• Beppo auf der Baustelle

    Beppo auf der Baustelle

    Stephan Lomp

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 18 Monate

    Ein handliches Pappbilderbuch, das schon auf dem Cover einen Kipplader zeigt, den die Kleinen kippen können. Das Kaninchen im Bagger bittet Beppo um Hilfe. „Mach mit, wir heben das Loch aus!“ und schon wird der Baggerarm hin und her bewegt. Beim Hausbau helfen alle mit. Das Kaninchen steht am Presslufthammer und Beppo schiebt die Erde mit dem Radlader weg. Diesmal wird der Radlader aus dem Buch geschoben.

    mehr oder weniger lesen

    Der Hund hebt die Ziegel über den Buchrand. Danach muss der Kran helfen und den Betonmischer kann mit einem Rad gedreht werden. Auf der nächsten Seite treibt das Rad die Planierwalze an und den wird noch die Wand hoch und runter gestrichen. Das Haus ist fertig und man kann die Seite bis zum Dach ausklappen. Alle Tiere sind eingezogen und danken Beppo für seine Hilfe. 

    Die kurzen Sätze können auch kleine Baumeister schon verstehen und Spieleffekte machen ein Buch immer besonders interessant.

    Dagmar Mägdefrau

  • Tiere der Wildnis (mit Holzfiguren)

    Tiere der Wildnis (mit Holzfiguren)

    Illustrationen von Claudia Fries

    Ullmann

    Verlagsempfehlung ab 12 Monate

    Das Buch hat auf dem Cover unter einer Plastikhaube, die man durch einen Schieber im Einband öffnen kann, drei einfache Holztiere: Zebra, Löwe und Elefant sind die Tiere, die im Pappbilderbuch vorkommen. 
    Drei Elefanten sind zu sehen und in zwei Sätzen wird die Situation beschrieben, dann kommt die Aufforderung „Lass deinen Elefanten mit der Herde mitlaufen.“
    Bei der Löwenfamilie auf der nächsten Seite brüllt der Papa sehr laut. „Kann dein Löwe auch brüllen?“

    mehr oder weniger lesen

    Zwei Zebras pflegen gegenseitig ihr Fell, „Mag dein Zebra das auch?“ Die Elefanten baden, die Löwen schlafen und die Zebras löschen ihren Durst. – Immer gibt es die Aufforderung ans Kind mit seinem Holztier zu agieren. 

    Die Texte sind einfach zu verstehen und die Bilder sind minimalistisch, aber durchaus realistisch gezeichnet. Eine schöne Mischung aus Vorlesen und Spielen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Tiere der Wildnis – Sound- und Fühlbuch

    Tiere der Wildnis – Sound- und Fühlbuch

    Illustrationen von Svenja Doering

    Ullmann

    Verlagsempfehlung ab 12 Monate

    Auf dem Cover sehen wir den Löwenmann, durch Streicheln seines Felles, das sich sehr weich anfühlt, hört man sein Brüllen. Auf der ersten Seite gibt es eine kurze Info zum Löwen. Dann folgt die Frage „Weißt du, wie es klingt, wenn der Löwe brüllt?“ und dann die Aufforderung, das abgebildete Tier zu fühlen. Der Affe (Schimpanse) wird auf der nächsten Seite vorgestellt. Es folgt der Elefant, dessen Haut sich wie Leder anfühlt. Der Bär hat wieder weiches puscheliges Fell.

    mehr oder weniger lesen

    Man sieht ihn schwimmen und Honig naschen. Auch das weiße Fell des Pinguins ist weich, wohingegen das des Zebras ganz kurz und fest ist. 
    Auf der Hinterseite des Buches gibt es einen Schalter zum Ein- und Ausschalten und ein Plastikkästchen für die Batterien, die man wechseln kann. Die Geräusche der Tiere sind sehr gut zu hören und entsprechen den Geräuschen in der Natur.

    Für Einjährige ist der Text sicher noch zu schwierig, doch die Möglichkeit, durch Streicheln die Tierstimmen zu hören, gefällt schon den ganz Kleinen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Lass uns Freunde sein!

    Lass uns Freunde sein!

