• Du hast nicht immer Recht. Doch du hast immer Rechte!

    Du hast nicht immer Recht. Doch du hast immer Rechte!

    12 Elbautorinnen

    Franziska Viviane Zobel

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Das Cover des Buches ist so kunterbunt wie die Geschichten, die 12 Elbautorinnen geschrieben haben. Alle Geschichten beziehen sich auf Kinderrechte, die die Unicef zusätzlich für Kinder formuliert und festgelegt hat. Die entsprechenden Artikel kann man am Ende jeder Geschichte nachlesen. Nach einer sehr einfühlsamen, an die Leser*innen gewandte Einleitung von Kirsten Boie und einem erklärenden Vorwort der zuständigen Verlegerin kommt „Eine schöne Geschichte“ von Jutta Nymphius. Hier liest Papa den Kindern eine gute Nachtgeschichte vor, deren Ende er auf Wunsch der Kinder, damit niemand diskriminiert wird, umformulieren muss.
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    In Barbara Peters Erzählung freuen sich die Kinder, dass ihre Mama wieder bei ihnen ist, obwohl der Onkel sich gut um sie gekümmert hat. In Annette Mierswas Geschichte retten die Schulkinder einen alten Baum, den dicken Peter, sie nutzen dabei ihr Recht auf Meinungsfreiheit. Bei „Paul“ muss sich der Lehrer entschuldigen, da er seine Privatsphäre verletzt hat. Brigitte Blobel berichtet vom Mobbing des Klassenclowns. Katharina Mauder macht uns mit Ritter Giesbert bekannt, der den Kindern in der Schulbibliothek begegnet. Marie-Thérèse Schins berichtet von Stella, die in Ghana keine Schule besuchen darf. Nadia wartet auf ihren großen Bruder Bilals, der auf der Flucht verloren ging. Bei Yvonne Hergane findet die Geschichte ein gutes Ende, die bezieht sich auf Artikel 38, Flüchtlingskinder. Stefanie Taschinskis Jette sitzt im Rollstuhl und sie möchte gerne Basketball spielen, denn auch behinderte Kinder müssen gefördert werden. Dass Worte verletzen, aber auch gesund machen können, weiß Anke Girod. „Das erste große Abenteuer“ von Cornelia Franz handelt von einem Schwalbenkind, das zum ersten Mal von Grönland um die Welt startet. In Karin Baron taucht im Badezimmer plötzlich ein schlauer Dino auf. Es gibt auch ein Recht auf Spielen und die Geschichte dazu berichtet Cornelia Manikowsky, denn hier versucht ein Autofahrer Kinder einzuengen.
    
    Alle Geschichten sind einzigartig und besonders, denn sie berichten von Kindern, die sich für ihre (Kinder-)Rechte einsetzen und da die Leser*innen ihre Rechte kennen, könne sie das auch.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Fall für die Forscherkids – Dino in Not

    Ein Fall für die Forscherkids – Dino in Not

    S. J. King

    DK

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Cheng aus China und Tamiko aus Japan sind auf dem Cover zu sehen. Sie werden uns am Anfang des Buches vorgestellt. 
    Beide sind trotz ihres jungen Alters schon Experten. Cheng ist Experte in Geologie und Tamiko kennt sich sehr gut mit Dinosauriern aus. So werden sie ausgewählt, in die Jurazeit zu reisen. Dort sollen sie ein Dino-Ei retten. Schon nach dem Eintreffen fliegt ein Klobiodon über sie hinweg. 150 Millionen Jahre sind sie in der Zeit zurückgereist und so wundert es Tamiko nicht, dass ein Plesosaurier seinen Kopf aus dem Sumpf streckt. Erst als eine Gruppe Allosaurier auftaucht, wird es für die Zwei gefährlich.
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    So bleibt es spannend, diese Dinosaurierwelt mit den Kindern zu erforschen.
    Ein echt spannendes Buch für Dinosaurierkenner. Es  tauchen viele dieser ausgestorbenen Tiere auf und dank Taminos Wissen erfahren wir einiges über sie.  Nach acht Kapiteln, die oft  durch Zeichnungen unterbrochen werden, können wir noch einen Blick auf Tamikos Notizen werfen und erfahren, welche Dinos zu welcher Zeit gelebt haben und noch mehr zu den Dinos der Jura, die im Buch vorkommen. Es folgt ein Quiz und ein Glossar. 
    
