• Mein erstes Pop-it-Buch – Feuerwehr Frida

    Mein erstes Pop-it-Buch – Feuerwehr Frida

    Illustration von Lena Maria Bellermann

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Seit einiger Zeit gibt es diese kleinen Plastikknubbel, die man eindrücken und dann natürlich auch wieder herausdrücken kann. Dabei entsteht ein Ploppgeräusch. 
    Feuerwehr Frieda hat als Mittelstück ein Plastikteil mit neun kleinen Knubbeln, die erst reingedrückt werden und dann beim Rausdrücken ein Geräusch machen. Die Kinder, denen ich versucht habe, das Buch vorzulesen, haben ständig darauf gedrückt und dann das Buch umgedreht, um wieder zu drücken. Das hat ihnen riesigen Spaß gemacht. Weder Bilder noch Text haben sie interessiert. 
    „Tatütata!“ saust Frieda zum Einsatz.
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    Es geht um die Rettung einer Katze aus einem Baum. Nach der Rettung kümmert sich der Bär um die Katze. „Stolz fährt Frida zur Einsatzzentrale zurück.“
    
    Das Bilderbuch erzählt in kurzen Sätzen vom Feuerwehreinsatz, dazu gibt es einfach gestaltete Bilder und besagte Plopp-Knubbel. Diese machen das Buch in meinen Augen nicht interessanter, sondern lenken nur ab.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wie ist es eigentlich, erwachsen zu sein?

    Wie ist es eigentlich, erwachsen zu sein?

    Anne Fiske

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Cover zeigt viele unterschiedlich gezeichnete Portias. Sie sind alle, wie das ganze Buch mit fast kindlich anmutenden Zeichnungen gestaltet. Ein dunkelhäutiges, weibliches Wesen und eine hellhäutiges männliches, werden durch die unterschiedlichen Altersstrukturen abgebildet. Die Titelfrage wird nochmals gestellt und es wird überlegt, ob Erwachsenen alles tun dürfen. Dann folgt die Feststellung, dass das Wachstum aufhört und Erwachsenen nur in die Breite „wachsen“. Erwachsen-sein wird beginnt mit dem Auszug bei den Eltern. Danach gibt es Erklärungen zum Geld, dass immer digitaler genutzt wird.
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    An Hand von kleinen Bildern kann man überlegen, was alles Geld kostet, aber woher bekommen die Erwachsenen das Geld? Wieder kann das an Bilder festmachen. Es folgen Informationen zu Berufen und wie das erarbeitet Geld wieder ausgegeben wird. „Erwachsene können ganz viele Sachen“ „Sich waschen“, das können Kinder und Jugendliche wohl auch, viele ganz Alte wieder nicht mehr. Das und einige andere Antworten (alleine anziehen) überzeugen mich nicht. Über Kleidung. Nahrung, Schlaf und Bildschirmzeiten ist auf den nächsten Seiten zu lesen. Unterschiedliche Staatsformen und Regeln folgen als Thema. „Im Gefängnis lernen die Erwachsenen keine unerlaubten Sachen mehr zu machen“ so, so. Auf einer Seite sind geht es darum, wie viele Menschen zusammenleben. Einmal gibt es zwei Väter und in der Familie mit den drei Kindern tragen die Frauen Kopftuch. Ein Paar bekommt eine Kind und kümmert sich gut um den Nachwuchs. „Wenn sich Erwachsene weh tun, weinen sie nicht so viel, weil sie wissen, dass es vorbei geht = Erfahrung“ Ist das so? Nach einer Depression gibt es Streit, es folgt die Entschuldigung. „Kinder sollen nicht auf Erwachsene aufpassen, die Erwachsenen sollen auf die Kinder aufpassen.“ Es gibt auch Aussagen, die mir gefallen. Alkohol, den die Erwachsenen trinken und wie sie damit umgehen. Das ist auch eines der Beispiel, was Erwachsene dürfen. 
    
