• Die letzten Ninjas auf der Achterbahn

    Die letzten Ninjas auf der Achterbahn

    Astrid Frank

    Regina Kehn

    Urachhaus

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Nachdem die vier Freunde den Fall um den Schmuckraub lösen konnten bekamen sie jeweils eine Jahreskarte für den Freizeitpark „Wunderwelt“. Hier sind sie nun fast täglich unterwegs. 
    Allerdings geschehen dort merkwürdige Dinge, so wurden Löcher in den Bootsboden einer Wildwasserbahn gebohrt. Natürlich ist Toni bereit der Sache auf den Grund zu gehen. Neben Josh, dem einfühlsamen Faultier, dem wilden Luis und Emil, der eine Menge Wissen in seinem Gehirn angehäuft hat, taucht auch noch die quirlige Miri auf. Ein süßes kleines Mädchen, dass beim Sprechen die Worte in die Länge zieht, die aber durchaus zur Agentin taugen würde.
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    Im Park sorgt Schmitti für Sauberkeit, dadurch taucht er immer wieder auf und erzählt blumige Geschichten aus seinem Leben. Toni, die diesmal den Bericht schreibt, ist sich nie sicher ob es sich dabei nicht nur um Fantasiegeschichten handelt. Doch hin und wieder tauchen klare Beweise für den Wahrheitsgehalt auf. So ist seine Frau eine orientalische Schönheit, ob sie allerdings eine Sultanstochter ist, bleibt offen.
    Die Kinder beobachten einiges, ziehen Schlüsse und finden Beweise, aber es wird ganz schön spannend, bis der Fall gelöst wird.
    Wie bereits erwähnt erzählt uns diesmal Toni die Geschichte und Joshs Randbemerkungen rücken das eine oder andere grade. Toni ist begeistert von den weiblichen Ninja, den Kunoichi, so erfahren wir viel von diesen tapferen, klugen Frauen. 
    
    Eine tolle Truppe so unterschiedlicher Kinder finden sich zusammen und es ist schön zu erleben, wie rücksichtsvoll sie miteinander umzugehen gelernt haben. Toni weiß genau, dass Emil keine körperlichen Kontakte mag und sie, das hibbelige Mädchen nimmt sich zurück. Deshalb erstaunt es sie sehr, dass Emil Miris Nähe wohl gerne mag.
    
    Der zweite Band der letzten Ninja ist genau spannend erzählt und steht dem ersten in nichts nach. Der schon etwas längere Text wird von sehr gut gemachten, witzigen Bildern aufgelockert. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Schüttle leise, schüttle sacht, sag den Tieren gute Nacht!

    Schüttle leise, schüttle sacht, sag den Tieren gute Nacht!

    Madlen Ottenschläger

    Ag Jatkowska

    esslinger

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Ein Gute-Nacht-Buch, das mal mit einer Besonderheit daherkommt. In einem Plastikbehälter sind goldene Sterne eingeschweißt. Durch Schütteln des Buches machen sie ein sehr leises Geräusch. Jede Seite hat eine Aussparung, so kann man die Sternen-Rassel auf jeder Seite sehen und nutzen.
    Das Entenküken sitz bei seinen Papa in den Federn. „Hilfst du der Ente bei Einschlafen und lässt die Traumsterne fliegen?“ geht die Frage an das Kind und mit „Schüttel leise, schüttel sacht, sag dem Entchen gute Nacht.“ Wird der Text fortgesetzt. Diese Sätze wiederholen sich auf jeder Seite mit dem entsprechenden Tier.
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    Da ist die Katze, der Affe das Häschen und zuletzt der Löwe in den Schaf zu schütteln.
    Kurze Texte und viele Wiederholungen gefallen kleinen Kindern besonders, lediglich das Schüttelgeräusch ist sehr leise, denn die Sterne scheinen sich gegenseitig zu behinderm. Sie laden sich zum Einen auf und zum Anderen verhaken sie ineinander. Das ist schade, denn der Gedanke mit diesen zarten Tönen auch die Kinder etwas zu beruhigen gefiel mir gut. Vielleicht lässt sich das irgendwie besser lösen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wilde Tiere in der Stadt – Das Natur-Mitmachbuch

