• Die Strandspürnasen 1 – Wirbel um die Villa am Meer

    Die Strandspürnasen 1 – Wirbel um die Villa am Meer

    Christina Herr

    neukirchener

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Am Anfang des ersten Bandes werden uns die Spürnasen vorgestellt, da sind zunächst die beiden Winter-Kinder Nick und Leni, dann Albert genannt Einstein und als Verstärkung und Namengeber Charlie der ständig pupsende Beagle.
    Da die Familie Winter, die außer den Eltern noch aus dem kleinen Bruder Tim besteht, eine Pension in Holland geerbt hat, machen sie sich mit dem Auto auf den Weg dorthin. Zusammen mit dem kleinen Onkel Jochen und der Haushälterin Grietje wollen sie die Pension renovieren. Das Wilma ihnen auch noch ihren Hund Charlie vermacht hat erfreut besonders die Kinder. Die Kinder wollen unbedingt wissen, was sich in den abgeschlossenen Dachzimmer Nummer 12 befindet, doch das bleibt ohne Schlüssel ein Geheimnis.
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    Da taucht schon der erste Gast auf, Herr Fröhlich, der seinem Namen keine Ehre macht und deshalb von den Kindern Herr Unlustig genannt wird. Irgendetwas stimmt mit ihm nicht, deshalb beschließen die Kinder ihn zu observieren. 
    Die Familie Winter ist eine sehr gläubige Familie und bittet Gott ihn vielen Situationen um Beistand, auch die Kinder, besonders Nick, ist im ständigen Gespräch mit seinem Gott, der die Kinder zum Glück auch in gefährlichen Momenten beschützt. 
    
    Eine spannende Geschichte, die durch das Eingreifen von Grietje gut ausgeht. Der eigentliche Fall entwickelts sich sehr gefährlich und wirkt auf mich etwas konstruiert. Anton darf, weil sein Vater dringend in der Firma benötigt wird und seine Mutter sowieso arbeitet, bei der Familie Winter in der Pension Zeevilla bleiben, was mich doch etwas erstaunt. Zumal auch dort die Mutter arbeitet und Vater und Onkel mit der Renovierung beschäftigt sind. So kommt es, dass z.B. Nick für alle kocht und die Kinder meist sich selbst überlassen sind. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Tierfreundschaften – Ein Buch voller überraschender Duos

    Tierfreundschaften – Ein Buch voller überraschender Duos

    Coco & June

    Verlag Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Am Anfang des Buches gibt es eine farbliche Aufteilung: So helfen die Tiere auf den grau unterlegten Seiten anderen Futter zu finden, rot bedeutet „Ich beschütze oder schlage Alarm“, grün „Ich hinterlasse Reste“, die Tiere der ockerfarbenen Seiten putzen und räumen auf und blau bedeutet „Ich bin voller schmackhafter Krabbeltiere“.
    Als erstes stellt sich der Büffel vor, seine Seite ist blau und die Frage ist „Weißt du, wer mich von den kleinen Quälgeistern befreit?“ 
    So lernen wir auf der nächsten Seite den Kuhreiher kennen, er putzt, in diesem Fall das Fell des Büffels.
    Zu beiden Tieren kann man kurze Texte lesen und einiges über das Duo erfahren.
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    Die jeweils dritte Seite zeigt uns die beiden Tiere, wie sie gemeinsam agieren. Auf einer grünen Seite finden wir den Wolf, bei der Suche nach Futter unterstützt ihn der Rabe, er zeigt dem Wolf, wo ein verletztes Tier gut zu jagen ist, und darf dafür die Reste essen, denn der Rabe ist ein Aasfresser. Die Seeanemone tarnt den Einsiedlerkrebs und die Zebramanguste reinigt dem Warzenschein das Fell. Silberdachs und Kojote jagen zusammen und die Ameise beschützt die Blattlaus vor den Marienkäfern und bekommt dafür Honigtau. Der Mistkäfer reinigt die Höhle der Erdmännchen vom Kot. 
    
    Auch die nicht genannten Tiere leben in Freundschaft zusammen und es lohnt sich, das Buch zu lesen und sich die tollen Bilder anzuschauen, denn es gibt so viel Interessantes dabei zu entdecken. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Pony zuviel?

    Ein Pony zuviel?

