• Gespensterjäger – Auf eisiger Spur – Band 1           

    Gespensterjäger – Auf eisiger Spur – Band 1           

    Cornelia Funke

    Simona Ceccarelli

    Graphix Loewe

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Der neunjährige Tom soll eine Flasche Saft aus dem „gruseligen“ Keller holen. Er hasst den Keller, weil er ihn unheimlich findet.
    Plötzlich steht ein schleimiges Gespenst vor ihm und erschreckt ihn! Niemand glaubt Tom seine Geschichte – außer seiner Oma. Sie schickt ihn zu ihrer besten Freundin Hedwig Kümmelsaft, einer erfahrenen Gespensterjägerin.
    mehr oder weniger lesen
    Als Tom mit ihrer Hilfe das Gespenst vertreiben möchte, erfährt er, dass Hugo, das Gespenst, selbst aus seinem Zuhause von einem größeren Gespenst vertrieben wurde. Ob die beiden es gemeinsam schaffen, Hugos Zuhause zurückzuerobern?
    Erst letztes Jahr habe ich mit meinem Sohn die Reihe von Cornelia Funke gelesen, und wir hatten dabei jede Menge Spaß. Umso mehr hat es uns gefreut, dass die Geschichte nun als Graphic-Novel-Reihe erscheint. (Hoffentlich alle Bände)
    Die Umsetzung ist hervorragend gelungen – es fehlt kein wichtiges Detail der Originalgeschichte. Die Illustrationen sind wunderschön und greifen viele bekannte Szenen und liebevolle Kleinigkeiten auf.
    Für einen Achtjährigen kann der Akzent des Gespensts beim Selberlesen zunächst etwas ungewohnt sein. Nach einer kurzen Eingewöhnung klappt das jedoch problemlos. Mein Sohn hat das Buch an einem Abend regelrecht verschlungen. Wir freuen uns schon sehr auf die nächsten Bände!

    Katrin Hemmerich
  • Hiro und der Drache – Die magische Rikscha – Band 1

    Hiro und der Drache – Die magische Rikscha – Band 1

    Jasmin Schaudinn

    Julia Christians

    Fischer Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Auf dem Cover ist der neunjährige Hiro zusehen, er fährt die Rikscha, die der junge Drache Fuju gebaut hat. Der Stil der Illustration erinnert an japanische Kunst, die Wellen im Hintergrund sogar an Hokusai. 
    Nach der Vorstellung der Protagonist*innen, steigen wir in die Geschichte ein. Hiros älterer Bruder ist aufgebrochen, um das Glück zu suchen, er fehlt dem Jungen und seiner alten Oma sehr.
    mehr oder weniger lesen
    Im Wald trainiert Hiro japanische Kampfkunst mit seinem unsichtbaren Bruder, als er ein Geräusch hört. Dann taucht ein Drache auf, der ihn bitte mit ihm die Rikscha aus der Höhle zu holen, denn er will damit ins Tal der flüsternden Winde fliegen. Er lädt Hiro ein ihn zu begleiten und dabei nach seinem Bruder zu suchen. Nach einer Bruchlandung in der Wüste geht es in einem Fluss weiter, denn die magische Rikscha kann auch schwimmen. 
    Neben der spannenden Geschichte, in der immer neue spannende Wesen auftauchen, gibt es eine Menge Aufgaben zu erfüllen. Wir lernen Schlangenzunge mit der Hand darzustellen, finden Dinge auf Bildern und machen mit beim Abenteuertalenttest. Unten auf der Seite ist ein Streifen ähnlich wie beim eBook zu sehen an dem wir unseren Lesefortschritt erkennen.
    Viele Bilder, kleine Comics und die große Spannung, damit lässt sich dieses Buch schnell lesen. Aber vorne im Buch gibt es einen QR-Code mit dem kann man sich das Buch auch vorlesen lassen und dabei den Text mitlesen.
    Für mich ein sehr überzeugendes Erstlesebuch, wenn es mit so viel Maggie und Abenteuer nicht klappt, dann habe ich auch keine Idee mehr.

