• Sing, Juandalynn, sing

    Sing, Juandalynn, sing

    Juandalynn R. Abernathy

    Text von Philippe Zwick Eby

    Carolina Vázquez

    editions malama representation

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Juandalynn Ralpheda Abernathy ist eine schwarze amerikanische Opernsängerin, von der ich bislang noch nie gehört hatte. In diesem broschierten dünnen Büchlein wird ihre ereignisreiche Kindheit beschrieben und damit die Entwicklung der schwarzen Bewegung um Martin Luther King ab den 1950er Jahren in den USA.
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    Das Cover zeigt Juandalynn wie sie auf der Straße marschiert, hinter ihr Demonstant*innen mit Postern. Das Buch beginnt mit Sachinformationen über die Sklaverei, danach lernen wir Juandalynns Eltern kennen. Juandalynn wächst zunächst in Montgomery auf, wo ihr Vater Pastor einer Baptistenkirche ist. Besonders gut gefällt ihr der Chor, denn sie liebt die Musik. Eines Tages gibt es ein Bombenattentat am Haus der Familie, denn Juandalynns Eltern sind gute Freunde von Martin Luther King, den sie Onkel Martin nennt und mit dessen Tochter Yoki sie gerne spielt. Beide Familien ziehen später nach Atlanta und hier lernt Juandalynn die Sängerin Mahalia Jackson kennen. Sie verspricht dem Mädchen, sie werde mal eine klassische Sängerin. Schon bald darf Juandalynn dann im Chor singen. 
    Neben der Geschichte, die vom Leben der Opernsängerin Juandalynn erzählt, erfahren wir viel von der politischen Situation und der Diskriminierung, die schwarze Menschen erleben müssen. Juandalynn nahm mit ihrer Familie an den verschiedenen Märschen nach Montgomery teil und sie singt noch heute für die Rassismusopfer.
    Zum einen können wir die bebilderte Geschichte lesen und zum andere wichtige Informationen über Menschen und Aktionen in kleinen Feldern am Bildrand bekommen.
    Eine sehr gute Mischung wie ich finde.

    Dagmar Mägdefrau
  • Peter, Paula und der Wolf   

    Peter, Paula und der Wolf   

    Willi Weitzel

    Anna-Kathrin Behl

    Nach Sergei Prokofjew

    Kindermann Verlag

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    „Peter und der Wolf“ von Sergei Prokofjew kennen wir alle in den unterschiedlichsten Ausgaben, die Musik haben wir sofort im Ohr und wir erkennen sie auf Anhieb wieder, auch wenn wir nicht sehr musikalisch sind.
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    Diesmal hat sich Paula noch dazwischen gezwängt und damit bekommt die Geschichte eine ganz neue Wendung. Während Peter vergnügt über die Wiese spaziert, beobachtet ihn seine kleine Schwester Paula und durch sie erfahren wir, dass Peter den Garten nicht hätte verlassen dürfen. Aber er folgt dem Zwitschern des Vogels, der sein Freund ist, und dessen Sprache Peter verstehen und sprechen kann. Doch Paula, die sie belauscht, hört nur das Zwitschern. Paula sieht auch die Ente aus dem offenen Gartentor zum Teich gehen. Als Peter seine Schwester bemerkt, die ihn beobachtet, gefällt ihm das gar nicht. So bemerkt keiner die Katze, die es auf den Vogel abgesehen hat. Doch Peter kann den Vogel in letzten Minute warnen. Als Opa sieht, dass Peter den Garten verlassen hat, schimpft er mit ihm und warnt vor dem Wolf. Doch Peter hat keine Angst vor Wölfen und Paula findet sie süß. Schön ist das Bild von der Oma, die auf der Wiese Frühsport macht. Doch dann taucht ein schwarzer Hinterkopf auf und der Wolf betritt die Bühne. Während sich Vogel und Katze in den Baum retten, versucht die Ente, zurück in den Garten zu watscheln. Wie wir wissen, gelingt es ihr nicht. So ist die nächste Seite ohne Farbe bis auf zwei blaue Federn, die durch die Luft wehen.
    Obwohl eine Jagdgesellschaft auftaucht, wird der Wolf am Ende wieder in die Natur entlassen und Willi hat am Ende des Buches noch einen kleinen Text geschrieben, der erklärt, warum Wölfe geschützt werden sollten.
    Die Illustrationen sind schön gestaltet und zeigen durchaus Humor, das grausige Gefressenwerden der Ente wird dadurch etwas abgemildert, dass sie im Bauch des Wolfes sitzend diese Geschichte quakend erzählt.
    Mir gefällt diese neue Version des alten Märchens sehr gut und ich hoffe, dass sie nicht ein ähnliches Schicksal erfährt wie „Die neue Häschenschule“.
    Mit dem QR-Code können wir uns den Text von Willi Wetzel vorlesen lassen, begleitet von der Musik des Ambassade Orchesters.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Elefantenpups – Direktor Fröhlich und das Zoo-Orchester

