• Ab in die Sonne – Die schönsten Sommergeschichten

    Ab in die Sonne – Die schönsten Sommergeschichten

    Mehrere Autoren

    NordSüd

    Lesesempfehlung ab 4 Jahre

    In diesem Buch wurden 8 Geschichten zusammengefasst. Pauli, das kleine Kaninchen möchte auch gerne Urlaub machen, aber es gibt etliche Probleme und so landet die Familie an einem See und freut sich über den Urlaubstag.
    „Lisas Mohnblume“ vom Regenbogenfisch-Autor Pfister ist eine schöne Geschichte vom Wachsen und Vergehen einer Mohnblume und natürlich vom Wiederkommen im neuen Frühjahr. Kurze Texte und anschauliche Bilder zeigen den Kreislauf der Natur.

    mehr oder weniger lesen

    „Das wasserscheue Krokodil“ will ja ins Wasser, aber irgendetwas in ihm wehrt sich dagegen. Dann stellt sich heraus, dass das kleine Krokodil ein Drache ist und es sich mehr zum Fliegen eignet.

    „Abenteuer am Meer“ ist eine Geschichte aus Japan und die Bilder sind wieder einfach wunderschön zart. Die ganze Familie Maus fährt an die See und Papa hat für alle Schwimmreifen dabei. Mit den daran befestigten Leinen kann er seine Familie zusammenhalten. Am Ende wird er mit den Schwimmreife gerettet.

    „Valentino Frosch“ glaubt, dass er ein Prinz ist und dass die Prinzessin ihn heiraten wird. So fährt er in seinem himbeerroten Cabrio los. Bald trifft er auf einen kleinen ängstlichen Vogel und die beiden fahren gemeinsam weiter. Als der Vogel heranwächst, wird er zum Storch und der kleine Frosch ist sich nicht sicher, ob sie Freunde bleiben können.

    Die „Zehn leuchtenden Glühwürmchen“ werden eins nach dem anderen in einen Glas gefangen. Am Ende werden alle wieder frei gelassen. Der Text lebt von der ständigen Wiederholung und die Bilder sind mit viel Atmosphäre gemalt.

    „Herr Hase und Frau Bär“ leben in einem Haus und die unternehmungslustige Bärin nimmt den Hasen mit auf einen Ausflug. Die optimistische Frau Bär hat es nicht leicht mit dem brummigen Hase. Aber es wird dann doch noch ein schöner Tag.

    Zuletzt die Frage „Wer fährt mit ans Meer?“ Roxanne möchte die Schildkröte, den Sonnenschirm, das dicke Buch, den Ball und natürlich das Baby mitnehmen. Aber immer bleibt ein Teil zurück. Erst in den Pferdekarren passt alles hinein und so sitzen im letzten Bild alle vergnügt am Meer.

    Ein dickes Buch mit zauberhaften Sommergeschichten, alle haben kurze Texte und schöne Bilder. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Clemens aus der Clementine

    Clemens aus der Clementine

    Andrea Behnke

    Karin Lindermann

    KeRLE / Herder

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Max isst eine Clementine und findet in ihrem Innern einen kleinen Mann mit einer geringelten Badehose und einer grünen Zipfelmütze. Schnell findet Max für ihn einen Namen, Clemens. Zunächst sucht der sich einen Platz zum Ausruhen, aber nichts gefällt ihm, erst die matschige erde der Yucca sagt ihm zu. Da es anfängt zu schneien, möchte Max seinem kleinen Freund den Schnee zeigen.

    mehr oder weniger lesen

    Schnell strickt er ihm mit der Strickliese einen Schlauchpullover. Clemens findet einen Platz im Umschlag von Maxs Mütze. Als Max vom Schlitten fällt, landet auch Clemens im Schnee. Dem Kleinen ist so schrecklich kalt, auf der Blumenerde schlafend, träumt er vom Süden und der Wärme. Max merkt, dass es seinem Freund hier im Winter nicht gut geht und so hilft er ihm, dass er gen Süden fliegen kann. Wie ein kleiner Nils Holgerson sitzt Clemens auf dem Rücken eines Vogels.

