• Mit Polli durchs Jahr

    Mit Polli durchs Jahr

    Ilona Cornelia

    BoD

    Autorenempfehlung von 4 bis 8 Jahre

    Polli ist die kleine Katze, deren Geschichte im Mai erzählt wird. Sie trifft auf einen Maikäfer und die beiden verbringen einen tollen Tag zusammen. Die Bastelanleitung im Anschluss zeigt uns, wie Maikäfer aus Tonpapier oder aus Steinen gebastelt werden.
    Das Buch beginnt mit der Geschichte von Paulchen, der auf seinen Freund wartet, der leider absagen muss und der dann mit seiner Mama eine Futterglocke für die Gartenvögel baut. Natürlich folgt eine Anleitung zur Herstellung einer solchen Glocke.

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    So geht es durch das Jahr, im Juli lernen wir einen Kaktus kennen, der durch eine Orchidee mehr Selbstbewusstsein bekommt. Im August wird eine Sandburg gebaut, die Elias lange mit Papa geplant hat, doch dann kommt seine kleine Schwester dazwischen. Zu Halloween wird eine nette Spinne lebendig und zum guten Schluss fährt eine ganze Familie mit einem weihnachtlichen Bus.

    Die Geschichten werden durch kleine Bilder ergänzt, die leider in der Tolino-Fassung etwas untergehen. Die Bastelideen habe ich nicht ausprobieren können, sie sind aber vielfältig und ich denke sie geben eine schöne Anregung, wie man das Thema ergänzen kann. 

    Eine schöne Buchidee und sicher auch ein schönes Geschenk.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das Lied der Wale

    Das Lied der Wale

    Gianna Marino

    Sterntaler

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Little Blue der junge Wal und sein Papa warten auf die anderen Wale, um mit ihnen zu den Futterstellen zu schwimmen. Papa verspricht dem Kleinen, dass er das Lied seines Vaters immer hören wird. Bald tauchen die anderen Wale auf und gemeinsam geht es weiter. Little Blue ist neugierig, was in der Tiefe ist. Er taucht hinab und durchschwimmt eine Welt von Magie, weiter unten ist alles „kalt und dunkel und still“.

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    Der junge Wal ruft nach seinem Papa, aber seine Stimme ist zu schwach. Da erinnert er sich an das Versprechen und hört Papa seinen Namen rufen „Little Blue“ Auf den letzten Seiten sehen wir die beiden glücklich zusammen schwimmen und das braucht keine Worte. Der Text ist sehr poetisch geschrieben und die Bilder sind ein Traum in Farben. Mein zweijähriger Enkel liebt das Buch und verlangt es immer wieder. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein Himmel für Oma – Ein Bilderbuch über das Sterben und den Tod

    Ein Himmel für Oma – Ein Bilderbuch über das Sterben und den Tod

    Antonie Schneider

    Betina Gotzen-Beek

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ein heikles Thema, dass die Kinder aber brennet interessiert, besonders, wenn in ihrem Umfeld ein Todesfall vorkommt. Der Text ist schon etwas länger, allerdings in Dialogform geschrieben. Das lockert schon auf. Die Oma zieht zu Lena und Valentin, sie bringt einen Vogel namens Chaja mit. Etwas verwundert es, dass die Kinder den Vogel nicht kennen. Es ist ein fröhliches gelbes Federknäul. Alles verläuft gut, bis der kleine Vogel mehr Federn verliert und die Oma schwächer wird.

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    Sie erzählt viel aus der Zeit als Papa noch klein war. Als es Winter wird scheint der Vogel krank. Obwohl Valentin ihm ein Nest baut und sie dem Vogel Ruhe gönnen, liegt er am Morgen tot im Käfig und die Familie beerdigt ihn im Garten. Die Kinder und die Oma schauen sich das Bild von Chaja an und erzählen sich Geschichten.
    „Chaja ist zwar gestorben, sie lebt aber in unseren Herzen weiter – weil wir sie liebhaben und an sie denken“. Die Oma wird immer schwächer und bleibt dann ganz im Bett. Die beiden Kinder kümmern sich sehr um sie und „spüren, wie lieb sie Oma haben.“ Eines Morgens holt Papa die Kinder und sagt ihnen, dass Oma nicht mehr lebt. „Sie ist im Himmel, wie Chaja“. Gemeinsam überlegt die Familie, wie sie sich an Oma erinnern können. Mit Fotos, mit Bildern, mit Geschichten. „Dann lebt Oma immer weiter.“

    Die Umsetzung dieser traurigen Geschichte, die am Ende so viel Trost bietet, empfinde ich als kindgerecht und tauglich für trauernde Kinder. Sie regt an sich an die Verstorbenen zu erinnern und sie so weiterleben zu lassen. Wir sprechen noch so oft von meinem Opa, der schon über 40 Jahre tot ist und es gibt immer wieder Situationen, die an ihn erinnern. Meine Kinder haben ihn nicht mehr kennen gelernt und wissen doch einiges von ihm. Und ist es nicht das, was von uns zurückbleibt?

