• Der Tag, an dem Tiffany das Wasser aus der Wanne geschaukelt hat

    Der Tag, an dem Tiffany das Wasser aus der Wanne geschaukelt hat

    Marc-Uwe Kling

    Illustrationen von Astrid Henn

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Jetzt steht der jüngste Spross der Familie, die kleine Tiffany, mal im Mittelpunkt. Schon der Titel und das Cover verrät einiges. Nachdem die Damen der Familie zum Wellness gefahren sind, muss Papa zeigen, dass er der Herausforderung Opa und die restlichen zwei Kinder zu hüten gewachsen ist. Dank seiner drei Sprösslinge hat er sich vom einfachen Papa über den Doppel-Papa zum Profi-Papa profiliert. Deshalb sieht er da keine Herausforderung, die er nicht meistern kann. 
    Leider hat Tiffany entschieden, dass sie nicht mehr geküsst werden möchte und wenn das doch geschieht, muss sie sofort baden.
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    So nimmt das Schicksal seinen Lauf. So hat das Badewasser so bewegt, dass es aus der Wanne geschwappt ist. Opa, der natürlich auch nicht fehlen darf bezeichnet das als Schwungkraft. Als sich dann auch noch Max nasse Füße holt, er trägt zum Glück keine Socken, wie die anderen, sind alle zusammen und wie nicht anders zu erwarten, wird alles noch viel schlimmer. So kommt es, dass die Damen sich später über das saubere Badezimmer wundern.
    
    Erstaunlich, wie der Autor es bei dem Chaos noch schafft 16 Jahre Kanzlerin in dem Text unterzubringen. Die Bilder tragen zusätzlich noch zum Spaß beim Lesen des Buches bei. Für mich eine wundervolle Fortsetzung der ersten drei Bücher. 
    
    Dagmar Mägdefrau 
  • Hotel Summ Summ

    Hotel Summ Summ

    Danilea Kunkel

    Anna Liesa Kiesel

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Fast sieht es aus wie an der Riviera, dass Insektenhotel auf dem Cover. Stolz steht der Hirschhornkäfer als Direktor Kneifzange davor. 
    Im Einband werden uns die Tiere, die im Buch vorkommen vorgestellt und wir erfahren einiges über sie. Das Marienkäfermädchen Pünktchen muss sich schnell das neue Hotel ansehen, dazu fordert sie ihr Freund der Tausendfüßler auf. Zunächst muss noch einiges getan werden, damit die Gäste einziehen können. Doch bald wollen Polly Biene und Meli Hummel ein Zimmer.
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    Pünktchen bringt sie zuerst versehentlich in die Besenkammer, doch dann bekommen sie ein schönes Zimmer mit Balkon. Lotte, die Motte wird liebevoll ins Bettchen gebracht und das Zimmer wird nach Wunsch verdunkelt. Für die Schnecke sind zwar die Zimmer zu klein, aber da sie ein Haus hat, reicht der“ schattigkühle Schneckenparkplatz.“ Nur kommen auch Familien mit Kindern und Kneifzange verspricht „Bei uns gehen alle Wünsche in Erfüllung!“ Dann muss man das Buch wenden, denn das ganze Hotel mit seinen Zimmern passt nur hochkant auf eine Doppelseite. Alle fluchten sich vor dem Regen ins Hotel, doch leider ist das Dach nicht dicht. Aber alle helfen mit und als die Sonne wieder scheint, bleibt eine riesige Pfütze, die Pünktchen zum Pool erklärt. 
    
    Ein QR-Code führt zur Bastelanleitung für ein Insektenhotel. 
    Niedliche Tiere besonders Pünktchen ist richtig putzig. Trotz des neuartigen Insektenhotels wirkt das Buch eine wenig altmodisch auf mich und erinnert an Biene Maja.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Bitte, danke – was ist richtig? Darum sind Manieren wichtig

