• Petterson und Findus – Mein Abenteuerbuch

    Petterson und Findus – Mein Abenteuerbuch

    Steffi Korda

    EDEL Kids Books

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf ins Abenteuer! Zunächst gibt es Tipps für die richtige Ausrüstung von der Kleidung bis zum Schlafsack. Dann wird der Rucksack gepackt und es gibt eine lange Liste mit sinnvollem Inhalt. 
    Es gibt so viel Möglichkeiten ein Abenteuer zu erleben. Vielleicht fängt man mit einem Zelt im Garten an? Wie finden wir den richtigen Weg? 
    Die Tipps gehen von der Nutzung eines Kompass bis zum Eigenbau. Natürlich spielt auch das Wetter eine Rolle.
    mehr oder weniger lesen
    Petterson kennt sich auch mit dem Sternenhimmel aus. Dann geht es los mit dem Zelten. Da bin ich ganz unerfahren und hier gibt es viele praktische Ratschläge zum Lager. Da Hygiene immer wichtig ist, gibt es ein Rezept für Findus‘ Lieblingsduschgel. Das kann man sicher auch zu Hause ausprobieren. Auf einer Doppelseite gibt es Bilder zu Wildfrüchten, denn nicht alles sind essbar. Feuer machen sollte man sich nur mit Erwachsenen, aber auch die können Tipps brauchen. Über das Rezept für Stockbrot freut sich sicher jeder. Eine Nachtwanderung ist sicher ein besonders spannendes Abenteuer. Auf den letzten Seiten wird es noch einmal richtig spannend, da wird geforscht, Tierspuren bestimmt und eine Schatzkiste gebastelt. 
    
    Ich befürchte, wenn die Kinder dieses Buch in Händen halten, gibt es kein Halten mehr. Dann geht es in die Natur den Abenteuern entgegen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Das Vorlesebuch für starke Kinder

    Das Vorlesebuch für starke Kinder

    Kirsten Boie

    Mirjam Pressler

    Michael Ende u.a.

    Illustration von Stefanie Klaßen

    Gabriel

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    18 kurze Geschichten über Kinder, die sich was trauen. In „Der mittelgroße Superhase“ meldet sich das Sandwich-Kind zu Wort, immer wir der Große und der Kleine angesprochen, nie der Mittlere. Juli braucht keine Windel mehr, doch wegen eines Monsters traut er sich nicht aufs Klo. „Mama, was soll ich spielen?“ ist eine Frage, die wir Mutter alle kennen. Lena lernt Anna kennen und die hat so viel Fantasie, da kann man toll spielen.
    mehr oder weniger lesen
    „Toll gemacht!“ sagt Mama, weil die Kinder zum ersten Mal alleine einkaufen gehen. In der nächsten Geschichte heißt „Der Wutanfall“ Timmi ist bekannt für seine Wutanfälle, aber seine Freunde können ihn kurieren. Was macht man gegen Schluckauf, in „Holperdingerschluckauf“ gibt es einige Tipps. Kann man seine Familie mit einem „Wobber“ locken? Charlotta macht den Versuch. Felix macht mit seinem Papa einen Abenteuer-Urlaub. „Das Traumfresserchen“ ist ein Märchen von Michael Ende. Das „Osterpicknick“ findet im Wohnzimmer statt.  In „Das ist so ungerecht“ geht es um einen Sommertag am Meer. Die letzte Geschichte erzählt von „Fridolin und der Zauberspiegel“ 
    
    Viele bekannte Autoren sind in diesem Buch vertreten und die Geschichten eignen sich aufgrund ihrer Kürze gut als Gute-Nacht-Geschichten. Starke Kinder haben sicher ihre Freude daran und andere werden vielleicht ein wenig stärker.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ganz schön traurig – Mit Herkules und Yoda im Herzen

