• Rega der kleine Riese

    Rega der kleine Riese

    Silke Farmer

    Angela Renée

    Fairyland

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Rega ist ein kleiner Riese, der zusammen mit seiner großen, klugen Schwester Sprüngor, in Arundia lebt. Im Einband vorne und auch hinten lernen wir die Protagonisten mit einem kleinen Steckbrief kennen. 
    Regas Mutter meint der weitläufige Lorn sei ein verwunschener Ort und da ist es nicht verwunderlich, dass Rega durch einen Sturz in einen Schacht bei winzigen, bunten Drachen landet, die auf Eisbergen sitzend, Zauberperlen bewachen. Als Rega seiner Schwester alles zeigen will treffen sie auf Frider, eine etwas pummelige Traumelfe.

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    Sie holt aus der Traumfabrik kleine Seifenblasen, die, wenn sie auf Riesenkinder treffen, diese sofort einschlafen lassen. 
    Sput der kleine gelbe Drache mit dem Rega sich angefreundet hat, kommt mit einer traurigen Nachricht, den Drachen wurden die Zauberperlen gestohlen. Als Dieb kommt nur der Kletterschrek in Frage. Leider weiß keiner, wo er zu finden ist, aber es gibt eine Geschichte, dass er sich vor Jahren mit dem Wabberschnak so gestritten hat, dass beide sich seitdem nicht mehr gesehen haben. Der kluge und belesene Hutzelmum soll ihnen bei der Suche nach den beiden mit seinem Wissen helfen. 
    So erfahren sie, wo der Wabberschnak wohnt. Schaffen die Freunde ihn unter Wasser zu treffen und wird er ihnen etwas über seinen ehemaligen Freund, den Kletterschrek erzählen? Die vier Freunde finden pfiffige Lösungen und erleben ein spannendes Abenteuer, indem die Freundschaft siegt.

    Das Cover kommt etwas bieder daher, aber im Buch sind einige fantastische Zeichnungen, die ich mir länger angeschaut habe. Der Text hat alles, was ein guter Text benötigt. Er ist witzig, gefühlvoll und spannend, aber auch mit österreichischen Begriffen durchsetzt. Außer Osterreichern sind da Nöstlicher-Fans und Österreichurlauber da klar im Vorteil.

    Ein gelungenes Buch unter dem Dach Fantasy für Kinder.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein großes Klappenbuch – Ozeane

    Mein großes Klappenbuch – Ozeane

    Anita Ganeri

    Illustrationen von Galia Bernstein

    Ullmann

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Ein Pappbilderbuch für dieses Lesealter ist durchaus ungewöhnlich. Aber das Buch zeichnet sich durch immerhin 70 Klappen mit Informationen zu den Tieren aus. Die Bilder sind realistisch gezeichnet und werden durch viele kleine erklärende Texte ergänzt.
    „An der Küste“ ist die erste Doppelseite überschrieben. Sie zeigt helle schroffe Felsen und viele Tiere. Steile Klippen werden erklärt und unter der Klappe finden wir Felsennadel und -tor mit steil herabstürzenden Küstenseeschwalben.

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    Die Klappe unter dem Gezeitentümpel verbirgt Garnele, Krabbe und Einsiedlerkrebs. Auf der nächsten Seite geht es um den Kraken, den weißen Hai und um Pottwale. Unter einer Klappe wird erklärt, wie Fische atmen. Die Seite, die das Riff beschreibt, lässt sich zu beiden Seiten ausklappen und zeigt eine wunderschöne bunte Unterseelandschaft. In der „Tiefsee“ gibt es ungewöhnliche Wesen, vom Pelikanaal habe ich bisher nichts gehört. Eine Grafik zeigt, dass die Dunkelzone bei 4.000 m Tiefe beginnt, hier finden wir die schwarzen Raucher, unterirdische Vulkane. Dass das Leben unter Wasser nicht ungefährlich ist, erfahren wir auf der nächsten Seite. So kann sich der Teppichhai durch sein Aussehen tarnen. Die Tiere der Arktis und Antarktis stehen sich auf zwei Seiten gegenüber. Auf der Erdkugel sehen wir die Lage und einiges über ihre Entdeckung. Es gibt erstaunlich viele Rekorde, besonders kleine Wesen kann man auf einer Hand entdecken, für den Blauwal dient der Elefant als Vergleich. „Mensch und Meer“ zeigt Schiffe, erwähnt aber auch die Umweltverschmutzung. Ein buntes Sachbuch mit viel Wissen auf den Seiten und unter den Klappen. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Sonntag, Montag, Sternentag

    Sonntag, Montag, Sternentag

    Anna Woltz

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Nora ist eine Erfinderin und sie erfindet spektakuläre Dinge. Oft geht es darum ihre drei großen Brüder zu ärgern, obwohl sie es sicher nicht so sieht. Zuletzt hat sie ihnen mit einem selbstgebastelten Drachen ordentlich Angst eingejagt. 
    Als dann ein gleichaltriger Junge ins Nebenhaus einzieht, macht Nora auch mit ihm keine gute Erfahrung.