    Bitte, danke – was ist richtig? Darum sind Manieren wichtig

    Norbert Pautner

    Bassermann

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Oft höre ich Beschwerden, dass es keine Respekt und keine Manieren mehr gäbe. Schon der Titel des Buches zeigt, worum es hier geht. Das Vorwort ist ein längeres Gedicht, dass nochmals erklärt, um was es geht.
    „Wenn es heißt: „Nun sei doch brav!“
    Meint das nicht, dass man nichts darf.“
    Unter der Überschrift „Umgangsformen“ wird beschrieben, dass man freundlich fragt „Wie geht´s?“ und andere Höflichkeitsformen nutzt. 
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    Da wird im Bild einem Waschbär ein Stuhl angeboten und ein Frosch schenkt einem Krokodil Blumen. Vier kleine Bilder zeigen, dass man nicht einfach etwas nimmt (ein Hase nimmt dem Frosch die Vase für seine Blumen weg), sondern höflich fragt. So geht es auch mit dem Eis des Bären, wenn das Eichhörnchen fragt, darf es auch mal lecken. Kein „Hä?“, kein „Was?“, ein „Wie bitte?“ ist die Frage, wenn man etwas nicht versteht. Wenn mal was schiefläuft, sollte man sich entschuldigen. Beim Thema „Respektvolles Anreden“ geht es um das „Sie“ und man soll sich vorstellen, wenn man zu Fremden in einen Raum geht, höflich unterbrechen und nicht dazwischenreden und Rücksicht auf andere nehmen, (hier macht der Frosch sich auf dem Sitz im Bus breit und er Elefant setzt sich auf ihn). Der Bär ist gemein zum Hasen, aber er muss erfahren, dass das Nashorn auf ihn „herabschaut“ und am Ende essen alle zusammen Eis. Im letzten geht es um Tischmanieren. „Wenn man ihn dann rülpsen hört, fühlt man sich extrem gestört!“ 
    
    Die ganze Aufmachung des Buches ist etwas altbacken und hätte durchaus etwas Witz gebraucht. Einem dreijähriges Kind wird man das „Du“ sicher verzeihen. Das Siezen kommt sowieso immer mehr aus der Mode. Das Wegnehmen einer Vase ist bei Kindern auch eher unüblich. Die gereimten Texte sind sehr lang und umständlich
    
    „…erntet so nur Nörgelei, Unmut oder gar Geschrei. Lieber wartet wohlgemut man, bis jeder sitzen tut.“
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Sommer voller Brombeeren

    Ein Sommer voller Brombeeren

    Olivier de Solminihac

    Stéphane Poulin

    Atlantis

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Die zarten weichen Bilder haben mich schon auf dem Cover begeistert. 
    Der große Bär Mischa, das Ziegenmädchen Mara und der kleine Fuchs, der uns die Geschichte aus seiner Sicht erzählt, haben zusammen Urlaub gemacht und wollen das Auto für die Rückreise packen. Aber leider passt nicht alles in den Kofferraum. Doch dann machen sich die Drei zu einem Abenteuer auf. Mischa führt sie durch einen Stacheldrahtzaun zu einer Wiese, auf der viele Brombeersträucher wachsen.
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    Alle Beeren werden in der Schale auf der, der Name des Fuchsjungen steht gesammelt. Als sie mehr haben, als sie essen können, beschließen sie die Restlichen unterwegs zu essen. Auf dem Weg zurück trägt Mischa den Fuchs und die „Finger sind rot und klebrig vom Saft.“ Sie erinnern sich an die Dinge, die sie unternommen haben und finden „Die Brombeeren sind wie Erinnerungen an unseren Sommer.“ Dann geht es mit dem Auto zurück nach Hause, es dämmert bereits und die Sachen haben Platz gemacht für „die Schale mit Brombeeren“.
    
    Wie schon erwähnt, haben es mir die Bilder angetan, aber auch die Geschichte, die das wehmütige Ende eines Urlaubs etwas versüßt, weil die Erinnerung und der Geschmack von Brombeeren bleiben. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Der Monsterjägerclub – Die Geisterbahn von Bad Murks

    Der Monsterjägerclub – Die Geisterbahn von Bad Murks

    Thilo

    Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Im Einband lernen wir die Protagonisten dieses Buches kennen. Zu ihren Bildern gibt es eine kurze Erklärung zur Person. Emilia und Max jagen zusammen mit ihrem erfindungsreichen Opa Monster. Opa hat eine Monsterhandy entwickelt, auf deren Display man Monster sichtbar machen kann. So lautet die erste Aufgabe Monster auf dem Handy zu sehen. Opas Werkstatt ist auch die Zentrale das Clubs. Aber erst gilt es den passenden Schlüssel für die Tür zu finden.
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    Der neue Auftrag kommt von Giselda Graus, der Besitzerin der Geisterbahn. Sie befürchtet, dass sich zwischen den Figuren der Geisterbahn auch echte Monster befinden. Aber erst muss der vierte Jäger, das Schnüffelschwein gefunden werden. Dann geht es zur Geisterbahn und das Abenteuer kann beginnen.
    
