• Kuckuck, ich bin wieder da

    Kuckuck, ich bin wieder da

    Daniel Fehr

    Luigi Olivadoti

    atlantis

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Die schönen Bilder dieses Buches sehen aus, als seinen sie mit Buntstiften gemalt. Auf dem Cover sehen wir den Kuckuck, der mit seinem pinken Koffer und der auf die Stirn geschobenen Sonnenbrille aus dem Süden zurückkehrt. Er freut sich auf seine Freunde und ruft sein „Kuckuck, ich bin wieder da“ in den Wald. Leider bekommt er keine Antwort.
    So fliegt er zur Maus. Die wohnt in einem alten gelben Gummistiefel und ihre Einrichtung ist sehr fantasievoll. Der Igel ist auch nicht zu Hause und beim Salamander ist auch keiner.

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    Auch seine Höhle hat seinen besonderen Stil. Als auch beim Uhu nur einige Bücher in der Baumhöhle liegen, ist der Kuckuck sehr enttäuscht. So fliegt er Heim, doch als er seine Türe öffnet, sind dort seine Freunde. Das letzte Bild zeigt uns das Kuckuckshaus, das einer Uhr sehr ähnlich sieht.

    Fantasievolle Bilder und kurze Sätze mit vielen Wiederholungen machen das Buch zu einem wundervollen Vorlesebuch, sicher auch schon für jüngere Zuhörende.

    Dagmar Mägdefrau

  • Nobbi der Mutmachhase – Zusammen schaffen wir das!

    Nobbi der Mutmachhase – Zusammen schaffen wir das!

    Maike Bollow

    Judith Allert

    Stefanie Reich

    Edel Kids Books

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    In diesem zweiten Nobbi-Buch festigt der Hase seinen Ruf als „Mutmachhase“. Das Cover zeigt den verschmitzt lächelnden Nobbi, der dem Bibermädchen Lilli mit den Zweigen hilft. Auch der kleine Vogel Flatterpiep hilft dabei.
    Auf der ersten Buchseite wird uns Nobbi genau geschrieben. Der Mutmachhase hat ein „Möhrenschnuppernäschen“, extra lange Lauscher, superschnelle Haenflitzer und ganz wichtig einen „Mutmach-Beutel“. Alles beginnt ganz entspannt im Gras liegend, dann machen sich Nobbi und er kleine Vogel auf, die beiden Freunde, denen sie im letzten Buch geholfen haben, zu besuchen. Sie sind immer noch dankbar für Nobbis Hilfe. 

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    Am Bachufer treffen sie auf das kleine Bibermädchen Lilli. Sie ist traurig, weil ihr großer Bruder ihr nicht zutraut, dass sie ein Spielzimmer für sich bauen kann. Sofort ist Nobbi in seinem Element. „Eine Prise Mut und Lachen, dann wirst du es sicher schaffen!“ mit diesem Spruch fordert er Lilli auf sich Zweige von einem Baum zu nagen. Leider stolpert das Bibermädchen und verliert damit den Glauben daran, dass sie ihre Aufgabe bewältigen kann. Doch Nobbi weiß sie zu trösten und zu motivieren. Als dann der große Bruder noch dazu kommt, schaffen die Tiere alle gemeinsam „Das tollste Spielzimmer der Welt!“ zu bauen. 
    Gute Freunde und nicht zu schnell aufgeben, dann kann auch ein Kleiner etwas erreichen. Was gibt es Schöneres für kleine Zuhörende.

    Das Buch lebt von seinen schönen Bildern, in denen man den Tieren ihre Gefühle ansehen kann. Der Text ist altersgemäß kurz gehalten und gut verständlich. Ich denke Nobbi wird sicher noch einige Aufgaben zu erfüllen haben und ich freue mich darauf.

    Dagmar Mägdefrau

  • Bestimmer sein – Wie Elvis die Demokratie erfand

    Bestimmer sein – Wie Elvis die Demokratie erfand

    Katja Reider

    Cornelie Haas

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Titel sind die Tiere des Urwaldes zu sehen. Elvis, das Erdmännchen hält ein Gefäß hoch und die anderen Tiere werfen ihre Wahlzettel hinein. Wie es dazu kam, können wir im Buch erfahren.
    Da ist zunächst das verborgene Fleckchen hinter den Bergen zu sehen. Schroffe Felsen und eine üppige Vegetation. „Zank, Stunk und Streit“ sehen wir auf der nächsten Seite, der Elefant schaut ziemlich böse auf die Affen. Mit Streit geht es auch weiter und der kleine Elvis schaut entsetzt auf die Streitenden. Die Frage ist „Wer soll im Land Bestimmer sein?“ Wie erwartet, fühlt sich der Löwe berufen, doch das Zebra wirft ihm vor, dass er Fleisch isst.

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    Dann taucht der Elefant auf, der seine Größe und Stärke in die Waagschale wirft. Da melden sich Büffel und Kojote, dieser fragt „Sind wir nur eure Dienst-Idioten?“ denn ohne ihn, würden Aas und Dreck nicht verschwinden. Doch da meldet sich Elvis mit einem lauten Pfiff. Er erklärt, dass die Tiere doch Vertreter wählen sollen, die die Probleme lösen. Nach der Wahl sind alle mit der Lösung zufrieden und Elvis meint,“ Das könne auch was für die Zweibeiner sein…“

    Die Tiere sind wunderbar gezeichnet und der gereimte Text ist kurz und erklärt, wie Demokratie entsteht. Eine sehr kindgerechte Erklärung zu Wahlen, die immer wieder anstehen. Vielleicht sollte das Buch jedem Politiker, der sich zur Wahl stellt, ausgehändigt werden, denn der weiß, befürchte ich, nicht immer wie Demokratie sein sollte. Elvis kann da sicher helfen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Humboldt und Beaufort

    Humboldt und Beaufort

    Michael Engler

    Michael Engler

    Boje

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Cover zeigt den Pinguin Humboldt auf seinem Freund dem Wal Beaufort vor der Skyline einer Stadt. Auf dem Kontinent Antarktika leben die Pinguine und sie mögen drei Dinge: „Fische, Freunde und Steine“. Humboldt ist ganz groß darin besondere Steine zu finden, weil er „gerne da sucht, wo niemand guckt.“ Als er aber träumt, dass er einen eckigen Stein findet, wenden sich die Pinguine von ihm ab. Erst als er dem Wal von seinem Traum erzählt, findet er Hilfe.

