• Das freche F – Was man mit Buchstaben von A – Z alles anstellen kann

    Das freche F – Was man mit Buchstaben von A – Z alles anstellen kann

    Michael Keller

    Kunstmann

    Leseempfehlung ab 5 Jahre

    Das Ferkel auf dem Cover zeigt einen ersten Eindruck, was uns in diesem ABC-Kritzelbuch erwartet. 
    Zunächst erfahren wir, dass es nur vier Teile sind, aus denen alle Buchstaben zusammengebaut werden können. Natürlich wird der Kreis bei manchen Buchstaben nur teilweise genutzt.
    Da kommt auch schon das A und es kann alt, ausgeschnitten, abgeschlafft oder auch artig sein. Die Adjektive werden durch ein entsprechend gezeichnetes A gestaltet. Danach kommt eine fast leere Doppelseite, nur oben in der Ecke hängt das Affen-A an einem Ast.
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    Doch es gibt auch ein paar Anregungen „Wie könnte ein Auto-A aussehen?“ keine leichte Aufgabe. Aber ich denke, die Kinder haben genug Fantasie ein solches Auto zu zeichnen. 
    Beim B lautet die Aufgabe „ein B mit Bart zu zeichnen.“ 
    „Das doofe D, null Ahnung von echt garnix!“, „Ein jähzorniges J.“, „Olympisches O, welche Farben haben die Ringe!“, „Das schnarchende S, schläft tief und fest.“ oder „Auf der Yogamatte macht das Y die Brücke.“ Das sind nur einige wenige Beispiele, die das Buch zu bieten hat. Ich denke Kinder, die das ABC und die Welt der Buchstaben entdecken, finden hier viel humorvolle Anregungen. Allerdings muss man auch einige Begriffe erklären, weil es doch ungewöhnliche Worte sind, wie z.B. das rackernde R oder ein irritierendes I.
    
    Das Buch bietet zum Einen lustige kleine Zeichnungen mit spaßigen kurzen Texten und bietet zudem die Möglichkeit sich selbst auszuprobieren und die Buchstaben mit Leben zu erfüllen. Danach kann man sie sich sicher noch viel besser merken, man baut ja sowas wie ein Verhältnis zu ihnen auf. Ich werde ausprobieren, was mir zu den Anregungen selbst zu zeichnen gelingt wird.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Weltbeste kleine Schwester

    Weltbeste kleine Schwester

    Katja Reider

    Hanser

    Leseempfehlung ab 8 Jahre

    Johanna ist schon 16 und ihr jüngerer Bruder liegt als Sandwichkind zwischen ihr und der zehnjährigen Rosa. Rosa, die kleine Schwester ist es auch, die uns von ihrer Familie berichtet.
    Während die beiden Großen ständig meinen, dass die Kleine bevorzugt wird, muss Roas feststellen, dass sie einfach nicht ernst genommen wird.
    Da die Eltern übers Wochenende zu einem Familientreffen müssen und keines der Kinder sie begleiten möchte, lassen sie die Drei allein zu Hause. Eigentlich hätte Rosa bei ihrer Freundin Geburtstag gefeiert und da es sich um eine „Sleep-over-Party“ handelt, hätte sie bei Bini übernachtet. Leider kommt es aber anders. 
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    An diesem Wochenende stellt sich heraus, dass kleine Schwestern durchaus nützlich, fantasiereich und voller Ideen sein können. Und wir Leser und Leserinnen lernen eine wunderbare Familie kennen, die, wenn es darauf ankommt, zusammenhält.
    
    Das Buch hat kurze Kapitel und witzigen Überschriften und einigen Bleistiftzeichnungen, es ist gut zu lesen und macht sicher nicht nur keinen Schwestern viel Spaß. Keine Ahnung, ob die Autorin eine „kleine Schwester“ ist, auf jeden Fall kann sie sich in sie hineinversetzen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Das alles sind Gefühle

