• Jeder kann ein Löwe sein

    Jeder kann ein Löwe sein

    Heinz Janisch

    Illustriert von Mathias Weber

    Lappan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    176 große Seiten mit schönen bunten Bildern. Es gibt eine Einteilung in Themenbereichen „Die schwarze Wolke“, „Mit Löwenmut“  oder „Foul! Rote Karte! Freistoß!“ um einige zu nennen. Über der Seitenzahl, die wir oben finden, befindet sich immer das Bild zum Kapitel, das in einer kleinen Erklärung den Bereich einläutet.

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    Nach einem Vorwort „Mut sieht immer anders aus!“ beginnt das Buch mit einem Gedicht „Der Löwe in mir ist ein schüchternes Tier. Immer, wen ich mich etwas trau brüllt der mutig „MIAU!“. Auch zwischen den Geschichten finden wir Verse und kleine Sprüche. Es gibt internationale Märchen, die neu erzählt werden und Geschichten, die sich um alle Arten von Mut ranken.

    Mir gefallen die Märchen am besten, die Geschichten sind manchmal nicht so interessant, da hätte es manchmal etwas mehr gebraucht um eine richtig gute Geschichte zu sein. Ein Kapitel besteht aus Geschichten, die Selim ein kleiner siebenjähriger Junge erzählt hat, der hat schon eine rege Fantasie.

    Ein Buch mit vielen Geschichten und Reimen und mit schönen Bildern, da gibt es sicher für jeden etwas zu entdecken. So finden ich den Spruch von Marie von Ebner-Eschenbach „Es gibt keine Wunder für den, der sich nicht wundern kann.“ am schönsten.

    Dagmar Mägdefrau

  • Da ist eine wunderschöne Wiese

    Da ist eine wunderschöne Wiese

    Wolf Harranth

    Bilder von Winfried Opgenrooth

    Jungbrunnen

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    „Am Sonntag fahren die Stadtleute aufs Land…“ so beginnt das Buch. Dort zeigt ihnen Herr Timtim, ein rothaariger, kugelrunder Mann mit einer gepunkteten Hose, eine wunderschöne Wiese mit allem, was dazu gehört.

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    Den Stadtleuten gefällt die Wiese „hier ist nichts als Wiese“.  Sie spielen dort und genießen die Natur. Aber bald werden Zäune gebaut und Straßen, später Häuser und Fabriken. Immer mit der Bestätigung, dass das jeweiligs praktisch sei, dort hin zu bauen. „Schließlich ist die Wiese groß genug“ . Als die Kinder fragen, wo sie jetzt spielen sollen, kommen leichte Zweifel bei Herrn Timtim, aber man soll nicht undankbar sein. Erst als die Stadtleute nach der Wiese fragen und feststellen, dass jetzt alles so aussieht, wie in der Stadt, fahren alle wieder los und suchen eine neue Wiese.

    Detailreiche Zeichnungen mit Personen mit Wiedererkennungswert und eine Geschichte, die leider sehr in unsere Zeit passt, gefallen mir gut an diesem Buch. Sicher kann man gut über die Situation der Personen in dem Buch diskutieren, trotzdem ist das Buch kindgerecht aufgebaut. Selbst die geliebten Wiederholungen fehlen nicht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wenn du eine Sternschnuppe siehst, wünsch dir was

    Wenn du eine Sternschnuppe siehst, wünsch dir was

    Sang-Keun Kim

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Der keine Maulwurf erkennt in einem Schneeball einen Freund und will mit ihm im Bus nach Hause fahren. Da ihn der Fahrer nicht mitnimmt, baut er aus dem Schneeball einen Bären. Als er eine Sternschnuppe sieht, denkt er an die Worte seiner Oma und hofft, dass sie ihm einen Wunsch erfüllt . Und tatsächlich nimmt der nächste Bus die beiden mit.

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    Aber als der Maulwurf aussteigen muss, ist der Freund nicht mehr da. Zu Hause erzählt er seiner Oma die Geschichte und am nächsten Morgen gibt es eine Überraschung.