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    So machen sich die beiden auf und schwimmen ans anders Ende der Welt, um dort in der großen Stadt einen Pflasterstein zu finden. „Auf dieser Welt gibt es nichts, was es nicht gibt!“ ist Beauforts Devise und damit behält er Recht. 

    Für mich ist die Geschichte etwas zwanghaft konstruiert, außerdem finde ich das Gesicht des Wals eigenartig gezeichnet, die Augen, zumindest denke ich, dass es die Augen sind, sind eng zusammen auf einer Seite des Kopfes. Da die übrigen Bilder durchaus realistisch wirken, finde ich diese Illustration irritierend.

    Dagmar Mägdefrau

  • So groß wie ein richtiger Baum

    So groß wie ein richtiger Baum

    Benjamin Scheuer

    Jemima Williams

    Boje

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf den letzten Seiten des Buches sind die Noten und der englische und der deutsche Text des Liedes „Hundred Feet Tall“ zu sehen. Natürlich kann man es sich im Internet anhören.
    Auf dem Cover sehen wir den rot bebrillten Hasen mit einem Einmachglas, aus dem ein kleiner Baum wächst. Beim Spaziergang mit den Eltern findet der Hase ein kleines Samenkorn, er nimmt es mit und pflanzt es ein. Das Bild zum Refrain „Danke, dass ihr mich so liebhabt, ich bin klein, man sieht mich kaum. Doch mit Liebe und Licht stört das Warten mich nicht.“ zeigt eine abendliche Straße, der kleine Hase ist mit seinem Pflanzglas am beleuchteten Fenster zu sehen.

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    Beim Blick in die Wohnung sehen wir die hochschwangere Hasenmutter gemütlich mit Mann und Kind auf dem Sofa. Die unausgepackten Einkäufe neben der leeren Wiege. Durch vier Fenster sehen wir den Hasen und die wachsende Pflanze. Diesmal ist der Refrain unter dem Bild der belebten Straße gedruckt. Der Hasenvater legt ein Beet vor der Tür an. Die Eltern bringen das Hasenbaby heim, der Autokindersitz steht am Boden. Auf dem Bett sitzt der Hase mit seinem kleinen Geschwisterchen und so langsam wird die Pflanze zum Baum. Alle Tiere sind dabei, wenn der Setzling vor dem Haus eingepflanzt wird. „Wir sind dann so groß, wie ein richtiger Baum.“
    Man spürt durchaus die Liebe, die der Autor mit dem Buch vermitteln will. Auch das neue Leben der Pflanze und des Neugeborenen kommen verständlich rüber. Die Bilder unterstützen den Text sehr schön.

    Allerdings finde ich die Texte etwas holperig übersetzt. Da sich der Text nicht immer reimt, hätte für mich einiges gefälliger sein können. Wahrscheinlich muss sich der Text der Melodie unterordnen, was ich für das Buch schade finde.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ein klein wenig anders

    Ein klein wenig anders

    Clair Alexander

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auch das Cover ist ein wenig anders. Das Wort „anders“ ist ausgeschnitten und man sieht die Regenbogenfarben des bunten Fächers, den der Pufer ablässt. Ein Pufer sieht aus, wie ein grauer Luftballon auf Beinchen. 10 von dieser Sorte haben etwas geprobt und da stehen sie nun, einer sieht aus, wie der andere. Nein, einer wirkt fröhlicher und seine Beine sind orange. Auf das Kommando lassen alle eine dunkelgraue Wolke ab „Pluuuf!“

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    Aber dann entdecken sie die Lücke und dann lässt der mit den orangenen Beinen seine bunte Wolke ab „Schluuuf!“ Entsetzt verduften die anderen. Da taucht eine andere Figur auf und „Wow!“ ihm gefällt die bunte Wolke und animiert den Pufer, es zu wiederholen. Diesmal nimmt die Wolke die Form eines bunten Herzens an. Jetzt sind auch die anderen begeistert und am Ende machen sie jeder eine unifarbige Wolke.
    Die kleinen Puffer verändern ihre Ausstrahlung durch ein wenig Farbe. Einfache Bilder, kurze Texte und eine wichtige Aussage.

    In diesem Buch wird ohne große Belehrung sehr schön geschildert, dass Anderssein auch seinen Reiz hat. Manchmal sehnen wir alle uns auch nach Farbe und einer bunteren Welt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Michel in der Suppenschüssel – Band 1 von 2021

    Michel in der Suppenschüssel – Band 1 von 2021

    Astrid Lindgren

    Astrid Henn

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Die Geschichten vom fünfjähren Michel, der immer Unfug machte, sind jetzt fast 60 Jahre alt. Aber es macht immer noch Freude von ihm zu lesen, weil Astrid Lindgren mit so viel Liebe und Humor von Michel berichtet. Dieses Buch ist 2021 neu erscheinen und von Astrid Henn wunderschön neu illustriert worden.
    Am Anfang des Buches werden uns Michel und seine Lieben vorgestellt. Weiter geht es dann mit einem ersten Unfug, denn Michel steckt seinen Kopf in die Suppenschüssel, dabei wollte er nur den Rest der guten Suppe schlürfen.