    Der Elefantenpups – Direktor Fröhlich und das Zoo-Orchester

    Heidi Leenen

    Martin Bernhard

    Schott

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Schon auf dem Cover machen die Zootiere fröhlich Musik. Wie es dazu kam, davon erzählt dieses musikalische Bilderbuch.
    Zu Beginn sehen wir Direktor Fröhlich mit den Händen auf dem Rücken und sein Lieblingslied pfeifend in den Zoo marschieren.
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    Während die Besucher noch ihre Tickets kaufen, strahlen die Tiere Herrn Fröhlich an und bewegen sich zum Takt der Musik. Doch dann fällt Herr Fröhlich über eine Wurzel und „von diesem Tag an verändert sich das Leben im Zoo.“ Wieso der Zoodirektor stolpert? Das hat etwas mit dem Titel des Buches zu tun. Ja richtig, der Elefant pupst. Ohne Herrn Fröhlich und seine gute Laune langweilen sich die Tiere, die Kinder finden den Zoo doof, weil nichts passiert und Tierpfleger Timo merkt, dass da was fehlt. Nämlich die Musik!!! So geht er zu Herrn Klanghuber ins Musikgeschäft und er kann wirklich helfen. Er schickt dem Zoo eine Menge Instrumente und hilft den Tieren, sie zu erlernen, was rasant schnell geht. So empfängt den genesenen Herrn Fröhlich ein ganzes Tierorchester. 
    Neben den sehr schönen Zeichnungen vom Zoo wird eine schöne Geschichte in kurzen verständlichen Texten erzählt. Dazu erfahren wir einiges über die Instrumente, die die Tiere sich aussuchen. Da macht es Freude zu erfahren, dass „der Löwe sich den Bass schnappt und mit seinen Krallen gekonnt einige Saiten zupft.“
    Das Hörspiel mit der Erzählstimme von Knister und den Melodien des Buches kann man mittels QR-Code herunterladen. Der Swing „Musik tut gut“ ist hinten im Buch mit Text und Noten abgedruckt. Dieses wundervolle Buch wird auch immer wieder als Musical weltweit aufgeführt.

    Dagmar Mägdefrau


  • Weißt du, wie viel Sternlein stehen?   

    Weißt du, wie viel Sternlein stehen?   

    Wilhelm Hey

    Pe Grigo

    Kindermann Verlag

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ich glaube, dieses Lied kennen wir alle, es wurde uns als Kinder vorgesungen und wir haben es selbst als Schlaflied unseren Kindern vorgesungen. Auf dem Cover sind neben den vielen bunten Sternen auch eine Gruppe Kinder zu sehen, die begeistert in den Himmel schauen.