    Ich finde das Buch sehr unstrukturiert, ich habe das Gefühl, dass einfach alles, was der Autorin zu Thema in den Kopf kam, hier untergebracht wurde. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Mein Mitmach Körperbuch – Entdecke den menschlichen Körper

    Mein Mitmach Körperbuch – Entdecke den menschlichen Körper

    Macmillian

    Ullmann

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Cover macht schon sehr neugierig, denn der Junge mit dem Hörgerät ist nur zu einer Hälfte bekleidet zu sehen, die andere Hälfte ist ein Skelett. 17 Kapitel hat das Buch und es beginnt mit dem unterschiedlichen Aussehen der Kinder. „Unsere Körper sehen zwar von außen verschieden aus, aber innen ist vieles gleich.“ - Das finde ich, ist eine sehr schöne Aussage.
    Das abgebildete Skelett hat sechs Punkte, zu denen es eine Erklärung gibt. „Starke Muskeln“ ist eine Überschrift. Hier sieht man die Muskeln auf einer durchsichtigen Folie und dann kann man probieren, den Bizeps anzuspannen. Auf der nächsten Seite geht es um Bewegung. Es folgen Tipps, wie man gesund bleibt.
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    Jetzt wird das Buch hochkant genommen, damit wir den ganzen Jungen und sein Verdauungssystem sehen können. Die Lunge wird mit einem Luftballon verglichen und das Herz ist ein starker Muskel und so groß wie eine Faust. Über Sauerstoff, und was er für unser Blut bedeutet, erfahren wir dann  auf den nächsten Seiten. Unsere Sinne und das Gehirn folgen dann. Durch Ziehen an einem Streifen, kann man den Gesichtsausdruck des Mädchens verändern. Das klappt auch auf der nächsten Seite bei den Thema „Gefühle“. Am Ende wird gefragt „Wie fühlst du dich?“ 
    
    Ein Buch, das altersgerecht viele Fragen beantwortet, die Kinder immer wieder haben. Sicher kann man nicht allen gleich das ganze Buch vorlesen, aber wenn die Frage auftaucht, wie aus dem Apfel Kacka wird, dann findet man hier die richtige Erklärung.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Eine tierisch gute Idee

    Eine tierisch gute Idee

    Katerina Sad

    atlantis

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir ihn schon, den verlassenen Bauernhof, auf dem die Enten leben. Auf einem der Bilder liegen sie auf dem Rücken und machen sich Sorgen, wie sie den Winter überstehen können. 
    Die Texte bestehen aus einem Satz, aber die Tiere haben immer noch zusätzliche, oft witzige Sprechblasen. So beschließen die Enten, schreiben zu lernen. Sie wollen ein Schild aufhängen „Tolle Enten suchen Besitzer“. Sie üben das Schreiben mit Heidelbeertinte und trotz Pinsel ist das Ergebnis ein Stück Stoff mit Enten-Fußspuren.
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    Diese Decke gefällt dem Igel und er kauft sie den Enten mit Äpfeln ab. Da auch die anderen Tiers diese Decken mögen, kommen die Enten gut und satt über den Winter. 
    
    Schön, wie sich die Tiere selber helfen und uns Menschen gar nicht mehr brauchen. Ganz kurze Texte, witzige Sprechblasen und humorvolle Bilder, auf denen es einiges zu entdecken gibt. Ein wundervolles Vorlesebuch.
    