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    Da der Vater immer sehr gut rechnen kann, will er die Schüssel nicht zerschlagen, weil der Doktor preiswerter sei. Heute unvorstellbar, dass Michel erstmal ungezogen wird, damit er fein für den Arztbesuch ist. Doch bei der Begrüßung zerschlägt er die Schüssel. Als der Vater erfährt, dass das Honorar des Doktors teurer als die Schüssel gewesen wäre, freut er sich über den Gewinn. 
    An einem Sonntag im Sommer, kommen viele Leute nach Katthult zu einem Fest. Mutter und Lina haben ein Riesenbüffet mit vielen Leckereien aufgebaut. Da der Vater unterbrochen wird, als er die Fahne hissen will, kommt Michel auf die Idee seine kleine Schwester Ida dort hinaufzuziehen. Ida findet die Aussicht herrlich und kündigt die Gäste an. Natürlich muss Michel für diesen Unfug wieder in den Schuppen. Dort schnitzt er seine 55ste Figur. Da man ihn aber vergisst, befreit er sich Mittels eines Bretts und landet im Vorratsschuppen. Hier isst er alle Würste auf und schläft zufrieden ein.
    Die letzte Geschichte ist nicht ganz so bekannt, da reitet Michel auf der alten Julla nach Hultsfred auf die Festwiese. Die Erwachsenen sind schon dort und Alfred ist dort als Soldat. Michel erlebt einiges dort auf dem Volksfest, so bettelt er sehr erfolgreich und kann dann Karussell fahren. Eine besondere Rolle gebührt der bärtigen Dame, eine Attraktion des Festes.
    Ist es nicht schön, dass Michel trotz seiner Streiche, die nie bösartig sind, so liebenswert ist. Besonders seine Mama findet immer wieder liebe Worte über ihn. 

    Ich möchte nochmals auf die wunderschönen Illustrationen zurückkommen. Besonders eindrucksvoll ist ein Bild, dass Michels Blick unter der Suppenschüssel her auf seine Schuhe zeigt und die Schatten der Bäume, die er sieht, als er am Abend vom Volksfest nach Hause fährt. Eine schöne Neuauflage für heranwachsende Lindgren-Fans.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wir sind doch keine Küken mehr

    Wir sind doch keine Küken mehr

    Martin Fuchs

    Anke Hennings.Huep

    annette betz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Der Entenmama geht es wie allen Müttern, sie gibt immer gut acht auf ihre Kleinen. Aber jetzt hat sie so fest geschlafen, dass sie nicht gemerkt hat, dass Fedi nicht in ihrem Bettchen liegt. Die übrigen Kinder haben einige Ideen, wo Fedi sein könnte. Vielleicht am Wasserfall oder an der Mühle? Beides Orte, die die Mutter als gefährlich einschätzt. Doch die Kinder kennen sich an diesen Orten gut aus und sie finden, dass sie schließlich keine Küken mehr sind.

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    Auch den Kranich, den Keiler und sogar den Pilze-Peter wissen sie gut einzuschätzen. Aber Fedi ist nicht zu finden, so gehen alle betrübt nach Hause. Doch dann kommt Fedi angeflogen, sie hatte gerade heute Früh das Gefühl losfliegen zu müssen. Sofort erheben sich alle Enten in die Luft und der Mutter bleibt nur sich einzugestehen, dass die Kleinen schon richtig große sind.
    Die Bilder wirken wie mit Buntstiften gemalt und die zeigen und die Welt der Entchen. Der Text ist gut verständlich und sicher werden die Kinder den Satz „Wir sind doch keine Küken mehr“ auf ihre Abenteuer anwenden können.
    Ein herrlicher Spaß zum Vorlesen und Anschauen. Eventuell auch ein Tipp für menschliche Glucken.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ich hab da so ein Gefühl – Ein Buch übers Kichern, Weinen, Wüten, Freuen

    Ich hab da so ein Gefühl – Ein Buch übers Kichern, Weinen, Wüten, Freuen

    Katharina Grossmann-Hensel

    annette betz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    „Na, wie fühlst du dich heute?“ die Frage kennen die Kinder, denen das Buch vorgelesen wird, sicher auch. Das Kind im Buch überlegt zunächst, was sind Gefühle. Beim Aufstehen ist sie zunächst noch müde, aber auch zufrieden. Auf der nächsten Seite lernen wir Gefühle von außen und innen kennen. „Kalt ist kalt“, aber auch gute und schlechte Gefühle. Der Abschied der Eltern im Kindergarten macht das Kind traurig.

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    Die anderen Kinder haben unterschiedliche Gefühle. Wir lernen die Wut und ihre Anzeichen kennen, aber auch eine Art der Beruhigung kennen. Sogar Mama wird wütend, sie schmeißt sich aber nicht mehr auf den Boden. Dann stellt sich das Mädchen vor, wie es wäre, wenn das auch Erwachsene täten. Danach geht es um das Miteinander, dann sitzt sie allein in der Bahn und fühlt sich fremd. So kommen wir zur Angst und zur Traurigkeit. 
    Die Zeichnungen in dem Buch wirken krakelig und kindlich, aber sie zeigen sehr gut, wie die Gefühle nach außen wirken. Über Gefühle zu sprechen fällt auch Erwachsenen schwer, vielleicht kann das Buch ein wenig helfen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das Plapperküken

    Das Plapperküken

    Janie Bynum

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Da zieht das Plapperküken los mit einer Schuppe in der Hand und allerhand Sachen auf dem Handwagen. Im Einband sehen wir seine Fußabdrücke auf der Wiese. Dann sitzt es am Tisch und frisst Würmer, während die Familie verzweifelt, denn über all dem sehen wir viele Male das Wort „Piep“. Mama, Papa und die Schwester haben keine Zeit, also plaudert das Küken mit sich selbst und buddelt ein Loch. Da findet es ein großes rundes Ei, das es in seinem Wagen mit nach Hause nehmen will.