    Dagmar Mägdefrau
  • Robin The Hood – Wie klaut man ein Gehirn? – Band 2

    Robin The Hood – Wie klaut man ein Gehirn? – Band 2

    Rüdiger Bertram

    Horst Hellmeier

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Robin wird mitten in der Nacht von Mary geweckt: Etwas Merkwürdiges ist passiert. Loretta und der General sind spurlos verschwunden und niemand weiß, wohin. Schon stecken die beiden mitten in ihrem nächsten Abenteuer. Ein Erpresserschreiben taucht auf und plötzlich dreht sich alles um das Gehirn von Einstein, das sie aus einem Tresor in Princeton stehlen sollen. Doch werden Robin und Mary den waghalsigen Plan umsetzen können? Und wer steckt hinter der Entführung von Loretta und dem General?
    mehr oder weniger lesen
    Wie schon den ersten Band haben wir auch dieses Buch regelrecht verschlungen und uns beim Vorlesen abgewechselt. Mein Sohn war genauso begeistert wie von Band 1. Besonders gut gefällt mir, dass sich die Geschichten unabhängig voneinander lesen lassen. Alle wichtigen Besonderheiten aus dem ersten Band werden noch einmal kurz erklärt, sodass man der Handlung problemlos folgen kann, auch wenn man „Wie klaut man eine Stadt?“ nicht gelesen hat.
    Die kurzen Comicstrips lockern die Geschichte immer wieder auf und sind erneut herrlich witzig geschrieben und gezeichnet. Insgesamt ist die Reihe absolut empfehlenswert, und wir hoffen sehr, dass noch viele weitere Bände erscheinen.

    Katrin Hemmerich
  • Cryptos – Die Graphic Novel      

    Cryptos – Die Graphic Novel      

    Ursula Poznanski

    Christopher Tauber

    Timo Grubing

    Graphix Loewe

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Jana Pasco, eine Weltendesignerin, programmiert für Mastermind verschiedene virtuelle Welten. Als sie in einer dieser Welten einen Mord und einen vermeintlichen Selbstmord miterlebt und anschließend erfährt, dass die Ermordete auch in der realen Welt gestorben ist, wird sie misstrauisch. Sie beginnt zu ermitteln, deckt nach und nach immer mehr Machenschaften auf und gerät dadurch selbst zunehmend in Gefahr.
    mehr oder weniger lesen
    Auf diesen Graphic Novel bin ich durch eine Werbung auf Instagram aufmerksam geworden und war sofort neugierig auf die dystopische Geschichte. Anfangs wusste ich gar nicht, dass der Band auf dem gleichnamigen Roman von Ursula Poznanski basiert.
    Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Besonders begeistert haben mich die unterschiedlichen Zeichenstile, die die verschiedenen virtuellen Welten optisch voneinander abheben. Die Grundidee erinnert zwar stellenweise an die Matrix, entwickelt jedoch ihren ganz eigenen Ansatz. Die Illustrationen sind großartig und perfekt auf die jeweiligen Welten und deren Atmosphäre abgestimmt.
    Dieser Graphic Novel hat auf jeden Fall mein Interesse am Originalroman geweckt – der steht inzwischen auf meiner Leseliste. Ich kann den Band uneingeschränkt empfehlen.

    Katrin Hemmerich
  • Conni und die Nacht in der Schule – Band 9

    Conni und die Nacht in der Schule – Band 9

    Julia Boehme

    Herdis Albrecht

    Carlsen – Einfach lesen lernen

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Für die Erstleser geht nun auch Conni in die Schule. Zunächst lernen wir einige Mitschüler*innen und die Erwachsenen kennen, die in der Nacht ebenfalls in der Schule dabei sind. Denn Frau Reisig, die Klassenlehrerin, schlägt den Kindern vor, eine Nacht in der Schule zu schlafen. Conni überlegt, was sie alles mitnimmt, und packt ihre Tasche. 
    mehr oder weniger lesen
    Am Nachmittag geht es zuerst in die Bücherei- Hier lösen die Kinder eine Aufgabe und finden das gesuchte Buch. (Natürlich können wir die Aufgabe ebenfalls lösen.) Dann gehen alle zum Spielen auf den Schulhof und später wird gemeinsam eine Pizza belegt. Doch zwei Jungen spielen den anderen einen Streich. 
    Auch dieses Buch bleibt dem Muster der Conni-Geschichten treu. Es gibt Kinder, die sich danebenbenehmen, die aber im weiteren Verlauf selbst schwach sind und dann von der Gemeinschaft aufgenommen werden. Aber es fehlt auch nicht an Spannung und am Ende sind alle gute Freunde. Meine Enkelin liebt Conni genau aus diesem Grund.
    Das Buch ist mit vielen vertrauten Bildern ausgestattet und neben den Großbuchstaben gibt es noch viel Comic-Sprechblasen. Das wird die kleinen Leserinnen sicher schnell zum Selber-Lesen animieren.