    Dagmar Mägdefrau

  • Zuhause in der Stadt

    Zuhause in der Stadt

    Sébastien Braun

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Ein Pappbilderbuch in Din-A-4-Format mit bunten einfach gestalteten Bildern. Ein Teich in der Stadt mit allerlei Wasservögeln. Die Tiere und Dinge sind unten abgebildet und sie werden benannt. Das Kind ist aufgefordert sie in Bild zu finden. Dann geht es auf den Markt, Auch hier werden Früchte und Dinge abgebildet, die es zu suchen gilt. Im Garten werden Werkzeuge, Tiere und Pflanzen gesucht.

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    Es gibt ein abendliches Bild, eines im Regen und eines im Schnee. So gibt es viel zu sehen und zu entdecken. Das Lesealter ist ab 2 Jahre und die Kinder werden hier sehen, dass nicht jeder „Piep“ der gleiche Vogel ist. Da gibt es Möwen und Fischreiher, Turmfalken und Käuze, Amseln, Krähen und Blaumeisen. Hier sehen die Kinder den Unterschied und lernen die Natur zu beobachten.

    Einfache, kurze Texte passen zum kleinen Zuhörer. Das Buch werden die Kinder sicher gerne immer wieder anschauen wollen und vielleicht lernen auch wir noch etwas. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Tut mir leid, kleiner Uhu!

    Tut mir leid, kleiner Uhu!

    Barry Timms

    Sean Julian

    Brunnen

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Der Uhu Bobo und das Eichhörnchen Emil sind die „besten Freunde“. Emil schreibt tolle Geschichten auf und führt sie Bobo in einem Theaterstück auf. Bobo hat einen Werkzeugkasten und er ist ein geschickter Bastler.
    Als beide zusammenziehen, machen sie sich Gedanken, wie sie die Terrasse für sich nutzen können. Ohne miteinander zu sprechen packen sie am nächsten Morgen ihre Sachen aus.

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    Darüber geraten sie derart in Streit, dass Bobo aus Versehen Emils roten Vorhang zerreißt. Emil schreibt eine Entschuldigung, die Bobo nicht aufrichtig findet. Als Emil seinen Stift zerbricht ist er so traurig, dass er weinend im Gras sitzt. Emil hat Mitleid und bald liegen sich die beiden in den Armen. Am Ende finden sie eine gemeinsame Nutzung für die Terrasse.

    Sicher kommt es vor, dass man leichtfertig eine Entschuldigung ausspricht, die nicht von Herzen kommt. Ich bin nicht ganz sicher, dass Kinder in dem Lesealter der Unterschied schon so klar ist? 

    Dagmar Mägdefrau

  • Das große starke Buch

    Das große starke Buch

    Susanne Isern

    Rocio Bonilla

    Jumbo

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    Ich lerne hier viele Kinder kennen, die alle eine Stärke haben. Die kleine blonde Lena mit den Indianerfedern kann besonders gut Geschichten erzählen. Nora geht wie Rotkäppchen durch den Wald und zeigt ihren Mut, die dunkelhäutige Emilia kann mit ihrer Musiksogar kostbare Erinnerungen retten, Elias ist zart und rothaarig, der sitzt im Joga-Sitz und hat viel Geduld.

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    In einem Wintergarten sehen wir Alex lesen und bei ihm sitzt ein Elefant, Alex hat ein gutes Gedächtnis. Auf einer Düne, vor einem Rollstuhl sehen wir Leon, er zeichnet sich durch sein Durchhaltevermögen aus. Achtzehn Kinder und ihre Stärken lernte ich kennen und am Ende des Buches werden alles Stärken aufgezählt und ich kann mir überlegen, welches meine Stärken sind. Dazu steht mir eine freie Seite zur Verfügung.

    Oft sind wir uns unserer Stärken nicht bewusst, aber es lohnt sich durchaus darüber nachzudenken. Nicht alle Texte fand ich durchgehend gut, aber die Bilder waren großartig. Sie passen sehr gut zum Text und geben dem Buch den besonderen Reiz.

