• Achtung, Zeitfalle

    Achtung, Zeitfalle

    Andreas Schlüter

    Arena

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Das Buch ist schon einige Jahre auf dem Markt und sicher ist es technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand, aber trotzdem hat es an Spannung nichts eingebüßt.

    Die Kinder kennen wir schon aus Level4 und diesmal geht es auf eine Klassenfahrt nach Florenz. Nachdem die vier Kolja hinterhergelaufen sind, finden sie sich im Florenz des Jahres 1589 auf einer großen Hochzeit wieder.

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    Jennifer kann das an Hand ihres Reiseführers erforschen. Doch nichts ist so wie es scheint, die Welt, die sich da zeigt, ist nur eine Computeranimation. Die Gefahr droht von einigen echten Menschen, die hinter dem Professor her sind, der beim Programmieren mitgearbeitet hat. Das eingespielte Team kann zusammen eine Lösung finden und dem Rückweg zur Klasse steht nichts mehr im Wege.

    Die Geschichte ist spannend geschrieben und gut zu lesen. Alles hat eine schlüssige Logik und man kann noch einiges über die damalige Zeit lernen.

    Dagmar Mägdefrau

  • City Crime – Der Lord von London

    City Crime – Der Lord von London

    Andreas Schlüter

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Finn und Joanna bekommen durch ihre Mutter eine Einladung zu einem Kinderfest im Buckingham-Palast. Dahinter steckt James, ein Mitglied er königlichen Familie, der die Abenteuer der Geschwister aus anderen Städten kennt.
    Es soll noch Geld aus dem Postraub der sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts irgendwo vergraben sein.

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    Peter ein Nachfahre eines bisher unbekannten Räubers soll wissen, wo der Schatz vergraben ist. Leider ist auch der bald verschwunden. So machen sich Finn und Joanna auf und radeln durch das nächtliche London. 
    Joanna spricht fließend englisch und führt die Unterhaltung mit James, der aber wenn es passt auch etwas deutsch versteht. Sie hat auch die zündenden Ideen, während ihr kleiner Bruder oft etwas schwertut, die Situation zu erkennen. Es träumt auch immer wieder von einer reichen Belohnung. Der ganze Fall zieht sich sehr und dadurch verliert er an Spannung. Der Autor versucht immer wieder geschichtliches und touristisches Wissen in den Texten zu vermitteln, so wird vielleicht der Wünsch wach die Stadt selbst kennen zu lernen. Für einen Krimi war mir alles zu sehr konstruiert und ohne große Spannung.

    Dagmar Mägdefrau

  • Spacekids

    Spacekids

    Andreas Schlüter

    dtv Junior

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Zwei Geschwisterpaare von 11-13 Jahren macht sich früh auf ins Schwimmbad und gelangen durch das Sprungbecken ins Jahr 2200. Aufgrund ihrer Eigenschaften, die im Einband mit einem kurzen Steckbrief erklärt werden, sind sie auserwählt, die Erde zu retten. So gelangen sie auf den Planet der Kinder, denn nur kleine Wesen können in der Zeitmaschine reisen.

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    Hier finden die Vier ihre Zimmer so vor, wie sie sie verlassen haben. Aber leider ist der Planet nicht, wie erwartet, unbewohnt. Die Androiden, die sie als „Junge“ VIUA und als Specht begleiten und unterstützen, sind da manchmal doch überfordert und die Kinder müssen selbst schauen, wie sie sich helfen. So kommt es zu Angriffen von Riesenechsen und Kinder aus Mittelamerika entpuppen sich als Außerirdische. 

    Das Buch ist sehr spannend geschrieben und logisch in seinem Aufbau, was mir immer wichtig ist. Da die Kinder am Ende schnell wieder zurück zur Erde müsse, gibt es noch einen zweiten Band.