    Durch die große Schrift und die vielen Bilder lässt sich das Buch einfach lesen, die Rätsel lockern noch zusätzlich auf und die Monster sind eher niedlich als furchteinflößend. Bei manchen Rätseln war mir die Fragestellung bzw. die Lösung nicht ganz klar. Aber vielleicht sind echte Monsterjäger unter den Lesern da klüger.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ich bin so froh über meinen Po!

    Ich bin so froh über meinen Po!

    Maki Saito

    DK

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Ich fang diesmal mit der letzten Seite an, dort findet man außer den Informationen zur japanischen Autorin, die Namen der Tiere, dessen Pos wir im Buch finden. Ich muss zugeben einige Tiere konnte ich nicht direkt zuordnen und sicher fragen die Kinder, was für Tiere da zu sehen sind. 
    Aber zurück auf Anfang! Das Cover zeigt schon einige Pos und weil sie etwas erhöht geprägt wurden, kann man die abgebildeten Tiere auch „fühlen“. Als erstes fordert uns das Kaninchen auf „Schau dir meinen Po an!“
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    Es findet ihn „super niedlich!“  Auch das Nilpferd hat einen runden Po, den wir uns auch anschauen sollen. Der Elefant punktet mit noch mehr Größe, dann zeigen drei ganz unterschiedliche Tiere ihre Streifen. Die Giraffe zeigt ihr Muster und einige Tiere haben weiß, schwarze und schwarzweiße Pos. Bei den abgebildeten Affen sind Gesicht und Po gleich gefärbt und die Rehherde zeigt ihre Herzförmigen Pos. Schafe haben flauschige Pos und anders Tiere haben Stacheln. Die ganze Tiergemeinde meint „Jeder hier ist froh über seinen Po!“
    
    Wunderschöne Tierzeichnungen und humorvolle Texte zeichnen dieses Buch aus, dass sicher auch Leser lockt, die nicht so gerne Bucher anschauen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ahhh!

    Ahhh!

    Antje Damm

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Auf dem Pappbilderbuch sehen wir eine Frau mit Handtasche und einer Leine in der Hand. Was mag da wohl dranhängen? 
    Auf der ersten Doppelseite sehen wir den weißen Hund an der Leine, der so feste zieht, dass die Frau ihre Tasche verliert, aus der ein Knochen fällt. Der gelbe Stiefel, dem der Hund nachjagt, gehört dem Fischer auf der nächsten Seite. Er hat ebenfalls eine Leine, die gehört zu einer Robbe, wie wir auf der nächsten Seite sehen.
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    Die Robbe geäugt ein Goldfischglas. Dessen Besitzer ein Junge ruft einem Mädchen „Hu“ zu. Die wiederrum hat einen gelben Vogel an der Leine, die schicke Dame führt ein Lama. Das findet unter einem Hut eine Schildkröte. Die plötzlich schneller ist als der alte Herr, der sie führt. Über einen Esel geht es zu einem Krokodil. Das hat ein Junge auf dem Arm und am Bildrand taucht die Tasche der Frau vom Anfang auf. So kommt der weiße Hund am Ende an seinen Knochen.
    