    Dagmar Mägdefrau

  • Kleiner Wolf in weiter Welt

    Kleiner Wolf in weiter Welt

    Rachel Bright

    Jim Field

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Wie bei den Vorgänger-Bänden des Autorenduos sind auch hier die Bilder wunderschön, schon das erste Bild mit einem rosa Vollmond und der Silhouette der Wölfe und den schneebedeckten Bergen hat eine besonders Atmosphäre. Wido, der kleine Welpe, fühlt sich sehr stark und „prahlt mit Mut und seinem Geschick.“ Als die Wölfe weiterziehen, will er sie leiten, aber dazu ist er noch zu klein.

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    Er will beim Rudel bleiben, doch bei einem schwierigen Aufstieg bleibt er im Schneesturm zurück. Er ist allein und schläft unterm Sternenzelt, aber das Eis unter ihm bricht und er fällt ins Wasser. Ein Narwal kommt zu seiner Rettung und in der Folge helfen ihm einige unterschiedliche Tiere, wieder nach Hause zu finden. Das Rudel freut sich und es wird festgestellt, dass der Zusammenhalt das Wichtigste ist. Auf der letzten Seite sitzt der kleine Welpe und schaut in den Himmel, wo sich seine Helfer verschwommen zeigen, und er verspricht, genauso hilfreich zu sein. „…Freunde verbinden dich stehts mit daheim!“

    Ich kann mir schon vorstellen, dass die Kinder mit dem Verlassenwerden des Welpen Probleme haben. Er gerät dadurch in Lebensgefahr und wird durch ein anderes Tier gerettet, während seine eigene Familie ihn einfach zurücklässt und wohl auch nicht nach ihm sucht. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein Fluss nimmt dich mit auf Reisen

    Ein Fluss nimmt dich mit auf Reisen

    Magnus Weightman

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Im Einband lernen wir die Teilnehmer dieser Flussfahrt kennen. Zunächst die Hasen, die mit dem roten Boot unterwegs sind. Harry Hund, den schnellen Läufer, Familie Hirsch auf den Rädern, Familie Fuchs mit dem Kajak und dem VW Bus und viele andere. In einer Hütte an einem Bergsee beginn die Geschichte. Hier treibt die gelbe Badeente den Bach hinunter. Weiter geht es durch Tannenwälder, vorbei an einem Bauernhof, einem riesigen See, Wasserfall und Burg sind zu bewundern.

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    Es folgt ein Mittelalterliches Städtchen, eine Industrielandschaft, eine verregnete Flussaue, eine Mühle mit Tulpenfeldern, ein Hafen und zum Schluss der Strand mit Leuchtturm und das Meer. Im Hinteren Einband sehen wir einige der Protagonisten an einem Modell der Landschaft, die der des Rheins ähnelt. 
    Es gibt unendlich viel zu sehen auf den einzelnen Seiten, die Ente ist zu suchen und die immer wiederkehrenden Personen erleben eine Geschichte. Das Buch kann und wird das Kind sicher lange Zeit begleiten, denn es gibt immer wieder Neues zu entdecken und die Sichtweise wird sich sicher im Laufe der Zeit ändern. 

    Die Bilder sind naturgemäß sehr detailliert und zeigen wunderschöne Landschaften, es gibt humorvolles zu entdecken und die Tiere, die diese Reise mitmachen, sind immer wieder in neunen Situationen unterwegs. Die Texte sind kurz und weisen auf etwas hin. Ein (Wimmel)-Buch, das mich sehr begeistert.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das Krakeltier

    Das Krakeltier

    Mareike Postel

    Annn Cathrin Raab

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Mit Relieflack steht auf dem Cover, das bedeutet, man kann die Krakeleien auch fühlen. Das Krakeltier ist ein blauer Oktopus und er schwimmt durch hellblaue Wellen. Dabei malt er unterschiedliche Linien. Mal rund, mal zickzack, mal wellenförmig oder eckig.  Zum Schluss sogar ein kleines Selbstportrait. Der Text besteht aus ganz kurzen Reimen wie „Krakeltier malt Krakeltier in bester Krakeltiermanier“.