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    Auf den nächsten Seiten sind viele Tiere zu sehen, danach Vögel und dann folgt des Vorwort der Illustratorin Pe Grigo, die sich wünscht, dass der „Begriff Gott als Synonym für das unerklärliche Wunder des Lebens zu verstehen“ sei. So ist dieses alte schöne Lied für uns alle da. 
    Eine Mutter mit ihren zwei Kindern bestaunt den Sternenhimmel, der so bunt und zahlreich auf sie herabscheint. Zwei Kinder und ein Hund liegen auf einer Decke und schauen auf die Wolken, am Horizont geht die Sonne unter. Die Mücklein fliegen über eine Bachlandschaft und dann geht es um die vielen Kinder, einige sehen wir fröhlich spielen. Die letzte Strophe, wo es darum geht, dass Gott dich kennt und liebhat, halten sich die Kinder im Kreis an den Händen und das Kind, dem vorgelesen oder gesungen wird, kann sich mit einem Foto in den Kreis einreihen. Es folgen die Noten und der Text des Liedes und eine Bastelidee mit Sternen.
    Ich meine zu spüren, dass dieses Buch mit viel Liebe zusammengestellt wurde und ich hoffe, dass dieses schöne Lied nicht in Vergessenheit gerät.

    Dagmar Mägdefrau


  • A Poet’s Heart – Broken Artist – Band 1

    A Poet’s Heart – Broken Artist – Band 1

    Rebekka Weiler

    Loewe Intense

    Verlagsempfehlung ab 16 Jahre


    Eine Romance-Geschichte, die unter dem Trope slow burn fällt und wirklich slow und für mich unauthentisch voranschleicht.
    Fenn ist eine extrem wortkarge Figur. Warum das so ist, erfährt man erst spät, aber die Erklärung ist durchaus nachvollziehbar.
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    Äußerlich wirkt er natürlich absolut makellos, und seine Gedanken kreisen angeblich ausschließlich um tiefgründige Themen. Dass er Musiker ist, macht ihn als einsamen Künstler aus, aber fiktive Musik in Büchern überzeugt mich selten. Auch hier fällt es mir schwer, eine Verbindung zu den Songs aufzubauen, da man nur den Text vor sich hat. Seine englischsprachigen Lieder wirken auf mich eher plump, mit Botschaften, die gefühlt alle „Oh, I wanna talk to you, but I can’t“ aussagen. Dass Yva davon so beeindruckt ist, konnte ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen.
    Natürlich braucht eine Liebesgeschichte ein Hindernis, das die Figuren zunächst voneinander trennt. Ich hatte allerdings erwartet, dass Yvas traumatisches Erlebnis vom Anfang eine tiefere Rolle spielen würde. Stattdessen gerät es bald in den Hintergrund, was auf mich etwas konstruiert wirkte. Insgesamt fand ich viele Stellen stark kitschüberladen. Auch die Dialoge in den Freundschaften wirkten oft unauthentisch, als würden sie nur dazu dienen, dem Lesepublikum nochmal die Hintergründe zu erklären.
    Yva ist recht reflektiert, selbst wenn sie so komische Sachen sagt wie „In seiner Nähe zu sein ist ein Privileg”, sieht sie als Vorzeige-Figur ohne Ecken und Kanten ein, wie toxisch das ist. Es ist aber schön, dass hier eine junge, selbstbewusste Frau im Mittelpunkt steht. Auch das Setting in Stockholm fand ich cool.
    Wen all die anderen Punkte nicht stören, wird Freude damit haben. Ich wurde mit dem Roman gar nicht warm, das komische Ende hat es leider nicht retten können.

    Raphaela Brosseron
  • Weil ich mutig bin

    Weil ich mutig bin

    Lars Amend

    Anahita

    Julia Francke

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir schon, dass die kleine Ratte Kwiik Freude an Musik hat. Das Mikrofon in der Hand, steht er auf einen Koffer, aus dem Noten hervorquellen.
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    „Hast du den Mut, du zu sein?“ fragen uns die Autoren gemeinsam mit Kwiik, dazu gibt es noch einen kleinen Brief der Drei. Kwiik stellt sich vor und berichtet, dass er gerne malt und singt. In seiner Sprechblase sehen wir Noten, also singt er fröhlich vor sich hin. Auf dem großformatigen Bild sind viele andere Ratten zu sehen. Sie vertreiben Kwiik mit der Aussage, dass er sie nervt. Kwiik glaubt sich allein und fängt wieder an, zu singen. Diesmal lobt ein Vogel seinen Gesang, aber auch das vertreibt die kleine Ratte. Da fällt Kwiik eine Werbung für ein Festival auf und er macht sich gleich auf. Staunend steht er vor der Bühne und wünscht sich, dass er den Mut aufbringen würde, auch auf die Bühne zu gehen. Er findet es peinlich, aber dann meldet sich sein Herz, dass er an einer Kette um den Hals trägt. 
    Kurze knackige Aussagen und große überzeugende Illustrationen machen dieses Bilderbuch zu einem richtigen Mutmachbuch. Und wir freuen uns, dass Kwiik sich am Ende ein Herz fasst und mutig auf die Bühne geht. Nehmen wir uns die kleine Ratte zum Vorbild und trauen uns, auch unsere Leidenschaft zu leben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Walzerschritt und Polkahit – Johann Strauß für Kinder