    Wilde Tiere in der Stadt – Das Natur-Mitmachbuch

    Sophia Kimmig

    Lucie Göpfert

    EMF

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Der Fuchs, der schon auf dem Cover zu sehen ist, führt uns durch das Buch. Nach dem Inhaltsverzeichnis und der Zeichenerklärung wünscht uns die Autorin nach einem Willkommensgruß „Viel Spaß!“
    Auf der Straße tummeln sich einige gemalte Wildtiere. Dann gilt es Fotos mit Tieren und Gefahren zu verbinden. Die und alle anderen Lösungen finden wir hinten im Buch. Es gibt wie immer Vor- und Nachteile, wenn man einen neuen Standort bezieht. Dann gilt es Tierbilder mit Stickern, die auch hinten im Buch zu finden sind, zu versehen, denn nicht alle abgebildeten Tiere können Stadtbewohner sein.
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    Zunächst schauen wir uns die fliegenden Mitbewohner an, im Besonderen geht es um die Erdhummel und dazu gibt der Fuchs eine Bauanleitung für ein Insektenhotel. Im Laufe des Buches werden unter „Tipp“ Anregungen gegeben, was wir tun können, so z.B. die richtigen Blumen sähen. „Schon gewusst?“ bietet ungewöhnliches Wissen, so können auch Fledermäuse und Nagetiere Blumen bestäuben.
    
    Wie finden die Mauersegler ihren Weg nach Süden und zurück, erfahren wir danach und können einen Kompass bauen. Aus Ausschneiden einer Silhouette kann helfen Vögel im Flug zuzuordnen. Da viele Wildtiere in der Nacht unterwegs sind sehen wir sie mit Ausnahme des Eichhörnchens selten, aber man kann einen Spurenteppich bauen und dann anhand der Fußspuren schauen, wer in unserm Garten unterwegs ist. Ein Kapitel stellt uns die „Tiere im Wasser“ vor, zunächst die Erdkröte und wie sie sich entwickelt. Wie man einen Wassertest macht, wird ebenfalls erklärt. Dann geht es um „Kleidung“ und auch die soll mit Bildern zugeordnet werden. Die Libelle ist schon zur Zeit der Dinosaurier herumgeflogen. „Rote Liste“ und „Klimawandel“ sind am Ende des Buches zu finden und der Tipp der Ameise, mehr Zeit in der Natur zu verbringen. Wenn da dieses interessante Buch mit seinen vielen Anregungen kein Grund sein wird. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Astronautenkinder – Ein Buch über Einzigartigkeit

    Astronautenkinder – Ein Buch über Einzigartigkeit

    Anna Bartosik

    Asia Gwis

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    „Das Buch über Einzigartigkeit“ steht auf dem Cover, dass uns eine Kind mit Brille zeigt, das wohl über das Sonnensystem nachdenkt. Auf den Planeten im Hintergrund sehen wir andere Kinder. Bunte Planeten und die Erklärung zu den „echten Astronautenkindern“ folgen. Dann werden wir aufgefordert mutig zu seine und loszufliegen. 
    Wir lernen Mira kenne, die sich mit ihren Bildern wohlfühlt, sie sucht an manchen Tagen Kontakt zu anderen. Mit einfachen Bildern schreibt sie eine Nachricht.
    Tim mag kein Durcheinander, sein Tag und seine Umwelt sind geordnet und werden von ihm kontrolliert.
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    Zara erlebt einen Meteoritenhagel und trifft auf Aron, der sein Raumschiff selbst zerstört hat. Er war wütend, obwohl er es nicht will. Nach dem Vergleich mit einem Vulkan, versuchen die Kinder zukünftig solche Explosionen aufzuhalten. Robin erkundet einen neuen Planeten und er rennt wie wild umher. In seinem Forscherrucksack sind Dinge, die ihn vor zu vielen Einflüssen schützen können. „Astronautenkinder halten zusammen“ und „Du bist einzigartig“ sind wichtige Sätze dieses Buches, dass uns ungewöhnliche Kinder vorstellt. 
    
    Eine schöne Idee, Kindern, die aufgrund ihres Verhaltens als auffällig gelten, hier ein so wundervolles Buch zu widmen. Die Bilder sind wunderschön anzuschauen und haben viel Gefühl.
    