    Ein Pappbilderbuch, dass wirklich sehr schön gestaltet und etwas Besonderes ist.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein Tag – Ein Bilderwörterbuch

    Mein Tag – Ein Bilderwörterbuch

    Katrin Wiehle

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Das Buch ist sicher in der Tradition von Helmut Spanner erstellt worden. Das Pappbilderbuch zeigt alltägliche Situationen auf der einen Seite und Dinge, die dazu gehören auf der anderen Seite. Die einfachen Zeichnungen sind mit einer Bezeichnung versehen, die die Kinder schnell zuordnen können.

    Zunächst wird Paul wach, er streckt sich und wir sehnen durch das Fenster die Sonne und eine Wolke. Auf dem Bett liegt eine Katze, die uns durch das Buch begleitet. Bauklötze, ein Buch und ein Traktor liegen vor dem Bett.

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    Auf der anderen Seite stehen ein paar kleine Sätze zum Verständnis und die Anziehsachen von Paul. Beim Frühstück lernen wir Pauls Familie kennen, außer Papa und Mama gibt es noch das Baby Lea. Hier wird der Frühstückstisch mit Wurst und Käse beschrieben. Zweiseitig ist der Weg zur Kita bebildert. Dann geht es an den Sandkasten mit Schaukel und Rutsche. Der Nachhauseweg führt über den Markt, auch hier geht das Bild über zwei Seiten. Nachdem die Freundin zu Besuch da war, geht es ins Bett.

    Schöne einfache Bilder, kurze Texte und viel zu entdecken für die kleinen Leser. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Leos Monster

    Leos Monster

    Marcus Pfister

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Leo, der Mäuserich aus der Stadt besucht Zoe auf dem Land. Als Leo allein unterwegs ist, begegnet ihm ein Monster. Es hat eine Riesenschwanz, dazu sehen wir eine Bild, dass an einen Dino erinnert mit einem zackigen Schwanz, es hat „harte, klumpige Füße“, hier kommen Erinnerungen an den Grüffolo auf. Als Zoe fragt, ob es auch Feuer spuckt, sehen wir eine feuerspeiendes Drachenmaul.

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    Dann berichtet Leo noch von der Zunge, die wahrscheinlich auch Bäume ausreißen kann, die riesige rosa Zunge greift um ein Büschel Gras. Dann werden noch die Hörner erwähnt und das Bild zeigt den oberen Kopf eines Tieres mit kleinen Hörnern. Dann macht das Monster noch laute Geräusche und zum Schluss macht es einen stinkigen Haufen. Zoe kann sich wohl schon vorstellen, wer das Monster ist. Es handelt sich um die Kuh Berta, die völlig ungefährlich auf der Weide grast. 

    Tolle Bilder, schöne Dialoge mit einem Humor, der mich begeistert. Ich habe die Geschichte schon so oft vorgelesen und sie macht immer wieder Spaß. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Vom Ei zum Vogel – Kleine Wunder der Natur

    Vom Ei zum Vogel – Kleine Wunder der Natur

    Sybille Brauer

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    In diesem Pappbilderbuch wird die Technik des Schiebens und Klappens ideal angewandt. Schon auf dem Cover sehen wir das Rotkehlchen vor dem Gelege und aus einem Ei schaut durch Schieben ein nacktes Vögelchen heraus. Zunächst kommen die Eltern zusammen und der kleine Vogel wird durch eine Ab-Bewegung ins Wasser gezogen. Ich habe nur etwas Angst, dass er dort ertrinken kann. 😉

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    Dann kommt der Nestbau und der Vogel „fliegt“ mit etwas Grün zum Nest. Von Hinten sieht man teilweise eine Katze, sie wurde aber sofort als solche erkannt. Sie beobachtet das Nest im blühenden Kirschbaum. Hier gibt es eine Klappe mit dem fliegenden Vogel. Dann schlüpft das Küken und wird im nächsten Bild mit einem Wurm gefüttert. Zuletzt wird ein kleines flügge und der Baum trägt Kirschen. Der Text reimt sich und ist vierzeilig. Manchmal sind die Reime etwas holperig „Hat sich das Vogelpaar gefunden, erfolgt der Nestbau viele Stunden“. 

    Der Weg des Rotkehlchens vom Ei zum gefiederten Vogel ist hier sehr schön und anschaulich erklärt. Ein Text ohne Reim wäre besser gewesen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Hallo Leuchtturm

    Hallo Leuchtturm

    Sophie Blackall

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon das Cover mit Goldprägung machte mich neugierig auf das Bilderbuch. Es erzählt aus dem Leben eines Leuchtturmwärters. Der Leuchtturm in diesem Buch steht auf einer Insel am nördlichen Punkt von Neufundland, so steht es auf den letzten Seiten, dort gibt es sachliche Informationen über Leuchttürme. 
    Der Leuchtturm steht auf einem Felsen, der neue Wärter kommt mit dem Schiff an und macht alles wohnlich.