    Ganz schön traurig – Mit Herkules und Yoda im Herzen

    Ayse Bosse

    Andreas Klammt

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Das Buch ist so wie der Titel „Ganz schön traurig“. Das Cover zeigt die beiden Tiere um deren Tod es in dem Buch geht, türkise Tränen fallen auf sie. Der vordere Einband zeigt rote Tropfen und im hinteren wird es heller mit gelben Tropfen und es sind auch Blumen zu sehen.
    Der 9-jährige Björn erzählt von seinem Wunsch Klassensprecher zu werden und von seinem 4-jährigen Bruder Maik, dessen „Leben geht langsamer als das von Mama, Papa und mir.“ Die Bilder zeigen die beiden Brüder zusammen in unterschiedlichen Situationen.
    mehr oder weniger lesen
    Als Björn vom Schwimmbad nach Hause kommt zeigt Maik auf einen Karton und sagt „tot“. Björns Kaninchen Yoda liegt darin und Björn möchte es sehen. Mama ist zunächst dagegen, aber Björn setzt sich durch. Das kleine graue Kaninchen liegt auf einen gelb-karierten Kissen im Karton. Das Kaninchen wird im Garten beerdigt. Erst im Bett weint Björn um seinen kleinen Freund. Vom Bauernhof wollen sie ein neues Kaninchen holen, aber Björn „will nur Yoda.“ Aber Maik hat sich ein kleines Meerschweinchen ausgesucht, sie nennen es Herkules. Es ist sehr schwach und krank. Maike trägt es nah Hause und streichelt es immer wieder. Leider kann auch der Tierarzt nicht helfen und so können Mama und die Jungen nur für das kleine Tier da sein. Sie singen und erzählen ihm Geschichten, sie zünden eine Kerze für ihn an. Doch bald atmet er nicht mehr und die drei weinen um ihn. Am nächsten Tag wird auch der kleine Herkules beerdigt. Papa hält eine bewegende Rede, bei der ich sehr schlucken musste. Dann trösten sich alle gegenseitig. „Obwohl wir traurig sind, ist irgendwie auch alles gut.“ Bilder zeigen die Familie und die Tiere, dann spielen die Brüder Fußball.
    
    „Mein Recht auf Trauer“ besteht aus 19 Sätzen, was alles möglich ist, wenn man trauert. Alle sind sehr passend ausgesucht, denn jeder trauert anders. 
    Eine sehr schöne, traurige, hoffnungsvolle Geschichte.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Hotel Summ Summ

    Hotel Summ Summ

    Danilea Kunkel

    Anna Liesa Kiesel

    Baumhaus

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Fast sieht es aus wie an der Riviera, dass Insektenhotel auf dem Cover. Stolz steht der Hirschhornkäfer als Direktor Kneifzange davor. 
    Im Einband werden uns die Tiere, die im Buch vorkommen vorgestellt und wir erfahren einiges über sie. Das Marienkäfermädchen Pünktchen muss sich schnell das neue Hotel ansehen, dazu fordert sie ihr Freund der Tausendfüßler auf. Zunächst muss noch einiges getan werden, damit die Gäste einziehen können. Doch bald wollen Polly Biene und Meli Hummel ein Zimmer.
    mehr oder weniger lesen
    Pünktchen bringt sie zuerst versehentlich in die Besenkammer, doch dann bekommen sie ein schönes Zimmer mit Balkon. Lotte, die Motte wird liebevoll ins Bettchen gebracht und das Zimmer wird nach Wunsch verdunkelt. Für die Schnecke sind zwar die Zimmer zu klein, aber da sie ein Haus hat, reicht der“ schattigkühle Schneckenparkplatz.“ Nur kommen auch Familien mit Kindern und Kneifzange verspricht „Bei uns gehen alle Wünsche in Erfüllung!“ Dann muss man das Buch wenden, denn das ganze Hotel mit seinen Zimmern passt nur hochkant auf eine Doppelseite. Alle fluchten sich vor dem Regen ins Hotel, doch leider ist das Dach nicht dicht. Aber alle helfen mit und als die Sonne wieder scheint, bleibt eine riesige Pfütze, die Pünktchen zum Pool erklärt. 
    
    Ein QR-Code führt zur Bastelanleitung für ein Insektenhotel. 
    Niedliche Tiere besonders Pünktchen ist richtig putzig. Trotz des neuartigen Insektenhotels wirkt das Buch eine wenig altmodisch auf mich und erinnert an Biene Maja.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Sommer voller Brombeeren