    Die Texte in den Sprechblasen sind so einsilbig wie der Titel. Aber die Bilder sprechen für sich und haben viel zu erzählen und dass die Geschichte quasi „rund“ ist, macht sie so besonders.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Sechs Männer

    Sechs Männer

    David McKee

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Die Erstauflage dieses Buches ist schon aus dem Jahr 1971. Auf dem Cover sehen wir die sechs Männer gebeugt durchs Bild laufen. Diese Männer suchen einen Ort, „wo sie in Frieden leben und arbeiten können.“ Das einfache Bild aus schwarzen Linien zeigt sie mit Baumaterial auf Brettern. Sie bauten sich Häuser und wurden reich. Jetzt mussten ihren Reichtum halten und machten sich Sorgen wegen der Diebe. Sie bauten einen Turm und hielten nach Fremden Ausschau.
    Sie stellten Soldaten ein, die sie verteidigen sollten.
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     Da nichts passierte, wurden die Soldaten dick und die Männer überlegten, was sie tun könnten. So überfielen sie den Bauernhof der Nachbarn, die daraufhin flohen. Jetzt fühlten sich die Männer „stark und mächtig.“ So überfielen sie auch andere Bauernhöfe und Bauern, die aufbegehrten wurden getötet. Die sechs Männer befehligten eine große Armee und eroberten das ganze Land. Doch auf der anderen Seite des Flusses organisierten sich die geflohenen Bauern, auch sie hatten jetzt Soldaten. Auf beiden Seiten des Flusses saßen jetzt Wächter und als die aus Langeweile mit dem Pfeil auf eine Ente schossen, landeten die Pfeile am anderen Ufer und beide fühlten sich angegriffen und es kam zu einer großen Schlacht. So starben alle, nur jeweils sechs Männer zogen wieder los um „in Frieden leben und arbeiten können.“ 
    
    Das Buch erzählt die realistische Geschichte eines Krieges, ohne zu verhehlen, dass Tote geben wird. Am Ende hat keiner gewonnen, wie immer in Kriegen. Einfache Bilder mit einem schwarzen Stift gezeichnet und kurze klare Texte machen das Buch zu einem guten Beispiel, wie ein Krieg entstehen kann und wie sinnlos er ist. 
    
    Obwohl das Buch schon über 50 Jahre alt ist, ist es immer noch und gerade jetzt aktuell.
    
    Dagmar Mägdefrau 
  • Bunte Fische überall

    Bunte Fische überall

    Kathrin Schrocke

    Mixtvision

    Leseempfehlung ab 12 Jahre

    Dank eines Notizbuches, was Barnies Väter für wesentlich sinnvoller halten als ein Tablet, lässt Barnie uns an ihrem Leben teilhaben. Was zunächst kein Tagebuch werden soll, wird irgendwie doch eins. Und es gibt genug zu berichten: Vom Alltag mit Papa und Dad, die doch sehr streng sein können, von ihrer abwechslungsreichen Verliebtheit und natürlich von ihrer Radiergummisammlung und ihren Fischen. Ein neues Schulprojekt soll sie nochmal mehr auf Trab halten: Babys mit künstlicher Intelligenz sollen das Leben mit Kind simulieren.
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    Die "Familie" gründet sie mit Sergej, in den sie sich verliebt. Ihre Väter bekommen so halb alles mit, das Projekt, den neuen Freund und das übliche Chaos, trotzdem muss Barnie viel für sich selbst erkennen und entscheiden, was wirklich wichtig ist. 
    
    Der Einstieg in das Tagebuch wirkte etwas aufgesetzt und Barnie wie jeder genervte Teenager. Jedoch wird das Tagebuch mit dem Verlauf immer authentischer und man lernt ein junges, leicht verwirrtes, jedoch sehr schlaues Mädchen mit einer eigenen Persönlichkeit kennen, zusätzlich ist sie auch einfach lustig. Es ist schön zu lesen, wie selbstverständlich für sie der Alltag mit zwei Vätern ist, trotzdem werden die einhergehenden Schwierigkeiten von Außen nicht ignoriert. Die Idee, die Story um das Baby-Projekt herum zu spinnen, kommt dem Tagebuch zu Gute, denn es wird alles außer langweilig.
    