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    Leider muss er es zurückbringen, doch er kümmert sich um das Ei und die ganze Zeit hören wir sein „Piep“. So kommt es, dass die Schildkröte, die aus dem Ei schlüpft, ebenfalls „Piep“ sagt. Da diese neue Freundin nicht viel sagt, kann das Plapperküken weiter plappern.
    Im hinteren Einband sieht man neben der Hühnerfußspur noch zwei weiter Streifen.Ein Buch mit einfachen Sätzen und vielen Pieps, klaren Bildern und mit Happy End.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wenn ein Stern vom Himmel fällt

    Wenn ein Stern vom Himmel fällt

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    „Eines Abends… fiel ein Stern vom Himmel“ Die Gegend, die auf dem Bild abgebildet ist, sieht nicht sehr einladend aus. Sperrmüll steht auf dem Bürgersteig und das Auto ist wohl nicht mehr ganz vollständig. Ein Paar mit Hund ist alleine unterwegs. Wenn man genauer hinschaut, liegt auf dem alten Sessel das Baby, dass zunächst ein Stern war. Das Paar nimmt sich des kleinen Bündels an und alle sind sicher “Dies ist das schönste Baby“.

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    Auf der belebten Straße sieht man viele hilfreiche Nachbarn. Wir sehen auf den nächsten Seiten, wie das Baby zum Mädchen und später zur Frau wird. Sie wird als „Freundlich und liebevoll, fürsorglich und klug“ bezeichnet, sie wird „geliebt und geschätzt“. Als sie älter wird, hat sie eine große Familie um sich versammelt. Familie und Freunde „gingen behutsam mit ihrem Stern um“. Dann wird die alte Frau immer kleiner, bis sie ganz winzig war. „So winzig, dass sie ganz verschwand“. So wird sie wieder zum Stern und alle schauen in den Himmel und erinnern sich an sie.

    Die Bilder sind in zarten Farben weichgezeichnet und die Geschichte wird in wenigen Worten erzählt. Ich empfinde sie als sehr tröstlich. Unser Kommen und Gehen durch einen Stern zu erklären gefällt mir sehr gut. Aber auch das Leben, das auf den vielen Seiten dazwischen beschrieben wird, zeigt eine glückliche Frau und auch das gefällt mir gut. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Oma Kuckuck

    Oma Kuckuck

    Frauke Angel

    Stephanie Brittnacher

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2020

    Kimisiegel für Vielfalt in Kinder- und Jugendbücher 2020

    „Oma hat einen Vogel“, dieser Satz ist durchaus doppeldeutig zu verstehen. Denn Oma hat eine Kuckucksuhr, die die volle Stunde ansagt. Sonntags ist die Enkelin, die uns diese Geschichte erzählt, immer bei ihrer Oma. Die beiden kochen Vanillesuppe, ohne die Anweisung zu befolgen „Rezepte sind was für Feiglinge“ ist Omas Devise. So gerät die immer wieder anders. Nachdem Oma ihren Mittagschlaf gemacht hat spielen die beiden Memory. Wieder nach eigenen Regeln, die vorsehen Geschichten zu erzählen.

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    Oma erzählt dann gerne von früher. Als Mama die Tochter abholt, kennt Oma ihre Tochter nicht wieder. Das Mädchen beobachtet das wirre Verhalten der Oma und beschreibt es aus ihrer Sicht. Am Ende sitz das Mädchen mit ihren Eltern auf Omas Küchenboden und es muss entschieden werden, dass die Omas in ein Heim muss. Besonders die Mutter hat ein schlechtes Gewissen deshalb. Dort sehen wir Oma am Ende und neben ihr sitz der Hund, der ihr als Kind verweigert wurde. 

    Der Text des Buches ist sehr einfühlsam geschrieben. Dass der Kuckuck immer wieder eine Rolle spielt, gefällt mir sehr gut. Die Szene, die zur Entscheidung führt, dass sie Oma ins Heim muss, endet damit, dass die Oma auf der Erde liegt, sicher kein einfacher Anblick, auch wenn sie auf der nächsten Seite in den Armen ihrer Tochter Trost findet. Das Mädchen erzählt die Geschichte mit ihren Worten und damit scheint es mir leichter verständlich für Kinder. Viele Kinder werden erleben, dass ihre Großeltern einen „Vogel“ haben und dieses Buch kann zur Erklärung beitragen. 

    Auf den letzten beiden Seiten sehen wir die Macherinnen dieses Buches, die sich als Geschichtenerzählerinnen vorstellen und mit diesem Buch haben sie eine besondere Geschichte erzählt und gezeichnet.

    Dagmar Mägdefrau

  • Eine Maus namens Julian  

    Eine Maus namens Julian  

    Joe Todd-Stanton

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sieht man den Fuchs und die kleine Maus Julian. Einige der kleinen Pflanzen sind mit Lack besonders hervorgehoben, das spricht die Kleinen zusätzlich an. Der Einband zeigt das Höhlenlabyrinth der Tiere. Unter den Wurzeln eines Baumes ist Julians Zuhause. Er lebt allein und findet das gut. Er sucht keinen Kontakt zu den anderen Tieren, die man in ihren Höhlen immer zu mehreren sieht. Er hatte seinen Alltag im Griff, aber was er nicht wusste, war, dass der Fuchs ihn beobachtete.