    Barbara Peters

    Heike Wiechmann

    Monika Fuchs

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Malte kommt mit seinem Traktor angefahren und der verträumte Brillenträger Luis muss erst von der sportlichen Flipp auf ihn aufmerksam gemacht werden. Als letztes der Viererbande kommt Greta, ihre Mutter hat einen Ponyhof und zurzeit einige Sorgen. 
    Sie Freund*innen überlegen, was sie in den Ferien machen könnten, doch alle Vorschläge finden keinen Anklang. Bei Fußballspielen ist Flipp einfach zu sehr im Vorteil und mit dem Trecker sind sie schon im letzten Jahr täglich gefahren. Am Ende kann Luis mit einem Pool und viel Eis im Kühlschrank die anderen Drei überzeugen zu ihm zu kommen. 
    Flipp wundert sich, dass das schwarze Pony namens Rabe so struppig geworden ist, aber Greta meint, dass Rabe völlig gesund sei und auch sein Fell glänzen würde.
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    Aber welches kleine Pony hat Flipp da wohl gesehen?
    Vier sehr unterschiedliche Kinder sind da gemeinsam unterwegs. Flipp, die hervorragend Fußball spielt und auch sonst sehr sportlich ist, der zu lang geratene Luis, dessen Eltern ihn mit der englischen Haushälterin allein lassen, der wortkarge Bauernsohn Malte und Greta, die sich Sorgen macht, ob ihre Mutter den Ponyhof halten kann. Die Kinder ergänzen sich hervorragend und so machen sie sich auf, um den Dieb zu finden, der beim cholerischen Nachbarn Futter gestohlen hat.
    
    Ein sehr realistischer kleiner Kinderkrimi, mit Spannung und einer schönen Lösung. Gut zu lesen und zu verstehen, mit schönen Bildern illustriert. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ich bin (d)ein Buch, wickle mich aus!

    Ich bin (d)ein Buch, wickle mich aus!

    Katja Frixe

    Tessa Rath

    Arena

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Das ist ja mal wirklich ein spaßiges Buch. Mit 7 kann man es sicher schon sehr gut allein lesen, zumal sich der Schwierigkeitsgrad steigert und das lesende Kind immer wieder sehr schön gelobt wird. Zudem gibt es ganz viele lustige Bilder und manchmal muss das Kind helfend einschreiten.
    Zuerst muss man das Buch von den Spinnweben befreien, warum das so ist, erklärt sich am Ende des Buches. Das Buch lebt mit einer kleinen Spinne namens Isi zusammen und die beiden ergänzen sich wirklich sehr gut.
    Da liegen die beiden zusammen mit einer Gummispinne in einem Geschenkekarton, wo man Dinge für einen Kindergeburtstag aussuchen und kaufen kann.
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    Obwohl Flo, das Geburtstagskind nicht gerne liest, entscheidet Lillis Mutter sich für das Buch. So kommt es, dass Flo sehr enttäuscht über das Geschenk ist. Doch da schreitet das Buch ein und gemeinsam mit Isi schafft es die Kinder vom Fernseher wegzulocken. Mit Isi Hilfe kann es mit dem Buchstaben A Luftballons zum Platzen bringen. Darum geht die Bitte den das lesende Kind neue As ins Buch zu schreiben.
    
    Das Buch und es ist diesmal wirklich das Buch (hihi) hat tolle Ideen und wenn auch manchmal etwas schief geht, so zählt das Ergebnis und das lautet „Flo liest!!!“
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Wie ist das mit dem Krebs?

    Wie ist das mit dem Krebs?

    Dr. Sarah Herlofsen

    Dagmar Geisler

    Gabriel

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Im Vorwort beschreibt Cornelia Scheel, wie schwer es für sie war, ihre Mutter durch Krebs zu verlieren.  Besonders belastend fand sie es, dass darüber nicht gesprochen wurde, dass sie sich niemandem anvertrauen konnte. 
    Dr. Sarah Herlofsen, die in Norwegen in der klinischen Stammzellforschung arbeitet und selbst vier Kinder hat, hat durch eigene Erfahrungen in der Familie ebenfalls dieses Schweigen besonders gegenüber Kindern erlebt. Das hat zu diesem wichtigen Buch geführt. Krankheit und Tod sind Themen, die man lieber nicht so nah an Kinder herankommen lassen möchte, aber sie gehören nun mal, so traurig es ist,  zu unserem Leben.
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    Wenn immer nur hinter dem Rücken der Kinder getuschelt wird, machen sie sich noch mehr Sorgen und Gedanken, deshalb muss man den Kindern altersgerecht die Situation erklären.
    Wichtig ist vor allem, dass keiner Schuld am Krebs hat und die Krankheit auch nicht ansteckend ist.
    Wie man Krebs erkennen kann und wie versucht wird, ihn zu bekämpfen, wird sehr einfach beschrieben. Dass es sich bei Krebszellen um eigene Zellen handelt, die sich anders benehmen und uns schaden, ist hier leicht verständlich. Krebszellen müssen entfern werden wie das Unkraut im Garten, das das Wachstum der anderen Pflanzen hemmt.
    Neben diesen sachlichen Erklärungen gibt es Kapitel, die kursiv gedruckt wurden,  und die sich mit den Gefühlen der Erkrankten oder der Angehörigen/Freund*innen befassen. Da wird auch das Thema Tod nicht ausgespart.
    
