• Schweinehundi – Schrecklich unwiderstehlich

    Schweinehundi – Schrecklich unwiderstehlich

    Juli Wind

    Meike Töpperwien

    FischerSauerländer

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Der Hund mit der spitzen Schnauze schaut uns schon eigenartig grinsend vom Cover an und sein Lieblingssatz „Verlasst euch auf mich!“ ist hier auch schon zu lesen. Der Untertitel „schrecklich unwiderstehlich“ passt leider nur zu sehr.
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    Die Familie Bauer-Mati lebt nach festen Regeln, jede Woche schreibt Mama eine Liste, die die Aufgaben der Familienmitglieder beinhaltet. Es wird gemeinsam gekocht, sonntags morgen joggen die Eltern schon vor dem Frühstück und die Kinder haben feste Termin wie das Hockey spielen.
    Als die Kinder sich eines Morgens vor der Tür die Schuhe anziehen wollen, sitz dort ein seht dünner Hund auf der Matte. Er stellt sich als Schweinehundi vor und möchte Frühstücken. Dass Schweinehundi spricht scheint niemanden zu verwundern und dass er zum Frühstück Schokoladenstreuseln, die es nur sonntags gibt, verlangt auch nicht. Er bezeichnet Schokolade als wichtigen Energieträger und so sitzen bald alle zusammen wieder um den Frühstückstisch. Dann überredet Schweinehundi die Familie Schule und Homeoffice zu schwänzen und Minigolf zu spielen. Mama meint es wäre „ausnahmsweise“ allerdings werden solche Aktionen bald zur Regel. Pünktlichkeit, Sauberkeit und Ordnung bleiben auf der Strecke, dafür kommt regelmäßig der Pizzabote und statt Joggen gibt es Kuchen.
    Kennen wir nicht alle so einen Schweinehundi, aber meist ist nach einiger Zeit damit Schluss. In dieser Familie eskaliert die Lage aber über Wochen immer mehr. Bis die Kinder, besonders die kleine Tochter Neneh klar erkennt, dass es so nicht weitergehen kann und Oskar sich nach dem Hockeyteam sehnt.
    Eine witzige Geschichte mit ebensolchen Bilder. Da hat die ganze Familie ihre Freude und kann sich königlich amüsieren. Ich hoffe nur, dass Schweinehundi nie bei uns klingelt und wir seinem Charm erliegen, denn er ist schrecklich unwiderstehlich.

    Dagmar Mägdefrau

  • Irma hebt ab  

    Irma hebt ab  

    Marco Viale

    Aus dem Italienischen von Pia Jüngert

    Mixtvison

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Die Hexe Irma hat die Nase voll von ihrem Hexen-Dasein, denn ihrer Meinung nach sind Hexen längst aus der Mode. Doch durch eine mutige Tat steht sie plötzlich im Rampenlicht und ist auf einmal sehr gefragt. 
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    Schnell merkt sie jedoch, dass Ruhm nicht alles ist und sie ihr altes Leben mit ihren Freunden vermisst – vielleicht war es doch schöner, als sie dachte?
    „Irma hebt ab“ ist als Erstlesebuch wunderbar geeignet. Die Sätze sind angenehm kurzgehalten und die Texte übersichtlich gestaltet, sodass Kinder beim Lesen nicht überfordert werden. Besonders schön sind die liebevoll gestalteten Illustrationen, die der Autor selbst gezeichnet hat – beim Betrachten entdeckt man immer wieder kleine Details. Am Ende der Geschichte regen passende Fragen zum Text noch einmal zum Nachdenken und Mitmachen an.
    Wir hatten viel Spaß beim Lesen, und mein Sohn hat mir das Buch sogar an einem Abend komplett vorgelesen.

