• Ich bin heute löwenlaut!

    Ich bin heute löwenlaut!

    Maike Harel

    Katja Gehrmann

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Jajah ist ein sehr fantasievoller kleiner Junge. Er hüpft gerne durch Zimmer und beschließt, dass er ein Beuteltier ist. Schon hüpft auf der nächsten Seite ein Känguru durchs Wohnzimmer. Klar, muss es hopsen „Das liegt dem Tier in der Natur.“ Mit diesem Satz wird das Verhalten der Tiere immer entschuldigt. Doch Mama hat eine tolle Idee, die findet beim Einkauf könnten die Sachen in den Beutel.

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    Auf dem Bild sehen wir Mama im Supermarkt etwas aus dem Regal nehmen und das kleine Känguru hat Konserven, Öl und Brot im Beutel.
    Da möchte Jajah lieber ein Hahn sein, der kann Krach machen. Doch Mama möchte ihn als Wecker nutzen und vielleicht könnte es auch Eier legen. Da möchte Jajah doch lieber ein Affe sein. Zuletzt ist er ein Robbenbaby, doch Mama möchte gerne Puscheln und keines der Tiere eignet sich dazu, so kommt als Resümee“… ein kleiner Junge wär mir lieber!“. So lautet der letzte Satz von Jajah „Ach, wunderbar. Ein kleiner Junge bin ich ja!“

    Schöne Bilder, die die Aktivitäten von Jajah bzw. der Tiere lebendig darstellen, dazu der gereimte Text. Ich befürchte, nach der Lektüre werden noch andere Tiere durch die Wohnung turnen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein erstes Buch vom Schlafengehen

    Mein erstes Buch vom Schlafengehen

    Nathan Sejer

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Schon auf dem Cover sehen wir ein niedliches Kindergesicht, das mit Hilfe eines Schiebers die Augen öffnen und schließen kann. Die erste Seite zeigt uns Schlafanzug, Windel und Hausschuhe in klaren Farben und Formen, auf der anderen Seite ist ein Fenster, deren Vorhang zugezogen werden kann. Auf der nächsten Seite wird die Frage „Was lest ihr vor dem Schlafengehen?“

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    Hier sehen wir Schnuller, Buch und Schmusetuch, Mit einem Rad kann man die Buchseiten verändern. Dann gibt es einen dicken Kuss, den Mama mit Hilfe eines Schiebers dem Baby geben kann. Auf der letzten beweglichen Seite decken wir das Kind zu, es liegt schlafend im Bett. Auf der letzten Doppelseite werden nochmals Dinge abgebildet, die das Kind wiedererkennt und zeigen und später benennen kann.

    Den Kindern, denen wir diese Pappbücher vorlesen und zeigen, haben Spaß daran ihnen bekannte Dinge zu erkennen und hier wird das alltägliche zu Bett gehen abgebildet und beschrieben. Man kann Kind nicht früh genug Bücher vertraut machen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Hör mal rein, wer kann das sein? – Haustiere

    Hör mal rein, wer kann das sein? – Haustiere

    Oliver Grieshammer

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Ich habe bereits einige Bücher dieser Reihe vorgestellt, es sind Bücher, die durch das Streicheln des Fells, die Stimme des Tieres ertönen lässt. Inzwischen sind diese Bücher sehr robust und durch die Möglichkeit des Batteriewechsels lange zu nutzen. Gerade Kinder, denen Vorlesen noch zu langweilig ist, werden hier durch die Technik gelockt. Auf dem Cover sehen wir das Meerschweinchen, das wir auf der ersten Doppelseite wiederfinden. „Quieck! Quieck!“

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    und dann folgt ein kleiner Text mit Informationen, der mit der Frage endet „Und wie macht das kleine Meerschweinchen?“  und auf der andren Seite sehen wir fünf Tiere und eines hat ein Stückchen Fell. Wenn dort gestreichelt wird, hören wir das Quieken. Nach diesem Schema erleben wir die Katze, den Hamster, den Hund und den Nymphensittich. Tiere, die wir als Haustiere kennen und auf die die Kinder neugierig sind.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich will das Große