    Dagmar Mägdefrau 
  • Fünfzehn Tage sind für immer

    Fünfzehn Tage sind für immer

    Vitor Martins

    one

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    15 Tage Ferien sehen beim 17-jährigen Felipe wie folgt aus: Netflix, Kuchensamstag, Musical-Mittwoch und Zeit mit seiner Mãe. Das alles zuhause, wo keiner ihn und seine Körpermasse verurteilen kann. Vor Caio, den Nachbarsjungen, den er seit einer Weile anhimmelt, kann er sich nicht mehr verstecken, denn mit Ferienbeginn soll ausgerechnet er 15 Tage bei ihnen verbringen. So hatte er sich das eigentlich nicht vorgestellt, doch Caio lebt sich schnell bei ihm und seiner herzlichen Mutter ein und Felipe lernt nicht nur aus der Komfortzone herauszukommen. 
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    Die Beschreibung “Own-Voice” bedeutet, dass der Autor dem Text seine eigene Stimme verleiht, also eigene Erfahrungen einbringt, häufig bei sensiblen Themen und Diversität. Das heißt nicht, dass Vitor Martins hier seine Geschichte niedergeschrieben hat, jedoch leiht er seine Stimme jemandem, der vielleicht in einer ähnlichen Situation ist wie Felipe oder Caio. Beim Lesen erkennt man den Unterschied zur einfachen Ich-Perspektive, denn die ist hier tiefer, emotionaler und vor allem authentisch. Felipes Unsicherheit wird bei jedem seiner Gedankenkarussells, seinen ausgetüftelten Horrorszenarien und den direkten Fragen an die Lesenden („Wisst ihr, was ich meine? Ist auch egal.”) mehr als offensichtlich, genau wie seine Verknalltheit in Caio. Obwohl der Plot eben um diese gestrickt ist, macht Felipe eine tolle Entwicklung unabhängig von seinem Beziehungsstatus durch. Was Felipe nur in indirekter Form im “Zauberer von Oz” gefunden hat, schafft der Autor durch diesen Young Adult Roman: Ein Buch mit Botschaft, das denen, die sich sonst nicht repräsentiert fühlen, Mut verleiht, sie selbst zu sein. Wie nebenbei darf man sich außerdem über eine niedliche Verliebtheit, lustige Protagonisten, ganz viel Herz und jede Menge Filmtipps von Felipe höchstpersönlich freuen, auch wenn er in den 15 Tagen deutlich weniger zum Verweilen auf Netflix kam. Ohne schmerzliche Stellen kommt so ein persönlicher Roman nicht aus, weswegen es auf Seite 286 eine Triggerwarnung dazu gibt. 
    
    Raphaela Brosseron
  • Hier hat jeder einen Platz

    Hier hat jeder einen Platz

    Alexandra Ndolo

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Die Autorin ist Tochter einer polnischen Mutter und eines kenianischen Vaters, vielleicht kennt ihr sie als Sportlerin. Sie hat in der Deutschen Damendegen-Nationalmannschaft gefochten.Im Vorwort erklärt sie uns, was sie mit diesem Buch bewirken möchte. „Genau so, wie ihr seid, seid ihr toll!“ möchte sie vermitteln.
    Anton erfährt, dass die Großmutter seines Freundes Edon in Albanien lebt und dass sie sehr gut kochen kann. Leider hat Edon seine Brotdose zu Hause liegen lassen und so bekommt Anton Einblicke in die Wohnung seines Freundes und stellt fest, dass sie, wie er, Erinnerungen gerne haben und den Jungs die Gerichte beider Küchen schmecken.
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    „Ach so ist das!“ erklärt hier die Begriffe Staatsangehörigkeit und Nationalität.
    So ist jedes der sieben Kapitel aufgebaut. Erst wird eine Geschichte erzählt, dabei lernen wir gleichgeschlechtliche Eltern kennen, die aus unterschiedlichen Ländern stammen.
    In einem Kapitel geht es um das N*Wort und um das Wort zu erklären, ist es im Text ausgeschrieben zu lesen. Diese Erklärung und das es zum Schimpfwort wurde und deshalb nicht mehr ausgesprochen werden soll, gefällt mir sehr gut. Ähnlich geht es mit dem S*Wort, das mir bisher nicht so bekannt war und das durch Mandelaugen ersetzt wird.
    Schön ist auch der Tipp, dass man, wenn man unsicher ist, wie man etwas benennen soll, den Betroffenen fragen soll, der weiß es wohl am besten.

    Zum Ende des Buches wird der Begriff Vorurteile sehr schön bildlich erklärt und wir erfahren, dass diese schnelle Einteilung früher für die Menschen überlebenswichtig war. Tipps für uns Erwachsene und Hilfe und Beratung vervollständigen das Buch, dessen Untertitel „Gemeinsam gegen Rassismus“ ist.

