• Cryptos – Die Graphic Novel      

    Cryptos – Die Graphic Novel      

    Ursula Poznanski

    Christopher Tauber

    Timo Grubing

    Graphix Loewe

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Jana Pasco, eine Weltendesignerin, programmiert für Mastermind verschiedene virtuelle Welten. Als sie in einer dieser Welten einen Mord und einen vermeintlichen Selbstmord miterlebt und anschließend erfährt, dass die Ermordete auch in der realen Welt gestorben ist, wird sie misstrauisch. Sie beginnt zu ermitteln, deckt nach und nach immer mehr Machenschaften auf und gerät dadurch selbst zunehmend in Gefahr.
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    Auf diesen Graphic Novel bin ich durch eine Werbung auf Instagram aufmerksam geworden und war sofort neugierig auf die dystopische Geschichte. Anfangs wusste ich gar nicht, dass der Band auf dem gleichnamigen Roman von Ursula Poznanski basiert.
    Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Besonders begeistert haben mich die unterschiedlichen Zeichenstile, die die verschiedenen virtuellen Welten optisch voneinander abheben. Die Grundidee erinnert zwar stellenweise an die Matrix, entwickelt jedoch ihren ganz eigenen Ansatz. Die Illustrationen sind großartig und perfekt auf die jeweiligen Welten und deren Atmosphäre abgestimmt.
    Dieser Graphic Novel hat auf jeden Fall mein Interesse am Originalroman geweckt – der steht inzwischen auf meiner Leseliste. Ich kann den Band uneingeschränkt empfehlen.

    Katrin Hemmerich
  • Bis der Regen Feuer fängt

    Bis der Regen Feuer fängt

    Stefanie Höfler

    Beltz & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Tonia lebt im Jahr 2065 zusammen mit ihren Eltern und ihrem älteren Bruder Rudi zusammen in einer überwachten Welt. Ein Sensor am Arm und ein Smartphone in der Hand, so sind die Menschen unterwegs. Vitamine werden durch Pillen ersetzt und es ist wichtig, sich anzupassen und dem Normensystem zu entsprechen. Die Ressourcen sind knapp und es regnet kaum noch. 
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    Doch dann verschwindet Rudi nach einem Streit mit den Eltern und Sol taucht in der Klasse auf. Sie hat genau wie Rudi Narben an den Fingern und sie gefällt Tonia. Doch dann, als es anfängt zu regnen, entschließt sich Tonia, ihren Bruder im Wald zu suchen. Rudi ist ein Regenkind, auch wenn wir lange nicht verstehen, was das bedeutet. 
    Die Dystopie ist nicht so düster und vieles fühlt sich noch sehr vertraut an, anderes ist beängstigend, wie die ständige Überwachung durch Kameras und Sensoren. Die festen Regeln, aus denen man nicht ausbrechen darf, weil man dann nicht studieren darf. So sind auch gleichgeschlechtliche Paare genauso verboten wie uneheliche Kinder.
    Tonia schafft es dann, im Wald zu überleben, weil sie vieles von ihrem Bruder gelernt hat, der sich sehr mit der verbliebenen Natur beschäftigt hat.
    Neben der Erzählung, die immer wieder auch in die vergangenen Tage abschweift, gibt es Briefe und Texte, die ich nicht zuordnen konnte, die erst im Nachhinein Sinn ergeben. Fast möchte ich das Buch noch einmal mit dem Wissen, das das Ende mit sich bringt, lesen.
    Manchmal zog sich die Geschichte etwas, zumal ich ja wissen wollte, was hinter den Regenkindern steckt.
    Ein ungewöhnliches, spannendes Buch, das von einer Zukunft berichtet, die wir hoffentlich verhindern können.

