• Hast du das schon gesehen?

    Hast du das schon gesehen?

    Gloria Köpnick

    Rainer Stamm

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Im Vorwort werden die Kinder direkt angesprochen und darüber informiert, dass die in dem Buch abgebildeten Kunstwerke, die man in Museen anschauen kann, alphabethisch angeordnet sind. So beginnen wir mit der „Ameise“ von Peter Kogler, der seine Exponate am Computer erstellt. Wir werden aufgefordert, in dem Gewusel der Ameisen die Abgebildete zu finden. 
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    Nach diesem sehr neuen Bild geht es ins Jahr 1599 zu Jan Brueghel dem Älteren. Hier wird sehr realistische eine Vase mit Blumen dargestellt, die Tulpe wird besonders herausgestellt und wir erfahren etwas über den Maler und diese beliebte Blume. C steht für Comic und Roy Lichtenstein, „Trabender Esel“ ist eine Skulptur von Renée Sintenis aus dem Jahr 1932 und die sehen wir unter E. Wir erfahren einiges über diese Künstlerin und fragen uns, aus welchem Material der Esel wohl gefertigt wurde. Bei „Knabe in roter Jacke“ von Munch dreht sich alles um dieses farbige Kleidungstück. In Münster steht die Kirschsäule, die meinem Enkel gut gefiel. „Abstrakter Kopf“ war ihm hingegen nicht ganz geheuer, zu abstrakt. „Die Obstverkäuferin“ hingegen ist ein sehr ansprechendes Bild für Kinder, es ist auch auf dem Cover abgebildet. Magrittes Pfeife, die keine ist, regt zum Nachdenken an und das „Schwarze Quadrat“ von Malewitsch wird sicher auch hier diskutiert. Eine riesige Spinne fasziniert Kinder auf unterschiedlichste Weise, diese Skulptur würden wir uns gerne mal ansehen. Ich liebe die fülligen Figuren von Niki de Saint Phalle, hier ist es ein bunter Vogel. "Die Welle" von Hokusai berichtet über japanische Holzschnitte. Das letzte Bild zeigt „Zitronen“ auf einem Teller. Danach gilt es Dinge, die auf den Bildern sind, zu suchen und selbst ein Bild mit X zu malen, das musste man nämlich auf Axt ausweichen. Eine Liste der Exponate und nähere Informationen dazu finden wir am Ende des Buches.
    Ich habe in diesem Buch einige Werke gefunden, die ich bislang nicht gekannt habe, auch Namen von Künstler*innen, die mir nicht geläufig waren. Zudem gab es viele Werke weiblicher Künstlerinnen zu entdecken. Für mich war also das Lesen und Anschauen dieses Buches ein echter Gewinn.

    Dagmar Mägdefrau
  • Hier kommt Mila!

    Hier kommt Mila!

    Kristina Vogel

    Lily Baron

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Mila in ihrem bunten Rollstuhl mit den glitzernden Sternen am Rad. Zunächst werden uns einige Kinder vorgestellt, die Mila kennenlernen wird. Mila ist heute zum ersten Mal in der neuen Kita und während Papa mit der Erzieherin Karin redet, hilft Mila einem Jungen, an seinen Schmuse-Elefanten zu kommen, denn sie hat einen Greifarm, der auch ganz oben an das Fach kommt. 
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    Karin gibt Mila den Harken mit dem Hund, das ist ihr Lieblingstier und die Bank wurde auch schon verschoben, damit Mila an den Haken kommt. Beim Spiel, „Mein liebster, liebster Platz ist frei“ ist schnell klar, dass Mila nicht auf dem Stuhl sitzen kann, aber die Lösung ist ganz einfach, sie spielen im Stehen weiter. Beim Ausflug in den Zoo ist der Fahrstuhl am Bahnhof defekt und der Erzieher bietet Mila an, sie zu tragen, doch Mila möchte das nicht und macht sich Sorgen, dass die Kinder böse auf sie sind, wenn sie den Ausflug dadurch verhindert, doch ein Junge weiß einen Rat. Lou und Mila freunden sich an und so gehen sie zusammen mit den Eltern und dem Vater auf den Spielplatz. Doch Mila kann sich hier nicht frei bewegen, der Sand stoppt sie. Da sammeln die Eltern Geld, um einen neuen barrierefreien Spielplatz zu bauen.
    Das Buch zeigt auf eine angenehme, kindgerechte Art, was es bedeutet, in einem Rollstuhl zu sitzen. Es ist toll zu sehen, wie einfach die Lösungen oft sind und was man erreichen kann, wenn sich die Menschen zusammenschließen, um ein Projekt zu verwirklichen.
    Die Autorin, die selbst nach einem Sportunfall im Rollstuhl sitzt, zeigt uns, unterstützt durch realistische Illustrationen, den normalen Kita-Alltag eines selbstbewussten kleinen Mädchens, deren Freunde sie ohne Mitleid unterstützen.
    Meine vierjährige Enkelin liebt diese Buch und will es, nachdem ich es schon mehrfach vorgelesen habe, unbedingt selbst besitzen und ein größeres Lob kann ein Buch kaum bekommen, finde ich.