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    Erst als die beiden eine Klappe zwischen den Zimmern finden, kommt es zu nächtlichen Begegnungen. Ben hat ein Teleskop und kennt sich mit den Himmelskörpern aus. Nora ist beeindruckt und kann Ben bei seinem Problem mit dem Referat helfen. Durch ihre tollen Ideen und ihre freundschaftliche Unterstützung bekommt Ben mehr Selbstvertrauen.

    Ein dünnes Buch mit lustigen Ideen und einer schönen Freundschaft, dass auch Leseanfänger gut selbst lesen können.

    Dagmar Mägdefrau 

  • Auf nach Yellowstone

    Auf nach Yellowstone

    Aleksandra Mizielinska

    Daniel Mizielinski

    Aus dem Polnischen von Thomas Weiler

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2021

    Das Buch ist einfach riesig, auch in seinen äußeren Maßen. Das Cover zeigt einige Tiere, die im Buch erscheinen. Im Einband sehen wir die Welt und darin eingezeichnet die Nationalparks, die in dem Buch vorgestellt werden. Darunter Portraits einiger Tiere mit ihren Namen. Kuba, das Bison, und Ula, das Eichhörnchen, werden uns durch das Buch begleiten.

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    Weiter geht es mit Karten der Parks und dann sind wir endlich im Białowieża – Nationalpark in Polen.
    Das Bild zeigt einige Gebäude und Tiere, die alle mit einer Bezeichnung versehen sind. Ula und Kuga stellen sich mit einer Sprechblase vor. Kuga hat Post von einem Bison bekommen und deshalb werden Wisent und Bison gegenübergestellt. Wir erfahren einiges über die Geschichte der Nationalparks und lernen ausgestorbene Tiere wie das Ur kennen. 1:1 sind die Bilder der Pflanzen und Blätter gezeichnet. Dann geht mit dem Flieger nach Yellowstone. Auch hier erfreut uns wieder eine Doppelseite des Parks als Einstieg. Natürlich geht es um die Fast-Ausrottung der Bisons. Auch die heißen Quellen werden erklärt.
    Weiter geht es nach Südamerika zum Manú Nationalpark. Hier übernimmt ein Wasserschwein die Führung. Es geht um ungewöhnliche Kreuzungen und um Blattscheiderameisen. Und weiter geht es von Peru nach China. 
    Der Jiuzhaigou-Nationalpark wurde 1982 gegründet und hier gibt es natürlich Panda, den großen schwarz-weißen und den kleinen rötlichen. Dadurch ist auch Bambus ein Thema. 

    Weiter geht es nach Namibia in den Namib-Naukluft.Park. Unsere Reisenden sind zunächst dem Klima der Wüste ausgesetzt und erfahren, wie sich einige Tiere dieser Hitze angepasst haben. Von Welwitschie hatte ich noch nie gehört. Im Nordosten Grönland liegt der nächste Nationalpark. Hier erleben die Tiere große Kälte und suchen nach der Sonne. 

    Indonesien ist der nächste Halt, Komodo heißt der Nationalpark. Hier geht es ins Wasser zu einem Korallenriff. 

    In Neuseeland gibt es den Fiordland-Nationalpark, hier wohnen viele ungewöhnliche Tiere, wie die Kiwis und bekannte Tiere, die hier ausgesetzt wurden, z.B. für die Jagd. Aber auch zu ausgestorbenen Tieren, wie den Moa gibt es Zeichnungen. 

