• Die kleine Hummel Bommel – Du kannst fliegen

    Die kleine Hummel Bommel – Du kannst fliegen

    Britta Sabbag

    Maite Kelly

    Joëlle Tourlonias

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das Cover hat einen cremefarbenen Hintergrund und goldene Blumen, mittendrin sehen wir die lächelnde Hummel Bommel. In ein Blatt gehüllt sehen wir die gerade geborenen Hummel schlafend. Dann schnürt sie sich ihre Turnschuhe zu. Die Frage „Glaubst du manchmal, du bist viel zu klein, um wichtig zu sein?“ wird mit „Denk daran: du kannst fliegen.“ beantwortet. Der kleine Kerl steht auf einem Blatt und schaut etwas verzagt in die Welt. „Der erste Flügelschlag ist immer der schwerste.“
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    Im Regen sitzt Bommel unter einem Blätterdach und isst Honigbrot. Inmitten einer zartorangenen Blüte ruht sich Bommel aus. „Liebe ist Liebe.“ Mit seinem Freund sitz der Hummeljunge auf einem Seerosenblatt. „Du entscheidest wie und mit wem du (deine Zeit) verbringst.“ Bommel wird von seinen Freunden aus einem Erdloch befreit. „Hauptsache wir haben uns.“ 
    
    Es gibt noch viele schöne Bilder mit aufbauenden Texten zu sehen. Mit diesem Buch folgen die drei Damen, die das Buch haben entstehen lassen, einem momentanen Trend bei Bilderbüchern, die mit sanften, zarten Bildern und mutmachenden Texten meiner Meinung nach eher Erwachsenen ansprechen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Kleiner Pinguin ganz groß

    Kleiner Pinguin ganz groß

    Luisa Hartmann

    monika fuchs

    Leseempfehlung ab 8 Jahre

    Das Cover zeigt schon die wehrhaften Tiere in der Antarktis, sie wollen die Menschen vertreiben, die sich in ihrer Heimat breit machen wollen. In 13 Kapiteln wird die Geschichte von dem kleinen Pinguin Philip, der es nicht gerne hört, wenn man ihn Phipsi nennt, und seinen Freunden, dem Albatros Chris und der Robbe Wendy erzählt. Philip findet es am schönsten warm bei seinem Papa eingekuschelt zu schlafen, aber er muss sich den Platz in Papas wärmenden Hautfalte mit seiner großen Schwester Adele teilen.
    All diese Protagonisten werden uns zu Beginn des Buches mit Bildern vorgestellt. Aber da ist auch noch der jugendliche Pinguin Tscharly, der den kleinen Philip gerne mobbt. 
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    Chris, der wie alle Albatrosse ein Flugkünstler ist, hat große Probleme mit der Landung, deshalb ist es dem kleinen Pinguin immer etwas peinlich, wenn sie Freund ihn besucht. Aber diesmal hat der Vogel schlechte Neuigkeiten. Ein Gruppe Menschen ist auf dem Eis aufgetaucht und die benehmen sich nicht besonders gut. Si beobachten die Tiere, wie die Meschen aus Glasflaschen trinken und die den auf das Eis schmettern. 
    Zunächst hat Wendy eine gute Idee und sie nagt mit ihrer Familie das Eis so dünn, dass die Zelte zusammenbrechen. Aber leider vertreibt das die Menschen nicht für immer.
    Da ist es nötig sich zu verbünden und gemeinsame Pläne zu schmieden.

    Außer der spannenden Geschichte hat das Buch noch einen Sachbuchteil mit Informationen zu den Tieren und der Landschaft.Eine Tiergeschichte über Zusammenhalt und Freundschaft, aber auch über Umwelt und Natur. Benehmen auch wir uns aus Tiersicht oft als Eindringlinge und Ruhestörer? 

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich bin Anne Frank – Jeder kann die Welt verändern