    So ein kleines niedliches Männlein möchte man gerne auch in seiner Clementine finden, aber haben wir alle die Größe den Freund fliegen zu lassen? Eine Freundschaftsgeschichte mit schönen Bildern illustriert.

    Dagmar Mägdefrau

  • Lerne uns kennen – Die Fische

    Lerne uns kennen – Die Fische

    Lucia Scuderi

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sind viele bunte Fische in unterschiedlichen Größen zu sehen. Auch die ersten Seiten sind voller kleiner Fische und mittendrin ein roter Fisch. Zunächst wird der Körper der Fische erklärt. Der rote gedruckte Text erklärt Allgemeines und die schwarzen Texte erklären Besonderes. Hier geht es um Kiemen und Schwimmblase, die kann man bei einem „durchsichtigen“ Fisch sehen.

    mehr oder weniger lesen

    Der Rochen braucht sie nicht und der Hai hat gar keine. Beide Fische sind mit ihren Namen versehen abgebildet. „Die merkwürdigsten Familien“ ist die Überschrift der nächsten Seite. Hier geht es um die verschiedenen Körperformen. Eine Auswahl der Fische ist mit Namen zu sehen. Weiter geht es mit den Flossen, die ja auch sehr unterschiedlich sind. Alle Flossenarten und ihre Nutzung werden anhand eines Fisches aufgezeichnet. Auch der Schwanz kann ganz verschieden aussehen. Die Atmung der Fische ist ein spannendes Thema. Natürlich darf ein Fisch Schuppen haben, zu mindestens haben sie die meisten. Einige Fische sind Meister der Tarnung, so kann man die platte Seezunge am Meeresgrund kaum sehen. Die Seitenlinien sind ein besonderes Sinnesorgan der Fische, sowas wie „Der 6. Sinn“. Erstaunlich, wie Fische sich zu einem Schwarm zusammenfinden. Einige Fische tun sich mit kleinen Helfer-Fischen zusammen, wie das funktioniert wird hier erklärt. Nach den Themen Sprache, Schlaf und Eier geht es um die „Fische“, die keine sind, die Wale. 

    Dieses Sachbilderbuch hat viele Wissen in einfachen Erklärungen und erklärenden Bildern untergebracht. Für junge Weltentdecker und Fischforscher unentbehrlich.

    Dagmar Mägdefrau 

  • Komm, wir entdecken die Eichhörnchen

    Komm, wir entdecken die Eichhörnchen

    Martine Jenkins

    Richard Jones

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Im Einband gehen wir durch den Wald und komme zu einer Schneelandschaft, im Baum sitzt eine Eule. In großen Buchstaben wird der erzählende Text gedruckt. Daneben gibt es Sachtexte in kleinem Druck, „Wenn es kalt wird, gefriert das Wasser zu Eis.“ Dann sehen wir die schlafenden Eichhörnchen in ihrem Kogel, sie machen sich auf Futter zu suchen. Das nächste Kapitel handelt vom Frühling und die Eichhörnchen freuen sich auf die frischen Knospen.

    mehr oder weniger lesen

    Das Eichhörnchen hält sich an einem Zweig und knabbert an einer Knospe. Gefährlich nah fliegt die Eule in der Dämmerung vorbei. Dann wird es Sommer, wieder sehen wir dieselbe Landschaft, diesmal blüht es rund um den See und die Sonne steht hoch am Himmel, aber ein Gewitter bahnt sich an. Nun wird es Herbst und die Tage werden wieder kürzer. Die Zugvögel fliegen gen Süden und die Eichhörnchen sammeln fleißig Futter für den Winter. Dann ziehen machen sie es sich in ihrem Kobel gemütlich. Auf der vorletzten Seite gibt es noch ein paar längere Texte zu Thema Laubwechsel, Winterschlaf und Zugvögel.

    Dann geht durch den Wald zurück.