    Susan Vaught

    Illustriert von Kelly Mrphy

    Ullmann

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Das Cover zeigt den Fuchs und eine junge Ente, die sich, so scheint es, anlächeln. Auf dem Bild im Einband zieht ein Gewitter auf und die Tiere flüchten. Die erste Seite zeigt den Fuchs, der hilflos dem Unwetter ausgesetzt ist. Doch im Hintergrund steht eine erleuchtete Scheune. Durch den Regen geht der Fuchs auf das Haus zu. Wir sehen durch das Fenster ein Kaninchen. Der Fuchs schaut durch ein anders Fenster hinein. Dann sind wir mit den Tieren in der Scheune und sehen den Fuchskopf am Fenster. „Weg mit dir! Kein Platz mehr hier!“

    mehr oder weniger lesen

    Nun sehen wir das Bild vom Cover, allerdings nicht nur den Kopf des Fuchses, wir sehen seine Jungen unter dem Bauch. Einigen kleine Bilder zeigen die Annäherung der Tiere. Sie fassen Vertrauen. Auf den nächsten Seiten geht es darum, dass trotz der Unterschiede „die Liebe gewinnt.“ Wunderschön die Füchsin mit ihren Jungen und auf ihrer Nase sitzt eine Schnecke. „Und es gibt genug Platz.“ Da sehen wir die Tiere im Stall schlafen und aus dem Regen treten andere Waldtiere ins Trockene. 

    Wie schön wäre es, wenn alle sich so verhalten würden, wie diese Tiere in der Scheune. Und wenn der Fuchs dankbar die Einladung annimmt. Die Bilder sind warm und liebevoll gezeichnet und die kleinen gereimten Sätze ganz kurz gehalten. Trotzdem ist die Aussage dieses Bilderbuches herzerwärmend. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein Schatten ist pink  

    Mein Schatten ist pink  

    Scott Stuart

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Der Junge(?) auf dem Cover hat einen pinken Schatten, der wie eine Tänzerin im Tütü aussieht. So erfahren wir, dass Schatten von Männern immer blau sind, doch der Junge weiß, seiner ist anders. Er berichtet weiter von seinem Schatten, der Ponys und Prinzessinnen mag. Das Bild zeigt ihn wütend darüber nachdenkend mit einem fröhlichen pinken Schatten im Hintergrund. Wenn er wirbelnd durchs Haus tanzt, kommt sein Vater mit seinem großen blauen Schatten und sagt „Das geht vorüber“.

    mehr oder weniger lesen

    Als auf der Schuleinladung „Lieblings-Outfit!“ steht, zieht er sein hübsches gelbes Kleid an. Erstaunlicherweise haben alle anderen Kinder, auch das Mädchen im Vordergrund, blaue Schatten. Da die Kinder ihn wortlos anstarren, rennt der Junge nach Hause. Als Papa ins Zimmer kommt, trägt er ein pinkes Kleid. Aus dem Ausschnitt kommen die Brusthaare und er trägt einen Schnurrbart und sein Schatten ist blau. Einfühlsam geht er auf seinen Sohn ein und berichtet von anderen aus der Familie.
    Allerdings find ich, dass hier immer die Schatten zum dargestellten Geschlecht passen. Ich hätte der kleinen Tänzerin, die Physik liebt, eher einen blauen Schatten gemalt. Als Vater und Sohn zurück in die Schule gehen, tritt der Junge selbstbewusst in den Raum „Jeder ist, wie er ist.“ Und findet schnell einen Freund.

    Ich habe in meiner Beschreibung immer von einem Jungen gesprochen, weil die Abbildung einen Jungen darstellt. Sicher kann man das auch anders sehen. Ich finde, das Buch zeigt in schönen Bildern und verständlichen Worten, dass wir nicht immer so fühlen, wie wir nach außen wirken. Ein mutiges Buch zu einem aktuellen Thema.