    Ich will das Große

    Martina Badstuber

    Orell füssli

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Fuchs und Hase sind in diesem Pappbilderbuch sehr einfach gezeichnet. Die Bilder beschränken sich auf die Situation, der Text besteht meist aus einem kurzen Satz „Ich will das größte Stück!“ und ähnliche Varianten. 
    Schon auf dem Cover sehen wir verschieden große Geschenke und der Fuchs lässt das kleine liegen und schaut nur nach dem großen.
    Zunächst geht es um Kuchen, beide greifen zu, einmal ist ein Viertel auf dem Tortenheber, der restliche Kuchen ist auf dem Teller. Hier greifen noch beide mit langen Armen zu.

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    Auf der nächsten Seite sitzt der Fuchs in einem Auto, der Hase hat ein Spielzeugauto in der Hand. Ob Stelzen, Fische, Tiere oder Eis, immer hat der Fuchs das größere Teil. 
    Der Bär hat viele Luftballons und sofort fordert der Fuchs „Her mit dem größten!“ Erstmal sind auch andere Tiere zu sehen, die wohl nicht einverstanden mit dem Verhalten des Fuchses sind. Doch da schwebt der Fuchs mit dem Luftballon davon. Der Hase winkt mit dem Tuch. 

    Ja, so kann es gehen. Mancher bekommt auch die gerechte Strafe. Ich kann mir schon die Entrüstung der Kinder über das Verhalten des Fuchses vorstellen und die Genugtuung am Ende.

    Dagmar Mägdefrau

  • Bodo Bär am Meer

    Bodo Bär am Meer

    Illustrationen von Hartmut Bieber

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Dieses Pappbilderbuch ist wunderschön gestaltet. Die Seiten sind ober entsprechend der Zeichnung ausgeschnitten. So ragen ein Haus und der Leuchtturm über mehrere Seiten heraus. Das gibt den Bildern eine schöne Dynamik. 
    Bodo Bär fährt mit seinen Eltern ans Meer zu dem dicken Seebären, seinem Onkel Piet. Die Drei stehen mit ihren Koffern wie echte Touristen im Eingang und wir sehen die gute Stube von Piet. Da gibt es viel zu entdecken.

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    Das nächste Bild zeigt Bodo am Strand, die Eltern sitzen im Strandkorb und Bodos Mütze wurde vom Wind weggeweht. Es gibt u.a. Leuchttürme, einen Drachen und Möwen zu sehen. Danach fährt Bodo mit Piet im Boot. Auch hier gibt es viel zu entdecken, wenn ich mir auch um die Katze mitten im Meer Gedanken mache. Die beiden machen ein kleines Picknick und wieder am Strand, baut Bodo eine riesige Strandburg. Auf der letzten Seite werden die Leser anhand von Gegenständen aufgefordert diese im Buch zu suchen. 

    Ich finde das Buch wunderschön gestaltet und gemalt, der Text ist kurz und einfach gehalten. Aber am schönsten ist es den eigenen Strandurlaub dort wiederzufinden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Dir gehört die Welt – Mädchen können alles

    Dir gehört die Welt – Mädchen können alles

    Anna Taube

    Amanda Gulliver

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 12 Monate

    Ein Pappbilderbuch mit 40 Seiten ist schon etwas ungewöhnlich. Auf der ersten Doppelseite sehen wir das Baby im Arm der Mutter, im Hintergrund am Fenster der Sternenhimmel, die leere Wiege mit einer Katze davor und eine gedimmte Tischleuchte. Heimelige Stimmung. „Mein liebes Mädchen, noch bist du so klein. Wie wirst du später wohl einmal sein?“