    Es gibt noch so vieles mehr auf den 125 großen Seiten zu sehen. Alle Parks werden mit einem großen Bild vorgestellt, dann werden Tiere und Pflanzen erklärt und verbunden wird alles mit den Comiczeichnungen. Wie ich finde, eine gelungene Mischung. Ich bin sicher, alle Entdecker*innen werden eine große Freude daran haben und auch ihre Eltern werden staunen, darüber, was sie noch nicht wussten. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Monster-Mikroben – Alles über nützliche Bakterien und fiese Viren

    Monster-Mikroben – Alles über nützliche Bakterien und fiese Viren

    Marc Van Ranst

    Geert Bouckaert

    Sebastiaan Van Doninck

    Hanser

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Auf dem Cover und schon vor dem Inhaltsverzeichnis tummeln sich eigenartige Wesen. Viren und Bakterien in den unterschiedlichsten Formen und Farben. Da sieht man schon die Vielfalt dieser Mikroben. Es gibt sie überall und es gibt sie seit 3,5 Milliarden Jahren hier auf der Erde und vielleicht leben auch einige auf dem Mars?
    Diese unerklärlich lange Zeit wird auf einen Tag übertragen, das kennt man aus anderen Berichten, es ist aber sehr anschaulich. 
    Aber eine Art der Mikroben, die Bakterien, sind wichtig für uns. Sie leben im Darm und auch im Joghurt.

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    Bakterien teilen sich zur Vermehrung, benötigen dazu aber auch gute Bedingungen. Pilze nutzen Sporen, aber die fiesen Viren brauchen immer einen Wirt, um eine Kopie anlegen zu können. Alle diese komplizierten Vorgänge werden sehr einfach und verständlich erklärt. 

    Ein Kapitel ist dem Händewaschen gewidmet, das ist ja zurzeit ein wichtiges Thema und es ist sicher interessant, eine gute Erklärung dafür zu kennen. Das Impfen ist ganz klar eine positive Sache in diesem Buch und nur dadurch sind Krankheiten ausgerottet worden.
    Es gibt unterschiedliche Arten der Grippe, auch die werden erläutert und was man dagegen tun kann. So kann man sich bei einer Erkältung nur schonen und warten, bis es vorbei ist.
    Dann kommen wir zu den Killern: Viren, die die Pest verbreiteten und damit weltweit für 75 Millionen Tote verantwortlich waren. Malaria, an der 300-500 Millionen Menschen im Jahr erkranken. Ebola, eine schrecklich unheilbare Krankheit, an der 9 von 10 Menschen sterben. 

    Im nächsten Kapitel geht es um Corona und was wir bisher darüber wissen. Da sich alles so schnell bewegt, hoffen die Autoren noch auf den Impfstoff. Positiver Beitrag „Welche Viren hat der Mensch schon besiegt?“

    Ich finde, dass die Erklärung, dass Ritter unseren Körper verteidigen, sehr schön beschreibt, was passiert, wenn die Viren uns angreifen. Schön, wenn so komplexe Themen so einfach werden.
    Mir gefällt auch das letzte Kapitel sehr gut, hier wird erklärt, wie man in der Mikrobiologie arbeiten kann und dann gibt es noch Experimente, die man nachmachen kann. „Züchte deine eigenen Bakterien!“ Es wird genau erklärt, was zu tun ist, die einzelnen Schritte kann man dann abhaken. Schön finde ich auch das Experiment bzgl. des Händewaschens. Da werden die Hände zunächst mit Vaseline eingerieben und dann „beschmutzt“. Die Reinigung zeigt, dass nur das gründliche Waschen mit Seife und warmen Wasser alles sauber macht. 

    Ein ausführliches Sachbuch nicht nur für kleine Forscher.

    Dagmar Mägdefrau

  • Inki – Ein Tintenfisch kommt in die Schule

    Inki – Ein Tintenfisch kommt in die Schule

    Andreas Schlüter

    Dirk Henning

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre (Lesestarter 2. Lesestufe)

    Der Einband zeigt ein Bild vom Kalmarien, hier wohnt Inki, der Kalmar. Den Namen hat er, weil er Tinte verspritzt, manchmal tut er das nicht nur, weil Gefahr ist, sondern, vor Schreck und dann nennt ihn die blöde Muräne „Tintenpisser“. Inki kommt mit seinem Freund Krakos in die Schule. Alles schein zunächst gut, doch dann taucht die Muräne mit seinen Freunden auf, sie bedroht die vier Freunde, die sich inzwischen gefunden haben.

    Am liebsten würde Inki nicht mehr in die Schule gehen, doch am nächsten Tag hat er eine tolle Idee und die kleine Flunder, die neu in Kalmarien wohnt, hilft ihm dabei.

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    Die Texte sind nicht ganz so kurz, werden aber immer wieder von fröhlichen Bildern unterbrochen und die Geschichte gefällt mir wirklich gut. Es begeistert ja immer, wenn die Kleinen mit List gegen die dummen Mobber vorgehen. Ich glaube Inki könnte noch viele Abenteuer in Kalmarien erleben.