    Ein wichtiges Buch, das uns Anregungen und Tipps gibt, wie wir Kindern Krebs erklären können. Es wäre schön, wenn es in Arztpraxen und Krankenhäuser ausläge.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Klassenfahrt außer Kontrolle

    Klassenfahrt außer Kontrolle

    Anja Janotta

    Gulliver

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    Vor mir liegt ein dünnes Buch, auf dem Cover klebt ein Sticker „Super lesbar“ und das ist das Buch auch mit seinen 16 Kapiteln auf 80 Seiten in großer Schrift.
    Darum ist es um so erstaunlicher, dass in dem Buch so viel Spannendes und Aufreibendes geschieht. 
    Die Klasse 6 G (G wie gemein) macht einen Ausflug mit ihrem Lehrer und einer jungen Referendarin. Rubio hat im Vorfeld einige Memes (das sind kleine humorvolle Beiträge im Internet, ich musste auch erst nachsehen) erstellt. So lautet der Spruch für den Lehrer „Schlecht -Schlechter-Wächter“. 
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    Selma, die uns diese Geschichte erzählt, stellt uns zunächst Erwin vor, Erwin so hat sie ihre Angst genannt, die sie sprachlos sein lässt. Sie berichtet von ihren Mitschüler*innen, die sich meist wie Gegner benehmen. Viele sind falsch gekleidet und niemand hat Lust auf diese Wanderung. Nach einiger Zeit tritt der Lehrer falsch auf und er macht sich auf den Rückweg und übergibt der unerfahrenen Frau Evers die Leitung der Klasse. 
    Als dann, wie in den Bergen oft geschieht das Wetter schlechter wird, stellen sich die Stärken und Schwächen der Kids heraus.
    
    Dasa Buch ist nicht nur super lesbar, es ist auch super zu lesen. Eine gut erzählte Geschichte, die zeigt, wenn es darauf ankommt können auch Schwache Stärke zeigen.
    
    Dagmar Mägdefrau
    
    Selma ist aufgrund ihrer Panikattacken eher ruhig und vermeidet es aufzufallen. Als ihre Klasse bei einem Wanderausflug in den Bergen in Gefahr gerät, muss sie sich ihrer Panik stellen. Eigentlich ist die 6g, von der Selma sich sicher ist, dass das “g” für grässlich steht, mit zwei Lehrer*innen unterwegs.
    Der unsympathische Herr Wächter überlässt die Klasse frühzeitig der jungen Lehrerin, nachdem er allen Schülerinnen und Schülern die Handys abgenommen hat. Alle Umstände scheinen darauf hinzudeuten, dass die Situation gefährlicher wird, und tatsächlich gerät die Klasse in ein heftiges Unwetter. Nun sind sie gezwungen, zusammenzuhalten und sich gemeinsam durch die Schwierigkeiten zu kämpfen. Besonders diejenigen, die normalerweise nicht zu den "Coolen" gehören, können hier ihre Stärken beweisen. Der Wanderausflug, der eigentlich als Teambuilding gedacht war, erfüllt seinen Zweck auf unerwartete Weise.
    Diese charmante und zugleich abenteuerliche Geschichte, die keineswegs unrealistisch ist, bietet Lösungen für viele Probleme, auch solche, die nichts mit dem Unwetter zu tun haben. 
    Die klare Gliederung in Absätze und die flüssige Erzählweise machen das Buch leicht lesbar und könnten es zu einer idealen Lektüre für den Unterricht machen.
    
    Raphaela Brosseron
  • Der Wolfspelz

    Der Wolfspelz

    Sid Sharp

    NordSüd

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Buch des Montas Oktober 23

    Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2024

    Der Titel ist einfach wunderschön gestaltet und zeigt das Schaf Bellwidder Rückwelzer mit seiner Wolfmaske. Er erwacht und möchte nach seinem Morgenritual in den Wald, doch hinter dem gelben Vorhang, der das Fenster verdeckt zeigt sich der Wald mit einem beängstigenden Schatten. „Bellwidder hatte große Angst vorm Wald“, doch er versucht sich selbst zu beruhigen und geht los um Beeren zu pflücken. Da hört er ein Geräusch und stellt sich vor, dass da Wölfe lauern. Schnell saust er ins Haus zurück. Doch dann hat er einen Plan, er näht sich ein Wolfskostüm und traut sich so unter die Wölfe.
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    Ich möchte das wunderschöne Ende nicht vorwegnehmen, deshalb verrate ich nicht mehr. 
    Außer vielleicht, dass es sich lohnt es selbst herauszufinden. 
    
    Das Buch erinnert an eine Graphic Novel, viele kleine Bilder haben auch keinen Text, was nicht das Verständnis schmälert. Die Bilder sind einfach gehalten und leicht stilisiert, sie zeigen aber alles ganz genau. Besonders die Angst des Schafes ist klar nachzuempfinden. Für mich hat dieses schöne Bilderbuch mit Lesebändchen das Potential zum Klassiker.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Nicht mit mir! – Kurzfassung in einfacher Sprache