    Katrin Hemmerich


  • Oma läuft einen Marathon – Warum Bewegung für unseren Körper wichtig ist

    Oma läuft einen Marathon – Warum Bewegung für unseren Körper wichtig ist

    Vanessa Schmitthauser

    Nadine Bougie

    Zaradiso

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    In diesem dünnen Heft erfahren wir von der siebzigjährigen Oma Marion, die den Marathon läuft. Auf dem Titelbild sehen wir sie zusammen mit ihrem Enkel Jan durch den Park joggen.
    Immer mittwochs ist bei Jan der Oma-Tag. Seine Oma ist nicht nur fit, sie hat auch lustige Ideen.
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    Aber zunächst berichtet sie ihrem Enkel, welche Voraussetzungen eine sportliche Betätigung besonders in ihrem Alter benötigt. Da wird zunächst ein Check-up bei der Ärztin gemacht, dazu gehört auch ein Belastungs-EKG, wie wir auf dem Bild sehen. Oma vergleicht unseren Körper mit einem Auto und erklärt, dass man auch ein Auto nicht immer zu schnell fahren soll. Genauso sollten wir auch unser Körper nicht überbelasten. Zur Erklärung sehen wir Bilder vom Inneren unseres Körpers. Zum Thema Immunsystem sehen wir Jan als „Immunpolizist“ gegen Viren kämpfen. Im Kreis rennen findet Jan aber langweilig, doch Oma rät ihm, dabei die Umgebung zu beobachten. Danach geht es um die gesunde Ernährung, auch wenn Jan meint „Mein Motor läuft am besten mit Gummibärchen“.
    Es wurde hier eine sehr schöne Mischung aus Erzählung und Information zusammengestellt, die sich sehr angenehm (vor-)lesen lässt. Jan und damit die Kinder, die das Buch lesen, erfahren eine Menge über ihren Körper, aber auch über Bewegung und wie wichtig sie für uns ist. Sowohl für Kinder als auch für Senior*innen. Die Bilder sind realistisch und gut verständlich.

    Dagmar Mägdefrau
  • Ivy und Bärlock Holmes – Fall 1: Die rätselhafte Blume

    Ivy und Bärlock Holmes – Fall 1: Die rätselhafte Blume

    Kristyna Litten

    Übersetzt von Eva Rojas

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Wieder einmal orientiert sich eine Autorin an Sherlock Holmes und so heißt der pensionierte Detektiv diesmal Bärlock, weil er ein Bär ist. An seiner Seite ermittelt seine Enkelin Ivy. Diesmal geht es um ein ganz besonderes Ereignis - eine Agave blüht und das tut die Pflanze nur einmal in 100 Jahren. 
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    Natürlich wollen sich die zwei sich das anschauen, doch es stellt sich heraus, dass jemand die wertvolle Blüte gestohlen hat. Da aus ihr ein besonders wertvoller Honig hergestellt werden kann, führt sie ihr erster Weg zur Imkerei Hummel und den Honigladen Dachs. Dort entdecken Bärlock und Ivy eine heiße Spur.
    Im Laufe der Geschichte erfahren wir einiges über die Gewinnung und Herstellung von Honig. Zusätzlich gibt es nach jedem Kapitel ein Rätsel, die meisten Rätsel sind sehr leicht zu lösen. Es gibt reichlich Illustrationen und Sprechblasen, die das Lesen vereinfachen. Die Zeichnungen sind etwas steif, was für mich sehr englisch wirkt. Ein spannender und informativer Beginn einer Reihe.

    Dagmar Mägdefrau
  • Opa Bär und die Schuhe im Kühlschrank

    Opa Bär und die Schuhe im Kühlschrank

    Anne und Paul Maar

    Hannes Maar

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Wie immer geht Benny mittwochs nach der Schule zum Opa, den er sehr mag. Die beiden spielen Karten oder machen ein Süßigkeiten-Wettessen. Doch als Benny die Milch aus dem Kühlschrank nehmen will, liegen dort ein Paar Schuhe. 
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    Opa verwundert das nicht und er weiß wohl auch nicht, wo die Schuhe eigentlich hingehören. Dann sucht er in der Küchenschubladen nach Gummibärchen, die er schon aufgegessen hat. Als er Hunger bekommt, wünscht Opa „Honigkuschen“ zu essen. Benny verbessert ihn und sagt Honigkuchen. Im Laufe der Geschichte verbessert er Opa noch einige Male, was dem nicht gefällt. So kommt es, dass Benny erklärt, was Demenz ist. Opa macht aus dem Wort „die Menz“ und nennt sie wütend „Blöde und doofe Menz!“
    Schon das Titelbild lässt mich die Liebe, die die beiden verbindet, fühlen. In der Geschichte spürte ich genau, dass Benny seinem Opa nicht weh tun möchte und so verspricht er ihm, „Ich werde immer für dich da sei und mich um dich kümmern“ und die beiden umarmen sich liebevoll.
    Drei Generationen der Familie Maar haben an diesem wundervollen Bilderbuch über Demenz gearbeitet und man merkt dem Buch an, dass es mit viel Liebe und Sachkenntnis erstellt wurde.
    Die Illustrationen sind zart gehalten und bis ins Detail voller Liebe, der Text zeigt die Probleme, die Senioren mit Demenz sich und andern bereiten, aber es schwingt immer Verständnis und ein wenig Humor mit.