    Ein Sommer voller Brombeeren

    Olivier de Solminihac

    Stéphane Poulin

    Atlantis

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Die zarten weichen Bilder haben mich schon auf dem Cover begeistert. 
    Der große Bär Mischa, das Ziegenmädchen Mara und der kleine Fuchs, der uns die Geschichte aus seiner Sicht erzählt, haben zusammen Urlaub gemacht und wollen das Auto für die Rückreise packen. Aber leider passt nicht alles in den Kofferraum. Doch dann machen sich die Drei zu einem Abenteuer auf. Mischa führt sie durch einen Stacheldrahtzaun zu einer Wiese, auf der viele Brombeersträucher wachsen.
    mehr oder weniger lesen
    Alle Beeren werden in der Schale auf der, der Name des Fuchsjungen steht gesammelt. Als sie mehr haben, als sie essen können, beschließen sie die Restlichen unterwegs zu essen. Auf dem Weg zurück trägt Mischa den Fuchs und die „Finger sind rot und klebrig vom Saft.“ Sie erinnern sich an die Dinge, die sie unternommen haben und finden „Die Brombeeren sind wie Erinnerungen an unseren Sommer.“ Dann geht es mit dem Auto zurück nach Hause, es dämmert bereits und die Sachen haben Platz gemacht für „die Schale mit Brombeeren“.
    
    Wie schon erwähnt, haben es mir die Bilder angetan, aber auch die Geschichte, die das wehmütige Ende eines Urlaubs etwas versüßt, weil die Erinnerung und der Geschmack von Brombeeren bleiben. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Sechs Männer

    Sechs Männer

    David McKee

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Die Erstauflage dieses Buches ist schon aus dem Jahr 1971. Auf dem Cover sehen wir die sechs Männer gebeugt durchs Bild laufen. Diese Männer suchen einen Ort, „wo sie in Frieden leben und arbeiten können.“ Das einfache Bild aus schwarzen Linien zeigt sie mit Baumaterial auf Brettern. Sie bauten sich Häuser und wurden reich. Jetzt mussten ihren Reichtum halten und machten sich Sorgen wegen der Diebe. Sie bauten einen Turm und hielten nach Fremden Ausschau.
    Sie stellten Soldaten ein, die sie verteidigen sollten.
    mehr oder weniger lesen
     Da nichts passierte, wurden die Soldaten dick und die Männer überlegten, was sie tun könnten. So überfielen sie den Bauernhof der Nachbarn, die daraufhin flohen. Jetzt fühlten sich die Männer „stark und mächtig.“ So überfielen sie auch andere Bauernhöfe und Bauern, die aufbegehrten wurden getötet. Die sechs Männer befehligten eine große Armee und eroberten das ganze Land. Doch auf der anderen Seite des Flusses organisierten sich die geflohenen Bauern, auch sie hatten jetzt Soldaten. Auf beiden Seiten des Flusses saßen jetzt Wächter und als die aus Langeweile mit dem Pfeil auf eine Ente schossen, landeten die Pfeile am anderen Ufer und beide fühlten sich angegriffen und es kam zu einer großen Schlacht. So starben alle, nur jeweils sechs Männer zogen wieder los um „in Frieden leben und arbeiten können.“ 
    
    Das Buch erzählt die realistische Geschichte eines Krieges, ohne zu verhehlen, dass Tote geben wird. Am Ende hat keiner gewonnen, wie immer in Kriegen. Einfache Bilder mit einem schwarzen Stift gezeichnet und kurze klare Texte machen das Buch zu einem guten Beispiel, wie ein Krieg entstehen kann und wie sinnlos er ist. 
    
    Obwohl das Buch schon über 50 Jahre alt ist, ist es immer noch und gerade jetzt aktuell.
    
    Dagmar Mägdefrau 
  • Die Flucht

    Die Flucht

    Francesca Sanna

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Wir sehen eine orientalisch anmutende Stadt und den Strand mit dem schwarzen Meer. Hier ist die Familie immer gerne gewesen, aber „Im letzten Jahr hat sich unser Leben für immer verändert.“ „Der Krieg brach aus“ ein schwarzer Schatten greift nach den Menschen und die Häuser sind zerstört. Auf schwarzen Seiten sehen wir u.a. eine Brille „Eines Tages nahm uns der Krieg Papa weg.“ Mama tröstet die Kinder, auf einem Bild sieht man die glückliche Famili, überall greifen schwarze Arme nach den Menschen.
    mehr oder weniger lesen
    Eine Frau erzählt von dem Land hinter den Bergen, wo die Menschen hin flüchten. Mama zeigt den Kinder Bilder von dem fremden Land und eint, dort seien sie in Sicherheit. Die Koffer sind gepackt und die kleine Familie nimmt Abschied. Sie sind lange mit unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln unterwegs und lassen immer mehr zurück. An der Grenze schicken sie die Wächter zurück, sie müssen sich verstecken und Geld für einen Führer zahlen, der sie über die Grenze bringt. Jetzt kommt noch das Meer und sie fahren in einem Boot los und schaffen die Überfahrt ohne Verluste. Doch noch sind sie nicht am Ziel. Die Reise geht mit dem Zug über viele Grenzen, begleitet werden sie von einer Gruppe Vögel. 
    