    Spannung und Wissensvermittlung - eine schöne Mischung für gute Erstleser.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ich bin Martin Luther King Jr. – Jeder kann die Welt verändern

    Ich bin Martin Luther King Jr. – Jeder kann die Welt verändern

    Brad Meltzer

    Christopher Eliopoulos

    Egmont Bäng

    Leseempfehlung ab 7 Jahre

    Diese Bilderbuch ist durch seinen langen Text, der durch Sprechblasen ergänzt wird für Grundschulkinder gedacht, aber ich glaube auch Jugendlichen und Erwachsene können so auf eine interessante, kurzweilige Art das Leben von Martin Luther King jr. kennen lernen.
    Martin Luther King jr. wird klein mit großem Kopf abgebildet, während die anderen Menschen in realistischer Größe gezeichnet sind. Dadurch fällt Martin Luther King jr. besonders ins Auge, trotzdem gefällt es mir nicht. 
    Zu beginnt steht Martin Luther King jr. in einer leeren Kirche und stellt sich vor.
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    Er berichtet von seiner Kindheit, in der er schon wusste „Große Worte warten auf mich.“ Mit dem Eintritt in die Schule bemerkte er, dass Schwarze Kinder auf eine andere Schule gingen als weiße (Ich nutze hier die Schreibweise des Buches). Die ungerechte Behandlung der Schwarzen in Bussen brachte Martin Luther King jr. dazu zu handeln. Er forderte die Schwarzen dazu auf die Busse zu boykottieren. Sein Protest war immer gewaltfrei, aber letztlich gab es eine Veränderung und er wurde sogar ins Weiße Haus eingeladen. Aber er kam auch ins Gefängnis und schreib als Antwort auf einen Zeitungsartikel, der ihn und seine Mitstreiter als „Gesetzesbrecher“ bezeichnete, einen Text der von Millionen gelesen wurde. Wieder gab es Proteste, diesmal gingen tausende Kinder auf die Straße, später schlossen sich andere an und kam es am 28.8.1963 zum Marsch auf Washington. Hier sprach Martin Luther King jr. die Worte, die uns immer im Gedächtnis bleiben werden „Ich habe einen Traum…“ 
    
    Hinten im Buch finden wir einen Zeitstrahl zum Leben Martin Luther Kings jr. und Fotos aus seinem Leben.
    Ein beeindruckendes Buch über einen großen Mann, wenn er auch hier sehr klein dargestellt wurde. Vielleicht sollen wir uns an seinem gewaltfreien Protest, mit dem er viel erreicht hat, ein Beispiel nehmen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wilde Tiere in der Stadt – Das Natur-Mitmachbuch

    Wilde Tiere in der Stadt – Das Natur-Mitmachbuch

    Sophia Kimmig

    Lucie Göpfert

    EMF

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Der Fuchs, der schon auf dem Cover zu sehen ist, führt uns durch das Buch. Nach dem Inhaltsverzeichnis und der Zeichenerklärung wünscht uns die Autorin nach einem Willkommensgruß „Viel Spaß!“
    Auf der Straße tummeln sich einige gemalte Wildtiere. Dann gilt es Fotos mit Tieren und Gefahren zu verbinden. Die und alle anderen Lösungen finden wir hinten im Buch. Es gibt wie immer Vor- und Nachteile, wenn man einen neuen Standort bezieht. Dann gilt es Tierbilder mit Stickern, die auch hinten im Buch zu finden sind, zu versehen, denn nicht alle abgebildeten Tiere können Stadtbewohner sein.
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    Zunächst schauen wir uns die fliegenden Mitbewohner an, im Besonderen geht es um die Erdhummel und dazu gibt der Fuchs eine Bauanleitung für ein Insektenhotel. Im Laufe des Buches werden unter „Tipp“ Anregungen gegeben, was wir tun können, so z.B. die richtigen Blumen sähen. „Schon gewusst?“ bietet ungewöhnliches Wissen, so können auch Fledermäuse und Nagetiere Blumen bestäuben.
    