    Dagmar Mägdefrau

  • Malte & Oßkar und der Lauf der Dinge

    Malte & Oßkar und der Lauf der Dinge

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    Das Cover zeigt Malte, der sich als Winzling an die Taube Oßkar schmiegt. Das Buch beginnt mit Malte, diesmal ist seine Größe die eines Jungen, und Phia, dem Mädchen aus dem Nachbarhaus. 
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    Die beiden schreiben sich kleine Briefe, die sie mittels eines Korbes von Haus zu Haus verschicken. Malte und Oßkar machen alles zusammen und so kommt es zu einem Unglücksfall, als Malte Oßkar einen „wunderkrummen Kaktus“ zeigt, stolpert er und einige Dornen bohren sich in den Flügel des Täuberichs. Sehr schön wird hier mit einer schwarzen Seite Maltes Schmerz über diese Verletzung dargestellt und dass er ganz klein wird, ist nachvollziehbar. So gelangt er im Korb in Phias Zimmer und durch eine Schublade in eine besondere Welt. Die beiden erleben unterschiedliche Jahreszeiten, verschiedene Fest und treffen auf den „unendlich großen“ Trost. 
    Hinter den Protagonisten des Buches stecken reale Erwachsene und Oßkar ist Maltes Taubenfreund. Das Buch erzählt poetisch eine zauberhafte Geschichte, die von Ängsten und Mut handelt, die zeigt, wie wichtig Freundschaft mit Menschen und Tieren ist und die uns den Trost zu Seite stellt, wenn wir ihn benötigen. Trost benötigen wir alle mal und hier wird er uns bildlich vorgestellt als riesige große Figur, die Malte immer zu helfen weiß. So umhüllt am Ende des Buches die drei „ein warmes Gefühl“ und das spüren wir Leserinnen und Leser, auch die Kinder.

    Dagmar Mägdefrau

  • Hui, Spinne – Haustierchen halten für Anfänger

    Hui, Spinne – Haustierchen halten für Anfänger

    Lena Zeise

    Klett Kinderbuchverlag

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Schon auf dem Cover sehen wir eines der Krabbeltierchen, die in diesem Buch vorgestellt werden. Das Buch beginnt mit der Vorstellung der Großen Winkelspinne, der wir sicher schon bei uns zu Hause begegnet sind. 
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    Unter einer großen Zeichnung des Tieres gibt es viele Informationen. Lustig ist der Punkt „Anschaffung“, denn im Titel des Buches geht es ja um die Haltung der Tiere, deshalb wird auch die Haltungsform erklärt. Auch „Profiwissen“ finde ich sehr spannend. Zusätzlich gibt es ein farbig unterlegtes Feld mit Zeichnungen und zusätzliche Informationen. Weiter geht es mit vielen Tieren, die wir sicher nicht bei uns wohnen haben möchten, z.B. dem Katzenfloh (den hatten wir mal als Haustier, schrecklich), der Kopflaus oder der Bettwanze. 
    Ich finde es sehr witzig, dass hier diese Tiere, die wir gemeinhin Ungeziefer nennen, als Haustiere bezeichnet werden und uns Tipps zum Fangen und zur Haltung gegeben werden. Die Informationen sind vielfältig und auch humorvoll geschrieben. Das spricht sicher Leser*innen an, denen manche Sachbücher zu langweilig sind.