    Dagmar Mägdefrau

  • Gerda, der kleine Wal – Eine Geschichte vom Mutigsein

    Gerda, der kleine Wal – Eine Geschichte vom Mutigsein

    Erwin Grosche

    Adrián Macho

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Im ersten Band lernt Gerda am Ende Gerd kennen und diesmal erleben beide zusammen ein Abenteuer. Das Cover zeigt die beiden, die Ornamente sind teilweise in Rotgold gezeichnet.
    Der Mond scheint am Himmel und seine Strahlen beleuchten verschiedene Wale. Sie singen zusammen ein Lied.  Es beginnt mit „Kommt, Wale, lasst uns mutig sein im großen Ozean.“ Die alte, etwas mürrisch dreinschauende Lisbeth, meint, man solle nicht singen, sondern erstmal seinen Mut beweisen.

    mehr oder weniger lesen

    „Geht nach Norden und folgt dem Polarlicht“ rät sie den beiden jungen Walen. Die beiden versichern sich ihren Mut und schwimmen los. Man sieht ihre Schwanzflossen aus dem riesigen blauen Ozean herausschauen. Doch dann hören sie etwas Unheimliches, dass sich als Kreuzfahrtschiff herausstellt, das ein Feuerwerk abbrennt. Als sie am dunklen Grund nichts mehr sehen, tauchen leuchtende Quallen auf und wir sehen eine wundersame Meereskulisse. Großäugige Delfine helfen bei der Suche nach Gerd. Eine Muräne mit spitzen Zähen zeigt Humor. Ein keines Mädchen auf einem Walross erklärt den Walen, dass sie das Gewitter nicht fürchten müssen. Auf dem Heimweg stellen die beiden fest, dass es auch mutig ist, zu sagen, dass man sich gernhat.

    Auch der zweite Band punktet durch seine wunderschönen Bilder, die Geschichte zeigt, wie wichtig ein Freund ist und dass Mut bedeutet, seine Angst zu überwinden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Trudi traut sich!

    Trudi traut sich!

    Katja Reider

    Henrike Wilson

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Trudi ist eine braun-weiße ganz normale Kuh, allerdings ist sie etwas größer als andere Kühe, deshalb glauben alle, „dass Trudi vor nichts auf der Welt Angst hat.“ So sieht man sie im Gewitter stehen und alles kleinen Tiere stehen unter ihrem schützenden Bauch. Alle beneiden sie. Beim Versteckenspielen schlägt Trudi vor, dass sich immer zwei zusammen verstecken, „damit keiner von euch Kleinen Angst bekommt!“

    mehr oder weniger lesen

    Um zum erfrischenden Bach zu gelangen, müssen die Tiere durch den Finsterwald. Trudi hält alle dich zusammen. Als ein Igeljunges von der anderen Bachseite gerettet werden muss, muss Trudi als Brücke herhalten. Als alle sie bejubeln gesteht Trudi, dass sie solche Angst hatte und dass sie eigentlich vor ALLEM Angst hatte. Da schlagen die Tiere vor, dass Trudi sich fallen lassen soll und sie sie auffangen. So sehen wir auf der letzten Seite Trudi, die sich mit geschlossenen Augen nach hinten auf die anderen Tiere fallen lässt. 
    So kann es einem gehen, man ist groß und alle denken, man ist auch innerlich stark. Tapfer von Trudi ihre Angst zuzugeben und den anderen dann so zu vertrauen.
    Das Buch beschreibt bekannte Situationen in kurzen Texten und schönen, klaren Bildern.
    Dagmar Mägdefrau

  • Heiße Milch mit Honig – Eine Geschichte, die wärmt und tröstet

    Heiße Milch mit Honig – Eine Geschichte, die wärmt und tröstet

    Frank Daenen

    Bohem

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Da sitzt der kleine niedliche Bär an seinem Klavier und schaut sehnsüchtig in den Himmel, so stellt sich mir das Cover da. Die Doppelseite des Einbandes zeigt die lustige Geburtstagsfeier für einen Bären. Mit einem Karton voller Geschenke auf einen Stock gestützt, geht es wohl heim.
    Da sitzen die beiden, der kleine und der große Bär gemütlich in ihren Sesseln und trinken heiße Milch. Der Kleine macht Pläne fürs Frühjahr und es fallen ihm vielen schöne Sachen ein, die beide gemeinsam machen können.