    Das alles sind Gefühle

    Michael Engler

    Julianna Swaney

    arsEdition

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Es gibt im Moment einige Bücher, die sich mit dem wichtigen Thema Gefühle beschäftigen. Hier löst eine konkrete Situation Lars Wut aus. Als er sich brüllend mit rotem Kopf im Spiegel sieht, erkennt er sich nicht wieder und läuft weinend in den Garten. Dort trifft er auf einen Maulwurf, der ihm sehr einfühlsam erklärt, was Gefühle sind.
    Aber es gibt nicht nur unangenehme Gefühle, Lars erinnert sich auch an Freude und an Situationen, in denen er glücklich war. Der Maulwurf rät ihm auch sich entspannt in die Sonne zu legen und tief Luft zu holen.
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    Dann fragt er Lars, ob es auch mutige Momente für ihn gab oder Tage, an denen er nicht mutig war. Kuschel- und Tobetage fallen ihm ein. Wenn man Gefühle nicht versteht, macht es Sinn darüber zu sprechen, rät der Maulwurf. Dann taucht Lars Mama im Garten auf und auf dem letzten Bild halten sich die beiden fest in den Armen.
    Jeder kennt diese Wut, die man nicht unter Kontrolle bekommt, aber hier werden ganz einfache Ratschläge in dieser schönen Geschichte versteckt und ich denke jedes Kind kann verstehen, was er kleine Maulwurf meint. Der glückliche Abschluss zeigt, dass auch Eltern manchmal aufgrund ihrer Gefühle falsch handeln. 
    
    Die Bilder zeigen die Gefühle sehr verständlich, die Texte sind nicht belehrend, gebe aber gute Tipps. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Weißt du, was die Tiere machen? – Kleine Biene

    Weißt du, was die Tiere machen? – Kleine Biene

    Pat-a-Cake

    Fhiona Galloway

    Glücksfisch/Sauerländer

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Das Pappbilderbuch mit den gerundeten Ecken hat ein rundes Loch im Cover durch das wird die Biene sehen können. Mit einem kleinen Schieber kann man ihre Flügel bewegen. Auf der nächsten Seite erfahren wir, was die Bienen den ganzen Tag machen. Danach wo sie leben und warum sie summen. Erst auf der letzten Doppelseite gibt es wieder Klappen. Hinter den meisten summen Bienen, hinter einer die Königin, die gesucht werden soll. Hier gibt es auch Fragen wie „Welche Farbe haben die Blumen?“ oder „Welche Bienen haben drei Streifen?“
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    Einige Informationen „Sie fliegen kilometerweit“ sind noch etwas schwierig für 2-jährige, doch die Bilder werden von ihnen sicher mit viel Interesse und Freude angeschaut werden. Ich hätte mir auch im Mittelteil einige Klappen oder Animationen gewünscht.
    
    Ein schön gestaltetes Bilderbuch für kleine Naturfans.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ein Tag im Leuchtturm

    Ein Tag im Leuchtturm

    Miriam Koch

    Susanne Lütje

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Ein 40 cm großer Pappleuchtturm steht am Strand und wird von einem bärigen Mann angestrichen. Auf der ersten Seite können wir dem Leuchtturmwärter beim Frühstück mit einer Robbe zuschauen. Es gibt „Hering und Kakao“ wie der Vierzeiler berichtet. 
    Inzwischen ist der Leuchtturmwärter angezogen und schaut aus dem Fenster, denn die Post kommt über den Dünenweg. In dem Päckchen ist eine neue Lampe für den Leuchtturm. Wir können nun auch ins Schlafzimmer schauen.
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    Jetzt ist richtiges Schittwetter und der Leuchtturmwärter tragt seinen Regenhut. Schon ist der Tag rum und Ole „knipst feierlich den Leuchtturm an. „Die Freunde schlafen tief und fest und doch hält einer stetig Wacht. Der Leuchtturm blinkt für jedes Schiff hell durch die Dunkelheit der Nacht.“
    
    Schöne Bilder vom Leichtturm und en Tieren rundum und die Vierzeiler sind schön zu lesen. Aber das Besondere ist natürlich die Form des Buches. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Sehnsucht nach Sommerby – So schmeckt Familie – Lieblingsrezepte