    Raphaela Brosseron

    Bernadette, genannt Barnie, hat eine beeindruckende Radiergummisammlung, eine langjährige Freundin und zwei Väter. Von denen bekommt sie nicht das gewünschte Pad, sondern nur ein Notizbuch und sie weigert sich dieses als Tagebuch zu nutzen.
    Ihr leiblicher Vater, den sie Papa nennt, ist mit einem Amerikaner, den sie Dad nennt, verheiratet. Die beiden sind ein normales Paar, das sich um ihre Tochter sorgt, sich liebt, aber dass sich auch streitet. Sie mühen sich um Umweltschutz und gesunde Ernährung.
    Die Lehrerin, deren wallende grau-beige Kleidung sicher jeden von uns an eine eigene Lehrerin denken lässt, berichtet der Klasse von einem Projekt an der die Klasse teilnehmen wird. Jeweils zwei Schüler*innen sollen sich um ein Baby kümmern. Einen kleinen Computer aus Plastik, der in der Lage ist Gefühle zu erzeugen. So kommt es zu unterschiedlichen Konstellationen. Als der Nachbarssohn Sergej mit Barnie zusammen ein Kind versorgen möchte, leidet ihre Freundschaft zu Finja sehr. Aber hat Sergej nicht so wunderschöne Augen?
    
    Es ist spannend zu beobachten, wie sich die Dreizehnjähren durch dieses Projekt verändern und reifen. Sie bekommen wenig Schlaf und auch ihre Hobbies müssen unter der Elternschaft leiden.
    
    Eine gefühl- und humorvolle Geschichte über die ersten und anderen Lieben, über Eltern-sein und über Regenbogenfamilien. Aber auch über Toleranz und Verständnis. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ricki zieht um

    Ricki zieht um

    Hanna Müllet

    Hannah Stollmayer

    Carin Swiderski

    Jumbo

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Der Tintenfisch Ricki ist klein und rosa, er wohnt in einem Schiffswrack und ist gerne mit seinen Freunden unterwegs. Zusammen suchen sie nach Sachen, doch dann bekommt Ricki einen Schreck und stößt eine Tintenwolke aus. Seine Wohnung, sein Schiff ist verschwunden. Die Freunde raten ihm in eine Höhle zu ziehen, das möchte Ricki eigentlich nicht und er ist froh, dass dort schon eine Muräne wohnt.
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    Der Tipp mit der Seepferdchenwiese ist auch nicht so das Richtige. Die Schildkröte trägt ihr Haus mit sich und der Einsiedlerkrebs hat auch etwas Passendes gefunden. Da machen ihn die Riffbarsche auf eine Kokosnuss aufmerksam. Mit Hilfe der Fische kann Ricki die Kokosnussschale zum Korallenriff bringen. 
    
    In diesem Buch ist die Freundschaft und die Hilfsbereitschaft der anderen das große Thema. Nur zusammen schaffen sie es für Ricki ein neues Zuhause zu finden.
    Die Texte sind schon etwas länger und die Bilder zeigen viele bunte Meeresbewohner, die die Kinder kennen lernen können. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Die Flucht

    Die Flucht

    Francesca Sanna

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Wir sehen eine orientalisch anmutende Stadt und den Strand mit dem schwarzen Meer. Hier ist die Familie immer gerne gewesen, aber „Im letzten Jahr hat sich unser Leben für immer verändert.“ „Der Krieg brach aus“ ein schwarzer Schatten greift nach den Menschen und die Häuser sind zerstört. Auf schwarzen Seiten sehen wir u.a. eine Brille „Eines Tages nahm uns der Krieg Papa weg.“ Mama tröstet die Kinder, auf einem Bild sieht man die glückliche Famili, überall greifen schwarze Arme nach den Menschen.
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    Eine Frau erzählt von dem Land hinter den Bergen, wo die Menschen hin flüchten. Mama zeigt den Kinder Bilder von dem fremden Land und eint, dort seien sie in Sicherheit. Die Koffer sind gepackt und die kleine Familie nimmt Abschied. Sie sind lange mit unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln unterwegs und lassen immer mehr zurück. An der Grenze schicken sie die Wächter zurück, sie müssen sich verstecken und Geld für einen Führer zahlen, der sie über die Grenze bringt. Jetzt kommt noch das Meer und sie fahren in einem Boot los und schaffen die Überfahrt ohne Verluste. Doch noch sind sie nicht am Ziel. Die Reise geht mit dem Zug über viele Grenzen, begleitet werden sie von einer Gruppe Vögel. 
    
    Der Text des Buches ist einfach und gut zu verstehen, die Bilder machen sicher manchmal Angst, aber das tut ein Krieg nun mal. Aber das Buch wird dazu beitragen zu verstehen, warum Menschen ihre Heimat verlassen und zu uns kommen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Die kleine Schnecke Monika Häuschen – Warum haben Regenwürmer Superkräfte?