    Walzerschritt und Polkahit – Johann Strauß für Kinder

    Marko Simsa

    Silke Brix

    Jumbo

    Klassik für Kinder

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Auf dem Cover tanzen die Erwachsenen und die Kinder zu den Klängen der Geige von Johann Strauß. Mit der mitgelieferten CD bzw. über den QR-Code kann man sich den Text des Buches vorlesen lassen, zusätzlich kann man die Musikstücke hören. 
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    Der Autor Marko Simsa, der auch den Text spricht, fordert aber auch auf mitzusingen bzw. mitzutanzen. 
    Die Geschichte beginnt vor 200 Jahren in Wien, dann holen wir noch etwas weiter aus und landen im Gasthaus von Franz Borgias, wo der kleine Johann Strauß Vater unter dem Tisch sitzt und angesichts der Musikanten im Wirtshaus den Entschluss fasst Musiker zu werden. Er wird später der erste Walzerkönig und gibt die Freude an der Musik an seine Söhne weiter. Besonders Johann der älteste Sohn übernimmt das Erbe des Vaters, aber auch der Techniker Josef und der Harfenist Eduard werden später mit ihm zusammen auf der Bühne stehen. Neben den bekannten Walzerklängen ist es die fröhliche Polka, die die Familie Strauß bis nach Amerika reisen lässt. Dort geben sie ein Konzert mit 2.000 Musizierenden und 20.000 Chorsänger*innen. Zuletzt hören wir den Radetzky-Marsch, eines der bekanntesten Musikstücke.
    Der Text erzählt sehr schön, die Entwicklung der Straußdynastie und die Bilder haben soviel Schwung, dass man fast die Musik hören kann. So fröhlich schwingen sich die Tanzenden durch die Seiten.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein wunderbares Weihnachtslied

    Ein wunderbares Weihnachtslied

    Annette Amrein

    Sabine Straub

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    „Der heimliche Weihnachtsgast“ der beiden Autorinnen ist immer noch eines meiner liebsten Vorlesebücher zu Weihnachten und dieses Buch ist genau so schön gestaltet und geschrieben. 
    Das verletzte Eichhörnchen war bei den Menschen und wurde jetzt gesund wieder in den Wald gebracht. Leider schläft Klecks Freund der Bär schon. Aber der Hirsch erzählt vom Weihnachtsmann, der den Tieren im Wald immer Futter bringt, bevor er die Menschen gesucht. Klecks hat den Weihnachtsmann immer verpasst, aber in diesem Jahr möchte er ihn auch sehen.
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    Er erzählt den Tieren von den Menschen und ihren Weihnachtsvorbereitungen. Da wollen die Tiere auch gerne ein Lied für den Weihnachtsmann singen. Das Eichhörnchen will den Text zu „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ abändern. Zum Glück wird der Bär wach und hilft ihm. So üben die Tiere das Lied ein und der Weihnachtsmann ist sehr erfreut, als sie es ihm als Dank singen. 
    Ein Weihnachtsbuch, dass auch die Herzen der Erwachsenen Zuhörer erfreuen wird. Ein Text, der mit Wärme geschrieben wurde und Bilder, die ein wenig glücklich machen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Stille Nacht – Ein Lied geht um die Welt

    Stille Nacht – Ein Lied geht um die Welt

    Brigitte Weninger

    Julie Wintz-Litty

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahren

    Weiche, ich denke mit Wasserfarben gemalte Bilder, die die Zeit gut abbilden. Der Text ist schon etwas länger, geht aber sehr schön auf die Zeit und die arme Region ein.
    