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    Er angelt und schreibt Briefe und macht Eintragungen ins Logbuch. Die Bilder zeigen uns den Leuchtturm bei unterschiedlichem Wellengang immer begleitet von einem „Hallo!…Hallo!… Hallo!“. Dann kommt seine Frau an, zusammen retten sie Matrosen aus dem Meer. Es kommt Nebel und Eis, der Mann wird krank und wird von seiner Frau liebevoll gepflegt. Eine Art Uhr über zwei Seiten zeigt, dass die Frau schwanger ist und auf der nächsten Seite hält der Mann ein Baby im Arm. Dann kommt der Küstenwächter und installiert eine Maschine. Alles geht jetzt automatisch und er Leuchtturmwärter kann abreisen. „Adieu, Leuchtturm!“ Nachdem wir eine Seite ausklappen, sehen wir das Land, nicht weit vom Leuchtturm, der Horizont ist rosa und die Farbe spiegelt sich im Meer. Zum Abschied steht die kleine Familie mit dem Rücken zu uns in der Haustür und sie schauen auf dem Leuchtturm. 

    Ein Buch mit sehr stimmungsvollen Bildern und dem Abschied von einer Technik, die aufwendig, aber auch romantisch war. Leuchttürme begleiten uns in vielen Urlauben am Meer und dieses Buch ist eine schöne Ergänzung zu reinen Sachbüchern.

    Dagmar Mägdefrau 

  • Ein Riese warf einen Stein

    Ein Riese warf einen Stein

    Josef Guggenmos

    Sabine Kranz

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    „Ein Riese warf einen Stein“ so beginnt das Buch. Der Stein liegt auf einem großen Ameisenhügel. Alles stürzt ein und es kommen Ameisen zu Tode, der Stein, der wie eine Bombe einschlägt zerstört das Werk vieler Wochen. Eine Seite voller Ameisen verdeutlich das alle heraneilen, um zu helfen. Es wird aufgeräumt und neu gebaut, die Ameisen fragen nach dem Verbrecher.

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    Es ist ein Junge, der im Spiel den Stein geworfen hat. Auf der letzten Seite sehen wir die drei Kinder, die im Wald spielen.
    Kinder und auch Erwachsenen machen sich oft keine Gedanken darüber, was so eine unbedachte Handlung für Folgen hat. Hier werden diese sehr drastisch gezeigt und mit kurzen Reimen aus Sicht der Opfer erklärt. 

    Es macht sicher Sinn den Kindern die Folgen ihrer Taten so vor Augen zu führen, ich bin nicht sicher, ob es immer den gewünschten Erfolg haben wird. Sensible Kinder werden sicher sehr traurig seine, andere werden erst recht weitermachen, weil sie nun das Leid kennen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Finsterstern und Funkelstein

    Finsterstern und Funkelstein

    Barbara Peters

    Claudia Gotthardt

    BVK

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Schon das Cover ist schön gestaltet mit seinem glänzenden Funkelstern. Die Bilder im Buch finde ich auch sehr liebevoll gestaltet. Die Sterne und Steine haben ausdrucksvolle Gesichter und die Landschaft am Meer gefällt mir sehr gut.
    Die Sterne, die am Himmel leuchten machen sich über den Finsterstern lustig, weil er nicht leuchtet wie sie, sondern schwarz ist. Da wird es dem Stern zu viel und er springt auf die Erde.

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    Hier trifft er auf einen Stein, der hell funkelt und deshalb von den anderen Steinen nicht anerkannt wird. Doch die beiden ergänzen sich hervorragend. Finsterstern kann laufen und Funkelstein hat in der Mitte ein Loch durch das der Stern ihn wie einen Schwimmreifen tragen kann. Die Steine, die in der finsteren Höhle liegen freuen sich über den Besuch der beiden Freunde. Finsterstern und Funkelstein haben sich vorgenommen etwas noch viel zusammen zu erleben. Einige Ideen werden uns als Bilder vorgestellt.

    Schön, wenn zwei Außenseiter sich finden und dann noch so schön ergänzen können. Ich freue mich schon aufs Vorlesen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Komm, wir füttern Tiere

    Komm, wir füttern Tiere

    Daniel Fehr

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    uf der ersten Seite lernen wir die Tierpflegerin Nora kennen und hier kann man vier Pappmünzen mit Bildern von Tiernahrung auslösen. Auf der nächsten Seite geht es zu den Affen. Hier kommt die Aufforderung „Füttere den keinen Affen mit einer Banane“.
    Weiter geht es zum Elefanten, der eine Erdnuss bekommt.