    Dagmar Mägdefrau

  • Albert und Ella – über Missgeschicke, kleine Schätze und darüber, wie aus Grau Grün wird

    Albert und Ella – über Missgeschicke, kleine Schätze und darüber, wie aus Grau Grün wird

    Anna Laura Jacobi

    Alibri

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Albert und Ella inmitten von grauen Wolken, über ihnen wachsen schöne rote Erdbeeren. Dann folgt ein Blick auf eine graue Stadt ohne jede Pflanze. Zunächst wird uns Albert vorgestellt, er ist „ein kleines bisschen anders als andere Erwachsenen“. Er schaut mit einer Art kindlicher Neugier auf seine Umgebung und wird so zum „Schätzefinder“. 
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    Eine ganze Seite seiner Schätze können wir uns auf einer Seite anschauen, da gibt es viel zu entdecken. Er arbeitet in einer Erdbeerfabrik, was mich zunächst sehr erstaunt hat. Aber in der Welt, in der Albert lebt, gibt es keinerlei Pflanzen oder Tiere, so werden die Erdbeeren in einer Fabrik gefertigt. Albert ist dafür zuständig, die kleinen Samen als kleine gelbe Perlen auf die Früchte zu nähen. Das macht er sehr schnell und deshalb arbeitet er immer noch dort, obwohl er täglich zu spät kommt. An jedem Morgen beobachtet er Ella, die in einer Kirschmarmeladenfabrik arbeitet, wie sie zur Tram geht. Er ist nämlich in Ella verliebt, aber zu schüchtern, um sie anzusprechen.
    Ein wirklich sehr schöne Liebesgeschichte wird in diesem Bilderbuch erzählt, die Bilder sind sehr schön gestaltet und aussagekräftig.
    Der Text ist ziemlich lang und die erwachsenen Protagonisten sprechen kleine Kinder wohl nicht so sehr an. Deshalb würde ich das Lesealter frühestens bei fünf Jahren festlegen, fast möchte ich sagen, es ist ein Buch für Erwachsene.
    Am Ende erntet das Paar Erdbeeren, aber wenn man es realistisch betrachtet, werden keine Erdbeeren ohne die Bestäubung von Insekten wachsen und eine Bestäubung von Hand wird nicht erwähnt.
    Ein Buch, das Hoffnung macht, dass auch aus grauen Städten wieder grüne Städte werden können. Aber auch in dieser Geschichte bedarf es dazu so etwas wie ein Wunder.

    Dagmar Mägdefrau
  • Jule und der Sorgentopf

    Jule und der Sorgentopf

    Miriam Knappe

    Inge Micheaelis

    Kids in Balance

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das erste Kinderbuch zur Generalisierten Angststörung (GAS) mit begleitendem Downloadmaterial, so wird das Buch angeboten.
    Jetzt bin ich da keine Fachfrau, im Gegensatz zur Autorin des Buches. Aber ich habe das Buch meiner Enkelin vorgelesen und obwohl ihr spontan keine Ängste einfielen, haben wir eine "Gas" herausgesucht, weil ihr die Idee gut gefiel.
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    Jule, die wir fast immer gemeinsam mit ihrer Katze Mausi abgebildet sehen, hat bald Geburtstag und darauf und auf den Kuchen, den Mama backen wird, freut sie sich schon. Sie kann nicht schlafen, weil sie sich sorgt, dass der Kuchen verbrennen könnte und obwohl Mausi neben ihr schläft, rollt sich Jule stundenlang von einer auf die andere Seite. Vom vielen Grübeln bekommt sie dann auch noch Bauchschmerzen, obwohl die Ärztin gesagt hat, dass ihr Bauch gesund sei. Sie erklärt Jule sehr anschaulich, wie es trotzdem zu den Schmerzen kommt. Ihre Freundin Ronja geht ganz anders mit ihren Sorgen um, bei ihr sind sie schnell wieder vergessen. Im Gespräch mit ihrer Familie zeigt sich diese sehr verständnisvoll. Doch erst als Mama wieder Erdbeermarmelade, die Jule so liebt einkocht, fällt Jule „ihre“ Lösung ein und so landen Jules Sorgen in einem Einmachglas.
    Wie gesagt, ich bin da nur Laie, aber ich kann mir diese Lösung durchaus als eine gut Machbare vorstellen. Aber das Wichtigste an diesem Bilderbuch ist, dass sich ein Buch mit dem Problem eines Kindes beschäftigt, es ernst nimmt und versucht, eine Lösung anzubieten. Aber auch andere für diese Angststörung zu sensibilisieren und sie verstehen lassen, dass „stell dich nicht so an“ kein guter Rat ist.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich wär so gern auch abends groß – Alleine schlafen lernen