    Natürlich kennen wir alle dieses schöne Weihnachtslied und entgegen der meisten anderen Lieder sind uns hier Komponist und Textdichter ein Begriff.
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    Lukas und seine behinderte Schwester kommen zum Pfarrer Joseph Mohr um ihm am Heilig Abend zu helfen. Lukas erzählt, dass der Vater zwar wieder Arbeit habe, sie aber trotzdem nicht genug zu essen haben. An Hand der Karte zeigt Pfarrer Mohr ihnen, dass ein Vulkanausbruch auf einer Pazifikinsel Schuld am kalten Wetter ist und deshalb die Pflanzen nicht wachsen. Die Kirche ist zwar festlich geschmückt aber kalt und der Organist und Lehrer Gruber muss feststellen, dass die Orgel defekt ist. 
    
    Weihnachten ganz ohne Musik ist nicht vorstellbar und Mohr hat noch einen Text, den der Lehrer mit seiner Gitarre vertont. Als am Ende der Weihnachtsmesse das neue Lied gesungen wird hören die Menschen ergriffen zu. Sie haben etwas besonderes erlebt "und eine kleiner Funke Hoffnung wärmt ihre Herzen."
    
    Als die Orgel ein Jahr später repariert wird, schreibt der Orgelbauer sich das Lied ab und durch eine Sängerfamilie wird das schöne Weihnachtslied weitergetragen, heute singt es die ganze christliche Welt in 300 Sprachen. Am Ende des Buches wird der Leser aufgefordert das Lied zu singen. Die letzten Seiten zeigen die Biografie der Beteiligten und ganz am Ende steht der Text und die Noten.
    
    Ein wunderschönes Weihnachtsbuch mit viel Information und Gänsehaut.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Grimm und Möhrchen – Ein Möhrchen im Gemüsebett

    Grimm und Möhrchen – Ein Möhrchen im Gemüsebett

    Stephanie Schneider

    Stefanie Scharnberg

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Nach drei wundervollen immer wieder gerne gelesenen Kinderbüchern mit einem längeren Text, kommt der kleine Zesel jetzt als Bilderbuch daher.
    Schon das Cover sieht so gemütlich aus, dieses Bett mit den vielen Unterlagen und dem Baldachin einfach traumschön.
    Den Text des Liedes „ich bin heut ein Kuscheltier“ finden wir hinten und vorne im Buch, mit dem QR-Code kann man sich das Lied auch gleich anhören. Ich finde es etwas lahm, aber es soll ja auch ein Schlaflied sein. 
    Auf der ersten Seite können wir noch einige Informationen zu Möhrchen nachlesen und wir erfahren, dass der kleine Zesel Gemüse liebt. Deshalb geht es auf der nächsten Seite in den Garten.
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    Jedes kleine Detail erzählt uns was und der Strandkorb mit Tee und Kuchen, wer möchte da nicht gerne drin sitzen? Dann geht’s ins Bett, d.h. Möhrchen legt sich in seinen praktischen Koffer. Doch trotz der Abendroutine können die beiden nicht schlafen. Sie müssen noch ein Buch holen, weil sie eine Gutenachgeschichte lesen wollen. Ihre Wahl fällt auf „Die Prinzessin auf der Erbse“. Da ist es kein Wunder, dass Möhrchen sich auch so ein Bett wünscht. Also werden alle weichen Unterlagen geholt und im Bett aufgestapelt. Auf der Seite können wir das Holen der einzelnen Teile genau nachvollziehen. Um dann das Ergebnis zu bewundern, müssen wir das Buch hochkant halten. Grimm ist schon eingeschlafen, da fällt dem Zesel ein, dass sie noch etwas vergessen haben.
    
    Ich muss zugeben, dass ich nicht objektiv sein kann, weil ich den kleinen grauen Kerl einfach so gerne mag und ich mich freue, dass mit diesem Buch auch etwas kleinere Kinder angesprochen werden, die sich freuen werden, so ungewöhnliches Tier kennenzulernen. 
    