    Ich bin Anne Frank – Jeder kann die Welt verändern

    Brad Meltzer

    Christopher Eliopoulos

    Bäng Comics Egmont

    Leseempfehlung ab 7 Jahre

    Auf dem Cover ist Anne Frank, die ihr Tagesbuch an sich drückt, zu sehen. Auf der ersten Seite sehen wir sie auf einem Dachboden, dort sitzt sie mit ihrem Tagebuch und stellt sich uns vor. Sie berichtet von ihrer Geburt und wir sehen Bilder, die zeigen, was sie alles in ihrer Freizeit gemacht hat. Ihre Lehrerin unterstütz sie, wenn sie Geschichten schreibt. 
    Doch dann ändert sich alles, die Nazis kommen in Deutschland an die Macht und Juden, wie Anne dürfen vieles nicht mehr. Die Familie versucht zu immigrieren, doch da das nicht klappt, gehen sie nach Amsterdam.
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    Anne bekommt an ihrem Geburtstag ihr erstes Tagebuch geschenkt und sie gibt ihm einen Namen und berichtet alles, was geschieht. Da ihr Schwester ins KZ soll, machen sie sich auf nach Amsterdam. Aber bald kommen die deutsche Nazis auch dort hin und so entschließt sich die Familie hinter dem Büro das Vaters. Der Alltag hier zusammen mit einer andern Familie wird auf den nächsten Seiten geschildert. Anne erinnert an die Menschen, die ihrer Familie geholfen haben, zwei Jahre im Versteck zu leben. Und sie beschriebt das Fenster im Dachboden, das einzige, durch dass sie den Himmel sehen konnte. Am Ende stehen viele Manschen um das Anne-Frank-Haus in Amsterdam und berichten uns davon, wie es weiterging. Kinder machen einen Kreis um einen Baum, andere lesen auf der Wiese und Annes Worte machen uns Hoffnung. „Ich bin Anne Frank und ich glaube daran, dass die Menschen in ihrem Innersten gut sind.“
    Die Bilder zeigen sehr eindringlich die Geschichte. Man sieht den Menschen, die Angst an, die sie empfinden, aber auch die Brutalität derer, die die Juden los werden wollen kann man gut erkennen. In kursiver Schrift sind kurze Auszüge aus dem Tagebuch zu lesen. 
    
    Wir kennen fast alle das Buch, dass aus Annes Tagesbuch entstand, und haben es mit viel Anteilnahme gelesen. Dieser Comic ist eine verkürzte Version, das aber durch die Bilder sehr gut den Sinn des Buches übermittelt. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Selma und Anton – Die Geschichte einer langen Freundschaft

    Selma und Anton – Die Geschichte einer langen Freundschaft

    Nina Kölsch-Bunzen

    Marion Goedelt

    Ariella

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem beige unterlegten Cover sehen wir Selma und Anton. Beide sind alt, Anton sitz im Rollstuhl. Ein farblos gezeichnetes Mädchen steht im Baum, ein Junge winkt aus dem Fenster im Hintergrund ist das Dach einer Synagoge zu sehen. 
    Uroma Selma hat Geburtstag und ihr Freund Anton ist mit seinem Urenkel Tom zu Besuch. Tom spielt gerne mit Miri, Selmas Urenkelin. 
    Als die Vier zusammen sind überreicht Selma Miri ein Geschenk, in der Schachtel ist ein Fotoalbum. Miris Ur-Uropa hat die Fotos gemacht, die dort zu sehen sind. Es beginnt mit spielenden Kindern. Doch bald tauchen Kinder in Uniformen der HJ und des BDM auf und die Kinder erfahren, dass ihre Urgroßeltern kein Mustermädchen oder Musterjungen waren.
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    Sie entsprachen nicht der Norm, und anhand der Ausschneidebögen mit Ankleidepuppen, wird erklärt, dass es nicht nur Jungen- oder Mädchenspiele oder Kleidung gibt. 
    Anton ging auf eine Schule für Behinderte, denn er saß damals schon im Rollstuhl und Selma musste einen Judenstern tragen. Dieser Stern bedeutet, dass sie jüdisch ist, aber er nahm ihr auch ihre Individualität, nahm ihr ihre Besonderheit. „Wer so auf Menschen schaut, will nicht erkenne, wie sie wirklich sind.“ Die Kinder finden das ungerecht und gemein, die freuen sich an der Farbigkeit der Menschen. 
    Nach diesen Seiten bleibt das Buch leer, denn Selma und ihre Eltern mussten fliehen. 
    Auf der letzten Seite sind ganz viele Menschen unterschiedlicher Hautfarben und Religionen zu sehen, Menschen jeden Alters feiern mit Selma ihren Geburtstag. Ein wundervolles farbiges Fest.
    
    Dieses Buch zeigt den Kindern im Kita-Alter, wie wichtig es ist Menschen so zu achten, wie sie sind und nicht nach Äußerlichkeiten, Herkunft und Religion zu gehen. Der Text zeigt sehr einfühlsam und mit viel Liebe, welches Schicksal hinter den alten Leuten liegt und wie sehr sie sich gefreut haben, sich wiederzutreffen. 
    
    Ich hätte nicht gedacht, dass man dieses Thema so gut und kindgerecht erklären kann. Ich wünsche mir, dass dieses schöne Bilderbuch einen kleinen Samen der Toleranz in die Herzen der Kinder legt.
    
    Dagmar Mägdefrau 
  • Was ist Rassismus?

    Was ist Rassismus?

