• Geküsst wird nur, wer will!

    Geküsst wird nur, wer will!

    Henrike Lippa

    Katrin Dageför

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Die kleine Maus sitzt auf Papas Schoß und Mama gibt ihr liebevoll ein Küsschen so sehen wir es auf dem Cover. Doch schon auf der ersten Seite steckt das Huhn den Flügel nach dem Mäuschen aus, weil es findet, „…. du siehst ja zum Knuddeln aus!“ Das Mäuschen läuft weg und ruft „Nein, stopp! Ich halt nicht still. Knuddeln nur, wenn ich es will!“ Dieser Satz wird uns in Abwandlungen auf jeder Seite begegnen. 
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    Denn auch die Schlange will „einer Knutscher auf die Wange“. Der Elefant will ungefragt mit dem Lappen der Maus das dreckige Gesicht abputzen und der Hase legt dem Mäuschen die Pfote auf die Nase, auch er will Kuscheln. Der Hund hat schon die Lippen gespritzt und das Schwein will, dass sich die kleine Maus auf seinen Schoß setzt. Erst auf der letzten Seite ruft das Mäuschen „Ja, ich will!“ Denn da liegt es mit Papa und Mama im Bett. 
    Es ist so wichtig, den Kinder schon früh klarzumachen, dass sie das Verhalten von übergriffigen Freunden und Verwandten vehement ablehnen dürfen und sollen. Kein „Stell dich nicht so an.“ Sondern ein Unterstützen des klaren Neinsagen Dürfens.
    Mit klaren aussagekräftigen Illustrationen, in denen die Figuren zwar Tiere darstellen, die aber durch die Kleidung vermenschlicht wurden und deshalb für die Kinder auch Personen abbilden, wird hier die Thematik sehr schön erklärt. Die kleinen Reime mit der Wiederholung lesen sich hervorragend und kommen bei den Kleinen sehr gut an.

    Dagmar Mägdefrau

  • 35 Kilo Hoffnung

    35 Kilo Hoffnung

    Anna Gavalda

    Claas Janssen

    Aus dem Französischen von Ursula Schregel

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre


    „Ich hasse die Schule“ ist hinten auf dem Buch zu lesen. Der 13-jährige David, der uns seine Geschichte erzählt, wohnt in Frankreich und deshalb endet seine „glückliche Zeit“ schon mit drei Jahren, denn von da ab muss er in die Vorschule.
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    Nachdem er den ersten Tag hinter sich gebracht hat, möchte er liebsten wieder zu Hause basteln, denn das ist es, was David am besten kann und über alles liebt. Seine Bananenschälmaschine ist eine seiner Erfindungen. Doch leider mag er Schreiben und Rechnen so gar nicht. Lediglich eine Lehrerin hat sein Talent erkannt und ihm noch ein schönes Jahr beschert. Danach kam der Schulhorror wieder. Sein Opa Léon, ein Ingenieur mit einer kleinen Werkstatt, ist Davids liebster Mensch, zumal sich eine Eltern immer häufiger wegen seiner schulischen Leistung streiten. 
    Ein dünnes Buch, es hat nur 86 Seiten und einige kleine Bildchen in Schwarz-Weiß. Ich hatte es schnell gelesen, weil ich wissen wollte, wie David es wohl schafft, sein Leben in den Griff zu bekommen. Dazu hat ihn die lebensbedrohende Krankheit seinen Opas gebracht, da hat David die Initiative ergriffen und gezeigt, was in ihm steckt. Ein hoffnungsvolles Buch, das uns zeigt, wenn man will, gibt es immer eine Lösung. So fand David ein Internat mit netten Mitschülern und einer Direktorin, die seine Stärken erkannt hat.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Welt in mir

    Die Welt in mir

    Harriet Evans

    Anna Wilson

    Übersetzt von Birte Spreng

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon das Cover, auf dem ein Herz über der Hand eines Kindes schwebt, fällt auf, denn das Herz ist ein herzförmiger Ausschnitt, durch den wir auf die nächste Seite schauen können.
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    Auf der ersten Doppelseite sehen wir das Kind wieder mit einem Herz und es fordert uns auf, „Komm, ich zeig dir, was in meinem Herzen wohnt!“ Zunächst ist es schüchtern und sitzt am Rande einer zartgelben Landschaft. Über dem Berg gibt es wieder einen Ausschnitt und so sehen wir das Gelb der nächsten Seite als Sonnenaufgang. Voller Freude sitzt das Kind im sprudelnden Wasser. „Wenn ich ernst bin, werde ich still wie das Eis.“ zeigt das Spiegelbild des Kindes auf dem zugefrorenen See. Eine Höhle wird als fürsorglich empfunden, danach wird das Kind mutig und steht auf einer Klippe. Freundlich hingegen ist der Wald, er bietet Schutz. 
    Die Bilder sind einfach wunderschön und zeigen den Zauber der Landschaft, der Text ist kurz und sehr philosophisch. Am Ende werden wir angesprochen, denn auch wir tragen eine Welt in uns und so endet das Buch mit der Frage „Weißt du, welche Wunder in dir wohnen?“

    Dagmar Mägdefrau