• Das schmeckt nach Ärger – Die Einstein-Detektive

    Das schmeckt nach Ärger – Die Einstein-Detektive

    Anne Scheller

    Hase und Igel

    Die Einstein-Detektive

    Verlagsempfehlung Klasse 2 und 3

    Das dünne Heft mit der großen Schrift ist in sechs Kapitel eingeteilt. Zunächst stellen sich Sara und Cosmo vor, sie gehen gemeinsam in die dritte Klasse und sind als die Einstein-Detektive bekannt. Zusammen haben sie schon einige Fälle gelöst.
    Diesmal geht es um das Essen in der Mensa. Es wird vom dem netten Koch Herrn Hönig gekocht und war bisher immer sehr lecker.
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    Doch heute schmeckt die Tomatensoße bitter. Unsere beiden Detektive eilen sofort in die Küche und erfahren, dass Herr Hönig nach dem Kochen eine kleine Pause macht. In der Zeit hätte jemand etwas Bitteres in die fertige Soße schütten können. Verdächtig ist zunächst die Schulsekretärin, weil Herr Hönig sich irgendwie komisch über sie geäußert hat, und die Kinder vermuten, dass er sich mit ihr gestritten habe. Frau Bär, die das Essen ausgibt, ist eine mürrische Frau und deshalb gehört auch sie zu den Verdächtigten. 
    Um zu erforschen, wie der Geschmack mit der Zunge erkannt wird, machen die beiden Kinder ein Experiment und probieren einige bittere Lebensmittel. Dadurch erkennen sie, wo wir mit der Zunge das Bittere erschmecken. Denn der Koch probiert nur mit der Zungenspitze und konnte so bitter nicht bemerken.
    Leider geht es mit dem Ärger um das Essen weiter, aber letztlich kommen die Detektive der/dem Täter*in auf die Spur. Immer gibt es auch ein kleines Experiment, bei dem die Kinder erforschen, wie man Gerüche unterscheidet oder ob man erkennt, woher Geräusche kommen. Alltägliche Dinge, über die man oft nicht so genau nachdenkt. Eine schöne Kombination aus Detektivarbeit und Versuchen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Leos wilde Abenteuer – Dino-Alarm

    Leos wilde Abenteuer – Dino-Alarm

    Andreas Völlinger

    Pascal Nöldner

    Südpol

    Leos wilde Abenteuer

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Leo nennt in der Schule, als es um die Lieblingstiere der Kinder geht, einen Dinosaurier namens Apatosaurus. Danach macht er sich Gedanken, wie er über ein Tier ein Referat halten soll, das es nicht mehr gibt und das er nie gesehen hat. Doch dank Tante Agnetha, die eine große Erfinderin ist, schöpft er wieder Hoffnung. 
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    Denn die neueste Erfindung ist eine Zeitmaschine mit der die beiden in die Jurazeit reisen. Da die Tante keine Ahnung von Dinosauriern hat, muss Leo ihr die Tiere erklären, die ihnen dort begegnen. Zum Glück treffen sie bald auf einen Apatosaurus, der durch seinen Größe schon erschreckend wirkt, auch wenn er Vegetarier ist. Doch als Leo und die Tante wieder zurück in die Jetztzeit starten, müssen sie feststellen, dass der Dino mit ihnen im Garten gelandet ist. Was kann man da tun, um die Lage zu retten?
    Das Cover zeigt Leo und Tante Agnetha, die auf dem Apatosaurus-Rücken sitzen. Im Buch gibt es noch viele teilweise ganzseitige bunte Illustrationen. Die spannende Geschichte wird humorvoll in zehn Kapiteln erzählt, trotz der größeren Schrift, sollte der Leser/ die Leserin schon etwas erfahrener sein.