    Katie Daynes

    Jordan Akpojaro

    Sandhya Prabhat

    Usborne

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    „Rassismus ist, wenn Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Herkunft oder Lebensweise schlecht behandelt werden.“ - Diese Definition auf der ersten Doppelseite gefällt mir sehr gut. Unter der Klappe „Was bedeutet „Rasse“?“ ist ein Schild zu sehen, dass nur Weißen den Zutritt zum Strand erlaubt. Sicher etwas, was bei Kindern Widerspruch erzeugt. 
    "Es gibt nur eine Rasse Mensch." ist ebenfalls eine gute Aussage.
    Auf der nächsten Seite geht es um unterschiedliches Aussehen, Hautfarbe, Haare und Sommersprossen.
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    Es gibt viele Gründe, in andere Länder zu ziehen, ein paar Beispiele kann man unter den Klappen finden. 
    „Warum sind Menschen Rassisten?“ Es beginnt damit, dass die Europäer die Welt entdeckten, geht über den Sklavenhandel bis zu alltäglichen Situationen, über die wir oft nicht nachdenken. Dann folgen Beispiele, in denen man über Rassismus sprechen soll und zum Schluss die wichtige Frage „Was können wir tun?“ 
    
    Dieses Pappbilderbuch mit seinen erklärenden Klappen behandelt dieses im Moment wieder sehr aktuelle Thema auf eine sehr kindgerechte Weise, aber auch mich hat vieles zum Nachdenken gebracht. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Tanz mit uns! – Disco bei den Dinos

    Tanz mit uns! – Disco bei den Dinos

    Sam Taplin

    Ana Larranaga

    Usborne

    Verlagsempfehlung ab 12 Monate

    Erstaunlich was für Bücher es alles gibt, dieses macht eine ganze Zeit Musik und man kann danach tanzen. 
    Auf der ersten Seite stampfen die Stegosaurier, die drei bunten Dinos zeigen uns wie es geht. Dann sollen wir mit den Flügeln flattern wie die fröhlichen Flugsaurier, die nicht näher spezifiziert werden. Mit den Triceratops drehen wir uns im Kreis und bei den T-rex dürfen wir laut brüllen. 
    Und auf der letzten Seite sehen wir alle noch einmal und wir tanzen alles Elemente nacheinander. 
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    Dinosaurier sind schon lange und jetzt wohl noch mal ganz besonders im Trend und in diesem Buch können schon die ganz kleinen Kinder, Bekanntschaft mit ihnen machen.
    Die Musik läuft lang genug um dazu zu tanzen, auch kleine Finger können den Kontakt bedienen und die kleinen Texte fordern zum Mitmachen auf. „Bist du bereit für den Dino-Tanz?“
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Dr. Maus kommt heut ins Haus

    Dr. Maus kommt heut ins Haus

    Reinhard Ehgartner

    Helga Bansch

    Tyrolia

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ein Buch, wie für uns und unseren Verein gemacht. Sogar ein Lesezelt kommt hier vor und natürlich viele, viele Bücher. Denn Dr. Maus ist ein besonderer Arzt, er ist davon überzeugt, dass Leseglück mehr bewirkt als alle Pillen.
    Auf dem Cover schaut er einer Giraffe in den langen Hals dazu steht er auf einen Stapel Bücher. Auf den Stühlen im Wartezimmer sitzen kranke Kinder und Tiere. „Für ganz spezielle Fälle hat er meist ein Buch dabei.“ So rät er Anna, die freudlos schaut, „täglich drei Gedichte“.
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    Gegen Angst vor dem bellenden Hund helfen Niko Heldensagen. Die wunderschönen lecker aussehenden Erdbeerknödel machen im Bauch Probleme, ein Kräuterbuch wird hier empfohlen. Wenn Leo vom Fliegen träumt, sollte sie ein Fliegerbastelbuch lesen. „Sind die Eltern zu beschäftigt, arbeiten zu, zu viel, verordnet er mit strengen Blicken: „Abends ein Familienspiel““ ist ein Rat, der mir sehr gut gefällt. Das Bild zeigt eine fröhliche Familie, mit lustigen Kopfbedeckungen, um einen Spieletisch. Bei starkem Fernweh helfen Piratenbücher. Zu träge, da wird ein Bilderbuch mit Gymnastiktipps verschrieben. Wer von Monster träumt, sollte an einer Lesenacht teilnehmen und im schlimmsten Fall geht es mit „Blaulicht in die Bibliothek.“ 
    
    Eine wundervolle Idee von Dr. Maus, die ich nur aus vollem Herzen unterstützen kann.
    Bücher trösten und regen die Fantasie an, man kann in eine andere Welt abtauchen und die Wirklichkeit für einige Zeit vergessen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Steck mal in meiner Haut!

    Steck mal in meiner Haut!