    Dagmar Mägdefrau
  • OMG! – Meine (unfreiwilligen) Ferien im Kloster

    OMG! – Meine (unfreiwilligen) Ferien im Kloster

    Cally Stronk

    Olivia Vieweg

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    Amys Mutter ist eine sehr beschäftigte Managerin und deshalb bucht sie für sich, Amy und die kleine Schwester Fritzi eine Wellness-Auszeit in einem Kloster. Während Amys Freundinnen Post von exotischen Orten schicken, traut sie sich nicht, Selfies zu machen, denn man würde sehen, dass sie in einem langweiligen Kloster mit lahmen Holzmöbeln in einem kargen Zimmer gelandet ist. 
    mehr oder weniger lesen
    Zwei nervige Jungs ärgern nicht nur die anderen Kinder, sondern auch die sehr freundlichen Nonnen, die immer etwas Positives sagen. Auch das Essen ist zunächst gewöhnungsbedürftig für die Pizza-Esserin Amy. Aber dann sind die Freizeitangebote doch ganz interessant. Aber trotzdem sucht Amy eine Möglichkeit, diesen Urlaub vorzeitig zu beenden. Hilft da vielleicht schlechtes Benehmen, um rausgeschmissen zu werden? 
    Auf dem Cover sehen wir Amy und ihr Entsetzen, weil sie ihre Ferien in einem Kloster verbringen muss. Im Buch gibt es viele Illustrationen, die so viel Witz haben, genauso wie der humorvolle Text, der so viele ungewöhnliche Ideen beinhaltet, was man mit biblischen oder religiösen Begriffen alles anstellen kann. So wird im Kiosk der „Prayboy“ angeboten und gemeinsam wird „Mönchopoly“ gespielt.
    Ein Comic , bei dem ich laut lachen musste und der mit Amy eine sympathische, fast dreizehnjähriges Erzählerin hat, die trotz der langweiligen Location viele spannende Dinge erlebt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Bo im Klo

    Bo im Klo

    Rüdiger Bertram

    Franziska Höllbacher

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Bo zieht sich, um Ruhe vor der Familie zu haben und um seine Comics zu lesen, auf Klo zurück. Nur leider gibt es im Abwasserkanal einen Kraken, der auch gerne Comics liest und so streckt er einen seiner Arme aus, um Bo mitsamt seinem Comic durch das Abwasserrohr nach unten zu ziehen. 
    mehr oder weniger lesen
    So landet Bo stinkend und mit aufgeweichtem Comic bei dem grünen Kraken. Der sich sofort ans Lesen macht. Aber schon hinter der nächste Ecke warten zwei weinende traurige Krokodile auf Bo. Ihr Problem ist es, dass sie zu nett sind. Aber Bo gibt ihnen einen guten Rat. Die Maus oder Ratte fordert ihn auf, die Hände zu heben, denn sie bedroht Bo mit einem Zahnstocher. So möchte sie von ihm einen Comic erbeuten, doch den hat ja der Krake. 
    Da ist Rüdiger Bertam mal wieder eine total witzige und verrückte Geschichte gelungen. Eine zum laut Lachen beim Lesen. Ich horche jetzt immer erst, ob Geräusche aus dem Klo zu hören sind, bevor ich mich setze, denn einen Krakenarm möchte ich nicht am Po spüren. Dieser Erstlesercomic ist leicht zu lesen, denn die Schrift ist groß und die Bilder dazu anzuschauen, ist ebenfalls ein großer Spaß. Ich kann dieses irrwitzige Buch nur empfehlen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Stella – Superpower: Brüder verjagen

