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Mein Schatten ist pink

Scott Stuart
Coppenrath
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Der Junge(?) auf dem Cover hat einen pinken Schatten, der wie eine Tänzerin im Tütü aussieht. So erfahren wir, dass Schatten von Männern immer blau sind, doch der Junge weiß, seiner ist anders. Er berichtet weiter von seinem Schatten, der Ponys und Prinzessinnen mag. Das Bild zeigt ihn wütend darüber nachdenkend mit einem fröhlichen pinken Schatten im Hintergrund. Wenn er wirbelnd durchs Haus tanzt, kommt sein Vater mit seinem großen blauen Schatten und sagt „Das geht vorüber“.
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Als auf der Schuleinladung „Lieblings-Outfit!“ steht, zieht er sein hübsches gelbes Kleid an. Erstaunlicherweise haben alle anderen Kinder, auch das Mädchen im Vordergrund, blaue Schatten. Da die Kinder ihn wortlos anstarren, rennt der Junge nach Hause. Als Papa ins Zimmer kommt, trägt er ein pinkes Kleid. Aus dem Ausschnitt kommen die Brusthaare und er trägt einen Schnurrbart und sein Schatten ist blau. Einfühlsam geht er auf seinen Sohn ein und berichtet von anderen aus der Familie.
Allerdings find ich, dass hier immer die Schatten zum dargestellten Geschlecht passen. Ich hätte der kleinen Tänzerin, die Physik liebt, eher einen blauen Schatten gemalt. Als Vater und Sohn zurück in die Schule gehen, tritt der Junge selbstbewusst in den Raum „Jeder ist, wie er ist.“ Und findet schnell einen Freund.Ich habe in meiner Beschreibung immer von einem Jungen gesprochen, weil die Abbildung einen Jungen darstellt. Sicher kann man das auch anders sehen. Ich finde, das Buch zeigt in schönen Bildern und verständlichen Worten, dass wir nicht immer so fühlen, wie wir nach außen wirken. Ein mutiges Buch zu einem aktuellen Thema.
Dagmar Mägdefrau
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Gerda, der kleine Wal – Eine Geschichte vom Mutigsein

Erwin Grosche
Adrián Macho
Coppenrath
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Im ersten Band lernt Gerda am Ende Gerd kennen und diesmal erleben beide zusammen ein Abenteuer. Das Cover zeigt die beiden, die Ornamente sind teilweise in Rotgold gezeichnet.
Der Mond scheint am Himmel und seine Strahlen beleuchten verschiedene Wale. Sie singen zusammen ein Lied. Es beginnt mit „Kommt, Wale, lasst uns mutig sein im großen Ozean.“ Die alte, etwas mürrisch dreinschauende Lisbeth, meint, man solle nicht singen, sondern erstmal seinen Mut beweisen.mehr oder weniger lesen
„Geht nach Norden und folgt dem Polarlicht“ rät sie den beiden jungen Walen. Die beiden versichern sich ihren Mut und schwimmen los. Man sieht ihre Schwanzflossen aus dem riesigen blauen Ozean herausschauen. Doch dann hören sie etwas Unheimliches, dass sich als Kreuzfahrtschiff herausstellt, das ein Feuerwerk abbrennt. Als sie am dunklen Grund nichts mehr sehen, tauchen leuchtende Quallen auf und wir sehen eine wundersame Meereskulisse. Großäugige Delfine helfen bei der Suche nach Gerd. Eine Muräne mit spitzen Zähen zeigt Humor. Ein keines Mädchen auf einem Walross erklärt den Walen, dass sie das Gewitter nicht fürchten müssen. Auf dem Heimweg stellen die beiden fest, dass es auch mutig ist, zu sagen, dass man sich gernhat.
Auch der zweite Band punktet durch seine wunderschönen Bilder, die Geschichte zeigt, wie wichtig ein Freund ist und dass Mut bedeutet, seine Angst zu überwinden.
Dagmar Mägdefrau
Themen: Strand/Meer/Schwimmen -
Trudi traut sich!