    Dagmar Mägdefrau

  • Jetzt mal ehrlich?! – Meine Gefühle, mein Körper, meine Regeln

    Jetzt mal ehrlich?! – Meine Gefühle, mein Körper, meine Regeln

    Carsten Müller

    Steffi Bohle

    Emily Clair Völker

    EMF

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    „Ein wirksames Aufklärungsbuch für Kinder zur Prävention von sexuellem Missbrauch.“ ist  auf dem Cover zu lesen. Und ich finde, das entspricht genau dem Inhalt des Buches, das ich Eltern, Erzieher*innen und Lehrer*innen ans Herz legen möchte. 
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    Die Autoren haben gleich zwei Vorworte geschrieben, einmal für die Erwachsenden, die auch in grünen Textkästchen im Laufe des Buches Informationen erhalten, und für die Kinder, für die das Buch in erster Linie geschrieben wurde. 
    Zunächst geht es um die Einzigartigkeit eines jeden, dabei gefällt es mir sehr gut, dass die Lesenden direkt angesprochen werden. Dann kommen wir zu den unterschiedlichen Körperteilen, dazu gehören auch Abbildungen von Vulva und Penis, aber auch der Anus wird erwähnt. Sehr gut gefallen mir auch die Spielregeln, die klar besagen, was erlaubt und verboten ist. Nachdem über Gefühle gesprochen wurde, kommen wir zur Gewalt und ihren unterschiedlichsten Gesichtern. Anhand praktischer Beispiele werden Situationen beschrieben, in denen die Kinder lernen müssen, wie sie sich am besten verhalten sollen. Denn, wie der nächste Teil zeigt, Prävention ist wichtig. So wird das Verhalten eines Mann geschildert und wie er sich einem Kind nähert. Ich finde es sehr wichtig, direkt darüber zu sprechen und nicht nur Andeutungen zu machen. Dass auch im Internet Gefahren lauern und da steht ein sehr wichtiger Satz „Wissen macht dich richtig stark!“ Genau so ist es. Wenn die Kinder wissen, wo und auf was sie achten müssen, dann können sie auch handeln. Und auch dieses Handeln wird in dem Buch sehr genau beschrieben, vom „Nein!“ bis zur Nummer gegen den Kummer.
    Die Texte sind klar und gut verständlich, die Illustrationen ehrlich und klar. Ein wichtiges Buch für alle Kinder, die wir stärken wollen. Ein mutiges Buch für mutige Kinder und alle, die sie erziehen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Kater Klaus vermisst die Maus

    Kater Klaus vermisst die Maus

    Kathrin Rohmann

    Jasmin Schäfer

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Eine nette kleine Truppe wohnt da zusammen: Großvater Vasilis, Kater Klaus und die kleine Maus. Es geht auf Weihnachten zu und der Großvater möchte ein besonderes Geschenk für seinen Enkel Niko. 
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    Da helfen ihm die beiden Tiere und machen ihn auf den Zapfen aufmerksam, der so gut duftet und den Vasilis zum Verfeuern nutzt. So wird der Zapfen in Geschenkpapier gepackt und der Großvater bringt ihn zur Post. Leider fehlt ihm das Geld für das Porto, so geht er betrübt wieder heim. Klaus hat eine Idee und überredet die Maus, zusammen mit dem Geschenk zu Niko zu reisen. So wird eine kleine Tür ins Geschenkpapier geschnitten, damit sich die Maus hineinsetzen kann. Klaus bringt das Geschenk zum Hirsch und hängt es ans Geweih. So macht sich der Hirsch auf den Weg. Der Dachs ist der nächste Transporteur, weiter geht es mit dem Wolf. Inzwischen erfahren wir, wie es Kater Klaus ergeht, denn er macht sich Sorgen um die kleine Maus. Natürlich geht es am Ende gut aus und die kleine Maus erlebt so viele spannende Abenteuer, dass sie am Ende keine kleine Maus mehr ist. 
    Die Geschichte spielt in Griechenland und wir erfahren einiges von den dortigen Bräuchen. Während sich Klaus sorgt und beim Großvater die Vorweihnachtszeit erlebt, wird die Maus immer mutiger, am Ende traut sie sich sogar wieder heimzufliegen, obwohl sie das vorher kategorisch abgelehnt hatte.
    Eine weihnachtliche Geschichte über Mut, Freundschaft und ungewöhnliche Abenteuer. Die Illustrationen sind sehr passend gezeichnet, ein wenig altmodisch und ein wenig griechisch.