    Die kleine Schnecke Monika Häuschen – Warum haben Regenwürmer Superkräfte?

    Kati Naumann

    Dragonfly

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Neben einer wunderschönen Geschichte über Freundschaft bietet das Buch auch viele Sachbuchinformationen über die agierenden Tiere.
    Monika, die Schnirkelschnecke wird erst noch geboren und trifft auf den Regenwurm Schorsch, der gerade Bekanntschaft mit besserwisserischen Ganter Herrn Günter gemacht hat. Schnell erfahren wir, was die Tiere auf ihrem Menü-Plan stehen haben und dass die Gans keine Gefahr für den Regenwurm darstellt. Während Herr Günter die weite Welt kennt, ist Schorsch überzeugt, dass die Welt am Gartenzaun endet.
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    Die große Gans gibt sich großmäulig und besserwisserisch, Monika und Schorsch haben oft Zweifel an sich und daran, ob sie geliebt werden. Sie sind ja viel kleiner und so fühlen sie sich oft auch. Schorsch hat aber immer wieder schöne Einfälle, weil er ein sehr fantasievoller Wurm ist und Monika ist einfach eine liebe kleine Schnecke, die gerne mit ihren Freunden zusammen ist. Durch die Erlebnisse der drei sind immer wieder Erklärungen eingeflochten. Da gibt es einen Querschnitt der Schnecke, die uns veranschaulicht, wie es im Schneckenhaus aussieht. In kleinen Kästchen wird z.B. beschrieben, wie der Regenwurm sich bewegt. 
    
    Am Buchanfang- und ende gibt es noch eine Zusammenfassung über die drei Tiere, besonders der dritte Part, in dem es um die Superkräfte der Tiere geht, gefällt mich gut.
    Eine schöne Mischung aus Erzählung und Wissen, die sicher hervorragend bei den Kindern ankommen wird. Zu beiden gibt es Bilder, die den Text gut unterstützen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Die magische Mondreise

    Die magische Mondreise

    Teresa Heapy

    David Litchfield

    EDEL Kids Books

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Bär und Maus wohnen zusammen im Wald und Maus möchte alleine zum Mond aufbrechen. Zunächst fertig sie einen riesigen Plan, nachdem sie zum Mond gelangen möchte. Er liegt auf dem Teppich und wir können ihn über die Schulter der kleinen Maus sehen. Trotz der Bedenken von Bär startet sie alleine. Als sie dann aber im Wald unheimliche Geräusche hört bekommt sie doch Angst und ist froh, als Bär auftaucht. „Aber du kannst dich auf mich verlassen und ich mich auf dich, und zusammen kriegen wir das hin.“
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    Sind seine Worte. So kommen sie an einen See, in dem sich der Mond silbern spiegelt. Das Bild hat eine zauberhafte Atmosphäre. Da sie den See überqueren wollen, bastelt Bär eine Boot aus dem Plan und die beiden steigen ein. Leider kommt ein Sturm auf und danach ist kein Mond zu sehen. Doch da schauen sie in einen pinken Sonnenaufgang „…und (haben) etwas Besseres gefunden!“ 
    
    Die Bilder sind sehr schön gemalt und zeigen die Gefühle der Tiere anschaulich. Der Text ist kurz und gut zu verstehen. Am Ende kann man die Anleitung zum Bau eines Bootes nutzen und an den Ecken ziehen, wie Maus und Bär es gemacht haben. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Frieden

    Frieden

    Estelí Meza

    Baptiste Paul

    Miranda Paul

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Kinder spielen mit Elefanten „Frieden ist ein Hallo, ein lächeln, ein Herzen.“ Fröhliche Kinder spielen mit Hasen und einem Fuchs. Nach stolzen Vögeln folgen Koalas, weiter geht es in einer Schneelandschaft mit Pinguinen. „Frieden heiß winken, Frieden heiß ruhen, aber gemeinsam etwas Mutiges zu tun.“ Diesmal füttern die Kinder die Tiere, sie geben etwas. Schmetterlinge umschwärmen eine Gruppe Kinder. Pandas gibt es dann zu sehen. „Sag: es tut mir leid, dann gibt es Frieden.“
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    „Frieden ist weich und lässt uns gut schlafen“ da sehen wir ein schlafendes Mädchen mit schlafenden Tieren drumherum. Ein Kind küsst das Geschwisterchen in Mamas Bauch, Die Kinder sitzen am Feuer und ein Mädchen liest vor. Im Nachwort weisen die Autorin und der Autor auf den Zusammenhang zwischen Krieg und dem Aussterben der Tiere am Beispiel Mozambique.
    