    Nicht mit mir! – Kurzfassung in einfacher Sprache

    Christina Biernath

    Gulliver

    Verlagsempfehlung ab 12 Jahre

    Nadja kommt neu in die Klasse und muss gleich feststellen, dass alle anderen Mädchen schlank und zierlich zu sein scheinen. Die Jungs schauen alle auf ihren üppigen Busen aber schnell wollen sie sie zu ihrem neuen Opfer machen. 
    Aber Nadja hat sowohl in ihrer Mutter, die sich entschlossen hat, nicht weiter mit Diäten gegen ihre natürliche Figur anzukämpfen, sondern auch in ihrer Freundin, die ähnlich groß ist wie sie, tolle Unterstützer. So hat Nadja genug Selbstvertrauen und verzweifelt nicht. Nein, sie weiß sich zu wehren und das tut sie auf eine ganz besondere Weise. So blamieren sich ihre Gegner ordentlich. 
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    Aber nicht nur Nadja hat unter der Gruppe, um den vermeintlich coolen Lennard zu leiden, auch Lukas, der mal ein erfolgreicher Torwart war, der aber jetzt zugenommen hat und von seinen Mitschülern immer wieder vorgeführt wird, das geht soweit, dass er körperliche Blessuren davon trägt. 
    Auch Lennard muss aufpassen, dass er nicht selbst zum Opfer wird, deshalb bleibt ihm fast nichts anderes übrig, als immer wieder beim Mobbing mitzumachen, um nicht selbst in den Focus zu geraten.
    
    Ich habe das Buch mit einem sehr schlechten Gefühl gelesen, ich habe mich mit Nadja gefreut, wenn sie sich gewehrt hat, aber Lukas und auch Lennard taten mir oft sehr leid. 
    Deshalb hätte ich mir gewünscht, dass sich am Ende die Jugendlichen etwas klarer positioniert hätten. Aber wahrscheinlich ist das nur Wunschdenken. 
    
    Die kurzen Kapitel des Buches sind nach Daten sortiert und haben kleine Unterteilungen nach Personen, am Ende gibt es ein Glossar mit Erklärungen der Worte, einige kannte ich so auch nicht. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Die beste Bahn meines Lebens

    Die beste Bahn meines Lebens

    Anne Becker

    BELTZ & Gelberg

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    Leipziger Lesekompass 2020 (Leipziger Buchmesse und die Stiftung Lesen)

    Förderpreis Literaturpreis Ruhr 2020

    Der Text auf dem Buchrücken endet mit der Frage „Aber ist er ein Held?“ Die Frage ist nicht ganz so einfach zu beantworten. Denn Jan muss an einer neuen Schule anfangen und da er große Schwierigkeiten beim Lesen hat, muss er immer auf der Hut sein, dass das nicht auffällt.
    So richtig wohl fühlt Jan sich, wenn er schwimmt, denn da ist er besser als alle anderen Schüler seiner Klasse. Auch privat treffen sich die Schülerinnen und Schüler gerne am See und schwimmen auf die Insel hinaus.
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    Als eines ihrer Hühner sich in den Garten von Jans Familie verirrt, lernt Jan Floh kennen, die auch in Jans Klasse geht und toll in Mathe ist. Ihre Diagramme ergänzen den Text auf witzige und ungewohnte Weise. Jan erzählt von sich und Flohs Empfindungen sind Teile eines Kreises oder einer Liste.
    Jans Gefühle sind in diesem Buch sehr gut erklärt und tragischerweise müssen wir Leserinnen und Leser erfahren, dass Jan wohl nie so ein Buch selbst lesen wird. Trotzdem gewinnt er im Laufe des Buches an Selbstbewusstsein und kann „die beste Bahn seines Lebens“ schwimmen. 
    
    Jan ist ein liebeswerter Junge, der lernt mit seinen Problemen zurecht zu kommen und der in diesem Sommer seine erste Liebe erfährt. Ein Buch voller Gefühl, Sommer und Schwimmen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Petronella Apfelmus – Basteln & Spielen – 99 zauberhafte Ideen für Herbst und Winter

    Petronella Apfelmus – Basteln & Spielen – 99 zauberhafte Ideen für Herbst und Winter