    Dagmar Mägdefrau
  • Wie ich dich liebe

    Wie ich dich liebe

    Andrea Beaty

    Vashti Harrison

    Zuckersüß

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Gelb gekleidet und mit gelben Gummistiefeln an den Füssen springt die Mutter mit ihrem Kind durch die Pfütze. So beginnt das Buch mit dem Satz „Ich lieb dich so gelb.“ Die beiden laufen über eine Wiese einem Schmetterling nach. Auf Mamas Schulter geht es durch den Park, dann sitzen beide auf einer Bank und schieben sich Orangenspalte quer in den Mund. 
    Kleine Bilder zeigen unterschiedliche Gefühle der Kinder. Auch der Vater liebt seine beiden Kinder, das kleine Mädchen sitzt im Rollstuhl.
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    Auch sie blödeln herum. Eine Mutter liegt schlafend mit ihren Kindern im Bett. „Ich lieb dich so langsam.“ Nach dem Aufstehen wird dann aber gehetzt. Beim Sportfest läuft auch ein Mädchen mit einer Beinprothese mit. Nach einem Herbstbild sehen wir zuerst eine schwangere Frau, dann die große Schwester mit dem Baby. Vor einer Hochhauskulisse sehen wir einen Vater mit seinem Kind Karten spielen, dann liegen die beiden auf einer Wiese und schauen zu den Sternen. Der große Bär ist mit dem Text „Ich lieb dich für immer, so ewig und wahr.“ versehen. Drachen steigen am Strand, da ist ein Opa dabei. Beendet wird das Buch mit einem wunderschönen stimmungsvollen Bild. Die Mutter gibt ihrem Kind „den zärtlichen Kuss.“
    
    Die Bilder sind weichgezeichnet und in zarten Farben gehalten. Der Text reimt sich und so entsteht ein liebevolles Gedicht für unsere Kleinen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Fußball-Stars

    Fußball-Stars

    Sven Voss

    EMF

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    40 Idole werden in den meist 3–4-seitigen Texten beschrieben, zudem gibt es immer ein gemaltes Bild der Stars. Den Beginn macht Lionel Messi, es wird erzählt, wie seine Oma, an die er heute noch bei seinen Erfolgen denkt, ihn als 6-jährigen ins Fußballstadion begleitete. Es folgt sein Werdegang und seine Erfolge. Auf dem Bild trägt er das Trikot der argentinischen Nationalmannschaft. Dann folgt Oliver Bierhoff, der mit dem golden Goal Geschichte schrieb.  Natürlich darf Manuel Neuer nicht fehlen, der furchteinflößend sein Tor verteidigt.
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    Der älteste vertretene Spieler ist Fritz Walter, der die deutsche Mannschaft in Bern zum Sieg führte. Der Liverpooler Trainer Jürgen Klopp, der sich als The Normal One“ bezeichnet und seine Kollegen Sir Alex Ferguson, Joachim Löw und Andrij Schewtschenko werden ebenfalls vorgestellt. Steffi Jones hat große Erfolge in der Abwehr gehabt, aber auch einige Jahre die Frauennationalmannschaft trainiert. „Mama sein und Tore verhindern, dass das zusammen funktioniert, weist Almuth Schulte in jeder Saison aufs Neue“ ist ein Satz, den ich gerne auch unter den Portraits der männlichen Fußballspieler, die ja oft mehrfache Väter sind, lesen möchte. Mit Bibiane Steinhaus und Pierluigi Collina erfahren wir auch einiges über Schiedsrichter, die ja meist nicht so bekannt sind. 
    
    In einer Rezension kann man nicht alle Namen nennen, aber es ist eine bunte Auswahl Weltfußballer*innen, Gewinner*innen von Europa-, Welt- und anderen Meisterschaften vertreten. Manche Informationen werden vielleicht nicht allen bekannt sein, aber der Ehrgeiz, der alle antreibt, ist zu spüren. Aber auch der Wünsch schon ganz jung Fußball zu spielen ist wohl allen gemein. Die Auswahl war sicher für den Sportmoderator und Autoren Sven Voss nicht einfach, aber mir hat doch Franz Beckenbauer gefehlt, wie von der Mannschaft von 1974 nur Sepp Maier vertreten war. 
    