    Die Bilder des Buches sind zart gezeichnet und für mich irgendwie traurig, so macht mich der Gedanke, dass der kleine Maulwurf sich einen Freund bauen muss, auch sehr traurig. Sicher liegt es auch daran, dass Sang-Keun Kim Koreanerin ist und asiatische Bücher anders angelegt sind, als die uns bekannten Kinderbücher. Hinten im Buch gibt es eine Widmung:
    „Für meine Oma, die immer für mich da war.“ Und da das erste Buch „Wenn du Sorgen hast, rolle einen Schneeball“ hieß, denke ich, dass ich das Buch nochmal aus einem anderen Blickwinkel lesen muss.

    Die Kinder sind auf jeden Fall begeistert von dem Buch.

    Dagmar Mägdefrau

  • Sorum und Anders

    Sorum und Anders

    Yvonne Hergane

    Christiane Pieper

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    „Sorum ist groß, Anders ist klein. Sie ist aus Watte, er ist aus Stein.“ so beginnt das Bilderbuch von Sorum und Anders. Zwei, wie sie gegensätzlicher nicht sein könnten.
    Selbst beim Schlafen gibt es keine Angleichung „Anders ist müde, Sorum ist wach. Er schläft im Stehen, sie lieber flach.“ Aber trotzdem sind sie ständig zusammen und haben ihren Spaß.

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    „Sorum sein ist voll okay. Anders sein, tut auch nicht weh.“ steht auf der letzten Seite und das ist eine Quintessenz, der ich voll zustimmen kann.

    Das Buch hat dicke Pappseiten und die Bilder sind klar und sehr einfach gezeichnet. Alles wirkt bunt und fröhlich, mit viel Dynamik.
    Ein wunderschönes Buch über die „Anderen“, ganz liebevoll gemacht. Da bin ich richtig begeistert und möchte das Buch für alle Kinder empfehlen. Denn natürlich ist es ein Buch über Inklusion, aber es will uns nicht belehren.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein kleines großes Geheimnis

    Mein kleines großes Geheimnis

    Éric Battut

    annette betz

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Schon auf dem Einband  sehen wir ganz, ganz viele rote Äpfel. Die kleine graue Maus findet einen dieser roten Äpfel und macht ihn zu ihrem Geheimnis. Sie versteckt ihn und als die anderen Tiere sie fragen, was sie da hat, kommt immer die Antwort „Das ist mein Geheimnis und ich verrate es nicht“. Die Farbe von „mein Geheimnis“ ändert sich und dahinter sehen wir einen roten Apfel.

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    Als sich die Maus am Ende freut, dass niemand ihr Geheimnis entdecken wird, fallen ganz viele Äpfel vom Baum und alle anderen Tiere kommen um sich einen Apfel zu holen.
    Die linke Buchseite hat nur einen kurzen Text und auf der rechten Seite sehen wir recht klein die Maus, einzeln die anderen Tiere und aber im Laufe der Geschichte wächst aus dem versteckten Apfel ein Baum, der immer großer wird.

    Auch ich habe nicht sofort begriffen, was das Buch ausmacht. Ich bin gespannt, wie die Kinder damit umgehen, ob ihnen klar ist, wie sich das Geheimnis verändert. Sicher ein spannendes Erlebnis.

    Dagmar Mägdefrau

  • Kleine Biene Hermine, wo bist du zu Haus?

    Kleine Biene Hermine, wo bist du zu Haus?

    Andrea Reitmeyer

    Jumbo

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Wie wir es schon von anderen Büchern der Autorin gewohnt sind, finden wir auch hier Sachbuchinformationen und ein spannende Geschichte.
    Schon im Einband finden wir Informationen zur Biene, mitten drin sehen wir ganz groß Hermine. Sie ist eine Wollbiene und gehört zu den stachellosen Wildbienen.