    Sehnsucht nach Sommerby – So schmeckt Familie – Lieblingsrezepte

    Kirsten Boie

    Oetinger

    Verlagsempfehlung ab 10 Jahre

    Wer die Bücher über Sommerby kennt, wird an diesem Geschichten-, Reiseführer-, Kochbuch seine Freude haben. Denn bei Oma Inge und den drei Enkeln ist das Essen durchaus ein Thema. So wurden hier Rezepte zusammengestellt, wie die Oma sie gekocht hätte. Ganz wichtig natürlich das Bauernfrühstück, dass sie immer wieder gerne macht. Der leckere Rosinenstuten und die Erdbeermarmelade dürfen natürlich auch nicht fehlen. Neben Fisch und im besonderen Heringsgerichten gibt es ein Rezept für Labskaus, dass auch vegetarisch möglich wäre, damit auch Martha zugreifen kann.
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    Auch Omas Gänsebraten ist mit einem Rezept dabei, ebenso wie Hühnersuppe, obwohl Mikkel das sicher nicht gut findet. Kalter Hund und Pförtchen findet man bei den süßen Sachen, aber auch Apfelmus ohne Zucker. So rät die Autorin im Vorwort den Zucker in den Rezepten zu reduzieren und einfach auszuprobieren, was möglich ist. Dasselbe gilt auch für die Zutaten, so sagt Oma Inge „Du nümps, wat du hess“ was so viel heißt wie „Du nimmst was du hast.“ 
    
    Passend zu den Rezepten können wir passende Passagen aus den Büchern lesen und uns an die Situationen erinnern. Dazu gibt es wundervolle Fotografien der Landschaft rund um die Schlei und Tipps für Ausflüge rund um Sommerby, dass es gibt, aber nicht ganz so, wie Kirsten Boie es uns beschreibt. 
    Sicher werde ich einige Rezepte ausprobieren und vielleicht ergibt sich ein neues Lieblingsrezept. Aber das Blättern in dem wunderschönen Buch hat einfach schon viel Freude gemacht.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Furzipups und Hicksi Huhn  

    Furzipups und Hicksi Huhn  

    Kai Lüftner

    Wiebke Rauers

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Nachdem Furzipups es nicht schaffte Feuer zu speien, begnügt er sich mit rhythmischem Pupsen. So endet der erste Band. 
    Doch jetzt taucht ein buntes Huhn auf, das leider einen schrecklichen Schluckauf hat. Ein „Hicks“ mit etwas Gackern hört man, wenn man auf den dicken Button auf dem Cover drückt. „Furzipups beschließt spontan, dass nur er ihm helfen kann.“ Sein erster Ratschlag heißt „Luft anhalten.“ Dann versucht er es mit erschrecken. Mit Hilfe der anderen Drachen versucht er Hicksi zum Lachen zu bringen.
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    Die anderen Drachen sind genervt „Das hier ist, verdammt noch mal, kein Zirkus, nein, ein Drachental.“ Doch dann muss Furzipups pupsen und mit dem Hicksen von Hicksi entsteht ein gemeinsamer Rhythmus und sie musizieren zusammen. So endet das Buch mit einem Hoch auf die Freundschaft und mit einem Wort, dass sich auf „Schluss“ reimt.
    
    Sie Bilder sind wieder herrlich bunt und verrückt, dazu die tollen Reime, die ich so gerne vorlese und dann noch der Button mit dem „Hicks“, rundum gelungen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Du bist wichtig

    Du bist wichtig

    Christian Robinson

    cbj

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Ganz unterschiedliche Kinder halten ein Ende eines Schwungtuches. Da schaut ein Mädchen durch ein Mikroskop, sieht grüne Formen und erfährt, dass sie auch wichtig ist, wenn sie winzig ist. Und diese Erfahrung haben wir ja leider mit Corona gemacht. 
    In einem Gewässer schwimmen viele Tiere, doch eines nimmt einen anderen Weg, es schwimmt gegen den Strom. Salamander sind unterwegs und es ist gleichgültig, ob man erster oder letzter ist. „Selbst wenn dich alle für eine Plage halten“ zeigt eine Mücke, da fällt mir die Zustimmung doch schwer. Als nächstes werden Dinosaurier gezeigt, die ja immer von Interesse sind.
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    So gibt es noch einige Seite, die vielleicht auch der Erklärung bedürfen. Aber vieles kenne die Kinder auch durch eigenes Erleben und so endet das Buch mit der Titelaussagen „Du bist wichtig.“
    Zurzeit sind einige Bücher im Angebot, die eine ähnliche Aussage haben. Mir gefällt das Cover mit den Kindern sehr gut, die Seiten es Inhaltes sind mir manchmal zu abstrakt für Kinder. 
    