    Im Inhaltsverzeichnis werden nochmals die Bilder der Idole gezeigt, was mir sehr gut gefällt, die Texte sind gut zu lesen und umgangssprachlich geschrieben. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Mama und Mami und ich – Die große Vermissung

    Mama und Mami und ich – Die große Vermissung

    Nina LaCour

    Kaylani Juanita

    Zuckersüß

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Eine dunkel- und eine hellhäutige Mama geben ihrer kleinen Tochter auf beide Wangen einen Kuss. Das Mädchen kneift fröhlich ein Auge zu. Ein glückliche Familie ziert das Cover.
    Die Geschichte führt uns durch eine ganze Woche, eine ganze Woche in der die Mutter, die das Kind „Mami“ nennt, auf Geschäftsreise ist.
    Der Tag beginnt mit einem schönen Frühstück, dann winken Mama und Kind Mami zu und sie fährt für eine Woche weg. Dienstag in der Kita erzählt das Mädchen dem Erzieher, wie sehr sie ihre Mami vermisst.
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    Die anderen Kinder erzählen, was sie vermissen. Am Mittwoch telefonieren Mama und Kind mit Mami. „ich vermisse dich mehr, als Schnee in den Bergen fällt“ sagt Mami und so kommt der Begrifft der Vermissung auf. Donnerstag bei Einkaufen müssen keine Heidelbeeren für Mami gekauft werden. Am Abend wird mit Mama gekuschelt, weil das Kind so traurig ist. Freitag und Samstag gibt es viel im und um das Haus zu tun. 
    Am Sonntag pflücken die beiden einen bunten Strauß Blumen, eine Sorte für jeden Tag. Für den Freitag Fingerhut, eine schöne, aber hochgiftige Pflanze. Dann kommt Mami endlich wieder zurück und das letzte Bild zeigt alle drei in einer liebevollen Umarmung.

    Die Bilder sind mit vielen geometrischen Figuren gezeichnet, dadurch wirken sie nicht so sehr weich. Mama hat einige Tattoos, was in Bilderbüchern noch ungewöhnlich ist.
    Dass ein Elternteil für eine längere Zeit nicht zu Hause ist, ist nicht ungewöhnlich. Hier werden die Gefühle des Mädchens, dass uns diese Geschichte erzählt, beschrieben und das Wort „Vermissung“ sagt ganz klar, was ihr fehlt.

    Dagmar Mägdefrau
  • Clara – Meine kleine Schwester von nebenan

    Clara – Meine kleine Schwester von nebenan

    Kirsten Reinhardt

    Christiane Fürtges

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ein Kind berichtet von seiner kleinen Schwester Clara, ein Nachbarskind, mit dem es gerne und viel spielt. Dann berichtet es, dass seine Eltern sich sehr über die Geburt gefreut haben. Auch Mamas Freundin hat sich auch sehr gefreut. Sie und ihre „Verliebte“ (Warum er sie so benennt, weiß ich nicht, Frau hätte mir besser gefallen) wünschen sich auch ein Kind. Anhand von gemalten Bildern erklärt das Kind, dass man Ei und Samen benötigt, dann schwimmen die Samen auf ein freudig lächelndes Ei zu und einer schreit „Erster“.
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    Mama fand es ungerecht, dass ihre Freundin kein wunderbares Kind bekommen kann und sie dachte „wer viel hat, kann doch teilen.“ So gab Papa seine Samen in einem Becher weiter und dann wurde Clara geboren. 
    
    Ich fand das Thema Samenspende sehr interessant und zeitgemäß. Es ist auch gut beschrieben, obwohl die eigentliche Entstehung nicht erklärt wird. Lediglich die Tatsache, dass der Vater der Mann der besten Freundin ist, schränkt etwas ein. Ich wollte das Buch an ein weibliches Ehepaar geben, doch da ist, wie meist, der Spender zunächst unbekannt.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Die wilden Rüben – Das Geheimnis im Garten Nr. 8

    Die wilden Rüben – Das Geheimnis im Garten Nr. 8

    Dorthe Voss

    Gabriel

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Paulas Onkel in dessen Garten sie gerne mit ihren Freunden spielt, muss für einige Zeit beruflich verreisen und will deshalb den Garten aufgeben.
    Da übernehmen Paula und ihre Freunde Jona, Bruno und Jette die Pflege des Gartens für diese Zeit. Da es langsam Frühling wird, scheppen die Frösche ihre Männchen zum Laichen in den Garten. Dieses Schauspiel dürfen sich die Kinder am Abend anschauen. Doch leider finden sie auch platte Frösche, die jemand totgetrampelt oder überfahren haben muss.
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    Die Freunde versuchen einiges um den Täter zu entlarven. Zunächst fällt ihr Verdacht auf ein Ehepaar, dass immer etwas zu meckern hat. Doch die kommen dann wohl nicht in Frage.
    Die vier Freunde sind clever und halten zusammen, so können sie den Fall aufklären.
    