    Stella – Superpower: Brüder verjagen

    Oda Valle

    Aus dem Norwegischen von Stefan Pluschkat

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 9 Jahre

    Ein witziger Comic voller verrückter Ideen, zwei Freundinnen und einem neuen Bruder und natürlich Meerschweinchen. Zunächst stellt sich Stella mit einem Steckbrief vor. Hinter dem Punkt „Bestie“ steht Hedda, das ist Stellas beste Freundin und die kann schon sehr rücksichtlos in ihren Einfällen sein. 
    mehr oder weniger lesen
    Und um genau diese Einfälle geht es, als Stella ihr davon berichtet, dass Tor, der Freund ihrer Mutter, mit seinem Sohn Bo bei ihnen einziehen wird. Nun wird sie noch häufiger Zeuge der Küsse der beiden werden müssen und dann wird auch noch der neue „Bruder“ in ihre Klasse gehen. So kommt Stella auf die Idee, Bo blaue Farbe in sein Shampoo zu mischen und deshalb taucht der Junge am ersten Schultag mit blauen Haaren in der Klasse auf. Leider geht Stellas Plan nach hinten los, alle finden den neuen Mitschüler cool und er steht sofort im Mittelpunkt, sogar Hedda setzt sich zu ihm.
    Stellas größter Wunsch ist es, ein Meerschweinchen zu besitzen, doch bislang hat ihre Mutter ihr keines erlaubt. So handelt die Geschichte natürlich auch von den Meerschweinchen, die die Kinder am Ende zusammenbringen. Stellas Gefühle kommen in den Zeichnungen sehr gut heraus, gelungen fand ich auch, wie sie sich durch das Tragen der Hoodiekapuze abschirmt.
    Die Bilder sind oft nah an den Gesichtern, so dass manchmal nicht alles in den Rahmen passt, was ebenfalls sehr effektvoll ist. Der Inhalt der Geschichte wurde schon oft erzählt, hier gibt es einige witzige Einfälle und unerwartete Wendungen.

    Dagmar Mägdefrau


  • Noch mehr Spaß mit Bobo Siebenschläfer – Band 5     

    Noch mehr Spaß mit Bobo Siebenschläfer – Band 5     

    Markus Osterwalder

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Die kleinen Bildgeschichten, die fast wie ein Comic aufgebaut sind, lassen sich hervorragend schon kleinen Kindern vorlesen. Sie identifizieren sich mit dem kleinen Siebenschläfer, der immer zum Ende der Geschichte eingeschlafen ist. 
    Die erste und vierte Geschichte beginnt mit einem Paketboten, der bei Mama ein Paket abgibt. Zunächst wird Bobo selbst zum Paketboten und bringt seiner Mama bunte Kartons.
    mehr oder weniger lesen
    Die zweite Lieferung ist in einem sehr großen Karton gekommen und Bobo spielt zusammen mit seinem Affen Trixie mit dem Karton. Er geht mit Freunden auf den Wasserspielplatz und in den Wald, Blaubeeren pflücken. Mit Mama und Papa auf eine Blumenwiese und mit den Freunden reist Bobo nach Mexiko. Zum Schluss vergräbt Bobo einen Piratenschatz, den sein großer Cousin Lukas finden muss.
    Mit dem Paketboten sind die Geschichten schon sehr aktuell, Mama nutzt auch ein Smartphone zum Fotografieren. Allerdings trägt sie wieder ihr langes rotes Kleid.
    Die kleinen Erzählungen zeigen, dass Bobo mit seiner Fantasie tolle Spiele entwickeln kann und eine Menge Spaß mit alltäglichen Sachen haben kann.

    Dagmar Mägdefrau
  • Die Odysee

    Die Odysee

    Nicolás Schuff

    Mariana Ruiz

    Aus dem argentinischen Spanisch von Kim Laura Franzke

    Insel

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    In diesem Buch wird die berühmte Geschichte der Odyssee des Dichters Homer in einer modernen Fassung neu erzählt. Das Epos ist fast 3000 Jahre alt und stammt aus dem antiken Griechenland. Im Mittelpunkt steht Odysseus, der König von Ithaka, der nach dem Sieg im Krieg von Troja über das Meer zu seiner Frau und seinem Sohn zurückkehren möchte.
    mehr oder weniger lesen
    Doch seine Heimreise gestaltet sich lang und beschwerlich: Zahlreiche Prüfungen, auferlegt von den Göttern und ihren Nachkommen, stellen ihn immer wieder auf die Probe. Trotz aller Hindernisse übersteht Odysseus seine Irrfahrten – getragen von der Sehnsucht nach seiner Heimat und seinen Liebsten.
    Viele kennen die Geschichte zumindest in Auszügen. Auch ich bin in meiner Jugend immer wieder mit der griechischen Mythologie in Berührung gekommen, habe die Odyssee jedoch nie vollständig gelesen. Umso schöner war es, diese faszinierende Erzählung nun in moderner Sprache neu zu entdecken. Die lebendige und zugängliche Darstellung macht deutlich, wie fantasievoll und zeitlos diese Geschichte ist. Gerade jüngeren Leserinnen und Lesern wird so ein leichter Zugang zu diesem klassischen Werk ermöglicht.
    Auch die Illustrationen sind sehr gelungen und unterstützen das Eintauchen in die Welt der griechischen Mythologie auf eindrucksvolle Weise. Für alle, die sich für diese alten Geschichten interessieren, ist dieses Buch definitiv eine Empfehlung wert.