    Dagmar Mägdefrau 
  • Das Mädchen mit den vier Namen

    Das Mädchen mit den vier Namen

    Frauke Angel

    Mehrdad Zaeri

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Luna Debora Gretel Victoria mit ihren 27 Sommersprossen und den blauen Augen und blonden Zöpfen. Leider sieht es hier so aus, als habe sie nur drei Finger. Im Buch ist das Bild in die Geschichte eingebaut und hier kann man zum Glück alle Finger einschließlich des Daumens sehen.
    Die Geschwister Knut und Ida werden von ihrer Mutter aufgefordert das neue Kind mal anzusprechen. Doch erstmal kaufen sich alle, ohne ins Gespräch zu kommen, ein Eis. Dann fragt das unbekannt Mädchen nach dem Namen der Kinder und so kommt die Frage an sie zurück. Als sie ihre vier Namen nennt, sind die beiden neugierig, wie sie die Namen bekommen hat.
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    Und so erzählt sie von ihren vier Müttern. Bei Nacht bringt die Bauchmutter das Baby in die Babyklappe, dort versorgt sie die Findemutter, deren Beruf es ist sich um das Neugeborene zu kümmern. Die Pflegemutter liest Mädchen vor und findet das Kind sollte „so stark und schlau und mutig wie die Gretel“ werden. Jetzt ist sie glücklich bei ihrer Herzensmutter und da jede Mutter ihr einen Namen gab, hat sie nun vier Namen. So endet die Geschichte eines Findelkindes glücklich und eine neue Freundschaft beginnt. 
    
    Ein Hommage an die Mutter, die alle ihre Berechtigung haben und von denen das Mädchen mit Liebe erzählt. Mit den Bilder muss ich mich noch anfreunden. Die Gesichter sind einfach mit ungewöhnlich gezeichneten Nasen, die Arme des Mädchen sind sehr dürr mit spitzen Ellenbogen gezeichnet. Der Text ist nicht zu lang und die Dialoge sind passend für das Lesealter. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Die zweite Entdeckung der Welt – Alexander von Humboldts Expedition nach Südamerika

    Die zweite Entdeckung der Welt – Alexander von Humboldts Expedition nach Südamerika

    Bettina Schary

    Knesebeck

    Die Graphic Novel über die Reise Alexander von Humboldts nach Südamerika ist mit einem schwarzen Stift gezeichnet und nur hin und wieder coloriert. Das Besondere an dieser Geschichte ist, dass die Autorin die Protagonisten mit moderner Technik ausgerüstet hat. So erfährt er vom Tod seiner Mutter durch sein Smartphone, erklärt Humboldt einem Preußischen Beamten seinen Plan im Aufzug per Power Point und nutz eine moderne Spiegelreflexkamera. Auf der anderen Seite wird ein Kerzen angezündet und die Seereise erfolgt mit Segelschiffen.
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    Erst nach dem Tod seiner Mutter, die ihm eine solche Reise untersagt hat und weil er ein Erbe von ihr bekommen hat, kann Alexander nach Südamerika reisen. Zusammen mit seinem Freund Aimé Bonpland geht es über Teneriffa Richtung Südamerika. Hier entdeckt er viele unbekannte Tiere und erforscht den Zusammenfluss von Orinoko und Amazonas. Von schickt er (Twitter)-Nachrichten in alle Welt, benennt die entdeckten Tiere und Landschaften mit (seinem) Namen. 
    
    Ich finde es sehr spaßig, um 1800 unsere Technik einzusetzen, so sitzt der Forscher nachdem er zurückgekehrt ist bei Markus Lanz in der Talkshow. So wäre es ihm sicher heute ergangen. Diese Mischung aus Information und Fiktion finde ich gut gelungen und sie macht das Buch sicher für junge Menschen, die nicht so gerne lesen interessant.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Fall für die Forscherkids – Dino in Not

    Ein Fall für die Forscherkids – Dino in Not

    S. J. King

    DK

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Cheng aus China und Tamiko aus Japan sind auf dem Cover zu sehen. Sie werden uns am Anfang des Buches vorgestellt. 
    Beide sind trotz ihres jungen Alters schon Experten. Cheng ist Experte in Geologie und Tamiko kennt sich sehr gut mit Dinosauriern aus. So werden sie ausgewählt, in die Jurazeit zu reisen. Dort sollen sie ein Dino-Ei retten. Schon nach dem Eintreffen fliegt ein Klobiodon über sie hinweg. 150 Millionen Jahre sind sie in der Zeit zurückgereist und so wundert es Tamiko nicht, dass ein Plesosaurier seinen Kopf aus dem Sumpf streckt. Erst als eine Gruppe Allosaurier auftaucht, wird es für die Zwei gefährlich.
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    So bleibt es spannend, diese Dinosaurierwelt mit den Kindern zu erforschen.
    Ein echt spannendes Buch für Dinosaurierkenner. Es  tauchen viele dieser ausgestorbenen Tiere auf und dank Taminos Wissen erfahren wir einiges über sie.  Nach acht Kapiteln, die oft  durch Zeichnungen unterbrochen werden, können wir noch einen Blick auf Tamikos Notizen werfen und erfahren, welche Dinos zu welcher Zeit gelebt haben und noch mehr zu den Dinos der Jura, die im Buch vorkommen. Es folgt ein Quiz und ein Glossar. 
    