    Neben den wunderschönen Bildern, die den Zesel so lebendig darstellen, ist das Lesen des Textes ein echter Genuss. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Weihnachtslied unterm Apfelbaum

    Ein Weihnachtslied unterm Apfelbaum

    Luise Holthausen

    Meike Teichmann

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Als es Winter wird gehen die Tiere von der Weide in den Stall und nehmen dort noch eine Maus in ihre Gesellschaft auf. Da wird im Bauernhaus Weihnachten gefeiert und die Tiere stauen, was da wohl los ist? Da weder Gans noch Kuh, geschweige denn die zwei Schafe oder der Esel im Haus nachschauen können, schicken sie die Maus ins Bauernhaus. Als sie berichtet, was die Familie dort zu Weihnachten macht, wollen auch die Tiere feiern. Also gehen sie auf die Weide und stellen sich unter den einzigen Baum, einen Apfelbaum. Aber es ist nur kalt und ein weihnachtliches Gefühl will sich nicht einstellen. Erst als die Kinder Leckereien und Tannenweige zu den Tieren bringen, wird alles friedlich und weihnachtlich.

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    Schöne natürliche Bilder der Tiere, keine Hütchen oder Kleidchen, alle stehen auf ihren sämtlichen Beinen und fressen, was eben Tiere fressen. Trotzdem ist ihnen Weihnachten wichtig und die Kinder stellen fest, dass es fast wie in ihrer Weihnachtskrippe aussieht. Ich finde ein besonderes und ein besonders schönes Weihnachtsbuch.


    Dagmar Mägdefrau

  • Emma – Ohne dich wär‘ die Welt nur halb so schön

    Emma – Ohne dich wär‘ die Welt nur halb so schön

    Heidi Leenen

    Stefan Malzew

    Lisa Hänsch

    Ramona Wultscher

    Kawa

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Hinten im Buch befindet sich eine CD, aber man kann die Musik auch per QR-Code herunterladen und anhören. Ein wenig erinnert dieses Zusammenspiel an „Peter und der Wolf“ und ich finde es sehr schön, dass es ein neues Angebot in dieser Art gibt. Auf den Seiten kann man an Hand der nummerierten Noten die entsprechenden Musikstücke einspielen. 
    Emma, die kleine Schnecke, macht sich auf, „die Welt zu entdecken“, dabei stört sie der Regen nicht, denn er klingt wie Musik auf ihrem Schneckenhaus.
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    Die Ameisen, die ihr begegnen, haben ihren eigenen Rhythmus und Emma merkt bald, dass ihre Arbeit anstrengend ist. Florentine, die Raupe, hat sich vollgefressen und ist ganz still und am Ende taucht sie nochmal als Schmetterling auf. Specht und Grille machen ganz eigene Geräusche und die Spinne spinnt ihr Netz, immer im Kreis herum. Einen Schrecken jagt der Igel Emma ein, denn er mag Schnecken. Nach dem Froschkonzert ist Emma am nächsten Morgen sehr traurig, weil sie an sich zweifelt. Doch der Maulwurf fordert sie auf, ihr die ganze Geschichte zu erzählen und bald hören alle Tiere der kleinen, lahmen Schnecke zu, denn sie kann so schöne Geschichten erzählen. 
    
    Auch in einer kleinen Schnecke lauert ein Talent, dass die anderen Tiere begeistert feiern lässt. Obwohl ich es manchmal schade finde, dass man nur mit einem Talent Anerkennung findet. Ein schönes Projekt mit einer Geschichte, in die Sachtexte eingearbeitet wurden, fröhliche bunte Bildern und passender Musik.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Grimm und Möhrchen machen Pause von zu Hause