    Die Bilder sind sehr schön gemalt und die Texte sind kurz und beziehen sich immer auf den Titel.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Rassismus geht uns alle an

    Rassismus geht uns alle an

    Josephine Apuraku

    Jule Bönost

    Meikey To

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 8 Jahre, für Lehrkräfte, für Eltern – für alle.

    Das Cover zeigt Menschen zu Fuß, im Rollstuhl und in einem Auto. Die junge Frau auf dem Dach des Autos hält ein Mikrofon. Auf einer Fahne steht „Deutschland hat ein Rassismus-Problem!“.
    Dieses schmale Buch heißt, nach dem Glossar, das die Begriffe erklärt, die Leser*innen willkommen. Hier werden einige Dinge, die das Buch betreffen, erklärt. Unten auf der Seite winken uns viele Menschen zu. Die unterschiedlichen Arten der Diskriminierung werden erläutert.
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    Der Begriff „Ageismus“, der Benachteiligung alter Menschen, war mir neu, das Gegenteil nennt sich „Adultismus“.  Danach geht es um Rassismus gegen BIPoC, also Menschen, die nicht als weiß gelten. Das ist die gängige Selbstbezeichnung. Die schon seit Jahrhunderten geltenden Vorteile für Weiße werden erläutert, danach geht es um den Begriff Hautfarbe und was wir damit verbinden. „Struktureller Rassismus“ zeigt Beispiele, die mir bisher vielleicht gar nicht so aufgefallen sind. Ich habe schon einige Bücher zum Thema gelesen und kann bestätigen „Wissen hilft“. Die unterschiedlichen Arten des Rassismus und gegen wen sie sich wenden, werden danach thematisiert. Nach einem Ausflug in die Geschichte, geht es darum, sich gegen Rassismus einzusetzen. Einige Betroffene erzählen von ihren Erfahrungen und danach heißt es „Zusammen aktiv werden!“

    Ein kleines, preisgünstiges Buch mit vielen wichtigen Informationen.

    Dagmar Mägdefrau
  • Robin kommt

    Robin kommt

    Thomas Müller

    Moritz

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Schon das Cover mit dem Geburtstagskind auf dem Pferd und dem Caos lässt schmunzeln. Zum Geburtstag lädt das blonde Mädchen ihre drei Freund*innen Benni, Limar und Susi ein.  Doch nach dem Auspacken der Geschenke kommt Robin zur Türe herein. Robin ist eine braun-weiß geschecktes Pferd. Zunächst geht es wieder ins Kinderzimmer, in den wüsten Durcheinander „springt Robin über alle Hindernisse“ wie z.B. dem Schreibtisch. Das „fruchtbare Tal“ ist die Küche, in der der auf dem Tisch die Zutaten für den Kuchen erkennt.
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    „Ein steiler Aufstieg“ ist die Treppe, die Robin bewältigen muss. Im Bad kann man sich an einem „kühlen Bergsee“ erfrischen, um dann im Schlafzimmer ein Lager aufzuschlagen. So geht es lustig weiter, bis die Kinder Hunger bekommen.
    
    Die Bilder sind einfach richtig spaßig und erinnern in ihrer Art an Comics. Vor allem das große Pferd mittendrin (Lässt da Juli grüßen?) ist einfach zu schön.
    Die Texte, die nicht wirklich den Bildern entsprechen, die man sich aber mit Fantasie so vorstellen kann, sind sehr schön mit Augenzwinkern vorzulesen.
    Wer würde nicht gerne so seinen Geburtstag feiern?
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Jon und die vierte Zimtschnecke

    Jon und die vierte Zimtschnecke

    Corinna Antelmann

    Thais Mesquita

    Mixtvision

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Jeden Sonntag kauft Jon beim Bäcker drei Zimtschnecken, doch dann wird seine kleine Schwester geboren und er bringt vier Zimtschnecken mit. Seine Eltern lachen darüber und obwohl das Lachen nicht böse klang, verlässt Jon die Küche und geht in den Garten. Als er sich, die zwei Zimtschnecken in der Hand, fragt, was die essen soll, meldet sich der Baum.
    Auch er mag Zimtschnecken und Jon steckt sie zwischen die Blätter. „Happs verschluckt.“
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    So essen die beiden gemeinsam Zimtschnecken und Jon sieht den Baum als Freund. Als seine Schwester größer wurde flüchtete Jon vor ihrem Geschrei zum Baum. Nach dem Winter wachsen auf dem Baum Zimtschnecken und endlich ist Jule groß genug, um sie zu probieren.
    