    Ich wär so gern auch abends groß – Alleine schlafen lernen

    Anja Freudiger

    Kids in Balance

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Auch bei meinen Enkeln ist es so, dass sie immer noch bei ihren Eltern im Bett schlafen, das ist sicher sehr schön für die Kinder, so fühlen sie sich beschützt und geborgen. Allerdings wenn sie, wie Lauri schon in die Schule gehen und dann noch bei Mama schlafen, ist es oft für beide schwierig, am Morgen fit zu sein. Lauris Mama hat da auf jeden Fall große Schwierigkeiten, wenn ihre Tochter die Nacht in ihrem Bett verbringt. 
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    Aber auch wenn sie dann auf das Bett der Tochter ausweicht, kommt die ihr dahin nach. Wenn sie alleine im Bett liegt, merkt Lauri, „wie ihr Hals eng wird“ und „die Füße vor Angst kribbeln“, um einige Symptome zu nennen. Doch dann hat Mama eine Idee und da Lauri die am liebsten nicht hören möchte, schlägt Mama ihr einen Kompromiss vor. Sie bietet an, im beleuchteten Flur und bei offener Zimmertür ein Buch zu lesen. So wäre sie im Notfall ganz schnell bei Lauri. So schafft es Lauri, allein einzuschlafen. Ein erster Schritt ist gemacht und nach und nach wird sie immer mutiger und zum Schluss ist sie stolz, weil sie bei geschlossener Tür alleine im Zimmer schlafen kann. 
    Auf mich wirkt diese Art, sich langsam an die neue Situation zu gewöhnen, überzeugend. Die Mutter zwingt oder überredet das Kind nicht, sondern nimmt die Ängste ernst und sie versuchen gemeinsam, eine Lösung zu finden, bei der Lauri am Ende selbstbewusster und mutiger wird.
    Am Anfang und am Ende des Buches gibt es die Überschrift „Das ist Lauri“ und daran erkennen wir ihre Entwicklung. Der Text des Buches ist durchaus etwas länger, entspricht aber der Altersangabe, dazu gibt es Bilder, die mir sehr gut gefallen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mutmurmeln für den ersten Schultag

    Mutmurmeln für den ersten Schultag

    Sarah Welk

    Caroline Opheys

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Lolle und Linus kommen bald in die Schule und Lolle spricht, während sie kopfüber an einer Turnstange hängt, davon, dass ihr ganz „mur-me-lig“ ist. Das fühlt sich so an, als wenn Murmeln in ihrem Bauch herumsausen. Mit anderen Worten, sie fühlt so etwas wie Angst vor dem Ungewissen, vor der Schule. 
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    Auch Linus fällt eine Menge ein, dass dazu führt, dass er sich unwohl fühlt beim dem Gedanken an die Schule. Obwohl Lolle alle diese Bedenken auszuräumen versucht, macht sie den Vorschlag „Mutmurmeln“ zu machen. 
    Dazu nehmen sie ganz normale Murmeln aus Linus Eimer mit seinen Murmeln. Dann bestehen sie eine Mutprobe, wie in den Kirschbaum zu klettern, und dann ist der „Kirschbaum-Mut“ schon in der Murmel drin. Später können sie durch Drücken der Murmel den Mut wieder abrufen. Doch leider hat Linus Papa am Morgen der Einschulung aufgeräumt und die Mutmurmel, die mit einigen Mutproben aufgeladen wurde, liegt wieder zwischen den anderen Murmeln im Eimer. Aber Linus weiß sich zu helfen.
    Das Cover zeigt die beiden Freunde mit ihren Schultüten und über die Seite verteilt bunte Murmeln. Besonders schön finde ich die ersten Seiten, die ineinander verwobene Murmel zeigen. Der Text ist nicht zu lang und gut vorzulesen, die Bilder sind fröhlich, bunt und großformatig.
    Ich werde meinen Enkel mit dem Buch und einer Tüte schöner bunter Murmel zum Abschluss des Kindergartens beschenken und hoffe, dass die Mutmurmeln auch ihm den Start in die Schule erleichtern werden. Eine ganz tolle Idee, die sich vielleicht als Ritual durchsetzen wird. Mutmurmeln für jedes neue Schulkind!