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    Dann sehen wir auf den nächsten Seiten das Mädchen mit langem, dunklem, gelocktem Haar, als Grundschulkind. Sie steht als Lehrerin an der Tafel, als Astronautin im Weltall, sie kümmert sich um  ein Mädchen im Rollstuhl, verbindet eine Dackel, fährt einen Bagger, tanzt im rosa Tutu, sitz im Talar dem Gericht vor, jongliert im Zirkus, demonstriert und macht noch viele andere Sachen. Jede Seite ist mit einem kurzen Satz beschrieben, der sich auf den nächsten reimt. Auf der Vorletzten Seite sehen wir sechs unterschiedliche Kinder Hand in Hand „Was immer du tust, dir kann alles gelingen: Gemeinsam mit andren und Spaß an den Dingen. Auf der letzten Seite sehen wir die Situation vom Anfang, jetzt schlafe Baby, Katze und auch die Mutter. In Traumwolken sehen wir noch vier Zukunftsvisionen.

    „Glaub immer an dich -und die Welt gehört dir. Du bist stark, vertraue mir.“

    Mir gefällt das Buch sehr gut, die Reime sind stimmig, die Texte sehr kurz und gereimt, die Bilder einfach und klar gezeichnet. Kleine Mädchen werden sicher ihre Freude an dem Buch haben und mit der Zeit den Rhythmus der Reime kennen und viel auf den Bildern sehen und finden können.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das NEINhorn

    Das NEINhorn

    Marc-Uwe Kling

    Astrid Henn

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Niedliche Bilder gibt es nicht in diesem Buch, schon auf dem Cover schaut uns das kleine Einhorn trotzig entgegen. Obwohl der erste Teil rosarot ist, ist er nicht kitschig. Was sicher an der abwehrenden Haltung des Neinhorn liegt. Das bedeutet aber nicht, dass die Bilder nicht wunderbar die Geschichte ergänzen. Die Gemütslage der Tiere kommt sehr gut rüber und es gibt viel zu sehen.
    Im ersten Teil lernen wir das kleine Einhorn kennen und da es immer nur alle Fragen mit „NEIN“ beantwortet, erhält es seinen Namen und wird das NEINhorn.

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    Mit sehr schönen Versen versucht die immer glückliche Einhornfamilie, das neue Familienmitglied zum Glück zu überreden. Aber das NEINhorn bleibt dabei, es will nicht froh sein. „Das geht mir total auf den Keks“ ist seine Antwort und damit enden auch die Verse. 
    Das NEINhorn zieht in die Welt und findet bald die Gesellschaft des „WASbärs“ und des „NAhunds“. Später treffen die Tiere noch auf eine „KönigsDOCHter“.

    Die fantastischen Namen und ihre verrückte Schreibweise ergeben sich aus den Worten, die die Protagonisten hauptsächlich benutzen.  Der witzige Text liest sich einfach besonders gut. Zunächst sind es die schönen Reime und im zweiten Teil die schnellen ganz kurzen Dialoge.
    Am Ende gibt es keine Moral, wie erfrischend, und die vielen Tiere, die da noch abgebildet sind, wollen auch noch eine Geschichte zu Namen wie Gegenwurm oder Musspferd.

    Ein dreijähriges Kind muss schon einige Zeit zuhören können, aber es wird sich sicher köstlich amüsieren.

    Dagmar Mägdefrau

  • Seepferdchen sind ausverkauft

    Seepferdchen sind ausverkauft

    Katja Gehrmann

    Constanze Spengler

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das ist mal wieder ein Bilderbuch, bei dem man laut lachen kann. Zumindest als erwachsener Vorleser. Mikas Papa werkelt mit Lötkolben an seinem Schreibtisch und er will nicht gestört werden. Mika möchte aber gerne an den Badesee. Die beiden einigen sich darauf, dass Mika, wenn sie ein Haustier bekommt, Papa in Ruhe arbeiten lässt.

