in eine Geisterbahn. Am Ende landet er bei einer „Supermegamonstashow“. So denke ich, findet das kleine Monster doch noch seine Bestimmung.
    Eine verrückte Idee, die (Nicht-)Angst der Kinder aus Sicht des Monsters zu schildern. Da bekommt man fast ein schlechtes Gewissen, weil man doch weiß, dass es kleine Monster gibt.

    Monsta wirkt, trotz seiner Hässlichkeit, irgendwie auch niedlich. Und dann ist er ja auch in seinem Selbstbewusstsein angeschlagen. Seinen Brief schreibt er in krakeligen Druckbuchstaben und mit Fehlern, oft ist etwas durchgestrichen. Die Bilder aus seiner Kindheit sehen aus wie alte schwarzweiß Fotos. Manchmal malt er auch etwas. Das Kinderzimmer ist gemütlich und warm. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Haiferien

    Haiferien

    Nina Alaska

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Marie liebt es Haibilder zu malen, die sie aufhängt oder die sie ihrer Lehrerin Frau März schenkt. Da ihre Mama alleine um die Welt reist, lebt Marie bei ihrem Papa, der Meeresbiologe ist. Aber im Aquarium, das zu seiner Arbeit gehört gibt es keine Haie. Aber er bringt Marie ein Buch mit, indem Haie abgebildet sind, die in der Ostsee zu Hause sind. Dort hin soll es in den Ferien mit dem Boot gehen.
    Marie malt die Haie so, wie sie sich ihr Aussehen aufgrund des Namens vorstellt. So ist der Meeresengel weiß mit goldenen Locken und der Grönlandhai trägt Schal und Mütze.

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    Auf dem Boot wartet Marie auf Haie, da sie sich nicht sehen lassen, versucht sie sie mit Würstchen anzulocken. Die werden von den Möwen gefressen und Papa rät zu Schokolade. Damit soll der Schokoladenhai angelockt werden. Endlich sieht man die Flossen auf dem Meer und Marie ist froh. Doch als sie durch das Bullauge direkt in ein Haimaul schaut, bekommt sie doch Angst. 

    Natürlich habe ich erst mal gegooglet, ob das mit den Haien in der Ostsee stimmt und ob es wirklich einen Schokoladenhai gibt. So lernt man auch als Erwachsenen was durch Bilderbücher.
    Die Geschichte ist sehr interessant und wunderschön bebildert. Allerdings kann man es nicht jedem 4- jährigen  schon vorlesen, ich denke, die meisten Kinder sollten älter sein.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der kleine Seehund und das Meer

    Der kleine Seehund und das Meer

    Bärbel Oftring

    Jana Walczyk

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon das Cover mit dem glänzenden Seehund spricht an. Im Einband vorne sehen wir die Karte der deutschen Nordseeküste, darauf eingezeichnet die Seehundvorkommen, auf den letzten Seiten dann eine Weltkarte auf der wir sehen, wo es Seehunde gibt.
    Die Bilder sind wunderschön gemalt, naturgetreu das Wattenmeer an der Nordsee. Zunächst  ein rot-weißer Leuchtturm mit Seehunden und Möwen, neben den Tieren sehen wir die Bezeichnung.

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    Wir lesen hier, dass der gemeine Seehund in diesem Buch beschrieben wird. So wird uns das Leben eines Seehundjungen und seiner Mutter erklärt. Wir sehen sie auf der Sandbank und im Wasser mit einem Container-Schiff im Hintergrund. Dann dringt ein Schiff mit Touristen zu nah in den Lebensraum der Tiere ein und der kleine Heuler verliert beinahe seine Mutter. Die Nahrung des kleinen Seehundes wechselt von der Muttermilch über Krabben zum Fisch. Er wird größer und lebt bald allein. Wenn er bei der Jagd eiter hinausschwimmt trifft er auf Delfine und Schweinwale. Das Jahr geht ins Land und im nächsten Frühjahr lebt der Seehundjunge mit den anderen Jungtieren bis er nach einigen Jahren für die Paarung bereit ist. 