    Dagmar Mägdefrau 

  • You are Awesome

    You are Awesome

    Matthew Syed

    Knesebeck

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Ich muss gestehen, dass ich das Buch nicht bis zu Ende gelesen habe. Ich fand es einfach langweilig. Matthew Syed hat als Tischtennisspieler 1992 und 2000 an den Olympischen Spielen teilgenommen. Begonnen hat alles im englischen Reading, dort stellten die Eltern eine Tischtennisplatte in die Garage und da der junge Matthew kein „Allerwelttyp“ war, der nach den ersten verpatzten Schlägen aufgegeben hat, sondern ein „Awesome-Typ“ war, trainierte er mit seinem Bruder immer wieder, bis er den kleinen Ball beherrschte.

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    Zufällig gab es in Reading noch einen Ping-Pong-Club und schon übte der Junge schon vor der Schule Tischtennis. So kam er dann über die Jugendliga zum ganz großen Turnier, zu den Olympischen Spielen. Heute ist er Journalist und versucht mit diesem Buch Jugendlichen zu erklären, dass man mit Fleiß und viel üben alles erreichen kann. Das geht vom Sport über Mathe zum Beruf. Harte Arbeit und das Ziel vor Augen bringen uns überall hin. Da gibt es keine angeborenes Talent, jeder kann alles erreichen. Fehler müssen gemacht werden, daraus kann man nur lernen.

    Sicher kann man sich nicht auf seinen Fähigkeiten ausruhen und ganz klar muss man etwas tun um was zu erreichen. Oft hört man ja von erfolgreichen Menschen, dass sie einen Traum hatten und diesen verfolgt haben, obwohl man ihnen immer wieder davon abriet. Matthew hat ja immer mit seinem ehrgeizigen Bruder trainiert, was hat der im Tischtennis erreicht?

    Es kann natürlich sein, dass ich aufgrund meines Alters nicht mehr auf die Aufforderungen des Autors reagiere, aber ich glaube auch als junges Mädchen hätte mich diese Art der Motivation nicht erreicht.

    Dagmar Mägdefrau

  • Tagesschau & Co

    Tagesschau & Co

    Sarah Welk

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Ein eindrucksvolles Sachbuch rund um die Welt der Nachrichten. Es beginnt mit der Begriffserklärung und der Geschichte der Nachrichten. Es gab ja nicht immer Fernsehen und Internet. „Die Tageschau“, „Heute“ und „RTLaktuell“ werden vorgestellt und verglichen. Das habe ich auch nicht so genau gewusst. Natürlich sind auch die Kindernachrichten „logo!“ ein Thema.

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    Ingo Zamperoni berichtet, wie er seine Texte zusammenstellt und dass er mehr als 30 Minuten am Tag arbeitet. Linda Zervakis berichtet von ihrer Kleidung, die in der Schwangerschaft hinten aufgeschnitten wurde. Anne Gellinek berichtet, was sie als Korrespondentin im Ausland macht. Dazwischen gibt immer wieder Rätsel, Bilder und Zeichnungen. Und es werden ganz, ganz viele Frage gestellt und beantwortet. „Warum kommen fast nur schreckliche Nachrichten vor?“ ist eine Frage, die ich mir auch schon oft gestellt habe. Aber es gibt auch Tipps, was man machen kann, wenn „die Nachrichten dir Angst machen“. Boulevard-Journalismus und Face-News sind Themen, genau wie die Frage „Rufen manchmal Politiker an und bestimmen einfach?“ 

    Die Texte sind gut verständlich geschrieben und schon die Überschriften machen neugierig. Es ist gut über dieses Thema informiert zu sein, es gibt inzwischen so viel widersprüchliche Nachrichten, da ist es gut, wenn man die Quellen etwas näher kennt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Für immer Alaska

    Für immer Alaska

    Anna Woltz

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2019

    Das Buch Gips spielte im Krankenhaus und auch hier haben wir es mit einem kranken Jungen zu tun. Sven leidet seit einem Jahr an Epilepsie. Vorher war er sportlich und aktiv. Jetzt hat er ständig Angst, dass er plötzlich hinschlägt und mit Schaum vor dem Mund zuckt. Er fühlt sich als Freak und ist deshalb mit allen böse. Seine Mitschülerin Parker treibt er dazu sich vor der Klasse zu blamieren. Immer wieder macht er sich über sie lustig.