    Bis Seite 40 wird die Geschichte in vier Kapiteln erzählt, danach gibt es Rätsel zum Lesen und beobachten und am Ende die Auflösung. Ein tolles Buch für etwas geübte Leseanfänger.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ziemlich beste Schwestern-Volle Kanne Urlaub

    Ziemlich beste Schwestern-Volle Kanne Urlaub

    Sarah Welk

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Auch die beiden Schwester, deren lustige Streiche wird aus den anderen Büchern kennen, fahren mal in Urlaub. Schon beim Start hat Flo die tolle Idee die beiden Kaninchen Bolle und Knolle  mitzunehmen.  Vater hat ein Haus mit 14 Betten gemietet und die beiden Mädchen schlafen immer in einem anderen Zimmer. Am Strand finden die beiden einen toten Fisch, deren Punkte sicher Wunschpunkte, wie beim Sams, sind. Leider vergessen die ihn in einem Karton und Mama findet ihn dort aufgrund des schrecklichen Gestanks. Da bald Ostern ist, schicken sie eine Flaschenpost an den Osterhasen. Sie wünschen sich Taucherbrillen und der Osterhase erfüllt diesen Wunsch. Der erste Einsatz ist dann bei einem Umzug in einem Brunnen. Dort tauchen Flo und Mimi nach Münzen. 

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    Als Foh sich im Badezimmereinschließt und Mimi sie dort mit Essen versorgt, endet der Tag mit der Übernachtung  im Bad. Überhaupt gehen die Streiche der beiden immer gut aus und so kommt es, dass jedes Kapitel wieder damit endet, dass „Floh und ich ganz froh sind“. 

    Große Schrift, viele schöne Bilder, lustige Geschichten zeichnen auch diesen Band aus. Toll zum Vor- und  Selbstlesen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ziemlich beste Schwestern – Quatsch mit Soße

    Ziemlich beste Schwestern – Quatsch mit Soße

    Sarah Welk

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Das ist der erste Band einer Reihe um die Schwestern Mimi und Flo. Mimi geht schon zur Schule, ihre kleine Schwester ist noch im Kindergarten, aber sie hat oft die besten Ideen, findet auch Miri.

    Die beiden wohnen mit ihren Eltern auf einem Dorf, nebenan ist der Bauernhof von Mamas Bruder und ihrem Cousin Mats. Der wird im Laufe des Buches 13 und fährt schon Traktor.

    Die siebenjährige Mimi erzählt uns aus ihrem Leben mit der Schwester in kurzen Kapiteln, die mit bunten Bildern ergänzt werden. So lernen wir auch die Kaninchen und die Babykatze Kalle kennen. „Eigentlich wollten wir einen kleinen Bruder, aber da hat Mama gesagt, einen kleinen Kater findet sie eigentlich noch besser.“

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    Die erste Geschichte handelt von einem langweiligen Sonntag, einen „Scheiß-Mist-Sonntag“ wie Flo findet. Mama findet den Ausdruck nicht so gut, aber dann passieren ihr in der Küche einige Unglücke und sie findet das ist eine „granatenmäßige Riesenscheße!“. Flo sagt sofort, dass man das nicht sagen darf und guckt entsprechend streng. Papa findet das alles zum Lachen, ist aber auch bereit zu helfen. So sitzen die drei Damen des Hauses zusammen auf der Couch, Mama entschuldigt sich, Miri nimmt ihre Beleidigung zurück und am Ende ist Miri „ganz froh“. Das ist sie immer am Ende der Kapitel.

    Es gibt viele Missverständnisse, einige gute Ideen und Geheimisse in dem Buch, aber auch eine liebevolle Umgehensweise miteinander. Ein Buch voller lustiger Streiche, die immer gut ausgehen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Ziemlich beste Schwestern-So ein Affentheater

    Ziemlich beste Schwestern-So ein Affentheater

    Sarah Welk

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    uch im zweiten Band dieser Reihe erzählt die siebenjährige Miri von ihren Abenteuern mit ihrer fünfjährigen Schwester Flo. Am Supersonntag geht es in den Zoo. Im letzten Band ging es um ein Nilpferdbaby und das will die Familie im Zoo besuchen. Die Mädchen stehen schon um fünf auf und Mama bereitet alles fürs Picknick vor. Endlich im Zoo möchte Flo ihrer Giraffe die Giraffen zeigen, aber Miri will zu den Affen. Mama möchte zu den Elefanten. Da ist plötzlich Flo weg. Die Familie ist aufgeregt und sucht die Kleine. Sie finden sie bei den Giraffen, natürlich ist sie unschuldig ihre Spielzeuggiraffe Raffi wollte unbedingt dort hin um sich mit den Giraffen zu unterhalten. Leider haben die nicht mit ihr gesprochen. Aber Papa kann mit seinen tolle Ideen die Situation retten. Natürlich sprechen die Tiere in einer Geheimsprache, die wir Menschen nicht hören und am Ende der Geschichte sind alle „ganz froh“, wie an jedem Ende.