    Der Text des Buches ist einfach und gut zu verstehen, die Bilder machen sicher manchmal Angst, aber das tut ein Krieg nun mal. Aber das Buch wird dazu beitragen zu verstehen, warum Menschen ihre Heimat verlassen und zu uns kommen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Frieden

    Frieden

    Estelí Meza

    Baptiste Paul

    Miranda Paul

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Kinder spielen mit Elefanten „Frieden ist ein Hallo, ein lächeln, ein Herzen.“ Fröhliche Kinder spielen mit Hasen und einem Fuchs. Nach stolzen Vögeln folgen Koalas, weiter geht es in einer Schneelandschaft mit Pinguinen. „Frieden heiß winken, Frieden heiß ruhen, aber gemeinsam etwas Mutiges zu tun.“ Diesmal füttern die Kinder die Tiere, sie geben etwas. Schmetterlinge umschwärmen eine Gruppe Kinder. Pandas gibt es dann zu sehen. „Sag: es tut mir leid, dann gibt es Frieden.“
    mehr oder weniger lesen
    „Frieden ist weich und lässt uns gut schlafen“ da sehen wir ein schlafendes Mädchen mit schlafenden Tieren drumherum. Ein Kind küsst das Geschwisterchen in Mamas Bauch, Die Kinder sitzen am Feuer und ein Mädchen liest vor. Im Nachwort weisen die Autorin und der Autor auf den Zusammenhang zwischen Krieg und dem Aussterben der Tiere am Beispiel Mozambique.
    
    Der gereimte Text ist mir zu unscharf, zu schwammig. Die Bilder zeigen ein friedliches Miteinander der Kinder mit den Tieren, aber auch untereinander. So wie wir uns den Frieden vorstellen und wünschen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Nobbi der Mutmachhase – Mach mit, hab Mut und alles wird gut!

    Nobbi der Mutmachhase – Mach mit, hab Mut und alles wird gut!

    Maike Bollow

    Stefanie Reich

    EDEL Kids Books

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover schaut uns Nobbi schon ganz vergnügt lächelnd an. Sein kleiner Freund Flatterpiep liegt entspannt in seinem Arm. Zunächst wird uns Nobbi vorgestellt und seine Besonderheiten angezeigt. So hat er „extra lange Lauscher (Nobbi hört genau hin)“.
    Flatterpiep versucht Nobbi zu wecken und es erfolgt die Aufforderung an die kleinen Zuhörenden ihn an den Ohren zu kitzeln. Dann machen sich die beiden auf den Weg und treffen auf den Uhu, der seine Brille vermisst. Wir schütteln gemeinsam den Baum und die Brille landet auf Nobbis Nase.
    mehr oder weniger lesen
    Jetzt auf zum Freundschaftsfest. Lilly bringt eine riesige Torte mit und Nobbi hat Kerzen in seinem Beutel. Jeder denkt beim Auspusten an seinen geheimen Wunsch. Alle Tiere schließen dazu die Augen und Nobbi schließt mit dem Zeigefinger den Mund. Lilly hat Schokoflecken an den großen Biberzähnen und wir zeigen ihr, wie man die Zähne putzt. Sie Frosch-band macht Musik, aber der Siebenschläfer traut sich nicht zu tanzen. „Eine Prise Mut und Lachen hilft dir prima mitzumachen!“ ermutigt ihn Nobbi. Wir zeigen dem Siebenschläfer wie man tanzt und wackeln mit dem Po. „Ob groß, ob klein, jeder kann ein Tänzer sein.“ Es wird spät und die Freunde, die noch gemütlich bei einem Glas Himbeersaft zusammensitzen, müssen Abschied nehmen. Alle bekommen noch eine Flugküsschen, was sicher besser ist, als auf der Seite die Tiere zu küssen. 
    