    Spannung und Wissensvermittlung - eine schöne Mischung für gute Erstleser.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ritterchen Rost – Wer wacht in der Nacht?

    Ritterchen Rost – Wer wacht in der Nacht?

    Jörg Hilbert

    annette betz

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Wie immer stellen sich Rost und Bö am Anfang vor, so wissen wir, mit wem wir es zu tun haben.  
    Heute darf Bö bei Rost in der Eisernen Burg übernachten und beide können nicht so richtig einschlafen. Vielleicht liegt es an der Eule, die im Fenster sitzt? Sie versuchen mit verschiedensten Tricks, die Eule zum Schlafen zu bekommen. 
    Erst liest Bö eine langweilige Geschichte vor, die nicht langweilig genug ist. Dann wird Musik gemacht und getanzt. Danach versuchen sie es mit einer Kissenschlacht.
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    Für die Eule wird ein Karton zum Bett, aber weder Kuscheltiere noch Tee noch ein Schnuller helfen der Eule, in den Schaf zu kommen. Inzwischen sind Rost und Bö so müde, dass sie einschlafen. Erst am nächsten Morgen fällt Bö ein, dass Eulen ja tagsüber schlafen. 
    
    Ein lustiges Pappbilderbuch mit schönen Bildern von dem kleinen Ritterchen und seinen Freunden.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Immer wenn der Rappel kommt

    Immer wenn der Rappel kommt

    Caroline Helm

    Alexandra Helm

    Arena

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Niedlich ist er der kleine Rappel. Vorne im Einband kann man ihn sich genau anschauen und seine Körperteile werden von den freundlichen Äuglein bis zum Schwänzchen beschrieben. 
    Das kleine Mädchen mit den roten Haaren springt ziemlich wild auf ihrem Bett herum, da taucht plötzlichen der kleine Rappel auf. Zusammen mit dem kleinen Bruder bemalt er Wände und Decke im Wohnzimmer, in der Küche, wo er Mama nicht von der Seite wich, war er schon gewachsen. Papa regte sich über den leeren Tank auf und er Rappel wuchs weiter.
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    Holz hacken mit Opa, da war der Rappel dabei und erst recht, als Oma das ganze Werkzeug aus dem Schuppen warf. Dann tauchte noch die Nachbarin auf und der Rappel wurde riesig, so groß wie ein Haus. Dann es zog noch ein neuer Nachbar ein, der im Möbelwagen seinen Rappel mitbrachte. Die beiden Nachbarn hatten immer etwas zu bemängeln und regten sich darüber auf. Als die beiden sich aber immer besser verstanden, schrumpften die Rappel wieder.
    
    Das kann passieren, dass man einen Rappel bekommt, aber dass er so niedlich ist, war mir nicht klar. Ein lustiges Buch mit herrlichen Bildern und bei der Frage „Was hast du denn für `nen Rappel?“ wird man immer an das niedliche Tier denken und dann ist er vielleicht schon vorbei.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • In der Schlange der Träume