Katja Reider
Henrike Wilson
Coppenrath
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Trudi ist eine braun-weiße ganz normale Kuh, allerdings ist sie etwas größer als andere Kühe, deshalb glauben alle, „dass Trudi vor nichts auf der Welt Angst hat.“ So sieht man sie im Gewitter stehen und alles kleinen Tiere stehen unter ihrem schützenden Bauch. Alle beneiden sie. Beim Versteckenspielen schlägt Trudi vor, dass sich immer zwei zusammen verstecken, „damit keiner von euch Kleinen Angst bekommt!“
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Um zum erfrischenden Bach zu gelangen, müssen die Tiere durch den Finsterwald. Trudi hält alle dich zusammen. Als ein Igeljunges von der anderen Bachseite gerettet werden muss, muss Trudi als Brücke herhalten. Als alle sie bejubeln gesteht Trudi, dass sie solche Angst hatte und dass sie eigentlich vor ALLEM Angst hatte. Da schlagen die Tiere vor, dass Trudi sich fallen lassen soll und sie sie auffangen. So sehen wir auf der letzten Seite Trudi, die sich mit geschlossenen Augen nach hinten auf die anderen Tiere fallen lässt.
So kann es einem gehen, man ist groß und alle denken, man ist auch innerlich stark. Tapfer von Trudi ihre Angst zuzugeben und den anderen dann so zu vertrauen.
Das Buch beschreibt bekannte Situationen in kurzen Texten und schönen, klaren Bildern.
Dagmar Mägdefrau -
Heiße Milch mit Honig – Eine Geschichte, die wärmt und tröstet

Frank Daenen
Bohem
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Da sitzt der kleine niedliche Bär an seinem Klavier und schaut sehnsüchtig in den Himmel, so stellt sich mir das Cover da. Die Doppelseite des Einbandes zeigt die lustige Geburtstagsfeier für einen Bären. Mit einem Karton voller Geschenke auf einen Stock gestützt, geht es wohl heim.
Da sitzen die beiden, der kleine und der große Bär gemütlich in ihren Sesseln und trinken heiße Milch. Der Kleine macht Pläne fürs Frühjahr und es fallen ihm vielen schöne Sachen ein, die beide gemeinsam machen können.mehr oder weniger lesen
Und dann ist Schlafenszeit. Als der Kleine Bär nach dem Winter wieder aufwacht, sind alle da, nur Großer Bär nicht. Die Freunde versuchen den Bären zu trösten, und „Ab und zu gelingt das.“ Alles was der Kleine Bär sich vorgenommen hat, erledigen sie mit ihm. Er ist dann manchmal „das fröhliche Bärchen“, aber der Große Bär fehlt ihm. Es ist nicht schlimm, dass er traurig ist. Alle denken an den Großen Bären und trinken heiße Milch mit Honig.
Der hintere Einband entspricht dem Cover mit der Widmung „Für Papa“.
Für mich war das Buch Balsam, wie die heiße Honigmilch. Die Bilder sind so gefühlvoll und der Trost, den die Tierfreunde an den Kleinen Bären geben, kann ich spüren. Ein wundervolles Buch über Trauer und Verlust, aber auch über Trost und Freundschaft.Dagmar Mägdefrau
Themen: Schlaf/Einschlafen/Nacht -
Furzipups der Knatterdrache

Kai Lüftner
Wiebke Rauers
Coppenrath
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Niedlich schaut der kleine bunte Drache uns vom Cover aus an. Neben ihm ist der dicke Button installiert, der die Pupsgeräusche macht. Leider ist das Geräusch nicht so klar zu erkennen. Es hört sich eher wie eine knarrende Tür an. Man kann den Knopf durch eine Klappe im Einband entfernen und einzeln nutzen bzw. die Batterie wechseln.
Die anderen ebenso bunten Drachen sehen sehr ungewöhnlich aus. Sie haben z.B. drei oder fünf Augen, aber auch nur eines. Aber sie können alle Feuer speien.mehr oder weniger lesen
„—alle Drachen dieser Erde, spucken Feuer bei Gefahr, nur Furzipups nicht, leider wahr.“ Wenn Furzipups es probiert, entweicht ihm nur ein Pups. So viel der kleine Drache auch übt, es gelingt ihm immer nur ein Pups. Scharfes Essen und baden in Lava, alles hat keinen Erfolg. So kommt er zu dem Schluss „Feuerspuken ist nur Stress, dachte sich, dann lässt du es.“ So erfreut er die anderen mit seinen rhythmischen Pupsgeräuschen. Und die Moral von der Geschicht: „Fühlst du dich unverstanden? Dann sing dein eignes Lied, und pupse, wenn es sein muss, in deinem eigenen Beat.“
Eine lustige Geschichte mit fröhlichen, bunten Bildern, aber mir ein bisschen flach. Die Kinder werden, dass ist zu erwarten, das Pupsen und das darüber sprechen mögen. Mein erster Zuhörer war auf jeden Fall sehr begeistert.Dagmar Mägdefrau
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Ritter Schnubidu hilft dem König