    Wie schon im ersten Band kann Nobbi seinen Freund ermutigen, das macht er liebevoll und mit einem kleinen Reim. Letztlich kann man sich im Kreis der Freunde alles trauen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Imagine

    Imagine

    John Lennon

    Jean Jullien

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Natürlich kennen wir alle dieses hoffnungsvolle Lied von John Lennon und sicher haben wir es voll Inbrunst und in der Hoffnung auf ein friedliches Miteinander mitgesungen.
    Dieser einfache Text sagt so viel aus und in diesem Buch hat Jean Jullien eine graue Taube losfliegen lassen. Sie hat einem Zweig im Schnabel und eine Umhängetasche, auf der das Peace-Zeichen zu sehen ist, dabei. Sie startet in der Metro und wie im Lied, gibt es dort keinen Himmel.
    mehr oder weniger lesen
    Unter dem bekannten Liedtext lesen wir eine deutsche Übersetzung „Wie wär' es ohne Himmel“ die man auf die Melodie singen kann. Für mich müsste der Text immer mit „Stell dir vor…“ beginnen. Die Taube fliegt dann über das Meer und landet auf einem Schiff, wo sich zwei Möwen um einen Fisch streiten. Doch dann haben die lächelnd einen Zweig im Schnabel und die Taube fliegt weiter. Sie landet auf einer Leine und nimmt dort mehrere bunten Vögel in den Arm bzw. ihre Flügel. Irgendwann landet sie sichtlich erschöpft auf einem Ast, sie scheint dort zu schlafen, immer noch den Zweig im Schnabel.
    Die anderen Vögel fliegen dann auf sie zu, sie selbst öffnet die Augen und ich finde es sieht aus, als habe sie etwas getrunken. Das bunte Abschlussbild zeigt wieder alle Vögel in der Umarmung. „And the Wold will live as one.“ oder zu Deutsch „und die Welt wird eine sein.“
    
    Die Bilder haben keine Details und reduzierte Umrisse, für mich hätten sie, genau wie die Übersetzung, mehr Poesie gebraucht. 
    Aber im Vorwort teilt uns Yoko Ono ihre Begeisterung für dieses Buch mit und zudem geht eine Spende und die Honorare der Autoren an Amnesty International. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Die Geschichte vom Löwen, der nicht malen konnte

    Die Geschichte vom Löwen, der nicht malen konnte

    Martin Baltscheit

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Wie schön, der Löwe und die Löwen sind seit 20 Jahren ein Paar und der Löwe schreibt ihr, dass er sie liebhat. „Da geht doch noch mehr! Ein Buch wäre besser – ein Kunstwerk muss her!“ So stellt sich der Löwe an die Staffelei und malt eine hübsche Landschaft mit Berg, Baum und Sonne. Doch da mischt sich die Echse ein und malt einen lodernden Vulkan, darauf folgt ein hübsches Stillleben mit Blumen, dann wird die Löwin schlafend im Sessel mit Buch dargestellt und poppig mit lila Sonnenbrille. 
    mehr oder weniger lesen
    Im nächsten Bild hatten wir Schwierigkeiten sie als Löwen zu erkennen, ihre Formen waren sehr kräftig verfremdet. Die Schlange griff zur schwarzen Farbe und der Mistkäfer malt ganz abstrakt. Der Löwe meint dazu „Das ist doch Kacke!“ Das letzte Bild ist eine Zeichnung und der Löwinnenkopf ist grün. 
    Das gefällt dem Löwen gar nicht und er malt mit Begeisterung ein eigenes Porträt der geliebten Löwin. Aber die Löwin konnte sich darin genauso wenig erkennen wie wir. 
    
    Im hinteren Einband finden wir Karten des Löwen an die Löwin und anhand der Marken werden die Künstler benannt nach dessen Stil die Bilder gemalt wurden. Namen wie Munch, Kusama oder Pollok tauchen hier auf. 
    Das Buch ist in Reimen geschrieben, die manchmal nicht ganz so einfach zu verstehen sind, über die Bilder kann man, wie immer in der Kunst, streiten. Aber das Buch macht Neugierig auf die verschiedensten Kunstrichtungen und sicher kann man einen Museumsbesuch evtl. auch online anschießen.
    