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    Der Fotoladen von Parkers Eltern wurde im Sommer überfallen und die ganze Familie leidet unter den Folgen. Dann hat Parker noch ein Problem, ihre Hündin Alaska musste wegen der Allergie ihres Bruders die Familie verlassen. Jetzt wird sie als Assistenzhündin eingesetzt. Natürlich landet sie bei Sven, der nicht sehr liebevoll mit der Hündin umgeht. Wenn Alaska im Dienst ihre Decke mit der Aufschrift Assistenzhund trägt, weiß jeder, dass er ein Freak ist. Im Laufe des Buchs kommen sich die beiden Jugendlichen näher und stellen fest, dass sie sich gegenseitig helfen und unterstützen können. Eine Freundschaft entsteht und ein Kriminalfall wird gelöst.

    Ein schönes tröstliches Buch, dass die Ängste nicht verschwinden lässt, aber Möglichkeiten aufzeigt mit ihnen zu leben.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der siebte Bruder oder das Herz im Marmeladenglas

    Der siebte Bruder oder das Herz im Marmeladenglas

    Øyvind Torseter

    Übersetzer Maike Dörries

    Gerstenberg

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Deutschen Jugendliteraturpreis 2018

    in Comic, dessen Zeichnungen oft eine ganze Seite füllen. Einfache Strichzeichnungen, viele dunkle Farben.  Kurze Texte in den Sprechblasen, die durch ihre Form die Stimmung unterstützen.

    Die Geschichte handelt von einem König, der sechs Söhne in die Fremde schickt um Frauen zu finden. Auf dem Heimweg werden sie von einem Troll zu Stein verwandelt. So muss auch Hans, der siebte Bruder losziehen um seine Brüder zu erlösen. Auf dem Weg zur Trollhöhle begegnen ihm Tiere, denen er Hilft und die später ihm helfen. In der Höhle hilft ihm eine schöne Prinzessin, die der Troll gefangen hat. Durch listige Fragen kann sie herausbekommen, wo das Herz des Trolls versteckt ist. So kann das Märchen gut enden.

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    Diese Geschichte hat viele Komponenten des klassischen Märchens, ist aber durch die Art der Aufbereitung sehr modern. Ich finde es schön, wenn durch diese Art der Erzählung Märchen wieder Thema werden. Das Buch ist sehr aufwendig  gemacht und hat sogar ein Lesebändchen. 

    Dagmar Mägdefrau 

  • Abenteuer Weltwissen – Ägypten

    Abenteuer Weltwissen – Ägypten

    Hubertus Münch

    Kirsten Preuss

    BVK LESEwelten

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Das Buch zeichnet sich durch kurze Texte, eine gute Gliederung und viele interessante Bilder aus. Zunächst geht es um die Lage und den Nil, dessen Überschwemmungen zur Ansiedlung führten. Klima und Jahreszeiten werden erklärt, Flora und Fauna vorgestellt. Dann geht es zunächst ins alte Ägypten. Die Aufteilung der Bevölkerung vom Pharao über die Beamten bis zu den Bauern.

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    Erstaunlich war für mich die Entwicklung des Soldatenstandes. Die Hieroglyphen als Schrift wird mit Beispielen erklärt, aber auch über die Erforschung gibt es ein Kapitel. Das Leben im alten Ägypten und die Götter und der Totenkult werden anschaulich beschrieben. Auf den letzten Seiten geht es um Ausgrabungen, Pyramiden und den Schatz des Tutenchamun. 
    In besonderen Kästchen wird gefragt „Wusstest du schon?“  und Professor Kniffelogus beantwortet wieder 3 Fragen zum Thema. Sie Bücher dieser Reihe wenden sich an 10-Jährige und diese können an Hand dieser Bücher sehr schön in die Themen eintauchen. Die Texte sind gut verständlich und kurz gehalten und die Bilder ergänzen alles hervorragend.