    Dagmar Mägdefrau
  • Technik einfach erklärt – Leselauscher Wissen

    Technik einfach erklärt – Leselauscher Wissen

    Günther Lohmer

    BVK – Buchverlag Kempen

    Leselauscher

    Leseempfehlung ab 7 Jahre

    Zunächst stellt sich der Autor Günther Lohmer vor, dann kommt Silas zu Wort, der uns durch das Buch führen wird. Es geht darum zu erklären, wie die Technik, die wir aus unseren Haushalten kennen, funktioniert. Das erste Thema ist das Telefon, wer hat es erfunden und wie funktioniert es, dass wir am anderen Ende eine Stimme hören können. 
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    Auch das Radio sendet Stimmen und Musik über eine große Distanz, wie kann das gehen? Danach geht es darum, wie der Computer rechnet. Auf den dazugehörigen Fotos sehen wir die Teile eines Computers, innen wie außen. Aber heute telefonieren wir meist mit dem Smartphone und da kann man sich sogar sehen. Die Antwort gibt uns immer entweder Silas oder jemand aus seiner Familie. Auf der nächsten Seite sehen wir, wie ein Smartphone von innen aussieht. Es wirkt gar nicht so kompliziert. Danach geht es zu einem anderen Thema, zum Rauchmelder und wie er weiß, dass er piepen muss. Föne, Staubsauger, Waschmaschine, Wäschetrockner und Bügeleisen sind die nächsten Geräte, deren Funktion wir erläutert bekommen. Mit Wasserkocher, Toaster, Mikrowelle, Herd, Kühlschrank und Geschirrspülmaschine geht es weiter. Die letzten Themen heißen Ampel, Geldautomat und Scannerkasse. Da gibt es sicher etwas, was man schon immer mal genau wissen wollte. Hier gibt es auf jeden Fall auf viele Fragen, die man sich im Alltag stellt, eine ausführliche Antwort, zusätzlich kann man anhand der Fotos das Beschriebene gut nachvollziehen.
    Obwohl die Kapitel nicht sehr lang sind, ist es vielleicht doch zu viel Lesestoff, aber da gibt es den Leselauscher, da kann man sich den Text vorlesen lassen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Es geschah auch kein Unfug – Drei Familiengeschichten – Wir Kinder von früher

    Es geschah auch kein Unfug – Drei Familiengeschichten – Wir Kinder von früher

    Daniela Kulot

    Klett Kinderbuchverlag

    Leseempfehlung ab 7 Jahre

    Buch des Monats August 2024

    Daniela Kulot, die wir als Autorin und Illustratorin vieler lustiger Bilderbücher kennen, berichte hier aus ihrer Jugend in einem bayrischen Dorf. Sie lebt zusammen mit ihren vier Geschwistern und ihren Eltern „zwischen Kuhstall und Schulhaus“. 
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    Eine besondere Verbindung hat sie zu ihrem anderthalb Jahre älteren Bruder, der sie noch heute „Baby“ nennt. Mit ihm zusammen hat sie eine verstorbene Schildkröte aus- und wieder an anderer Stelle eingegraben. 
    Mit ihrer Zwillingsschwester wollte sie ans Ende der Welt gehen und die beiden waren froh, dass eine nette Nachbarin sie auf ihrem Fahrrad wieder nach Hause gebracht hat.
    Als Daniela zu ihrer Freundin Moni ging, war da schon Zwillingsschwester Wackel und die beiden spielten mit den Barbie-Puppen Hochzeit. Das gefiel Daniela aber gar nicht und so macht sie sich auf die Suche nach ihrem Bruder Woffe, der ihr ein Geheimnis anvertraut.
    Die 1970er Jahre werden mit diesen drei kleinen Geschichten lebendig. Auch die Illustrationen sind der Zeit angepasst und erinnern mich an die Bücher aus jener Zeit.
    Für mich war vieles Erinnerung, aber für die jungen Lesen wird das Buch aus einer anderen Zeit berichten, in der es keine Handys und kein Internet gab. Die Autorin weist in einigen Sätzen sogar darauf hin.
    Schöne Alltagsgeschichten, die doch auch einiges an Spannung und Humor bieten.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die besten Beerdigungen der Welt