    Katrin Hemmerich
  • Mira #sommerhaus #geister #livasgeheimnis

    Mira #sommerhaus #geister #livasgeheimnis

    Sabine Lemire

    Rasmus Bregnhøi

    Aus dem Dänischen von Franziska Gehm

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Comicartig wird der Sommer von Mira erzählt, sie berichtet uns ganz genau, was geschah. Aber vielleicht erzählt sie das auch nur ihrem Tagebuch?
    Noch vor den Ferien erfährt Mira zufällig, dass ihre beste Freundin Liva, mit der sie auch auf dem Cover zu sehen ist und die gleich nebenan auf dem Hausboot wohnt, gemobbt wird.
    mehr oder weniger lesen
    Da Liva auf eine andere Schule geht, kann Mira ihr dort nicht beistehen und ihre Mutter bemüht sich, dass Liva in Miras Klasse kommt, was ihr im nächsten Schuljahr auch gelingt. Zu Anfang des Buches werden einige Protagonisten vorgestellt und so erfahren wir, dass Miras Eltern getrennt sind und ihr Vater eine neue Frau hat. Deshalb hat Mira zwei Halbgeschwister. Mit dieser Familie reist sie in der zweiten Ferienhälfte nach Salinen. Aber zunächst geht es mit Mama und ihrem sehr sympathischen Freund in dessen Ferienhaus. Hier darf Mira sogar eine Übernachtungsparty feiern. 
    Mira hat schon ein ungewöhnliches Leben, sie lebt auf einen Hausboot und hat zwei nette Elternteile und viele Freund*innen. Besonders gut versteht sie sich mit Liva, die sie nach Kräften unterstützt. Insofern ist Mira eine tolle Freundin. Viele Themen werden in diesem Buch angeschnitten, so gibt es eine Geisterbeschwörung, die nur dem Gruseln dient. Mira findet, dass die Menschen am Strand sich nicht nackt zeigen sollten. Ein wichtiges Thema ist natürlich, dass ihre Freundin wegen ihrer Hautfarbe und ihres Aussehens gemobbt wird. Hier ist die Lösung ein Schulwechsel mit der Bemerkung, dass die Lehrer in der alten Schule das nicht so ernst nahmen. Ich hätte mir eine andere Lösung gewünscht.

    Dagmar Mägdefrau
  • Ivy und Bärlock Holmes – Fall 1: Die rätselhafte Blume

    Ivy und Bärlock Holmes – Fall 1: Die rätselhafte Blume

    Kristyna Litten

    Übersetzt von Eva Rojas

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Wieder einmal orientiert sich eine Autorin an Sherlock Holmes und so heißt der pensionierte Detektiv diesmal Bärlock, weil er ein Bär ist. An seiner Seite ermittelt seine Enkelin Ivy. Diesmal geht es um ein ganz besonderes Ereignis - eine Agave blüht und das tut die Pflanze nur einmal in 100 Jahren. 
    mehr oder weniger lesen
    Natürlich wollen sich die zwei sich das anschauen, doch es stellt sich heraus, dass jemand die wertvolle Blüte gestohlen hat. Da aus ihr ein besonders wertvoller Honig hergestellt werden kann, führt sie ihr erster Weg zur Imkerei Hummel und den Honigladen Dachs. Dort entdecken Bärlock und Ivy eine heiße Spur.
    Im Laufe der Geschichte erfahren wir einiges über die Gewinnung und Herstellung von Honig. Zusätzlich gibt es nach jedem Kapitel ein Rätsel, die meisten Rätsel sind sehr leicht zu lösen. Es gibt reichlich Illustrationen und Sprechblasen, die das Lesen vereinfachen. Die Zeichnungen sind etwas steif, was für mich sehr englisch wirkt. Ein spannender und informativer Beginn einer Reihe.