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    Auf dem Bild ist ein Auge des Fuchses zu sehen, der durch die Blätter schaut. Am Abend stürzt er sich durch Julians Fenster. Doch er kann Julian mit der Schnauze nicht erreichen und muss dann feststellen, dass er festhängt. Das Bild mit dem Fuchsmaul mit den spitzen Zähnen und Julian, der sich ganz in die Ecke quetsch, ist sehr eindrucksvoll. Aber auch das Bild des ganzen Fuchses, dass seine missliche Lage zeigt, ist schön gemalt. Die beiden kommen ins Gespräch und Julian gelingt es den Fuchs zu befreien. Als Julian ein Unglück geschieht und er der Eule direkt gegenübersteht, kommt ihm der Fuchs zur Hilfe. „Jetzt sind wir quitt“ 

    Die eindrucksvollen Bilder und die klare Botschaft dieses Buches gefallen mir sehr und ich kann es wirklich empfehlen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Borst vom Forst will hoch hinaus

    Borst vom Forst will hoch hinaus

    Yvonne Hergane

    Wiebke Rauers

    magellan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Gerne habe ich den ersten Teil „Borst vom Forst“ vorgelesen und den kleinen Frischling auf seiner Suche begleitet. Damals gab ihm die Möwe den Tipp, dass die Muschel ins Meer gehöre und genau dort hat er die Robbe Merilyn kennengelernt. 
    Meriylin und Borst sind auf einer Wiese und finden dort ein Ei. „Borst hebt und wiegt das Ei. Es ist babyleicht, als ob es schwebt. Borst überlegt.“ Doch da schlüpft das Küken schon aus dem Ei. „Schnabelspitzig, schwitzig feucht leuchtet es hervor.“ Sofort planen die Freunde das Ei zurück ins Adlernest zu bringen. Zunächst versucht Borst mit Hilfe der Robbe auf den Baum zu klettern.

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    Doch er landet nur auf dem Po. Aber wollte Borst nicht gerne fliegen? Erst als Mama, die Robbe, die Möwe und eine Ameise das Gegengewicht bilden kann er mit einer Baumstammwippe hoch sausen. Wieder rutscht er am Stamm herab, landet aber im Adlerhorst. Der Adler freut sich und heiß sein „alleradlerschönstes Kind“ willkommen. Doch wie kann Borst wieder auf den Boden zurückkommen? Tapfer springt er aus dem Nest, die Möwe unterstützt ihn beim Fliegen. „Ein stumpfes Plump, ein dumpfes Hump, Borst und die Möwe sind gelandet.“ Zum Glück helfen die Ameise, Merilyn und Mama ihm dabei, so landet er auf der „dicken Borstenfederflossendecke“.

    Mit den Zitaten aus dem Bilderbuch konnte ich vielleicht einen kleinen Vorgeschmack auf die wunderschöne Sprache geben. Die Reime gehen mir beim Vorlesen so schön von der Zunge. Dazu noch die liebevollen Bilder, der kleine vorwitzige Frischling, die Seemöwe, die uns am Anfang ihre „Coolen Möws“ vorführt und die besserwisserisch, aber auch hilfsbereit ist. Mama, die immer zu Stelle ist, wenn ihre Hilfe benötigt wird und Merilyn, die Robbenfreundin, die Borst stets unterstützt. Sie alle zeigen uns mit ihrer Mimik ihre Gefühle. 

    Ich hoffe, Borst wird noch weitere Abenteuer erleben und es wird noch mehr solche sprachlich ausgefeilten Bilderbücher von Yvonne Hergane geben. Aber zunächst freue ich mich aufs Vorlesen dieses Buches. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der dem Mond Gute Nacht sagen wollte

    Die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der dem Mond Gute Nacht sagen wollte

    Sabine Bohlmann

    Kerstin Schoene

    Thienemann

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Wieder einmal soll der kleine Siebenschläfer einschlafen. Aber nachdem er den Eltern und seiner Schnuffeldecke (sie antwortet „Knisterknuffelschnuffel) „Gute Nacht“ gesagt hat, möchte er unbedingt auch dem Mond eine gute Nacht wünschen. Weil er immer lauter ruft, da der Mond nicht antwortet, meldet sich die Haselmaus. Beide steigen auf einen kleinen Hügel, um dem Mond näher zu sein. Aus dem Hügel kommt ein Maulwurf, der empfiehlt das Hinterteil des Bären. Vom Rufen wird der Bär wach und hilft der kleinen Gesellschaft auf einen Baum.

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    Das Eichhörnchen zeigt ihnen den Weg ganz nach oben. Hier sitzen sie nun und rufen alle gemeinsam „Gute Nacht, Moooond!“ Da lächelt der Mond endlich zurück.

    Der Text ist kurz und das wiederholte „Gute Nacht, Mond“ rufen lockert ihn wunderbar auf. Die Bilder haben eine wunderbare Atmosphäre, obwohl alles in der Dunkelheit spielt, wirken die Farben warm.  Die Zeichnungen der sind liebevoll und ihre Mimik, besonders das Rufen, ist sehr gut dargestellt. Ein Buch, dass die Sammlung der Geschichten um den kleinen Siebenschläfer, ideal erweitert.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der kleine Esel Liebernicht

    Der kleine Esel Liebernicht

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    Auf dem Cover ist der kleine Esel mit dem ungewöhnlichen Namen zu sehen. Im Einband sehen wir einen Lageplan des Hofes, alles in hellem Blau gezeichnet. Die Geschichte hat einzelne Kapitel mit einer Überschrift. 
    Zunächst machen sich die Tiere Sorgen, weil die alte Kathie Äpfel für einen Apfelkuchen pflückt. „Menschen werden wackelig, wenn sie alt sind.“ Kathe erkennt „Heute muss sie gehen“ und nach einem Abschiedsessen und Ratschlägen für ihre Tiere geht sie mit einem alten Freund. 