    Dagmar Mägdefrau
  • Sternenwesen

    Sternenwesen

    Nadine Körner

    Daniel Lopez Leon

    Eigenverlag

    Leseempfehlung ab 7 Jahre

    Sternenwesen, ein ungewöhnlicher Begriff, und er ist hier wörtlich zu nehmen, denn die beiden Wesen, die wir auf dem Cover sehen, wohnten auf einem Stern. Doch dann brach ein Zacken des Sternes ab und Nunki und Aludra „verloren sich aus den Augen“. Ein schrecklicher Gedanke, wenn man wie die beiden immer zusammen war, und einander so ähnlich ist. Doch zum Glück landen beide auf demselben Planeten, wenn auch weit voneinander entfernt. 
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    So machen sich die beiden auf den Weg und hoffen, den jeweils anderen wiederzufinden. Irgendwann hört Aludra eine Melodie und kommt, nachdem sie durch ein winziges Tor ging, in einen Garten, wo eine Musikband spielt und kleine Elfen sie umringen. Dies alles verzaubert das kleine Sternenmädchen. Auch Nunki ist unterwegs und wird dabei von einer nervigen Krähe begleitet. Doch sie bringt Nunki ebenfalls an eine kleine Pforte.
    Dieses zauberhafte Bilderbuch für Grundschulkinder ist in großen, goldenen, etwas verschnörkelten Buchstaben gedruckt. Fasziniert haben mich die ungewöhnlichen Illustrationen. Zum einen werden die beiden Protagonisten, die im Buch genau beschrieben werden, ein wenig wie Aliens und doch so freundlich und gefühlvoll dargestellt. Zum anderen spielt der Künstler mit den Farben und drückt so die verschiedenen Stimmungen aus. Manches wirkt fast abstrakt und doch sieht man viel auf den Bildern. Ich finde es auch erstaunlich, wie gut die Zartheit und Verletzlichkeit der Sternenwesen getroffen wurde.
    Trotz der fantastische Handlung geht es, wie der Untertitel schon sagt, um Freundschaft, die verloren und zum Glück wiedergefunden wird. Im „Garten der geheimen Wünsche“ werden die zwei sicher noch lange glücklich sein.

    Dagmar Mägdefrau
  • Qualle in der Küche

    Qualle in der Küche

    Lena Raubaum

    Obelisk

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sieht man den fast zehnjährigen Qualle beim Zwiebel schneiden. Seine große Schwester macht ein Foto von ihm und Mamas großen Bruder Wolfgang, genannt Dachs.
    Dieser Onkel, den alle Dachs nennen, kommt mehrmals im Jahr mit seinem Bus „Herbert“ für einige Tage zu Besuch.
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    Diesmal hat Qualle, der seinen ungewöhnlichen Spitznamen am Anfang des Buches erklärt, den Wunsch, bei seinem Onkel kochen zu lernen, denn wenn Dachs da ist, gibt es immer besonders leckere Gerichte. Meist beginnt er mit „Pasta à la Dachs“ und dabei darf Qualle natürlich helfen und die Zwiebeln kleinschneiden. Natürlich geht das nicht ohne Tränen ab, aber der Dachs hat da seine Erfahrung und eine gute Idee, wie ihr ja auf dem Cover sehen könnt. Weil der Pizzateig in sechs Teile geteilt wurde, ergibt es sich, dass Qualles Freund Öner eingeladen wird. 
    Wir erfahren viel über das Kochen, die Kochsprache, das Improvisieren und haben an verdrehten Worten für die Gerichte wie „Sudeln mit Nose“ unseren Spaß. Und Spaß macht das Lesen dieses nicht ganz 100 Seiten dünnen Buches in jedem Fall. 18 kurze Kapitel mit kleinen Bleistiftillustrationen sind schnell gelesen und am Ende gibt es noch ein kleines Lexikon, das Worte, weil sie aus dem Österreichischen stammen oder weil sie nicht ganz so geläufig sind, erklärt. Wer nach der Lektüre Lust zum Kochen hat, der findet die Rezepte auf der Homepage des Verlages.
    Dies ist schon das dritte Buch über Qualle, man kann es aber, so wie ich, gut als Erstes lesen. Allerdings hat man dann Lust, die anderen auch noch zu lesen. Denn Qualle ist ein netter Typ mit einer lieben großen Schwester und einer harmonischen Familie und einem Onkel, der ihm das Kochen beibringt. Mehr geht ja kaum.