    Dagmar Mägdefrau

  • Abenteuer Weltwissen – Wikinger

    Abenteuer Weltwissen – Wikinger

    Teresa Zabori

    BVK LESEwelten

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    In Din-A-4 Querformat erleben wir mit wundervollen Fotos die Welt der Wikinger. Mach dem Inhaltsverzeichnis kann man an Hand eines Zeitstrahls sehen, wie lange die Wikinger die nördliche Welt beherrschten bis sie in der Bevölkerung der eroberten Gebiete aufgingen. Die Zeitrechnung beginnt 793 mit der Plünderung des Klosters Lindisfarne und endet mit der Eroberung Englands durch die Normannen 1066.

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    Dazwischen kamen die Wikinger in der Welt herum. Nach Istanbul und auch nach Nordamerika gingen die Fahrten mit den zweckmäßigen Langschiffen oder der Knoor, einem wendigen Handelsschiff. 
    Es werden nicht nur die Schiffe erklärt, auch die Bestattung, die Kleidung und das allgemeine Leben der Wikinger werden in dem Buch bildreich erklärt. Ein großes Feld nimmt der Glaube an die alten Götter und das damit verbundene Weltbild ein.
    Die Rubrik „Wusstest du schon?“ bringt das Thema auf den Punkt und „3Fragen an Prof. Kniffelohus“ erklärt noch einmal Sachverhalte aus den Texten. Am Ende weist das Kapitel „Wikinger heute“ noch auf Festivals hin.

    Mein Halbwissen, dass aus alten Filmen und Comics bestand habe ich durch das Lesen dieses Buches gut ergänzen können und einiges ist schon erstaunlich. Durch die vielen Fotos und die kurzen Texte ist das Buch leicht zu lesen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Tagebuch eines Möchtegern-Versagers

    Tagebuch eines Möchtegern-Versagers

    Luc Blanvillain

    KJB

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2018

    Der Anfang war etwas zäh, aber dann wurde es doch noch richtig spannend. Nils, eine hochbegabtes Kind, dass von seinen Eltern rund um die Uhr gefördert wird, wechselt auf eine Eliteschule. Aber er nimmt sich vor zu versagen. Die kluge Mona und Basile, der eigentliche Versager werden schnell seine Freunde. Zusammen verbringen sie ihre Schulzeit. Nils ist verliebt in Mona und er hat ein schlechtes Gewissen, weil er sie belügt. Sie läd ihn zu sich ein und gibt ihm Nachhilfe. 

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    Nils hält alles in seinem Tagebuch fest. Im Laufe der Zeit und mich Unterstützung einer Kinderpsychologien bekommt Nils zu Hause immer mehr Freiheiten. Damit wird sein Leben das eines normalen Kindes. Ein Mathewettbewerb bringt die Wahrheit ans Tageslicht, bringt aber auch die Freunde auseinander. Aber durch die Hilfe verschiedener Leute geht am Ende alles gut aus. 

    Nils benutzt in seinem Tagebuch Worte, die ich erst mal googlen müsste, ich habe sie einfach überlesen. 

    Ein Buch mit lustigen Begebenheiten und vielen Wendungen, die anders geplant waren. Eltern, die nur ein Ziel sehen, ihr Kind zu fördern und einem unsympathischen Mathelehrer, dem wider erwarten Gefühle wichtig sind.