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    Flo ist dann für einige Zeit ein Affe, der Versuch Papas Handy im Kartoffelfeld zu vermehren scheitert, es gibt ein Supergeheimnis der Schwestern und dann eröffnen sie noch in Papas Hobbykeller einen Schneckenladen.

    Tolle, lustige Geschichten, alle Probleme werden gelöst, da ist man als Leser*in einfach froh und solche Bücher brauchen wir auch.

    Dagmar Mägdefrau

  • Mein Geld, dein Geld – Von Mäusen, Kröten und Moneten

    Mein Geld, dein Geld – Von Mäusen, Kröten und Moneten

    Mike Schäfer

    Meieke Töpperien

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    In 87 ganz kurzen Kapiteln wird in diesem Buch neben vielen Bildern eine ganze Menge über Geld erzählt. Es fängt ganz vorne mit der Geschichte des Geldes an, nämlich damit, wie das Geld entstanden ist. Die Inflation wird an dem Preis für eine Kugel Eis festgemacht, eine Maßeinheit, die ich auch all mein Leben vergleiche. Anschaulich wir erklärt, dass man nicht nur Dinge, sondern auch Dienstleistungen „kaufen“ kann.

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    Über die verschiedenen Währungen geht zu zum Taschengeld. Ein wichtiges Thema für Kinder. Die „Wann ist jemand arm bzw. reich?“ wird durch ein erklärendes Bild zum Durchschnitt und einem gut gemachten Text vermittelt. Die Kapitel über die Banken und elektronisches Geld sind sehr gut zu verstehen. Wofür wird das Geld der Kinder und der Familie ausgegeben? Dann geht es um Versicherungen hier stehen die Sozialversicherungen im Fokus. Von den Steuern werden auch die Schulen finanziert. Nach den Kapiteln, in denen es um Kredite geht, wird ein Unternehmen gegründet. Und zwar zunächst im Kleinen. Ein Kind verkauft Saft, dann kommt ein zweites Kind dazu, es wird expandiert und der Erfolg ist so groß, dass Aktien verkauft werden. Aber es geht nicht nur immer um Gewinne, auch Insolvenzen sowohl bei Firmen als auch im Privaten werden erklärt. Zum Ende steht die Frage im Raum, wie kann man mit Geld helfen?

    Ich habe die meiste Zeit meines Lebens in einer Bank gearbeitet und mir gefällt die Umsetzung dieses Themas sehr gut. Ich bin erstaunt welch einfache Möglichkeiten die Macher dieses Buches gefunden haben, um komplizierte Dinge zu erklären. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Almas geheimer Garten – Mit dem Schinkenwurz zu Goethe

    Almas geheimer Garten – Mit dem Schinkenwurz zu Goethe

    Birgit Hedemann

    Südpol

    Verlagsempfehlung ab 5 Jahre zum Vorlesen ab 7 zum selber lesen

    Ein gebundenes Buch mit ansprechendem Cover zu einem günstigen Preis. Reichlich Bleistiftzeichnungen zur Erläuterung und eine große Schrift für die Leseanfänger.

    Auf den erste Seiten werden uns die Darsteller vorgestellt, Alma, deren Garten mit den alten Gemüsesorte zerstört wurde, Mette und Theo, die schon in den zwei Vorgängerbänden Samen aus der Vergangenheit geholt haben und Goethe und sein Sohn Gustel zu denen de beiden Kinder in diesem Band reisen.

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    Wobei Reisen nicht ganz der richtige Begriff ist. Die müssen etwa von der gesuchten Pflanze kauen, eine Amulett umgewickelt haben und den Tulpenbaum umarmen. Mit diesem Baum geht es dann in die Zeit zurück in der die Pflanze genutzt wurde. Hier ist es die Nachtkerze, die ich irgendwie im Zusammenhang mit Wechseljahren kenne. Aber zu Goethes Zeiten wurde die Blüte als Frucht gebraten verzerrt. Hier kennt man sie unter dem Namen Rapunzel oder Schinkenwurz. 