Kathrin Eimler
Illustration von Bettina Kumpe
Eigenverlag
Autorenempfehlung ab 3 Jahre
Mit einem netten Lächeln sehen wir den Ritter in voller Rüstung mit seinem Schwert auf einer Kuh sitzend auf dem Cover. „Auf seiner lieben, braven Kuh, reitet gern der Ritter Schnubidu.“ So wird er uns im Buch vorgestellt. Er lebt nicht auf einer Burg, sondern in einem kleinen Haus. Dort steht er mit seiner Reitkuh und mit schnellen Schritten kommt aufgeregt der König auf ihn zugelaufen. Der wendet sich mit seinem Problem an den Ritter, sein Pferd steckt mit seinem Huf fest.
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So reitet der Ritter los, das Pferd zu befreien. Doch der König hat noch ein anderes Problem, er hat seine Krone verloren. Auch hier kann der Ritter Schnubidu helfen. Selbst als der König seinen Heimweg zum Schloss nicht mehr findet, ist Schnubidu sofort bereit ihn dort hinzuführen.
Schnubidu ist hilfsbereit und verneigt sich immer wieder vor seinem König, er nimmt ihn ernst und macht sich nicht über ihn lustig. So bekommt er am Ende eine Belohnung vom König.
Zu jeder Textseite gehört ein ganze Bilderseite mit schönen passenden Illustrationen. Der Text ist in Reimform geschrieben und da finde ich einige Sätze konstruiert. „Lieber König, ich suche dein Pferd! Jedes Tier doch nach Hause gehört!“ Als besonderen Service gibt es im Buch ein Ausmalbild entsprechend dem Cover und einen Basteltipp mit Klopapierrollen. Besonders die Kuh ist sehr gelungen.Das Buch ist sehr ansprechend gestaltet und wird den Kinder Spaß machen, schon allein, weil Ritter Schnubidu ein so ungewöhnliches Reittier hat. Das Thema Demenz, die Vergesslichkeit des Königs, ist nicht so vordergründig, trotzdem kann man einiges im Umgang von Schnubidu mit dem König lernen.Dagmar Mägdefrau
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Was versteckt sich in deinem Bauch, Mama?

Patricia Martin
Rocio Bonilla
Jumbo
Verlagsempfehlung ab 1 Jahr
Ich liebe diese klaren einfachen und liebevoll gezeichneten Bilder. Hier kommt die Geschichte auch ganz ohne Worte aus.
Auf dem Cover sehen wir den kleinen Jungen mit einem Luftballon unter seinem geringelten Shirt. Auf der ersten Doppelseite des Pappbilderbuches zieht er mit seinem Schmuseelefanten im Wagen los. Mama sitzt lesend auf der Couch und der Junge zieht sich an der Lehne hoch. Szenen, die jedes Kind kennt. Doch beim Zähneputzen fällt ihm der dicke Bauch, der zwischen Rock und Shirt zu sehen ist, auf.mehr oder weniger lesen
Auch beim Mittagessen schaut er erstaunt auf die Wölbung unter dem Pullover. Beim Spaziergang im Regen streckt Mama, von der wir nur immer die Mitte sehen, den Bauch stolz vor. Der Junge hat eine Idee und steckt den Luftballon unter sein Shirt. Neben seinem Bett, in das er sich mit seinem Elefanten kuschelt, steht eine Wiege. Liebevoll streichelt er über Mamas Bauch und zuletzt liegt das Geschwisterchen in der Wiege und Mamas Bauch ist wieder flach. (Das ist, wie wir wissen, Wunschdenken.)
Ein sehr einfühlsames Buch, das zukünftigen großen Geschwistern zeigt, was auf sie zukommt. Ich denke, dass ein solches Buch sehr hilfreich sein wird.
Dagmar Mägdefrau
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Ricki in der Tintenwolke