    Wie finden die Mauersegler ihren Weg nach Süden und zurück, erfahren wir danach und können einen Kompass bauen. Aus Ausschneiden einer Silhouette kann helfen Vögel im Flug zuzuordnen. Da viele Wildtiere in der Nacht unterwegs sind sehen wir sie mit Ausnahme des Eichhörnchens selten, aber man kann einen Spurenteppich bauen und dann anhand der Fußspuren schauen, wer in unserm Garten unterwegs ist. Ein Kapitel stellt uns die „Tiere im Wasser“ vor, zunächst die Erdkröte und wie sie sich entwickelt. Wie man einen Wassertest macht, wird ebenfalls erklärt. Dann geht es um „Kleidung“ und auch die soll mit Bildern zugeordnet werden. Die Libelle ist schon zur Zeit der Dinosaurier herumgeflogen. „Rote Liste“ und „Klimawandel“ sind am Ende des Buches zu finden und der Tipp der Ameise, mehr Zeit in der Natur zu verbringen. Wenn da dieses interessante Buch mit seinen vielen Anregungen kein Grund sein wird. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Schokolade

    Schokolade

    Ingeborg Vogler

    BVK Lesewelten

    Leselauscher

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Die achtjährige Ashtar, die mit ihren Eltern aus dem Irak geflohen ist, führt uns durch das Buch. Sie stellt zunächst sich vor und dann geht die Reise los. Zunächst geht es um die Geschichte der Schokolade, ihre Herkunft und wann der erste Kakao nach Europa kam. Mir gefiel die Preisliste aus dem Jahr 1545 besonders gut, 100 Kakaobohnen für einen Hasen. Erstaunlich Schokolade als Medizin. Man erfährt viel über die hochentwickelten indigenen Völker Südamerikas und die Eroberer aus Europa. 
    Danach geht es um den Anbau der Kakaobohnen, um die Ernte und Verarbeitung.
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    Dann wird die Kakaobohne verschifft und kommt so zu uns. Und dann wird endlich Schokolade hergestellt, dabei spielt die Kakaobutter eine Rolle. Die erste Tafel Schokolade wurde von van Houten in den Niederlanden hergestellt, 1828 meldete er das Patent an. Dann zeigt uns Ashtar, wie wir selbst Schokolade herstellen können.  Die maschinell hergestellte Schokolade muss dann in die Geschäfte gebracht werden. Nach den unterschiedlichen Schokoladensorten erfahren wir was „Fairer Handel“ bedeutet, vorgestellt wird eine Plantage in Ghana. „Ist Schokolade gesund?“ und „Ist Schokolade gut für mich?“ sind noch einmal wichtige Themen. Dazu gibt es eine Information mit den Regeln für gesunde Ernährung. Nach einer kleinen Probieraktion landen wir beim Zahnarzt. Mit der Info über richtiges Zähneputzen verabschiedet sich Ashtar.
    
    Jedes Kapitel beginnt mit einem kurzen Text von Ashtar, ein längerer Text erklärt einiges zum Thema, dann gibt es noch kleiner speziell Informationen und unter der Überschrift „Das musst du wissen“ kleine interessante Besonderheiten. Viele Fotos runden die Themen ab. 
    Am Anfang des Buches kann man sich die Texte als Hörbuch mittels QR-Code herunterladen. Ein schnelle Art sich die Texte vorlesen zu lassen. 
    
    Wieder ein interessantes Thema, dass die Leselauscher uns vorstellen, denn Schokolade mögen wir alle gerne.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ich.Ball – Neues Spiel. Neues Glück.

    Ich.Ball – Neues Spiel. Neues Glück.

    Jola Bilko

    Peter Großmann

    Illustration von Jan Birck

    360 Grad

    Leseempfehlung ab 7 Jahre

    Nominiert für die Shortlist des Lese-Kicker 2022

    Ein Fußball, der schon einiges erlebt hat, liegt in Frankfurt unter einem Busch. Er ärgert sich darüber, dass man ihm die Schuld gibt, wenn das Spiel nicht wie gewünscht abläuft. Mia ist Torfrau in der D-Jugend, dass bedeutet, dass die Mannschaft noch gemischt antritt. Ihr kleiner Bruder Max bewundert sie und möchte genau so gut werden, wie seine Schwester. Als die beiden von Mias Fußballspiel nach Hause gehen, finden sie ICH.BALL, denn so nennt sich der ballisch sprechende Ball. 
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    Da sich nur Kinder und Hunde mit ihm unterhalten können, werden Max und Mia auf ihn aufmerksam und nehmen ihn mit zu sich nach Hause.
    Von nun an ist der Ball, als Freund immer dabei, und er kann ihnen tolle Tipps geben. Sicher können fußballspielende Leser, die auch für sich nutzen. Aber der Ball erzählt auch von sich und von seinen Ballfreunden spannende Geschichten. Zusammen erleben die drei eine Entführung und natürlich viele gemeinsame Trainings.
    Mia und Max sind eine sehr harmonisches Geschwisterpaar, das sich mit Begeisterung die manchmal schon etwas haarsträubend anmutenden Geschichten des ICH.BALLs anhören.
    