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    Die Bilder im Buch sind wundervoll und realistisch, lediglich die Bienen haben Kulleraugen. Hermine sammelt Pollen für Ihren Nachwuchs. Doch da geschieht das Unglück, eine Baustelle für eine Autobahn vertreibt alle Tiere. Das erinnern natürlich stark an den Maulwurf Grabowski. Hermine sucht nach einer neuen Bleibe und trifft dabei auf Honigbienen, die bei einem Imker „wohnen“. Sie versucht es in einem Mauerspalt, aber auch hier wohnt schon eine Mauerbiene, aber die gibt Hermine den Tipp mit dem Rapsfeld. Hermine ist begeistert, bis der Bauer mit seinem Schadlingsbekämpfungsmittel alles vergiftet. Auch Hermine wird davon ohnmächtig. Aber ein kleines Mädchen rettet sie und gibt ihr in ihrem Insektenhotel ein neuen zu Hause.
    Auf den letzten Seiten gibt es eine Anleitung, wie man mit einfachen Mitteln selbst ein Bienenhotel bauen kann.

    Ein Buch, das trotz Happy End die Probleme schildert, mit der Bienen in der heutigen Zeit konfrontiert werden. Für mich eine gelungene Mischung mit wunderbaren Bildern.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein erstes Buch vom Fußball

    Mein erstes Buch vom Fußball

    Illustrationen von Nathalie Choux

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Das kleine Buch hat ganz besonders feste und dicke Pappseiten und zusätzlich kann man mit einfachen Reglern etwas verschieben. Auf dem Cover bewegt sich der Tormann von rechts nach links und wieder zurück. Auf der ersten Seite wird gefragt „Womit spielen die Kinder Fußball?“

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    Da sieht man, Trikot, Stutzen, Fußballshorts und Stollenschuhe, aber natürlich  darf auch der Ball nicht fehlen. Ein Junge und ein Mädchen spielen ihn sich zu, wenn man den Regler betätigt, dank einer Aussparung können das auch kleine Finger. Über den Schiedsrichter, das Training und den Torwart geht es auf die letzte Seite, hier finden wir einige Gegenstände aus dem Buch wieder. Die Figuren sind einfach gezeichnet und haben große Köpfe, damit ähneln sie Kinderzeichnungen.

    Ein Buch für kleine Fußballfans, das schon viel Sachwissen vermittelt. Ich finde es schön, dass auch Mädchen in diesem Buch mitspielen. Das besondere ist natürlich die Bewegung der Figuren und da bin ich überzeugt, dass das Buch einiges aushält.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die hässlichen Fünf

    Die hässlichen Fünf

    Axel Scheffler

    Julia Donaldson

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Morgens in Afrika liegen all die schönen Tiere in der Sonne und dann taucht das hässliche Gnu auf. „… niemand ist so grässlich und hässlich wie ich! Ich bin so hässlich….“ ist der Refrain, den die Tiere immer wieder sprechen.

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    Denn als nächstes taucht die noch hässlichere Hyäne auf, gefolgt vom Geier, dem Warzenschwein und zu Letzt dem Marabu. Die hässlichen Fünf sind vollständig und vereint gehen sie weiter, da hören sie ihre Kinder, für die sie genauso liebe und fürsorgliche Eltern sind, wie alle anderen. Und umgekehrt lieben die Kinder ihre Eltern und singen zu Ende „Ihr fünf seid so schön, seid die Besten der Welt“.

    Wie ich finde, wieder ein tolles Buch vom Güffolo-Erfinder Axel Scheffler.

    Das Buch mit den faszinierenden, ansprechenden Bilder, die immer eine ganze Seite einnehmen, während auf der anderen der gereimte Text steht, wird sicher wieder ein Klassiker.

    Dagmar Mägdefrau

  • Max will immer küssen

    Max will immer küssen

    Martin Baltscheit

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Hinten im Buch steht „Für meine wunderbaren Kinder“ eine schöne Widmung und ein Buch für ebensolche Kinder.
    Max der Gorilla ist groß, stark und schön und am liebsten will er alle küssen, egal ob Schmetterling oder Krokodil. Alternativ streichelt er oder wiegt in den Schlaf.

