• Guten Morgen – Gute Nacht  

    Guten Morgen – Gute Nacht  

    Johanna Schaible

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Dieses Buch fällt nicht nur durch seine zarten Titelbilder auf, sondern auch dadurch, dass man es wenden kann. Denn einmal geht es um den Tag und einmal um die Nacht.
    „Guten Morgen“ zeigt dasselbe Motiv nur in einem anderem Licht. „Die Sonne geht auf, der Himmel wird hell“ steht auf der ersten Doppelseite, die die aufgehende Sonne über dem Wasser zeigt, nur als Silhouette, viele Vögel.
    mehr oder weniger lesen
    Auf dem Balkon stehen zwei Kinder und schauen auf die Sonne, eine Gruppe Jugendliche läuft über eine Wiese, Hektik in der Großstadt sind einige der Motive der nächsten Seiten. Auf der letzten Seite sehen wir Menschen am Meer den Sonnenuntergang bestaunen.
    „Gute Nacht“ beginnt mit dem fast weißen Mond, der über der kargen Landschaft aufgeht. „Die Nacht bricht herein“ Rinder werden zurück ins Dorf getrieben, dann spielen zwei Kinder unter dem sanften Schein einer Lampe miteinander, sie sind „zu Hause“. Andere sind unterwegs, gehen ins Café oder arbeiten an einer Großbaustelle. Viele Eindrücke folgen, bis wir bei den Nordlichtern angekommen sind, die die Eisbären beleuchten.
    Der kurze Satz auf jeder Seite ließ mich manchmal überlegen, was da wohl geschehen sein könnte, er ordnete die Bilder zu einer Geschichte. Die Illustrationen sind ruhig und so vielfältig in ihrer Darstellung. Ich glaube das Buch muss ich noch einige Male anschauen und auf mich wirken lassen. Auf jeden Fall macht es mich auf eine schöne Art ruhiger.

    Dagmar Mägdefrau

  • Psst, Krach, Bumm – Wie klingt ein Tag?

    Psst, Krach, Bumm – Wie klingt ein Tag?

    Fred Paronuzzi

    Mariana Ruiz Johnson

    Übersetzt aus dem Italienischen von Stefanie Beck

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ich finde es erstaunlich, dass dieses Buch übersetzt werden musste, denn der Text besteht ausschließlich aus den Geräuschen, die wir im Laufe eines Tages hören. So klingelt morgens der Wecker „Klingeling!“ und Papa ruft „Huhu“, um sein Kind, das noch im Bett liegt, zu grüßen. 
    mehr oder weniger lesen
    Ein „Blubb, Blubb“ kommt aus dem Aquarium und die schnurrende Katze liegt gemütlich auf der Bettdecke. Beim Frühstück wird geschlürft und geschmatzt, im Bad hören wir ein „Plitsch, Platsch“ am Waschbecken, das Auto tutet auf dem Weg zur Kita und dort geht es richtig laut her mit ganz vielen verschiedenen Geräuschen.
    Ich kann mir gut vorstellen, beim Vorlesen die Kinder nach den Geräuschen zu fragen, vielleicht fallen ihnen noch mehr oder andere ein? Die Illustrationen, die immer eine Doppelseite füllen, sind sehr bunt und zeigen auf eine besonders Weise den Tagesablauf in der Familie. Ein fröhliches Buch, das sicher auch kleineren Kindern schon gezeigt werden kann, denn das Nachahmen der Geräusche regt die Stimme und die Modulation sicher an.

    Dagmar Mägdefrau