    So viel wissenswertes über Seehunde wird in diesem Buch einfach und schön bebildert beschrieben. Ein Buch, das im nächten Nordseeurlaub nicht fehlen sollte. Dann kann man vielleicht die Seehundauffangstationen, die im Buch erwähnt werden besuchen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein Freund der Schneelöwe

    Mein Freund der Schneelöwe

    Jim Helmore

    Richard Jones

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Der Titel steht mit silbernen Buchstaben auf dem matten dunkelblauen Cover, an den großen weißen Löwen kuschelt sich ein kleines Mädchen. Auch der Einband ist weiß und silbern, der Schneelöwe stilisiert, wie in einem ägyptischen Tempel. 
    Im Dunkeln kommen Caro und ihre Mutter im neuen Haus auf dem Hügel an. Dort ist alles weiß. Als Caro das Haus erkundet trifft sie auf den ebenfalls weißen Schneelöwen.

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    Er zwinkert ihr von der weißen Wand zu. Die beiden spielen tagelang miteinander. Doch dann schickt der Löwe Caro hinaus zu den anderen Kindern. Bobby wird gleich ihr Freund und sie besucht ihn zu Hause und spielt dort mit den anderen Kindern. Caros Mutter lädt alle zu einer Malerparty und die Wände im Haus werden bunt. Dadurch verschwindet der Löwe und ist erst im frisch gefallenen Schnee wieder zu sehen. Die beiden nehmen Abschied „..wenn du mich brauchst, weißt du, wo du mich findest.“

    Durch das viele weiß sind die Bilder gewollt etwas farblos. Sie sind aber auch sehr poetisch und liebevoll gemalt.
    Ein tröstliches Buch über neue Freunde und fantastische Helfer.

    Dagmar Mägdefrau

  • Um 180 Grad

    Um 180 Grad

    Julia C. Werner

    Urachhaus

    Verlagsempfehlung ab 13 Jahre

    Lennard muss einer alten Dame im Altersheim vorlesen. Seine Aufgabe als Lesepate hat er einer Graffiti-Aktion zu verdanken. So lernt er Frau Silberstein kennen. Die Dame mit den silbernen Haaren ist ihm gleich zugetan und freut sich über die Besuche. Nach und nach erzählt sie ihm von ihrer Vergangenheit. Sie ist eine Holocaustüberlebende und trägt traurige Erlebnisse mit sich herum. Lennard möchte zunächst nicht ins Heim, doch dann sieht er ein großartiges Mädchen.

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    Lange Zeit weiß er selbst nicht, weshalb er jeden Dienstag ins Heim geht. Er liest das Buch „Tschick“ vor, in dem er Parallelen zu seinem Leben sieht. Frau Silberstein gefällt das Buch und sie freut sich etwas über die Jugend zu erfahren. Lennard reift in der Geschichte und sein Verhältnis zu der alten Dame wird immer enger. 
    Sowohl der normale Familienalltag als auch das Verhältnis zu seinen Freunden wird lebendig erzählt. Dramatisch sind die Geschichten, die wir von Frau Silberstein erfahren. Aber auch der Alltag im Pflegeheim ist manchmal für den Jungen schwer zu ertragen. Gut, dass die Schwester Susanne so menschlich ist. 

    Ein Buch, das viel über das Leben des Mädchens in Auschwitz erzählt, aber auch die Probleme der Seniorin nicht außen vorlässt. Es ist schön, die positive Entwicklung Lennards zu erleben. Sicher nicht nur ein Jugendbuch, aber ganz klar für Jugendliche spannend.

    Dagmar Mägdefrau

  • Tayo bleibt!

    Tayo bleibt!

    Andreas Schlüter

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 13 Jahre

    Lisa ist die Tochter eines Polizisten und zusammen mit ihrer Freundin Hülya ist sie auf dem Rückweg von der Disco, als auf dem Bahnsteig sich Skinheads seinem afrikanischen Jungen nähern. Durch Lisas Eingreifen gelingt den Dreien die Flucht in eine S-Bahn.  Am nächsten Tag kommt Tayo in Lisas Klasse. Sie versucht ihn weiterhin zu unterstützen, aber da ihr englisch nicht besonders gut ist, ist das eine schwierige Sache.

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    Manchmal übertreibt Lisa auch und engt den Freund ein. Sie erfährt einiges über Nigeria und über die schwierige häusliche Situation Tayos. Dass der ein guter Fußballer ist, führt dazu, dass er beim HSV in der Jugendmannschaft spielen darf. Tayo träumt davon als Profi unabhängig werden und trainiert gerne. Allerdings ist sein Vater, der inzwischen mit einer anderen Frau zusammen lebt, ein sehr gläubiger Muslim und er schickt Tayo in eine Koranschule. 