    Dagmar Mägdefrau

  • Modermoor Castle-Die Jagd nach dem verschwundenen Löffel

    Modermoor Castle-Die Jagd nach dem verschwundenen Löffel

    Chris Priestley

    Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Das ist schon ein schräges Buch, dass der englische Autor mit Bleistiftzeichnungen bebildert hat. „Modermoorcastle“ schon der Name lässt nichts Gutes ahnen und auf dieser Schule gibt es nur eigenartige Gestalten. Zunächst lernen wir in einer Bildergallerie die Erwachsenen kennen. Sehr eigenwillige Gestalten, aber auch die Schüler stehen dem in nichts nach. Es handelt sich um eine Schule „für die nicht besonders hellen Kinder aus nicht besonders reichem Hause“, also echte Looser.

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    Mufford und sein Freund Sponge landen bei der Suche nach dem Verschwundenen Löffel, ein Exponat aus der schulischen Vergangenheit, mittels einer Zeitmaschine in der Vergangenheit. Und man muss sehr aufpassen, denn hier treffen die Jungen aus der Gegenwart auf ihr Ebenbild in der Vergangenheit. Letztendlich kommt die Geschichte, dank mehrfachen Wechsels der Zeiten zu einem guten Ende. Aber da müssen noch Wehrwölfe bekämpft werden und die Frage nach dem Wikinger im Ha-Ha beantwortete werden.

    Mir kommt das Buch schon sehr englisch vor und man braucht, glaube ich, einen besonderen Humor beim Lesen. An manchen Stellen, weiss ich auch nicht, ob es politisch korrekt ist, aber sicher ist das so gewollt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Pssst

    Pssst

    Annette Herzog

    Katrin Clante

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2017 in der Sparte Kinderbuch,

    Ausgezeichnet mit dem LUCHS des Monats Januar 2017 von DIE ZEIT und Radio Bremen

    Die besten 7 Bücher für junge Leser – Bestenliste September 2016 Deutschlandfunk und Kröte des Monats Dezember 2016 STUBE

    Die Form der Präsentation findet sich jetzt immer häufiger in Büchern für diese Altersklasse. Da paaren sich Comic und Tagebuch mit Informationen.
    Eigentlich ist es ein Buch über die Pubertät eines Mädchen. Sie macht sich, wie in diesem Alter normal über alles Gedanken. Was war vor ihrer Geburt, was kommt nach dem Tod, aber auch was ziehe ich an oder sind die Medien zu dominant in unserem Alltag?

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    Es geht um alles oder nichts, um kluge und blöde Gedanken. Nicht geliebt werden und sich anpassen. Da werden Glühwürmchen und Hasenluftballons beerdigt, die Oma mit den roten Fingernägeln besucht und ein Leben zwischen Stadt und Land geführt, da die Eltern neue Partner mit Kindern haben.
    Es kommt einfach fast alles vor, was einem Mädchen in diesem Alter in unserer Zeit passieren kann. Ich glaube so ein Buch hätte mir in dem Alter gefallen. Man ist ja auch überzeugt, dass man mit diesem Schicksal alleine auf der Welt ist.

    Dagmar Mägdefrau

  • Was du niemals tun solltest, wenn du unsichtbar bist

    Was du niemals tun solltest, wenn du unsichtbar bist

    Ross Welfort

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Ich kann Esther nur zu gut verstehen. Auch ich hatte schon früh eine ziemlich schlimme Akne und ich hätte alles getan um sie loszuwerden. Dabei hat mich niemand „Pizzafresse“ genannt und ich hatte auch keine verstorbene Mutter und einen verschwundenen Vater.
    Esther lebt bei ihrer Granny und hat dann noch die hundertjährige Uroma im Altersheim. So kommt es, dass sie sich notgedrungen mit dem arroganten, dicklichen Boyd, der aus London in das kleine Seeörtchen gezogen ist, abgeben muss. 