    Saskia Hödl

    Pia Amofa-Antwi

    Emily Claire Völker

    EMF

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Aufgrund der diesjährigen Aktion „Internationale Wochen gegen Rassismus“ habe ich mich besonders mit Kinder- und Jugendbüchern zum Thema beschäftigt und kann deshalb sagen, dass mir dieses Buch besonders gut gefällt. 
    Das Cover zeigt drei Kinder mit unterschiedlicher Hautfarbe, das Vorwort der Autorinnen erklärt sehr gut nachvollziehbar ihre Intension. „Wir sind alle gleich“ ist die erste Überschrift, zu sehen ist eine Erdkugel und ein Pfeil weist daraufhin, dass „DU!“ dort lebst. Danach geht es an den Strand und die Kinder schützen sich durch Creme gegen den Sonnenbrand, den alle bekommen können, egal welche Farbe ihre Haut hat.
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    Der Text erklärt, warum die Haut unterschiedlich ist, und in einem zusätzlichen Kästchen ist eine hilfreiche Erklärung für die Großen zu lesen. Auf der nächsten Seite sind viele unterschiedliche Kinderköpfe zu sehen, die alle etwas über sich sagen. „Ich bin Muslima“, „Ich bin Fußballerin“ ist da z.B. zu lesen. Hier finden wir auch die kindgerechte Erklärung zum Thema Rassismus. Einer kleinen Muslima sehen wir auf der nächsten Seite ihre Wut an, weil sie Rassismus erlebt hat. Der Text mit Sätzen wie „Du hast nichts falsch gemacht“ und dem Versprechen „Du bist nicht allein.“ sowie der Text, der sich an die Erwachsenen wendet - „Übernehmen Sie Verantwortung.“ Wichtig ist auch der Rat an Erwachsene, Kinder, die sich mit Rassismuserfahrungen an sie wenden, ernst zu nehmen und sie zu unterstützen. „Du gehörst nur dir“ erklärt Kindern, dass sie nicht einfach angefasst werden dürfen, dass auch unser Haar unterschiedlich ist und egal wie wir es tragen,  es sollte  nicht zu abwertenden Bemerkungen kommen. Eine Seite ist voller Fische, die alle unterschiedliche Namen tragen. Auch sie sind ein Teil unserer Identität und sie sollten richtig ausgesprochen werden und auf gar keinen Fall durch bekanntere Namen ersetzt werden. Die Seite mit den verkleideten Kindern, die „alle Elsa sein dürfen“, erklärt sehr gut, warum einige Kostüme nicht mehr getragen werden sollten. Ebenso sind viele (Lied)texte rassistisch, „Überlegt gemeinsam, wie ihr damit umgehen könnt.“ Es folgen unterschiedliche Wohnsituationen und auf dem Tisch stehen die unterschiedlichsten Gerichte. Danach geht es um unterschiedlichen Religionen und Gründe, weshalb man seine Heimat verlässt. Blumen werden auf die Stolpersteine, die an Juden erinnern, die im Holocaust umkamen, gelegt. Dazu gibt es eine sehr schön geschriebene Erklärung. 

    Im Glossar werden die benutzen Begriffe erklärt und ein QR-Code führt zu weiteren Informationen.

    Ein Buch, dass nach meiner Meinung in keiner Kita und Grundschule fehlen sollte, da es einfühlsame Erklärungen für Kinder und Ratschläge für die Erzieher*innen/Lehrer*innen beinhaltet. Ich würde gerne 6 Sterne vergeben.

    Dagmar Mägdefrau
  • Die Nacht so groß wie wir

    Die Nacht so groß wie wir

    Sarah Jäger

    Rowohlt rotfuchs

    Leseempfehlung ab 14 Jahre

    Ein schwarzes Cover mit vielen verschiedenfarbigen Lichtern, die keine gerade Linie bilden und doch irgendwie zusammenfinden. So in etwa könnte man auch Suse, Pavlow, Maja, Tolga und Bo beschreiben und die Nacht, in der sie ihren Abschluss feiern. Die fünfköpfige Freundesgruppe blickt auf das Ende einer langen, prägenden Schulzeit zurück und in eine ungewisse Zukunft. Um diesen Schnitt besonders zu machen, schlägt Pavlow vor, in dieser Nacht ihre Ungeheuer zu überwinden. Ihnen stehen einige Stunden voller Erlebnisse, Offenbarungen und Veränderungen bevor - welche Auswirkungen diese wohl auf ihre Freundschaft haben?
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    Die Clique scheint zusammengewürfelt und gleichzeitig ergibt ihre Kombination Sinn. Wer von ihnen aus der Ich-Perspektive erzählt, wechselt mit jedem Kapitel. Die fünf Charaktere sind so unterschiedlich, dass sie sich perfekt ergänzen, eine Vielfalt von Gedanken, Problemen und Sorgen, die nicht nur Jugendliche kennen, kommen vor. Auch die sprachliche Gestaltung hat Sarah Jäger individuell an ihre Figuren angepasst, sodass ich auch ohne die Angabe erkennen könnte, wer erzählt: Sei es Suse und ihre Verteilung von Adjektiven, Maja mit ihrer altklugen Art, der einnehmende Pavlow oder Bo und seine abgehackten Gedanken.
    Nur in Tolgas Kopf kann keiner so richtig schauen, auch wir als Leser*innen nicht. Durch kursiv geschriebene Flashbacks erfährt man zusätzlich von den Hintergründen der Jugendlichen, so lassen sich die Geschehnisse der Nacht besser einordnen. Die bildliche Sprache im Zusammenspiel mit der richtigen Mischung aus Spannung, Ernsthaftigkeit und Witz und den authentischen Figuren sind Grund genug «Die Nacht so groß wie wir» für den Deutschen Jugendliteraturpreis zu nominieren. Sarah Jäger findet viele einfühlsame, witzige und vor allem kluge Worte über die Freundschaft, das Leben und über das Erwachsenwerden.
    