    Dagmar Mägdefrau 
  • Floriane Blütenblatt und die kleinste Hexe der Welt

    Floriane Blütenblatt und die kleinste Hexe der Welt

    Ingrid Annel

    Silke Leffler

    Grätz

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Schon der erste Band von Floriane Blütenblatt in der sie Buchstaben in ihrem Garten gezüchtet hat, hat mir sehr gut gefallen. Auch dieser Band hat wundervolle, poetische Bilder, die bis ins Kleinste anzuschauen lohnt. 
    Floriane hat viele Gläser voller „wundersame Wundersamen“, wenn sie sie sät, weiß sie nicht, was daraus wächst. Es sind oft ganz neue Pflanzen, denen sie schön klingende Namen gibt, „Libellenwurz oder Knopfmütterchen.“ Ein Samenkorn ist allein in der Tüte mit dem Regenbogen und es schimmert in allen Farben.
    mehr oder weniger lesen
    Floriane muss viel Geduld haben, bis die Pflanze ihre Spitze aus der Erde streckt, bis sich Blätter und schließlich Schoten bilden. Floriane meint zuerst es handele sich um eine Erbse. Doch in der Schote befinden sich jeweils sieben Kugeln in unterschiedlichen Farben. Diesmal möchte Floriane auch gar nichts aus den Kugeln kochen, nein, sie packt sie in ein Glas und erfreut sich der schönen Farben, die wunderschön im Sonnenlicht funkeln. 
    Den ganzen Sommer über hat Floriane viel Arbeit in ihrem Garten, erst als es eine lange Zeit regnet, wird es ihr allein zu Hause langweilig. Wie schön, dass eine nasse kleine Gestalt an ihre Türe klopft. Catalina ist eine junge Hexe, die zum Erreichen eines eigenen Besens eine Prüfung bestehen muss. Die beiden kleinen Wesen werden schnell Freundinnen und natürlich kann Floriane helfen.
    
    Neben den schon erwähnten wunderschönen Bildern, ist diese Geschichte so liebevoll geschrieben, die Worte sind voller Poesie und man spürt beim Lesen die besondere Liebe mit der Floriane gestaltet wurde. Deshalb wird macht das Lesen dieses hübschen Buches glücklich. Diese heile blumenreiche Welt, in der Freundschaft mit einem Regenbogen „belohnt“ wird, ist einfach schön anzuschauen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • L wie Liebe – Ein starkes Bilderbuch über Toleranz und Diversität

    L wie Liebe – Ein starkes Bilderbuch über Toleranz und Diversität

    Martin Baltscheit

    Sandra Brandstätter

    Kindermann Verlag

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    „Was ist eigentlich Liebe?“ diese Frage beantwortet dieses pinke Wort ziemlich ausführlich.
    „Anfangsliebe“ ist die Liebe der Eltern, aus der die kleine Protagonistin des Buches entstand. Sie saust auf einem Skatboard bis hoch in die Wolken. In „Erste große Liebe“ stellt sie sich vor, wie sie sich als Jugendliche in einen Jungen verliebt. Beide hüpfen Händchen haltend auf einem Trampolin. An der See geht es um „Familienliebe“ und in „Filmliebe“ geht es um den Onkel, der im Kino seine „Männerliebe“ kennengelernt hat.
    mehr oder weniger lesen
    Der Kiosk wird von zwei Frauen betrieben, die sich schon ewig kennen „Lebensliebe“. Nachdem Opa nicht mehr lebt, liebt Oma Merle das Kaninchen, also nach „Opaliebe“ folgt „Kaninchenliebe“. Beim Kreuzworträtsel wird das Motto des Buches gesucht. Auch wenn man Zitroneneis liebt, sollte man auch andere Sorten probieren. So will das Mädchen sich nicht auf ein Geschlecht festlegen und alles mal ausprobieren. Ein Prinz, der den Narr liebt, und die Prinzessin heiratet, bedeutet „heimliche Liebe“.  Aber vielleicht lieben sich auch alle drei? „Dreifachliebe“ gibt es auch, kann aber zu Eifersucht führen. Über „Unverliebt“, „Eigenliebe“ und „Ewige Liebe“ kommen wir zu einer Liebe, die uns alle vereint - „Bücherliebe“ - und besonders liebt das Mädchen dieses Buch, wo man sie auf dem Cover sehen kann.
    