    Dagmar Mägdefrau
  • Die Blumenfrau

    Die Blumenfrau

    Anna-Christin Plate

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Luchs im Mai 2024

    Serafina Nachwuchspreises für Illustration

    Schon auf dem Cover sehen wir die alte Frau, die wohl aus einem osteuropäischen Land stammt, auf einer Decke sitzend Blumen anbieten. Auf der ersten Seite ist sie mehrfach abgebildet, so sehen wir sie mühevoll den Einkaufswagen ziehen, eine Tüte mit Gräsern im Arm. Während im Hintergrund die Bahn zu sehen ist, sitzt die alte Frau an einem Zaun, um sie herum viele eilige Menschen. 
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    Die Buntstiftzeichnung spiegeln realistisch die Situation am Bahnhof wider. Im Laufe des Jahres wechselt das Blumenangebot, dass wir auf der nächsten Seite bewundern können. Im Winter, wenn es keine Blumen gibt, sitzt die Frau da und hat einen Becher aufgestellt. Mit nur wenigen Strichen sehen wir das verhärmte Gesicht der Frau, sie schaut auf die Beine der Menschen. Dann taucht Wanja auf, auf ihn freut sich die Blumenfrau, manchmal kauft er Blumen bei ihr und dann strahlen die Gesichter der beiden. „Und so schauen sie immer nach einander, die Blumenfrau und Wanja.“ Doch dann ist die Frau nicht mehr an ihrem gewohnten Platz.
    Im Nachwort berichtet die Autorin uns von ihrer Blumenfrau und lässt uns überlegen, wie wir diesen Menschen begegnen, die am Rand der Gesellschaft leben und doch mitten zwischen uns sind.
    Ein Buch zum Nachdenken und um Kindern die Scheu, die wir alle haben, zu etwas zu nehmen und vielleicht mal die Blumenfrau am Bahnhof nach ihrem Namen fragen oder sie zumindest anzulächeln. Wanja kann uns da als Vorbild dienen.
    Ein ungewöhnliches Thema für ein Bilderbuch mit wunderschönen Buntstiftzeichnungen, die sehr eindringlich die Situation aufzeigen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Hella und Pitsche – Die erstaunliche Geschichte von zwei ungleichen Freunden

    Hella und Pitsche – Die erstaunliche Geschichte von zwei ungleichen Freunden

    Axel Schlote

    Gina Schlote

    Edition Petersen

    Leseempfehlung ab 8 Jahre

    Auf dem Cover des dünnen broschierten Buches sehen wir die beiden Protagonisten, Hella, die Flamme,und Pitsche, den Wassertropfen. 
    Schon seit Jahres brennt die kleine Flamme vor dem Fischerhaus, jeden Tag stellt der Fischer eine neue Kerze in das offene Glas und brennt ihren Docht mit der abgebrannten Kerze an. So ist Hella schon lange dort zu Hause.
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    Pitsche hingegen ist schon weit in der Welt herumgekommen, jetzt ist er mit seinen Freunden im Hafenbecken des kleines Städtchens gelandet, in dem auch Hella wohnt. Durch eine kleines Unglück schwappt Wasser aus dem Hafen und ausgerechnet Pitsche spritzt bis zu Hellas Flamme und löscht sie aus. Allerding verdampft der Wassertropfen auch und als er wieder zu Wasser wird, befindet er sich auf einem Blatt am Strand. Dort beobachtet er, wie die Sonne durch den Boden einer Flasche einen Ast entzündet. Als er sich dieser Flamme neugierig nähert, erkennt er Hella, die natürlich nicht gut auf ihn zu sprechen ist. Doch schnell kommen die beiden ins Gespräch und es entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft. Doch bis die beiden am Ende zusammen an den Strand ziehen, erleben sie noch einige gefährliche Abenteuer.
    Dass Wasser, egal in welchem Aggregatzustand es sich befindet, immer wieder zu Wasser werden kann, ist mir bekannt, aber dass auch Flammen eine Art ewiges Leben haben, ist mir neu. Genauso wenig kann ich mir vorstellen, dass sich ein Wassertropfen oder eine Flamme gezielt fortbewegen können. So sind wir hier in einer fantastische Geschichte angekommen, die ganz klar zeigt, dass sich zwei Wesen, die sich sogar gefährlich werden können, durchaus anfreunden können. Diese liebevolle, fast aufopfernde Freundschaft der beiden wird hier sehr klar beschrieben. Auf den etwas einfach gehaltenen Illustrationen haben die beiden ein Gesicht und dadurch können ihre Gefühle sehr gut dargestellt werden. Da der Text für ein Bilderbuch sehr lang ist, liegt die Leseempfehlung ab 8 Jahre, aber ich befürchte, dass Grundschulkinder an anderen Texten mehr Interesse haben.