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    Nachdem Esther einen chinesischen Trank, den sie aus dem Internet bestellt hat und die Sonnenbank benutzt, passiert das Unmögliche, sie wird unsichtbar. Boyd kommt hinter dieses Geheimnis und um ihm zu helfen startet Esther bewusst einen zweiten Versuch. Leider macht Wasser auf der Haut Esther sichtbar und so kommt es, dass die bösen Zwillinge  sie erpressen können. Es kommt leider meist noch etwas schlimmer, als man als Leser befürchtet. Esthers Verkleidung verrutsch, es regnet und man kann ihre Fußabdrücke sehen. Es gibt eine ganze Menge Probleme und dann ist da noch die Frage, wo ist Granny, wenn sie behauptet in der Kirche zu sein und wer ist der Mann, der Esther jetzt öfter begegnet?
    Trotz der absurden Unsichtbarkeit spielt das Buch ganz im normalen Alltag einer fast 13 jährigen Engländerin. Das ist es, was mich an dem Buch so fasziniert, man kann sich sehr gut in Esther hineinversetzen und leidet mit ihr. Aber der Schluss, der zeigt, dass Freundschaft eines der wichtigsten Dinge im Leben ist und so findet Esther „alle ist richtig, alles ist perfekt“.

    Das gelbe Buch mit dem Leuchtturm und der unsichtbaren Esther fällt schon sehr auf, der Buchschnitt ist blau eingefärbt und da denkt man fälschlicher weise an Schweden. Dabei ist das Buch voll und ganz britisch.

    Dagmar Mägdefrau

  • Joki und die Wölfe

    Joki und die Wölfe

    Grit Poppe

    Peter Hammer Verlag

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Weil seine Mutter einen neuen Partner hat, zieht Joki auf einen Bauernhof. Seine Freundin Sanja hatte ihn auf Spuren eine Wolfes aufmerksam gemacht und im angrenzenden Wald findet Joki wieder Wolfsspuren. Dann wechselt die Perspektive und wir beobachten den Wolfsvater, der mit seiner Beute zu seiner hungrigen Familie zurückkehrt.

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    Die Wolfmutter wacht über vier Welpen, der kleinste wird von ihr Schwarzohr genannt. Er ist schmächtiger als die Geschwister und sucht häufiger ihre Nähe. Trotzdem verlieren sie den kleinen Wolf aus den Augen.
    Joki, der statt dem Stiefvater zu helfen, lieber mit dem Rad durch den Wald fährt, findet das Wölflein und nimmt ihn im Rucksack mit in sein Zimmer. Er ist der Gefahr, in die er sich und seine Familie begibt, erst später bewusst.
    Als die hungrigen Wölfe das Kalb töten, geht er in den Wald um den Wolf seiner Familie zurückzubringen.

    Die Kapitel der Geschichte handeln immer abwechseln von Joki und den Wölfen. Die Wölfe werden aber dabei nicht vermenschlicht, sondern einfach nur beobachtet. Es wird klar, warum der Wolf so handelt, nicht weil er böse ist, sondern meist vom Hunger getrieben. 

    Zwischen Joki und dem Wolfvater gibt es eine Art Übereinkunft, obwohl der Wolf ihn hätte angreifen können, geht er seiner Wege.

    Am Ende des Buches gibt es noch einige Sachhinweise u.a. dass man nicht wie Joki einfach einen Wolf mit nach Hause nehmen sollte. Er ist ein wildes Tier und verhält sich auch so.

    Gerade weil es in letzter Zeit viel über die Rückkehr der Wölfe, auch bei uns am Niederrhein, zu lesen gibt, ist dieses Buch sehr informativ.

    Dagmar Mägdefrau 

  • Die beste Medizin

    Die beste Medizin

    Christine Hamill

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Ich hatte mit unter dem Titel ein richtig lustiges Buch vorgestellt und war enttäuscht, dass ich auf Seite 40 immer noch nicht gelacht hatte.
    Aber das war auch nicht der Grund für diesen Titel. Die Autorin war an Krebs erkrankt und hatte in dieser schlimmen Zeit gerne mit ihrem Sohn die Harry Hill Show geguckt. Dieser glatzköpfige Comedian ist die Hauptfigur in dem Buch. 
    Der 12-jährige Philip ist ein großer Fan von Harry Hill.