    Manche Stellen könnten eine sehr aufwühlende Wirkung haben, da auch Gewalt und Tod thematisiert werden, wer damit kein Problem hat, sollte den Roman unbedingt selber lesen!
    
    Raphaela Brosseron

    Suse und Bastian, der jetzt Pavlow genannt wird, und Maja und Tolga sind seit langer Zeit Freunde, sie besuchten dasselbe Gymnasium und bekommen heute ihre Zeugnisse. Dann ist da noch Bo, der sein Abi auf der Gesamtschule nicht geschafft hat und der erst später durch seine Freundschaft zu Suse in die Gruppe gerät. Diese Fünf wollen, dass die Nacht eine ganz besondere wird. Pavlow fasst seine Erwartungen in Worte: „Das ist die Nacht, in der wir sterben müssen, vom Ungeheuer verschlungen und dann Widergeboren.“
    Jede*r in dieser Gruppe hat ein anderes Geheimnis, dass in dieser ungewöhnlichen Nacht alles verändert. Die Abi-Feier findet nicht in einem feierlichen Rahmen statt, sondern in der Turnhalle der Schule. Nicht alle Mitschüler wollten das so und die Fünf zieht es auch nicht wirklich dorthin. 
    Die einzelnen Kapitel werden jeweils von einem der Freund*innen erzählt und mir fehlt ein wenig die Differenzierung in der Sprache. Sie bleibt durchgehend gleich. Eine sehr moderne Sprache, ohne in die Jugendsprache abzudrehen.
    Gut gefallen haben mir die Adjektive mit der Suse ihre Mitschüler*innen bezeichnet, wie „Fusselige Ana oder der gestreifte Henning“.
    Nicht alle Andeutungen werden aufgeklärt, trotzdem kann man sich ein Bild machen. Es gibt trotz aller Offenheit viel Ungesagtes zwischen den Fünfen. Manches macht traurig und anderes bringt mich auch zum Lachen.
    Ein Buch mit vielen Fassetten, nicht immer ganz einfach zu lesen. Zurück bleibt die Erkenntnis, dass der „Start ins Leben“, nach dem Abitur auch nicht so einfach verläuft und der wahre Satz „Narben haben wir doch alle irgendwo.“

    Dagmar Mägdefrau

  • Locke, Logo und der Zeitreise-Fußball

    Locke, Logo und der Zeitreise-Fußball

    Angela Berndhardt

    Karsten Teich

    Tulipan ABC

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Locke ist eine Mädchenmit einer wilden Haarpracht und sie kann sehr gut Fußball spielen. Doch dann schießt sie ihren Lehrer an und zur Strafe muss sie den Geräteraum aufräumen, seine grässliche Arbeit. Zum Glück hilft ihr ihr Freund Logo. Auch dieser Name sagt viel über den Jungen. Er sieht wie ein kleiner Nerd aus, mit Brille und gescheiteltem Haar.
    Doch dann taucht beim Aufräumen ein Junge auf, der so ganz anders gekleidet ist und der dann noch einen schweren Lederball dabeihat. Er stellt sich als Johann vor und behauptet es wäre das Jahr 1922.
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    Wie kommt der Junge in die Turnhalle der Gegenwart und vor allem, wie kann er wieder zurück? 
    Eine Fußballgeschichte über Freundschaft und Hilfsbereitschaft. Denn Nino, der beste Fußballer der Mannschaft, braucht dringend die Hilfe der Freunde. 
    
    Das Buch hat große Buchstaben und viele farbige Bilder, damit kommen geübte Leseanfänger sicher gut zurecht und die spannende Geschichte wird sicher ausgelesen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Das Riesen-Meer Wimmelbuch

    Das Riesen-Meer Wimmelbuch

    Christine Henkel

    esslinger

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Das Pappbilderbuch entspricht seinem Titel, denn es ist wirklich riesig, nämlich 40 x 60 cm groß. 
    Zunächst geht es an die Nordsee. Das große Bild zeigt einen Leuchtturm, einen Kutter, Strandkörbe und ein reetgedecktes Haus. Natürlich sind auch viele Tiere zu sehen und zur Zuordnung gibt es an der Seite einen Streifen, auf dem einige Tiere noch einmal abgebildet sind und benannt werden. Weiter geht es an die Ostsee, hier sehen wir ein Unterwasserbild, von der Ente sind nur die Beine zusehen. Beeindruckend die Scholle auf dem Grund, die aufgrund der Bildergröße mindestens lebensgroß dargestellt wird.
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    Auch beim Mittelmeer schauen wir unter Wasser. Krake und Tintenfisch sind gut zusehen. In wunderschönen Farben präsentiert sich das Korallenriff. Auf dem Bild „Hoch- und Tiefsee“ sehen wir die Fliegenden Fische aus dem Wasser springen, sogar ein Tiefseeanglerfisch ist zu erkennen.
    Mit dem Polarmeer endet das schöne große Buch. Da sieht man eine Eisbärfamilie, Papageientaucher und den Rotbarsch.
    