    Witzige Texte, lustige Bilder und viel Liebe stecken in diesem Buch.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Das fabelhafte Leben des Äsop

    Das fabelhafte Leben des Äsop

    Ian Lenderler

    Pamela Zagarenski

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Wir kennen alle diese Tiergleichnisse mit Moral. Hier erfahren wir auch einiges aus dem Leben des Jungen und späteren Mannes, der diese schönen Geschichten ersonnen hat.
    Äsop hat als Junge schnell erkannt, dass er als Sklave mit Strafen rechnen muss, wenn er etwas über seinen Herren sagt, was dem nicht gefällt. Also wurde der Herr zum Löwen und er selbst sah sich als Maus und diese Geschichte, wo die kleine Maus den mächtigen Löwen rettet, indem sie das Netz, in dem er gefangen sitzt, durchnagt, wird zu seiner Rettung.
    mehr oder weniger lesen
    Er darf jetzt im Haus seinem Herrn durch seine Geschichten bei der Lösung seiner Probleme helfen. Als er einen Streit zweier Herren schlichten kann, kauft der andere Mann ihn. Äsop wird bekannt durch seine Geschichten und später gibt sein Herr ihm die Freiheit. 
    Danach folgen einige bekannte kleine Fabeln, die man meist kennt, auch wenn mir bei einigen nicht klar war, dass sie von Äsop erdacht wurden, wie z.B. „Der Junge, der immer um Hilfe rief“ oder „Die Stadtmaus und die Landmaus“.
    
    Das Buch ist gut verständlich geschrieben, als Rahmen dient das Leben von Äsop und die wirklich kurzen Fabeln runden die Erzählung ab. Unter jeder Fabel können wir die damit verbundene Moral nachlesen und sicher kann man danach noch ein wenig philosophieren.
    Die Bilder sind unwirklich, durch Ornamente verziert und schön anzuschauen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Monsieur Steinlen und die Katzen

    Monsieur Steinlen und die Katzen

    Susan S. Bernardo

    Courtenay Fletcher

    Morsken

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Gold Award Winner beim renommierten Parents’ Choice Award (USA)

    Natürlich kenne ich die Bilder von Monsieur Steinlen, wer hätte nicht eines davon als Poster in den 1970ern an der wand gehabt, aber der Name sagte mir nichts. Mit diesem Bilderbuch wird sehr liebevoll an ihn erinnert.
    Die kleine Antoinette geht in Paris durch die Straßen und schaut sich die Auslage eines Antiquitätenladens an. Sie kennt alle Exponate, aber heute sitz dort eine Katze, die sie noch nie gesehen hat. Also geht sie hinein und fragt danach, so erfährt sie von Steinlen.
    mehr oder weniger lesen
    Er malte schon als Kind gerne, wurde aber dann Textildesigner. Da er aber lieber malen wollte, zieht er mit seiner Frau nach Paris. Hier leben sie mit vielen Katzen (hier wird aufgefordert die Katzen im Bild zu zählen) und hin und wieder wird ein Bild verkauft. Im Lokal „Chat Noir“  trifft er auf andere inzwischen berühmte Künstler und er darf für die Zeitung des Lokals zeichnen. Seine Katzenzeichnungen wurden ein großer Erfolg. Aber er hat auch sozialkritische Bilder angefertigt. Da Katzen sein häufigstes Motiv waren, hat er auch einige Skulpturen von ihnen erstellt. Nach dieser interessanten Erzählung macht sich Antoinette auf den Weg nach Hause. Nach dieser Lebensgeschichte, die sehr schön bebildert wurde, erfahren wird noch einiges über Steinlen und seine Zeit. 
    
    Eine gelungene Idee mit einem Bilderbuch die Geschichte eines Künstlers zu erzählen. Eine Biografie der besonderen Art. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ein großes Herz

    Ein großes Herz

    Jan Kaiser

    Kai Würbs

    Urachhaus

    Lesesempfehlung ab 4 Jahre

    Das große rosa Wolkenherz auf dem Cover ist wie der Titel und die kleine Maus gelackt, dadurch wirkt sie besonders schön. Auf dem Einband ist eine Landkarte zu sehen, die den Weg der Maus abbildet, hinten im Buch gibt es einige Veränderungen.
    Die Doppelseite zeigt eine grüne Landschaft, winkende Eltern und einen Mäuserich, der in die Welt zieht. Mullemaus soll sich eine Frau mit einem „großen Herzen“ suchen. Auf einem Stein im Bach stehend überlegt er, ob er diese Aufgabe erfüllen kann.
    mehr oder weniger lesen
    Als er dann ein Mäusemädchen trifft, hat er Zweifel, dass so eine kleine Maus ein großes Herz haben kann und er sucht weiter. Die Katze ist zwar groß, aber nicht sehr freundlich, die Ziege frisst die Blume, die er ihr bringt und die Frau auf dem Rad wird ganz panisch wegen der Maus. Besonders unhöflich benimmt sich die Kuh und die Walfrau beachtet ihn nicht. Ratlos schaut Mulle in den Abendhimmel am abgeernteten Kornfeld. Dann kehrt er zu den Mäusen zurück und das Mäusemädchen lädt ihn zu sich ein. Er schläft gut zugedeckt vom Mäuschen auf dem Sofa friedlich ein.
    