    Die besten Beerdigungen der Welt

    Ulf Nilsson

    Eva Eriksson

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Vorneweg geht Ester mit der Kiste, in der das tote Tier liegt, danach geht der Junge, der uns von diesem Tag berichtet und am Ende ist Esters kleiner Bruder Putte, der den Spaten trägt. 
    Weil es langweilig ist und weil Ester eine tote Hummel findet, kommen die Kinder auf die Idee, Tiere zu beerdigen.
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    Zunächst möchte der Junge nicht helfen, doch dann schlägt er vor, er könne ja ein Gedicht für das Tier sprechen. Ester findet das zunächst nicht so gut, lässt ihn dann aber gewähren. „Ein kleines Leben in der Hand, plötzlich weg, tief, tief im Sand.“ ist sein erstes, beeindruckende Werk. Das winzige Grab ist mit Blüten geschmückt und hat ein Holzkreuz. Dann machen sich die zwei auf und suchen andere tote Tiere, die sie bestatten können. Putte unterstützt die beiden dabei, so finden sie zunächst eine Spitzmaus. Putte wundert sich, dass das Tier nur so da liegt und als er erfährt, dass alle mal sterben werden, ihn eingeschlossen, fängt eine Lippe an zu zittern. Er wird dann getröstet, dass er erst stirbt, wenn er ein alter Opa sei. Trotzdem muss er bei der Beerdigung weinen. Der Ich-Erzähler findet „Wahrscheinlich waren wir die Nettesten auf der ganzen Welt.“
    So beginnt das nächste Kapitel mit dem schönen Satz „an diesem traurigen Sommertag hatten wir viel Spaß.“ Und so ist es auch, diese Buch ist nicht traurig, sondern voller Humor.
    Die Kinder spielen Bestatter zu sein, wie sie auch Kaufladen spielen. Der Tod, hier gibt es ja nur tote Tiere, gehört zu ihrem und unser aller Leben dazu.
    Ich mag diese Geschichte mit seinen skurrilen Ideen und den wundervoll altmodischen Bildern.

    Dagmar Mägdefrau

  • Lesen nervt!

    Lesen nervt!

    Jens Schumacher

    Steffen Winkler

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Das Buch wurde mir von einem Mädchen empfohlen, das es begeistert hat. 
    Auf dem Cover sehen wir Karoline Kneberwecht, deren Zitat „Wer Bücher liest, ist selber schuld!“, ihre Lebenseinstellung spiegelt.
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    So wird der/die Leser*in gleich angeschrien, das Buch sofort wieder ins Regal zu stellen. 
    Denn die Spinne mit den lila Haaren hat ihr Netz im Bücherregal gewoben und sie warnt nochmals eindringlich, keine Bücher zu entfernen. „Meine Nääärven!!!“ ist ein Ausspruch, der zeigt, wie genervt die Spinne ist. Sie warnt, dass man auf keinen Fall lesen soll, denn wenn nur ein Buchstabe falsch ist, ändert sich der Sinn. „Rost und Rotz“ gefiel mir besonders gut als Beispiel. Lustig findet Karoline das nicht. Aber wir haben die Chance, aus Helm Gold zu machen. Danach werden in einem Text fehlende Buchstaben eingesetzt.
    Ein richtig witziges Buch mit einer lustigen gezeichneten Figur, die meist über das Lesen wütet. Die Texte sind sehr gut lesbar und es macht Spaß, die kleinen Aufgaben zu lösen.
    Der Tipp von Clara war also wirklich gut und das Buch kann ich nur weiterempfehlen.

    Dagmar Mägdefrau


  • Ritter Ronald und die Kleider

    Ritter Ronald und die Kleider

    Andrea Schomburg

    Lena Ellermann

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Hoch zu Ross sehen wir Ritter Ronald auf dem Cover. Er reitet von Turnier zu Turnier, „schwingt das Schwert und schwenkt die Lanze“ und gewinnt ziemlich oft. Immer dabei sein Knappe Ullrich. Nach dem Turnier sind beide dann schnell wieder weg, geben vor, noch einen Drachen bekämpfen zu müssen, sie wollen aber nur schnell wieder nach Hause, denn dort in der Turmstube gibt es ein richtiges Geheimnis, deshalb trägt Ritter Ronald den Schlüssel auch immer bei sich. 
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    Denn dort näht der tapfere Ritter Damenkleider. Die Modelle denkt er sich selbst aus und so sind die Kleider alle etwas ganz Besonderes und wenn Ullrich dann später durchs Land reitet und die Kleider den Damen anbietet, sind alle ganz verzückt und kaufen ihm die Kleider gerne ab. Dann besorgt Ullrich neues Material und Ronald näht neue Kleider. Ullrich ist ein guter Verkäufer, weil er die Kleider selbst so gerne trägt und deshalb viel Gutes über sie sagen kann. So sind die beiden ein eingespieltes Team und alles könnte so schön bleiben, wenn nicht auch die Königin diese tollen Kleider entdeckt hätte.
    Ich habe manchmal beim Lesen richtig laut gelacht, wenn ich mir die Situationen so vorgestellt habe, die sich danach noch entwickeln. Dass ein tapferer Ritter so gerne näht, ist schon etwas ungewöhnlich, aber durchaus vorstellbar. Ich glaube, es gibt viel mehr berühmte Männer, die Kleider für Frauen entwerfen als Frauen. Ob die allerdings auch tapfer sind, kann ich nicht bewerten. In dieser Geschichte will der Ritter das ja auch geheim halten und erfindet deshalb eine Schwester. Zum Glück ist der König in dieser Geschichte ein sehr kluger König und deshalb hat die Geschichte ein richtig gutes Ende.
    In großer Schrift gedruckt und mit vielen sehr schön gestalteten Bildern wird das Buch zu einem Lesegenuss. Etwas geübte Leseanfänger*innen werden es sicher leicht lesen können und ihre Freude an dieser humorvollen Rittergeschichte haben. Was aber nicht bedeutet, dass ältere geübte Leser*innen, wie ich, nicht auch Spaß daran hätten.