    Die Bilder haben kräftige Farben und sind oft aus einer ungewöhnlichen Perspektive gemalt. Wenn sich alles um das Geschwisterkind dreht, ist es sicher schön, wenn man einen Rückzugsort hat und ein sprechender Zimtschnecken essender Baum ist da schon etwas ganz Besonderes. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Holla und die Grüne Neune – Band 3

    Holla und die Grüne Neune – Band 3

    Heike Kurtenbach

    Leseempfehlung ab 3 Jahre

    In diesem dritten Band hat die Eule, eine Mitbewohnerin von Holla, ein Problem. Bei ihrem abendlichen Flug bekam sie mehrfach Tannenzapfen an den Kopf geworfen und hat nun Beulen. Schon früh tauchen Hollas Freunde unter ihrem Baum auf und so erfährt sie, dass noch anderen Tieren im Wald und sogar die Mutter vom lieben Scholli eigenartige Dinge passiert sind. So wurden Krapfen gestohlen und damit die Türe des Kaninchenbaus zugebaut, so dass sich die Kaninchenfamilie erst durch das Gebäck futtern musste. 
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    Alle sind ratlos, bis der schweigsame Fuchs von einer Bande erzählt, die sich die Grüne Neune nennt. Da er weiß, wo sie wohnen, machen sich der liebe Scholli und Holla auf den Weg zu den bösen Gesellen. 
    
    Das Bilderbuch ist sehr schön illustriert und der Text erzählt eine spannende Geschichte in der Holla, die kleine, hilfsbereite Waldfee, mit ihrem Zauberstab und ihrem „Tibeling“ die Tiere im Wald vor weiterem Ärger bewahren kann. Sie ist einfach eine tolle Freundin.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Die Königinnen der Würstchen

    Die Königinnen der Würstchen

    Clémentine Beauvais

    Carlsen

    Verlagsempfehlung ab 14 Jahre

    Cybermobbing wie es im Buche steht: Auf Facebook wählen die Schüler*innen des Marie Darrieuussecq-Gymnasium in Bourg-en-Bresse die “Wurst des Jahres”, um die Kandidatinnen nach ihrem Aussehen abzuwerten, quasi das Gegenteil eines Schönheitswettbewerb. Mireille, 15, kennt das Spiel seit Jahren, zudem war der Erfinder dieser Aktion, Malo, einst ihr bester Freund. Es ist quasi schon Gewohnheit. Nicht so für die anderen beiden der Top drei: Hakima und Astrid. Astrid und Mireille lernen sich kennen und suchen gemeinsam auch die jüngere Hakima auf, um bei ihr zuhause festzustellen, dass es für alle drei eine Motivation, gibt am Nationalfeiertag im Élysée-Palast zu sein.
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    Schon beschließen die drei unter dem Vorwand Würstchen verkaufen zu wollen, sich in Begleitung von Hakimas Bruder auf die Reise zu begeben, bei der sie noch so viel mehr finden, als ursprünglich geplant.
    
    Die Themen, die der Roman aufgreift, sind eigentlich genauso einschneidend wie auch aktuell und alltäglich: Freundschaft, Erwachsenwerden, Gruppenzugehörigkeit, Mobbing, soziale Netzwerke, Familie und Behinderung. Alles andere als alltäglich ist die Erzählerin, Mireille: Schlagfertig und frech kommentiert sie das Geschehen - ohne dabei in Selbstmitleid zu versinken. Man könnte hinter dieser zynischen Art einen Schutzmechanismus vermuten. Doch gerade dadurch legt sie den Finger direkt in die Wunde, sie spricht die Leser*innen direkt an und zeigt durchaus auch ihre emotionale Seite. Zwar wird damit ernst auf das Thema Mobbing eingegangen, jedoch überwiegt der lustige Unterton und die doch etwas unrealistischen Aktionen der drei Heldinnen, wodurch das, was ihnen in der Schule passiert ein wenig verharmlost scheint. Insgesamt ist es aber eine schöne und vor allem amüsante Geschichte über Freundinnen, die zusammen über sich hinauswachsen.
    