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    Glitschigen Fisch bekommt der Seehund und die Giraffen mögen Blätter. Am Ende lobt Nora „Gut gemacht“ und auf der letzten Seite gibt es einen Korb, in den man das Futter für den nächsten Tag werfen und aufbewahren kann.

    Die Bilder sind sehr schön für kleine Leser gestaltet und die Texte sind kurz und sprechen die Kinder an. Ich hatte allerdings erwartet, dass man die Tiere durch das Einwerfen der „Münzen“ füttert, aber den Kindern wird es wahrscheinlich reichen das Futter hinzuhalten. 
    Vielleicht wäre auch Ersatzfutter keine schlechte Idee, denn solche Einzelteile gehen gerne verloren und dann muss man basteln.

    Dagmar Mägdefrau

  • Einmal durchs ganze Jahr – Entdecke die Natur

    Einmal durchs ganze Jahr – Entdecke die Natur

    Mira Gysi

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Buch wurde in einer Linolschnitttechnik gedruckt und zeigt einen Bauernhof im Verlauf der Jahreszeiten. Die Bilder sind schön gestaltet und anschaulich. Was mir gar nicht gefällt, ist die Farbgebung. Die Sonne und die Tiere sind auf den ersten Seiten rosa. Im Sommer wechselt die Farbe in dunkleres altrosa, im Herbst ist der Grundton rostrot und im Winter dominiert ein blau, was mich weniger stört.
    Das Buch zeigt zu jeder Jahreszeit die typischen Arbeiten, im Frühjahr erzählt uns der Regenwurm von den Vorbereitungen, wie dem Pflanzen.

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    Er weist uns an, wie wir eine Sonnenblume im Blumentopf pflanzen. Die Maus erklärt uns, dass im Sommer das Gras geschnitten wird, um Heu zu machen. Sie gibt uns ein Rezept zur Herstellung von Ziegenkäse. Vielleicht wäre ein Rezept, dass die Kinder auch nutzen können, schöner gewesen? Im Herbst erzählt uns das Eichhörnchen von der Ernte und den Pilzen. Eine Knabber-Mischung ist eine schöne Idee, das Eichhörnchen trocknet dazu aufgefädeltes Obst.

    Im Winter kommt die Hofkatze zu Wort, sie berichtet vom Holz fällen und Tiere füttern. Sie backt mit uns einen Lebkuchen.

    Das Buch ist bis auf die ungewöhnliche Farbgebung, die natürlich auch die Jahreszeiten voneinander unterscheidet, sehr schön gestaltet und erzählt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Schlaf, Mäuschen, schlaf! – Mein Lieblingslied zur guten Nacht

    Schlaf, Mäuschen, schlaf! – Mein Lieblingslied zur guten Nacht

    Carla Häfner

    Sabine Sauter

    Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Wir kennen alle das Lied „Schlaf, Kindchen, schlaf“ und in diesem Buch werden Tierkinder in den Schlaf gesungen. Der Frosch, die Katze, das Kälbchen, das Lämmlein, die Maus und der Vogel, ihnen allen wird von Mama oder Papa ein individuelles Lied, angelehnt an das uns bekannte Schlaflied, gesungen. Am Ende wird auch dem Menschenkind ein Lied vorgesungen und „Psst, alle schlafen in seliger Ruh‘!“

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    Das Pappbilderbuch enthält schöne, kräftig bunte Bilder. Auf der ersten Seite sehen wir durch ein Fenster das kleine Mädchen mit ihrem Teddy im Bett, daneben Papa, der ein Buch liest. Draußen sind einige der Tiere zu sehen, die nachher im Buch vorkommen. Auch auf den anderen Seiten gibt es immer noch viel zu entdecken und ich weiß mein kleiner Enkel freut sich über jedes Tier, dass er kennt. Die Tier stehen meist aneinander gekuschelt und so liegen am Ende auch Mama und Mädchen zusammen im Bett. Auf der letzten Seite scheint der Mond am dunklen Himmel und das Mädchen schläft, auf ihrer Decke schläft sie Katzenmama mit ihrem Kind. 

    Ein schönes Buch zum Runterkommen mit guten Reimen und schönen Illustrationen.

    Dagmar Mägdefrau