    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Fall für die Forscherkids – Achtung Pflanzendiebe – Band 8

    Ein Fall für die Forscherkids – Achtung Pflanzendiebe – Band 8

    S. J. King

    DK

    Ein Fall für die Forscherkids

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Zum 8. Mal treffen sich die Forscherkids, Kinder aus allen Teilen der Welt, die ungewöhnliches Wissen haben. Diesmal werden Gustavo aus Brasilien, ein Experte für Geschichte, und Lea, die Biologin aus Deutschland, zusammen nach North Carolina geschickt, dort gilt es Wilderer zu finden, die Venus-Fliegenfallen ausgraben und dann verkaufen. 
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    Die beiden sind zwar gut für die Übernachtung in der Natur ausgerüstet, aber die Geräusche, die sie im Wald hören, machen ihnen doch ein wenig Angst, obwohl Lea sich mit den Tieren hier sehr gut auskennt und viele Stimmen zuordnen kann. Um die Wilderer zu stellen, benötigen die beiden zunächst die Hilfe der anderen Forscherkids und später die der Polizei. Aber durch ihr gutes Wissen in ihren Fachgebieten und ihre Cleverness können sie den Fall lösen.
    Mir gefällt es sehr gut, dass die Geschichte für die unmöglichen Dinge, die passieren, eine Lösung anbietet. So bleibt die Zeit zu Hause stehen und die Kinder kommen wieder da an, wo sie los sind, so wird sie keiner vermissen.
    Wieder ein spannendes Abenteuer, bei dem ich eine Menge über fleischfressende Pflanzen gelernt habe. Eine tolle Serie, die sicher lange weiter gehen wird.

    Dagmar Mägdefrau


  • Das ist doch unfair! – Warum gibt es Armut und Reichtum?

    Das ist doch unfair! – Warum gibt es Armut und Reichtum?

    Sarah Tabea Hinrichs

    Inka Friese

    Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Das Cover zeigt zwei Kinder, das eine steht dort mit verschränkten Armen und hinter ihm ist ein graues Hochhaus zu erkennen, das andere Kind hält ein Smartphone, trägt Kopfhörer und aus ihren Taschen quillt Geld, das teilweise schon auf der Straße liegt, im Hintergrund sehen wir ein freistehendes Haus mit grünem Vorgarten.
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    Neben der Überschrift „ARM? REICH?“ lesen wir Aussagen zum Thema wie „Arme Menschen haben manchmal nicht genug zu essen.“ 
    In dem Buch erzählen Grundschulkinder aus ihrem Alltag, manchmal sind es ganze Geschichten, manchmal nur kleinere Abschnitte, daneben gibt es viele Informationen.
    „Was bedeutet Armut?“ - das ist die erste Frage in dem Buch und sie wird auf vielfältige Weise beantwortet. Zuerst geht es um Finn (7 Jahre), der seinen Geburtstag nicht feiern wird, aber dann kommen überraschend zwei Kinder, die mit ihm die mitgebrachten Nudeln kochen und so wird es doch noch ein toller Tag. Die zehnjährige Daria ist zum Geburtstag eingeladen und sie schämt sich, denn sie kann als Geschenk nur eine Schachtel mitbringen.
    Der erklärende Text endet mit der Frage, ob man unbedingt etwas schenken muss.
    „In Deutschland ist jedes fünfte Kind arm.“ Dieser Satz ist auf der nächsten Seite zu finden und dort stehen neben einigen Beispielen, was alles Geld kostet, noch anders interessante Zahlen. Immer gibt es erklärende Bilder dazu. Einige Kinder erklären in kurzen Textes, was für sie Armut bedeutet. Es folgen einige Infos zum Thema Geld und wie man an Geld kommt. Chancengleichheit ist natürlich ein wichtiges Thema und damit verbunden die Frage „Können wir werden, was wir wollen?“
    Am Ende des Buches werden „Gleiche Chancen für alle, jetzt!“ gefordert und die Kinder werden aufgefordert „Zusammenzuhalten!“
    Ich kann nicht nachempfinden, wie traurig es für benachteiligte Kinder ist, diese Texte zu lesen, wohlhabendere Kinder werden dadurch vielleicht wachgerüttelt und können ihre Mitschüler vielleicht besser verstehen. Das wäre schön und positiv und ich würde mich freuen, wenn es eine solche Wirkung hätte. Die Bilder sind ganz witzig gezeichnet, es gibt Menschen in unterschiedlichen Hautfarben, manche tragen Kopftücher, ein Mädchen eine Burka, was aber fehlt, sind Menschen mit Behinderungen. Auch die sind ja stark von Armut bedroht und gehören in unserer Gesellschaft dazu.