    Raphaela Brosseron

    Ich muss sagen, dass ich mich vom Titel habe abschrecken lassen. Was für ein Blödsinn kann sich schon dahinter verbergen?
    Mirelle, die Tochter einer Lehrerin und eines hässlichen Philosophen, der aber nichts von ihr weiß, hatte in ihrer Kindheit einen Freund Malo. Der hat aber später feststellen muss, dass „Mirelle eine fette Kuh ist“. Dann kam er auf die schreckliche Idee einen Wettbewerb in Facebook zu starten: Gesuchte wurde das hässlichste Mädchen, eben die „Wurst des Jahres“.
    Da Mirelle in diesem Jahr nur den dritten Platz gemacht hat, nimmt sie Kontakt zu den beide anderen Mädchen auf. Es entsteht eine Freundschaft zwischen ihr Astrid und Hakima. Mirelle möchte ihren Vater in Paris, der inzwischen mit der französischen Präsidentin verheiratet ist und mit ihr drei Söhne hat, über ihre Existenz informieren. Astrid  schwärmt für die Gruppe Indochine, die am Nationalfeiertag auftreten wird und Hakimas Bruder Kader sitzt im Rollstuhl, weil ein General ihn in einen Kampf geschickt hat und dieser General soll an diesem Tag geehrt werden.
    So kommt es, dass die drei Mädchen und Kader, der von Mirelle in Gedanken Sonnenschein genannt wird, sich auf den Weg nach Paris machen. Ihre drei Fahrräder werden vor einen Wagen gespannt und so können sie auf der Reise Würstchen verkaufen. Ihre Fahrt wird durch die sozialen Medien und die Presse begleitet.
    Als die Vier in Paris ankommen entwickelt sich alles etwas anders als geplant, aber die Mädchen sind auch ein ganzes Stück erwachsener und selbstbewusster geworden.

    Da sieht man, eine gutes Buch kann man nicht unbedingt am Titel erkennen und wenn man den Inhalt kennt, macht der Titel auch wieder Sinn.
    Geschrieben ist das Buch aus Sicht der 15-jährigen Mirelle, die sich nach außen cool und abgeklärt gibt, aber oft damit nur ihre Probleme übespielt.
    Ein sehr modernes Buch, dass sich mit Mobbing im Internet und seinen Folgen beschäftigt, und hier eine tolle Lösung des Problems anbietet.

    Dagmar Mägdefrau

  • Als Papa auf den Knopf drückte und wir fast von einem Dino gefressen wurden

    Als Papa auf den Knopf drückte und wir fast von einem Dino gefressen wurden

    Nicolas Gorny

    Kristina Nowothnig

    Ellermann

    Verlagsempfehlung ab 4 Jahre

    Die Zwillinge Malte und Greta sitzen mit dem Zeitunglesenden Papa am Frühstückstisch, während Mama sich fertig macht und zur Arbeit fährt. Papa ist nicht so richtig gut organisiert und so sind sie wieder auf den letzten Drücker, als sie endlich los gehen. Papa kennt eine Abkürzung, die in den Stadtpark führt und dort beginnt ein verrücktes Abenteuer. 
    Sie werden von einem Ufo, das ein dreiäugiger, glitschig-grüner Schleimbatzen lenkt aufgesogen.
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    Leider ist das gebraucht gekaufte Ufo nicht mehr flugfähig und Papa, der glaubt, dass er ein Technikexperte sei, drückt auf einen Knopf. 
    Leider ist dieser Knopf der „Zufalls-Zeit-Verschieber“ und die vier landen bei den Dinos. Dummerwiese müssen sie dort aussteigen und können nur knapp dem Gefressen-werden entkommen. Ein neuer Knopfdruck bringt sie zu den Piraten und auch dort schauen sie dem Tod bereits ins Auge, weil Papas nette Ansprache bei der Piraten-Kapitänin nichts bewirkt. 
    Bei dem nächsten Versuch mit dem „Zufalls-Zeit-Verschieber“-Knopf geht es in eine schreckliche Zukunft. Da Papa hier, ohne von irgendetwas Ahnung zu haben, auf den richtigen Kopf drückt, hilft ihnen der Techniker aus der Zukunft, wieder ins Jetzt zurückzukommen.
    
    Ich habe die doch sehr lange Geschichte mit meinen fast 4-jährigen Enkel gelesen und wir haben viel gelacht und vor Spannung die Luft angehalten. 
    