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    „Einmal war keiner mehr da“, da will er den küssen und findet einen anderen, weiblichen ? Affen. Da hat er wirklich alles, „mehr braucht er nicht“.
    Ich habe einen Kater Leon und der ist auch ein ganz großer Küsser, deshalb kann ich Max verstehen.

    Das Buch hat sehr wenig Text, große klare Bilder und ist deshalb sicher auch für kleinere Kinder interessant.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wanda Walfisch – dick und rund

    Wanda Walfisch – dick und rund

    Davida Cali

    Sonja Bougaeva

    atlantis

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Da steht die kleine, dicke Wanda in ihrem Badeanzug an Bahn 7 und springt ins Wasser und alle rufen „Wanda Walfisch dick und rund, Wanda Walfisch 100 Pfund“. Wir können uns vorstellen, wie Wanda sich da fühlt. Doch der Schwimmlehrer hat eine tolle Idee.

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    Er rät: „Also, wenn du leicht sein willst, denk Feder“.  Schon unter der verhassten kalten Dusche, denkt Wanda an warmes Wasser und denkt sie sei im Dschungel. Als sie dem Mann begegnet, der ihr Angst macht, denkt Wanda sie sei ein Riese und es klappt. So wird Wanda immer mutiger und am Ende traut sie sich sogar vom Sprungbrett zu springen. Sie denkt einfach „Walfisch“.

    Ein Buch, dass den kleinen Dicken unter uns, zu denen ich mich auch zähle, Mut macht. Mit Selbstvertrauen und einem entsprechenden Auftreten, tritt das Äußere oft in den Hintergrund.

    Dagmar Mägdefrau

  • Irgendwohin oder der Tag, an dem George das Fliegen lernte

    Irgendwohin oder der Tag, an dem George das Fliegen lernte

    Gus Gorden

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Wir lernen Georg Laurent kennen, eine weiße Gans, die die leckersten Kuchen backt und auch sonst im Haushalt alles wunderbar regelt. Alle ihre Freunde, die ihre Speisen probieren, vergleichen sie mit Orten. So erinnert er Apfelstrudel an eine Nacht in Paris. Georg wird immer wieder von den anderen Vögeln aufgefordert mit ihnen dorthin zu reisen.

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    Leider muss Georg dem Bären gestehen, dass er gar nicht fliegen kann und deshalb bisher nicht von der Welt gesehen hat. Denn an dem Tag, als alle fliegen lernte hatte Georg anderes zu tun.
    Pascal ist sofort bereit seinem Freund zu helfen, doch alle Mühe bringt nicht, bis sie einen Heißluftballon bauen und damit um die Welt reisen. Zu letzte finden sie es aber schön wieder zu Hause zu sein.

    Obwohl der Autor Australier ist, wirkt das Buch sehr französisch. Im Einband findet man alte Reisetaschen als Werbung in Englisch und Französisch. Die Bilder sind Collagen aus Zeitschriften und Zeichnungen. Es gibt also viel zu sehen. Die Texte sind kurz und gut verständlich.

    Dagmar Mägefrau  

  • Auf dem Spielplatz ist was looos!

    Auf dem Spielplatz ist was looos!

    Larisa Lauber

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Ein „Zieh meine Seiten lang“ Bilderbuch für die ganz Kleinen. Durch das herausziehen der Seiten entstehen immer noch besondere Veränderungen der Spielplatzsituation, da hat die Rutschbahn einen Looping oder Bär und Tiger schaukeln mit.

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    Ein Buch aus dicker Pappe mit niedlichen Kindern und fast realistischen Spielplätzen. Leider harken die Seiten beim wieder reinschieben etwas. Ich hoffe, dass das Buch trotzdem ein paarmal vorlesen durchhält.