    Dagmar Mägdefrau


  • Tierdetektive Hippo & Ka – Wer hat den Mops gemopst?

    Tierdetektive Hippo & Ka – Wer hat den Mops gemopst?

    Thilo und Caroline Opheys

    Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Die auf dem Cover zu sehenden Detektive werden gleich zu Beginn des Buches vorgestellt. Ka ist ein Katta, eine Lemurenart, und Hippo, ein Zwergflusspferd. Die beiden haben eine Tierdetektei und lösen alle Fälle, in denen Tiere verwickelt sind. Sie nutzen für ihre Ermittlungen einige Hilfsmittel wie ein Gebisslexikon. 
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    Die Kinder Flora und Marley entdecken das Schild der tierischen Detektive und müssen, um eintreten zu können, die erste Aufgabe lösen. Nach einer kleinen Rechnung wissen sie, wie oft man klopfen muss. Ein Mops wird vermisst und wer genau hinschaut, beantwortet die Frage, in welchem Zimmer Momo wohnt. Auf einer Doppelseite sind mehrere unterschiedliche Türen zu sehen und eine hat eine verdächtige Spur. Danach müssen unsere Detektive Graf Snob, den Hundebesitzer, erkennen. Auf einer Doppelseite lautet die Frage „Wer hat den Detektivkoffer weggetragen?“ Wer genau hinschaut, findet die Antwort schnell. 
    Dank der großen Schrift und der großformatigen bunten Bilder kann ein Leseanfänger das Buch sicher selbst lesen. Da die Aufgaben nicht sehr kniffelig sind, können sie sicher auch schon von Vorschulkindern gelöst werden, denn man muss nicht unbedingt lesen können, um auf die Lösung zu kommen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Fall für die Forscherkids – Einsatz am Vulkan – Band 6

    Ein Fall für die Forscherkids – Einsatz am Vulkan – Band 6

    S.J. King

    DK

    Ein Fall für die Forscherkids

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Diesmal werden Lea aus Nordhausen und Cheng aus Peking für den Fall am Vulkan eingesetzt. Lea ist Expertin für Biologie und wenn Tiere auftauchen, tut sie alles für sie. Chengs größter Wunsch ist es, Vulkanologe zu werden und er möchte zu gerne einen aktiven Vulkan beobachten.
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    Deshalb baut er für seine kleine Schwester einen kleinen Vulkan zur Anschauung. (Eine Bauanleitung kann man am Ende des Buches finden.)
    Diesmal geht es mit einem Hubschrauber in den Regenwald. Nach einem Marsch vorbei an Flughunden und heißen Quellen kommen sie zu einem Vulkan, der seit einiger Zeit aktiv ist und Lava ausstößt. Eine Vulkanologin erklärt ihnen ihr Messgerät, das dann auch gleich eine Warnung abgibt. 
    Spannung gepaart mit vielen wissenschaftlichen Informationen finden sich in diesem Buch mit acht kurzen Kapiteln. Dazu gibt es Schwarz-Weiß-Zeichnungen, ein Quiz und Begriffserklärungen. Aber besonders spannend fände ich es, wenn man mit Backpulver, Spülmittel und einigen anderen Dingen einen Vulkan nachbauen würde.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    
  • Lese-Lausch Abenteuer – Dino-Stadt