    Dagmar Mägdefrau
  • Der kleine Siebenschläfer – Ein Rucksack voller Waldgeschichten

    Der kleine Siebenschläfer – Ein Rucksack voller Waldgeschichten

    Sabine Bohlmann

    Kerstin Schroene

    Thienemann

    Der kleine Siebenschläfer

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Wir haben schon auf neue Geschichten vom Siebenschläfer und seinem Freund der Haselmaus gewartet, jetzt gibt es ein ganzes Buch voller Waldgeschichten.
    Siebenschläfer und Haselmaus langweilen sich sehr, als eine Fremder auftaucht. Es handelt sich dabei um die Reisemaus, ein etwas zerzaustes Tier, das schon viel in der Welt herumgekommen ist und kein sehr gutes Deutsch spricht.
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    Gut, dafür spricht sie aber 33 Sprachen, 25 Dialekte und 11 Lautsprachen, das ist schon sehr beachtlich. Unsere beiden Waldtiere sind sofort begeistert und wollen auch in die weite Welt und Abenteuer erleben. Doch die Siebenschläfer-Mama kann sie davon überzeugen, erstmal den Wald so erkunden. So packen die beiden Tierkinder ihre Rücksäcke, wie man auf dem Cover sehen kann, und ziehen los. Zunächst nehmen sie den Waldexpress, eine Schildkröte, die nicht besonders schnell ist und landen im Fuchsland. Hier treffen sie auf einen jungen Fuchs, der das von ihm gestohlene Huhn nicht essen will, weil er sich so gut mit ihm unterhalten hat. Aber er befürchtet, dass seine Natur stärker ist, denn er isst so gerne Huhn. Doch Siebenschläfer und Haselmaus haben da eine gute Idee.
    Wieder ist es Sabine Bohmann gelungen, uns mit ihren Geschichten zu verzaubern. In jeden Winkel des Waldes bin ich Siebenschläfer und Haselmaus gefolgt und habe mit Begeisterung ihre Abenteuer miterlebt. Es ist einfach herrlich, wenn die beiden wieder einmal feststellen, dass ein Freund das Wichtiges im Leben ist.
    Wunderschön sind wieder die Illustrationen, die das Buch einfach perfekt machen. Jedes dieser Tierbilder ist mit so viel Gefühl gezeichnet und es ist einfach schön, sie anzuschauen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ab ins Wasser

    Ab ins Wasser

    Tomo Miura

    Aladin

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das niedliche Kerlchen im schwarzweiß gestreiften Badeanzug mit schwarzer Schwimmhaube schaut auf dem Cover ins blaue Wasser des Schwimmbades. 
    Am Montag packt er seine Sachen zusammen und geht fröhlich mit seiner gelben Tasche ins Schwimmbad.
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    Nach dem Aufwärmen möchte er ins Wasser springen, doch da sind ganz viele Leute, die genauso aussehen wie er, die aber schwarze Badeanzüge tragen, im Wasser und vor ihm wartet schon eine Schlange darauf, ins Wasser zu können. 
    Am Dienstag sitzen Angler am Becken, deshalb nimmt er am Mittwoch eine Angel mit. Doch da ist es kalt und alle fahren Schlittschuh. Am Donnerstag sind Surfer und ein Kanufahrer auf den Wellen unterwegs. So gibt es am Freitag ganz viel mitzunehmen, doch da ist das Schwimmbad geschlossen. Aber unser Freund tröstet sich damit, dass morgen auch noch ein Tag ist.
    Ganz minimalistische Zeichnungen und kurze Texte machen dieses Bilderbuch aus, aber ich denke, die Kinder werden den Witz dieser Geschichte verstehen und sie mögen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Mit Maus auf dem Fluss   

    Mit Maus auf dem Fluss   

    Alice Melvin

    Kunstmann

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ein wundervolles Bilderbuch! 
    Das Cover zeigt die Maus, die mit ihrem Ruderboot auf dem Fluss unterwegs ist. Beim Umblättern sehen wir ein Wasser mit vielen Enten und danach die Karte, die uns zeigt, welchen Weg der Fluss und auf ihm die Maus nimmt. Da geht’s von ihrem Haus bis ans Meer durch die unterschiedlichsten Landschaften.
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    Zunächst nimmt sie Abschied von der Familie, danach geht es durch ein grünes Blättermeer, damit wir es uns richtig gut vorstellen können, kann man an beiden Seiten die Bäume ausklappen. Nach den Kopfweiden kommen wir an ein Bootshaus und nachdem wir die Hauswand aufklappen, sehen wir einen Korbflechter bei der Arbeit. Das Boot fährt unter einer Holzbrücke durch und wir können das Boot durch Umklappen der Brücke vor und nach der Brücke sehen. Nach einem Hausboot, dessen Einrichtung wir anschauen können, folgt eine Schleuse. Hier kann man die Seite unten aufklappen und dann sehen, wie das Boot nach unten geschleust wurde. Es folgt ein Geschäft und ein Café, immer mit der Möglichkeit ins Innere zu schauen. So gibt es noch viel zu sehen, bis auf der letzten Seite der Mäuserich und sein Freund aufs Meer schauen.

    Kinder lieben es einfach, in Büchern etwas zu entdecken und die Illustratorin dieser stimmungsvoll gezeichneten Bilder hat mit der Konstruktion ihrer Klappen viel Fantasie bewiesen. Erstaunlich, was sich da alles verändert.