    mehr oder weniger lesen

    Und dann ist Schlafenszeit. Als der Kleine Bär nach dem Winter wieder aufwacht, sind alle da, nur Großer Bär nicht. Die Freunde versuchen den Bären zu trösten, und „Ab und zu gelingt das.“ Alles was der Kleine Bär sich vorgenommen hat, erledigen sie mit ihm. Er ist dann manchmal „das fröhliche Bärchen“, aber der Große Bär fehlt ihm. Es ist nicht schlimm, dass er traurig ist. Alle denken an den Großen Bären und trinken heiße Milch mit Honig.
    Der hintere Einband entspricht dem Cover mit der Widmung „Für Papa“.
    Für mich war das Buch Balsam, wie die heiße Honigmilch. Die Bilder sind so gefühlvoll und der Trost, den die Tierfreunde an den Kleinen Bären geben, kann ich spüren. Ein wundervolles Buch über Trauer und Verlust, aber auch über Trost und Freundschaft.

    Dagmar Mägdefrau

  • Furzipups der Knatterdrache

    Furzipups der Knatterdrache

    Kai Lüftner

    Wiebke Rauers

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Niedlich schaut der kleine bunte Drache uns vom Cover aus an. Neben ihm ist der dicke Button installiert, der die Pupsgeräusche macht. Leider ist das Geräusch nicht so klar zu erkennen. Es hört sich eher wie eine knarrende Tür an. Man kann den Knopf durch eine Klappe im Einband entfernen und einzeln nutzen bzw. die Batterie wechseln.
    Die anderen ebenso bunten Drachen sehen sehr ungewöhnlich aus. Sie haben z.B. drei oder fünf Augen, aber auch nur eines. Aber sie können alle Feuer speien.

    mehr oder weniger lesen

    „—alle Drachen dieser Erde, spucken Feuer bei Gefahr, nur Furzipups nicht, leider wahr.“ Wenn Furzipups es probiert, entweicht ihm nur ein Pups. So viel der kleine Drache auch übt, es gelingt ihm immer nur ein Pups. Scharfes Essen und baden in Lava, alles hat keinen Erfolg. So kommt er zu dem Schluss „Feuerspuken ist nur Stress, dachte sich, dann lässt du es.“ So erfreut er die anderen mit seinen rhythmischen Pupsgeräuschen. Und die Moral von der Geschicht: „Fühlst du dich unverstanden? Dann sing dein eignes Lied, und pupse, wenn es sein muss, in deinem eigenen Beat.“
    Eine lustige Geschichte mit fröhlichen, bunten Bildern, aber mir ein bisschen flach. Die Kinder werden, dass ist zu erwarten, das Pupsen und das darüber sprechen mögen. Mein erster Zuhörer war auf jeden Fall sehr begeistert. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Ritter Schnubidu hilft dem König

    Ritter Schnubidu hilft dem König

    Kathrin Eimler

    Illustration von Bettina Kumpe

    Eigenverlag

    Autorenempfehlung ab 3 Jahre

    Mit einem netten Lächeln sehen wir den Ritter in voller Rüstung mit seinem Schwert auf einer Kuh sitzend auf dem Cover. „Auf seiner lieben, braven Kuh, reitet gern der Ritter Schnubidu.“ So wird er uns im Buch vorgestellt. Er lebt nicht auf einer Burg, sondern in einem kleinen Haus. Dort steht er mit seiner Reitkuh und mit schnellen Schritten kommt aufgeregt der König auf ihn zugelaufen. Der wendet sich mit seinem Problem an den Ritter, sein Pferd steckt mit seinem Huf fest.

    mehr oder weniger lesen

    So reitet der Ritter los, das Pferd zu befreien. Doch der König hat noch ein anderes Problem, er hat seine Krone verloren. Auch hier kann der Ritter Schnubidu helfen. Selbst als der König seinen Heimweg zum Schloss nicht mehr findet, ist Schnubidu sofort bereit ihn dort hinzuführen. 
    Schnubidu ist hilfsbereit und verneigt sich immer wieder vor seinem König, er nimmt ihn ernst und macht sich nicht über ihn lustig. So bekommt er am Ende eine Belohnung vom König.
    Zu jeder Textseite gehört ein ganze Bilderseite mit schönen passenden Illustrationen. Der Text ist in Reimform geschrieben und da finde ich einige Sätze konstruiert. „Lieber König, ich suche dein Pferd! Jedes Tier doch nach Hause gehört!“ Als besonderen Service gibt es im Buch ein Ausmalbild entsprechend dem Cover und einen Basteltipp mit Klopapierrollen. Besonders die Kuh ist sehr gelungen.Das Buch ist sehr ansprechend gestaltet und wird den Kinder Spaß machen, schon allein, weil Ritter Schnubidu ein so ungewöhnliches Reittier hat. Das Thema Demenz, die Vergesslichkeit des Königs, ist nicht so vordergründig, trotzdem kann man einiges im Umgang von Schnubidu mit dem König lernen.  