    Eichhörnchen wohnen inzwischen auch in den Städten und sind damit ein Tier, dass die Kinder kennen. Deshalb dürfte dieses Sachbilderbuch viele Kinder interessieren.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein Geld, dein Geld – Von Mäusen, Kröten und Moneten

    Mein Geld, dein Geld – Von Mäusen, Kröten und Moneten

    Mike Schäfer

    Meieke Töpperien

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    In 87 ganz kurzen Kapiteln wird in diesem Buch neben vielen Bildern eine ganze Menge über Geld erzählt. Es fängt ganz vorne mit der Geschichte des Geldes an, nämlich damit, wie das Geld entstanden ist. Die Inflation wird an dem Preis für eine Kugel Eis festgemacht, eine Maßeinheit, die ich auch all mein Leben vergleiche. Anschaulich wir erklärt, dass man nicht nur Dinge, sondern auch Dienstleistungen „kaufen“ kann.

    mehr oder weniger lesen

    Über die verschiedenen Währungen geht zu zum Taschengeld. Ein wichtiges Thema für Kinder. Die „Wann ist jemand arm bzw. reich?“ wird durch ein erklärendes Bild zum Durchschnitt und einem gut gemachten Text vermittelt. Die Kapitel über die Banken und elektronisches Geld sind sehr gut zu verstehen. Wofür wird das Geld der Kinder und der Familie ausgegeben? Dann geht es um Versicherungen hier stehen die Sozialversicherungen im Fokus. Von den Steuern werden auch die Schulen finanziert. Nach den Kapiteln, in denen es um Kredite geht, wird ein Unternehmen gegründet. Und zwar zunächst im Kleinen. Ein Kind verkauft Saft, dann kommt ein zweites Kind dazu, es wird expandiert und der Erfolg ist so groß, dass Aktien verkauft werden. Aber es geht nicht nur immer um Gewinne, auch Insolvenzen sowohl bei Firmen als auch im Privaten werden erklärt. Zum Ende steht die Frage im Raum, wie kann man mit Geld helfen?

    Ich habe die meiste Zeit meines Lebens in einer Bank gearbeitet und mir gefällt die Umsetzung dieses Themas sehr gut. Ich bin erstaunt welch einfache Möglichkeiten die Macher dieses Buches gefunden haben, um komplizierte Dinge zu erklären. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Hugo, der Fisch

    Hugo, der Fisch

    Daniel Fehr

    Lihie Jacob

    BELTZ & Gelberg

    Verlagssempfehlung ab 4 Jahre

    Verrückte Gestalten begegnen uns in diesem Bilderbuch. Hugo, der Fisch, möchte ins Freibad. In der Schlange stehen viele Fische, alle auf Beinen und in Badesachen. Bloß Hugo hat seine Badehose vergessen. „Der tolle Hecht trägt die Hose schwarz“, da sehen wir einen Hecht mit Sonnenbrille, ersteht auf Beinen mit Flip-Flops an den Füssen und trägt eine schwarze Boxershorts mit roten Streifen.

    mehr oder weniger lesen

    „Der Finanzhai dunkelblau“, er Hai mit iPhone am  Ohr trägt eine ganz knappe Badehose. Man sieht Fische im rosa Bikini, im Leopardenbadeanzug, ein ganze Gruppe Barsche am Sprungturm und eine Flunder mit gemusterter Badehose, rosa Flamingos auf türkisem Grund. Erst als Hogo ganz tief auf den Grund taucht, trifft er auf „normale“ Fische ohne Kleidung und stellt fest „Ein Fisch schwimmt ohne.“

    Ich bin nicht sicher, ob die Kinder auch so viel Spaß an dem Bilderbuch haben, wie ich. Viele Gags kann man sicher erst mit etwas Lebenserfahrung verstehen.
    Die Bilder sind einfach toll, realistisch, bis auf die paar Kleinigkeiten, wie Badekleidung und Beine.

    Dagmar Mägdefrau

  • Als die Tiere im Wald noch nackig waren

    Als die Tiere im Wald noch nackig waren

    Elfe Marie Opiela

    annette betz

    Verlagssempfehlung ab 4 Jahre

    „Früher waren alle Tiere nackig“ eine Aussage, die durch die Bilder belegt wird. Der nackte Bär spielt mit der Schlange Federball. Auf dem Baum die Eule, im Teich der Frosch und hinter den Baumstämmen der Tiger, alle sind beigebraun. Dann verlieren die Bäume ihre Blätter und es wird kalt. Die Tiere frieren, doch der Biber kann helfen.