    Lese-Lausch Abenteuer – Dino-Stadt

    Annette Neubauer

    Nikolai Renger

    Ravensburger/tiptoi

    Lese-Lausch Abenteuer

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Maja und Ben sind zusammen mit ihrem Hund Oskar im „unheimlichen Haus“, hier gibt es Türen, die in andere Welten führen. Diesmal entscheidet Oskar, soll es durch die orange Tür mit dem „großen Fuß mit den spitzen Krallen“ gehen. So gelangen die Drei in eine ausgestorbene Westernstadt. 
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    Doch wenn man genau hinsieht, kann man eigenartige Dinge entdecken und so taucht schon bald Hörnchen, der Sheriff, ein Triceratops, auf. Er versorgt die Kinder zunächst mit der richtigen Kleidung, denn hier ist es sehr heiß. Ein Langhalssaurier mit einem Planwagen auf dem Rücken bringt ihnen das Richtige. Im Saloon sitzen eine Menge Dinos und spielen Poker. Als andere Dinosaurier, die Ramba Zambas, versuchen, alle aufzumischen, spricht Ben ein Machtwort und so kommt es von Seiten der wilden Truppe zur Aufforderung zu einem Duell. Das allerdings ganz anders, als wir es kennen. Da geht es um Wettbewerbe wie z.B. wer kann den Eimer zuerst austrinken oder wer wirft die meisten Dosen um. Später gehen unsere Drei mit dem Sheriff auf Goldsuche, eine abenteuerliche Aktion.
    Neben vielen anschaulichen Bildern gibt es auch einen fortlaufenden Text, den zu lesen die Kinder freundlich aufgefordert werden. Doch dann wird die Geschichte immer wieder durch den tiptoi-Stift weitererzählt. Es gibt auch eine Spielfunktion, die das Lesen nochmals auflockert. 
    Eine abenteuerliche und fantasievolle Geschichte, die nicht nur Dino-Fans gefallen wird.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Lese-Lausch Abenteuer – Zauberwald

    Lese-Lausch Abenteuer – Zauberwald

    Annette Neubauer

    Nikolai Renger

    Ravensburger/tiptoi

    Lese-Lausch Abenteuer

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Auf dem Cover fliegen unsere drei Abenteurer auf einem Elch in den Zauberwald. In fünf Kapiteln wird ihre spannende Geschichte erzählt und Maja, Benn und der Hund Oskar begegnen vielen wundersamen Tieren.
    Neben Omas Haus steht ein heruntergekommenes, altes Haus, in das Oskar durch das Kellerfenster einsteigt. Zum Glück finden die Geschwister einen Schlüssel und so kommen sie in die Eingangshalle mit den verschiedenen Türen. 
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    Als Oskar durch die Tür mit dem Blatt geht, folgen ihm die Kinder und kommen so in einen ungewöhnlichen Wald. Hier lernen sie Glucks kennen, der sie durch den Zauberwald führt. In Glucks Fell lebt Fünkchen, ein leuchtend gelber Glückskäfer. So gelangen sie an den See der 1000 Wünsche. 
    Das Buch hat eine Spiralbindung und man kann es lesen, dazu wird man auch immer wieder aufgefordert, aber man kann sich den weiteren Verlauf der Handlung vom tiptoi-Stift erzählen lassen. Zusätzliche wird auch eine Spielfunktion angeboten, so wird das Lesen der groß gedruckten Buchstaben nochmal interessanter. Die vielen Bilder helfen zum besseren Verstehen der Geschichte.
    Mittels der Technik des tiptoi-Stifts werden Kinder, die nicht so gerne selbst lesen, angeregt, doch mal ein Buch zu lesen. Und ich kann nur sagen, um bei Kindern die Freude am Lesen zu erwecken, ist mir jedes Mittel recht. Um so besser, wenn diese spannende Geschichte ihre Fantasie anregt. 
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Mit Worten will ich dich umarmen – Gedichte und Gedanken

    Mit Worten will ich dich umarmen – Gedichte und Gedanken

    Lena Raubaum

    Katja Seifert

    TYROLIA

    Leseempfehlung ab 7 Jahre

    LESERstimmen – Der Preis der jungen Leser:innen

    Empfehlungsliste des Katholischen Kinder- und Jugenbuchpreises 2022

    Österr. Kinder- und Jugendbuchpreis 2022

    Gans im Glück
    Wenn die Gans ganz beglückt
    in den Abendhimmel blickt
    in den Abendhimmel schaut
    hat sie Gänsegänsehaut
    
    Ich hatte das große Glück, dass die Autorin Lena Raubaum dieses Gedicht bei einer Veranstaltung vorgetragen hat und es macht schon auch beim Zuhören etwas Gänsehaut, so schön kann sie es lesen.
    