    Dagmar Mägdefrau
  • Pankoland

    Pankoland

    Eva Roth

    atlantis

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    Im dystopischen Pankoland gibt es nur Hochhäuser, doch alle Bewohner*innen müssen im Garten Gemüse pflanzen, Blumen sind verboten. Genauso Kaugummi, weswegen sich Clemens darüber immer besonders freut. Außerdem sind die Unterirdischen zu meiden. Fredo und Clemens wohnen seitdem sie denken können mit ihrer Tante Irene zusammen, ihre Eltern sind vor Jahren verschwunden, als sie die Welt draußen sehen wollten. 
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    Clemens erzählt als Ich-Erzähler, wie sich alles beginnt zu ändern, als Fredo ihm heimlich ein Paket gibt, das wohl Herrn Panko, dem Leiter des Pankolands gehört. Geheimnisse kommen ans Licht und der Frieden im Pankoland scheint nicht mehr unzerstörbar. 
    Clemens erzählt äußerst sachlich und beschreibend, was irgendwie zu jemandem passt, der es gewohnt ist, sich an Regeln zu halten und deswegen genau zu beobachten. Allerdings fiel es mir dadurch manchmal schwer, dranzubleiben. Das Präteritum, was an sich eine angemessene Erzählform ist, nimmt bei dem Ich-Erzähler irgendwie die Spannung raus, da man so ahnt, dass für ihn ja alles irgendwie gut ausgeht, aber das ist meine persönliche Sicht. Die Idee des Pankoland ist kommunistisch und gut durchdacht dargestellt. Gleichwohl ist die Gesellschaftskritik wenig subtil, es fallen Sätze wie “Schrecklich, wenn alles so vorgegeben ist.” Ganz warm wurde ich mit der Geschichte nicht, was nicht heißt, dass der dystopische Gedanke nicht durchaus interessant war!

    Raphaela Brosseron
  • Stolen Crown – Magie des dunklen Zwillings

    Stolen Crown – Magie des dunklen Zwillings

    Valentina Fast

    one

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Valentina Fasts Buch entführt uns auf 624 Seiten in eine vielschichtige und fesselnde Welt, die nach dem fiktiven vierten Weltkrieg von einer Atombombe verwüstet wurde.
    Eine Atombombe zerstörte die Welt, wie wir sie kennen, einige Menschen konnten sich in Bunkern verstecken und überleben, andere wurden durch die Radioaktivität zu Fabelwesen, zu Faes. Die Faes spalten sich in Tag-Faes, Wesen voller Licht und positiver Energie, und Nacht-Faes, die in Dunkelheit gehüllt, als gefährlich gelten.

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    Avi und Ana sind Zwillinge, was nicht sein darf, da einer automatisch ein Nacht-Fae ist. Deswegen müssen sie sich ein Leben teilen, als Aviana. Doch als Ana erkrankt, setzt Avi alles daran, sie zu retten, und kreuzt dabei den Weg von Ren, einem Soldaten von Fürst Nevan, der Avi in den Kampf für eine gerechtere Welt einweiht, in der Nacht- und Tag-Faes gleichberechtigt sind.
    Valentina Fast bietet eine komplexe Mischung aus Dystopie und Fantasy, die durch den Kontext des vierten Weltkriegs plausibel und faszinierend wirkt. Die Erzählung ist nicht auf einen einzigen Spannungsbogen beschränkt, sondern entfaltet sich in einer Reihe kleinerer, die die Geschichte authentisch und vielschichtig machen. Die "Sinnesspiele", obwohl sie an "Die Tribute von Panem" erinnern, vor allem mit dem überdrehten Spielleiter Spencer, tragen eine eigene Note und lassen Menschen und Dunkel-Faes gegeneinander antreten. Die Spiele gehen in dem vielen Geschehen fast ein wenig unter, aber vielleicht wäre durch einen stärkeren Fokus dort die Parallele zu den Tributen von Panem tatsächlich zu groß geworden. 
    Avi als Hauptfigur hat viele Probleme und als Zwilling, der immer im Schatten stand und ihre wahren Kräfte nicht zeigen durfte, einige Komplexe. Zwischendurch schien es so, als fände sie jeden Mann, der ihr begegnet unendlich attraktiv, jeder löst “Hitze” in ihr aus,  eine Beschreibung, die man häufig in Romance-Büchern findet und man hat den Eindruck, sie ist da sehr willkürlich. Erst später wird klar, dass es nun mal auch mit ihrem versteckten Leben zusammenhängt, in dem sie keinen Umgang mit Männern pflegte, die tatsächlich an ihr als individuelle Person interessiert waren, daher finde ich, dass sogar das irgendwann ein logischer Teil der Geschichte ist.
    Insgesamt muss man sich auf viele verschiedene Ereignisse einlassen, mehr wie eine Serie mit verschiedenen Folgen, statt ein kontinuierlicher Film, erstreckt sich die Geschichte auf über 600 Seiten. Jedoch kann man der Geschichte gut folgen und es bleibt stets spannend. Dabei ist nicht nur Liebe Schlüssel zum Glück, sondern auch das Finden des Selbst als Dunkel-Fae, Freundschaft und Geschwisterliebe.
    
    Raphaela Brosseron