    Dagmar Mägdefrau

  • Auf dem Bauernhof – Mein allererstes Wimmelbuch

    Auf dem Bauernhof – Mein allererstes Wimmelbuch

    M. Weiling-Bäcker

    esslinger

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    In dem Pappbuch stecken sieben Seiten voll Leben auf dem Bauernhof. Die Texte sind ganz kurz und können auch gut weggelassen werden. Es gibt so viel zu sehen und zu entdecken. Tiere, viele agierende Personen und Situationen über die es viel zu erzählen gibt. Man kann das Buch sicher viele Male ansehen und wird immer wieder Neues entdecken.

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    Die Bilder sind groß genug, damit auch wirklich Zweijährige alles gut erkennen können. Und als zusätzliche Aufgabe gilt es immer den Teddy von Pia zu finden. Er ist nicht immer leicht zu finden und es gibt wieder eine neue Geschichte, zu überlegen, was er da wieder macht.

    Zuerst wird man sicher dem Kind alles zeigen, später kann das Kind uns das Buch erklären und immer wieder neue Ideen zu den Bildern entwickeln. Ein Buch, das uns lange begleiten wird.

    Dagmar Mägdefrau

  • Tschiep

    Tschiep

    Martin Baltscheit

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Tschiep, der kleine runde Vogel kommt zunächst zu den Fröschen. Doch diese machen nicht Tschiep, wie er, sondern quak. Da macht der Vogel etwas verrücktes und sagt auch „quak“.

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    Und die Vögel antworten mit Tschiep. Da taucht ein Hund auf und sein Wuff wird ebenfalls übernommen, um damit die Katze zu verjagen. Später führt er einem einsilbigen I – ah Esel seine neuen Wörter vor und findet am Ende heim zu seiner Mutter.
    Der kleine Vogel lernt seine Welt und die anderen Tiere mit ihren Sprachen kennen und traut sich da mitzureden.

    Ein schön gemaltes Bilderbuch mit vielen Eindrücken.

    Dagmar Mägdefrau

  • Hör hin! Was ist das? – Wilde Tiere

    Hör hin! Was ist das? – Wilde Tiere

    Hans-Günther Döring

    Arena

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Vor mir liegt ein Bilderbuch mit festen Seiten aus Pappe, wellenförmige Reiter bilden die besprochenen Tiere ab. Zunächst zeigt es uns den Elefanten, weiter geht es mit Affe, Robbe, Papagei und zuletzt der Wolf. Also nicht ganz die Auswahl, die wir kennen. Auf jeder Seite ein Zweizeiler und ein Knopf zum Abspielen der entsprechenden Tierstimme.

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    Die Bilder sind etwas niedlicher als das Original, aber doch richtige Tiere, ohne Kleidung und Vermenschlichung.

    Wenn ich Kindern, die ich nicht kenne, etwas vorlese, ist besonders, wenn die Konzentration noch nicht so groß ist, ein Buch mit Geräuschen eine schöne  Sache. Ich finde, es ist wichtig, die Kinder für Bücher zu interessieren und es macht den Kindern einfach Spaß, wenn noch zusätzlich etwas geschieht. Die Stimmen wirken auf mich sehr real, da hat man natürlich wieder einen schönen Ansatzpunkt, wer kann auch so tröten oder schreien?

    Das Bilderbuch ist sehr gut erstellt und das Vorlesen bringt sicher viel Spaß und ganz nebenbei kann man noch was über die Tiere lernen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Frida Kahlo und ihre Tiere

    Frida Kahlo und ihre Tiere

    Monica Brown

    John Parra

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ein Buch, das mich total begeistert. Wunderschöne großformatige Bilder und ein kindgerechter Text.  Am Anfang des Buches ist Frida noch ganz klein und malt ihre Tiere. Von denen hat sie eine ganze Menagerie. Die Malerin hat sich oft mit ihren Tieren gemalt und auch wenn sie sie wohl als Kind noch nicht hatte, gefällt es mir für das Buch sehr gut, dass die Tiere sie ein Leben lang begleitet haben.