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    Sein Berufswunsch ist Komiker und er versucht die schlechte Stimmung zu Hause durch ein paar Witze aufzuheitern. Doch seine Mutter wird immer trauriger, weint viel und putzt wie verrückt das Haus. Es dauert lange, bis  sie ihm endlich sagt, dass sie Brustkrebs hat. 

    Die Geschichte wird von Philip erzählt und ich frage mich, ob ein 12-jähriger in Zeiten von Google wirklich so naiv sein kann.
    Wirklich komisch wird die Situation, als Philip sich eine Glatze schneidet und damit seine Mutter zwingt auch zu ihrer Glatze zu stehen. Danach gründet sie eine Selbsthilfegruppe und die glatzigen Damen treffen sich bei ihr. Dann entsteht die Idee ein Fest zu feiern, bei dem sich alle als Harry Hill verkleiden. Der Moderator soll Philip sein. Doch als besondere Überraschung taucht der Star selber auf.
    Im Laufe der Geschichte schreibt Philip immer wieder seinem Idol, aber die Briefe kommen erst spät bei ihm an. Diese Briefe enthalten die ganze Gefühlswelt des Jungen. Von hilflos bis wütend.

    Ich glaube, dass einige Erwachsene Trost in einem solchen Buch finden können, für Kinder finde ich es langweilig, zumal Philip sich nicht sehr altersgerecht benimmt.

    Dagmar Mägdefrau

  • Rettung für Nori – Toni und Jonas als Tierschützer unterwegs

    Rettung für Nori – Toni und Jonas als Tierschützer unterwegs

    Lisa Echarif

    BVK Lesewelten

    LIMBO Lese-Info-Mitmachbuch

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Mit einem Steckbrief stellen sich die Hauptakteure vor. Toni, die auf einem Bauernhof in Bayern mit Emil dem Berner Sennenhund und Mistral, der schwarzen Hauskatze wohnt und Jonas, der aus der Stadt in die Nachbarschaft zieht. Toni ist sehr tierlieb und arbeitet aktiv im Tierschutz, Jonas hat panische Angst vor allen Tieren und besonders vor Hunden.
    Beide zusammen erleben ein sehr spannendes Abenteuer bei dem sie den Hundewelpen Nori retten.

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    Die durchgehende Geschichte wir immer wieder von einseitigen Erklärungen, kleine Lesezeichen zu „Skateboarden“ oder „Tollwut“ unterbrochen. Es gibt auch Fragen, die Platz zur Antwort lassen, z.B. Versagen – Hast du dich schon einmal so richtig als Versagerin/Versager gefühlt? Was war passiert? Konntest du überhaupt etwas für die Situation? Was hast du gegen das Gefühl unternommen?

    Das Buch hat viele Fassetten, die es so vielseitig und interessant machen.  Kein stures Lesen, sondern eine Aufarbeitung der beschriebenen Situation. Ich finde diese Art von Mitmachbuch sehr gut gemacht. Vielleicht ist es auch leichter zu lesen, evtl. kann es aber auch von der Geschichte ablenken. Ich werde das Buch mal an einen Leser in der Altersgruppe verleihen und bin sehr gespannt auf das Feedback.

    Dagmar Mägdefrau

  • Level 4 – Die Stadt der Kinder

    Level 4 – Die Stadt der Kinder

    Andreas Schlüter

    dtv Junior (Taschenbuch)

    Arena (Hardcover)

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Obwohl das Buch schon einige Jahre alt ist und man das z.B. an den fehlenden Handys merkt, ist es durchaus sehr spannend. 
    Der dreizehnjährige Computerfreak freut sich auf die CD eines neuen Computerspiels. Bisher konnte es das Spiel nur im Kaufhaus spielen. Da war aber immer Schluss, als im Spiel ein Zauberer auftauchte.