    Sabine Städing

    SaBine Büchner

    Boje

    Petronella Apfelmus

    Verlagsempfehlung ab 6 Jahre

    Wie schon im Frühjahr können wir Petronella Apfelmus auch durch den Herbst begleiten. Das Titelbild zeigt die kleine Apfelbaumhexe, die uns am Anfang des Buches zusammen mit den anderen Protagonisten vorgestellt wird. Der Baum zeigt und den Herbst und den Winter, genau wie das ganze Buch.
    Im Laufe des Buches werden uns unter dem Titel „Petronellas geheimes Tierlexikon“ Tiere vorgestellt. Es beginnt mit „Vögel im Winter“, passend dazu gibt es eine Anleitung, wie man Vogelfutter selbst machen kann und ein Spiel „Vogelfangen“.
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    Das Walnuss-Rentier dessen Anleitung man mittels QR-Codes ausdrucken kann.  Die Nussplätzen, deren Rezept als nächstes im Buch zu finden ist, werde ich sicher ausprobieren, sie sehen sehr lecker aus.  Vögel, die man im Laufen hinter sich herziehen kann, werden dann gebastelt. Danach geht es um Tierspuren. Ein Mini-Abenteuer im Wald ist sicher auch etwas Tolles. Die Igelkekse sehen einfach niedlich aus. Waldtiere aus Klorollen basteln sieht nicht so schwierig aus. Im 2. Teil geht es um Bäume und Sträucher. Petronellas kleine Apfelkunde ist sehr interessant. Danach backen wir Apfelrosen, Apfelplätzchen und trinken Apfelpunsch. Bratapfel-Tiramisu wird es sicher bei uns geben. Ein Herbstmobile ist sehr stimmungsvoll und leicht zu machen, alle Zutaten finden wir in der Natur. Pilze werden dann zum Thema, man findet sie ja im herbstlichen Wald. Aus Eierkartons basten wir dann Glückspilze. Im 3. Teil geht es um „Magische Fest und Traditionen“. Der Kalender geht vom November bis zum Februar. Ich finde es schade, dass der 11.11. Laternenfest genannt wird und St. Martin nicht erwähnt wird, denn das ist für mich die Tradition. Mumienwindlichter werden mit Mullbinden und alten Gläsern gebastelt. Die Hexenbowle sieht seht eklig aus, wohingegen die Geisterpizza mir gut gefällt. Nach Rezepten von Weihnachtsplätzchen wird zum Schluss noch „zauberhafte Wunsch-Armbänder“ gebastelt.
    
    Es ist also wieder eine wunderbare Mischung aus Sachinformationen, Rezepten, Bastelanleitungen und Geschichten zusammengestellt worden, von denen sicher viele Anwendung finden werden. Ich habe schon einiges gefunden, was ich machen werde. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Was Wanda will 

    Was Wanda will 

    Lena Hach

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 11 Jahre

    An ihrem ersten Tag an der neuen Schule beobachtet Wanda ihre Mitschüler*innen besonders aufmerksam. Doch ihr Ziel ist nicht, neue Freunde zu finden; vielmehr sucht sie gezielt nach Personen, die in ihr Vorhaben passen. Sie hat bereits einen gut durchdachten Plan, aber ihr fehlt noch das passende Team, um ihn umzusetzen. 
    Schnell freundet sie sich mit einem cleveren Jungen an, der sich selbst "der Meister" nennt. Glücklicherweise kennt er die Schullandschaft und ihre Strukturen genau und unterstützt Wanda dabei, die übrigen Teammitglieder zu rekrutieren. Zu diesen zählt Lynn, eine begabte handwerkliche Künstlerin, ihr Schatten Schulze, der stets im Hintergrund agiert, der sportliche Kai sowie Desiree, die eher für ihr Agressionsproblem bekannt ist, in der Wanda jedoch Potenzial sieht.
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    Wanda sorgt dafür, dass die Gruppe sich formiert, bevor irgendjemand auch nur ansatzweise von ihrem Plan erfährt: Sie will gemeinsam einen handsignierten Tennisball im Wert von 30.000 Euro aus der Villa am Stadtpark stehlen. Obwohl die auserwählten Mitglieder im Schulalltag wenig miteinander zu tun haben, überzeugt Wandas Plan sie, bei dem gewagten Vorhaben mitzumachen. Als kluge Strategin kennt sie die Abläufe des Villeninhabers genau und glaubt, für jedes auftretende Problem eine Lösung parat zu haben, aber auch ihr Plan hat Lücken…
    
     Beim Lesen gewinnt man fast den Eindruck, dass Wandas Plan tatsächlich Sinn ergibt. Die Strategie klingt logisch und wird durch anschauliche Illustrationen unterstützt. Doch letztlich trägt die Geschichte die besondere Dynamik des Teams: Ein sonst mobbender Sportler trifft auf seine "Opfer", und eine aktivistische Künstlerin muss ihre eigene Blase verlassen. Gerade diese Zusammensetzung verleiht dem Buch eine besondere Note, denn allein der durchdachte Einbruchsplan würde keine so fesselnde Handlung ergeben. Die Mitglieder des Teams lernen nicht nur voneinander, sondern auch über sich selbst und ihre eigenen verborgenen Fähigkeiten. Die Spannung steigt, als sich unerwartete Herausforderungen in den Plan einschleichen. Bis zum Schluss bleibt unklar, ob es diesem ungewöhnlichen Team tatsächlich gelingen wird. Als Leser*in wird man stets überrascht. Vor allem wird die Lust auf Abenteuer geweckt, und man möchte am liebsten selbst einen aufregenden Plan aushecken - auch wenn es nicht unbedingt ein Einbruch sein muss.
    