    In der Schlange der Träume

    Rita Sineiro

    Laia Domènech

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Nach dem Lesen diese Bilderbuches muss ich erstmal tief Luft holen, ich finde es ist schon sehr bedrückend. Das liegt natürlich am Thema, dieses Thema bedrückt uns schon sehr lange, denn es geht um die Flucht vor dem Krieg.
    Das Cover zeigt eine lange Menschenschlange, alle tragen Gepäck bei sich, zwischen den Erwachsenen sieht man Kinder, einer lässt einen Drachen steigen. Der Einband zeigt eine Mauer mit Stacheldraht. Das erste Bild hat einen schwarzen Hintergrund, darauf fahren Panzer. „Zeit zum Koffer packen“ findet Papa und er den gepackten Koffer und seinen Sohn und geht los. Bis sie an eine Mauer kommen. Die Zwei stehen klein zwischen riesigen Schnürstiefeln und kehren um.
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    Am Meer bekommt der Junge eine orangene Weste und sie steigen mit vielen in eine Boot. Wieder ist die Seite schwarz und eine riesige Welle hebt das Boot hoch. Zum Glück werden die beiden gerettet, doch nun sind sie auf einem Boot. 
    Der Vater findet immer sehr schöne Gründe, wenn die Situation eigentlich schrecklich ist. Hier sagt er dem Jungen „dass bloß alles für unseren Empfang vorbereitet werden musste und deshalb so lange dauerte.“ Endlich sind sie am Strand und die beiden umarmen sich. Im Lager geht das Schlange stehen los. Es können auch nicht alle gleichzeitig zur Schule, da träumen die Kinder von Finnland, dem Land mit den besten Schulen. 
    „Papa sagt, dass er Geschichten erzählt, damit mir nie die Träume ausgehen. Denn nur Träume haben die Macht, das Warten in Hoffnung zu verwandeln.“ Aber er weiß nicht, dass der Junge von einer Schlange träumt, die ihn nach Hause bringt. 
    
    Ein bedrückend trauriges Bilderbuch mit dunklen eindrucksvollen Bildern. Da unsere Kinder täglich auf geflüchtete Kinder treffen, glaube ich, dass dieses Buch zum Verständnis beitragen kann und den Kindern zeigt, was ihre neuen kleinen Freunde schon erlebt haben.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Im tiefen, weiten Meer

    Im tiefen, weiten Meer

    Henrike Lippe

    Katrin Dageför

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Mit dem Cover hat man schon einen ersten Eindruck um welches Thema es geht. Ein Oktopus hat eine Tüte über dem Kopf. Im Einband schwimmt eine Plastikflasche auf dem Wasser. Ein Krebs sitzt in einer Konservendose. Die erste Doppelseite zeigt Abfall im Meer und ein Containerschiff, dass etwas Lila-Blaues in Meer ablässt. Dann begegnet uns wieder der Oktopus, der Tütenfisch genannt wird. Er schwimmt auf der nächsten Seite zum Dosenkrebs. Auch hier sehen wir eine Windel an den Anemonen hängen. Ein Schwertfisch hat eine CD aufgespießt, auf der Oberfläche schwimmt eine Turnschuh. 
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    „Wem gehört der Stinkeschuh?“ Der Seestern hat eine Idee. Er meint, dass die Meerestiere den Menschen alles zurückbringen sollten. So stapeln sie eine große Wand alter Sachen am Strand auf. „Was für ein Glück! Jetzt haben die Menschen alles zurück!“
    Am Ende des Buches erfahren wir dann, wie der Müll ins Meer kommt und was wir tun können, damit das besser wird. 
    
    Der gereimte Text ist immer nur satzweise auf jeder Seite zu lesen, dadurch ist das Buch sehr leicht zu verstehen. Kleine Wortspiele machen zusätzlich Spaß. Die Bilder sind klar gezeichnet und wir können uns gut ein Bild von der Situation unter Wasser machen.
    Die Idee, den Menschen den Müll zurückzubringen ist nicht ganz neu, „Robin, ein kleiner Seehund räumt auf“ hat das auch schon gemacht.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Immer Zirkus mit Familie Petrelli – Das neue Zuhause