    Dagmar Mägdefrau

  • Aurora

    Aurora

    Uwe Krauser

    Franziska Frey

    FarbFux

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Was für ein wunderschönes Cover, da sitzt Aurora, die Eintagsfliege, mitten in goldenen Strahlen auf dem weißen Hintergrund. So toll ist sicher kaum eine kleine Fliege präsentiert worden.
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    Es ist ein sonniger Morgen, als Aurora sich auf den Weg macht, ihren Tag zu erleben. Voller Tatendrang fliegt sie zu einer Blumenwiese, wo sie entzückt zwei Schmetterlinge beobachtet. Beinahe hätte der Frosch sie verschlungen, doch er will Aurora nicht den einzigen Tag ihres Lebens verderben und fängt sie nicht mit seiner Zunge. Er rät ihr zum Goldregen zu fliegen und dort begegnen unsere kleinen Fliege viele summende Hummeln. Denen schaut sie bei ihrer Pollensuche zu, bis es anfängt zu regnen. Auf dem Baum, auf den sie sich vor den Tropfen flüchtet, trifft Aurora auf eine nette Raupe. Als die ersten Sonnenstrahlen auf die Regentropfen fallen, ist Aurora „sprachlos vor Staunen.“
    Es ist wunderschön zu erleben, wie dieses kleine Wesen, das wir oft achtlos erdrücken, einen Tag voller Wunder erlebt und sich so an ihrem kurzen Leben erfreut. Daran sollten wir uns ein Beispiel nehmen und achtsamer mit unserer Zeit umgehen. Deshalb gibt es am Ende des Buches auch eine Bastelanleitung für ein Tagebuch, in dem wir all unsere schönen Erlebnisse festhalten können.
    Auch wenn hier der Teil des Fortpflanzens, der ja der Hauptanlass für das Lebens dieser Fliege ist, ausgespart wurde und ihr am Ende noch ein zweiter Tag „geschenkt“ wurde, ist dieses Buch wunderschön anzuschauen, die zarten Bilder zeigen so eindringlich Auroas Leben. Der Text ist fein gesponnen und genau so zart.

    Dagmar Mägdefrau
  • Sing, Juandalynn, sing

    Sing, Juandalynn, sing

    Juandalynn R. Abernathy

    Text von Philippe Zwick Eby

    Carolina Vázquez

    editions malama representation

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Juandalynn Ralpheda Abernathy ist eine schwarze amerikanische Opernsängerin, von der ich bislang noch nie gehört hatte. In diesem broschierten dünnen Büchlein wird ihre ereignisreiche Kindheit beschrieben und damit die Entwicklung der schwarzen Bewegung um Martin Luther King ab den 1950er Jahren in den USA.
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    Das Cover zeigt Juandalynn wie sie auf der Straße marschiert, hinter ihr Demonstant*innen mit Postern. Das Buch beginnt mit Sachinformationen über die Sklaverei, danach lernen wir Juandalynns Eltern kennen. Juandalynn wächst zunächst in Montgomery auf, wo ihr Vater Pastor einer Baptistenkirche ist. Besonders gut gefällt ihr der Chor, denn sie liebt die Musik. Eines Tages gibt es ein Bombenattentat am Haus der Familie, denn Juandalynns Eltern sind gute Freunde von Martin Luther King, den sie Onkel Martin nennt und mit dessen Tochter Yoki sie gerne spielt. Beide Familien ziehen später nach Atlanta und hier lernt Juandalynn die Sängerin Mahalia Jackson kennen. Sie verspricht dem Mädchen, sie werde mal eine klassische Sängerin. Schon bald darf Juandalynn dann im Chor singen. 
    Neben der Geschichte, die vom Leben der Opernsängerin Juandalynn erzählt, erfahren wir viel von der politischen Situation und der Diskriminierung, die schwarze Menschen erleben müssen. Juandalynn nahm mit ihrer Familie an den verschiedenen Märschen nach Montgomery teil und sie singt noch heute für die Rassismusopfer.
    Zum einen können wir die bebilderte Geschichte lesen und zum andere wichtige Informationen über Menschen und Aktionen in kleinen Feldern am Bildrand bekommen.
    Eine sehr gute Mischung wie ich finde.