    Die erklärenden gereimten Texte sind kurz und sie lassen sich sehr schön vorlesen, wie oben gesagt: Ein wundervolles Buch!

    Dagmar Mägdefrau

  • Von wegen Regen!  

    Von wegen Regen!  

    Nelly Buchet

    Rachel Katstaller

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir die beiden Schwestern, von denen dieses Buch handelt, fröhlich gemeinsam in einem gelben Regencape im Regen stehen. Die Illustrationen gehen über die Doppelseite und wir sehen die beiden Kinder Hand-in-Hand aufbrechen. Im Hintergrund sieht man Schiffe fahren und „Es sollte der beste Tag werden!“ 
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    Es ist so ein richtig heißer Sommertag und die beiden essen zunächst ein Eis, überall sind Menschen unterwegs. Doch dann fängt es an, zu regnen. Zum Glück hat die große Schwester ein Regencape dabei und auch für ihre kleine Schwester gibt es einen blauen Regenmantel. Der Plan, in den Zoo zu gehen, eine Ausstellung zu besuchen oder in die Bibliothek zu gehe, geht leider nicht auf. Beide sind „patschnass und hungrig“. Da beschließen sie, nach Hause zu gehen. Es ist schon dunkel, als sie mit der Bahn fahren. Der Tag ist nicht so gelaufen, wie sie es geplant hatten, aber „so ein Tag mit dir allein“ ist einfach das Schönste.
    Sehr gut gefällt mir der Text der Autorin am Ende des Buches, in dem sie von ihren Schwestern berichtet und den Leser*innen Fragen stellt.
    Ein rundum gelungenes Bilderbuch, ganz besonders für Schwester. Ganz knappe Texte und Bilder zum Eintauchen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Was macht die Farben bunt?   

    Was macht die Farben bunt?   

    Marcus Pfilster

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Farbenfroh kommt das Cover schon daher, wenn man genau schaut, sind es Schmetterlinge, die dort fliegen. Auf der ersten Doppelseite sehen wir eine Pflanze aus dem Boden wachsen, danach sehen wir rosarote Blüten auf grünem Grund, der Text dazu lautet „Was lässt der Blumen Duft entstehen, und warum ist er nicht zu sehen?“ Sonne und Wolken sind das nächste Thema, ein pfeifender Vogel folgt und er schaut uns direkt an und sein kleiner Schnabel ist weit geöffnet.
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    Fliegende Herbstblätter und die Frage „Was lässt die Erde ständig drehen, den Wind mal stark. Mal sachte wehen?" Schön ist auch die nächste Seite, dort wächst ein kleiner Apfelbaum aus einem halben Apfel. Muschel, Fische und Farben sind auf den nächsten Seiten zu finden, immer mit einer gereimten Frage. Die Antwort kann man sich denken, aber ich werde sie nicht verraten.
    Die Bilder sind wohl mit Farbe Naturmaterialien gedruckt und dadurch verschwimmen die Konturen etwas, dadurch wird alles etwas weicher. Die kleinen Zweizeiler-Fragen sind sprachlich wunderbar gestellt und sehr poetisch.

    Dagmar Mägdefrau

  • Fototag im Dinokindergarten   

    Fototag im Dinokindergarten   

    Sean Julian

    NordSüd

    Dinokindergarten

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Nach „Normans erster Tag im Dinokindergarten“ treffen wir im zweiten Band wieder auf die kleine Kindergruppe unterschiedlicher Dinosaurier, die wir schon auf dem Cover sehen können. Frau Horn bringt einen etwas antiquierten Fotoapparat mit. Fridas hat extra ihren Lieblingshut aufgesetzt und will deshalb auch vorsichthalber nicht an den Spielen teilnehmen. 
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    Aber immer nur abseits zu sitzen, hält sie nicht aus. So stürzt sie sich von der Rutsche ins Wasser. Beim gemeinsamen Mittagessen bemerkt der kleine Norman, dass der Hut fehlt. Obwohl alle bei der Suche helfen, ist der Hut zunächst nicht zu finden. Doch dann schauen die Dinos nach oben und entdecken, dass ein Vogel seine Eier in den Hut gelegt hat. Doch Frida findet, dass der Vogel ihren Hut behalten darf, denn „mein Hut eignet sich noch viel besser als Nest.“ Dank Frau Horn gibt es am Ende doch noch ein wundervolles Foto, auf das alle stolz sind. Wundervoll, wie einfühlsam die kleinen Dinos miteinander umgehen. Alle helfen Frida und die bleibt ganz ruhig, als ihr Hut zum Nest umfunktioniert wird. Eine tolle Truppe!