    Natürlich habe ich nur einige Tiere erwähnen können, es gibt noch viele anders und alle sind realistisch gezeichnet und durch die Größe eignet sich das Buch hervorragend für Gruppen. Egal ob man auf den Urlaub an der See einstimmen möchte, auf einen Besuch im Aquarium oder einfach nur Spaß daran hat Tiere anzuschauen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Heute kocht das kleine Känguru

    Heute kocht das kleine Känguru

    Myriam Lang

    Kathrin Schärer

    atlantis

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Die Illustrationen in diesem vegetarischen Kochbuch für Kinder sind wunderschön. Schon auf dem Cover sehen wir das kleine Känguru Erbsen aus der Schote in eine Schüssel tut. Auf dem gemeinsamen Foto trägt Mama schon ihre Schürzte. Dann folgen allgemeine Hinweise und das Känguru wäscht sich brav die Hände. Dann hilft es Mama beim Einräumen der Spülmaschine. 
    Die ersten Rezepte gehören zu einem Geburtstagsessen. „Radieschen mit Butter und Salz“ konnten mich nicht überzeugen, ob ein Gericht mit Oliven bei Kindern gut ankommt? Die Gemüselasagne wird sicher ein Hit.
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    Nachdem es sich in die Pfote geschnitten hat, schneidet das Känguru mit Pflaster vorsichtig weiter. Noch schnell den Schokoladenkuchen mit Konfetti backen und schon sind die Gäste da. Nach den Frühlingsrezepten geht es im Sommer in den See zum Baden. Die Erbsen werden geröstet für ein Ricotta-Gemüse-Cake gebraucht. Wenn das Känguru auch etwas mit dem Quirl spritz, die Mascarponecrem mit Erdbeeren hört sich lecker an. Auch dieser Teil endet mit einem Kuchen. Im Spätsommer grillen die Tiere gemeinsam. Gefüllte Champignons und Tomaten werden auf den Grill gelegt. Diesmal gibt es selbstgemachtes Himbeereis. Mit dem Herbst kommt der Regen. Eine heiße Makkaroni-Gemüsesuppe tut da richtig gut. Beim Kartoffel-Lauch-Kuchen hilft der Igel mit seinen Stacheln Löcher in den Teig zu stechen. Ein herzallerliebstes Bild. „Winterzeit ist Plätzchenzeit“ heißt es im nächsten Kapitel. Nach einigen Plätzchenrezepten wird Pasta gemacht. Für Sugo und Pesto, die schon vorher als Zutat auftauchten, gibt es jetzt die Rezepte, danach erfahren wir wie man Parmesan-Chips im Ofen zubereitet. Über den „Tomme“, der im nächsten Rezept vorkommt, musste ich erstmal informieren. Ich weiß jetzt dass es sich um Weichkäse handelt. Auf der letzten Doppelseite sehen wir wieder die Familie Känguru im Schein einer Kerze im Kochbuch blättern. Sicher sind die Plätzchen, die sie dabei knabbern auch selbst gebacken. In den zwei Indexen kann man die Gerichte nach Namen oder Zutaten finden. 
    
    Das Buch ist sehr schon illustriert, wie oft bei Kochbüchern, möchte ich nicht alle Rezepte probieren. Eine sind sehr einfach und man brauchte dazu kein Kochbuch, andere sind schon komplizierter, ob da kleine Kinder bei der Stange bleiben?
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wo bin ich?

    Wo bin ich?

    Heinz Janisch

    Isabel Pin

    Tyrolia

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    In dieser mehrsprachigen Ausgabe ist der Text außer in Deutsch auch in Türkisch, Kroatisch-Bosnisch-Serbisch-Montenegrinisch, Englisch und Arabisch abgedruckt. Das ist auch in der jeweiligen Sprache auf dem Cover zu lesen.
    Der Eisbär steht auf einem Eisberg und der Text ist sehr einfach gehalten „Da ist vorne.“ ist vor seiner Schnauzte zu lesen. Hinter ihm steht „Da ist hinten.“ Die anderssprachigen Texte sind immer unten auf der Seite zu lesen. Weiter geht es mit oben, unten, hier und dort. Dann mit nah und fern, rechts und links.
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    Dann ein „Dings“, ein Schwimmreifen in Form eines Flamingos auf und die Sätze werden etwas länger. 
    Ich denke, die Verlagsempfehlung von 4 Jahren kann man durchaus heruntersetzten, da der Text kurz und einfach und die Bilder sehr karg gezeichnet sind. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das Buch auch in internationalen Klassen Spaß bringen kann. So denke ich auch, dass ich das Buch gut beim Vorlesen im Park oder auf Festen nutzen kann und dann große Geschwister oder Eltern bitten kann den ausländischen Text vorzulesen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Nur noch zehn Minuten, keiner Dino