    Die ganze Geschichte ist total spannend aufgebaut, schaffen es die beiden wieder zurück? Schließlich gelingt das nur mit dem Samen der Nachtkerze und dann besteht noch die Gefahr, dass der Tulpenbaum gefällt wird, er steht dummerweise auf der verbotenen Straße.

    Obwohl man wegen der Spannung ganz schnell lesen muss, kann man in dem Buch viel über Weimar und Erfurt und die Zeit Goethes lernen. Eigentlich so nebenbei, ohne dass man es merkt.

    Ich bin gespannt, wo es die beiden noch hin verschlägt?

    Dagmar Mägdefrau

  • 100 Gründe für Urlaub im Zelt

    100 Gründe für Urlaub im Zelt

    Saskia Hula

    Felicitas Horstschäfer

    Klett Kinderbuch

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Ein gelbes  kleines Buch im Querformat, im Titel wurde das Wort „GEGEN“ durchgestrichen und durch ein rotes „FÜR“ ersetzt. 

    Die Bilder sind mit blauem, gelben und rotem Stift gezeichnet.  Minimalistische Männchen, die aber viel aussagen. Dazu ein kleiner Text zur Erklärung. Wie „7. Wenn man höflich fragt, wann man endlich da ist, bekommt man immer die gleiche Antwort: „Bald.“ Dabei stimmt das gar nicht.“ Nach einer furchbaren Hinfahrt ist man endlich doch am Urlaubsort, das Meer ist kalt, es gibt Seeigel und Quallen und die Kinder sprechen nicht deutsch. Im Zelt im Schlafsack zu schlafen ist nicht einfach und dann ist noch die Sorge um das Kaninchen, das bei den Nachbaren geblieben ist. Das Buch ist langweilig und es fehlt die Luftpumpe um das Schlauchboot aufzupumpen. Der Sand am Strand fehlt, es gibt nur Kiesel, irgendwie alles doof. Doch so ab 71. „Die Kinder zeigen jetzt auf sich und sagen ihre Namen“ wird es doch noch toll. Alle spielen zusammen und fahren Bananenboot, finden eine kleinen Katze, die man versorgen muss und ist am Ende traurig, dass die Ferien um sind. Gut, dass die Katze zunächst unter dem T-Shirt versteckt mit nach Hause fährt.

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    Das Buch ist sehr unruhig und chaotisch, wie schon der Titel. Ich finde es geht nicht so sehr um Campingurlaub, nur wenige Aussagen beziehen sich ausschließlich darauf. Die meisten Bilder könnten auch für einen Urlaub mit Ferienwohnung gelten. 

    Mich hat das Buch nicht sehr überzeugt, was nicht bedeutet, dass Kinder nicht doch ihren Spaß am Wiedererkennen der Situationen haben werden.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Leuchtturmhaie – Oma Rosella und die  geheime Seehundmission

    Die Leuchtturmhaie – Oma Rosella und die  geheime Seehundmission

    Gisa Pauly

    Arena

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Ich gebe es zu, ich kenne Gesa Pauly von ihren Syltkrimis um Mama Carlotta und war gespannt, wie sie sich als Kinderbuchautorin verkaufen kann. Ich finde, sie ist ihrem Stil treu geblieben und kann sich durchaus dem Kinderpublikum anpassen.

    Bei einem Ausflug der Klasse in die neu eröffnete Seehundstation schaffen es Hannes, Emil und Inga aus unterschiedlichen Gründen nach Schließung noch im Haus zu sein. Die drei treffen dann noch auf Ingas Oma Rosella, die auch den Bus zurück zum Altersheim verpasst hat. Mit der Oma auf dem Rollator geht es zu Fuß zurück in den Ort. Aber es war noch eine Person bei den Seehunden und die hat augenscheinlich einen Eimer mit Fischen vertauscht. Was kann der Grund dafür sein? Wollte jemand die kleinen Heuler vergiften?

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    Die Kinder gründen eine Detektei „Die Leuchtturmhaie“ und versuchen dem Fall auf den Grund zu gehen. Haben Fischer Olaf und sein seniler Vater damit zu tun? Die Kinder beobachten und stellen mit Hilfe von Oma Rosella Vermutungen an.

    Hannes, der den Streber Emil nicht leiden kann, merkt, dass der auch seine guten Seiten hat und im Team gut zu gebrauchen ist. Inga trifft die Entscheidungen und treibt die Jungen immer wieder an. Da Emils Mutter Krimis schreibt, lernen wir von ihm einiges über Alibi und Motiv.