    Der gereimte Text ist mir zu unscharf, zu schwammig. Die Bilder zeigen ein friedliches Miteinander der Kinder mit den Tieren, aber auch untereinander. So wie wir uns den Frieden vorstellen und wünschen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Nobbi der Mutmachhase – Mach mit, hab Mut und alles wird gut!

    Nobbi der Mutmachhase – Mach mit, hab Mut und alles wird gut!

    Maike Bollow

    Stefanie Reich

    EDEL Kids Books

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover schaut uns Nobbi schon ganz vergnügt lächelnd an. Sein kleiner Freund Flatterpiep liegt entspannt in seinem Arm. Zunächst wird uns Nobbi vorgestellt und seine Besonderheiten angezeigt. So hat er „extra lange Lauscher (Nobbi hört genau hin)“.
    Flatterpiep versucht Nobbi zu wecken und es erfolgt die Aufforderung an die kleinen Zuhörenden ihn an den Ohren zu kitzeln. Dann machen sich die beiden auf den Weg und treffen auf den Uhu, der seine Brille vermisst. Wir schütteln gemeinsam den Baum und die Brille landet auf Nobbis Nase.
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    Jetzt auf zum Freundschaftsfest. Lilly bringt eine riesige Torte mit und Nobbi hat Kerzen in seinem Beutel. Jeder denkt beim Auspusten an seinen geheimen Wunsch. Alle Tiere schließen dazu die Augen und Nobbi schließt mit dem Zeigefinger den Mund. Lilly hat Schokoflecken an den großen Biberzähnen und wir zeigen ihr, wie man die Zähne putzt. Sie Frosch-band macht Musik, aber der Siebenschläfer traut sich nicht zu tanzen. „Eine Prise Mut und Lachen hilft dir prima mitzumachen!“ ermutigt ihn Nobbi. Wir zeigen dem Siebenschläfer wie man tanzt und wackeln mit dem Po. „Ob groß, ob klein, jeder kann ein Tänzer sein.“ Es wird spät und die Freunde, die noch gemütlich bei einem Glas Himbeersaft zusammensitzen, müssen Abschied nehmen. Alle bekommen noch eine Flugküsschen, was sicher besser ist, als auf der Seite die Tiere zu küssen. 
    
    Wie schon im ersten Band kann Nobbi seinen Freund ermutigen, das macht er liebevoll und mit einem kleinen Reim. Letztlich kann man sich im Kreis der Freunde alles trauen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Hanni hat Tomaten in den Ohren

    Hanni hat Tomaten in den Ohren

    Judith Merchant

    Illustriert von Trixy Royeck

    EMF

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das fröhliche Cover zeigt Hannis Kopf zur Hälfte und aus ihrem Ohr wächst eine Tomatenpflanze. 
    Hanni malt und Mama möchte, dass sie ihren Teller in die Spülmaschine packt. Hanni behauptet, dass sie keinen Pieps hören kann. So geht es zum Ohrenarzt. Der begrüßt sie mit Trompetenmusik und nutzt sein Instrument dann für die Untersuchung. Dr. Mertens holt wirklich eine Tomatenpflanze aus Hannis Ohr.
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    Doch danach findet er noch das Nachtlicht aus Hannis Zimmer und einen lebendigen Hahn. Nach einigen Gurkenscheiben tauchen noch Mamas Löffel auf. Danach hört Hanni wie ein Luchs und kann mit Mama heim gehen. 
    