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    Dieses wundervolle Lyrikbuch ist voller kleiner Gedichte, manchmal sind es auch nur kleine Sätze, die wie Honig von der Zunge gehen. Da geht es um Engel, um Frieden, um Kinder und um ganz, ganz viel Gefühle. So endet das Gedicht „Für eine Freundin, für einen Freund“ mit den Worten „wer ich wohl wär ohne dich“. Schöner kann man eine Freundschaft nicht beschreiben. Oder wie findest du das „Kompliment“ „Wow! Du siehst aus wie sieben Tage Sonnenwetter!“ In diesem kurzen Satz gibt es sogar Satzzeichen, mit denen wird in dem Buch meist gespart, was aber beim Lesen keine Probleme macht. Meist gehen die Sätze auch ohne Punkt und Komma einfach über die Lippen. Aber bei einigen Worten wie „Vorstellungsgönner“ muss man schon genauer hinlesen. 
    Das Buch hat mir so viele schöne Dinge erzählt und ich habe das Lesen sehr genossen. Ich habe den Wunsch, die Gedichte anderen vorzulesen, weil ich ihnen auch diese Freude gönnen möchte. Lyrik, die gut lesbar und aussagekräftig ist, und die sich nicht nur an Kinder richtet. Aber ich muss auch noch die Illustrationen erwähnen, die mit wenigen Strichen und etwas Wasserfarbe so schön zum Buch passen.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Eine Klasse voller Superhelden und der normalste Lehrer der Welt – Band 1

    Eine Klasse voller Superhelden und der normalste Lehrer der Welt – Band 1

    Rüdiger Bertram

    ueberreuter

    Superhelden

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Auf dem Cover schleppt eine Superheldin schon den Bus, ein Kind im Bus scheint unsichtbar. Da haben wir schon zwei Superhelden erkannt. Amani ist stark, Laura kann fliegen, Nagib kann sich unsichtbar machen und Tian kann Gedanken lesen. Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Herkunftsländern, haben aber keine Sprachprobleme. 
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    Bisher hatten sie eine Lehrerin, die durch Wände gehen konnte, doch ihr neuer Lehrer ist, wie der Titel schon verrät, ganz normal und er will den Kindern Rechnen, Schreiben und Lesen beibringen, da hapert es nämlich bei den Vieren. Aber zunächst machen alle einen Ausflug in einen Märchenzoo und da kommen wir zurück zum Coverbild, denn der Bus wird einfach um den Stau herumgetragen. Superhelden und Superheldinnen denken und handeln ganz anders als andere Kinder. 
    In elf kurzen Kapiteln in großer Schrift, leicht lesbar gedruckt, und mit vielen schwarz-weiß Bildern wird die Geschichte dieser ungewöhnlichen Klasse erzählt. Die vier Kinder bleiben dabei etwas blass, der Lehrer ist für mich der echte Held, immer cool und überlegt, gefällt er mir sehr gut. 
    
    Dagmar Mägdefrau
    
  • Herkules und Matilda im Klopffieber

    Herkules und Matilda im Klopffieber

    Alexandra Rosakis

    Baeschlin

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahren

    Auf dem Cover sehen wir Matilda, wie sie das Pony Herkules von ihrem Schultisch schiebt.
    
    Auf der ersten Seite sehen wir Matilda in ihrem Zimmer mit Puppen und Pferden spielen. Sie ist als Indianerin verkleidet, eine Puppe ist an ein Tischbein gefesselt. Für mich nicht mehr zeitgemäß.  Matilda bekommt eine Erkältung und kann deshalb nicht zur Schule, doch gerade heute will der Rektor die Kinder in Mathe prüfen. Deshalb fährt Herkules, das Pony, mit dem Schulbus in die Schule.
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    Er hat die Entschuldigung für Matilda dabei und setzt sich an Matildas Pult. Sowohl der Rektor als auch der Lehrer haben eine Glatze, nur bei dem Lehrer ist hinten ein blonder Zopf zu sehen. Als der Rektor die Aufgaben stellt, kann sie keiner lösen, nur Herkules meldet sich und er klopft mit seinem Huf die richtige Lösung auf den Tisch. 
    Die Geschichte wird in Reimen erzählt, die sich unterschiedlich reimen. Einmal reimt sich „Chauffeur“ auf “Deserteur“, beides Worte, die zu erklären sind. Zu einigen Wörtern gibt es eine Sternchen-Erklärung, wie zu „pressant“. 
    Der Inhalt der Geschichte gefällt mir sehr gut und die vielen Bilder sind schön gezeichnet, auf jeder Seite gibt es zudem eine Multiplikationsaufgabe, deren Lösungen hinten im Buch zu finden sind. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Das Sams und die große Weihnachtssuche