    Grimm und Möhrchen machen Pause von zu Hause

    Stephanie Schneider

    Illustriert von Stefanie Scharnberg

    dtv

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Der dritte Band vom kleinen Zesel wird von Musik begleitet. So kann man ganz vorne im Buch mittels QR-Code ein Lied herunterladen und den Text ablesen. Der Refrain entspricht dem Untertitel des Buches und das Lied kann man schnell mitsingen. Im Laufe des Buches wird es immer mal wieder angestimmt.
    Leider hat das Zesel am Anfang des Buches schlechte Laune. Lustlos sitzt es am Frühstückstisch. Doch Grimm findet feinfühlig heraus, dass Möhrchen einfach nur eine „Pause von zu Hause“ benötigt.
    So packen die beiden ihre Sachen zusammen und machen ihr „blaues Wunder“, eine kleines dunkelblaues Wohnmobil, reisefertig.
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    Dann noch schnell eine Information für die Freunde und schon geht es los. Leider gibt es ein kleines Missverständnis. Grimm besitzt eine Sammlung Postkarten und als er das Zesel beauftragt, eine Landkarte mitzunehmen, packt dieser einige der schönsten Postkarten ein. Als Grimm feststellt, dass sie keine Landkarte dabei haben, nimmt er es wie immer mit Humor und das Zesel hängt die Postkarten auf und sie finden so ihr Ziel, das Meer.
    
    Wieder ist das Buch mit den zwei Lesebändchen ausgestattet, die uns an den Zeselschwanz erinnern.  Es gibt wieder herrliche Wortschöpfungen, so nimmt Möhrchen seinen Nudelschlagzeugtopf mit, damit er jederzeit damit Musik machen kann. Als Möhrchen traurig wird, weil er seine Freunde zu Hause vermisst, wird das als Reimweh diagnostiziert und er schreibt ein kleines Gedicht für seine Freunde daheim.
    
    Ich bin von diesem dritten Band genauso begeistert wie von den Vorgängerbüchern. Diese erfrischende Geschichte der beiden Freunde, die mit so wundervollen Bildern ausgestattet ist, muss man einfach mögen und ganz oft vorlesen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Das Lied der Wale

    Das Lied der Wale

    Gianna Marino

    Sterntaler

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    Little Blue der junge Wal und sein Papa warten auf die anderen Wale, um mit ihnen zu den Futterstellen zu schwimmen. Papa verspricht dem Kleinen, dass er das Lied seines Vaters immer hören wird. Bald tauchen die anderen Wale auf und gemeinsam geht es weiter. Little Blue ist neugierig, was in der Tiefe ist. Er taucht hinab und durchschwimmt eine Welt von Magie, weiter unten ist alles „kalt und dunkel und still“.

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    Der junge Wal ruft nach seinem Papa, aber seine Stimme ist zu schwach. Da erinnert er sich an das Versprechen und hört Papa seinen Namen rufen „Little Blue“ Auf den letzten Seiten sehen wir die beiden glücklich zusammen schwimmen und das braucht keine Worte. Der Text ist sehr poetisch geschrieben und die Bilder sind ein Traum in Farben. Mein zweijähriger Enkel liebt das Buch und verlangt es immer wieder. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Schlaf, Mäuschen, schlaf! – Mein Lieblingslied zur guten Nacht

    Schlaf, Mäuschen, schlaf! – Mein Lieblingslied zur guten Nacht

    Carla Häfner

    Sabine Sauter

    Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Wir kennen alle das Lied „Schlaf, Kindchen, schlaf“ und in diesem Buch werden Tierkinder in den Schlaf gesungen. Der Frosch, die Katze, das Kälbchen, das Lämmlein, die Maus und der Vogel, ihnen allen wird von Mama oder Papa ein individuelles Lied, angelehnt an das uns bekannte Schlaflied, gesungen. Am Ende wird auch dem Menschenkind ein Lied vorgesungen und „Psst, alle schlafen in seliger Ruh‘!“

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    Das Pappbilderbuch enthält schöne, kräftig bunte Bilder. Auf der ersten Seite sehen wir durch ein Fenster das kleine Mädchen mit ihrem Teddy im Bett, daneben Papa, der ein Buch liest. Draußen sind einige der Tiere zu sehen, die nachher im Buch vorkommen. Auch auf den anderen Seiten gibt es immer noch viel zu entdecken und ich weiß mein kleiner Enkel freut sich über jedes Tier, dass er kennt. Die Tier stehen meist aneinander gekuschelt und so liegen am Ende auch Mama und Mädchen zusammen im Bett. Auf der letzten Seite scheint der Mond am dunklen Himmel und das Mädchen schläft, auf ihrer Decke schläft sie Katzenmama mit ihrem Kind. 