    Schon das Cover zeigt die fröhlichen Freunde bei der Gartenarbeit im Hintergrund ein gemütlich wirkendes Gartenhaus. Auch im Buch wird der schon etwas längere Text durch Bilder aufgelockert. Wir lernen viele nette Nachbarn kennen und erfahren einige bezüglich Gartenarbeit und Frösche.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Skellig

    Skellig

    David Almond

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    Im Mittelpunkt der bereits 1998 veröffentlichten Geschichte steht Michael, der verschiedene Schwierigkeiten durchmacht. Alleine ein Umzug kann für Kinder schon stressig genug sein, dass es sich dabei auch noch um ein gruseliges altes Haus handelt, schafft die perfekte Grundlage für eine mysteriöse Story. Da seine Mutter sich um die zu früh geborene kleine Schwester kümmern muss, erkundet Michael alleine die Gegend. Lange bleibt er nicht auf sich gestellt, denn er lernt das Mädchen Mina kennen.
    Dann dieses seltsame Wesen in der Garage, das noch viel mehr Fragen aufwirft, als Michael sowieso bereits im Kopf rumschwirren.
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    Eine ganz besondere Geschichte, die sehr gut gealtert ist, in der Umgebung des alten Hauses fällt es kaum auf, dass sie vor über 20 Jahren verfasst wurde. Die mystischen Einflüsse sind wie bei “Bone Music” sehr subtil und verleihen dem Plot eine realistische Basis mit traumhaften Elementen. Für Leser*innen, die sonst nicht so gerne Fantasy lesen, aber auch etwas mehr als die pure Realität brauchen, wird hier genau die richtige Mischung präsentiert. Die Sprache ist tiefgehend, mal eben lesen und verstehen ist nicht unbedingt drin, es werden Fragen aufgeworfen und nicht eindeutig beantwortet werden. So bekommt man allerdings vermutlich den besten Eindruck von Michaels Gefühlslage, denn auch er muss sich angesichts der familiären Probleme und des seltsamen Wesens einige Fragen des Lebens selbst oder vielleicht auch gar nicht beantworten. Wirklich berührend, nachdenklich stimmend und unterhaltend kommt dieses Buch ohne erzwungene Liebesgeschichte aus und legt damit den Fokus auf viele andere wichtige Themen.
    
    Raphaela Brosseron
  • Rotkäppchen

    Rotkäppchen

    Nach Jacob und Wilhelm Grimm

    Illustriert von Rocio Bonilla

    Jumbo

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Dieses Klappbilderbuch mit runden Ecken zeigt ein niedliches Rotkäppchen auf seinem Cover, auch der Wolf, der sich die Lippen leckt, wirkt nicht sehr grausam.
    Im Buch finden wir einen Text, der sich an der Geschichte der Gebrüder Grimm orientiert. Das erste Bild zeigt eine sehr modernes Rotkäppchen mit seiner Mutter, unter dem Bild steht eine kurzer erklärender Text. Der lange Text weißt durch ein Zeichen darauf hin, dass die Seite aufgeklappt werden kann. Hier sehen wir das Mädchen auf dem Weg zur Großmutter, hinter den Bäumen lauert der Wolf.
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    Schon spricht er Rotkäppchen an und weist auf die Blumen hin. Er selbst klopft bei der Großmutter, geht hinein und verschlingt sie. Mit großen Augen schaut Rotkäppchen hinter der geöffneten Tür hervor und stellt dann am Bett die bekannten Fragen.  Am Ende schmiegt sich Rotkäppchen in Großmutters Arm, während der Jäger seinen Kaffee trinkt.
    
    Es gefällt mir sehr gut, dass es zum Märchentext auch eine Kurzversion der Geschichte gibt, die man kleinen Kindern schon zeigen kann. Auf der Rückseite des Buches erfahre ich, dass dieser Text auch zum Mitlesen gedacht ist und deshalb einige Begriffe wie „Weg“ oder „Haus“ zusätzlich beschriftet wurden.
    Ich finde, dass Märchen nicht einfach vergessen werden sollten, deshalb mag ich diese Bilderbücher und lese sie gerne vor.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wie Tiere trauern