    Dagmar Mägdefrau
  • Smilla und die Superhirne – Krawumms in der Schule     

    Smilla und die Superhirne – Krawumms in der Schule     

    Plavia Fox

    Maleek

    Planet!

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    An der Marie-Curie-Schule findet ein Tüfteltalente-Wettbewerb statt. Smilla möchte gemeinsam mit ihren Freunden den Tüftelpokal gewinnen. Dabei entsteht ein witziges Erfinderduell, bei dem die Smarten gegen die Genies antreten. 
    mehr oder weniger lesen
    Die erfundenen Maschinen sorgen für jede Menge Chaos und verändern alles – sogar die Lieblingslehrerin. Ob sie es schaffen, alles wieder rückgängig zu machen und am Ende den Tüfteltalente-Wettbewerb zu gewinnen?
    Schon das Cover verspricht eine herrlich chaotische Geschichte. Ich habe den Comic zusammen mit meinem achtjährigen Sohn gelesen. Die Geschichte ist lustig, turbulent und macht großen Spaß. Besonders schön ist, dass man den Comic sowohl lesen als auch einfach die Bilder und Comic-Strips ohne Text anschauen kann. Wir mussten immer wieder lachen und hatten beim Lesen richtig viel Freude.
    Gerade weil der Comic wenig Text enthält, eignet er sich hervorragend für „lesefaule“ Kinder. Aber auch Kinder, die gerne lesen, werden viel Spaß daran haben.

    Katrin Hemmerich


  • Lightfall – Das verlorene Licht – Band 1     

    Lightfall – Das verlorene Licht – Band 1     

    Tim Probert

    Julia Gehring

    Planet!

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Bea lebt mit dem Zauber-Eber, der ihr Ziehgroßvater ist, auf dem Planeten Ipra zusammen. Eines Tages verschwindet er und hinterlässt eine Nachricht, die mehr Rätsel aufgibt, als sie erklärt. Bea beschließt, ihn zusammen mit Cad, einem Galdurier, zu suchen.

    mehr oder weniger lesen
    Sie begeben sich auf eine abenteuerliche Reise, um den Großvater zu finden.
    Der Comic zieht einen direkt in die Geschichte hinein. Die Zeichnungen im Zusammenspiel mit dem Text lassen einen tief in die Welt von Ipra eintauchen. Insgesamt sind die Illustrationen sehr schön, und man entdeckt auch beim zweiten Durchschauen immer wieder neue Details.
    Zu Beginn haben mich die Zwischensequenzen irritiert, aber im Nachhinein haben sie Sinn ergeben. Dass man nach dem offenen Ende jetzt noch so lange warten muss … aaaah! Aber ich bin gespannt auf den zweiten Teil der Geschichte und freue mich sehr darauf. Es bleibt spannend!

    Katrin Hemmerich
  • Nordische Mythen – Von Göttern, Wikingern und Ragnarök

    Nordische Mythen – Von Göttern, Wikingern und Ragnarök

    Stephen Davies

    Seaerra Miller

    Aus dem Englischen von Gundula Müller-Walkraf

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre


    Schon auf dem Cover kann man die Comiczeichnungen der Wikinger und ihrer Götter und Göttinnen sehen. Da habt ihr direkt eine Vorstellung, wie witzig das Buch gestaltet ist.
    mehr oder weniger lesen
    Auch das Inhaltsverzeichnis ist ungewöhnlich und wir beginnen mit der Frage „Wer waren die Wikinger?“ Die Antwort lesen wir in kleinen Textteilen, die das Bild beschreiben. So erfahren wri, dass durchaus auch Frauen auf Raubfahrt gingen. „Die Schöpfungsgeschichte“ wird uns in einem Comic erklärt. Sehr appetitlich hört es sich nicht an, dass aus dem Schweiß des Riesen Yimir alles Leben entstand. Im nächsten Teil lernen wir nicht immer sehr sympathische Gottheiten kennen. Im folgenden Comic gehen die Götter Odin, Hönir und Loki über den Bifröst in die Welt der Menschen. 
    Neben den kleinen Texten gibt es auch witzige Sprechblasen, so fordert uns Idun, die in der Geschichte geraubt wird, weil sie Äpfel erntet, die jung erhalten, immer wieder auf, ihre Geschichte zu „Liken und Teilen!“
    Da es neben den Sachinformationen noch kleine Comics mit den Geschichten der Götter gibt, ist das Buch sehr unterhaltsam. Ich bin nicht sehr bewandert in der nordischen Mythologie und finde, dass dieses Buch sehr gut lesbar ist und ich einiges daraus ohne Anstrengung gelernt habe.