    19 teilweise sehr kurze Kapitel in großen Buchstaben sind gut zu lesen und die comicartigen Bilder sind wirklich eine Freude. Lediglich die wechselnden Erzähler (ICH.BALL, Mia, Max oder ein Neutraler) fand ich manchmal verwirrend. 
    Ein humorvolles Buch, dass sicher noch einen zweiten Band vertragen kann.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Keine bösen Tiere

    Keine bösen Tiere

    Sophie Corrigan

    Ravensburger

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Über Tiere gibt es viele Vorurteile, so bringen schwarze Katzen Unglück und Raben klauen wie die Raben eben. Hier finden 38 Tiere es wäre „Zeit uns besser kennenzulernen!“
    Zu beginn lesen wir von den gruseligen Spinnen, sie sind „fies mit Absicht.“ Auf der Doppelseite sehen wir eine schlafendes Kind und überall sind Spinnennetze und Spinnen mit roten Augen. „Alle Quatsch“ ist die nächste Seite überschrieben und kleine kurze Texte widerlegen die Aussagen der Vorseite. Dazu gibt es noch ein Feld „Fakten“, dort erfahren wir einiges über diese Tiere. Die hier abgebildete Spinne schaut uns niedlich an und zeigt ihre süßen Füßchen.
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    Weiter geht es mit der schwarzen Katze, später geht es um „Böse Hunde“. Viel Neues habe ich über die Vampirfledermaus gelernt, die das Blut von Nutztieren trinkt, aber uns Menschen verschont. Dass die Hyäne nicht strohdumm, sondern cleverer als ein Schimpanse ist, erstaunt mich wenig. Auch für Ratten und Mäuse wird eine Lanze gebrochen, genauso wie für Motten, Nacktschnecken und Schnappschildkröten. 
    Immer lesen wir erst, was Böses über diese Tiere in der Welt verbreitet wird, auf der Seite sind die Tiere auch fies dargestellt, den folgt z.B. unter dem Titel „Leute so schlimm bin ich nicht!“ eine Klarstellung mit einigem Neuen. 
    
    Ich befürchte Wespen und Quallen werden nie meine Lieblingstiere werden, aber vielleicht sind sie doch nicht ganz so schlimm. 
    Auf jeden Fall vermittelt das Buch auf eine ungewöhnlichen Art Sachwissen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Als Papas Haare Ferien machten

    Als Papas Haare Ferien machten

    Jörg Mühle

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Papas Frisur erinnert etwas an Elvis und natürlich ist der stolz auf seine Haare. Doch eines Tages wollten seine Haare mal die Welt sehen, sie sprangen einfach von seinem Kopf. „Schock!“ Zunächst waren sie noch im Bad und Papa tat alles sie wieder einzufangen. Leider machte er dabei viel Lärm, so machte Mama die Tür auf und schon waren die Haare aus dem Haus und bald schon über alle Berge. Nach einigen chaotischen Stationen gerieten sie in einen Abfluss und somit kann man einiges über Gewässer lernen.
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    Dann machten sie Urlaub und schrieben Papa Ansichtskarten, wie auf dem Cover zu sehen ist.
    
    Ein total irres Buch mit Wortspielen und lustigen Bildern. Mein Humor wird von der Geschichte angesprochen und ich hatte einen Riesenspaß beim Lesen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Blütenschwestern

    Blütenschwestern

    Andrea Behnke

    Mele Brink

    Edition Pastorplatz

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Vor mir liegt ein liebevoll gestaltetes Buch. Das Cover zeigt die beiden „Schwestern“. Reni, die gerne zeichnet und Lilja, die gerne und gut turnt. Die Seiten des Buches sind in wechselnden Pastelltönen eingefärbt und ein Lesebändchen vervollständigt das Ganze.
    So viel zum Äußerlichen, begeistert hat mich natürlich auch der Inhalt. Ganz vorne werden Lilja und ihre Mutter vorgestellt, ein Bild zeigt die beiden mit einer Hortensie. Die Mutter ist nämlich Blumen-Fotografin. Deshalb bleiben die beiden im Sommer zu Hause und die Mutter macht tolle Fotos von den Blumen im Garten.
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    Nun ist Lilja schon traurig, weil ihr Papa ausgezogen ist und jetzt hat ihre Mutter noch ein anderes Mädchen eingeladen, weil deren Mutter, eine Freundin von Lilijas Mutter, zur Reha muss. 
    Verzweifelt weint Lilja in ihrem Zimmer, bis Mama zu ihr kommt und sie auf den Schoß nimmt und tröstet. Trotzdem holen sie Reni am nächsten Tag vom Zug ab und die beiden Mädchen müssen sich Liljas Zimmer teilen. 
    Trotz ihrer unterschiedlichen Begabungen nähern sich die beiden im Laufe der Ferien an und werden zu Freundinnen oder, wie es im Titel heiß zu Blütenschwestern.
    Die Geschichte wird mit viel Verständnis und Gefühl für Liljas Situation erzählt, Was besonders gut herüberkommt, da sie auch die Erzählerin ist. Deshalb können wir ihre Beweggründe gut nachempfinden. Da würde ich auch eifersüchtig, wenn ein Mädchen einzieht, das ich nicht kenne und das so schöne Blumen malt. 
    