    Immer Zirkus mit Familie Petrelli – Das neue Zuhause

    Maren von Klitzing

    Illustriert von Christian und Fabian Jeremies

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Auf dem Cover sind einige Familienmitglieder der Zirkusfamilie Petrelli zu sehen. Sie sind mit ihrem Auto und dem Zirkuswagen auf dem Weg in ein neues Zuhause. Sie haben ein richtiges Haus von einer Tante geerbt und tun sich etwas schwer damit, dort zu wohnen.
    Aber zunächst lernen wir Jonas und Opa Werner kennen. Danach sehen wir Bilder und eine Kurzbeschreibung der Familie Petrelli und ihren Tieren. 
    Jonas verbringt meist die Tage bei seinem Opa, der gerne Elektrogeräte repariert. Seine Langeweile wird unterbrochen durch das Eintreffen der neuen Nachbarn.
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    Sie haben einen Papageien dabei und ein Mädchen trägt ein Clownsgesicht. Grete Knaak eine ältere Dame aus der Nachbarschaft, ist sehr neugierig und sieht deshalb sofort, dass ihre Mülltonne mit dem Grünschnitt übergefahren wurde. Doch die Zirkusleute freuen sich einfach über das Grünfutter für ihre Tiere und halten es für ein Willkommensgeschenk. Er gibt noch viele solcher Missverständnisse, denn die neuen Nachbarn sind das Leben in einem Haus nicht gewohnt und Opa Werner muss Oskar Petrelli, dem Zirkusdirektor, noch viel beibringen.
    
    Ein witziges Buch, dass von den unterschiedlichen Sichtweisen der Petrellis und der strengen Frau Knaak und der anderen Nachbarn lebt und uns zeigt, dass unser Leben, das wir kennen, nicht immer so sein muss. Eine etwas lockere Art kann da richtig viel Spaß machen.
    Die elf humorvoll erzählten Kapitel sind mit lustigen bunten Bildern aufgelockert, da macht das Lesen Spaß.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Mein Mitmach-Uhrenbuch

    Mein Mitmach-Uhrenbuch

    Yujin Shin

    Ullmann

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Zwei Drittel des Covers zeigt Eindrücke zum Buch und im anderen Drittel sehen wir die von Hand verstellbare Uhr. Im Buch lernen wir Tommy kennen, dessen Tag wir miterleben. Sechs Uhrzeiten werden beschrieben und dir angezeigte Uhr kann man auf der verstellbaren Uhr einstellen.
    Es beginnt mit dem Aufstehen. Durch das Fenster ist die Sonne zu sehen, so kann man sie in Bezug auf die Uhrzeit setzen. Ein Vierzeiler erklärt die Situation. Leider ist der Reim etwas holperig. Zu sehen ist eine Kinderzimmer und Tommy liegt noch im Bett. Ein Hund saust mit seinem Socken davon. 
    Ganz oben ist eine Uhr zu sehen und die Aufforderung die Uhr zu stellen.
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    Um 9 Uhr geht es zum Kindergarten. Papa und der Hund bringen Tommy hin und verspricht ihn auch abzuholen. Um 1 Uhr gibt es dann Mittagessen. In welchem Kindergarten es Brause gibt, weiß ich nicht. Auch hier ist durch das Fenster die Sonne hoch am Himmel sehen. um 6 Uhr sitzt Tommy dann mit viel Schaum in der Wanne und die Sonne geht langsam unter. Als die Uhr wieder 7 anzeigt, liest Mama Tommy im Bett vor, es ist jetzt dunkel und der Mond schaut ins Fenster.
    
    Auf der letzten Seite können die Kinder noch einmal alle Zeiten wiederholen und überlegen, was wann geschah.
    
    Die Bilder im Buch sind zwar sehr schön bunt, aber auch sehr statisch. Die Erwachsenen sind kaum größer als die Kinder und deshalb schlecht zu unterscheiden. Dass der Hund, auf fast allen Bildern zu sehen ist gefällt mir gut, sowas mögen Kinder sehr.
    