    Ein schöner kleiner Krimi (144 Seiten) für Erstleser mit fröhlichen Zeichnungen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Maxima und ich

    Maxima und ich

    Hanns Jansen

    Leonard Erlbruch

    Peter Hammer Verlang

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Ich, das ist David, ein afrikanisches Findelkind, dass seine weißen Eltern mit nach Deutschland gebracht haben und der sich in der 2. Klasse gar nicht wohlfühlt. Da lernt er in der Nachmittagsbetreuung die jüngere Maxima kennen und die beide verlieben sich ineinander.

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    Sie verbringen ihre Zeit zusammen und bestehen ein Abenteuer gegen große Jungen, die David beleidigen. Doch dann findet Maxima eine neue Freundin und David kann vor Liebeskummer kaum noch denken. Da stellt sich heraus, dass Karla ihn doch mag und mit ihm eine Bande gründen will. Natürlich darf Maxima am Ende doch mitmachen, denn auch sie merkt, dass sie nicht besonders nett mit David umgegangen ist.

    Die Gefühle des Jungen werden genau beschrieben, auch, dass er eigentlich mutig sein möchte und sich für seine Feigheit schämt und deshalb nicht mehr mit Maxima unbeschwert spielen kann. Das zum Aufnahmeritual der Band gehört, dass jeder sich ein Geheimnis erzählen muss, zeigt, dass auch die anderen Kinder viele Probleme haben.

    Kurze Kapitel, mit vielen Aspekten, unterschiedliche Gefühlen und kleine Zeichnungen, die die Handlung untermalen, dieses Buch hat alles, was ein Buch für Erstleser braucht. Ich glaube, die Kinder werden sich in vielen Situationen wiederfinden und vielleicht auch manches besser verstehen können. Schön ist, dass ein Junge, der nicht immer der Held ist, aber doch geliebt wird, die Hauptfigur ist. Eine empfehlenswerte Lektüre zum Vor- und Selber-Lesen.

    Dagmar Mägdefrau

  • Everest

    Everest

    Sangma Francis

    Lisk Feng

    Übersetzt von Harald Stadler

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Es beginnt mit der Entstehung des Himalayas und es wird erklärt, wie man Berge vermisst. Das Leben am Fuß des Berges stellt uns neu entdeckte Tiere vor, wie den blau leuchtenden Zwerg-Schlangenkopffisch, der sein Luft von der Wasseroberfläche saugt. Es werden die Religionen vorgestellt, die den Berg als heilige Stätte verehren. Die Sherpas, die zu der Besteigung des Berges großes beigetragen haben, lernen wir kennen. Tiere im Hochgebirge werden vorgestellt, da fand ich den Himalaya-Pfeifhasen ganz interessant, einen Hasen ohne Schwanz, der die Kälte liebt.

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    Natürlich ist auch hier der Klimawandel ein Thema. Yaks sind besondere Tiere, die nur hier leben. Dazwischen finden wir Geschichten aus der Mythologie, die spannend zu lesen sind.
    Dann kommen wir zu dem Bergsteigern und ihrer Technik und Ausrüstung. Routen, Jahreszahlen und Namen finden wir hier. Wusstet ihr, dass Nylon und Daunenjacken für den  Everest erfunden wurden? Die Bergsteiger, die den Berg immer wieder erobern hinterlassen auch Müll und eine Gruppe namens „Eco Everest“ stellt extra Teams zusammen, die diesen Müll beseitigen.
    Auf der letzten Doppelseite ist ein Glossar, dass einige Worte erklärt. So bezeichnet „Gipfel“  den höchsten Punk eines Berges.

    Das Buch ist etwas größer als Din A 4 und auf dem Cover sehen wir den großen Berg auf dunklem Grund umgeben von aufgesetzten roten und blauen Sternen, der Titel ist vertieft eingestanzt. Sehr hochwertig und ansprechend gestaltet. Ich persönlich tue mich etwas schwer mit dem matten Papier, aber das wird in letzter Zeit häufig genutzt, ich vermute, dass es umweltfreundlicher hergestellt wird.

    Inhaltlich ein sehr gelungenes Sachbuch über ein faszinierendes Thema. 

    Dagmar Mägdefrau

  • Sprache, Schrift und Medien – Leselauscher-Wissen

    Sprache, Schrift und Medien – Leselauscher-Wissen

    Janina Haselbach

    BVK LESEwelten

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Hier geht es um die vielen Sprachen, die wir auf dieser Welt sprechen, wie sich die Schrift entwickelt hat, aber auch um die neue Technik, die auch von der Sprache abhängt. Die Gebärdensprache wird erklärt und die Blindenschrift kann man sogar im Anhang selbst ausprobieren. Wie funktionieren Geheimschriften?