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    Die neue Bäuerin kommt in spitzen Schuhen und mit Sonnenbrille daher. Die Hühner schwärmen für Claire, die Kuh erhofft eine fleißige Bäuerin und das belesene Schwein vermutet so einiges. Als dann ein Laster auf den Hof fährt, befürchtet der erwachsene Leser nicht gutes, doch die Tiere hoffen auf Renovierung und Anbau.

    „Große Pläne“ ist das nächste Kapitel überschrieben und man sieht eine Autobahn und ein riesiges Hotel. Doch dann wandelt sich durch die Geburt eines kleinen Esels alles. Als Clair nach einem Alptraum erwacht, hilft sie bei der Geburt und gibt dem kleinen Esel den Namen Liebernicht. Und das ist auch die Antwort, die Claire bezüglich der Veränderung auf dem Hof gibt. So endet alles in Schein der untergehenden Sonne glücklich.

    Die Geschichte um den kleinen Esel soll noch weitergehen, in diesem ersten Band um seine Geburt lernen wird die Tiere und Linh die taffe Hilfe kennen. Es macht Spaß den Bemerkungen der Tiere zuzuhören, obwohl die Ironie den Kindern sicher entgehen wird.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ab hier kenn ich mich aus

    Ab hier kenn ich mich aus

    Andrea Schomburg

    Amrei Fiedler

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Wunderschöne Reime und herrlich bunte Bilder machen dieses Buch zu einem Leseerlebnis besonderer Art. Das kleine blonde Mädchen hat sich im Wald verirrt, sie weiß den Weg nach Hause nicht mehr. Da spricht ein Baum auf Beinen sie an. Er kümmert sich um das Wachstum der kleinen Bäume und wundert sich über das Menschtier. Er führt Mädchen aus dem Wald und nimmt ihm die Angst vor den ungewohnten Geräuschen. Dann ist es soweit, „Wie toll! Ab hier kenn ich mich aus! Doch die beiden müssen noch mit dem Bus fahren, am Kindergarten vorbei gehen und dann ist das Mädchen endlich Zuhause.

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    Der Baum ist erstaunt, dass das Mädchen auch Pflanzen heranzieht und hilft ihr bei der Pflege. Als Gute-Nacht-Lied singt er ihr ein Wachslied „Wachse, kleines Menschentier, alles Gute sing ich dir, Träum vom Bäumchentanz im Moos, wird gesund und fröhlich groß!“ Das Mädchen bringt den Baum wieder in den Wald, schließlich wird er dort gebraucht, und sie verabreden sich sich weiterhin zu treffen.

    Es gibt in dem Buch keine Erwachsenen und das Kindergartenmädchen ist sehr selbstständig. Realistisch ist das Buch sicher nicht, aber trotzdem wunderschön.

    Dagmar Mägdefrau

  • Geh weg, du Problem!

    Geh weg, du Problem!

    Rachel Rooney

    Zehra Hicks

    Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    „Probleme sind Monster“ und so werden sie in diesem Buch auch dargestellt. Übergroß schaut das Pinke Riesentier auf das kleine Kind herab, aber es gibt auch Kleine, die spitze Zähen haben und Krokodilen ähneln. Es gibt knifflige, das Kinderbild zeigt einen Schuh, deren Schleife gebunden werden soll und klebrige, da liegt das Eishörnchen auf dem Boden. Manche „graben dir Gruben“, das Kind im Rollstuhl steht vor einer Einbuchtung im Boden, deren Rundung mit Zähnen ausgestattet ist. Sie vermasseln Spaß, zwischen den Ballspielern entsteht eine Mauer, die die Zunge herausstreckt.

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    Es gibt Probleme, weil man was nicht essen will oder weil es Streit gibt. Doch es gibt auch Lösungsvorschläge. So soll man Problemen ins Auge sehen und beim Namen nennen. Gezeigt wird es am Beispiel einer Spinne. Manchmal verschwinden sie über Nacht, aber das Wichtigste ist, dass man darüber spricht. Auch da gibt es wieder Bilder, auf einer Bank im Park oder abends im Bett. Situationen, die jedes Kind kennt, so wie es auch die Probleme kennt. Auf der letzten Doppelseite sieht man fröhliche Kinder auf einer Wiese der Probleme verpufft sind.

    Die abgebildeten Kinder haben unterschiedliche Hautfarben und ein Kind sitzt im Rollstuhl. Ganz normale Kinder, wie wir sie kennen und alle haben Probleme und müssen lernen damit umzugehen. Mir gefällt, dass die Probleme hier dargestellt werden und dass es Lösungsmöglichkeiten gibt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Trau dich, kleiner Pinguin!

    Trau dich, kleiner Pinguin!

    Steve Smallman

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Pippa Pinguin, die sich etwas ängstlich an einen erwachsenen Pinguin schmiegt. Fröhlich spielen die kleinen Pinguine in Eis und Schnee. Percy ist immer vorneweg und kennt keine Angst. Doch Pippa ist nicht so mutig, sie ist lieber vorsichtig. Pippa hat vor vielem Angst, vor der Dunkelheit und vor Neuem. So springt sie auch nicht ins Meer, um wie Percy den neuen Eisberg zu erkunden.