    In dem Buch gibt es viele Bilder der beiden Mädchen, mir gefällt besonders die Dynamik der Bilder und wie schön sie die Gefühle wiedergeben. 
    Ein wundervolles Buch, das zeigt, dass man auch negative Gefühle zum Positiven wenden kann und dass eine Freundin sehr wertvoll ist. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Werwolf wider Willen

    Werwolf wider Willen

    Rüdiger Bertram

    Ka Schmitz

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Will geht zur Schule und sein bester Freund Tim versucht ihn davor zu retten, dass er nass wird, denn Will ist ein Wasserwerwolf und die verwandeln sich, sobald Wasser an ihre Haut kommt. Deshalb hat Tim auch immer einen Schirm dabei, denn als guten Freund versucht er Will zu schützen. 
    Das klappt leider nicht immer und dann wird aus dem Jungen Will ein kleiner süßer Werwolfwelpe. Aber leider sind auch Werwolfwelpen nicht harmlos, wie jeder Welpe beißt er Bälle kaputt und wühlt im Gemüsebeet.
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    Hinterher tut ihm alles leid und sein Taschengeld geht für die Wiedergutmachung der Schäden drauf. Erst ein Lehrer, der sich mit Werwölfen auskennt, erklärt ihm die Situation und rät ihm, was er ja auch schon weiß, kein Wasser an seine Haut zu lassen. Zusammen mit Tim, der ihn immer unterstützt, wird es wohl auch irgendwie gelingen.
    
    Eine kuriose Geschichte, die für mich keine richtige Auflösung hat, die Unterstützung von Tim ist ein toller Freundschaftsbeweis, aber keine wirkliche Lösung. Die kurzen Texte werden durch Comic-Bilder ergänzt und die 48 Seiten sind einfach zu lesen.
    Der Einwand des Autors dazu:
    „Es geht darum, dass jeder Mensch eine "Schwäche" hat und lernen muss, damit klarzukommen. Das erklärt Helsing ja und das war meine "Auflösung".“
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ich bin Anne Frank – Jeder kann die Welt verändern

    Ich bin Anne Frank – Jeder kann die Welt verändern

    Brad Meltzer

    Christopher Eliopoulos

    Bäng Comics Egmont

    Leseempfehlung ab 7 Jahre

    Auf dem Cover ist Anne Frank, die ihr Tagesbuch an sich drückt, zu sehen. Auf der ersten Seite sehen wir sie auf einem Dachboden, dort sitzt sie mit ihrem Tagebuch und stellt sich uns vor. Sie berichtet von ihrer Geburt und wir sehen Bilder, die zeigen, was sie alles in ihrer Freizeit gemacht hat. Ihre Lehrerin unterstütz sie, wenn sie Geschichten schreibt. 
    Doch dann ändert sich alles, die Nazis kommen in Deutschland an die Macht und Juden, wie Anne dürfen vieles nicht mehr. Die Familie versucht zu immigrieren, doch da das nicht klappt, gehen sie nach Amsterdam.
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    Anne bekommt an ihrem Geburtstag ihr erstes Tagebuch geschenkt und sie gibt ihm einen Namen und berichtet alles, was geschieht. Da ihr Schwester ins KZ soll, machen sie sich auf nach Amsterdam. Aber bald kommen die deutsche Nazis auch dort hin und so entschließt sich die Familie hinter dem Büro das Vaters. Der Alltag hier zusammen mit einer andern Familie wird auf den nächsten Seiten geschildert. Anne erinnert an die Menschen, die ihrer Familie geholfen haben, zwei Jahre im Versteck zu leben. Und sie beschriebt das Fenster im Dachboden, das einzige, durch dass sie den Himmel sehen konnte. Am Ende stehen viele Manschen um das Anne-Frank-Haus in Amsterdam und berichten uns davon, wie es weiterging. Kinder machen einen Kreis um einen Baum, andere lesen auf der Wiese und Annes Worte machen uns Hoffnung. „Ich bin Anne Frank und ich glaube daran, dass die Menschen in ihrem Innersten gut sind.“
    Die Bilder zeigen sehr eindringlich die Geschichte. Man sieht den Menschen, die Angst an, die sie empfinden, aber auch die Brutalität derer, die die Juden los werden wollen kann man gut erkennen. In kursiver Schrift sind kurze Auszüge aus dem Tagebuch zu lesen. 
    