Hanna Müller
Hannah Stollmayer
Carla Swiderski
Illustriert von Adolfo Serra
Jumbo
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Klein, rosa und mit großen dunklen Augen schaut Ricki der Tintenfisch aus dem Cover. Im Einband sehen wir ihn inmitten anderer farbiger Fische, aber auf der Titelseite ist er durch eine dunkle Wolke verdeckt.
Der kleine Tintenfisch sammelt jeden Morgen die mit seinen acht Armen die Fundstücke vom Meeresboden auf. Doch leider ist er sehr schreckhaft und immer, wenn er sich erschrickt, stößt er eine Wolke dunkler Farbe aus. So hält ihn das Seepferdchen für ein Gespenst.mehr oder weniger lesen
Als eine kleine Sardine in eine Flasche schwimmt und nicht wieder herauskann. Beobachtet Ricki die Befreiungsversuche der anderen Tiere. Erst als er befürchtet, dass der Hammerhai die Sardine verletzen könnte, mischt er sich ein und befreit die kleine Sardine. Die anderen Tiere, die Ricki bisher nicht kannten, feiern ihn mit einem Fest.
Bilderbücher enden sehr häufig mit einer Feier. Ich würde mir da etwas mehr Einfallsreichtum wünschen.
Der schüchterne rosa Tintenfisch ist einfach liebeswert und wir freuen uns mit ihm, dass er mit seiner Heldentat die Anerkennung der anderen Meeresbewohner errungen hat. Schon allein, wie alle Tiere sich um die gefangene Sardine bemüht haben, zeigt, wie wichtig Freundschaft ist. Die Kinder, denen das Buch vorgelesen wird, lernen einige Meeresbewohner kennen und sehen auch, wie gefährlich so eine Flasche für die Fische sein kann.Dagmar Mägdefrau
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Der Junge, der einen Wald pflanzte – Die wahre Geschichte von Jadav Payeng

Sophia Gholz
Illustriert von Kayla Harren
Zuckersüß
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Dieses Buch basiert auf der wahren Geschichte von Jadav Payen, der seit 1979 einen Wald in Indien pflanzt.
Die Bilder dieses Buches sind in warmen Erdtönen und im Grün der Pflanzen gehalten. Sie bilden realistisch die Geschichte eines Jungen ab, der sich nicht damit abfinden wollte, dass Tiere sterben, weil ihnen ihr Lebensraum genommen wurde. In der Regenzeit schluckt das Wasser immer mehr von der Erde und so sah er auf der Sandbank die ertrunkenen Schlangen. Als er damit ins Dorf kommt, geben ihm die Männer Bambus-Setzlinge, die er in den Boden pflanzt und um die sich der Junge täglich kümmert.mehr oder weniger lesen
Er wächst und mit ihm wachsen die Pflanzen. Er nimmt viel Mühe auf sich, um seinen Wald immer mehr zu vergrößern. Doch er hat einen erstaunlichen Erfolg. Viel Wildtiere wie Elefanten, Nashörner und Affen siedeln sich an. Als sogar ein Tiger dazu kommt, muss der inzwischen zum jungen Mann herangewachsene sich etwas einfallen lassen, damit diese gefährlichen Raubtiere im Wald bleiben. Aber auch gegen die Menschen muss er seinen Wald verteidigen. Heute leben auf dieser großen Flussinsel unter riesigen Bäumen viele Tiere. „Nur wenn wir Pflanzen säen, wird die Erde überleben.“ Sagt uns Jadav Payeng und er hat das Wunder vollbracht und seinen eigenen großen Wald gepflanzt und damit die Erde etwas reicher gemacht.
Im Anhang wird Jadav Payeng noch einmal vorgestellt. Der Autor fordert uns auf, es ihm gleich zu tun und bietet gleich die Anleitung „Pflanze deinen eigenen Wald“.
Es hat mich immer fasziniert, dass es Menschen gibt, die ihr Leben ganz und gar einer Aufgabe widmen. Dieses Buch zeigt schon Kleinen, dass man seinem Traum leben muss und kann.
Dagmar Mägdefrau
Themen: Wald & Bäume -
Arthur und der Elefant ohne Erinnerung

Maria Girón
Jumbo
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Auf dem Cover sehen wir den winzigen Arthur auf dem Kopf des bunten Elefanten. Im grauschwarz gehaltenen Einband liegt Arthur auf einer Wiese bei einem Baum.
Mit dem rothaarigen Brillenträger Arthur beginnt das Buch. Ihm fällt ein Tropfen auf den Kopf, der sich als Elefantenträne entpuppt. Der höfliche Junge stellt sich zunächst vor und fragte den Elefanten „Was ist passiert?“ Von dem Elefanten sehen wir nur einen Fuß und den Rüssel. Leider hat der Elefant eine „seeehr großes Problem“ Er hat sein „ganzes Leben vergessen.“ Vergessen kennt Arthur auch. Er hat mal seinen Text vergessen, als er ein Krokodil gespielt hat. Arthur versucht den weinenden Elefanten zu trösten „Vertrau mir.“mehr oder weniger lesen
Zunächst spielen die beiden zusammen und als dann noch andere Kinder dazu kommen, malen sie den Elefanten mit Kreide bunt. Am Abend schauen Arthur und der Elefant in den Sonnenuntergang. Zusammen gehen sie zu Arthur und als der Elefant die Familie sieht, erinnert er sich an seine Familie. Da kommt auch schon die ganze Herde und der kleinste Elefant sagt „Opa, Opa! Wir haben dich schon gesucht“ und alle „umarmen“ den alten Elefanten. Ein wunderschönes berührendes Bild.
Sicher werden immer mehr Kinder mit der Vergesslichkeit ihrer Großeltern konfrontiert und müssen lernen damit umzugehen. Hier ist am Ende alles wieder gut und der Opa hat mit Arthur einen schönen Tag erlebt. Das Buch ist schon an kleine Kinder gerichtet und es gefällt mir, dass dieses traurige Thema hier doch sehr positiv beschrieben wird. Keine Erklärung, nur ein schöner Tag im Leben des alten Elefanten. Solche Tage wünschen wir uns doch.
Der Text ist sehr kurzgehalten und die Bilder zeigen Emotionen, die mich bewegen.
Dagmar Mägdefrau
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Zehn, neun, acht – der Fuchs sagt gute Nacht