    Ein erster Einstieg zum Erlernen der Uhrzeit, da nur die volle Stunde angezeigt wird, finde ich schade, aber die verstellbare Uhr kann man natürlich noch weiternutzen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ophelia träumt vom Mond 

    Ophelia träumt vom Mond 

    Katinka Manzau-Feddern

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ophelia ist eine kleine Hummel, die große Träume hat. Tagsüber liegt sie in ihrer Grashängematte und am Abend schleicht sie sich aus dem Nest und setzt sich auf ihre Lieblingsblume. Hier überlegt sie „Wie es wohl auf dem Mond aussieht?“ Das weiß keiner, doch Ophelia stellt sich vor, dass es „dort die allerschönsten Blumen“ gibt. Sie beschließt, dort hin zu reisen. Helge, eine Schnecke, ist Ophelias bester Freund, doch als sie ihm von ihrer Idee erzählt, findet er das albern und kichert. Weder mit einem Pusteblumenballon, noch auf einer Wolke, nicht mit einem Schmetterling und auch nicht mit einem Vogel würde Ophelia den Mond erreichen. Helges Zurückhaltung schwindet und er lacht laut heraus.
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    „Das ist so gemein!“ Auch eine Rakete kann Helge nicht überzeugen und so gibt Ophelia traurig ihren Plan auf. Als eines Abends der Mond ganz nahe zu sehen ist, ist für Ophelia klar, dass er zu ihr gekommen ist, da staunt selbst Helge und so bleiben die beiden Freunde. 
    Wie schön, dass sich der Traum dann doch erfüllt hat und die beiden Tiere am Ende gemeinsam, Schulter an Schulter (kann man das bei diesen Tieren so sagen?) auf der Mondsichel sitzen.
    
    Ich konnte so gut mit der kleinen Hummel fühlen, wie sie ihren Traum erklärte und so schöne Ideen zur Erfüllung hatte und dann ausgelacht wurde. Die Bilder zu dieser Geschichte sind wundervoll gestaltet und toll anzuschauen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Nein muss manchmal sein

    Ein Nein muss manchmal sein

    Dagmar Geisler

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir vier ziemlich aufgeregte Kinder. Besonders das blonde Mädchen zeigt eine klare Abwehrhaltung. Frau Rose backt eine wundervolle, leckere Kirschtorte und alle, denen sie sie anbietet lehnen aus unterschiedlichen Gründen ab. Immer hört sie nur ein „Nein“ und deshalb wünscht sie sich am Abend von einer Sternschnuppe, dass das „Nein“ verschwindet. Ihr Wunsch geht in Erfüllung und bringt alles in Unordnung. 
    Taya schmeißt ihrem Bruder Leberwurst ins Müsli, weil der nicht widerspricht. Die Kinder dürfen essen, was sie wollen und bleiben lange auf.
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    Aber es gibt auch gefährliche Situationen, wo ein „Nein“ hilfreich wäre. Was tut man, wenn einer fragt „Schenkst du mir dein Rad?“ oder „Willst du mit mir fahren, Kleine?“ wenn man nicht mit „Nein“ antworten kann? Durch Zufall erfahren die Kinder, wie es zu dieser Misere gekommen ist und sie bitten Frau Rose, ihren Wunsch zurückzunehmen. Sie erklären ihr, dass das „Nein“ wichtig ist und so sitzen alle zusammen auf Frau Roses Balkon und warten auf die Sternschnuppe. 
    
    Die Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, mit „Nein“ antworten zu können, denn nur mit diesem Wort können wir unsere Ablehnung klar und deutlich ausdrücken. 
    Die Bilder zeigen klar die Geschichte, wobei mir die unterschiedlichen „Nein“-Arten im Einband besonders gut gefallen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Best Bro ever!

    Best Bro ever!