    Die Geschichte vereint alle Elemente einer guten Erzählung, bringt aber am Rande auch Aktuelles mit ein. So ist die Mama dunkelhäutig und macht wohl einen wichtigen Job, aufgrund des Einblicks in die Zukunft, beschließen die Kinder mehr auf die Umwelt zu achten, weil es in 500 Jahren nicht so werden soll. Lediglich der Papa kommt irgendwie schlecht weg. Er ist nicht besonders organisiert und überschätzt sich ständig. 
    
    Ein witziges Buch mit schönen, wenn auch wenigen bunten Bildern.
    
    Dagmar Mägdefrau 
  • Gefühle Wimmelbuch

    Gefühle Wimmelbuch

    Andrea Helm

    Wimmelbuchverlag

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Auf der ersten Doppelseite des großen Pappbilderbuches steht zunächst die Frage „Was sind Gefühle?“ darunter werden sechs Gefühle genannt: Freude, Traurigkeit, Ekel, Überraschung, Scham, Ärger, Liebe und Angst. Zu allen gibt es ein Bild, passende Adjektive und einen erklärenden Text. 
    Dann geht es los mit dem Bild eines Dorfes mit Brunnen, Feuerwehr, Geschäften und einem Spielplatz. Wir können in die Zimmer schauen und überall sehen wir Menschen, die mit einem Wort beschrieben werden. (stolz, uneinsichtig, verzückt usw.)
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    Aufgrund ihrer Situation, ihrer Haltung und ihrer Mimik kann man diese Begriffe zuordnen. 
    Im Wolkenpark sehen wir ein Piraten-Luftschiff, eine Rakete, ein Heißluftballon und viele Wolken mit Personen darauf. Wie auf allen Seiten gibt es fünf Beschreibungen zu einer Szene. So findet die Taube, dass man seinen Müll nicht einfach fallen lassen soll, das macht aber ein Junge und er macht es „gedankenlos“. 
    Auf der nächsten Seite erwartet uns ein typischer Kindergarten. Die Beschriftung des Schlafraumes „Ruhezone für müde Monster“ fand ich sehr lustig. Auf Hüpfbällen wird geturnt, man kann in die Toilettenräume schauen, heraus kommt gerade ein „angeekeltes“ Mädchen. Es wird gelesen und gebastelt, ein Kind ist traurig, ein anderes gemein. Eines schaut „sehnsüchtig“ auf die Keksdose. 
    Das riesige Baumhaus ist ein richtig toller Abenteuerspielplatz, auf dem man in den Holzhäusern wohnen kann. Wir schauen wieder hinein und sehen, „warmherzige“ und „genervte“ Menschen.
    Im Freibad gibt es viele Becken, da wird geschwommen und gespielt. Aus dem Maul der Krake geht es mit der Rutschbahn ins Nass. Da kann man gut „ausgelassen“ sein. 
    Im Zauberschloss auf der letzten Doppelseite gibt es viele Räume, die von Zauberern, Zwergen und einem Drachen bewohnt sind. Im Stall steht ein Einhorn, das „übermütig“ einen Hut im Maul hat. Drei kleine Schweinchen sind „verspielt“ und eines ist „verknallt“.
    
    Es gibt enorm viel zu entdecken und durch die Zuordnung der Worte, auch vieles zu besprechen. Der Verlag gibt keine Altersangabe vor und meine Empfehlung wäre, dass ein Kind, das sich mit dem Buch befassen kann, schon 4 Jahre alt sein sollte. Natürlich können auch Kleinere die Bilder anschauen, aber der Sinn des Buches besteht ja auch in der Erfassung der Gefühle und einer Reflektion zu bekannten Situationen. 
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Mein Frühlingswichtel-Wimmelbuch

    Mein Frühlingswichtel-Wimmelbuch

    Outi Kaden

    Coppenrath

    Verlagsempfehlung ab 2 Jahre

    Auf dem Cover dieses Pappbilderbuches sehen wir einen Ausschnitt des Bildes vom Garten. Mats, die Hauptfigur mit der angerauten Zipfelmütze, hüpft mit seinen Stiefeln durch die Pfütze. Ihn gilt es auf allen Büchern zu suchen, dabei hilft es über die Seite zu streichen und die Mütze zu fühlen.
    In der Wichtelwerkstatt ist viel los, einige Wichtel bauen Spielzeug, anders bemalen Eier. Nur Mats „reitet“ auf einem Besen. Im Garten spielen Wichtel, aber andere graben das Feld um und sind fleißig.
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    Auch auf dem Markt sind neben vielen Menschen einige Wichtel zu sehen. In diesem Buch sind die Wichtel auch für das Versteckend er Ostereier zuständig. Ein Bauernhofbild kommt als nächstes, hier sind die Wichtel wieder sehr fleißig am Werk. Aber bei schönem Wetter geht es an einen See und da wird gepicknickt. 
    