    Dagmar Mägdefrau

  • Nur noch ein bisschen mehr     

    Nur noch ein bisschen mehr     

    Jenna Jordahl

    Übersetzerin Leonie Teckenburg

    Atrium Pics

    Leseempfehlung ab 10 Jahre

    Schon das Cover dieser Graphic Novel zeigt, um welches Thema es sich handelt. Denn dort ist Janne mit ihrem riesigen schwarzen Schatten zu sehen. Sie sitz abseits, während die andern Kinder Gummitwist springen. 
    mehr oder weniger lesen
    Das erste große Bild zeigt Janne im Bikini am Strand, alle anderen sind schlank, nur sie hat einige Pfunde mehr, als der Body-Mass-Index für sie vorsieht. Dann wird noch darauf hingewiesen, dass alle in der Familie schlank sind und das da wohl ein „Briefträger“ der Grund sei, dass Janne anders aussieht. Was für ein grauenvoller „Spaß“. Janne kämpft mit den Problemen, die dicke Frauen so haben, wie z.B. aufgescheuerte Innenseiten der Oberschenkel. So wird Janne in der Schule gemobbt und als ihre beste Freundin sich auch noch einem anderen, beliebteren Mädchen zuwendet, tröstet sich Janne, in dem sie heimlich Puddingschnecken isst. Ihre Eltern möchten, dass sie weniger isst und sich mehr bewegt. Zur Unterstützung bieten sie ihrer Tochter Geld an. Da auch Janne ihre fülligere Figur wahrnimmt und sie ein großer dunkler Schatten (eine verständliche Umsetzung ihrer Gefühle) begleitet, hört sie nach einer schlimmen Situation in der Schule auf, zu essen. Zunächst freuen sich ihre Eltern über die purzelnden Pfunde, doch dann sorgen sie sich um ihre Tochter.
    Wie Janne immer mehr in die Magersucht abgleitet, ist sehr schön beschrieben und wird durch die Bilder sehr gut veranschaulicht. Auch, dass ihr die neue Figur keinen besseren Stand in der Schule bietet, entspricht sicher der Erfahrung vieler. Janne kann sich nicht vorstellen, dass ein beliebter Mitschüler sich mit ihr zum Spielen treffen möchte, weil sie bisher immer nur Enttäuschungen erlebt hat. Als dann die Eltern begreifen, dass Janne magersüchtig ist, sprechen sie liebevoll mit ihr und dieses Gespräch hat zur Folge, dass Janne wieder isst. Das halte ich für ziemlich unwahrscheinlich, denn wenn das so einfach wäre, kämen keine magersüchtigen Kinder zu Tode. So gibt es ein Happy End und einen hoffnungsvollen Neustart in der weiterführenden Schule.

    Dagmar Mägdefrau

  • Cat People – Eine Lovestory 

    Cat People – Eine Lovestory 

    Lea Melcher

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Die beiden Starkatzen Sprecki und Möhrchen stehen im Mittelpunkt dieser charmanten Geschichte. Sie führen letztlich die “Catpeople” und damit ihre Lovestory zusammen und werden dementsprechend intensiv und niedlich vorgestellt. 
    mehr oder weniger lesen

    Mia übernimmt in der Silvesternacht den Job als Katzensitterin für die beiden Stubentiger. Doch plötzlich taucht Alfie auf, ein junger Mann, der behauptet, ebenfalls engagiert worden zu sein. Angeblich ist er der Neffe der Katzenbesitzerin.
    Nach einem kurzen Konkurrenzdenken arrangieren sich Mia und Alfie mit der Situation und lernen sich dabei immer besser kennen. Alfie wirkt geheimnisvoll, telefoniert häufig und bleibt oft vage. Mia hingegen ist noch etwas angeschlagen vom Liebeskummer über ihren Ex-Freund.Man könnte meinen, vier Augen sehen beim Katzensitten mehr – aber nicht, wenn sie nur noch Augen füreinander haben. Zwischen Mia und Alfie beginnt es schnell zu knistern. Doch über allem schwebt ein kleines, ungelüftetes Geheimnis.Die großformatigen, liebevoll gezeichneten Illustrationen setzen die Geschichte wunderbar in Szene. Sie erinnern an eine Folge einer modernen Teenager-Serie und fangen die Stimmung perfekt ein.Eine ganz besondere Silvesternacht für Mia, die eigentlich gar nicht feiern wollte – und das nur wegen zwei sehr besonderen Katzen!