    Kurze Texte über Situationen, die zum Kitalltag gehören (wenn auch die Ausstattung nicht so toll ist wie im „DinoPlay“) und die Bilder zeigen viele verschiedene Dinos, die die Kinder sicher zuordnen können.

    Dagmar Mägdefrau

  • Eine Hasenpfote für Harry

    Eine Hasenpfote für Harry

    Nikolaus Heidenbach

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Cover ist schon ein wenig beängstigend, der kleine Schuljunge und die große Gestalt, die als Schatten hinter ihm steht. 
    Harry sitzt auf dem Schrank und hat eine Hasenpfote in der linken Hand, die er baumeln lässt. Auf dem Boden sitzt eine Seeelefantenfamilie, das sind Papa, Mama und die kleine Schwester von Harry, die er mit der Zauberkraft der Pfote in diese Tiere verzaubert hat.
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    Er erzählt ihnen, wie er an die Hasenpfote gekommen ist. Ein großer Mann hat sie ihn angeboten, der Mann trägt einen grünen Mantel und hat eine graue Gesichtsfarbe und zwei Hörner auf dem Kopf, in der Hand hält er einen Zylinder. Nachdem er Harry die Pfote zugeworfen hat, trifft Harry einen unsympathischen Schulkameraden, den er in einen Elefanten verwandelt. Einer Bettlerin will er eigentlich Geld geben, doch da er in diesem Zusammenhang an Mäuse denkt, geht eine Reihe Mäuse in den Hut der Frau. Einer Frau, die schwere Taschen trägt, meint Harry zu helfen, indem er sie in einen Vogel verwandelt, doch auch das geht daneben und eine Polizistin, die ihn stellen will, wird zu einer Stehauf-Puppe. Es geschieht noch so einiges, bis Harrys kleine Schwester dem Spuk ein Ende setzt. 
    Und so steht auf der Rückseite des Buches „Wenn du mal dem Teufel begegnest, kann eine kleine Schwester sehr hilfreich sein.“
    Als ich das Buch zum ersten Mal las, erschien es mir durchaus witzig und würden wir nicht auch manchmal gerne jemanden einfach so verwandelt? Aber beim Vorlesen konnte mein sechsjähriger Enkel mit der Geschichte wenig anfangen, ich hingegen hatte ein wenig Sorge, ob ihm der Teufel Angst machen könnte. Die Bilder des Buches sind durchaus sehr gut gezeichnet, besonders die Verwandlung der Menschen in Tier sind interessant gestaltet. Harry hat oben auf seinem haarlosen Kopf ebenfalls zwei Hörner, wahrscheinlich seine so gestylten Haare, was mich etwas verwirrt. Zumindest kann ich das schlecht zuordnen.
    Ich bin also sehr unentschlossen, wie ich ein solches Buch bewerten soll.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die größte Zahl der Welt

    Die größte Zahl der Welt

    Magnus Holm

    Rune Markhus

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Ich befürchte, die Zeit, in der ich mich um Mathe gekümmert habe, liegt einfach zu weit zurück und deshalb ist mir Googolplex, die größte Zahl der Welt bisher namentlich nicht bekannt gewesen. (Allerdings kennt mein Rechtschreibprogramm diesen Begriff auch nicht.)
    Hinten im Buch kann man die genauen Zusammenhänge nachlesen und ist dann wieder ein wenig schlauer.
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    Aber fangen wir doch von vorne an: Das Cover zeigt eine lange Straße und ein kleines rotes Auto. Dann lernen wir Tale kennen, die schon zählen kann. Truls, ihr großer Bruder, ist acht und er ist drei Jahre älter als Tale. Das Bild zeigt Tale mit einem Riesenmund, aus dem Zahlen quellen. Da Papa und Mama auch zur Familie gehören, sind sie zu viert. Das rote Auto wird gepackt und Tale schaut zu und überlegt, wie Zahlen zueinanderstehen. Dann geht es los und Tale zählt die Telefonmasten. Die Straße führt in die Berge und Tale denkt über die Null nach. Beim Auspacken fragt Tale Papa, wie so oft, wie alt er ist. Papa arbeitet an der Universität mit Zahlen und er kennt auch große Zahlen. „Mehr als eine Million. – Unendlich, sagt Papa. Es gibt unendlich viele Zahlen.“ 
    Die Bilder sind teilweise realistisch gestaltet, einige haben aber auch eine eigene Dynamik, die diese großen Zahlen in sich haben, da muss man das Buch auch mal hochkant nehmen.
    Der Text besteht aus kurzen Sätzen, in denen viele Zahlen vorkommen bis zur ober erwähnten Zahl Googolplex. Mir gefällt es einfach so gut, wie hier mit einfachen Mitteln etwas erklärt wird, das man kaum verstehen kann.

    Dagmar Mägdefrau