    Auf jeder Seite gibt es ganz viel zu entdecken. Zum einen natürlich Mats, der immer Unsinn im Sinn hat, aber auch ein Spinnennetz, Frösche und Schnecken, Marktstände mit den unterschiedlichsten Angeboten, Vogeleltern, die auf ihr Kind warten, süße Katzenkinder oder Ameisen. Sicher kann man das Buch oft schauen und immer wieder Neues entdecken.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Ich kann einfach alles sein

    Ich kann einfach alles sein

    Frances Strickley

    Lucy Fleming

    Loewe Naturkind

    Leseempfehlung ab 4 Jahre

    Vier Kinder mit unterschiedlichem Outfit sind auf dem Cover zu sehen. Ihre Fotos sieht man auf den nächsten Seiten und auch die Häuser, in denen sie wohnen. Zusammen überlegen sie „Was wollen wir heute sein?“ und sie haben viel Fantasie. Da werden Kartons zu Booten und Robotern. Ein kleines Mädchen kann sich mit Papas Schuhen zum Zirkusclown verwandeln. Mit einem Umhang wird sie zur Superheldin. „Zusammen sind wir stark“ so kann können die Vier einiges bauen, sie können fliegen und Kranke betreuen, Dinos ausgraben und Tiger fangen.
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    Als es in die Wanne geht werden sie zu Zauberern, Kapitänen und Tauchern. Auch mit Hilfe von Büchern kann man Abenteuer erleben, das gefällt mir besonders. Aber egal, was man auch immer ist, am Abend ist jedes Kind in Mamas Armen „einfach ich“. Aber im Traum geht das Abenteuer wieder los. „alles ist möglich.“
    
    Das Buch zeigt uns so viele Möglichkeiten für Spiele, die einfach nur Fantasie und ein paar Kleinigkeiten brauchen. Ich denke jedes Kind kann da sofort mitmachen.
    
    Dagmar Mägdefrau
  • Mein allerliebster Opa

    Mein allerliebster Opa

    Marko Simsa

    Dorothée Böhlke

    Jumbo

    Verlagsempfehlung ab 3 Jahre

    Ein fröhlich buntes Cover, im Vordergrund das Kind und der Opa kommt mit dem Rad gefahren in der Hand einen Luftballon, der aussieht wie sein Kopf. Auch der Einband zeigt auf hellblauem Untergrund Figuren und Dinge aus dem Buch. 
    So beginnt das Buch mit der Ankunft Opas mit dem Rad. Am Horizont sehen wir die große Stadt, das Kind steht auf einer großen Wiese mit Bäumen und Pferden. „Ich kann dich spüren Opa“ meint das Kind, wenn Opa ihm über den Kopf streicht, natürlich geht es andersherum.
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    Opa riecht auch gut, nach dem Wald, den wir im Hintergrund mit Hirsch sehen.  Opa spielt auch Gitarre und so kann man ihn hören. Ein Bild, dass man fast hören kann, so fröhlich machen die beiden Musik. Dann gibt es einen lecken duftenden Kuchen, den Opa aus dem Herd holt. Dann toben die beiden durch den Garten und Opa ist noch sehr gelenkig. Wieder im Haus spielen sie Verstecken und am Ende erzählt Opa mit einer Handpuppe eine Geschichte. Dann wird es fantastisch, der Opa hält das schlafende Kind als Vogel im Arm, dann fliegt er in einem kleinen Flugzeug los. Danach wird ein buntes Bild gemalt und das Kind freut sich darauf, dass der Opa wiederkommt. „Das wird schön! Ich hab dich lieb, Opa!“ endet das Buch.
    
    Ein liebevolles Buch für alle Opas, die sich mit Begeisterung um ihre Enkelkinder kümmern. Da wird sich jeder Opa über das Buch freuen und es gerne mit den Enkelkindern lesen.
    
    Dagmar Mägdefrau