    Raphaela Brosseron

    Eine Graphic Novel mit einem Paar auf dem Cover, das sich verliebt in die Augen schaut. Cat People bedeutet in diesem Fall Katzensitter. Denn die rote Katze Möhrchen und die graue Katze Specki sind am Silvesterabend allein zu Hause und deshalb kommt eine junge Frau zu ihnen. Man sieht sofort, dass die Katzen sie kennen und mögen, denn beide sind schnurrend auf ihrem Arm zu sehen. Die drei machen es sich gemütlich, als jemand an der Tür zu hören ist. Wehrhaft schlägt die junge Frau mit der Pfanne zu und trifft einen jungen Mann am Kopf. Er behauptet, dass seine Tante ihn auch zum Katzensitten bestellt hat. Sehr lustig finde ich, dass die beiden mit einer Challenge klären wollen, wen die Katzen lieber mögen. Da es keine Entscheidung gibt, bleiben beide, Alfie und Mia, und feiern zusammen Silvester. Doch dann steht das Fenster auf und Möhrchen ist nirgends zu finden. So steigen die beiden zusammen aufs Dach und sehen von dort das Feuerwerk.

    Die Bilder sind sehr liebevoll und bis ins Detail genau gezeichnet, besonders die Katzen sind sehr gelungen und lebendig. Mia und Alfie haben niedliche Stupsnäschen und manchmal kommt eine Erinnerung an Heidi in mir hoch. Die Geschichte ist sehr erlebnisreich erzählt, es gibt sowohl spannende als auch romantische Momente. Lediglich mit dem Schluss tue ich mich etwas schwer.

    Dagmar Mägdefrau

  • Muffin und Tört! – Bei den Wikingern

    Muffin und Tört! – Bei den Wikingern

    Adam Stower

    Planet!

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Deutschen Kinderbuchpreises 2025

    Muffin ist ein Kater, der bei einem sehr schlechten Zauberer namens Tatterich lebt. Er mag es, wenn alles schön ordentlich ist und er mit seiner Kuscheldecke, die Gürkchen heißt, in seinem warmen Körbchen liegen kann. Seinen Namen hat Muffin nicht einfach so, nein, er liebt diese kleinen Törtchen, besonders die mit klebrigem Zuckerguss und einer Kirsche. 
    mehr oder weniger lesen
    Als er gerade so ein Muffin essen möchte, verzaubert Tatterich das Gebäck in einen „Tört.“ Ein kleines klebriges lebhaftes Kaninchen, das Abenteuer liebt.
    So gelangen Muffin und Tört durch die magische Katzenklappe zu dem Wikingern. Die suchen einen Trolljäger, weil ihr Freund Eierich verschwunden ist. Man vermutet, dass er von Trollen gefressen wurde. Obwohl Törts Sprachschatz auf seinen Namen begrenzt ist, versteht ihn Muffin sehr gut und wiederholt, was Tört eigentlich gesagt hat. So machen sich die beiden „Trolljäger“ auf und fahren mit dem Langschiff (das wirklich sehr lang ist) hinüber zur Trollinsel.
    Das Buch hat ganz kurze Texte, viele Sprechblasen und ganz viele lustige Bilder. Sehr schön sind auch die Bonusseiten hinten im Buch, hier kann man lernen, wie der Muffin gezeichnet wird und erfährt einiges über seine Familie.
    Ein bisschen verrückt ist die Geschichte auf jeden Fall, aber sehr gut zu lesen, witzig und durchaus spannend. Meine Enkel (4 und 6) haben sich das Buch ganz vorlesen lassen und wollten es am nächsten Tag gleich wieder hören. Sie unterstützen mein Vorlesen mit „Tört“-Rufen, das Wort steht in vielen Sprechblasen und ist gut zu merken.

    Dagmar Mägdefrau