    Nur noch zehn Minuten, keiner Dino

    Rhiannon Fielding

    Chris Chatterton

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Der Einband zeigt eine Landkarte, „Das Land der Träume“ ist hier abgebildet. 
    Der kleine Dino wird gerufen, denn es ist Bettzeit in 10 Minuten. Doch der kleine niedliche Dino Donner findet, dass das noch viel Zeit sei und springt in den Teich. Als Mama 8 Minuten ansagt geht es in den Dschungel. „Noch 7 Minuten, weiß Donner Bescheid, das ist kein Problem, denn Zuhaus‘ ist nicht weit.“ Bei 6 Minuten schaut er auf den speienden Vulkan. Die anderen Dinos sind auf der Flucht und auch Donner geht besser nach Haus.
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    Doch wie findet er wieder heim? Zum Glück hört er Mamas Stimme, die 3 Minuten ansagt. So schläft der kleine Dino als die Zeit um ist an seine Mama gekuschelt ein. Auch auf unserer Landkarte am Ende des Buches ist die Nacht gekommen und alles liegt in blauem Licht. 
    
    Ein niedliches Einschlafbuch mit kurzen einfachen Texten und vielleicht ist die Ansage der verbleibenden Zeit auch ein Tipp für die Eltern.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Der Prinz auf der Erbse – Und andere umgekrempelte Märchen

    Der Prinz auf der Erbse – Und andere umgekrempelte Märchen

    Karrie Fransman

    Jonathan Plackett

    Kein & Aber

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Bei zwölf altbekannten Märchen wurden hier durch einen Computer-Algorithmus das Geschlecht der Protagonisten verändert. So heißt es „Der Schöne und das Biest“, „Der Prinz auf der Erbse“, „Herr Rapunzel“ oder „Die gestiefelte Katze“. In der Vorbemerkung erklärt der Autor sein Vorgehen. Die wunderschönen Bilder dazu wurden von seiner Frau gezeichnet.
    Eine Edelfrau heiratete in zweiter Ehe einen Mann, der bereits zwei Söhne hatte, ihr eigener Sohn „war von beispielloser Sanftmut und Güte.“ So beginnt die Geschichte vom Aschenpeterl.
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    Da das Märchen nicht nach Grimm, sondern nach Charles Perrault geschrieben wurde, entspricht es nicht dem mir bekannten Märchen. Nach Hans-Christian Anders entspricht der „Prinz auf der Erbse“ dem bekannten Märchen nur, dass ein Prinz einer Königin (auch im Original handelt es sich um eine Königin) beweisen muss, dass er ein echter Prinz ist. Außer den verstauschten Namen gibt es bei „Gretel und Hänsel“ einige Unterschiede, so treffen sie auf einen Hexer, der Gretel verspeisen möchte. „Herr Rapunzel“ ist ein zwölfjähriger Junge mit einem langen Bart, den er anstelle des Zopfes der Rapunzel aus dem Turmfenster wirft und natürlich versucht ihn eine Prinzessin zu befreien. Sieben Zwerginnen nehmen „Schneewicht“ bei sich auf und der König mit de Spiegel versucht ihn mit denselben Mitteln, wie Schneewittchen umzubringen. „Rotkäppchen“ wird der kleine Junge genannt und er begegnet einer bösen Wölfin. „Dörnrösling“ wird von einem Zauberer verwunschen und muss ebenfalls 100 Jahre schlafen.
    
    Die Aufmachung und die orientalisch anmutenden Illustrationen dieses Buches sind sehr schön. Die Änderung der Geschlechter haben mich nicht wirklich überzeugt. Sie bietet sicher eine andere Sichtweise, aber, da bin ich sicher altmodisch, mir gefällt das Alte besser. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • vielleicht – Eine Geschichte über die unendlich vielen Begabungen in jedem von uns

    vielleicht – Eine Geschichte über die unendlich vielen Begabungen in jedem von uns