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    Doch leider passiert Percy dort ein Unglück und er liegt mit einer Beule in einer dunklen Höhle.  Pippa macht sich Sorgen und macht sich, trotz ihrer Angst, auf Percy zu suchen. Und so wird Pippa, weil sie ihre Angst überwunden hat „zum mutigsten Pinguin aller Zeiten!“

    Neu ist die Geschichte nicht, es gibt sie mit vielen Tieren und in noch mehr Variationen. Aber sie ist auch immer wieder schön zu lesen und wir freuen uns jedes Mal mit den Protagonisten, die sich trauen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein größter Schatz bist du

    Mein größter Schatz bist du

    Marie Voigt

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir den kleinen Max mit seinem liebsten Schmusetier und anderem Spielzeug, im Hintergrund die Schatztruhe. Die Schrift und die kleinen Punkte sind aus echtem glänzendem Gold. Auf der Schatzkarte im Einband sind alle Stationen seiner Suche zu sehen.
    Kann Max seinen Kuschelhund Toffie mit in den Kindergarten nehmen oder soll er eines seiner anderen Spielzeuge mitnehmen? Da sieht er oben auf dem Regal eine kleine Schatzkiste und er wünscht sich sie erreichen zu können.

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    Sein Wunsch geht in Erfüllung und er befindet sich mit Toffie in einer Fantasiewelt. Der Ritter, das Rennauto und das Glitzereinhorn nennen ihnen Gründe, weshalb sie den Schatz nicht erreichen können. Doch die beiden Freunde halten zusammen und erreichen den Goldenen Schatz. Der Inhalt der Truhe überzeugt Max, dass er nur Toffie mit in den Kindergarten nehmen kann, denn er ist sein größter Schatz.

    Fantasy für die Kindergartenkinder, ich finde eine schöne Idee.

    Dagmar Mägdefrau

  • Kuddel-Muddel Remmi-Demmi Schnick-Schnack

    Kuddel-Muddel Remmi-Demmi Schnick-Schnack

    Arne Rautenberg

    Nadia Budde

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Wie gewohnt gibt es in diesem Buch keine Großschreibung und auch meisten Satzzeichen fehlen. Dafür gibt es typische Nadia-Budde-Zeichnungen, Tiere mit Perücken und Spinnen mit acht Beinen und sechs Augen. 
    Die Gedichte sind vielfaltig, mal lustig, mal nachdenklich oder beides. In dem Gedicht „Schock im Minirock“ will eine Spinne ihre Zähne putzen und muss feststellen „hilf! denk ich und halt inne ich bin eine Riesenspinne!“

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    Besonders schön finde ich „können tiere nicht einfach nur süß und niedlich sein!“ Eine Frage, die man sich sicher oft stellt. „und warum furzt der hund mit leisem gezisch während wir essen unterm abendbrottisch?“
    Islandponys sind im Schnee unterwegs und Raben krächzen im Winter, das Gebet auf der Arche besteht aus Tierlauten, was sonst?

    Wie bereits der Titel besagt, von jedem etwas, schön gestaltet und mit Reimen, die man mit viel Spaß vorliest.

    Dagmar Mägdefrau

  • Volle Fahrt voraus!

    Volle Fahrt voraus!

    Stefanie Taschinski, Jutta Nymphius, Till Penzek, Julie Bender, Barbara Peters, Constanze Spengler, Ursel Scheffler, Karin Baron, Brigitte Blobel, Katja Reider, Marie-Therese Schins, Leuw von Katzenstein, Andrea Schomburg, Sabine Choinski, Gabriela Krümmel, Marlies Bardeli, Kai Pannen, Susanne Orosz, Anne Jaspersen, Anke Girod, Yvonne Hergane, Irene Margil, Maren Klitzing, von, Annette Mierswa, Maike Dugaro, Inga Marie Ramcke, Cornelia Manikowsky, Cornelia Franz, Silke Vry, Anne-Ev Ustorf, Andreas Schlüter, Uticha Marmon, Kristina Kreuzer, Katharina Mauder, Jörg Bernardy, Martin Verg, Rieke Patwardhan, Nele Palmtag, Volker Fredrich, Anke Hennings-Huep, Miriam Elze, Lena Hällmayer, Louise Heymans, Kerstin Meyer

    CARLSEN

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Für dieses 180-seitige Buch habe sich die Elbautoren und Illustratoren zusammengetan und herausgekommen ist ein wunderschönes Werk zum Vorlesen. 
    Es beginnt mit einem Gedicht über einen Badehosen tragenden Bär, dann lernen wir einen Klabautermann kennen, eine Walfischmama hat ausversehen einen Delfin verschluckt, dann geht es mit den Großeltern an die Ostsee und Prinzessin Klara lässt sich mit Piraten ein. 

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    Zur Abwechslung singen wir dann ein Piratenlied.

    Gefolgt von einem Märchen, ein Bär entdeckt die Unterwasserwelt, Hamburger Türm wetteifern miteinander, Möwen finden einen Pinguin auf einer Sitzbank, auch Störebeker war mal ein Junge, wunderschön, der Spatzenchor, der in der Elfie singt, der angeschwemmte Müll geht uns alle an, Paula schaut sich ein Hausboot an, eine Riesenkrake und eine Seegurke schließen Freundschaft, Jette will nicht nach England, der Name „Frau Meier“ gefällt mir für eine freche Möwe und dann wird eine Perle weitergereicht. 