    Eine richtig verrückte Geschichte wird in diesem Bilderbuch erzählt, dazu gibt es auf den Bildern viel zu sehen. Ich hoffe nur, dass kein Kind sich nach dem Vorlesen etwas in die Ohren steckt und hoffe für uns alle, dass wir auch so einen lustigen Ohrenarzt finden.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Blütenschwestern

    Blütenschwestern

    Andrea Behnke

    Mele Brink

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Vor mir liegt ein liebevoll gestaltetes Buch. Das Cover zeigt die beiden „Schwestern“. Reni, die gerne zeichnet und Lilja, die gerne und gut turnt. Die Seiten des Buches sind in wechselnden Pastelltönen eingefärbt und ein Lesebändchen vervollständigt das Ganze.
    So viel zum Äußerlichen, begeistert hat mich natürlich auch der Inhalt. Ganz vorne werden Lilja und ihre Mutter vorgestellt, ein Bild zeigt die beiden mit einer Hortensie. Die Mutter ist nämlich Blumen-Fotografin. Deshalb bleiben die beiden im Sommer zu Hause und die Mutter macht tolle Fotos von den Blumen im Garten.
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    Nun ist Lilja schon traurig, weil ihr Papa ausgezogen ist und jetzt hat ihre Mutter noch ein anderes Mädchen eingeladen, weil deren Mutter, eine Freundin von Lilijas Mutter, zur Reha muss. 
    Verzweifelt weint Lilja in ihrem Zimmer, bis Mama zu ihr kommt und sie auf den Schoß nimmt und tröstet. Trotzdem holen sie Reni am nächsten Tag vom Zug ab und die beiden Mädchen müssen sich Liljas Zimmer teilen. 
    Trotz ihrer unterschiedlichen Begabungen nähern sich die beiden im Laufe der Ferien an und werden zu Freundinnen oder, wie es im Titel heiß zu Blütenschwestern.
    Die Geschichte wird mit viel Verständnis und Gefühl für Liljas Situation erzählt, Was besonders gut herüberkommt, da sie auch die Erzählerin ist. Deshalb können wir ihre Beweggründe gut nachempfinden. Da würde ich auch eifersüchtig, wenn ein Mädchen einzieht, das ich nicht kenne und das so schöne Blumen malt. 
    
    In dem Buch gibt es viele Bilder der beiden Mädchen, mir gefällt besonders die Dynamik der Bilder und wie schön sie die Gefühle wiedergeben. 
    Ein wundervolles Buch, das zeigt, dass man auch negative Gefühle zum Positiven wenden kann und dass eine Freundin sehr wertvoll ist. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Imagine

    Imagine

    John Lennon

    Jean Jullien

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Natürlich kennen wir alle dieses hoffnungsvolle Lied von John Lennon und sicher haben wir es voll Inbrunst und in der Hoffnung auf ein friedliches Miteinander mitgesungen.
    Dieser einfache Text sagt so viel aus und in diesem Buch hat Jean Jullien eine graue Taube losfliegen lassen. Sie hat einem Zweig im Schnabel und eine Umhängetasche, auf der das Peace-Zeichen zu sehen ist, dabei. Sie startet in der Metro und wie im Lied, gibt es dort keinen Himmel.
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    Unter dem bekannten Liedtext lesen wir eine deutsche Übersetzung „Wie wär' es ohne Himmel“ die man auf die Melodie singen kann. Für mich müsste der Text immer mit „Stell dir vor…“ beginnen. Die Taube fliegt dann über das Meer und landet auf einem Schiff, wo sich zwei Möwen um einen Fisch streiten. Doch dann haben die lächelnd einen Zweig im Schnabel und die Taube fliegt weiter. Sie landet auf einer Leine und nimmt dort mehrere bunten Vögel in den Arm bzw. ihre Flügel. Irgendwann landet sie sichtlich erschöpft auf einem Ast, sie scheint dort zu schlafen, immer noch den Zweig im Schnabel.
    Die anderen Vögel fliegen dann auf sie zu, sie selbst öffnet die Augen und ich finde es sieht aus, als habe sie etwas getrunken. Das bunte Abschlussbild zeigt wieder alle Vögel in der Umarmung. „And the Wold will live as one.“ oder zu Deutsch „und die Welt wird eine sein.“
    
    Die Bilder haben keine Details und reduzierte Umrisse, für mich hätten sie, genau wie die Übersetzung, mehr Poesie gebraucht. 
    Aber im Vorwort teilt uns Yoko Ono ihre Begeisterung für dieses Buch mit und zudem geht eine Spende und die Honorare der Autoren an Amnesty International. 
    
    Dagmar Mägdefrau