    Wie Tiere trauern

    Hanna Müller

    Carla Swiderski

    Illustriert von Miren Asiain Lora

    Jumbo

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Dieses Sach-Bilderbuch wendet sich an Grundschulkinder, es geht um Tiere und ihrem Umgang mit ihren toten Artgenossen. 
    Von Elefantenfriedhöfen haben wir schon gehört. Elefanten verabschieden sich von sterbenden Verwandten und tragen deren Stoßzähne noch einige Zeit mit sich herum.
    Affen verbringen einige Tage mit den Verstorbenen. Mütter tragen ihre toten Kinder noch einige Zeit mit sich. Geschwisterkinder haben eine engere Bindung nach dem Tod der Eltern.
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    Katzen verlieren den Appetit und spielen nicht mehr, wenn ein Tier aus der Gruppe stirbt. Kater Oskar legt sich zu Menschen, die in den nächsten Tagen starben und gab ihnen Trost. 
    Als ein Kaninchen starb, gab ein anderes Kaninchen der Trauernden Trost und kümmerte sich um sie. 
    Das Limbische System, das für unsere Gefühle, also auch Trauer zuständig ist, wird erklärt. 
    Obwohl Giraffen sich nicht um Dinge auf dem Boden kümmern, hatten sie verstorbene Junge noch lange so im Auge. Hunde trauern um Artgenossen und Menschen. Eine bekannte Geschichte handelt von dem japanischen Hund Hachiko. Auch Fledermäuse trösten sich untereinander und trauern um Tiere ihrer Gruppe. Totenwache halten Delfine und Wale, deren Sozialverhalten sprichwörtlich ist. Auch Vögel, wie Krähen und Gänse kümmern sich um ihre Toten.
    
    Ein sehr interessantes Sachbuch, dass zart bebildert ist und uns zeigt, dass der Tod auch im Tierreich Reaktionen auslöst.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Da liegt ein Wal in meinem Bett!

    Da liegt ein Wal in meinem Bett!

    Angelika Glitz

    Nikolai Renger

    Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Heute soll, weil Mama ihre Freundinnen zu Besuch hat, Knuti allein ins Bett gehen. Knuti weigert sich zunächst, als Mama dann mit Eintrittskarten für ein Fußballspiel lockt, kann er das dann doch. Mamas Bedingung ist, dass er um 8 im Bett liegt. Als Knuti nach Zähne putzen und so weiter ins Bett will, liegt dort ein großer blauer Wal. Da der Wal natürlich sprechen kann, verlangt er zunächst etwas zu trinken. Als Knuti Mama von dem Wal im Bett erzählt, glaubt sie ihm nicht. Beide passen aber auch nicht ins Bett.
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    Da der Wal behauptet fliegen zu können, bringt Knuti ihn dazu mit ihm loszufliegen. Nach der Rückkehr steigt der Junge zuerst ins Bett und damit muss der Wal sich in Mamas Bett legen. So sitzt er auf dem letzten Bild gemütlich in Mamas Bett.
    
    Der Text ist humorvoll geschrieben, die Bilder sind fröhlich und bunt. 
    Nur es gibt ein Bilderbuch aus dem Jahr 2018, das nicht mehr verlegt wird, mit dem Titel „Vom Walross, das nicht einschlafen konnte“ Da konnte der Junge wegen eines Walross nicht ins Bett und auch dieses Tier wechselte später ins Bett der Eltern. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Das Tierheim der Seltsamen Wesen

    Das Tierheim der Seltsamen Wesen

    Britta Sabbag

    Igor Lange

    EDEL Kids Books

    Leseempfehlung ab 8 Jahre

    Die Zwillinge Lulu und Levi machen gerne Streiche und erklären das mit der Mutter, die nicht mehr bei ihnen lebt. Der beruflich sehr eingebundene Vater muss deshalb in die Schule kommen. Die Kinder werden für zwei Wochen von der Schule freigestellt und müssen in einem Tierheim helfen. Hier treffen sie zunächst nicht auf die Tiere, erst nachdem sie sich in der Nacht dort eingeschlichen haben, treffen sie auf Tiere, die aus anderen Tieren zusammengesetzt wurden, wie z.B. den Langohrentenfisch Harald. Aber ein besonderes Geheimnis lauert im Keller der Burg.
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    Das Buch ist in großen Buchstaben gedruckt und umfasst zwölf kurze Kapitel mit vielen Bildern. Die Köpfe sind im Verhältnis zum Körper groß angelegt und die Augen sind ebenfalls riesig. Die Körper wirken etwas steif und die Mimik ist meist eher traurig. Die Kinder sind durch die Erlebnisse im Tierheim zwar ruhiger, aber einsichtig bzgl. ihres Verhaltens sind sie nicht. Zweimal gehen sie nachts zum Tierheim, ohne dass der Vater etwas merkt, so gibt es auch keinerlei Familienleben. Am Anfang wird zwar von der Liebe des Vaters zu seinen Kinder gesprochen, aber dann sind die Kinder auf sich gestellt. „Magie ist zum Glauben da“ ist leider ein Motto, das mir nicht verständlich ist und ich hätte mir mehr Magie in den Buch gewünscht.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Liebhaben