    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Ritter namens Rost – Vorlesegeschichten

    Ein Ritter namens Rost – Vorlesegeschichten

    Jörg Hilbert

    Felix Janosa

    annette betz

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Es gibt ja schon eine ganze Menge Bilderbücher über die Abenteuer des Ritter Rost, diesmal werden die Abenteuer des Ritters und seiner Freunde in sechs Geschichten erzählt. Auf dem Cover sehen wir Rost sofieren (so nennt er das Liegen auf dem Sofa) und neben dem Drachen Koks noch andere, von denen in diesem Buch berichtet wird.
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    Zunächst wird uns Rost mit seinen Eigenarten vorgestellt und wir erfahren, dass er sehr gut im „Angst haben“ und im „Angeben“ ist. Seine Freundin, das Burgfräulein Bö, hat da ganz andere Stärken und Koks konnte gut Feuer spuken, bis Bö es ihm abgewöhnt hat. In der nächsten Geschichte taucht das Chaos auf und macht seinem Namen alle Ehre, danach geht es um die Rettung einer Erbse und erst durch das Eingreifen von Bö kommt es zu einem guten Ende. Was es mit den „Topfkaninchen“ auf sich hat kann ich jetzt hier nicht verraten, nur so viel, dass Koks da falsche Schlüsse zieht. Ein „Aufräum-Apparillo“ taucht in der letzten Geschichte auf und bringt einiges durcheinander.
    Natürlich gibt es zu jeder Geschichte ein Lied, das man sich herunterladen kann. Jörg Hilbert gelingt es, nicht nur seinen kleinen Ritter lustige Abenteuer erleben zu lassen, er zeichnet auch wunderschöne witzige Bilder. Ein rundum schönes Vorlesebuch!

    Dagmar Mägdefrau

  • Der fliegende Buchhändler und andere Weihnachtsgeschichten

    Der fliegende Buchhändler und andere Weihnachtsgeschichten

    Yaroslava Black

    Maryna Yandolenko

    Urachhaus

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Das Buch vereint verschiedene Erzählungen rund um das Weihnachtsfest. Die Geschichten sind leicht verständlich, teils heiter, teils nachdenklich und greifen klassische Themen wie Gemeinschaft und Besinnlichkeit auf. Insgesamt bietet der Band eine abwechslungsreiche und stimmungsvolle Lektüre für die Adventszeit.
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    Die Geschichte vom Titel (Der fliegende Buchhändler) erzählt von drei befreundeten Kindern, die durch Zufall diesen kennenlernen. Sie helfen ihm beim Austeilen der Bücher an andere Kinder. Dafür bekommen sie bei ihm Essen und am Ende „ihr Buch“. Eine Geschichte mit viel Magie! 
    Das Buch eignet sich wunderbar zum abendlichen Vorlesen in der Adventszeit, da die Geschichten angenehm kurz und leicht zugänglich sind. Zusätzlich werden die Geschichten durch die Illustrationen auch schön untermalt.

    Katrin Hemmerich
  • Zimtsternewinter

    Zimtsternewinter

    Kristina Scharmacher-Schreiber

    Bianca Millán

    magellan

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Die Zwillinge Irma und August verbringen mit ihrer Mutter das Wochenende vor Weihnachten bei ihrem Opa im hohen Norden. Sie backen Zimtsterne, doch die Plätzchen verschwinden teils. Sind dort Wichtel am Werk? 
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    August möchte unbedingt Wichtelhelfer werden und versucht, die Weihnachtsmagie durch verschiedene Aktionen zu entfachen. Auch der zuerst griesgrämige Nachbar Herr Griesson wird von der Weihnachtsmagie ergriffen. 
    Die Geschichte stimmt einen sehr auf die Vorweihnachtszeit ein. Die Geschichte hat einen sehr schönen Aufbau und wird durch die wirklich wunderbare Illustrationen durch Blanca Millán unterstrichen.
    Mein Sohn (zweite Klasse) ist ein riesiger Weihnachts- und Wichtelfan und wir haben es zusammengelesen (erst ich ein Stück, dann du). Das hat sehr gut geklappt. Er war begeistert und hat gerne mitgelesen.
    „Zimtsternewinter“ ist ein gelungenes Vorlesebuch für die Winter- und Adventszeit. Es kombiniert eine unterhaltsame Geschichte mit stimmungsvollen Bildern.