    Nachdem das Buch einen Jahressprung macht, hat Tayo gut Deutsch gelernt und trotz seiner Zurückhaltung ist er beliebt. Doch dann kommt sein 18. Geburtstag und damit erhält er seinen Abschiebebescheid. Lisa zieht alle Register um den Freund vor der Abschiebung zu retten.

    Leider ist das Buch sehr an der Realität, der „Fall“ ereignete sich schon vor Jahren in Hamburg und er passiert täglich in unserem Land. Oft hört man dann von der Unterstützung aus der Bevölkerung. Aber oft geht es so schnell, dass wir nichts davon erfahren.

    Dagmar Mägdefrau

  • Drachenpost

    Drachenpost

    Emma Yarlett

    übersetzt von Ebi Naumann

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Obwohl die Kommunikation per Brief nicht sehr zeitgemäß erscheint, ist sie hier der besondere Spaß. Es gibt 5 Briefe, die in kleinen Umschlägen stecken und die Alex Fragen zur Haltung und Pflege eines Drachens beantworten. Aber von Anfang an, der kleine Alex findet im Keller seines Hauses, anscheinend wohnt er dort allein, einen freundliche roten Drachen. Natürlich macht er sich Gedanken um den Feuerschutz und so kommt der erste Brief von Herrn A. Larm von der örtlichen Feuerwehr.

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    Er rät zu einer ordentlichen Dusche. Obwohl der Drache gerne Marmeladenbrote isst, wird als Fachmann der Schlachter S.C. Hinken befragt. Daraufhin gab es Steaks und Schinken für den Drachen. Dann beschweren sich die Nachbarn, es kommt eine Brief der Anwältin P. Dantisch, die mit Maßnahme droht. Da die Versuche des Drachen sich leise zu verhalten nicht gut laufen, bittet Alex den Welttierschutz um Unterstützung. Leo Pard diagnostiziert „Haustrophobie“ und empfiehlt den Drachen regelmäßig ausfliegen zu lassen.  Obwohl die beiden damit sehr glücklich sind, merkt Alex, dass sich ein Drache nicht als Haustier eignet und so holt er den Rat seiner Freundin Hillary ein. Sie schickt einen Brief mit vielen Rechtschreibfehlern und schönen Bildern. Sie rät den Drachen in einen schönen Wald zu schicken, dort könne er besser wohnen. Als der Drache das hörte „strahlte er vor Freude.“ So kam es zum Abschied, aber Alex wird ihn nie vergessen.

    Das Buch hat schöne Bilder und kurze Texte. Die Brief, die wir von dem Hasen Felix kennen, sind etwas schwierig zu verstehen und ich denke der Gag mit den Namen erschießt sich den Kleinen noch nicht. Ich würde das Lesealter etwas älter ansetzten. 

    Zu erkennen, dass es für den anderen besser ist sich zu verabschieden, ist immer sehr schwer und hier verhält sich der kleine Alex wirklich toll, er lässt seinen roten großen Freund trotz Schmerzen im Herzen gehen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Kleines Reh im Schnee

    Kleines Reh im Schnee

    Holly Surplice

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon auf dem Cover glitzert  es silbern. Das Reh entdeckt den Schnee. Etwas ungelenk macht es sich auf den Weg und rutscht aus. Es begegnet Häschen und Vögeln, wagt sich aufs Feld und beobachtet eine Eule. In seiner Baumhöhle sehen wir ein schlafendes Eichhörnchen, beobachten mit den Kitz den fallenden Schnee.

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    Am Ende kehrt das junge Tier zu seinen Eltern in den Wald zurück. Alle drei liegen gemütlich schlafend in eine Busch „Geborgen daheim. Kleines Reh schlafe ein.“

    Die Bilder sind wunderschön gezeichnet und das Silber unterstreicht auf den Seiten die besondere Stimmung des Schnees. Die Text sind ganz kurz und gereimt. Die Stimmung des Winters ist hier sehr schön eingefangen und ich finde, dass Buch ist sicher schon für kleiner Kinder zum Vorlesen geeignet. Warum am Ende der Bilderbücher die Protagonisten immer schlafen müssen erschließt sich mir hier nicht.

    Dagmar Mägdefrau