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    Als Ben am seinem Computer diese Stelle erreicht, verschwinden alle Menschen, die älter als 15 Jahre sind. Ben bezieht diese Situation schnell auf das Spiel und versucht seine Mitschüler davon zu überzeugen, dass sie sich „im Spiel“ befinden und entsprechend agieren müssen. So müssen sie zusammenhalten, was nicht einfach ist, da Kolja und seine Band die Macht übernehmen wollen. 
    Es kommt zunächst zu Plünderungen, dann werden die Kranken aus dem Krankenhaus versorgt. Wie kann man die Tiere im Zoo füttern und Essen für alle Kinder kochen?
    Es sind viele Probleme zu lösen, bevor das Siegerlevel im Spiel erreicht werden kann.

    Das Buch gibt es sowohl als Hardcover, als auch als Taschenbuch. Die Schrift der Bücher ist etwas größer und damit ist das Buch sehr gut zu lesen. Dies Kapitel sind nicht ganz so lang und aufgrund der Spannung liest sich das Buch recht schnell.

    Dagmar Mägdefrau

  • Der Sommer in Sommerby

    Der Sommer in Sommerby

    Kirsten Boie

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Ein Buch das alles hat, was ein Buch für dieses Lesealter haben muss. Da die Mutter in New York einen Unfall hatte, fliegt der Vater sofort dort hin. Die Kinder werden zu ihrer Oma Inge gebracht. Nur Martha kann sich noch dunkel an diese Oma erinnern, ihre kleinen Brüder Mats und Mikkel kennen sie gar nicht. Sie wohnt auf einer wunderschönen Landzunge an der Ostsee, zu erreichen ist sie nur über das Wasser oder über eine Kuhweide ohne Weg.

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    Ziemlich schroff ist die Oma zu dem Kindern, aber sie erzählt auch von Mama, als sie noch ein Kind war. Zum Zwist zwischen Oma und den Eltern war es gekommen, weil sie die Oma gedrängt haben ihr Haus zu verkaufen. Dort sollte ein Einkaufszentrum entstehen. Beide Eltern sind wohl in der Finanzbranche und haben damals nur den großen Gewinn gesehen. Auch mit dem Bewohnern von Sommerby hat Oma ihre Probleme, auch die sind noch böse, weil sie auf die vielen Chancen verzichten mussten.

    Die Oma wohnt in ihrem Reetdachhaus und  kocht Marmelade, die sie an Touristen verkauft. Am Abend macht sie den Kindern Kartoffeln und Mikkel sucht die Eier dazu im Hühnerstall. Richtig beschaulich. Aber ein Mann schleicht sich mit dem Kanu an und möchte die Oma so erschrecken, dass sie ihr Haus doch noch verkauft. So kommt es besonders für Martha zu einigen abenteuerlichen Erlebnissen.
    Martha leidet aber zunächst sehr darunter, dass die Oma weder W-Lan noch Internet, ja nicht einmal ein Fernsehen hat. Aber dann entdeckt sie die alten Bücher ihrer Mutter. Mit der Zeit muss sie auch nicht immer alles per WhatsApp weiterleiten. Es macht ihr viel mehr Spaß das Boot zu lenken und manches muss die reiche Freundin gar nicht wissen.

    Mir hat das Lesen dieses Buches viel Freude gemacht, es zeigt, dass unsere moderne Welt nicht immer die Bessere ist und dass Geld nicht immer das einzig Wichtige ist auf unserer Welt. Ja und diese Welt ist in Sommerby noch ein wenig heil, nicht immer und nicht alles, aber es würde uns allen gut tun, dort einen Sommer zu verbringen.

    Ein wundervolles Buch für den nächsten Sommer.

    Dagmar Mägdefrau