    Wir kennen fast alle das Buch, dass aus Annes Tagesbuch entstand, und haben es mit viel Anteilnahme gelesen. Dieser Comic ist eine verkürzte Version, das aber durch die Bilder sehr gut den Sinn des Buches übermittelt. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Locke, Logo und der Zeitreise-Fußball

    Locke, Logo und der Zeitreise-Fußball

    Angela Berndhardt

    Karsten Teich

    Tulipan ABC

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Locke ist eine Mädchenmit einer wilden Haarpracht und sie kann sehr gut Fußball spielen. Doch dann schießt sie ihren Lehrer an und zur Strafe muss sie den Geräteraum aufräumen, seine grässliche Arbeit. Zum Glück hilft ihr ihr Freund Logo. Auch dieser Name sagt viel über den Jungen. Er sieht wie ein kleiner Nerd aus, mit Brille und gescheiteltem Haar.
    Doch dann taucht beim Aufräumen ein Junge auf, der so ganz anders gekleidet ist und der dann noch einen schweren Lederball dabeihat. Er stellt sich als Johann vor und behauptet es wäre das Jahr 1922.
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    Wie kommt der Junge in die Turnhalle der Gegenwart und vor allem, wie kann er wieder zurück? 
    Eine Fußballgeschichte über Freundschaft und Hilfsbereitschaft. Denn Nino, der beste Fußballer der Mannschaft, braucht dringend die Hilfe der Freunde. 
    
    Das Buch hat große Buchstaben und viele farbige Bilder, damit kommen geübte Leseanfänger sicher gut zurecht und die spannende Geschichte wird sicher ausgelesen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Oh je, schon wieder Fußball

    Oh je, schon wieder Fußball

    Zoran Drvenkar

    Patricia Keller

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Wie der Titel schon sagt, handelt es sich nicht wirklich um ein Buch für Fußball-Fans. Zumindest müssen sie eine Menge Humor mitbringen, denn das Buch erzählt schon eine verrückte Geschichte.
    Das Mädchen Eddie lebt mit einer Fußballbegeisterten Familie zusammen und während er EM gibt es zum Abendessen Popcorn. Als Papa bei einem Gewinnspiel den ersten Preis, eine Reise zum Endspiel nach London gewinnt, sind alle total begeistert.
    Es ist Eddies erster Flug, aber sie lässt sich nichts von ihrer Aufregung anmerken.
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    Die ganze Nationalmannschaft holt sie vom Flugplatz ab und ie haben ihre Zimmer im selben Hotel. Die Nacht vor dem Spiel spielen die Kinder gemeinsam mit einigen Spielern Mau-Mau und morgens geht es in letzter Minute ohne die Eltern ins Stadion.
    Eddie langweilt sich beim Spiel und erst beim entscheidenden Tor beim Elfmeterschießen wird sie aufmerksam. Sie kann nicht verstehen, dass sich leine Spieler traut, dieses Tor zu schießen und sagt das auch ganz laut in die Stille hinein. So kommt es, dass das Mädchen mit ihrem Monsterzeh, ein Erbe väterlicherseits, das alle verschweigen, das Tor schießt.
    
    Eine richtig verrückte, witzige Geschichte, lediglich, dass sie Eltern sich zwei Flaschen Sekt gönnen und dann am nächsten Tag nicht aufstehen können, gefällt mir nicht. Für mich muss es keinen Alkohol in Kinderbüchern geben. Es sei denn, es wird als Thema behandelt.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Die Jagd nach dem magischen Detektiv-Koffer – Achtung Raubritter