    Liebhaben

    Christopher Franceschelli

    David Partington

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Das Cover zeigt, wie die Pinguineltern liebevoll auf ihr Küken hinabschauen. Aber das Ungewöhnlich an diesem Papp- und Klappbilderbuch ist die Dicke von ca. 5 cm.
    Als Erstes steht da der Elefant in der Savanne „Ich hab dich lieb.“ So beginnt der Text immer. 
    Wenn man die Elefantensilhouette umblättert, steht er Rüssel an Rüssel mit einem Elefantenbaby. „Liebhaben ist…wie eine gemeinsame Reise.“ Und hinter der nächsten umklappbaren Seite sehen wir die Herde und der kleine Elefant hält sich an Mamas Schwanz fest. Die Erdmännchen schauen ihnen nach.
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    Dann folgt das Versprechen „Ich begleite dich auf deinem Weg und bleibe immer bei dir.“ Worte, die Vertrauen aufbauen und Sicherheit geben.
    Im Meer verspricht der Otter, dass seine Hand dich festhalten wird. Es folgt die Giraffe, die Schwaneneltern, die mit ihren Hälsen ein Herz formen und Unterstützung geben. Nach dem Känguru folgt der Panda, dann das Nilpferd, dessen Liebe in die Tiefe geht. Das Faultier meint „Liebhaben ist Zeithaben.“ Die Pinguine sind danach zu sehen und der Fuchs lässt Abenteuer zu. „Liebhaben macht uns Mut.“ findet der Adler und fliegt hoch in den Himmel. Auf der letzten Doppelseite, die man noch einmal ausklappen kann, sehen wir einen Park mit Eltern und Kindern „Wenn wir einander liebhaben, ist das Leben wunderbar.“
    
    Ein Buch voller Liebe und schönen Versprechen für unsere Kleinen. Ich kann es mit bei vielen Gelegenheiten als Geschenk vorstellen, oder einfach nur um mal zu sagen „Ich hab dich lieb!“
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Nachtlampenfieber

    Nachtlampenfieber

    Stephanie Schneider

    Nele Palmtag

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Titelbild sehen wir die kleine Luzie und ihre Oma im Schein der Deckenlampe am Küchentisch sitzen, ihre Hände berühren sich und beide haben eine schönes Lächeln auf den Lippen. Ein heimeliges, gemütliches Bild voll Vertrauen. Für Luzie ist es ein besonderer Tag, sie schläft heute zum ersten Mal alleine bei Oma, ganz alleine natürlich nicht, denn Herr Palimpa, ihre Bär, ist dabei. Oma freut sich über „sturmfrei“ und nach dem Wäsche aufhängen geht es ans Verkleiden. Da ist das schlechte Gefühl vom Abschied schnell vergessen.
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    Dann geht es in den Supermarkt und Luzie schlägt das Angebot von Oma Pommes zu kaufen aus, weil sie dasselbe essen möchte, was es immer bei Oma gibt. 
    Dann machen es sich die beiden mit ihrem Abendbrot vor dem Fernseher gemütlich. Mit Oma zusammen legt sich Luzie ins das alte Bett von Mama, Oma liest ein Buch aus ihren Regal vor. Als Oma sich auszieht, kann Luzie sie über den Flur hinweg beachten und sie stellt fest „Als Einschafoma siehst du aber komisch aus.“ Doch dann hat Luzie allein im fremden Bett doch etwas Angst. Deshalb ist es schön, dass Oma zu ihr kommt und ihr gesteht, dass sie auch etwas Angst vor der Übernachtung hat. Luzie weiß, dass ist „Nachtlampenfieber“.
    Nach einer heißen Milch können dann beide zusammen einschlafen.
    
    Die erste Übernachtung bei Oma ist für Kinder immer ein spannendes Erlebnis. Hier werden die Gefühle sehr schon beschrieben. Besonders die Überwindung der Angst zusammen mit Oma gefällt mir gut.
    Neben der einfühlsamen Geschichte sind die Bilder wunderschön gezeichnet. Da ist die etwas rundliche Luzie mit kurzen dunklen Haaren und die rothaarige Oma mit runder Brille, deren Figur altersgemäß gestaltet wurde. Da finden sich sicher viele Omas wieder. Die Art, wie sie beiden sich anlächeln, da weiß man, da sind zwei, die sich sehr mögen.
    
    Ich wünsche den kleinen Lesern und Leserinne, dass sie auch bald bei Oma schlafen.
    
    Dagmar Mägdefrau