    mehr oder weniger lesen

    Er schneidert allen Tieren ein Kostüm. Der Igel wählt knallgelben Stoff mit Streifen, die Schlange einen flauschigen braunen Stoff und die Schnecke geht ganz in weiß. Leider haben alle Tiere Probleme mit ihrer neuen Kleidung. So hat die Eule die Idee zur „lustigen Kleidertauschparty“. Alle Tiere kommen so an die „Kleidung“ in der wir sie kennen. „Nur manchmal, wenn niemand schaut, veranstalten sie noch heimlich Nackigpartys“.
    Weder Evolution noch Bibel, eine ganz neue Version, wie die Tiere zu ihrem Aussehen kamen. Trotzdem eine spaßige Idee, die auch die Kinder schmunzeln lässt.

    Kurze Texte, einfache bunte Bilder.

  • Immer kommt mir das Leben dazwischen

    Immer kommt mir das Leben dazwischen

    Kathrin Schrocke

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Karls Eltern sind beide sehr erfolgreiche Wissenschaftler und deshalb hat Karl auch ein besonderes Wissen auf einigen Gebieten. Als er von seinem verstorbenen Opa träumt, haben die Eltern auch sofort eine logische Erklärung. Im Traum hat Opa ihn aufgefordert ein Youtube-Star zu werden, obwohl er davon gar keine Ahnung haben kann. Karl weiß auch nicht so recht, was er auf dem Internet-Portal hochladen soll.

    mehr oder weniger lesen

    Seine Ideen sind eher komisch. Als er sich dann doch aufrafft, hat er nur Follower, die er auch kennt und eine komische Katzenfrau, die aber wieder verschwindet.
    Aber Karl hat auch so noch genug Probleme. Sein Schwarm Irina hat einen anderen, seine Oma erwägt in ein Mehrgenerationenhaus zu ziehen. Seine Eltern denken, es sei eine Hippie-WG und raten Oma sehr davon ab. Mit Hilfe seiner Cousins, die als Zwillingen nicht unterschiedlicher sein können, hilft Karl Oma beim Umzug. Dabei lernt er Larissa kennen und verliebt sich in sie. Die Leute, die in der WG wohnen sind eigentlich sehr nett und Oma wohnt gerne dort und nimmt wieder richtig am Leben teil. 
    Da trenne sich Karl Eltern und der Vater zieht aus der gemeinsamen Wohnung ausgerechnet in das Mehrgenerationenhaus und trifft dort auf Oma.
    Es passiert also einiges in diesem Buch und Karl hat dabei die Zügel nicht in der Hand. Es kommt ihm einfach immer das Leben dazwischen.

    Ein kurzweiliger Roman, der die Probleme nicht so wirklich ernst nimmt. Man lernt dabei eine Einrichtung kennen, die die Autorin aus eigener Erfahrung beschreiben kann und hat viel Spaß beim Lesen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein Jahr mit den Kranichen

    Ein Jahr mit den Kranichen

    Thomas Müller

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Schon auf dem Cover ist ein Kranichpaar zu sehen. Die Vögel wirken, dank der Lackfarbe, besonders dynamisch. Die Figuren des typischen Paarungstanzes sind so gut erkennbar, dass man die Trompetentöne zu hören glaubt. Das erste Bild zeigt die Vögel im Frühjahr, wenn sie im Morgennebel ihre Flügel schlagen. Der kurze Text erklärt ihre Bewegung mit Tanzen.

    mehr oder weniger lesen

    Danach steht das Paar auf einer grünen Wiese und das Männchen wirbt um sein Weibchen. Das Bild der Paarung zeigt einen Ausschnitt, der auch nur mit knappen Worten erklärt wird. Ich denke, hier steht es jedem Vorleser frei, mehr zu erklären, wenn ein Bedarf besteht. Nestbau, Eier legen und das Schlüpfen sind Thema der nächsten Seiten. Wir sehen das Küken und die vergleichsweise großen Füße der Eltern. Dann wachsen die Kleinen heran, die Eltern vertreiben mit den spitzen Schnäbeln selbst den Fuchs und schon trifft man sich zum großen Essen vor dem Flug in den Süden. Flug und Ankunft in Spanien und die Rückkehr, die zum ewigen Kreislauf gehört, zeigen das Leben der Kraniche. Auf den letzten Seiten geht es noch im „Wissenswertes“ über die Kraniche, Fischreiher und Weißstorch. 