    Ein schönes Buch zum Runterkommen mit guten Reimen und schönen Illustrationen.

    Dagmar Mägdefrau 

  • Herbstleuchten und Laternenfest – Geschichten und Lieder unterm Sternenhimmel

    Herbstleuchten und Laternenfest – Geschichten und Lieder unterm Sternenhimmel

    Matthias Meyer-Göllner

    Carola Sturm

    Jumbo

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Ähnlich wie bei dem Buch über Piraten hat der Jumbo-Verlag hier wieder eine Mischung aus Geschichten, Liedern, Bastelanleitungen, Rezepten und Sachwissen herausgebracht.  Dazu wird das Buch mit einer CD geliefert, damit man die Lieder auch mitsingen kann. 
    Am Anfang der ersten Geschichte gibt es ein Anweisung, damit man wenn in der Geschichte die Worte „Rascheln der Blätter“ vorkommt, zur Untermalung die Hände aneinander reibt oder beim Regen mit dem Fingern auftippt.

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    Die Geschichte über das Eichhörnchen, dass lieber spielt, als Nüsse versteckt ist bebildert und vier Seiten lang. Auf Seite 26 finden wir dazu das Lied „Herbstmelodie“ und auf der nächsten Seite ein paar Tipps für Herbstgeräusche. 

    Im Liederteil finden wir aber auch bekannte Lieder wie „Ich geh mit meiner Laterne“ oder „Stankt Martin“, aber auch neue wie den „Laternenrock“, die Liedertexte sind immer mit Noten versehen. Danach folgt ein Spiel „Sternschnuppen fangen“ mit entsprechender Anleitung. 
    Es gibt Tipps zum Basteln von Königskinderkronen aus Blätter und wie man aus einem Luftballon eine Fischlaterne bastelt. 

    Ein Rezept für Stockbrot und Kürbissuppe gibt es im Rezeptteil und dann geht es um „Wissen und Experimente“. Da gibt es eine Antwort auf die Frage „Warum werden Blätter bunt?“, die Martinsgeschichte wird erzählt und wir erfahren etwas über den Laternenfisch, den es ja nicht nur gebastelt gibt. Am Ende geht es um den Sternehimmel, der ja besonders im Herbst zu bewundern ist.

    Ein allumfassendes Buch, dass sicher eine besonders gute Unterstützung für Erzieher*innen sein kann. Sicher findet es aber auch in der Familie seinen Platz, weil der Herbst auch eine Zeit ist in der gerne gesungen wird und dazu ist die Unterstützung einer CD sicher immer gut.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich kenn ein Land, das du nicht kennst …

    Ich kenn ein Land, das du nicht kennst …

    Martina Badstuber

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    „Ich kenn ein Land, das du nicht kennst, da tragen die Kamele Büchereien auf dem Rücken, und dieses Land heißt: Kenia.“ Na, hätten Sie das gewusst?
    Da es dort viele Nomaden gibt und die Kinder nicht zur Schule gehen können, schleppen die Kamele den Lesestoff in die abgelegenen Dörfer.
    Und so geht es rund um dem Globus. Zu vielen Ländern weiß die Autorin Ungewöhnliches. Für mich war fast alles neu. So steht in Norwegen jeder Kuh per Gesetz eine Matratze zu.

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    In Japan können Krähen Fußball spielen und in Großbritannien gibt es Tierheime für alkoholkranke Esel.
    Ein wenig macht es den Eindruck, als wären die Informationen zufällig aneinandergereiht. Es gibt zu jedem Land eine Karte (Lage in der Welt) und Informationen wie Hauptstadt usw. Zu Ende jedes Kapitels gibt es noch eine kleine Frage.

    Es macht ungeheureren Spaß das Buch zu lesen und vielleicht kann man mit dem Wissen mal protzen. Sicher kann man mit diesem Buch auch große Kinder und Erwachsene locken.

    Dagmar Mägdefrau