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    Papa gibt Mika Geld und versichert dem Besitzer des Zooladens telefonisch, dass er Mika alles verkaufen darf. So findet zunächst eine Rennmaus den Weg in den Haushalt der beiden. Da diese sich versteckt, kommt ein Hundewelpe dazu, der ins Bad macht. Als Aufpasser wird ein Seehund gekauft und alle vergnügen sich in der Wanne. Da die Rennmaus sich nicht ins Wasser traut wird ein Pinguin als Schwimmlehrer gekauft, da Seepferdchen sind leider ausverkauft sind. Weil der Pinguin zu viel Tierfilme im Fernsehen guckt, ergänzt ein sprechender Papagei die Truppe. Da der zu laut ist und Papa stört kommt als letzter Kauf noch ein kleiner Elefant dazu. Man kann sich Papas Verwunderung vorstellen, als er alle am Frühstückstisch vorfindet, als er endlich mit der Arbeit fertig ist. 

    Der witzige Text findet sein Pendant in den lustigen Bildern. Ein humorvolles Buch, das ich gleich noch einmal lesen könnte.

    Dagmar Mägdefrau

  • Meine Freunde, das Glück und ich

    Meine Freunde, das Glück und ich

    Elisenda Roca

    Rocio Bonilla

    Ellermann Der Vorleseverlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ich mag die Bilder von Rocio Bonilla sehr und das war auch der Grund, weshalb ich dieses Buch lesen wollte. Ich wurde nicht enttäuscht. Die Texte sind kurz und die Bilder einfach herrlich. 
    Violetta, die wir erst auf der letzten Seite richtig sehen werden, erzählt von einem Fest in ihrem Viertel. Alle ihre besten Freunde und Freundinnen helfen bei der Organisation mit. Es sind eine ganze Menge Kinder. Begleitet wird Violetta, die wir zunächst immer verdeckt oder von hinten sehen von ihrem Hund Struppi. Jede Seite endet mit einem Satz, der Struppi betrifft.

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    „Kommst du mit? Struppi, hör auf zu knurren!“ „Struppi, wo bist du?“ Es macht also Sinn immer zu schauen, wo der kleine Hund auf dem Bild zu finden ist.
    Milena, die Schwester der Zwilling, zieht mit der Schubkarre los, zunächst zu Familie Wang, die Girlanden dazu steuert. Nora hat zwei Mütter, die einen Blumenladen führen, der dunkelhäutige Lando und seine Familie machen Musik, Beth Mama kümmert sich um Tische und Stühle, vom Balkon winken vier Geschwister. Leider gibt es in der Nacht ein Gewitter, das alles zerstört, was die Kinder gemacht haben. Doch auch hier gibt es Hilfe der Freunde, deren Mutter eine Kehrmaschine fährt und ein anderer Vater hat einen Laubbläser. Das tolle Team kann alles wieder schmücken und dann wird noch der Kuchen bei Emelys Papas abgeholt. Jetzt kann das Fest losgehen. Wie schon gesagt, sehen wir dann auch Violetta, die so viele tolle Freunde, mit genauso tollen Eltern hat.

    Das Buch bietet sehr viele unterschiedliche Konstellationen, von Kindern und Eltern, ohne, das darauf belehrend eingegangen wird. Es ist wie im Leben, so wie es ist, ist es gut.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ausflug zum Mond

    Ausflug zum Mond

    John Hare

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Nominiert für den Jugendliteraturpreis 2020

    Dieses Bilderbuch kommt ganz ohne Worte aus, trotzdem kann man die Geschichte gut verstehen. Auf dem Cover sehen wir die Kinder und den erwachsenen Begleiter in ein knubbeliges gelbes Raumschiff steigen. Der Flug geht an einer (Mond-)Sichel vorbei, dann sehen wir das gelandete Raumschiff und die Passagiere in Raumanzügen auf dem Planeten.