    Katrin Hemmerich
  • Leben, Sterben und Kaninchen

    Leben, Sterben und Kaninchen

    Dita Zipfel

    Rán Flygenring

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Auf dem Cover ist das Kind zu sehen, das im Text direkt angesprochen wird. Neben ihm das Kaninchen Miss Marple, um dessen Tod es geht.
    Zunächst sitzt das Kind mit Miss Marple am Tisch und isst Erdbeermarmelade.
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    Danach geht es um die Einzigartigkeit des Kindes, am Beispiel seines Ellenbogens und darum, dass es schon viele andere vor ihm auf dieser Erde gab. Daraus entsteht die Aufforderung „Lern, was andere vor dir gelernt haben, und mach was Neues daraus.“ Unser Körper und die vielen Atome, aus dem er besteht, führen zu der Frage „Wo waren deine Atome, als du noch nicht da warst?“ Dunkelblauer Hintergrund, das entsetzte Kind und Miss Marple am Boden mit leeren Augen. Der kurze Text besagt „Und das Ende ist immer der Tod.“ Wir sehen, Miss Marple im Sarg liegen, danach sehen wir ein Kreuz und das Kind liegt am Boden mit der Schaufel in der Hand. Dann kehren die Buchstaben wieder ins Buch zurück und das Kind denkt über Beerdigungen nach. Dann folgt eine „Sammlung dessen, was ich weiß, was ich glaube…über den Tod zu wissen. Dann hören wir von den Verlusten der Autorin, da sind ihre Großeltern, aber auch ihre Schwester Nele. 
    „Du bist ein wichtiger Teil des Universums, es wäre ein völlig anderes ohne dich.“ So wunderschön tröstend und die Wichtigkeit des Lesenden herauskehrend endet dieses wundervolle Buch. Gerade gab es einen Todesfall im Freundeskreis und da fallen mir die Menschen ein, von denen ich mich schon verabschieden musste. Da hat mir das Lesen dieses Buches richtig gutgetan. Auch mir ist klar, ohne Tod gibt es kein neues Leben, das kann man sehr schön in der Natur beobachten. Der Text des Buches ist durch die direkte Ansprache und die persönlichen Erfahrungen des Autorin so ehrlich und klar und die Bilder sind so wunderbar passend und ansprechend gestaltet.

    Dagmar Mägdefrau
  • Komm, ich trag dich ein Stück, sagt die Schildkröte

    Komm, ich trag dich ein Stück, sagt die Schildkröte

    Lena Raubaum

    Leonie Schlager

    Tyrolia

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Auf einem Sticker, der auf dem etwas düstern Cover klebt, steht „Das Begleitbuch zum Abschiednehmen“ Ein winziges Wesen sitzt auf einer großen Schildkröte, wir sehen nur die dunkler Umrisse vor einer hellen Sonne. 
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    Das Kind schaut zwischen den Blättern auf einen Schildkrötenpanzer. Es ahnt, „Etwas Trauriges würde passieren.“ Als das Kind Angst spürt, spricht die Schildkröte es an und zeigt Verständnis. Sie bietet an, das Kind zu tragen und will so lange bleiben, „wie es für dich notwendig ist.“ Unterwegs nach vielen Gesprächen rät die Schildkröte „Alle Fragen, alle Gefühle wollen atmen. Lass sie Luft holen.“ Zusammen kommen sie ans Meer der Tränen, die nicht nur aus Trauer, sondern auch Lachen dort hinflossen. Danach traut sich das Kind, zu fragen „Wie ist das, wenn man stirbt?“ 
    Es gibt noch viele Fragen in diesem Buch, aber das Tröstlichste ist für das Kind, dass jemand da war und die Trauer begleitet hat. Die Illustrationen sind zart gehalten und bilden die Trauer und Verzagtheit des Kindes ab. Der Text ist tröstlich und zeigt, dass der Verlust, der hier nicht klar benannt ist, Verständnis und Unterstützung braucht, damit die Trauer erträglich bleibt.