    Das Sams und die große Weihnachtssuche

    Paul Maar

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Das ist das zweite Weihnachtsbuch mit dem Sams und es lebt von dem Wechsel der Orte. Heiligabend haben Herr Taschenbier und das Sams mit Frau Rotkohl gefeiert. Zusätzlich kamen noch Herr Mon, das Mini-Sams und der Pauker-Sams dazu.
    Frau Rotkohl war begeistert vom Mini-Sams und wünscht sich es bald wiederzusehen. Denn die beiden Samse sind in die Sams-Welt zurückgekehrt. Leider hat das kleine Sams, dass einen Strampelanzug trägt, sich die Worte, die es sagen muss, um wieder zu den Menschenwelt zu gelangen, vergessen. 
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    So bekommen wir zunächst einen Einblick in die Welt der Samse. Hier ist es schön warm und die kleinen knubbeligen Wesen mit den Schwein/Steckdosen-Nasen sitzen den ganzen Tag an ihre Kürbisse gelehnt herum. Keine Wunder, dass das Taschenbier-Sams lieber bei seinem Papa bleibt, denn ein Sams schlüpft aus dem Ei und hat keine Eltern.
    Da es geschneit hat, mache sich das Sams und Papa Taschenbier auf zum Rodeln. Das Sams benutzt dazu ein Kuchenblech von Frau Rotkohl und nennt es Dzongos.
    Als das Mini-Sams zurückkehren will, passiert etwas Ungewöhnliches, statt bei Herrn Taschenbier landet er in einem Kaufhaus. So nehmen die Verwirrungen ihren Lauf.
    Die ganze Geschichte hat eine schönen Humor und es macht so viel Spaß sie zu lesen. Ein besonderer Spaß ist die Begegnung mit dem Dichter Weinstein, der dem Autor aus dem Gesicht geschnitten ist. „Wenn der Dichter dichtet und der Richter richtet, wenn der Wein weint und der Schein scheint, freuen wir uns alle hier nicht nur Papa Taschenbier.“  Dem kann man nichts mehr hinzufügen.
    
    Dagmar Mägdefrau

  • Ich bin (d)ein Buch, wickle mich aus!

    Ich bin (d)ein Buch, wickle mich aus!

    Katja Frixe

    Tessa Rath

    Arena

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Das ist ja mal wirklich ein spaßiges Buch. Mit 7 kann man es sicher schon sehr gut allein lesen, zumal sich der Schwierigkeitsgrad steigert und das lesende Kind immer wieder sehr schön gelobt wird. Zudem gibt es ganz viele lustige Bilder und manchmal muss das Kind helfend einschreiten.
    Zuerst muss man das Buch von den Spinnweben befreien, warum das so ist, erklärt sich am Ende des Buches. Das Buch lebt mit einer kleinen Spinne namens Isi zusammen und die beiden ergänzen sich wirklich sehr gut.
    Da liegen die beiden zusammen mit einer Gummispinne in einem Geschenkekarton, wo man Dinge für einen Kindergeburtstag aussuchen und kaufen kann.
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    Obwohl Flo, das Geburtstagskind nicht gerne liest, entscheidet Lillis Mutter sich für das Buch. So kommt es, dass Flo sehr enttäuscht über das Geschenk ist. Doch da schreitet das Buch ein und gemeinsam mit Isi schafft es die Kinder vom Fernseher wegzulocken. Mit Isi Hilfe kann es mit dem Buchstaben A Luftballons zum Platzen bringen. Darum geht die Bitte den das lesende Kind neue As ins Buch zu schreiben.
    
    Das Buch und es ist diesmal wirklich das Buch (hihi) hat tolle Ideen und wenn auch manchmal etwas schief geht, so zählt das Ergebnis und das lautet „Flo liest!!!“
    
    Dagmar Mägdefrau