    Dagmar Mägdefrau

  • Was versteckt sich in deinem Bauch, Mama?

    Was versteckt sich in deinem Bauch, Mama?

    Patricia Martin

    Rocio Bonilla

    Jumbo

    Verlagsempfehlung ab 1 Jahr

    Ich liebe diese klaren einfachen und liebevoll gezeichneten Bilder. Hier kommt die Geschichte auch ganz ohne Worte aus. 
    Auf dem Cover sehen wir den kleinen Jungen mit einem Luftballon unter seinem geringelten Shirt. Auf der ersten Doppelseite des Pappbilderbuches zieht er mit seinem Schmuseelefanten im Wagen los. Mama sitzt lesend auf der Couch und der Junge zieht sich an der Lehne hoch. Szenen, die jedes Kind kennt. Doch beim Zähneputzen fällt ihm der dicke Bauch, der zwischen Rock und Shirt zu sehen ist, auf.

    mehr oder weniger lesen

    Auch beim Mittagessen schaut er erstaunt auf die Wölbung unter dem Pullover. Beim Spaziergang im Regen streckt Mama, von der wir nur immer die Mitte sehen, den Bauch stolz vor. Der Junge hat eine Idee und steckt den Luftballon unter sein Shirt. Neben seinem Bett, in das er sich mit seinem Elefanten kuschelt, steht eine Wiege. Liebevoll streichelt er über Mamas Bauch und zuletzt liegt das Geschwisterchen in der Wiege und Mamas Bauch ist wieder flach. (Das ist, wie wir wissen, Wunschdenken.)

    Ein sehr einfühlsames Buch, das zukünftigen großen Geschwistern zeigt, was auf sie zukommt. Ich denke, dass ein solches Buch sehr hilfreich sein wird.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ricki in der Tintenwolke

    Ricki in der Tintenwolke

    Hanna Müller

    Hannah Stollmayer

    Carla Swiderski

    Illustriert von Adolfo Serra

    Jumbo

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Klein, rosa und mit großen dunklen Augen schaut Ricki der Tintenfisch aus dem Cover. Im Einband sehen wir ihn inmitten anderer farbiger Fische, aber auf der Titelseite ist er durch eine dunkle Wolke verdeckt. 
    Der kleine Tintenfisch sammelt jeden Morgen die mit seinen acht Armen die Fundstücke vom Meeresboden auf. Doch leider ist er sehr schreckhaft und immer, wenn er sich erschrickt, stößt er eine Wolke dunkler Farbe aus. So hält ihn das Seepferdchen für ein Gespenst.

    mehr oder weniger lesen

    Als eine kleine Sardine in eine Flasche schwimmt und nicht wieder herauskann. Beobachtet Ricki die Befreiungsversuche der anderen Tiere. Erst als er befürchtet, dass der Hammerhai die Sardine verletzen könnte, mischt er sich ein und befreit die kleine Sardine. Die anderen Tiere, die Ricki bisher nicht kannten, feiern ihn mit einem Fest.
    Bilderbücher enden sehr häufig mit einer Feier. Ich würde mir da etwas mehr Einfallsreichtum wünschen.
    Der schüchterne rosa Tintenfisch ist einfach liebeswert und wir freuen uns mit ihm, dass er mit seiner Heldentat die Anerkennung der anderen Meeresbewohner errungen hat. Schon allein, wie alle Tiere sich um die gefangene Sardine bemüht haben, zeigt, wie wichtig Freundschaft ist. Die Kinder, denen das Buch vorgelesen wird, lernen einige Meeresbewohner kennen und sehen auch, wie gefährlich so eine Flasche für die Fische sein kann. 

    Dagmar Mägdefrau