• Wohin geht die Zeit, wenn sei geht?  

    Wohin geht die Zeit, wenn sei geht?  

    Sabine Engel

    Mareike Ammersken

    Fischer Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Stina bleibt eine Woche bei ihre Opa, weil die Eltern verreist sind. Ihre Mutter hat ihr einen Kalender mit kleinen Geschenken für jeden Tag gebastelt, damit ihr die Zeit bei Opa nicht so lang wird. Doch die beiden haben bald ein Projekt, dass sie ganz in Anspruch nimmt, den Stina fragt: „Was ist eigentlich Zeit?“ und was passiert, wenn sie vergeht. Obwohl Opa schon alt ist und viele Bücher gelesen hat, muss er erst nachdenken und damit das seine Ordnung hat, schreiben die beiden erstmal alle Fragen auf.

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    Elf Fragen werden notiert und zunächst besuchen sie den Nachbarn Felix, einen Physiker. Er erzählt vom Urknall und dank der vielen Fragen, die Stina stellt, können wir seine Antworten gut verstehen. Nach dem Auspacken des ersten Päckchens, der eine Samenbombe enthält geht es zu Frau Mertens, die sich mit der Natur, den Tages- und Jahreszeiten auskennt. Zusammen sitzen die drei im Garten und sprechen über die Zeit.

    Bis zum siebten Tag gibt es noch viele Begegnungen, Fragen und Antworten. Da wird philosophiert und wissenschaftlich überlegt. So gibt es am Ende verständliche Antworten auf die Fragen und Stina, die wir als ein sehr kluges Mädchen kennengelernt haben, hat eine spannende Woche mit ihrem Opa, der selbst auch noch einiges lernen könnte, verbracht.

    Neben den sehr schönen gemalten Bildern gibt es auch viele Fotografien, die uns den Text bildlich näherbringen. Mir geht es wie dem Opa, auch ich habe viel neues erfahren und kann dieses MINT-Vorlesebuch mit der schönen Beziehung zwischen Stina und ihrem Großvater und dem interessanten Sachwissen allen neugierigeren Kinder und Erwachsenen empfehlen.

    Dagmar Mägdefrau

  • An Großvaters Hand

    An Großvaters Hand

    Michael Krüger

    Ulrike Möltgen

    Klett Kinderbuchverlag

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Was mir an dem Buch so gut gefiel, war das Cover, auf dem der kleine Junge so vertrauensvoll die Hand seines Großvaters hält. Dazu der herbstliche Baum und die schönen Farben. Der Autor Michael Krüger berichtet von seiner Kindheit, die er in den ersten Lebensjahren bei seinen Großeltern auf dem Bauernhof verbrachte. Er ist ein Kriegskind und seine Eltern wollten ihn nicht im zerstörten Berlin groß werden lassen.

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    „Die Russen“, die im Leben des kleinen Jungen allmächtig und abschreckend waren, haben einen Verwalter für den Hof eingesetzt und die Großeltern müssen sich mit ihrem Enkel auf ein Zimmer mit Plumpsklo beschränken. Natürlich leidet so ein Kind nicht so sehr unter den Umständen, während sein Großvater eine große Traurigkeit ausstrahlt. Er zeigt dem Kind die Natur, mit ihren Pflanzen und Tieren. Michael darf sogar mit vier Jahren draußen übernachten. Wenn es auch keine ganze Nacht war, die er in der Dunkelheit verbracht hat, so schwärmt er noch heute davon. Mit Beginn der Schule zieht er dann zu den großen Geschwistern und den Eltern nach Berlin, hier kommt er auf ungewöhnlichem Wege an eine Schildkröte.

    Gerade wenn man selbst keine Großeltern hat, die von früher erzählen, ist so ein kleiner Erzählband eine feine Sache. Mich haben auch die warmen Illustrationen im Buch erfreut.

    Schade fand ich, dass das Schulkind wohl nicht mehr die Großeltern besucht hat oder er hat es einfach nicht mehr erwähnt.

    Dagmar Mägdefrau