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    Mit Hilfe einer Cäsar-Scheibe kann man es selbst testen. Auch das Morsealphabeth hat lange Zeit Kontinente verbunden, das Telefon war der nächste Schritt und natürlich darf das Internet mit seinen Messengerdiensten nicht fehlen.
    Ava führt uns durch all diese Themen und macht sie sehr einfach verständlich. Dazu liegt vorne im Buch eine CD mit deren Hilfe man sich das Buch auch anhören kann. Wie ich finde, eine gelungene Kombination, das die Leselauscher auszeichnet. Obwohl das Thema sicher nicht die Nummer eins auf der Wunschliste der kindlichen Leser sein wird, kann das Buch begeistern.

    Dagmar Mägdefrau

  • Die Vulkanos lassen’s krachen

    Die Vulkanos lassen’s krachen

    Franziska Gehm

    Franziska Harvey

    Loewe

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Kratos und Flambias sind dicke Freunde, obwohl sie aus ganz unterschiedlichen Familien stammen. Flambias Familie ernährt sich gesund und macht Sport. Kratos Familie isst am liebsten Brennnessel-Klopse, weil man danach so toll pupsen kann.

    Als Sniega, die Herrscherin der Gletschergiganten, das Vulkanland in eine Winterlandschaft verwandelt, müssen die Vulkanos schnell handeln.

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    Zunächst versuchen sie es mit ihrer Allroundwaffe, den Fürzen, die einiges auftauen können.
    Aber letztlich brauchen sie doch einen besonderen Plan und gemeinsam mit den Nebelwürmer gelingt es, die böse Sniega zu vertreiben.

    Da gibt es doch schon wieder ein Paralleluniversum, diesmal bevölkert von kleinen haarigen Wesen mit großen Füßen, spitzen Zähnen und Hörnern. Als Haustier halten sie sich einen kleinen Drachen und sie wohnen, natürlich, in einem Vulkan. Beide Familien bestehen aus besonderen Typen und Pups und Furz sind häufig gebrauchte Wörter.

    Viele Bilder, große Schrift lockt sicher Erstleser und knapp über 70 Seiten sind überschaubar. Ganz bestimmt machen die Angriffe der pupsenden Vulkanos besonderen Spaß.

    http://www.loewe-verlag.de/content-742-742/die_vulkanos/

    Dagmar Mägdefrau

  • Entdecke die katholische Kirche

    Entdecke die katholische Kirche

    Annette Jantzen

    Natur und Tier- Verlag GmbH

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Bei der Entdecke-Reihe von NTV geht es bisher meist um Tiere, jetzt liegt ein Buch mit dem Titel „Katholische Kirche“ vor mir. Wahrscheinlich weil der Verlag in Münster ansässig ist,  gibt es zunächst ein Grußwort von Bischof Dr. Felix Glenn. Weiter geht es mit einem Brief des Ministrantenseelsorgers Daniel Heller, der mit einem Gebet endet.

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    Nach dem Inhaltverzeichnis wird das Verhältnis des Lesers zur Kirche erfragt, aber auch, wenn man nur neugierig ist, liegt man mit dem Buch richtig.

    Dann beginnt die Geschichte der Kirche mit der Geschichte der Juden und der Ankunft Jesus. Kleine Kästchen erklären Begriffe, wie zum Beispiel „Kirche“ oder „Sonntag“. Die Verbreitung des christlichen Glaubens, die Entstehung von Klöstern, Ämter und Aufbau der Kirche, Protestanten, Feste, Gebäude, Heilige, der Jahreskreis und die Sakramente werden reich bebildert einfach erklärt. Am Ende des Buches gibt noch ein Quiz zur Abfrage des Gelesenen.

    Das Buch ist sehr kompakt und versucht alle Fragen zu beantworten. Kritische Aspekt wie Kreuzzüge oder Zölibat tauchen nicht auf, immerhin wird Ökumene auch zum Thema.

    Ich glaube schon, dass das Buch viele Fragen beantwortet, die Kinder besonders in der Zeit zwischen Kommunion und Firmung haben. Vielleicht können die Eltern auch nicht alle Fragen beantworten oder wissen etwas nicht ganz so genau, dann kann dieses Buch sicher sehr hilfreich sein.

    Dagmar Mägdefrau