    Das Buch zeigt wieder, dass ein Sachbuch auch schon für Vorschulkinder interessant ist und besonders die Bilder sprechen mich sehr an. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Wann sind wir endlich da?

    Wann sind wir endlich da?

    Petra Postert

    Jens Rassmus

    Tulipan

    Verlagssempfehlung ab 4 Jahre

    Die Frage, die wir Eltern auf jeder Reise immer wieder hören. Jim ist mit Papa im Auto unterwegs. Es ist spät, Papa ist müde und trinkt Kaffee, aber Jim will nicht einschlafen. Papa soll sich eine Geschichte ausdenken. Also erfindet er eine Ziege, eine junge Ziege und eine alte Gans. Jim hilft bei der Geschichte mit, er hat viel Fantasie und bald sind die beiden Tiere auf einem Baumstamm in einem Fluss.

    mehr oder weniger lesen

    Papa verliert immer wieder den Faden, muss gähnen und muss dringend. Die Tiere spazieren derweil durch eine große Stadt, fliegen auf einer Wolke, landen gut und sitzen auf einmal auf der Straße. So fahren sie auf der Rückbank bei Jim mit und fragen „Wann sind wir endlich da?“ und Jim antwortet „Wenn ihr geschlafen habt.“

    Ein schöner kurzer Text mit viel Fantasie und Bilder, die aus Zeichnungen von der Realität und gemalten realistischen Bildern von Ziege und Gans gestehen und die am Ende verschmelzen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein Kleid voller Geschichten

    Ein Kleid voller Geschichten

    Irene Berg

    Ingrid Mennen

    Kunstanstifter

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Tinka kennt schon viele Buchstaben und malt „Haus“ oder „Baum“ und schreibt das Wort daneben. Damit können sich sicher viele Kinder identifizieren. Tinka malt natürlich auch sich selbst mit Brille und schreibt Name und Alter daneben. Dann erzählt Tinka von ihrem zu Hause und wir sehen sie gemütlich mit den Geschwistern und ihrer Mutter auf dem Sofa sitzen und ein Buch lesen.

    mehr oder weniger lesen

    Die Eltern lesen die Zeitung und da legt sich Tinka auf ein großes zusammengeklebtes Zeitungsblatt und ihre Umrissen werden in rot auf das Blatt gezeichnet. die entsprechende Seite im Buch ist zu beiden Seiten ausklappbar, damit wir auch die ganze Tinka sehen können. Tinka schreibt noch „Nase, Augen, Mund“ dazu und dann lässt sie die gemalte Tinka wie eine Fahne flattern. Dann liest sie ihr Geschichten vor und es gibt schön gezeichnete Seiten mit den Figuren aus den Geschichten. Am Ende bastelt Tinka aus der Zeitung ein Buch „Buch von Tinka“ und stellt fest „Ein Buch ist wie ein Freund. Es erzählt dir die schönsten Geschichten!“

    Tinka wird in dem Buch immer von einer schwarzen Katze begleitet, die Bilder sind in zarten Tönen gehalten, manchmal auch, wie das Cover auch wie ein Scherenschnitt. Die abgebildeten Bücher, das liest man im Anhang sind Bücher der Autorinnen. Es handelt sich um Mutter und Tochter, die in Südafrika beheimatet sind.

    Ein Buch, dass die Liebe zum Buch in schönen Worten und Bildern beschreibt.