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    Mit sechs Jahren muss Frida lange das Bett hüten, weil sie Kinderlähmung hat. Mit Hilfe ihrer Fantasie erfindet sie eine Freundin, die tanzt und spielt. Sie hat Freunde und Klammeräffchen mit denen sie spielt. Mit 18 Jahren verunglückt Frida in einem Bus. Und wieder hilft ihr ihre Neugierde und ihr Fantasie mit der Situation fertig zu werden. Mit ihrem Adler kann sie schwindelerregende Höhen erreichen und in dieser Zeit fängt Frida an ernsthaft zu malen. Ihr Ehemann Diego Rivera baut eine Kletterpyramide, die heute noch im Casa Azul, dem Haus Fridas zu besichtigen ist.

    Ein Bilderbuch, dass für jedes Alter geeignet ist. Es macht Spaß im Internet nach den Bildern Frida Kahlos zu googlen oder sich den Film über ihr Leben noch einmal anzusehen.

    So ein Buch kann bei den Kindern das Interesse an der Kunst wecken und vielleicht malen die Zuhörenden auch eine Bild von ihrem Tier.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich wünsch mir einen Freund

    Ich wünsch mir einen Freund

    Amy Hest

    Jenni Desmond

    annette betz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Sicher ein Thema, das die Kinder bewegt. Jeder wünscht sich einen Freund und hofft, dass er ihn findet und lange behält.
    Hier leben ein blauer Hase in einem blauen Haus und ein roter Hund in einen roten Haus. Ihre Grundstücke grenzen aneinander, aber die beiden leben ganz für sich. Selbst wenn sie sich begegnen, sagen sie nicht mal „Hallo“ zu einander.

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    Das geht Jahre so, bis beide mal nachts nicht schlafen können, das sehen beide eine Sternschnuppe und danach überlegen beide und kommen zu dem Ergebnis, dass der andere einen Freund braucht. So kommt es, dass die beiden Freunde werden.

    Ich muss sagen, dass mir das Buch mit den kurzen Texten und den netten Bildern zu platt ist. Die Sternschnuppe ist der Auslöser für ihr Nachdenken und ihre entstehende Freundschaft. Das ist mir zu einfach, etwas mehr Hintergrund sollte auch ein Bilderbuch bieten. Allerdings wird den Kindern das Happy End wohl gefallen.

    Dagmar Mägdefrau

  • So riecht der Frühling, Ole Eisbär

    So riecht der Frühling, Ole Eisbär

    Owen Hart

    Sean Julian

    Brunnen

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Der kleine Eisbär Ole lernt an der Seite seiner Mutter seine Welt kennen. Angefangen im Eis über Schwimmen im Meer bis zu den Blumen und Tieren der Steppe. Die Mutter zeigt ihrem Jungen liebevoll alles, was er kennen muss. Als er aber eine kleine Maus alleine durch die Welt streifen sieht, denkt Ole nach und sagt zu seiner Mama „Ich kann mir gar nicht vorstellen, allein auf Abenteuerreise zu gehen. Ich will lieber bei dir bleiben.“

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    Ist das nicht auch eine Frage, die unsere kleinen Zuhörenden bewegt. Aber die Antwort der Eisbärin ist zu schön: „So wie das silberne Licht des Mondes jeden seiner Schritte begleitet, so wird meine Liebe immer bei dir sein – egal wohin du gehst.“ Das ist vielleicht kitschig, aber wer möchte nicht manchmal diese Liebe erklärt bekommen? Es tut einfach richtig gut und es ist ein so tröstlicher Gedanke, immer geliebt zu werden.

    Der Text ist einfach und kurz gehalten, die Bilder sind sehr natürlich und wunderschön gestaltet.  Am Ende liegen die beiden Bären zusammengekuschelt in der Höhle und versichern sich, dass sie sich lieb haben.

    Dagmar Mägdefrau