Silvia Schroer
Silke Schwarz
Ramona Kaulitzki
Penguin junior
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Das Cover mit silberner Schrift zeigt den Fuchs mit seinen Freunden den zehn kleinen Mäusen. Im vorderen Einband ist eine „Schlummerland“-Karte bei Tag zu sehen, auf den letzten Seiten ist die Karte in blau gehalten und zeigt die Landschaft bei Abendlicht.
Der Fuchs spiel Fußball, als seine Mama ihn hereinruft „Schlafenszeit“. Doch Papa gibt ihm noch 10 Minuten. So verabschiedet sich der kleine Fuchs nach und nach von seinen Maus-Freunden. „Ein Schatz!“ ruft Mäuschen Nummer zehn. „Damit will ich nach Hause geh`n.“mehr oder weniger lesen
Die Nummer neun benötigt Torf, acht verspeist eine Nuss und sieben paddelt mit dem Boot heim. So geht es weiter und am Ende sehen wir alle Mäuse in ihrem Bettchen in der Höhle unter dem Baum liegen. Zum Glück holt Papa-Fuchs seinen kleinen Sohn auch heim, denn es ist inzwischen dunkel geworden. So liegt auch er am Ende in seinem Bett und „murmelt leise „Hab euch lieb, Gute Nacht.“
Ein sehr schön illustriertes Buch mit meist stimmigen Reimen. Warum da rückwärtszählen nötig war, erschließt sich mir nicht unbedingt.
Dagmar Mägdefrau
Themen: Schlaf/Einschlafen/Nacht -
Rotkäppchen

Katharina Naimer
Edition Bracklo
Verlagsempfehlung ab 3 Jahre
Der Text des Bilderbuches hält sich an den alten Text der Gebrüder Grimm (1857) und ist dadurch an einigen Stellen etwas altmodisch. So ist das Rotkäppchen eine „kleine süße Dirn“. Auch der Satz „… wie war es so dunkel in dem Wolf seinem Leib.“ Ist für unserer heutige Sprache ungewohnt. Mir gefällt es sehr gut, dass dieser Text hier abgedruckt wurde. Ich kenne eine Märchenerzählerin, die Grimmsche Märchen immer nur im Original vortrugt und das gab ihren Erzählungen immer etwas Besonderes.
Die Illustratorin hat für ihre großformatigen Bilder besondere Techniken gewählt. Auf den gemalten Hintergrund wurden die Figuren aufgeklebt.mehr oder weniger lesen
Der Wolf erscheint zunächst als mit der Landschaft verschmolzen, wird erst durch die Begegnung mit dem Mädchen zur realen Figur. Er schickt das viel keiner dargestellte Rotkäppchen auf eine wunderschöne Blumenwiese und entschwindet selbst zur Großmutter. Nur sein Hinterteil ist noch zu sehen. Unheimlich ist das nächste Bild, der dunkle Wald aus dem Augen schauen und der graue Wolf mit seinem schwarzen Schatten. Die nette Großmutter lässt den Wolf ein und schon sehen wir ihn im Nachthemd der Großmutter in einem Schaukelstuhl sitzend. Obwohl er laut Text im Bett liegt. Dann folgt die Szene, in der Rotkäppchen die bekannten Fragen stellt und die mit ihrem Gefressen werden endet. Der Jäger rettet die beiden aus dem Bauch des Wolfes und so sitzen sie am Ende bei Kuchen und Wein. Erstaunlich, dass aus der Tasse der Großmutter Dampf aufsteigt.
Ich finde es wichtig auch der nächsten Generation die alten Märchen zu erzählen und dieses Buch mit seinen eindrucksvollen Bildern eignet sich sehr gut dazu.
Dagmar Mägdefrau