    Die Jagd nach dem magischen Detektiv-Koffer – Achtung Raubritter

    Cally Stronk

    Patrick Fix

    Ravensburger

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Im 4. Band besuchen die Zwillinge Marie und Lukas zusammen mit ihren Eltern, dem Hund Sokrates, der Katze Pfötchen und dem Wellensichtich Brötchen eine Raubritterburg.
    Natürlich sind auch die beiden Ganoven Theodor Topf und Doris Deckel mit von der Partie. Die beiden fallen durch ihre unterschiedlichen Gestalten, er ist spindeldürr und lang, sie ist klein und rundlich, sofort auf und es gilt sie im laufe der Geschichte immer wieder zu entdecken. 
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    Die Kinder haben einen magischen Koffer, in dem einige besondere Gegenstände zu finden sind. Ein Hut, er unsichtbar macht und ein Fernglas, dass durch Wände sehen kann, um nur zwei zu nennen. Die Familie nimmt an einer Führung durch den Schlossherren teil und erfährt, dass die Burg abgerissen werden soll, um einem Einkaufszentrum Platz zu machen. 
    Aber er berichtet auch von einem Vorfahren, der, weil er so vergesslich war, einen Schatz versteckt und nicht mehr wiedergefunden haben.
    So machen sich die Kinder auf ein Geheimnis, um die Burg zu lüften. Da ihnen die beiden Ganoven immer auf der Spur sind, müssen sie schon clever vorgehen.
    
    Das Buch ist mit den großen Buchstaben gut zu lesen und die Bilder lockern sehr schön auf. Zusätzlich kann man noch einige Rätsel lösen, die nicht so ganz einfach sind. Zur Not ist die Lösung hinten im Buch nachzulesen.
    Ein spannendes und unterhaltsames Buch für etwas geübte Leser, die Spaß am Detektiv spielen und kombinieren haben. 
    
    Dagmar Mägefrau
  • Fiete Hering – Abenteuer im Müllmeer

    Fiete Hering – Abenteuer im Müllmeer

    Guido Kasmann

    BVK LESEwelten

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Das handliche Taschenbuch erzählt auf rund 60 Seiten die Geschichte von Fiete Hering, der durch das Entladen von Müll durch ein Schiff von seinen Eltern getrennt wurde. 
    Die drei Makrelen-Mädchen spielen mit ihm im Müllmeer, obwohl es ihnen von den Eltern verboten wurde. Durch seine Hilfsbereitschaft freundet sich der kleine Hering mit einem Seeteufel und einem Hai an. Da die Fische befürchten, dass der menschliche Müll sie krank macht, suchen sie sich ein neues Zuhause. 
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    Die Geschichte wird aus Sicht der Fische erzählt, sie sehen das Schiffe kommen und danach den Müll, der im Meer schwimmt. Besonders der Makrelen-Papa warnt seine Töchter immer wieder dort zu spielen und nichts dort zu essen.
    
    Die Geschichte ist gut zu verstehen, leicht zu lesen und Fiete ist schon ein ganz besonderer Kerl. Darum mühen sich alle, dass er seine Eltern wiederfindet, selbst Fressfeinde werden zu seinen Freunden. Die Schrift ist groß gedruckt und die obere Borde zeigt den Müll, einige Bildern lockern den Text auf.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Der Ring des Zwergenkönigs

    Der Ring des Zwergenkönigs

    Silke Farmer

    Elif Siebenpfeiffer

    Fairyland

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre (Interessenalter), ab 7 Jahre (Lesealter)

    In gewohnt schöner Aufmachung wendet sich der Fairyland-Verlang mit diesem Buch an die ganz jungen Leser. Ab 5 Jahre kann man das Buch sicher schon vorlesen, es ist aber auch „fantastisch leicht“ zu lesen. Die Schrift ist groß und „für Legastheniker optimiert“. Das Cover hat einen 3D Effekt und Luwin, der Zwerg, hält den Ring in der Hand. Im Hintergrund sehen wir die Elfe Eldrid, die ihm bei der Suche hilft.
    Der Einband zeigt das Land Valorun, das vom Zaubergesang abstammt, als Karte. 8 kurze Kapitel erzählen Luwins Abenteuer.

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    Da Zwerge erst mit 60 erwachsen werden, ist Luwin mit seinen 45 Jahren fast noch ein Junge. Aber er möchte gerne in die „Gemeinschaft der Großen“ aufgenommen werden. Denn er hat eine feine Nase und kann Metalle riechen. Aber das Besonderes ist, dass er ähnlich einem Chamäleon, mit dem Hintergrund verschmelzen kann. So zieht er los, um den Ältesten seinen Wunsch vorzutragen.
    Leider muss er hören, dass der Ring, den der neue König benötigt, um sein Amt anzutreten verschwunden ist. Zusammen mit der Elfe Eldrid macht er sich auf die Suche und ein spannendes Abenteuer beginn für die Zwei. 