    Dagmar Mägdefrau 

  • Mein Jimmy

    Mein Jimmy

    Werner Holzwarth

    Mehrdad Zaeri

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Werner Holzwarth kennen wir von seinem Bestseller „Vom kleinen Maulwurf, der wisse wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“. Hier erzählt er für seinen fünfjährigen Sohn vom Nashorn Jimmy. Jimmy lebt zusammen mit dem Madenhacker-Vogel Hacki. Er sitzt auf seinem Rücken und sammelt die Maden von Jimmys Haut.
    Jimmy ist alt und beiden ist klar, dass die gemeinsame Zeit bald zu Ende ist und so erzählen sie sich die alten Abenteuer. Hacki übertreibt immer etwas.

    mehr oder weniger lesen

    So hat Jimmy zwar drei Löwen verjagt, aber keine 300. Und einmal hat auch Hacki Jimmy das Leben gerettet, weil er dem Jäger um den Kopf geflogen ist. „Hacki, solange du an mich denkst, wird es mich geben“ mit diesem Satz tröstet Jimmy seinen kleinen Freund. Danach folgen einfühlsame Bilder, die das Fortgehen von Jimmy beschreiben. Hacki sitzt dann mit anderen Vögeln auf einem Zebra und erzählt allen seine Geschichten und so bleibt die Erinnerung an Jimmy bestehen.

    „Dies ist kein Buch über das Sterben, sondern über das Leben“ so beginnt das Vorwort und ich kann dem Autor nur Recht geben.
    Ein wundervolles Buch mit einfachen Worten und Bildern, die viel sagen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Jenseits der blauen Grenze

    Jenseits der blauen Grenze

    Doris Linke

    magellan

    Verlagssempfehlung 14 Jahre

    „Ich kann nicht Biologie studieren. Mein Vater hat einen Dachschaden, meine Mutter ist nie da, mein Opa ist irre, der alte Knacker … will mir an die Wäsche.“ Das ist die Situation der siebzehnjährigen Hanna. Ihrem Freund Andreas geht es nicht besser. Auch er darf nicht in der IT-Branche arbeiten, sein Vater schlägt ihn, deshalb wohnt er inzwischen in einem Abrisshaus. Ihr gemeinsamer Freund Sachsen-Jensi durfte mit seinen Eltern aus der DDR ausreisen. Hanna und Andreas überlegen deshalb 50 km über die Ostsee zu schwimmen.

    mehr oder weniger lesen

    Das Buch beginnt mit dem Start dieser Flucht. Die beiden haben die Gegend um Warnemünde erkundet und sie wissen, wann man los kann, ohne gesehen zu werden. Hanna trainiert hart für dieses Unternehmen, beide haben einen Neoprenanzug, ohne den das Wasser viel zu kalt wäre. Durch ein dünnes Seil sind die beiden miteinander verbunden. Unterbrochen wird die Geschichte ihrer Flucht durch Rückblicke. Da geht es um die Versorgungslage, um ein Stasihaus, häusliche Gewalt, Depression, einen sozialistisch geprägten Schulalltag, mit all seinen Intrigen und Verleumdungen. Eine Welt, die den jungen Leser*innen und uns Westlern nicht bekannt ist. Manchmal möchte man da beim Lesen rufen „Seid ihr denn noch gescheit?“  Dazwischen schwimmen die beiden immer weiter in die Ostsee Richtung Norden. Beinahe erwischt sie eine Streife mit ihren Scheinwerfern, dann kommen sogar Boote, die nach ihnen suchen, später ist ein Hubschrauber über ihnen. Für einige Zeit können sie sich auf einer Boje ausruhen, doch das Weiterschwimmen fällt danach um so schwerer.

    Die Sprache ist vom DDR-Terminus geprägt, es gibt hinten auch ein kleines Glossar. Zu Ende des Buches werden die Sätze immer kürzer, bestehen nur noch aus „Ein. Aus. Bin bald da. Aus. Wie lange. Ein. Noch.“ Beim Lesen wurde ich ganz kurzatmig und fühlte die Schwere der Glieder und die Nässe.

    Was das Buch noch einmal dramatischer macht, ist der Zeitpunkt der Handlung. Es ist August 1989 und die beiden hätten nur noch bis zum 9.11.1989 durchhalten müssen. Aber das wusste ja damals keiner. Gerade jetzt nachdem sich die Wiedervereinigung zum 30 Mal jährt, finde ich das Buch besonders wichtig. Gerade aus Schullektüre macht es Sinn. Es ist spannend zu lesen und man erfährt viel aus dieser Zeit der Wende aus erster Hand von einer Autorin, die damals so alt war wie Hanna.