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    Alle Kinder folgen den Ausführungen des Leiters, nur ein Kind sitzt mit seinen Malutensilien am Boden. Da es kurz einnickt, starten die anderen ohne ihn. Deshalb trifft es auf die einäugigen Bewohner des Planeten. Die nutzen begeistert seine Stifte. Zum Glück wird das Kind dann doch noch abgeholt. 

    Großartige Bilder, die ohne Worte diese fantastische Geschichte erzählen. Das Buch begeistert sicher nicht nur mich.

    Dagmar Mägdefrau

  • Kleiner grüner Esel

    Kleiner grüner Esel

    Anuska Alleputz

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    In einer schönen blaugrünen Wiese liegt der kleine graue Esel und er ist entschlossen nur Gras zu fressen. „Mir schmeckt nur leckres grünes Gras, das ess ich jeden Tag!“ Obwohl Mama ihm anders Früchte und Möhren anbietet, bleibt er dabei. Vom dem vielen Gras wird der Esel ganz grün und als er mit einem Lied auf den Lippen am See trinken will, sieht er das auch selbst.

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    Quer über beide Seiten sehen wir den auf zwei Beinen stehenden Esel und an seinen Körperteilen sehen wir die Bezeichnungen. „Wie ein Grashalm sehe ich aus.“ Mit Hilfe von Matsch und Blätter versucht er sie Verfärbung vor seiner Mutter zu verbergen. Doch die sieht es sofort. Der kleine grüne Esel versucht jetzt verschiedenen Früchte und nur die Karotten mag er. So wiederholt sich die Geschichte und der Esel wird orange.

    Die Esel werden meist stehen und ungewöhnlich geformt abgebildet, trotzdem sind sie zu erkennen. Die Reime gefallen mir sehr gut. Eine lustige Geschichte, die vielleicht dazu verleitet, mal was anders zu probieren.

    Dagmar Mägdefrau

  • Paul, gar nicht faul!

    Paul, gar nicht faul!

    Martina Leykamm

    Susanne Weber

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Paul, das muntere Faultier ist die Hauptfigur diese Pappbilderbuches. Während seine Artgenossen schlafen, „schwingt er von Ast zu Ast, macht nicht mal `ne kleine Rast“. Er trifft nach der Giraffe und den Affen, der mit ihm Bananen isst und schwimmen geht. Als dann auch der Affe schläft, geht es weiter mit dem Elefanten. Erst am Abend hängt er sich auch an einen Ast.

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    Auf den Bildern gibt es noch einige anderen Tiere zu sehen, das macht den kleinen Zuhörenden immer besonderen Spaß. Die Vierzeiler sind schön gereimt und gut zu lesen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wer kommt in meine Arme?

    Wer kommt in meine Arme?

    Larisa Lauber

    Sophie Luca Paulsen

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Auf dem Cover des Pappbilderbuches sehen wir den kleinen Oktopus Otto. Sein Körper ist mit einem glänzenden Lack gemalt und dadurch funkelt er ganz wunderschön. Er trägt eine blaue Kapitänsmütze und hat ein niedliches Gesicht. Leider ist Otto auf der ersten Seite „nicht gut drauf“. Er hadert mit seinen vielen Armen. Seine Arme haben Zahlenbeschriftungen und im Text werden sie durchgezählt.

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    Neben Otto sehen wir Fische, Krebse, eine Qualle und Seesterne. Otto möchte auf den nächsten Seiten immer wieder Tiere umarmen, doch der schreckt zurück vor 1,2,3,4,5,6,7,8 Krakenarmen. So lernt der Leser Glitzerfische, Rochen und Hummer kennen. Als Otto sich traurig verdrücken möchte, wird seine Hilfe gebraucht, weil eine kleine Schildkröte feststeckt. Otto kann sie befreien und alle Fische danken ihm mit einer Umarmung. 

    Die Verse gefallen mir mit ihren Wiederholungen sehr gut, auf den niedlichen Bildern ist viel zu sehen und vielleicht lernt der kleine Zuhörer sogar ein wenig zählen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wollen wir Freunde sein, kleiner Bär?