    Die einzelnen Seiten sind zum teil wunderschön bebildert, andere Seiten sind mit einem passenden Muster unterlegt, dadurch wird das Buch zu einem liebevoll gestalteten Kleinod.
    Ein passendes Geschenk für Erstleser, da der Inhalt und die Aufmachung sich sehr von andren Erstlesebüchern unterscheiden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Fußballsommer

    Fußballsommer

    Veronika Wiggert

    Marie Geissler

    Tulipan

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Ein Könner ist Tobi beim Fußball leider nicht. Seine Pässe kommen nicht an und auch im Tor versagt er und lässt den Elfmeter durch. Trotzdem müssten Lukas und Samuel sich nicht über ihn lustig machen. Kein Wunder, dass Tobi froh ist, dass Ferien sind. Da er nicht, wie seine Freunde in Urlaub fährt und seine Eltern arbeiten müssen, verbringt er seine Tage im Skaterpark. Doch in der zweiten Woche holt er seinen Fußball wieder heraus.

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    Im Park taucht Lexy auf. Das Mädchen hat das Sagen auf dem Bolzplatz und sie bietet Tobi an ihn zu trainieren. So wird der Sommer doch noch zu einem tollen Fußballsommer.
    Sicher können viele mit Tobi fühlen, denn nicht alle sind Naturtalente im Sport. Aber manches kann man lernen und üben. Tobi zeigt uns, dass mit etwas Hilfe vieles machbar ist und so hat das Buch ein sehr erfolgreiches Ende für ihn.

    Das Buch hat 48 Seiten, die mit großer Schrift und vielen Bildern bedruckt sind. Für Leseanfänger ist mit seinen kurzen Kapiteln es gut zu bewältigen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Das Geheimnis des Entrümplers – Fabelflug-Chroniken I

    Das Geheimnis des Entrümplers – Fabelflug-Chroniken I

    Claudia Aichholzer

    Martin Krammer

    Fairyland

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Das Cover sieht dreidimensional aus und ist wunderschön gestaltet. Im Einband finde ich die Karte mit dem Berg Purmont und der Rattenschlucht, in der die Gnome wohnen. Penelope Donella Dropps genannt Poppie,  ist die Hauptfigur dieses Buches und ihr Steckbrief ist auf der ersten Seite. Ausgewiesen ist ihr Status mit Level 1. Sie hat wuscheliges, rostrotes Haar, in dem sie ihre Werkzeuge unterbringt. Danach lernen wir etwas über die Gnome im Allgemeinen und die Rattenschlucht in der sie wohnen und arbeiten.

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    Im Berg Purmont wohnen die Zwerge und wenn ein technisches Teil nicht mehr nutzbar ist, wird es über den Berghang in die Rattenschlucht befördert. So passiert es auch mit dem „Dinglein“. Poppie und ihr kleiner Cousin finden dieses Teil und Poppie hat bald einen Plan, wie sie es verbauen will. Sie wohnt in der Ratterstadt und arbeitet in der Kleinod-Liebelei. Sie macht dort Pläne, wie man die vielen gefunden Teile zusammenbauen kann. Obwohl sie ihre Arbeit richtig gut macht, trotzdem hat ihr Chef der alte Gnom Herr Gorl, kein gutes Wort für sie übrig. Er und seine Vorfahren sind die Besitzer der Kleinod-Liebelei, weil sie den Entrümpler gebaut haben. Leider fällt ein privater Bauplan Herrn Gorl in die Hände und Poppie muss sich überlegen, wie sie ihn wiederbekommen kann.

    Das Buch ist in elf Kapitel unterteilt, die mit wundervollen Bildern geschmückt sind. Die Gnome, kleine Wesen mit bunten Haaren und spitzen Ohren, tragen fantasievolle Kleidung und ihre Bilder sind sehr gut konzipiert. So sieht Herr Gorl sehr finster aus und Poppie hat mit ihrem bauchfreien Outfit schon etwas von einer Kämpferin. 

    Am Ende des Buches kann man noch die gnomische Schrift erlernen und damit einen Brief lesen. Ja und dann wird auf den zweiten Teil hingewiesen, sicher auch gelesen werden muss.

    Fairyland ist noch junger ein Verlag, der Kinder-Fantasy-Bücher herausbringt und mit seinen Produkten auf die Umwelt achtet. Mir gefällt dieses Konzept sehr gut und wenn dann noch so wundervolle Bücher entstehen, dann läuft alles perfekt.

    Dagmar Mägdefrau