    Besonders die wundervollen warmen Bilder angesprochen.  Der Text ist nicht zu lang und hat einig Wiederholungen zu bieten, die Kinder besonders erfreut, und Witz.  Man kann danach überlegen, wer wohl ein großes Herz hat und was das bedeutet.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Paulotta Plastikball

    Paulotta Plastikball

    Andi Rensen Aguión

    Morsken

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Paulotta Pampelmus ist eine begnadete Bastlerin, besonders gelungen ist ihr der „Grabbo-Fix 600“, der einer Armverlängerung entspricht. Auch ein Helm hat verrückte Eigenschaften. Als sie zum Geburtstag einen Superhelden-Umhang von den Eltern bekommt, macht sie sich zur Rettung. Aber zuerst isst sie die Süßigkeiten von Oma und den Abfall packt sie in eine Folie, die sie zu einem Ball formen kann. Weil das so gut klappt, macht sie das zunächst mit dem Hausabfall, dann mit dem Abfall im Park, mit dem Müll im Meer und dann geht es von Kontinent zu Kontinent.
    mehr oder weniger lesen
    Zuletzt hat die Kugel eine riesige Dimension angenommen, dass er anfängt zu schweben. Die Erklärung ist zwar etwas unglaubwürdig, aber es wäre eine wünschenswerte Methode für unsere Welt. 
    Das Cover zeigt Paulotta mit ihren großen Knubbelzöpfen und der Himmelfahrtsnase, sie trägt ihren Helm und den Superhelden-Umhang, die Hände hat sie voller Müll. Auf der ersten Seite tüftelt sie mit der Zunge zwischen den Lippen an einer Lösung, der Hintergrund ist aus Millimeterpapier, sehr passend. Wenn sie mit ihrem Bonanza-Rad los saust, macht sie eine richtig gute Figur. Die Bilder sind wie Comics gezeichnet und passen hervorragend zur Geschichte. 
    
    Hier klappt die Rettung der Umwelt und vielleicht kann man ja auch ein wenig dazu beitragen, wenn es wahrscheinlich nicht gelingt alles in eine riesige Kugel zu packen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Garten für uns

    Ein Garten für uns

    Julianna Swaney

    Zoë Tucker

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Auf dem Cover sehen wir das kleine Mädchen zusammen mit drei alten Damen im Garten. Der Einband zeigt viel kleine Samentütchen. Noch in Winterkleidung gehüllt werden die Samen „Jedes Pünktchen ist voller Hoffnung, jedes ein Versprechen“ in die Erde gesteckt. Dann sitzen die Vier gemütlich bei einer heißen Tasse Kakao im Garten und warten. „Wie von Zauberhand sprießen winzige Pflanzen“ Jetzt tragen das Mädchen und ihre Oma dünnere Sachen und horchen auf die Geschichten, die die Pflänzchen flüstern.
    mehr oder weniger lesen
    Im Garten „explodieren die Farben“ und am Himmel ist ein Regenbogen zu sehen. Dann wird geerntet und die Vier ruhen sich im Sonnenschein aus. Oma und die Enkelin verarbeiten die Früchte und dann kommen alle zu einem Fest zusammen. Die Oma liegt im Bett als sie zusammen mit dem Mädchen die Samen für das nächste Jahr in Tüten packt. „Blätter fallen, Farben verblassen – und du bist fort. Die Beete sind kahl und das Mädchen steht mit den beiden anderen Damen davor. Aber dann geht alles wieder von vorne los und als die ersten Pflänzchen die Köpfe aus en Beeten stecken, kann man als Scherenschnitt mit Blumen die Oma sehen… „und du bist wieder bei mir.“ 
    Das Mädchen verbindet mit ihrer Oma so viele gemeinsame Erlebnisse, dass sie sie in jeder Blume wiedererkennen wird, die sie sieht. Ein tröstlicher Gedanke finde ich.
    
    Zarte Bilder und ein poetischer Text ergänzen sich sehr schön.
    
    Dagmar Mägdefrau