    Wollen wir Freunde sein, kleiner Bär?

    Steve Smallman

    Caroline Pedler

    Brunnen

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Frühling- und der kleine Bär erwacht aus seinem Winterschlaf. Er will die Welt erobern und rennt gleich los. Da stößt er an etwas Hartes, eine Schildkröte ist das erste Tier, dass ihm begegnet. Er lädt sie ein mitzukommen, da sie nicht so schnell laufen kann, trägt er sie auf seinem Rücken. Der Bär läuft so schnell, dass er sie anderen Tiere gar nicht sieht und auch der Schildkröte nicht zuhört.

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    Er riecht nicht an den Blumen, denn er muss den Hügel hinunterkullern und auf Bäume steigen. Am Seeufer kann er auch nicht einfach sitzen, er muss hineinspringen. Der Schildkröte, die er an der Hand mitzieht, gefällt das nicht. Als sie dem Bären sagt, dass es bald Abend wird und er schlafen muss, ist der ganz entsetzt. Erst als sie ihm erklärt, dass er nur eine Nacht schlafen wird und nicht wieder den ganzen Winter durch, ist er zufrieden. Die Schildkröte rät ihm „ein bisschen ausruhen und zuhören und in aller Ruhe beobachten, wirst du auch können.“ Und dann sagt sie dem Bären, dass er mit ihr eine Freundin gefunden hat. 

    Niedliche Tiere und schöne Frühlingsbilder ergänzen die Geschichte um eine besondere Freundschaft. Ein ungestümer jungen Bär und eine weise Schildkröte können noch viel zusammen erleben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Plötzlich war Lysander da

    Plötzlich war Lysander da

    Antje Damm

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Bei einem Workshop hat uns Antje Damm die Technik ihres Buches „Der Besuch“ erklärt, die auch bei diesem Buch angewandt wurde. Sie baut aus allerlei Materialien die Kulisse und stellt die gemalten Protagonisten dort hinein und fotografiert das Ergebnis für das Buch. Eine Idee mit der sie außergewöhnliche Bilderbücher erstellt.

    Drei Mäuse bekommen einen Brief, sie sollen ein anders Tier in ihrer Höhle aufnehmen. Natürlich sind sie empört.

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    Lysander ist ein Lurch, der die lange ungenutzte Wanne für sich beansprucht. Auch hier trifft er wieder auf Empörung der Mäuse. Am Ende haben sich die Vier aneinander gewöhnt und sie freuen sich, dass Lysander für Salat zu den Kartoffeln gesorgt hat.

    Eine schöne Geschichte, die uns zeigt, dass Fremde durchaus etwas zur Gemeinschaft beitragen können und das gemeinsame Leben Spaß machen kann.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wolle und ich

    Wolle und ich

    Quentin Greban

    Jumbo

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Das Haustier in diesem Buch ist das Mammut Wolle. Es begleitet das Kind immer, sitzt sogar mit im Cabrio. Sie gehen zusammen einkaufen und essen Spagetti. Wolle wird in der Wanne abgeschrubbt und darf oben im Bett schlafen. Er geht aus Klo und darf beim Ballett mittanzen. Auf der letzten Seite sehen wir zusätzlich eine Schmusetier, das wie Wolle aussieht.

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    „Manche glauben nicht, dass er echt ist…aber die kennen Wolle nicht!“ Ist der Text dazu. Ich war mir unsicher, ob das Kind ein Mädchen ist, nur ihr Tutu lässt es vermuten. Die Darstellung ist leider etwas farblos und altmodisch.

    In dem Buch werden alltägliche Situationen geschildert, die die Kinder auch mit ihren Schmusetieren erleben. Trotz der gefühlvollen Bilder kommt die Geschichte nicht so richtig bei mir an. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Wo sind bloß die Ostereier?

    Wo sind bloß die Ostereier?