    Dagmar Mägdefrau
  • Alles tanzt! – Eine Maus wirbelt durch Stepp und Ballett

    Alles tanzt! – Eine Maus wirbelt durch Stepp und Ballett

    Kristina Scharmacher-Schreiber

    Stephanie Marian

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre

    Vor mir liegt ein sehr umfangreiches Bilderbuch in einem großen Format. Das Cover zeigt eine Tanzschule mit den unterschiedlichsten Tänzen, unten sehen wir die beiden Mäuse, deren Abenteuer erzählt wird.
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    Zunächst kann man anhand einer Karte die Stationen nachvollziehen, die Marie auf der Such nach Pepe besucht. Denn nachdem Pepe Marie zu einem Tanzwettwerb eingeladen hat, verschwindet er aus der Tasche eines Mädchens. Einziger Hinweis sind Steppschuhe, die in der Tasche waren. So macht sich die kleine Maus auf und trifft an vielen Stationen Menschen, die auf ganz unterschiedliche Art tanzen. 
    Neben dieser spannenden Suche gibt es viele erklärende Sachtexte, beginnend mit der Geschichte des Tanzes. Dann geht es in ein Opernhaus und hier erfahren wir ganz viel über das Ballett, über die Entwicklung, die Schuhe bis zu einer Bastelanleitung für ein Tutu. Aber es gibt im Haus auch eine Musicalbühne, hier gibt es Informationen zu den bekanntesten Musicalstücken. In einer Tanzschule werden Gesellschaftstänze erklärt, bevor wir den Flamenco und andere regionale Tänze kennenlernen. Über den Breakdance geht es dann endlich zum Steppen.
    Tanzen gehört einfach zu unserem Alltag dazu und schon die Kleinsten bewegen sich zur Musik. Deshalb wird dieses Buch sicher begeistert gelesen werden. Vielleicht finden wir bei der großen Auswahl noch den passende Tanz für uns. Die spannende Geschichte von Marie ist schon sehr lang und zieht sich über das ganze Buch, unterbrochen wird sie von den nicht weniger spannenden Sachinformationen und die vielen bunten, schön gestalteten Bilder ergänzen dieses Buch zu einem wundervollen Gesamtwerk, das sicher nicht nur die Kinder begeistern wird.

    Dagmar Mägdefrau
  • Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen

    Mäc Mief und das total verrückte Baumstammwerfen

    Carola Becker

    Ina Krabbe

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre Selbstleser / ab 5 Jahre zum Vorlesen

    Bei Mäc Mief handelt es sich um ein Schaf, dessen bester Freund der Hund Bonnie ist und der Finn, den Sohn des Bauern, als seinen Lieblingsmensch bezeichnet. Die drei sind auf dem Cover zu sehen und zu Beginn des Buches werden alle die „mit dabei sind“ vorgestellt. 
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    Auf dem Hof ist viel Unruhe, da alle Familienmitglieder für die Highland Games trainieren. Da kann es passieren, dass Mäc Mief ein Heusack vor die Füße fällt oder ihm ein geblümter Gummistiefel am Kopf vorbeifliegt. Meggie trainiert fürs Hügelrennen und Bonnie leistet ihr Gesellschaft. Als der Paketbote Ross riesige Baumstämme durch die Gegend schleudert, befürchtet Mäc Mief, verrückt zu werden. Doch dann ist endlich der „Große Tag“ und alle fahren los, dazu werden Mäc Mief und Bonnie noch mit einem karierten Tuch geschmückt. 
    Doch dort angekommen, vermissen Tom und Ross ihre Geldbeutel und es gibt keine Würstchen. Wie es dann so läuft bei den Wettbewerben und mit den Ermittlungen der Tiere zum Verlust des Geldes könnt ihr dann selbst lesen.
    Die Geschichte wird wieder mit viel Humor erzählt und es kommt noch zu einigen lustigen Szenen. 15 Kapitel und viele schöne bunte Bilder machen des Buch zu einer schönen Fortsetzung der Reihe um eine schottische Farm.

    Dagmar Mägdefrau