    Raphaela Brosseron
  • Die Völker von Calvaria – Der Ruf der Gezeiten

    Die Völker von Calvaria – Der Ruf der Gezeiten

    R. F. Tintenheld

    Fairyland

    Verlagsempfehlung: Lesealter ab 9 Jahre Interessenalter ab 6 Jahre

    Auf dem Cover sind die Geschwister Arius und Saria Vane zu sehen, sie reisen nach Calvaria um dort ihre Prüfung als Pirat*in abzulegen. Dort treffen sie auf die Anderen Prüflinge. Sie kommen aus den unterschiedlichen Ländern dieser Fantasywelt. 
    Windland ist als Turm gebaut und die Menschen dort können mittels einer Technik fliegen. Die Wellenwandler beherrschen, wie der Name schon vermuten lässt, das Meer. Die Aquasanier können unter Wasser atmen und Arius und Saria, die aus Trockenland stammen, können sich unsichtbar machen. 
    Ungewöhnlich ist es, dass auch Zwillinge aus Feuerland bei der Prüfung auftauchen.
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    Die Feuerländer werden von allen anderen Piraten als Feinde angesehen. Feuerländer beherrschen das Feuer und sind deshalb als Kämpfer gefürchtet. 
    Täglich wird die Gruppe geschult und muss Prüfungen, bei denen es auch um Leben und Tod geht, bestehen. Doch dann erfahren sie von dem „Inneren Kreis“ und die Gefahr, die diese Vereinigung für Calvaria bedeutet.
    Es wird viel gekämpft in diesem Buch und es tauchen grausige Wesen auf. Vieles entwickelt sich ganz anders als erwartet, es gibt ständig Überraschungen im Guten wie im Bösen. Dadurch hält die Geschichte sehr gut ihre Spannung.
    
    Das Buch hat 240 Seiten und ist in zwei Teile und 36 Kapitel unterteilt. Im Einband ist die Karte dieser Welt zu sehen, das ist sehr hilfreich bei der Vorstellung der Orte. Im Buch gibt es auch einige Zeichnungen. Ich würde allerdings das Lesealter aufgrund des langen Textes etwas höher ansetzen, aber bei „Harry Potter“ habe ich das auch so empfunden. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Du hast nicht immer Recht. Doch du hast immer Rechte!

    Du hast nicht immer Recht. Doch du hast immer Rechte!

    12 Elbautorinnen

    Franziska Viviane Zobel

    Freies Geistesleben

    Verlagsempfehlung ab 7 Jahre

    Das Cover des Buches ist so kunterbunt wie die Geschichten, die 12 Elbautorinnen geschrieben haben. Alle Geschichten beziehen sich auf Kinderrechte, die die Unicef zusätzlich für Kinder formuliert und festgelegt hat. Die entsprechenden Artikel kann man am Ende jeder Geschichte nachlesen. Nach einer sehr einfühlsamen, an die Leser*innen gewandte Einleitung von Kirsten Boie und einem erklärenden Vorwort der zuständigen Verlegerin kommt „Eine schöne Geschichte“ von Jutta Nymphius. Hier liest Papa den Kindern eine gute Nachtgeschichte vor, deren Ende er auf Wunsch der Kinder, damit niemand diskriminiert wird, umformulieren muss.
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    In Barbara Peters Erzählung freuen sich die Kinder, dass ihre Mama wieder bei ihnen ist, obwohl der Onkel sich gut um sie gekümmert hat. In Annette Mierswas Geschichte retten die Schulkinder einen alten Baum, den dicken Peter, sie nutzen dabei ihr Recht auf Meinungsfreiheit. Bei „Paul“ muss sich der Lehrer entschuldigen, da er seine Privatsphäre verletzt hat. Brigitte Blobel berichtet vom Mobbing des Klassenclowns. Katharina Mauder macht uns mit Ritter Giesbert bekannt, der den Kindern in der Schulbibliothek begegnet. Marie-Thérèse Schins berichtet von Stella, die in Ghana keine Schule besuchen darf. Nadia wartet auf ihren großen Bruder Bilals, der auf der Flucht verloren ging. Bei Yvonne Hergane findet die Geschichte ein gutes Ende, die bezieht sich auf Artikel 38, Flüchtlingskinder. Stefanie Taschinskis Jette sitzt im Rollstuhl und sie möchte gerne Basketball spielen, denn auch behinderte Kinder müssen gefördert werden. Dass Worte verletzen, aber auch gesund machen können, weiß Anke Girod. „Das erste große Abenteuer“ von Cornelia Franz handelt von einem Schwalbenkind, das zum ersten Mal von Grönland um die Welt startet. In Karin Baron taucht im Badezimmer plötzlich ein schlauer Dino auf. Es gibt auch ein Recht auf Spielen und die Geschichte dazu berichtet Cornelia Manikowsky, denn hier versucht ein Autofahrer Kinder einzuengen.
    