    Bernstein suchen ist immer ein Erlebnis, ein Gedicht über eine echte Hamburger Maus, ein Schaf ist mit dem Boot unterwegs und lernt eine Möwe kennen und gibt es sie wirklich, Meerschweinchen auf Helgoland? Einen Piratenschatz finden ist immer ein Erlebnis, dann erfahren wir einiges zu Seeschnecken und singen danach ein Lied, Hochwasser ist ein wichtiges Thema an der See, danach lernen wir ein altes Zwergenvölkchen kennen und lernen einen Biber und seinen Lebensraum kennen. Bei der Schifffahrt geht es lustig zu, der nächste Text ist nicht ganz einfach vorzulesen und wieder wird ein Schatz gesucht, es liegen ja sicher noch einige herum. Auch eine Miesmuschel kann mutig sein, ein miesepetriger Herr verändert sich und habt ihr schon von einem Mehr-o-Mat gehört? Noch eine Möwe, die stolz auf ihre Stadt ist, auch kleine Weller werden unterschätzt, dann folgt eine Ode an die Elbe, dann geht’s nach Neuwerk und als letztes erfahren wir Neues über den Suez-Kanal. 

    Eine solche Fülle an Geschichten, Gedichten und Liedern von namhaften Autoren für unserer Kleinen geschrieben, das ist wirklich ein besonderes Buch. Dazu kommen noch die wunderschön gezeichneten Bilder, zwei Doppelseiten gibt es zusätzlich noch viel zu entdecken. Über einen Monat Gutenachtgeschichte, abwechslungsreicher kann man den Tag nicht beschließen. Aber natürlich eignen sich die Geschichten zu jeder Tageszeit zum Vorlesen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Die grünen Stiefel

    Die grünen Stiefel

    Hans Traxler

    Kunstmann

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir Johann mit den grünen Stiefeln an seinen Füßen im Wasser stehen im Hintergrund ein Eisberg und auf einer Scholle sitzt ein niedliches Eisbärjunges. Auf den ersten Seiten ist ein Eskimo zu sehen, auch er trägt grüne Stiefel und er hat zwei Koffer dabei, sein Gesichtsausdruck ist nicht sehr freundlich. Dann blättere ich zur ersten Seite, da sitz Johann auf seinem Bett und der Boden ist voller Wasser, seine Spielzeuge schwimmen darin. Johann findet die grünen Stiefel und geht nach draußen, auch hier ist überall Wasser.

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    Die Szene vom Cover taucht wieder auf und dann kommt noch ein Boot voller Eskimos gerudert. Johann flüchtet ins Haus und die Eskimos schauen durch die Terrassentüre herein. Im Fernsehen schaut Oma sich die Situation an, so würgen abgemagerte Eisbären pflanzliche Nahrung aus. Ein grauenhaftes Bild! Dann folgt die Erklärung, die wir alle befürchten. Klimaerwärmung!!! Zum Glück ist alles nur ein Traum, aber er hat Konsequenzen, die Familie spart sich den Flug nach Ägypten und bleibt im Voralpenland. 

    Der inzwischen einundneunzigjährige Hans Traxler hat dieses Buch seinen Enkeln gewidmet, aber ich denke, es ist eher was für die, die jetzt die Verantwortung haben und die vielleicht durch ihr Verhalten etwas ändern können. Aber möglicher Weise sind seine Enkel schon in diesem Alter. Fassen wir uns also alle an unsere eigene Nase und schauen wir, wie wir den Eskimos und den Eisbären ihre Heimat erhalten.

    Ich kann mir dieses Bilderbuch durchaus als Schulbuch vorstellen, denn der Apell ist klar und einleuchtend und geht uns alle an.

    Dagmar Mägdefrau

  • Wir alle für unsere Erde

    Wir alle für unsere Erde

    Nicola Edwards

    Sahra Wilkins

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover ist eine bunte Schar Kinder zu sehen, man sieht, dass sie etwas rufen und aufgeregt halten sie Schilder in die Höhe. Die Buchstaben des Titels sind gestanzt und durch ein tropfenförmiges Loch kann man auf die nächste Seite schauen. Ein rundes Bild zeigt uns die Schönheit der Erde auf der anderen Seite sehen zwei Kinder dort hinüber. 
    „Wie ein Tropfen im Meer“ fühl man sich, das Bild setzt das sehr schön um mit vielen hastenden Erwachsenen, von denen man nur den Unterkörper sieht und dazwischen ein Mädchen, dass eine Plastikflasche einsammelt.

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    Auch hier gibt es wieder einen Tropfen, der das Türkis der nächsten Seite zeigt. 
    Vor einer Fabrik sehen wir Greta mit ihrem bekannten Schild sitzen, „Wer hilft, wenn nicht wir?“ Dann geht es zu den Eisbären, die auf einer kleinen Scholle sitzen, zwei Inuit-Kinder halten ein Schild hoch. „Gemeinsam kriegen wir das sicherlich hin!“ Australien Korallenriffs, Afrikas Savannen ohne Wasser und das Abholzen des Regenwaldes, immer sieht man Kinder dagegen protestieren. 
    Doch es gibt auch schon ein wenig Hilfe. Dächer mit Bienenstöcken in Tokio, in New York werden Blumen von Fenster zu Fenster gereicht, Müll wird getrennt und aus dem Meer gefischt. Die Kinderschar marschiert trommelnd und singend weiter „…und hört erst dann auf, wenn sich was tut!“ Auf der letzten Doppelseite haben sich viele aus der ganzen Welt angeschlossen, „zusammen sind wir stärker als einer allein.“

    Die recht kurzen Texte reimen sich sehr schön, die Bilder sind, trotz der schlimmen Situationen genau wie die Texte positiv gehalten und bunt.

    Dagmar Mägdefrau