    Andreas Német

    Hans-Christian Schmidt

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Ein Pappbilderbuch mit Klappen. Der Korb mit den Ostereiern wird gesucht und es gibt irrwitzige Sachen, die man da findet. „Unterm Tisch? (Tischplatte aufklappen) Ein Fisch“ oder „Sind die Eier hinterm Sofa? (Sofa vorklappen) Nein, da steht ein altes Mofa.“ Das der Text gereimt ist brauche ich dann nicht noch zu erwähnen. Kurze Texte, fröhliche Bilder und viel zu entdecken, das macht immer Spaß. Am Ende steht der Korb im Bücherschrank, schöner Fundort. Ein lustiges Buch zur Osterzeit.

    Dagmar Mägdefrau

  • Alles Arbeit oder was?!

    Alles Arbeit oder was?!

    Mieke Scheier

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Schon das Format des Buches ist beeindruckend, es fehlt nicht viel an Din A 3. Auf dem Cover ist schon eine Auswahl an Arbeitenden zu sehen. Auf der Seite des Einbandes steht eine Malerin noch auf der Leiter und malt die restliche Seite in blau aus. 

    Los geht es an einem hektischen, also ganz normalen Morgen. Im oberen rechten Feld sehen wir in die Wohnung, wo die Mutter in schnellen Schritten durch den Raum eilt. Der Vater, ein Kind in der Trage auf dem Rücken, zieht dem anderen Kind die Jacke an. Ein kleines Mädchen spielt mit dem Bagger. Nur der Großvater sitzt lesend auf der Couch. „immer mit der Ruhe…“

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    Unten auf der Straße sehen wir in das Schaufenster eines Bäckers, während der Müllmann die gelbe Tonne abholt.
    Danach sehen wir eine große Kreuzung mit vielen Fahrzeugen und noch mehr Fußgängern. „Wo wollen all die Leute hin?“ Danach werden einige Berufe bildlich vorgestellt. Vieles erklärt sich von selbst, anderes hat eine kurze Erklärung. 

    „Was ist ein Arbeitsplatz?“ ist eine wichtige Frage. Wir Erwachsenen sprechen immer davon, aber es kann ja so vieles sein. Die Geschichte der Arbeit von der Steinzeit bis zur Supermarktkasse. Da geht es um Geld und auf der nächsten Seite ist dann die gerechte Bezahlung ein Thema. „Macht Arbeit Spaß?“ auf die Frage gibt es hier einige Antworten. Besonders der Y-tanzende Lehrer hat es mir angetan. Manche Menschen erleben ihre Arbeit als Abenteuer, wie der Pilot und die Pilotin. 

    Die Bürobilder sind sehr unterschiedlich, einer sitz sogar auf dem Klo. Nur, wenn die Arbeit keinen Spaß mehr macht, was tut man dann? Empfohlen wird als Ausgleich Familie und Freunde. Eine Reihe Menschen gibt an, was sie arbeiten. Der Säugling lernt sprechen und die alte Dame am andren Ende passt auf die Enkel auf. 

    Die Herstellung eines Tisches zeigt auf, wo die Dinge herkommen. Manche Berufe gibt es nicht mehr, da arbeiten jetzt Roboter. Was ist zu tun, wenn man keine Arbeit hat? 
    Auf der letzten Seite werden Begriffe wie „Blau machen“ oder „Ehrenamt“ erklärt. Immer nur wenig Worte und erklärende Bilder. 
    Die Malerin hat ihre Seite blau angestrichen und verabschiedet sich im hinteren Einband „Und tschüss!“

    Viele Informationen um das Thema Arbeit mit erklärenden Bildern und ganz kurzen Texten. Ideal zur Beantwortung der Fragen nach der Arbeit der Eltern. Vor allem, wenn man in einem Beruf arbeitet, der nicht öffentlich ist. Da haben Kinder oft keine Vorstellung, was die Eltern den ganzen Tag machen.

    Dagmar Mägdefrau