    Alle Geschichten sind einzigartig und besonders, denn sie berichten von Kindern, die sich für ihre (Kinder-)Rechte einsetzen und da die Leser*innen ihre Rechte kennen, könne sie das auch.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Baum kommt selten allein

    Ein Baum kommt selten allein

    Elisabeth Etz

    Nini Spagl

    leykam:

    Leseempfehlung ab 6 Jahre

    Österreichischer Kinder- und Jugendbuch-Preis 2023

    Die Macherinnen dieses Buches über Bäume haben sich einen witzigen Anfang einfallen lassen. Die Tiere auf einer der ersten Seiten fordern dazu auf, ein Bild zu malen. Eine Landschaft soll darauf zu sehen sein;  danach wird eine leere Doppelseite zur Verfügung gestellt, auf die man malen kann. Sind auf dem gemalten Bild Bäume zu sehen? Zu Ja oder Nein gibt es jeweils Erklärungen. So gibt es Gebiete, in denen keine Bäume wachsen. „Wald“ ist die Überschrift eines kleinen Kapitels, aber auch die Gebiete, in denen keine Bäume vorkommen wie z.B. die Wüste, werden beschrieben.
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    Auf einer Buchseite können Fotos von Bäumen eingeklebt werden. „Was ist eigentlich ein Baum?“ - eine gute Frage mit einer ausreichenden Antwort. „Wie funktioniert ein Baum“ - da gibt es spannende Erklärungen. Bäume sind sogar soziale Wesen und kommunizieren miteinander. Doch Vorsicht, manche Bäume sind giftig. Uns Menschen nutzen die Bäume auf jeden Fall, aber können auch wir den Bäumen Gutes tun? Da finden wir am Ende des Buches ein Menge Antworten, die meistens mit Umweltschutz zu tun haben. 
    
    Das Buch bietet einiges an Texten. Aber die einzelnen Themen sind in kleine Kästchen unterteilt, das lockert auf und muss auch nicht alles auf einmal lesen. Auf dem Cover sind stilisierte Tiere zu sehen, die uns durch das Buch begleiten. Zusätzlich kann man Blätter einkleben, Gedichte für den Baum schreiben und vieles anderes mehr.
    Mich hat das Buch sehr beeindruckt, weil es in kompakter Form so viel über Bäume beschreibt, dass man sich am Ende fast als Fachfrau fühlt. Ein toll gemachtes Sachbuch!
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Die Cobra Bande und die Prankster-Gang

    Die Cobra Bande und die Prankster-Gang

    Folko Streese

    EMF

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Im zweiten Band der Cobra-Bande reisen Bea und ihr Bruder Otto wieder nach Berlin zu ihrem Opa. Der Zug muss ganz plötzlich bremsen, weil Jugendliche auf den Schienen waren. Sie ließen bemalte Pappen zurück, die als erste Aufgabe zusammenzusetzen sind. Mit einem QR-Code kann man sich die Seite nochmal ausdrucken lassen und diese dann zerschneiden und neu zusammensetzen. Eine schöne Lösung, wie ich finde. Cem, ihr technikaffine Berliner Freund, holt sie vom Bahnhof ab und lädt sie gleich zu einem Konzert in seiner Schule ein. Als Eintritt muss ein Rebus-Rätsel gelöst werden. 
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    Das Konzert läuft ganz toll, als plötzlich die Anlage ausfällt. Sie wurde, wie sich herausstellt, während des Konzerts gestohlen. Da die Anlage von Cems großen Bruder Murat geliehen war und er sie auch von andren, nicht so netten Leuten geliehen hatte, hat die Cobra-Bande einen neuen Fall zu lösen. Verdächtig sind die Mitglieder der Prankster-Gang, aber wie kommen die Freunde an die ran?
    
    Ich muss zugeben, dass ich das Wort Prankster erstmal googlen musste. Es bedeuten Witzbold und ist wohl Pokémon-Fans ein Begriff. Diese Prankster haben einige „Scherze“ auf Lager, die wirklich nicht sehr lustig sind und anderen schaden. Aber unsere Drei von der Cobra-Bands sind clever genug, es mit ihnen aufzunehmen und dann steht ihnen auch noch der Rabe Rabbit zur Seite. Cem nutzt alle technischen Möglichkeiten aus und ist damit auf der Höhe der Zeit. 
    
    Neben der spannenden Geschichte muss man in dem Buch noch viele mehr oder weniger schwierige Rätsel lösen, einige habe ich ja schon genannt. Im Anhang des Buches sind die Lösungen zu finden. 
    Die gut 140 Seiten lassen sich dank der großen Schrift gut lesen und neben den Rätseln gibt es auch viele Bilder. Ein tolles Buch für Detektive und Tüfftler.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Memora Castle – Oder Das Rätsel der vertauschten Zeit

    Memora Castle – Oder Das Rätsel der vertauschten Zeit

    Marikka Pfeiffer

    Annabelle von Sperber

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Mit großen Augen schaut und Holly vom Cover entgegen, im Hintergrund sehen wir einige Gegenstände, die im Buch von Bedeutung sind und das Treppenhaus von Memora Castle. 
    Holly wurde dort geboren, aber nach dem frühen Tod ihrer Mutter war sie mit ihrem Vater einem Naturfilmer unterwegs. Ruhelos suchte er immer wieder neue exotische Drehorte und nahm keine Rücksicht auf seine kleine Tochter. Tante Clair, die in Memora Castle wohnt, hat Holly regelmäßig besucht und jetzt ist Holly auf dem Weg zu ihr, um ihren 12. Geburtstag zu feiern. 
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    Doch Tante Clair ist nicht in Memora Castle und keiner der Bewohner weiß genau, wo sie sich aufhält. Sie glauben, sie würde Schmuck, den sie fertigt, ausliefern. 
    Dann Tauchen Hollys Cousine Illana und ihr Bruder Janko auf, die beiden wurden eingeladen Hollys Geburtstag zu feiern. 
    Auf Memora Castle gibt es eine Standuhr mit einem Vogel, der jetzt nach Hollys Ankunft wieder erscheint. Hat Holly die magischen Kräfte einer Urahnin geerbt und wie kann sie damit umgehen und vor allem, wie kann sie ihrer verschwundenen Tante helfen?
    Es geht sehr spannend weiter und die Kinder müssen einige Tricks anwenden, damit am Ende der Geburtstag gefeiert werden kann.
    