    Jenny Jägerfeld

    Urachhaus

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2024

    Måns wohnt eigentlich in Stockholm, verbringt aufgrund der Arbeit als Synchronsprecherin seiner Mutter jedoch einige Tage in Malmö. Måns hofft sich eine schöne Zeit mit dem Skateboard, auch wenn er die Babysitterin Nora zunächst nicht loswird. Trotz ihrer Aufsicht trifft er bei einer Mutprobe auf Mikkel, der sein “Best Bro ever” wird. Die beiden versprechen sich absolute Wahrheit, doch als Mikkel etwas findet, was für ihn eine Lüge beweist, ist die Freundschaft zunächst auf Eis gelegt. Für Måns ist dieser Pass mit dem alten Foto eine viel größere Lüge, nur muss er sich noch überwinden und Mikkel das erklären, um seinen Bro zu behalten. 
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    Wer wie, ich ohne den Klappentext zu lesen, einfach mit der Geschichte anfängt, ist von der Måns' Vergangenheit überrascht. Es war zunächst ein wenig schade zu lesen, dass diese Wendung eigentlich vorab angekündigt in der Inhaltsangabe zu lesen ist. Andererseits ändert es nichts an der Geschichte und Interessierte an dem Thema werden auf dieses Buch aufmerksam. Die Selbstverständlichkeit, mit der Måns als das beschrieben wird, was er ist, nämlich ein Junge, ohne vorher seine Vergangenheit zu erläutern, lässt sein Leben herrlich normal wirken. Das Einzige, was bei seiner Identität stört, sind die anderen. Der Roman macht einfühlsam deutlich, wer oder was eigentlich das Problem bei der Sache ist: Nicht man selbst, aber die anderen, die Gesellschaft und die veralteten Rollenbilder. Eine Geschichte mit vielen tollen Figuren, die peinliche, aber liebevolle Mutter, die etwas seltsame, aber schlaue Nora mit ihren Ticks, der Vater, der dazu lernt und natürlich Mikkel und Måns, die eine Freundschaft führen, die auf viel Vertrauen beruht. 
    
    Raphaela Brosseron
  • Wie fängt man einen Dinosaurier?

    Wie fängt man einen Dinosaurier?

    Adam Wallace

    Andy Elkerton

    Adrian-Verlag

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Der erste Preis beim „Wettbewerb der Wissenschaft“ ist ein Fahrrad und natürlich möchte der Junge diesen Preis gewinnen. Er überzeugt seine Freunde, dass es noch Dinos gäbe. Läuft da nicht einer ganz schnell durch den Stadtpark? 
    Wir sehen einen Echsenschwanz zwischen den Bäumen verschwinden und gehen mit auf die Jagd. Doch der Dino kann allen raffiniert erdachten Fallen entkommen. Die Ideen sind so voller Fantasie und es macht solchen Spaß darüber zu lesen und sich die Bilder anzuschauen.
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    Am Ende reichen die Kinder diese tollen Konstruktionen beim Wettbewerb ein. Auf der letzten Seite sehen wir, wie der Dino gemütlich in der Schülerzeitung darüber liest.
    
    So viele kniffelige Erfindungen und doch ist der alte Dino klüger, ein lustige Geschichte, die meinen Dino-Fans viel Freude gemacht hat. Neben den kurzen Texten sind es die Bilder, die die Erfindungen so schön ins Szene setzen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Sind wir endlich da, Jim?

    Sind wir endlich da, Jim?

    Suzanne & Max Lang

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Die Titelfrage kennen wir alle von Autofahrten in den Urlaub. Hier machen sich der Schimpanse Jim und die Schildkröte auf den Weg ans Ende des Dschungels. Schildkröte kann Jim überreden sie zu trage. Die Schildkröte nervt Jim sehr mit ihrem Quengeln. Immer wieder will sie wissen, ob sie bald da sind. Als Jim richtig wütend wird, taucht Nick, der Gorilla, auf und lenkt die beiden mit einem Schmetterling ab. Da suchen die beiden Streithähne auch nach Tieren und entdecken Käfer und Ameisen.
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    So merken sie gar nicht, dass so schon am Ziel sind. Doch die Ananas, auf die sich die beiden gefreut haben, haben schon die Ameisen verspeist. 
    
    Dieses Pappbilderbuch besticht durch die fröhlichen Gesichter von Jim. Auf der letzten Seite zeigt er uns noch 9 Gesichter von albern bis ängstlich. Ein Buch, dass viel Spaß macht und das man nicht nur auf langen Fahrten lesen kann.
    
    Dagmar Mägdefrau