    Dagmar Mägdefrau

  • Frieda und das Glück der kleinen Dinge

    Frieda und das Glück der kleinen Dinge

    Andrea Behnke

    Südpol

    Verlagssempfehlung ab 10 Jahre

    Lena ist 10 Jahre und das neue Schuljahr auf der weiterführenden Schule beginnt. Leider ist Nele, ihre beste Freundin, nach Bayern gezogen und mit den Mädchen in der Klasse kommt sie nicht zurecht. Gut, dass Lukas neben ihr sitzt und sie mit zum Tischtennis nimmt. Darin ist Lena nämlich sehr gut. 
    Später möchte Lena Biologin werden wie ihre Oma. Mit ihr forscht sie gerne und sie weiß schon eine ganze Menge über Fruchtfliegen.

    mehr oder weniger lesen

    Zusammen mit Lukas, der Ornithologe werde möchte, kann sie bei einem Biowettbewerb zeigen, was für tolle Ideen sie hat.
    Nachmittags geht Lena gerne zu Oma Frieda, von ihr hat sie ihren zweiten Namen. Die Oma kann zwar nicht kochen, aber dafür immer wieder gute Ideen, was Lena machen kann. Leider geht es der Oma nicht so gut, deshalb stöbert Lena auf dem Dachboden und die Oma erzählt aus ihrer Kindheit.
    In den Herbstferien besucht Lena ihre Freundin Nele. Dort in Bayern wird Lena ein ganzes Stück erwachsenen und kann zu Hause mit Lukas und Rieke Freundschaft schließen. 
    Der Schulwechsel ist ja so schon nicht einfach, aber ohne Freundin an der Seite ist es eine echte Qual. Lena bleibt sich treu und findet Anschluss an neue Freunde. Die Geschichte ist alltäglich und trotzdem erzählenswert. Und Andrea Behnke erzählt die Geschichte in einem flotten Tempo, mit Redensarten, die mich schmunzeln lassen. Die knapp 150 Seiten sind in großer Schrift gut lesbar gedruckt. Die Kapitel sind unterschiedlich kurz und beginnen immer mit einem kleinen Bild. Das Cover gefällt mir sehr gut, lauter Früchte auf rotem Grund, Nahrung für die kleinen Fruchtfliegen?

    Dagmar Mägdefrau

  • Hinten und vorn – Alles, was hüpft und rennt

    Hinten und vorn – Alles, was hüpft und rennt

    John Canty

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Wie bei dem gleichnamigen Buch „Alles krabbelt und fliegt“ geht es auch darum Tiere anhand ihrer Hinterteile und einigen Informationen zu erkennen. „Ich habe einen weißen Puschelschwanz“ ist einer der Tipps zum grauen Tier, von dem wir nur das Hinterbein und den erwähnten Schwanz sehen. Auf der nächsten Seite schaut uns den Kaninchen entgegen. Schlange, Tiger, Fisch und Nashorn sind als nächstes zu erraten.

    mehr oder weniger lesen

    „Ich bin riesig.“ Ist die Ansage und zu sehen ist ein Mäuseschwanz, auf der nächsten Seite ist ihr Vorderteil, aber auch das Hinterteil eines Elefanten zu sehen. So sind auch kleine Gags in dem Buch zu finden. Es gibt noch viele unterschiedliche Tiere zu erraten und am Ende heißt es u.a. „Jeden Tag lerne ich etwas Neues. Ich bin…. ICH!“ 

    Die Aquarellbilder in dem Buch sind realistisch gezeichnet und wunderschön anzusehen. Der Einband hebt die Tiere lackiert hervor. Die Kinder raten mit Begeisterung der Tiere und lernen dabei spielerisch Neues. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Hinten und vorn – Alles, was krabbelt und fliegt

    Hinten und vorn – Alles, was krabbelt und fliegt

    John Canty

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das Bilderbuch hat wunderschöne Aquarell Zeichnungen von den Tieren und gibt in kurzen Sätzen Informationen zu dem zu erratenden Tier. „Ich wohne in einem Volk. Ich mache Honig. Ich kann stechen.“ Gleich daneben sehen wir zu dem Text „Ich bin eine…“ das braun-gelb gestreifte Hinterteil der Biene. Auf der Nächsten Seite ist der andere Teil des Insekts zusehen und noch zwei andere Exemplare und natürlich das Lösungswort „Biene“.

    mehr oder weniger lesen

    Über Marienkäfer und Stechmücken geht es zur Raupe. Da kann es gleich weitergehen mit „Ich war einmal eine Raupe“ und danach werden Raupen in den unterschiedlichen Verpuppungsstadien abgebildet und ein Stück eines Schmetterlingsflügels. Auf der Lösungsseite sehen wir einige bunte Falter. Das häufigste Insekt der Welt ist der Käfer und mit Millionen anderen leben Ameisen zusammen. 