    Mir hat das Spiel mit den vertauschten Zeiten sehr gut gefallen, man muss allerdings sehr genau aufpassen und genau lesen. Der Wechsel zwischen Gegenwert und Vergangenheit ist sehr spannend beschrieben. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Geister gibt es nicht oder Meine total verrückte Reise mit Sir Parzival von Schreckenfels

    Geister gibt es nicht oder Meine total verrückte Reise mit Sir Parzival von Schreckenfels

    Andrea Schomburg

    Andrea Stegmaier

    Rotfuchs

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Lina, das Mädchen im roten Kleid, das wir auf dem Cover sehen, wohnt mit ihrer Mama und der kleinen Schwester Hedi zusammen, da ihr Vater vor einiger Zeit nach Düsseldorf gezogen ist.
    Lina ist ein vorsichtiges Mädchen, sie wäscht sich gerne und oft die Hände, weil sie sich vor Viren und Bakterien fürchtet. Da Hedi Asthma hat, sorgt sie sich, dass sie sie mit einer neuen Krankheit anstecken könnte. Auf einem Schulausflug findet Hedi einen besonderen Stein und überlegt, ob sie den Hedi mitbringen sollte.
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    Doch aus dem Stein steigt ein Geist auf und stellt sich als Sir Parzival von Schreckenfels vor. Um wieder in seine Zeit zurückkehren zu können, benötigt er Linas Hilfe. Sie soll in nach Anderweit begleiten. Dies alles steht in der Prophezeiung, die Lina ihm vorlesen muss. Zum Glück kennt Lina Karstadt und weiß, dass das kein Ort, sondern ein Kaufhaus ist. Denn hier in der dritten Kabine beginnt das Abenteuer der beiden.
    
    Es ist einfach herrlich zu lesen, was dort alles geschieht, immer wieder schleichen sich wunderschöne Reime in den Text und es ist einfach zu skurril, was alles passiert. Ich will auch nicht zu viel verraten, denn das Buch zu lesen macht einfach so viel Spaß, dass man gar nicht aufhören möchte.
    Die kurzen Kapitel sind in großen Buchstaben gedruckt und es gibt viele schöne bunte Bilder, die die Geschichte gut ergänzen. Dazu kommen noch die schon erwähnten Reime und dann noch die fantasievoll ersonnenen Charaktere, wie den fliegenden Pinguin Polonuis Ping oder Delft Ziegelstein auf seinem Bobbycar.
    
    Lest es einfach selbst und erfreut auch an der fantastischen Geschichte. 
    
    Dagmar Mägdefrau 
  • Holly Holunder und der magische Garten

    Holly Holunder und der magische Garten

    Judith Merchant

    EMF

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre

    Arwid von Mühldorf ist mit seiner ständig mit dem Handy telefonierenden Mutter in ein kleines Dorf gezogen. Es riecht nach Landluft, wie seine Mutter behauptet und alles ist klein und sicher langweilig. Doch als Arwid in den Garten geht und etwas vor sich hinmurmelt, taucht plötzlich ein Mädchen auf. Das Besondere an ihr ist, dass „alles an ihr blass ist“ und ohne Farbe. Sie wohnt im Holunderbusch und stellt sich als Holly Holunder vor. Als die Mutter auftaucht, ist sie ganz plötzlich verschwunden. Zum Glück meldet sie sich aber bei Arwid und nennt ihm das Zauberwort, mit dem er sie rufen kann. 
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    Leider ist der Garten in Gefahr, denn die beiden Gärtner haben der Mutter eingeredet, dass ein japanischer Garten mit Steinen und Azaleen einfach toll aussehen würde. Dazu müssten aber alle Bäume und Sträucher und auch der kleine Teich entfernt werden.
    Da müssen Arwid, Holly und die anderen Geister schnell handeln, nur wie schaffen sie es die Mutter davon zu überzeugen, dass der Garten so wunderschön ist?
    
    Mir gefällt das Cover mit der durchscheinenden Holly und dem neugierigen Arwid sehr gut, auch im Buch sind noch einige schöne Bilder zu finden, die den Text, der in großen Buchstaben gedruckt ist, auflockern.
    Das Buch ist spannend und fantasievoll geschrieben und Holly ist ein wunderbares (Geister-)Mädchen.
    
    Dagmar Mägdefrau