    Kobi Yamada

    Illustriert von Gabriella Barouch

    Adrian & Wimmelbuchverlag

    Es gibt keine Verlagsempfehlung, der Verkauf meint ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir das Mädchen, das uns gemeinsam mit dem kleinen Ferkel durch das Buch begleitetet, schaut verträumt nach oben. Der Titel und einige Blumen sind in Roségold gehalten. Das Mädchen trägt eine Mütze aus Blättern mit einem Schnabel über der Stirn, dadurch hat sie etwas von einem kleinen Vogel. Sie hält auf dem ersten Bild ein Gebirge in den Händen, von dem kleine Vögel wegfliegen. „Hast du dich jemals gefragt, warum du hier bist?“ ist die Frage zu Beginn des Buches. 
    Auf der nächsten Seite sehen wir das Mädchen weiße Punkte auf riesige Fliegenpilze kleben.
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    Vor einer Meereslandschaft stapelt sie Häuser „in en Himmel“. Sie saust fröhlich über die Seite „Oder vielleicht wirst du Menschen mit deiner Begeisterung mitreißen?“ Ein Bild zeigt das Mädchen mit schlafenden Tieren in der Nacht und der Gedanke, dass sie Licht ins Dunkel bringt, macht Hoffnung. Doch es wird auch Probleme gaben „Du könntest scheitern“ zeigt das Mädchen mit traurigem Blick. Doch dann geht es positiv weiter. Die möglichen Stärken werden erwähnt und „Weil du hier bist…ist alles möglich.“
    
    Wunderschöne, zarte Bilder und ein Text, der Selbstbewusstsein vermitteln wird. Etwas schwer tue ich mich trotzdem mit dem Lesealter. Ich glaube, es ist sehr individuell zu betrachten. Sensible Gemüter werden sich durch die aufbauenden Sätze bestärkt fühlen. Ich kann mir das Buch auch gut als Geschenk zur Geburt oder für Erwachsene vorstellen.  Ich habe mich mit der Lektüre sehr gut gefühlt.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wir sind hier – Eine Geschichte von Flucht und Hoffnung

    Wir sind hier – Eine Geschichte von Flucht und Hoffnung

    Kyo Maclaer

    Rashin Kheiriyeh

    Zuckersüß

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Einige Erwachsene und viele Kinder stapfen durch die winterliche Landschaft. Auf der nächsten Seite müssen sich die Menschen bergauf quälen. Ein Mädchen malt ein Kreuz auf den Boden und zeigt, dass sie jetzt hier sind. Am Morgen gibt es ein heißes Getränk aus einem vertrauten Becher. „Dieser Becher ist ein Zuhause.“ Auch eine aprikosenfarbene Decke bringt Geborgenheit. Dann landen sie für einige Tage in einem Zeltlager. Hier schreiben und lesen sie im warmen Licht einer Lampe und vergleichen sie mit einem Leuchtturm.
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    Unter dem Sternenzelt singen alle gemeinsam ein Lied. Inmitten von neuerblühten Blumen stellen sich die Kinder Fragen nach der Zukunft. Mit einem Boot bestehend aus der Tasse, als Mast die Blume und die Decke ist das Segel geht es mit Hilfe des Leuchtturms wieder an Land „Wir sind hier.“ 

    Die Farben des Buches sind hellblau und aprico, dadurch wirkt es trotz des ernsten Themas optimistisch. Die beiden Kinder, die uns durch das Buch führen sind fantasiereich und lassen uns an ihren Gedanken teilhaben. Der Text ist sehr kurz gehalten, die poetischen Bilder erklären alles.
    Ein schön gestaltetes Bilderbuch, das auf einfühlsame Weise eine Flucht schildert.

    Dagmar Mägdefrau
  • Das Glück in dir – Wie du dein Leben lebendiger machst

    Das Glück in dir – Wie du dein Leben lebendiger machst

    Kobi Yamada

    Illustriert von Carles Santoso

    Adrian & Wimmelbuchverlag

    Empfohlen für 99-jährige und Jüngere

    Fröhlich sieht es aus, das Entenküken auf dem Cover. Seinen Spuren folgen wir im Einband. Neben der Eierschale steht ein längerer Text, den dem mir der Satz „Fülle dein Leben mit Liebe und packe deine Tage voller Wunder.“ Besonders gut gefällt. „Träume, bis es wahr wird.“ zeigt das Küken auf eine Wolke schauend, die wie eine Ente aussieht. Sie wird aufgefordert etwas Neues zu erschaffen und liegt zwischen vielen Bücherstapel und schreibt. 
    Es stapft durch eine Pfütze, liegt inmitten kleiner herzförmiger Blätter, tanzt über ein Seil, sitzt zwischen abgeholzten Bäumen und gießt einen Sprössling und springt in einen Blätterhaufen.
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    „Steh ein für das, woran du glaubst“ zeigt das Küken auf einem kleinen Boot und eine große Welle kommt darauf zu, „Mut und Angst zeigen sich oft zur selben Zeit.“ Vor einem Sternenhimmel lässt das Küken Leuchtkäfer auf seinem Glas frei, „Füge etwas zum Wunder Welt hinzu.“ Eine schöne Aufforderung.
    
    Die Texte geben viele Ratschläge, die in liebevolle Worte gepackt sind. Die Bilder sind einfach und zart gezeichnet, sie kommen mit wenig Farbe aus. Es steckt viel Poesie in diesem Buch und es wird sicher begeisterte Leser finden.
    
    Dagmar Mägdefrau