    In diesem Buch lernen die Kinder beim Rätseln schon eine ganze Menge über die Tiere. Die Natürlichen Bilder bringen die Tiere ebenfalls näher. Der größte Spaß ist aber sicher das Raten und ich denke bald können die Kleinen auch die Erwachsenen befragen. 

    Es gibt auch ein zweites Buch „Alles, was hüpft und rennt“.

    Dagmar Mägdefrau

  • Tagesschau & Co

    Tagesschau & Co

    Sarah Welk

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Ein eindrucksvolles Sachbuch rund um die Welt der Nachrichten. Es beginnt mit der Begriffserklärung und der Geschichte der Nachrichten. Es gab ja nicht immer Fernsehen und Internet. „Die Tageschau“, „Heute“ und „RTLaktuell“ werden vorgestellt und verglichen. Das habe ich auch nicht so genau gewusst. Natürlich sind auch die Kindernachrichten „logo!“ ein Thema.

    mehr oder weniger lesen

    Ingo Zamperoni berichtet, wie er seine Texte zusammenstellt und dass er mehr als 30 Minuten am Tag arbeitet. Linda Zervakis berichtet von ihrer Kleidung, die in der Schwangerschaft hinten aufgeschnitten wurde. Anne Gellinek berichtet, was sie als Korrespondentin im Ausland macht. Dazwischen gibt immer wieder Rätsel, Bilder und Zeichnungen. Und es werden ganz, ganz viele Frage gestellt und beantwortet. „Warum kommen fast nur schreckliche Nachrichten vor?“ ist eine Frage, die ich mir auch schon oft gestellt habe. Aber es gibt auch Tipps, was man machen kann, wenn „die Nachrichten dir Angst machen“. Boulevard-Journalismus und Face-News sind Themen, genau wie die Frage „Rufen manchmal Politiker an und bestimmen einfach?“ 

    Die Texte sind gut verständlich geschrieben und schon die Überschriften machen neugierig. Es ist gut über dieses Thema informiert zu sein, es gibt inzwischen so viel widersprüchliche Nachrichten, da ist es gut, wenn man die Quellen etwas näher kennt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein großes Buch – Dinosaurier

    Mein großes Buch – Dinosaurier

    Bilder von Natasha Durley

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ein Din-A 4 Pappbilderbuch mit bunten Farben und vielen Dinosaurier-Bildern. Es beginnt mit gigantischen Hörnern und einem kurzen Text zu diesem „großen, trägen Pflanzenfressern“.  An jedem Bild steht der schwierige Name des Sauriers und es wird gefragt, „Welcher Dinosaurier hat ein Horn auf der Nase und scharfe, weiße Zähne?“ Es ist gar nicht so leicht den richtigen zu finden.

    mehr oder weniger lesen

    Danach sind die Exemplare mit den furchterregenden Zähnen abgebildet, diesmal suchen wir den „Saurier mit den pinken Flügeln“. Im weiteren Verlauf geht es um fantastische Flügel, stolzen Kopfschmuck, geniale Schnäbel, unglaubliche Rüstungen, flinke Flossen, lang Hälse, tolle Segel und Stacheln und gruselige Krallen. Auf der letzten Doppelseite lernen wir noch pelzige Säugetiere kenne, die damals schon gelebt haben. „Welches Tier der Urzeit gefällt dir am besten?“ lautet die letzte Frage. 

    Dinosaurier sind für Kinder immer faszinierend und hier können sich die Kleinen schon mit der Materie befassen. Das Pappbuch kann man ihnen schon allein in die Hand geben und sicher kennen die Kinder ganz schnell die schwierigen Namen.

    Dagmar Mägdefrau